Vios 22. Februar vor 59 Minuten von Puppi: "Wenn ihr morgen alles zu (Bargeld) machen könntet (also auch Immos sofort verkaufen, Lebensversicherungen Rückkauf oder Festgelder auflösen könntet), wie viel Geld hättet ihr dann insgesamt zur Verfügung?" Das wäre ein Ansatz. Aber die Rentenansprüche wären wieder nicht dabei, höre ich gleich jemanden rufen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Someone 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von Someone Für mich stellt sich bei diesen Diskussionen immer die Frage, "welchem Zweck dient es": Möchte ich meine zukünftigen eingehenden Zahlungsströme im Alter abschätzen, gehört für mich eine Rente (auch Rürup, Riester, BAV) wie auch z.B. Mieteinnahmen, Tantiemen, etc. dazu. Natürlich auch Zinseinkünfte/"Gratisgeld" oder geplante regelmäßige Wertpapierverkäufe. Die selbstgenutzte Immobilie, Hausrat, Sammlerstücke, Fahrzeugpark würde ich hier nicht berücksichtigen. Möchte ich festlegen wer was erbt, gehört für mich die selbstgenutzte Immobilie dazu (ich würde einen Vergleichswert ggf. mit Abschlägen ansetzen), da die "Miete meiner Folgewohnung" recht klar abschätzbar ist, auch Hausrat oder Fahrzeuge, oder Dinge mit immateriellem Wert gehören in diesem Fall meiner Meinung nach dazu (wenn ich sicherstellen möchte, wer was genau bekommt). Hier würde ich meine Renten nur einbeziehen, wenn es tatsächlich Erben gibt, die dafür in Frage kämen. Möchte ich meine Portfoliogewichtung nach Risikogesichtspunkten festlegen, rechne ich bestehende Rentenansprüche (als RK1) mit hinein, ebenso die selbstgenutzte Immobilie (ggf. mit Abschlägen) - aber hier im Forum gibt es viele andere Sichtweisen, die ich grundsätzlich nachvollziehbar finde. Möchte ich mich "reich" fühlen und habe nichts besseres mit meiner Zeit zu tun, würde ich die höchstmöglich erzielbaren Preise aller meiner persönlichen Dinge, Immobilien, Fahrzeugpark, Kunst, Münz- und Briefmarkensammlungen, Uhren, Pokemonkarten etc. eruieren und als Summe zusammenzählen. Bei den Renten würde ich in dieser Abschätzung ein erreichbares Alter von ca. 120 annehmen. Für einen Vergleich per Umfrage im WPF folge ich den Rahmenbedingungen die der Fragesteller festlegt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von satgar vor 16 Minuten von Vios: Aber die Rentenansprüche wären wieder nicht dabei, höre ich gleich jemanden rufen Das sollte bestimmt nicht so despektierlich gegenüber anderer Meinungen rüberkommen, wie es bei mir ankam Man darf immer unterschiedlicher Meinung sein. Selbst der Staat hat keine einheitliche Definition, und auch wir tun uns hier mit einer schwer. Ich hab da auch gar kein Problem mit, nur weil ich andere Haltungen nicht teile. Das sollte doch durchweg in Ordnung sein, anderer Meinungen auszuhalten und zu akzeptieren. Und trotzdem kann man ja argumentativ Punkte vorbringen, um deutlich zu machen, warum man diese oder jene Haltung nicht teilt. Ich finde, davon lebt eine lebendige Diskussion, selbst wenn man am Ende nicht auf einen Nenner kommt. Ich versuche den Vergleich immer an Extrembeispielen deutlich zu machen. Ich hatte das am Eigentümer/Mieter Beispiel schon versucht. Oft bringe ich auch das Beispiel einer Person mit 300k Guthaben auf dem TG, welches er am nächsten Tag als EK für eine Immo einsetzt. Der besitzt dann eine selbstgenutzte Immo mit 1 Million Wert, setzte 300k selber ein und nahm noch 700k Darlehen auf. Da ist es dann eben relevant, wie vermögend ich diese Person dann brutto/netto beschreibe. Und auch, ob dieses Haus ein selbständiger ohne GRV/Versorgungswerksanspruch besitzt, oder ein A14 besoldeter Beamter. Die Lebenswirklichkeiten von Menschen sollten sich meiner Meinung nach in so einer Betrachtung widerspiegeln. Aber das kann man eben auch anders sehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von Physics vor 7 Stunden von Puppi: Genau. Diese ganzen zukünftigen Ansprüche, möglichen Einnahmen und auch zukünftigen Lebenshaltungskosten sind zu vage aufgrund unzähliger Variablen (Lebensalter, Steuern, sonstige, unvorhersehbare Entwicklungen). Es hat daher keinen Sinn, diese zu berücksichtigen bei Vergleicgen, wie wir sie hier wollen. Jeder rechnet anders. Das kann zig Mio Unterschied machen. Ja, zukünftige Ansprüche und Ausgaben sind unsicher. Aber das ändert nichts daran, dass sie existieren und bewertet werden müssen. Wenn man sie weglässt, weil es kompliziert wird, dann ist nicht die Rechnung das Problem, sondern der "Vergleich, wie wir ihn hier wollen". Vielleicht ist der Vergleich selbst schlicht nicht sinnvoll, wenn man dafür wesentliche Vermögenswerte ignorieren muss. vor 7 Stunden von Puppi: Ein hochrangiger 63-jähriger Beamter, der gerade in den Ruhestand geht mit 60.000 Euro Pension netto pro Jahr ohne Erspartem wäre demnach irrerweise 1-2 Mio schwer...je nach betrachteter Lebenserwartung. Ja was soll man dazu noch sagen, außer genau so ist es. Ein Beamter mit 60.000 EUR lebenslanger, staatlich garantierter Netto‑Pension ist 1-2 Mio. schwer. Das ist kein Irrsinn, sondern simple Barwertrechnung. Wenn man diesen Vermögenswert ignoriert, nur weil er nicht auf dem Kontoauszug steht, versteht man die Grundlagen von Vermögen nicht. Würde er hypothetisch diesen Anspruch verkaufen, würde er exakt diese Mio. in Cash bekommen. Daher kann genau dieser Beamte dann sehr hohe Aktienquoten fahren im Vergleich zu einem Selbständigen ohne feste Ansprüche. vor 7 Stunden von Puppi: Vielleicht sollte man zwischen Vermögen (alles, was ich Stand heute HABE und zu Geld machen/verschenken kann) und FINANZIELLER SITUATION unterscheiden. Bei Letzterem spielen natürlich zukünftige Rentenansprüche eine Rolle. Das Problem ist nicht, dass Rentennasprüche kein Vermögen wären. Das Problem ist, dass manche nur Vermögen anerkennen, das man sofort zu Geld machen kann. Das ist Liquidität, nicht Vermögen. Liquidität entscheidet nur darüber, ob ich etwas heute verkaufen kann. Vermögen entscheidet darüber, welchen ökonomischen Wert ich habe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 22. Februar Quasi zu unserem Thema heute was bei Kommer auf YT https://youtu.be/yyq4x21I6W0?si=i2PuMMRsjyt30YlF Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von Physics vor 15 Stunden von Vios: Sehe ich auch so. Wertlos ist es aber auch nicht. Mir erschließt sich aber der Sinn einer, wie auch immer gearteten, Diskussion nicht. Was habe ich davon, einen fiktiven Vermögenswert als abstrakte Zahl zu kennen? Was genau soll daran abstrakt sein? Wenn ich weiß, dass ich in Zukunft einen sicheren Cashflow habe, egal ob durch Rente, Pension oder gesparte Miete, dann muss ich dafür weniger Vermögen im Depot ansparen um meinen Lebensstandard zu finanzieren. Wenn ich zweifel dran habe oder ein Risiko sehe, dann nehm ich einen Abschlag. Ignorierst du diesen Cashflow, planst du komplett ins Leere. Dann sparst du entweder viel zu viel oder viel zu wenig. Das hat nichts mit 'fiktiv‘ zu tun, sondern mit sauberer Finanzplanung. vor 9 Stunden von Anja Terchova: Genauso würde ich es auch sehen. Rentenansprüche garantieren leider garnichts, denn die Wahrscheinlichkeit das man entweder unverheiratet vor Renteneintritt stirbt, oder auch verheiratet zusammen vor Renteneintritt stirbt ist garnicht so unrealistisch. Und vererben kann man seine Rentenansprüche ja auch nicht. Sondern in dem Fall sind die zukünftigen Zahlungen exakt 0. Stell dir vor, ich sage zu dir: "Anja, Du bekommst in 15 Jahren eine Rente von 1.000 € im Monat. Wenn das für dich kein Vermögen ist, dann gib sie mir doch." Du würdest natürlich nicht sagen: Klar, nimm sie einfach so. Also machen wir es wie in der Realität: Wir rechnen den Wert aus. Ich schätze deine Lebenserwartung, ziehe Sicherheitsabschläge ab, berücksichtige Inflation und diskontiere den Zahlungsstrom. Je nach Annahmen komme ich auf einen Barwert von ungefähr 150.000-200.000 EUR. Du sagst: "Ich will aber nicht nur 20 Jahre angesetzt haben, sondern 30." Wir verhandeln, treffen uns irgendwo in der Mitte, genau wie es Versicherungen und Rentenkassen jeden Tag tun. Und am Ende gebe ich dir heute einen sechsstelligen Betrag, und ich bekomme deine Rente in Zukunft. Das ist exakt das Prinzip der Abzinsung. Und es zeigt: Auch unsichere zukünftige Zahlungsströme haben einen realen Wert. Wenn du glaubst, sie hätten keinen Wert, dann tritt sie mir gerne kostenlos ab Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich 22. Februar vor 1 Stunde von Physics: Die gesparte Miete ist ein positiver Cashflow mit einem klar berechenbaren Barwert. Hilfst Du mir bitte beim klaren berechnen des Barwertes? Ich habe soeben entschieden, dieses Jahr keine Kreuzfahrt zu machen. https://www.dreamlines.de/kreuzfahrt/alaska-ab-deutschland-auf-der-riviera-18572852?filterParams[cabinKind][0]=19&selectedSail=18435872 Damit habe ich heute einen positiven Cashflow von 5.626 € p.P. Soweit klar! Aber hilf mir bitte bei der klaren Berechnung. Erhöhen die 199 Euro Bordguthaben den Cashflow um diesen Betrag zusätzlich? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Vios 22. Februar vor einer Stunde von satgar: Das sollte bestimmt nicht so despektierlich gegenüber anderer Meinungen rüberkommen, wie es bei mir ankam Falls es so ankam, ist deine Antenne vielleicht etwas zu empfindlich justiert. Das ist nicht negativ gemeint. Ich hatte jedenfalls niemanden spezielles im Sinn. Es scheint nun soweit gediehen zu sein, dass man zwar künftige Einkommen aus Renten u.ä. anrechnen müsste, aber niemand sagen kann, wie. Interessante Diskussion jedenfalls, die Antworten auf Fragen liefert, die ich mir nie gestellt habe. Eine stelle ich aber noch hier: Wie bewertet Forbes für die berühmte Liste? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von Physics vor 12 Minuten von Nachdenklich: Aber hilf mir bitte bei der klaren Berechnung. Erhöhen die 199 Euro Bordguthaben den Cashflow um diesen Betrag zusätzlich? Nein, die nicht gemachte Reise ist kein Vermögenswert, auch wenn du sie jedes Jahr nicht machst. Das ist freiwilliger Konsumverzicht. Die gesparte Miete dagegen ersetzt eine unvermeidbare wiederkehrende Ausgabe. Deshalb ist sie ein echter Cashflow mit Barwert. Und das Bordguthaben erhöht den Cashflow nicht, weil es nur ein Rabatt auf eine Ausgabe wäre, die du gar nicht mehr hast. Aber das war Dir bestimmt schon vorher klar. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich 22. Februar vor 2 Minuten von Physics: Die gesparte Miete dagegen ersetzt eine unvermeidbare wiederkehrende Ausgabe. Keinesfalls, vielleicht lerne ich morgen eine liebliche Maid kennen, die mich einlädt bei ihr einzuziehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 22. Februar vor 8 Minuten von Nachdenklich: Keinesfalls, vielleicht lerne ich morgen eine liebliche Maid kennen, die mich einlädt bei ihr einzuziehen. Theoretische Zufälle wie eine liebliche oder leibliche Maid sind kein Planungsfaktor. Die gesparte Miete ist ein sicherer, wiederkehrender Cashflow, die nicht gemachte Reise nur freiwilliger Konsumverzicht. Und nochmal, das weißt Du sehr genau selbst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire 22. Februar vor 12 Minuten von Nachdenklich: Keinesfalls, vielleicht lerne ich morgen eine liebliche Maid kennen, die mich einlädt bei ihr einzuziehen. Oder Du fährst direkt zur Hölle Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 22. Februar vor 24 Minuten von Vios: Es scheint nun soweit gediehen zu sein, dass man zwar künftige Einkommen aus Renten u.ä. anrechnen müsste, aber niemand sagen kann, wie. Von „niemand“ kann keine Rede sein. Mal ein Beispiel https://www.procontra-online.de/unkategorisiert/artikel/vermoegensbilanz-warum-auch-barwerte-von-renten-zaehlen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 22. Februar vor 29 Minuten von Vios: Es scheint nun soweit gediehen zu sein, dass man zwar künftige Einkommen aus Renten u.ä. anrechnen müsste, aber niemand sagen kann, wie. vor 5 Minuten von satgar: Von „niemand“ kann keine Rede sein. Mal ein Beispiel https://www.procontra-online.de/unkategorisiert/artikel/vermoegensbilanz-warum-auch-barwerte-von-renten-zaehlen Oder nimm den Rechner für Leibrenten, was noch einfacher ist: Aktuelles Alter, Geschlecht, Periodensterbetafel wählen, Rentebetrag wählen, Abzinsungssatz wählen, monatliche Zahlungsfrequenz. Bei Beginn Aufgeschoben wählen und Startalter der Rente eintragen. https://service.destatis.de/DE/leibrentenrechner/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von Nachdenklich vor 14 Minuten von Physics: Die gesparte Miete ist ein sicherer, wiederkehrender Cashflow, die nicht gemachte Reise nur freiwilliger Konsumverzicht. Aber das wohnen in meinem Haus ist doch auch Konsum. Und ich kann freiwillig darauf verzichten (unabhängig von der lieblichen Maid) und statt dessen in eine kleine Wohnung ziehen. Ein Wohnklo mit Kochzeile statt freistehendem Einfamilienhaus kann ich freiwillig beziehen. Kostet im Vergleich zur "eingesparten Miete" nur einen Bruchteil. Cashflow ist es erst dann, wenn der Cash auch tatsächlich fließt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von Physics vor 10 Minuten von Nachdenklich: Aber das wohnen in meinem Haus ist doch auch Konsum. Und ich kann freiwillig darauf verzichten (unabhängig von der lieblichen Maid) und statt dessen in eine kleine Wohnung ziehen. Ein Wohnklo mit Kochzeile statt freistehendem Einfamilienhaus kann ich freiwillig beziehen. Kostet im Vergleich zur "eingesparten Miete" nur einen Bruchteil. EFH, Wohnung, Wohnklo, alles möglich. Aber das Wohnen an sich ist unvermeidbar und verursacht immer Grundkosten. Dass du theoretisch in ein Wohnklo ziehen könntest, weißt du selbst, aber das ändert nichts daran, dass mietfreies Wohnen ein sicherer, wiederkehrender Cashflow-Vorteil ist. Es ändert lediglich die Höhe des Cashflows Edit: Cashflow ist leidiglich ein Geldfluss, dass er zukünftig fließt wird durch die Abzinsung berücksichtigt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von CorMaguire vor 7 Minuten von Nachdenklich: Aber das wohnen in meinem Haus ist doch auch Konsum. Und ich kann freiwillig darauf verzichten (unabhängig von der lieblichen Maid) und statt dessen in eine kleine Wohnung ziehen. Ein Wohnklo... Und das Haus lässt Du dann leerstehen/verfallen, oder vermietest/verkaufst Du das? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich 22. Februar vor 1 Minute von CorMaguire: Und das Haus lässt Du dann leerstehen/verfallen, oder vermietest/verkaufst Du das? Natürlich nicht! Also ich nicht. Wenn ich mich an meinem Wohnort umsehe, dann tun das manche Besitzer, das spielt aber doch hier keine Rolle. Es geht mir nur um die Begrifflichkeiten. Eine nicht zu zahlende Ausgabe ist gut - aber kein Cashflow. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von Physics vor 14 Minuten von Nachdenklich: Eine nicht zu zahlende Ausgabe ist gut - aber kein Cashflow. Edit: Da Du gerne Erbsen zählst: Es sind ersparte zukünftige Ausgaben, die als zukünftiger Cashlfow-Vorteil bewertet werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich 22. Februar vor 5 Minuten von Physics: Cash - Flow, was sagt das Wort über heute gestern oder morgen? Cashflow ist schlicht ein Geldfluss im Umkehrschluss ein nicht erfolgter Geldfluss. Und zukünftige, sichere Geldflüsse oder im Umkehrschluss nicht erfolgte Geldflüsse bewertet man über den Barwert, damit sie heute vergleichbar werden. Nach Deiner Definition war also gestern dann auch kein Cashflow nur heute von Mittag bis zum Kaffetrinken. Deswegen unterscheidet man zwischen Bestandsgrößen und Flußgrößen. Vermögen ist eine Bestandsgröße. Cashflow ist eine Flußgröße. Und antizipierter Cashflow ist eine interessante Annahme. Man sollten diesen antizipierten Cashflow, dort wo es angemessen ist, in seine Überlegungen einbeziehen. Aber antizipierte Cashflow ist antizipierter Cashflow, aber noch kein wirklicher Cashflow und schon gar kein Vermögen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PeterS 22. Februar vor 3 Stunden von Physics: Ich versteh nicht, warum eine gesparte Miete nicht als positiver Cashflow zählen sollte. Ich spare die Miete, die ich sonst zahlen müsste. Das ist genauso gut wie Miete erhalten. Beispiel: Vermieter bekommt 12.000 EUR Miete = 12.000 EUR Cashflow Ich spare 12.000 EUR Miete = 12.000 EUR Cashflow Gleicher Nutzen, gleicher Wert. Nach Abzug von 3.000 EUR Instandhaltung bleiben bei beiden 9.000 EUR netto pro Jahr, ein sicherer Ertrag wie bei einer Anleihe. Walz übersieht wohl, dass gesparte Ausgaben = eingenommenes Einkommen sind. Die gesparte Miete ist: - indexiert - langfristig - ist nicht vom Immobilienpreis abhängig - ist schwierig politisch manipulierbar Das ist sogar besser als reale Mieterträge. Gesparte Miete hat natürlich einen ökonomischen Nutzen. Walz würde aber unterscheiden zwischen Zahlungsstrom und Opportunitätskosten. Ein Vermieter erhält liquide Einnahmen, die er investieren oder umschichten kann. Die ersparte Miete ist dagegen eine gebundene Rendite auf ein stark konzentriertes, illiquides Investment und beinhaltet Klumpenrisiko, Instandhaltungsunsicherheit und Standortabhängigkeit. Ökonomisch sinnvoll, aber nicht gleichwertig zu frei verfügbarem Cashflow. Ich wollte die eigenbewohnte Immo ja nicht abwerten, aber es sollte klar sein, was gemeint ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PKW 22. Februar vor 4 Stunden von Euronensammler: Das Erbe, das morgen nach meinem Ableben festgestellt würde, ist für mich die plausibelste Vermögensdefinition. Diese Definition gefällt mir! Ich finde es gut, die Rentenansprüche nicht mit einzubeziehen: Für einen Großteil der Bevölkerung liegen die eh in einer ähnlichen Größenordnung wie die Grundsicherung. Wer deutlich mehr Rente erwartet kann ja die Krücke Rentenansprüche abzgl. Grundsicherung nutzen. vor 5 Minuten von Nachdenklich: Aber antizipierte Cashflow ist antizipierter Cashflow, aber noch kein wirklicher Cashflow und schon gar kein Vermögen Auch der Satz gefällt mir! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von satgar Ich mache nochmal nen Vorschlag, den man zur Abstimmung stellen könnte, was sich an gesetzlichen Definitionen orientiert. Man nimmt entweder das Vermögen, was in einem Erbfall angesetzt wurde (quasi über die Erbschaftssteuer-Erklärung) ODER das Vermögen, dass man bei einer Scheidung aufteilen würde. Diese beiden Ideen gäbe es, die jetzt schon einer Definition unterliegen, was angesetzt wird, und was nicht. Fall 1: Finanzmittel: Alle Guthaben auf Girokonten, Sparbüchern, Festgeld sowie Bargeldbestände Immobilien & Grundstücke: Häuser, Wohnungen und unbebaute Grundstücke. Kapitalanlagen: Aktiendepots, Anleihen, Fonds und Beteiligungen an Unternehmen. Versicherungen: Lebens- und Rentenversicherungen Sachwerte: PKW, wertvoller Hausrat, Kunstsammlungen, Schmuck oder Antiquitäten. Fall 2: Finanzen: Bankguthaben, Aktiendepots, Bausparverträge. Immobilien: Häuser und Grundstücke Sachwerte: Autos, teure Sammlungen, Schmuck. Unternehmen: Firmenanteilen oder Praxen. Gesetzliche Rente: Rentenpunkte der Deutschen Rentenversicherung. Beamtenversorgung: Pensionsansprüche Betriebliche Vorsorge: Betriebsrenten und Zusatzversorgungen (z. B. VBL). Private Vorsorge: Riester-Rente, Rürup-Rente oder private Rentenversicherungen. Berufsständische Werke: Renten von Ärzten, Apothekern, Anwälten etc. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 22. Februar · bearbeitet 22. Februar von Physics vor 3 Stunden von Nachdenklich: Deswegen unterscheidet man zwischen Bestandsgrößen und Flußgrößen. Vermögen ist eine Bestandsgröße. Cashflow ist eine Flußgröße. Und antizipierter Cashflow ist eine interessante Annahme. Man sollten diesen antizipierten Cashflow, dort wo es angemessen ist, in seine Überlegungen einbeziehen. Aber antizipierte Cashflow ist antizipierter Cashflow, aber noch kein wirklicher Cashflow und schon gar kein Vermögen Ja, natürlich unterscheidet man zwischen Bestands- und Flussgrößen. Vermögen ist ein Bestand, Cashflow der laufende Geldstrom. Soweit so gut. Worauf es hier ankommt, ist doch etwas anderes. Es geht um zukünftige Ausgaben, die wegfallen und die man deshalb wie einen zukünftigen Cashflow-Vorteil behandeln kann und muss. Klar, ein erwarteter Cashflow ist kein heutiges Bargeld. Trotzdem hat er einen klar bestimmbaren Wert, weil er die späteren Lebenshaltungskosten reduziert. Finanzmathematisch entspricht das dem Barwert der ersparten Ausgaben, also dem Kapital, das man heute bräuchte um diese Verpflichtung dauerhaft abzudecken. Es verhält sich eher wie ein inflationsgeschützter Bond, der über die Zeit einen stabilen Mehrwert liefert. Das ist ganz normale Finanzplanung, nichts Exotisches. Edit: Um nochmal auf Deine eingesparte oder nicht gemachte Reise einzugehen. Der Unterschied ist, Du sparst etwas, bekommst aber dafür auch keine Leistung (also +/- 0). Beim selbstgenutzten Eigenheim ist die Leistung das mietfreie Wohnen und genau das ist etwas Wert. vor 3 Stunden von PeterS: Gesparte Miete hat natürlich einen ökonomischen Nutzen. Walz würde aber unterscheiden zwischen Zahlungsstrom und Opportunitätskosten. Ein Vermieter erhält liquide Einnahmen, die er investieren oder umschichten kann. Die ersparte Miete ist dagegen eine gebundene Rendite auf ein stark konzentriertes, illiquides Investment und beinhaltet Klumpenrisiko, Instandhaltungsunsicherheit und Standortabhängigkeit. Ökonomisch sinnvoll, aber nicht gleichwertig zu frei verfügbarem Cashflow. Ob man 1.000 EUR zusätzlich einnimmt oder 1.000 EUR weniger ausgibt, macht im Ergebnis keinen Unterschied. In beiden Fällen steigt das verfügbare Budget um genau diesen Betrag. Beim Mieter wirkt ein Teil des Einkommens allerdings nur auf dem Papier wie Liquidität, weil er gleich wieder für die Miete abfließt. Eigentlich ist es aber ein gebundener Zahlungsstrom. Beispiel: - Person A hat mit 300.000 EUR Kapital einen Ertrag von 1.000 und gibt diesen Betrag vollständig für die Miete aus. - Person B steckt dieselben 300.000 EUR in ein Eigenheim und hat dadurch keine Mietkosten. Beide haben am Monatsende denselben freien Cashflow = 0. Der Unterschied liegt nicht im Monatsergebnis, sondern in der langfristigen Struktur. Person B hat die Wohnkosten im Grunde vorfinanziert und hat damit eine dauerhafte Ausgabe aus dem Lebensbudget ausgestrichen. Anders herum, wer mietfrei wohnt, braucht über die restliche Lebenszeit weniger Vermögen, um denselben Lebensstandard zu halten. Dabei geht es nicht um einen Renditevergleich oder Modellvergleich (Mieten vs. Kaufen), sondern ist vor allem eine Frage der Bilanzierung. Die künftig eingesparten Mieten haben einen Barwert, der als Gegenposition zur Wohnverpflichtung in der persönlichen Vermögensplanung auftauchen muss. Der Marktwert der Immobilie spielt für den Selbstnutzer nur dann eine Rolle, wenn er verkaufen möchte. Für die Finanzplanung zählt der Barwert der ersparten Mieten, das ist die relevante Größe. Das Eigenheim dient dann als eine Art Absicherung. Der Wohnnutzen bleibt stabil, auch wenn der Marktwert schwankt. Damit wird die selbstgenutzte! Immobilie weniger zu einem spekulativen Investment und eher zu einer vorausbezahlten Sachleistung mit dem Charakter eines inflationsgeschützten Bonds. Der Kupon ist das mietfreie Wohnen (unabhängig von Marktturbulenzen). Auch das Klumpenrisiko-Argument stimmt so nicht. Für die Lebenshaltung zählt der fortlaufende Wohnnutzen nicht der schwankende Wiederverkaufswert. Und der verändert sich eben nicht, auch wenn gerade die Hauspreise 20% in den Keller gehen, auf die Miete gibt es nämlich trotzdem keinen Rabatt. Ein eigengenutztes Haus nicht in die Vermögensbilanz aufzunehmen, führt zwangsläufig zu Fehlallokationen und wer diese massive Absicherungsposition ignoriert, verzerrt seine tatsächliche Risikotragfähigkeit und entscheidet auf einer unvollständigen Basis. Aber jeder wie er mag. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PeterS 22. Februar vor 16 Minuten von Physics: Ein eigengenutztes Haus nicht in die Vermögensbilanz aufzunehmen, führt zwangsläufig zu Fehlallokationen und wer diese massive Absicherungsposition ignoriert, verzerrt seine tatsächliche Risikotragfähigkeit und entscheidet auf einer unvollständigen War ja einglück auch nie meine Intension. Kannst ja noch mal mein Anfangstext lesen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag