Aktiencrash

Ölmarkt und Rohölpreise

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Es gibt sogar kritische Artikel zum Fracking-Hype

 

Permian Exodus And More To Come

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Ja, habe davon in letzter Zeit auch ein oder zwei gelesen :)

 

Und da es heute wieder EIA Daten gab, hier die Übersicht:

 

EIA.jpg

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Gestern sind die EIA-Prognosen für die letzte Woche veröffentlicht worden. Crude leicht gesunken, obwohl extrem hohe Importe zu sehen sind. Total Stocks haben sich nicht verändert.

 

Besonders interessant für die nächste Woche: Gulf of Mexico operators shut production, evacuate workers ahead of storm Harvey

 

Die Produktion der Lower 48 wird daher - voraussichtlich wie beim letzten Mal - sinken. Das passt sich die Woche drauf dann natürlich auch wieder an. Ich vermute, dass es nächste Woche dann wieder einen größeren Crude Draw geben wird.

 

Übrigens, am 30.08. kommen die nächsten EIA Prognosen und am 31.08. kommt der Monatsreport mit richtigen Zahlen für den Juni.

 

EIA.jpg

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Situation in Houston - Produktion / Raffinerien

 

Zitat

Tropical Storm Harvey has knocked offline ~22% of Gulf of Mexico oil production, or nearly 380M bbl/pay out of 1.75M, and ~26% of natural gas output, or 828M cf/day out of 3.22T, according to the U.S. Department of the Interior’s Bureau of Safety and Environmental Enforcement.

 

Kleiner Schreibfehler: es sind natütlich nur 378,633 (BOPD) = knapp 380K bzw. 0,38M bbl/day


 

Zitat

 

Exxon Mobil (NYSE:XOM) closed its Baytown refinery at the Houston Ship Channel - the second largest refinery in the U.S., with production capacity of 560K bbl/day - due to severe flooding.

 

Royal Dutch Shell (RDS.A, RDS.B) says its 325K bbl/day Deer Park refinery and chemical plant complex may be shut for a week, Petrobras (NYSE:PBR) shut its 112K bbl/day Pasadena plant, and Phillips 66 (NYSE:PSX) shut its 247K bbl/day Sweeny refinery.

 

All Corpus Christi refineries already were closed, so the Houston plant closures compound worries about fuel shortages that could develop as rain continues; long-term refinery outages could cause fuel shortages and sharply higher gasoline prices around the U.S.

 

Valero Energy (NYSE:VLO) says its two Corpus Christi-area refineries that were shut ahead of the storm sustained only minor damage, so it could restart operations when the port becomes functional.

 

 

CNN schreibt dazu:

 

Zitat

 

Ten oil refinery plants in the Houston area and Corpus Christi are shutting down because of the storm, according to a report released Sunday by S&P Global Platts. They normally have the capacity to refine about 2 million barrels of oil a day.

 

S&P estimated Sunday that roughly 2.2 million barrels per day of refining capacity were forced offline because of the storm.

 

 

 

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie dieses Ereignis die Lagerbestände, Produktion und Demand beeinflusst. Meiner Meinung nach sieht das folgendermaßen aus:

 

- Demand für Crude sinkt um ca. 2 Mio bbl/day bis die Raffinerien wieder laufen.

- Demand nach den Produkten aus den Raffinerien wird nur marginal sinken (Stillstand in Texas)

 

- Produktion / Supply sinkt um ca. 0,38 Mio bbl/day bis die Rigs wieder laufen.

 

- Exporte von Crude könnten sinken (0,94 Mio bbl/day in der Woche 18.08.)

- Importe von Crude könnten sinken (8,79 Mio bbl/day in der Woche 18.08.)

 

Zur Info: die nächste EIA Prognose betrifft die Woche, die am 25. August endet. Harvey hat darauf noch keinen großen Einfluss, evtl. 2 Tage.

 

Operable Utilization Rate (%)

 

Dec 2016 - 91.3

Jan 2017 - 88.4

Feb 2017 - 85.0 

März 2017 - 88.0

April 2017 - 92.7

Mai 2017 - 94.3

 

Die Raffinerien könnten nach dem Wiederanlaufen die Downtime theoretisch wieder aufholen, sofern die Produkte aus den Raffinerien in dieser Zeit weiterhin stark nachgefragt würden, was den temporären Demand nach Crude nicht auheben, sondern um ein paar Wochen oder Monate aufschieben würde. Die Im- und Exporte könnten sich - und so ähnlich war es auch bei früheren Hurricanes - in den Folgetagen bzw. -wochen wieder angleichen. Auch hier ist es nicht aufgehoben, sondern nur kurzfristig aufgeschoben. Die Produktion im Golf von Mexiko wird sich allerdings nicht nach dem Wiederanlaufen für ein oder zwei Wochen um 0,38 Mio bbl/day erhöhen, um die Ausfallzeit zu kompensieren.

 

Ich glaube daher, dass Harvey kurzfristig zu größeren Verwerfungen bei den EIA Progosen führen wird, es sich dann aber schnell wieder einpendelt. Lediglich die Ölproduktion von vielleicht 3-5 Mio bbl sind erst einmal "verloren" (wird dann in x Jahren nachgeholt, wenn die Felder zu Neige gehen). Das entspricht momentan 1% der US Crude Reserven, also kaum der Rede wert.

 

Würde mich freuen, andere Meinungen zu hören.

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Etwas extremere Ansichten:

 

An Iran War Is Coming - Buy Oil Stocks Now

 

Contrarian fund managers expect oil prices to double to $100 by 2018

 

interessant ist aber

Zitat

The IEA reported an oversupply of crude oil for 2016, but G&R research shows a discrepancy between the global inventory picture and the global supply and demand data the Paris-based agency provides, Goehring and Rozencwajg said. That’s what Goehring referred to as “missing barrels.”

und

Zitat

For 2016, there was a revision of nearly 902,000 barrels.

The IEA’s estimates of global crude demand have been upwardly revised by an average of 880,000 barrels a day for the past seven years, according to a Wall Street Journal analysis.

For this year, the IEA forecasts demand of 96.6 million barrels a day, but Goehring and Rozencwajg expect to see further revisions to the number.

 

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Am 24.8.2017 um 12:24 schrieb Trauerschwan:

Die Produktion der Lower 48 wird daher - voraussichtlich wie beim letzten Mal - sinken. Das passt sich die Woche drauf dann natürlich auch wieder an. Ich vermute, dass es nächste Woche dann wieder einen größeren Crude Draw geben wird.

 

Übrigens, am 30.08. kommen die nächsten EIA Prognosen und am 31.08. kommt der Monatsreport mit richtigen Zahlen für den Juni.

 

Produktion der Lower 48 waren tatsächlich deutlich niedriger, aber es gab einen Crude Build aufgrund der massiv eingeschränkten Raffineriekapazitäten. Die letzten zwei Wochen habe ich nicht gepostet.

 

EIA.jpg

 

Die US-Lower48-Produktion ist bis auf 40k Barrels wieder auf Vor-Hurricane-Niveau. Das finde ich ziemlich erstaunlich, da es zwischendurch die EIA 914 (die echten Zahlen!) für Juni 2017 gab.

 

EIA 914.jpg

 

Die tatsächliche Produktion ist nämlich leicht zurückgegangen, obwohl die Estimates steigende Produktionszahlen erwarten ließen. Dazu erst einmal ein SeekingAlpha-Link.

 

Wenn man sich jetzt die Estimates für die 4 Wochen im Juni anschaut (9,330 // 9,350 // 9,250 // 9,338), dann kann man erkennen, dass der Unterschied doch recht deutlich ist. Ich bin vor allem darauf gespannt, wie der nächstes EIA 914 Report in 9 Tagen ausfallen wird. Die Juli-Estimates waren übrigens: (9,397 // 9,429 // 9,410 // 9,430) und wie der heutige Report zeigt, wird erwartet / vermutet, dass die US-Produktion heute bei über 9,5 Mio Barrels pro Tag liegt.

 

 

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Zitat

Wenn man sich jetzt die Estimates für die 4 Wochen im Juni anschaut (9,330 // 9,350 // 9,250 // 9,338), dann kann man erkennen, dass der Unterschied doch recht deutlich ist. Ich bin vor allem darauf gespannt, wie der nächstes EIA 914 Report in 9 Tagen ausfallen wird. Die Juli-Estimates waren übrigens: (9,397 // 9,429 // 9,410 // 9,430) und wie der heutige Report zeigt, wird erwartet / vermutet, dass die US-Produktion heute bei über 9,5 Mio Barrels pro Tag liegt.

 

oil.jpg

 

Eine Abweichung von ungefähr 170k Barrels pro Tag. Ich finde es übrigens interessant, dass der Anstieg der Produktion fast ausschließlich auf den Offshore Bereich fällt.

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Oil will crash to $10 a barrel with electric vehicle revolution, strategist says

 

Von einem Extrem ins andere. Selbst wenn in 6-8 Jahren ein paar mehr Elektroautos auf europäischen Straßen fahren werden, sind 10$ auf Dauer auch nicht realistisch. Offenbar fühlen sich derzeit viele genötigt von 10 bis 150 $ jeden Ölpreis auszurufen.

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Für den Ölinvestor sind diese ständigen Nachrichten über den angeblichen E-Auto-Boom sehr positiv. Schließlich wird so eine enorme Unsicherheit erzeugt. Und Unsicherheit ist Gift für die Bereitschaft, in neue Ölförderkapazität zu investieren. So wird in der Baisse die Grundlage für die nächste Öl-Hausse geschaffen.

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Brent hat heute 60 USD pro Barrel erreicht.

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EIA Weekly Petroleum Status Report und EIA 914 Monthly für November 2017 heute veröffentlicht:

 

Weekly Petroleum Status Report zeigt 7 Mio Barrel Crude Anstieg, allem in allem ein Anstieg von 2,3 Mio Barrels.

 

EIA 914 Monthly für November 2017 zeigt, dass die Produktion von 9,654 auf 10,038 Mio Barrels pro Tag angestiegen ist. Offshore erhöhte sich um 0,209 Mio Barrels pro Tag und Texas um 0,114 Mio Barrels pro Tag.

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Aktiencrash, schön mal wieder hier von Dir zu lesen. 

Anbei eine ganz aufschlussreiche aktuelle Zusammenfassung vom Handelsblatt zum Thema. 

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vor 16 Stunden schrieb Trauerschwan:

Shale oil will contribute to future crude price instability - US output is too small, too slow, and too competitive to play swing producer

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

Das ist anscheinend etwas schwierig, wenn man kein ft-Abo hat... 

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vor 3 Stunden schrieb Schildkröte:

 

Das ist anscheinend etwas schwierig, wenn man kein ft-Abo hat... 

 

Hmm, vielleicht ist es noch nicht durchgedrungen, aber wenn man den Titel via Google eingibt und dann den Link zu FT anklickt, dann ist der Text lesbar.

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Posted · Edited by Schildkröte

 

Zitat

Der 62-jährige Brite hat zwar angekündigt, als Chef des Rohwarenhändlers Vitol, den er seit dem Jahr 1995 geleitet hat, zurückzutreten. Taylor wird aber weiterhin als Chairman die Geschicke des grössten unabhängigen Erdölhändlers der Welt mitbestimmen. ... Mehr als 350 Händler halten am Unternehmen Anteile, keiner von ihnen hat mehr als 5% an der Firma. Immer wieder taucht die Frage nach einem Börsengang des Unternehmens auf. Taylor schliesst dies kategorisch aus, weil es der schwankungsanfälligen Natur des Geschäfts eines Rohwarenhändlers nicht entspreche. Vitol gründete jedoch mit Partnern Firmen für Investitionen in Raffinerien, Erdöllager oder Tankstellennetze. Eine davon, Varo Energy, hat vor kurzem die Pläne für einen Börsengang bekanntgegeben.

Hier der vollständige NZZ-Artikel

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Der weltweite Ölmarkt wird vom Dollar beherrscht. Dagegen möchte China etwas tun und hat nun einen eigenen Öl-Future ins Leben gerufen. ... Der Terminhandel wird in der chinesischen Landeswährung Yuan (Renminbi) abgewickelt und steht auch ausländischen Anlegern offen. ... Im vergangenen Jahr hatte China die USA als weltweit größter Importeur ausländischen Öls überholt. Fachleuten zufolge geht es für China aber auch darum, die Bedeutung der Landeswährung Yuan zu steigern.

Hier der vollständige FAZ-Artikel. 

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offenbar gibt es zahlreiche Geldanleger, die auf einen höheren Ölpreis hoffen und davon profitieren wollen. ... Seit Anfang des Jahres haben Investoren demnach etwa drei Milliarden Dollar in Rohstoff-Hedgefonds gesteckt. Es ist der höchste Betrag für einen solchen Zeitraum seit dem dritten Quartal 2016 ... Die Hedgefonds-Gesellschaften selbst prognostizieren einen Anstieg des Preises beispielsweise bei der US-Sorte WTI auf mehr als 80 Dollar je Barrel.

Hier der vollständige Artikel aus dem manager magazin. 

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Zudem scheint Öl die Bodenbildung mittlerweile abgeschlossen zu haben. Hier ein Chart vom Brent Oil Future:

 

18-04-23 Brent Boden.png

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UPDATE: No effort to fight Superior refinery fire; evacuations could last days

 

Video und Fotos.

 

Zitat

Husky Energy said Wisconsin's lone refinery had averaged 37,000 barrels per day of production in the first three months of this year, according to an earnings statement released Thursday morning.

 

Betrifft in erster Linie Husky Energy und wird wohl kaum globale Auswirkungen haben.

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Nachdem die USA Sanktionen gegen den Iran verhängt haben, will Saudi-Arabien seine Ölförderung erhöhen, um den iranischen Anteil zu übernehmen. 

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Trump will make Commodity Investments great again.

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Anbei ein ganz interessanter FAZ-Artikel zum Thema Öl. Da die USA das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigen und diesen sanktionieren, fällt das Angebot an Öl, was zu einem steigenden Ölpreis führt, was durch Fracker (zumindest kurzfristig) nicht kompensiert werden kann.

 

Zitat

Fracking-Firmen ... können derzeit ihre Schieferölproduktion keineswegs so stark ausweiten, wie das seit 2014 der Fall war. Dies hat zwei Gründe: Zum einen fehlt es an zusätzlicher Infrastruktur wie neuen Pipelines oder Lagerstätten vor Ort – und zum anderen mangelt es an Arbeitskräften. In Amerika herrscht nahezu Vollbeschäftigung.

 

Analysten wie Jan Edelmann von der HSH Nordbank ziehen aus der Gemengelage den Schluss: „Ein Anstieg des Ölpreises auf mehr als 80 Dollar je Barrel ist wahrscheinlich. Für kurze Zeit könnte der Preis sogar auf mehr als 100 Dollar je Barrel steigen, das ist nicht völlig auszuschließen.“ Für Autofahrer könnte es also in den nächsten Monaten teuer werden. Eine Faustformel besagt, dass ein Anstieg des Ölpreises um zehn Prozent die hiesigen Benzinpreiseum fünf bis sechs Prozent erhöht. In der Rechnung bleibt außen vor, dass der Kurs des Euros im Vergleich zum Dollar zuletzt wieder schwächer geworden ist – was den Sprit hierzulande noch teurer macht.

 

Trotzdem kann Entwarnung gegeben werden: Eine neue Ölkrise sieht keiner der Experten heraufziehen. Spätestens dann, wenn die Fracking-Firmen ihre zeitweiligen Engpässe überwunden haben, könnte der Ölpreis wieder in Richtung 60 Dollar je Barrel fallen.

 

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