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Themen über Versicherungen und Risikovorsorge

Aus Gründen der Qualitätssicherung dieses Forums bitten wir darum, sorgfältig die Stickys durchzulesen und jedes Thema und Fragen nach den Richtlinien zur Themeneröffnung zu eröffnen oder bereits bestehende Threads zu verwenden.
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Risikovorsorge Nachrichten, Analysen und Kommentare Thema bewerten: -----

#21 Mitglied ist offline   Gerald1502 

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Geschrieben 15. Dezember 2010 - 20:39

Unbeaufsichtigte Kerzen können Versicherungsschutz kosten!
November 29th, 2010 | Kategorie: Hausratversicherung

Die Adventszeit hat begonnen und damit auch die Zeit, in der in vielen Haushalten häufig Kerzen aufgestellt werden, um eine (vor)weihnachtliche Stimmung zu erzeugen. Der Deutsche Mieterbund in Berlin weist jedoch darauf hin, dass Mieter niemals unbeaufsichtigt oder unbeobachtet Kerzen oder Teelichter in ihrer Wohnung brennen lassen sollen.

Wenn ein Feuer ausbricht, das durch brennende Kerzen verursacht wurde, zahlt die Hausratversicherung nämlich nur dann, wenn der Versicherte nicht grob fahrlässig gehandelt hat. Das gleiche gilt für das Abbrennen von Wunderkerzen: In einem Fall urteilte das Landgericht Offenburg, dass das Entzünden von Wunderkerzen direkt am Weihnachtsbaum grob fahrlässig ist (Az.: 2 O 197/02). Deshalb musste die Hausratversicherung in diesem Fall für den Schaden auch nicht aufkommen.

In einem anderen Fall, der vor dem Landgericht Bielefeld verhandelt wurde, mussten die Eltern eines achtjährigen Kindes für einen Brand haften, der entstanden ist, nachdem das Kind mit einem Feuerzeug, das auf dem Esszimmertisch lag, Teelichter entzündet hatte. Dem Kind könne man keinen Vorwurf machen, so die Richter, aber den Eltern, denn sie hätten besser auf das Kind aufpassen müssen, hieß es (Az.: 21 S 166/06).
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Kfz Versicherung Wechsel nach dem Stichtag möglich
November 30th, 2010 | Kategorie: KFZ Versicherung

Am 30. November läuft um Mitternacht die ordentliche Kündigungsfrist in der Kfz Versicherung ab. Versicherte, die diesen Termin verpassen, sind automatisch für ein weiteres Jahr an die Versicherungsgesellschaft gebunden. Doch auch nach dem Stichtag ist ein Wechsel der Kfz Versicherung möglich.

Verbraucher können in diesem Fall von dem Sonderkündigungsrecht Gebrauch nehmen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn der Versicherer die Beiträge für die Kfz Versicherung erhöht. In diesem Fall hat der Kunde ein außerordentliches Kündigungsrecht. Die Kündigung des Versicherungsvertrags muss innerhalb von einem Monat nach Erhalt der schriftlichen Mitteilung erfolgen.

Bevor Verbraucher aufgrund einer Beitragserhöhung die Kfz Versicherung kündigen, sollten sie die Annahme des Antrags durch den neuen Versicherer abwarten. Seitens der Unternehmen besteht bei der Kaskoversicherung kein Annahmezwang.

Ein anderer Versicherer kann auch im Schadensfall oder bei der Neuanmeldung eines Kfz gewählt werden. Beide Vertragsparteien können nach einem Unfall innerhalb eines Monats den Vertrag kündigen. Dies ist allerdings erst möglich, wenn die Entschädigung durch die Kfz-Versicherung bereits abgeschlossen ist.
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Bauherren-Haftpflichtversicherung auch im Winter!
Dezember 03rd, 2010 | Kategorie: Versicherungen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist darauf hin, dass Bauherren auch im Winter, wenn der Bau wegen Schnee, Eis und Kälte ruht, an ihre Bauherren-Haftpflichtversicherung denken sollen. Das gilt auch für unbebaute Grundstücke. Jeder Bauherr trägt ab dem Grundstückskauf für die Sicherheit auf seiner Baustelle die Verantwortung, deshalb sollte schon vor Baubeginn eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Eine Bauherren-Haftpflichtversicherung schützt den Bauherren vor den Schadenersatzansprüchen Dritter, die z.B. durch herumfliegende Teile von der Baustelle verletzt werden. Dann kommt die Haftpflichtversicherung unter anderem für die Arztrechnungen des Geschädigten auf. Wie hoch die Beiträge für die Versicherung sind, hängt von der Dauer des Bauvorhabens und der Höhe der Bausumme ab.

Vor unvorhersehbaren Schäden kann darüber hinaus auch die Bauleistungsversicherung schützen, die besonders dann zu empfehlen ist, wenn der Rohbau bereits fertiggestellt ist. Sie kommt für Schäden auf, die durch höhere Gewalt wie z.B. einen Sturm, verursacht werden.
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Winterreifenpflicht Deutschland: Versicherungsschutz auch ohne Winterreifen?
Dezember 04th, 2010 | Kategorie: KFZ Versicherung

Ab Samstag gilt in Deutschland die Winterreifenpflicht, wer bei Eis und Schnee ohne Winterreifen unterwegs ist muss mit einem Bußgeld von 40 Euro rechnen, behindert man den Verkehr werden sogar 80 Euro fällig.

Aber was passiert nun bei einem Unfall wenn man ohne Winterreifen unterwegs ist, zahlt die Versicherung oder wie steht es um den Versicherungsschutz? Diese Frage ist nicht ganz eindeutig zu beantworten.

Im Falle eines Unfalls ohne Winterreifen könnte eine Versicherung im Kasko-Bereich Zahlungen verweigern wenn man beispielsweise bei schneeglatter Fahrbahn in die Leitplanke kracht und das Fahrzeug nicht mit Winterreifen ausgerüstet war. Dies könnte dann als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden.

Da es bisher aber kaum Urteile gibt dürfte sich hier in Zukunft noch einiges tun und entscheiden, Neuverträge könnten entsprechende Klauseln enthalten die eine Zahlung bei fehlenden Winterreifen ausschließen.
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Berufstätige können Unfallversicherung steuerlich absetzen
Dezember 04th, 2010 | Kategorie: Unfallversicherung

Die Steuerberaterkammer München weist darauf hin, dass Verbraucher ihre Unfallversicherung steuerlich geltend machen können, vorausgesetzt sie sichern damit auch berufliche Risiken ab. Die Beiträge können demnach anteilig als Werbungskosten abgesetzt werden.

Grundsätzlich gilt dies für alle Versicherungen, doch gerade bei der Unfallversicherung lohnt es sich, da hier oft ein großer Teil der Beiträge auf berufliche Risiken (wie z.B. Unfälle im Unternehmen oder auf dem Arbeitsweg) abgesichert werden.

Auch die Beiträge für eine Rechtsschutzversicherung können unter Umständen, nämlich dann, wenn damit berufliche Risiken abgedeckt werden, steuerlich geltend gemacht werden. Beschäftigte im öffentlichen Dienst können darüber hinaus die Versicherungsbeiträge für ihre Diensthaftpflichtversicherung zu den Werbungskosten hinzuzählen.
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Kfz-Versicherung: Beim Kilometerstand nicht schummeln!
Dezember 05th, 2010 | Kategorie: KFZ Versicherung

Die Beitragshöhe für die Kfz-Versicherung richtet sich nach vielen Faktoren wie z.B. die Typklasse des Fahrzeugs, die Schadenfreiheitsklasse des Fahrers, dem Kreis der Personen, die das Auto nutzt und auch die Zahl der jährlich zurückgelegten Kilometer. Je weniger Kilometer man im Jahr fährt, um so günstiger wird die Versicherung bei sonst gleichen Bedingungen.

So mag es verlockend sein, um der Beitragshöhe willen hier ein paar Kilometer zu unterschlagen, aber Experten raten hiervon dringend ab. Denn wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Berlin zeigt, riskieren Autofahrer durch falsche Angaben des Kilometerstands (Tachostand und jährliche Kilometerleistung) ihren vollen Versicherungsschutz (Az.: 44 O 64/09).

Im konkreten Fall hatte ein Fahrzeughalter seiner Versicherung einen falschen Tachostand mitgeteilt. Als das Auto gestohlen wurde, verweigerte die Versicherung aus diesem Grund die Leistung und das zu Recht, so die Berliner Richter. Sie begründeten ihr Urteil damit, dass es nicht möglich ist, den aktuellen Wert eines Autos festzustellen, wenn der korrekte Tachostand nicht bekannt ist. In diesem Fall darf die Versicherung die Leistung verweigern oder um bis zu 50% kürzen.
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#22 Mitglied ist offline   Gerald1502 

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Geschrieben 19. Dezember 2010 - 18:33

Ich füge hier für Euch etwas ein, was jetzt nicht mit Versicherungen zu tun hat, sondern den Rettern, die Euch bei einem möglichen Verkehrsunfall aus dem Auto schneiden müssen, die Arbeit erleichtert.

Ich selber sehe es schon als wichtig ein, da sich in den heutigen Fahrzeugen viel Technik befindet, was für die Retter lebensgefährlich sein kann.

http://www.rettungskarten.eu/

http://www.adac.de/i...r=rettungskarte
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#23 Mitglied ist offline   Gerald1502 

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Geschrieben 02. Januar 2011 - 16:23

Jahrbuch 2010 Die deutsche Versicherungswirtschaft
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#24 Mitglied ist offline   Gerald1502 

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Geschrieben 30. Januar 2011 - 18:16

Versicherungsverlust bei falschen Angaben zur Schadenshöhe
Januar 18th, 2011 | Kategorie: Versicherungen

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Celle können vorsätzlich falsche Angaben zur Schadenshöhe den Versicherungsschutz kosten (Az.: 8 U 86/09).

Im konkreten Fall ging es um einen Hauseigentümer, der nach einem Wasserschaden bei seiner Versicherung Rechnungen für Sanierungsmaßnahmen eingereicht hatte. Die Versicherung bemerkte, dass es sich hierbei auch um Sanierungen handelte, die gar nicht auf den Wasserschaden zurückzuführen waren und verweigerte die Zahlung der gesamten Schadenssumme, woraufhin der Hauseigentümer klagte. Die Schadenssumme belief sich auf knapp 12.000 Euro.

Die Klage wies das OLG mit der Begründung ab, dass die Zahlungsverweigerung der Versicherung rechtmäßig sei. Wenn ein Versicherter bewusst einen überhöhten Schadensbetrag nennt und damit eine arglistige Täuschung begeht, verliere er nicht nur den Anspruch auf die fälschlicherweise erhobenen Ansprüche, sondern auf sämtliche Ansprüche. Die Versicherung muss in einem solchen Fall überhaupt nichts zahlen, so das Gericht.
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Unfallkosten ohne Regulierung u.U. absetzbar
Januar 27th, 2011 | Kategorie: KFZ Versicherung,Steuern

Das Online-Vergleichsportal Check24 weist darauf hin, dass Unfallkosten, die nicht von der Kfz-Versicherung reguliert werden, unter Umständen steuerlich geltend gemacht werden können.

Der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung ist hierzulande gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch hat jeder Fahrzeughalter die Wahl, ob er einen verursachten Schaden der Versicherung meldet oder ob er den entstandenen Schaden aus eigener Tasche bezahlt. In einigen Fällen können die selbst getragenen Kosten von der Steuer abgesetzt werden, nämlich dann, wenn sich der Unfall auf dem Hin- oder Rückweg zur Arbeit ereignet hat. Auch bei Unfällen, die auf anderen beruflichen Fahrten geschehen sind, ist dies möglich. In einer aktuellen Stellungnahme weist die Prüforganisation GTÜ darauf hin, dass der Betroffene diese Kosten in seiner Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen kann.

Laut GTÜ können alle mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden Kosten von der Steuer abgesetzt werden, vorausgesetzt, sie werden weder von der Kfz-Haftpflichtversicherung noch von der Kaskoversicherung übernommen. Das gilt für alle Schäden am eigenen und am Fahrzeug des Unfallgegners. Die Regelung schließt mögliche Anwaltskosten, Gerichtsgebühren, Gutachter-Kosten, Schadenersatzansprüche und die Wertminderung am Fahrzeug mit ein.
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Urteil: Krankenhaustagegeld wird auf Hartz IV angerechnet
Januar 28th, 2011 | Kategorie: Versicherungen

Aus einem aktuellen Beschluss des Bundessozialgerichts vom 18. Januar 2011 geht hervor, dass die Leistungen aus einer Krankenhaustagegeld-Versicherungen auf die Grundsicherung von Hartz IV-Empfängern angerechnet werden dürfen (Az.: B 4 AS 90/10 R).

Im konkreten Fall hatte ein Hartz IV-Empfänger geklagt, nachdem er aus einer solchen Versicherung Leistungen bezogen hatte, die ihm dann auf seine Bezüge angerechnet werden sollten. Sein Argument: Er habe die Beiträge für die Versicherung selbst bezahlt und würden die Leistungen nun auf seine Hartz IV-Bezüge angerechnet werden, müsste er quasi doppelt bezahlen. Deshalb legte er zunächst Widerspruch gegen den Bescheid ein und legte später Klage ein. Konkret ging es um jeweils rund 170 Euro, die er 2007 von der Versicherung für zwei Klinikaufenthalte erhalten hatte.

Weder die Richter in den Vorinstanzen noch das Bundessozialgericht schlossen sich dieser Argumentation an. Das Gericht erklärte, dass die Versicherungsleistungen zum zu berücksichtigenden Einkommen im Sinne von § 11 Absatz 1 Satz 1 SGB II gehörten und eine Anrechnung deshalb rechtens sei. Sie begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Leistungen einer Krankenhaustagegeldversicherung nicht zweckgebunden sind, so dass sie auch nicht unter 11 Absatz 3 SGB II fallen. Ob die Versicherungsbeiträge aus eigenen Mitteln bezahlt wurden oder von den Hartz IV-Bezügen stammten, sei dabei unerheblich, hieß es.
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Urteil: Psychische Unfallfolgen dürfen ausgeschlossen werden
Januar 30th, 2011 | Kategorie: Unfallversicherung

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt ist es Versicherungen erlaubt, Leistungen für die psychischen Folgen eines Unfalls auszuschließen (Az.: 7 U 170/09). Voraussetzung: Der psychische Zustand des Versicherten ist nicht aufgrund der erlittenen körperlichen Schäden (z.B. Hirn- oder Nevrenschädigung) schlechter geworden.

Im konkreten Fall hatte ein Radfahrer gegen seine private Unfallversicherung geklagt. Der Mann erlitt bei einem Radunfall unter anderem einen sehr schmerzhaften Bruch des dritten Lendenwirbels. Durch die hieraus resultierenden Schmerzen sei bei ihm eine Depression ausgelöst bzw. verstärkt worden, weshalb er von der Versicherung eine Invaliditätsentschädigung verlangte, die diese ablehnte.

Und das zu Recht, urteilte das OLG, denn es geben keine rechtliche Grundlage für eine Zahlung. Das Gericht verwies auf die einschlägigen Versicherungsbedingungen, in denen psychische Schäden nicht zu den versicherten Unfallfolgen gehörten. Diese Klausel sei rechtlich nicht zu beanstanden. Wenn überhaupt, dann sei dem Kläger wegen seiner körperlichen Einschränkung höchstens ein Invaliditätsgrad von 10% zuzusprechen.
Quelle
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#25 Mitglied ist offline   WOVA1 

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Geschrieben 01. März 2011 - 11:18

Tolles Urteil des Europäischen Gerichtshofes (Quelle FAZ)

Gleiche Tarife für Männer und Frauen

Zitat

Versicherungsunternehmen müssen ab Ende 2012 geschlechtsneutrale Tarife und Leistungen anbieten. Die bislang übliche Berücksichtigung des Geschlechts als „Risikofaktor“ in den Versicherungsverträgen ist eine unzulässige Diskriminierung, urteilte am Dienstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. (Az: C-236/09)


Im Klartext:

Für die Damen werden Kranken- und Rentenversicherungen billiger, KFZ oder (Risiko-)Lebensversicherungen aber teurer.

Für die Herren der Schöpfung sieht's dann genau umgekehrt aus.

Irgendwann bemerken die eventuell auch noch, dass geschlechtsspezifisch unterschiedliche Lebenserwartungen auch eine
unzulässige Diskriminierung darstellen B) .

#26 Mitglied ist offline   Konfuzius 

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Geschrieben 01. März 2011 - 11:32

Beitrag anzeigenWOVA1, 01. März 2011 - 11:18:

Im Klartext:

Für die Damen werden Kranken- und Rentenversicherungen billiger, KFZ oder (Risiko-)Lebensversicherungen aber teurer.

Für die Herren der Schöpfung sieht's dann genau umgekehrt aus.



Das ist nicht unbedingt gesagt: Bei einigen Versicherern wurde das ganze nicht ausgemittelt sondern im Beispiel der Riesterrente auf die Basis der männlichen Berechnung gleichgestellt. Sinn oder Unsinn solcher Praxis seien einmal dahingestelt.

#27 Mitglied ist offline   WOVA1 

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Geschrieben 01. März 2011 - 12:11

Beitrag anzeigenKonfuzius, 01. März 2011 - 11:32:

Das ist nicht unbedingt gesagt: Bei einigen Versicherern wurde das ganze nicht ausgemittelt sondern im Beispiel der Riesterrente auf die Basis der männlichen Berechnung gleichgestellt. Sinn oder Unsinn solcher Praxis seien einmal dahingestelt.


Wären dann doch eigentlich Zeitbomben (?) -
die Garantieleistungen wären damit für ein gemischtes Versichertenkollektiv zu
hoch kalkuliert.
Macht sich natürlich erstmal gut für den Vertrieb.

#28 Mitglied ist offline   Gerald1502 

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Geschrieben 26. März 2011 - 15:30

Haftpflicht muss für Parkettschäden durch Bürostuhl zahlen
März 20th, 2011 | Kategorie: Haftpflichtversicherung

Das Landgericht Dortmund hat entschieden, dass Schäden an einem Echtholzparkett, die durch einen Bürostuhl mit Rollen verursacht wurden, von der privaten Haftpflichtversicherung des Mieters bezahlt werden müssen (Az.: 2 T 5/10). Darauf weist die Stiftung Warentest hin.

Im konkreten Fall ging es um einen Mieter, der eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hatte, in der auch Schäden an gemieteten Wohnräumen abgesichert waren. Durch seinen Bürostuhl entstanden am Echtholzparkett in der Wohnung deutliche Schäden, die von der Haftpflichtversicherung erstattet werden sollte. Diese verweigerte jedoch die Zahlung mit der Begründung, dass der Mieter das Parkett “übermäßig beansprucht” habe und es sich deshalb um keinen Versicherungsfall handele. Daraufhin verklagte der Mieter die Versicherung und bekam von den Dortmunder Richtern Recht zugesprochen.

Die Stiftung Warentest weist jedoch darauf hin, dass dieses Urteil nicht bedeutet, dass jegliche Parkettschäden von der Haftpflichtversicherung übernommen werden müssen. Das Amtsgericht Freiburg hatte z.B. geurteilt, dass Schäden, die durch Stöckelschuhe am Parkett entstehen, normale Gebrauchsspuren darstellen. Diese müsse der Vermieter als normale Abnutzungserscheinung hinnehmen (Az.: 2 C 3188/90).
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Private Krankenversicherung: Vorsicht beim PKV Billigtarif
März 18th, 2011 | Kategorie: Krankenversicherung

Zum Jahreswechsel 2011 wurden die Wechselbedingungen zur Privaten Krankenversicherung aufgrund des Inkrafttretens der Gesundheitsreform erheblich vereinfacht. Vor allem für Arbeitnehmer gestaltet sich der Wechsel in die PKV nun einfacher. Doch die Stiftung Warentest warnt aktuell vor einem voreiligen und unüberlegten Abschluss von einem Billigtarif.

Die Tarife einiger privater Krankenversicherungsanbieter scheinen auf den ersten Blick sehr verlockend zu sein. Versicherungsmakler versuchen derzeit mit Dumpingpreisen Neukunden zu gewinnen. Mehr und mehr macht es den Anschein als sei ein Wettbewerb in punkto Preisunterbietung ausgebrochen. Derzeit kostet kaum ein PKV Einstiegstarif mehr als 100 Euro pro Monat. Diese Billigtarife können für die Versicherten jedoch mit erheblichen Kostenfallen einhergehen, die sich erst im Laufe der Zeit zu erkennen geben.

Ein Versicherungsmakler erhält umso höhere Provisionen, desto geringer die Leistungen eines Tarifs sind. Aus diesem Grund werden immer häufiger private Krankenversicherungen angeboten, die auf der Leistungsseite schwach sind.

Bei Billigtarifen sollte grundsätzlich ein Blick auf die Leistungen der Krankenversicherung geworfen werden. Oft lässt sich dann erkennen, dass von den hochwertigen Privatleistungen kaum mehr etwas übrig geblieben ist. Die Stiftung Warentest betont in einem aktuellen Bericht, dass die Leistungseinschränkungen bei den Billigtarifen gegenüber den regulären PKV Tarifen sehr hoch sind.
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Schadenersatz bei falscher Rendite-Rechnung
März 15th, 2011 | Kategorie: Finanzen

In einem Grundsatzurteil hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass Anlagevermittler ihren Kunden Schadenersatz leisten müssen, wenn sie diesen Wertpapiere verkaufen, für die sie eine falsche Rendite berechnet haben. Dies gilt auch dann, wenn der Berater den Anleger nicht auf offensichtliche Berechnungsfehler des Anbieters hinweist (Az.: III ZR 144/10).

Im konkreten Fall ging es um ein Ehepaar, das sich 1997 mit damals 75.000 DM (heute rund 38.300 Euro) an einem geschlossenen Immobilienfonds beteiligt hatte. Diese Beteiligung finanzierten sie über einen Bankkredit. Der Vermittler, über den sie die Anlage abgeschlossen hatten, hatte ihnen vorher die mögliche Rendite erklärt. Dies erfolgte über Modellrechnungen des Fondsanbieters. An verschiedenen Szenarien stellte der Vermieter dar, dass der Wert der Geldanlage ab dem 3. Jahr stetig zwischen 3% und 4% steigen würde.

Diese Berechnungen basierten auf der Summe, die das Ehepaar investieren wollte. Allerdings wurde nicht berücksichtigt, dass der angelegte Anteilswert abzüglich der Kosten für Provisionen, Gebühren und anderen Nebenkosten, 20% weniger betrug, nämlich nur rund 29.400 Euro. In diesem Fall hätten die Eheleute selbst bei einer Wertsteigerung von 3% die zugrundeliegende Berechnungssumme von 38.300 Euro auch nach 10 Jahren noch nicht erreicht, rechneten die Richter aus. Das BGH ist der Ansicht, dass der Anlagenvermittler diesen Rechenfehler des Anbieters hätte bemerken müssen, wenn er dessen Zahlen überprüft hat. Deshalb ist der Vermittler nun dazu verpflichtet, dem Ehepaar Schadenersatz zu zahlen.
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Kfz-Versicherung muss auch teure Gutachten zahlen
März 11th, 2011 | Kategorie: KFZ Versicherung

Nach einem Urteil des Nürnberger Amtsgerichts muss eine Kfz-Versicherung auch dann bei alleiniger Haftung ihres Kunden die Gutachterkosten der gegnerischen Seite bezahlen, wenn diese über dem Durchschnittspreis liegen (Az.: 31 C 8164/10). Darauf weist die Deutsche Anwaltshotline hin.

Im konkreten Fall hatte ein vom Unfallopfer beauftragtes Sachverständigenbüro ein Gutachten erstellt, das es der gegnerischen Kfz-Versicherung mit 866,74 Euro in Rechnung stellte. Diese weigerte sich als alleiniger Hafter für den Unfall jedoch, den vollen Betrag zu bezahlen und wollte nur knapp zwei Drittel der Summe übernehmen. Begründung: Das Unfallopfer hätte einen deutlich günstigeren Sachverständigen beauftragen können, der zu dem gleichen Ergebnis gekommen wäre.

Dieser Argumentation folgte das Amtsgericht jedoch nicht. Es erklärte, dass es einem Unfallgeschädigten vor der Auftragserteilung eines Gutachtens nicht zuzumuten sei, Marktforschung im Bereich der Sachverständigen zu betreiben und mehrere Kostenvoranschläge einzuholen, bevor es zu einer Auftragserteilung kommt. Das Gericht betonte, dass es keine Verpflichtung gibt, den günstigsten Sachverständigen zu beauftragen. Mit anderen Worten: Das Risiko eines teuren Gutachtens trägt immer der Verursacher und nicht der Geschädigte.
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Schlafwandler sind nicht unfallversichert
März 08th, 2011 | Kategorie: Unfallversicherung

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Bamberg haben Schlafwandler keinen Anspruch auf Leistungen aus der Unfallversicherung (Az.: 1 U 120/10), wenn ihnen während des Schlafwandelns ein Unfall passiert.

Unfallversicherungen dürfen die Leistung verweigern, wenn der Unfall auf eine sogenannte Bewusstseinsstörung zurückzuführen ist. Die Richter des OLG haben diese Bewusstseinsstörung als Beeinträchtigung der Fähigkeiten definiert, die es dem Versicherten in normaler Verfassung erlauben, Sinneseindrücke schnell und genau zu erfassen, diese geistig zu verarbeiten und angemessen auf sie zu reagieren.

Der Zustand des Schlafwandels entspricht genau dieser Definition, denn wer schlafwandelt, kann auf Umwelteindrücke nicht mehr angemessen reagieren. Deshalb fallen Unfälle, die beim Schlafwandeln geschehen, nicht unter die Leistungspflicht der Unfallversicherung und sie muss in diesen Fällen auch nicht zahlen.
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#29 Mitglied ist offline   Gerald1502 

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Geschrieben 25. April 2011 - 09:12

Urteil: Unfallflucht kostet Haftpflichtschutz
April 18th, 2011 | Kategorie: KFZ Versicherung

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) macht auf ein Urteil des Landgerichts Saarbrücken vom 1. Oktober 2010 aufmerksam, nach dem die Haftpflichtversicherung für den Schaden nicht aufkommen muss, wenn der Autofahrer Unfallflucht begeht (Az.: 13 S 75/10).

Im konkreten Fall rammte ein Autofahrer beim Einparken ein anderes Fahrzeug und entfernte sich anschließend vom Unfallort. Seine Haftpflichtversicherung übernahm zunächst die Reparaturkosten des Geschädigten, verlangte aber anschließend die Kosten von dem Verursacher zurück.

Das Landgericht Saarbrücken beurteilte dies als rechtmäßig, da der Fahrer vorsätzlich seine Warte- und Aufklärungspflicht verletzt habe und somit gegen seinen Versicherungsvertrag verstoßen habe. Damit hat er auch keinen Anspruch mehr auf den Versicherungsschutz. Das Gericht erklärte, dass das Gebot, nach einem Verkehrsunfall an Ort und Stelle zu warten, bis die Polizei den Unfall aufgenommen hat, eine elementare Pflicht sei, die auch jedem Autofahrer bekannt sei.

Das Argument des Beklagten, dass er seinen Arbeitgeber nach seiner Rückkehr an seinen Arbeitsplatz über die Geschehnisse informiert habe, reiche zur Erfüllung der versicherungsvertraglichen Pflichten nicht aus. Da der Wahrheitsgehalt von nachträglichen Aussagen oft nicht überprüft werden kann, besteht die Gefahr, den Sachbestand nicht mehr richtig aufklären zu können. Der Versicherte ist jedoch dazu verpflichtet, alles zu tun, was der Aufklärung des Tatbestandes und der Minderung des Schadens diene, so das Gericht.
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Geschrieben 30. Mai 2011 - 18:30

Unfallversicherung muss keine Bandscheibenschäden absichern
Mai 21st, 2011 | Kategorie: Unfallversicherung

Nach einem Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt dürfen private Unfallversicherungen Bandscheibenschäden grundsätzlich vom Versicherungsschutz ausschließen (Az.: 7 U 102/10). Darauf weist die Fachzeitschrift “Recht und Schaden” hin.

Dem OLG zufolge sind Bandscheibenschäden in der Regel die Folge von Abnutzungserscheinungen und wurden zumeist nicht durch einen Unfall verursacht. Deshalb sind sie nicht der Unfallversicherung, sondern vielmehr der Krankenversicherung zuzuordnen, so die Frankfurter Richter.

Im konkreten Fall hatte ein Versicherter seine private Unfallversicherung auf Zahlung wegen eines Bandscheibenschadens verklagt, nachdem diese sich weigerte, den Bandscheibenschaden als Unfall anzuerkennen. Die Versicherung begründete ihre Leistungsverweigerung damit, dass es sich bei Bandscheibenschäden regelmäßig nicht um Unfallfolgen handelt und deshalb kein Versicherungsschutz besteht. Das OLG, das sich dieser Argumentaion anschloss, erklärte, dass es den Versicherungen erlaubt sei, in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen Folgen für Verletzungen auszuschließen, die nicht hauptsächlich auf einen Unfall zurückzuführen sind.
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Unfallversicherung: Pflicht zu wahrheitsgemäßen Angaben über Alkoholkonsum
Mai 13th, 2011 | Kategorie: Unfallversicherung

Nach einem Urteil des Landgerichts Dortmund müssen Versicherte, die nach einem Unfall die Leistung ihrer Unfallversicherung in Anspruch nehmen möchten, sämtliche Versicherungsfragen umfassend und wahrheitsgemäß beantworten, insbesondere, wenn das Unfallopfer zum Unfallzeitpunkt betrunken war (Az.: 2 O 263/10). Versicherte, die in einem solchen Fall nicht alle Fragen zum Alkoholkonsum beantwortet, muss damit rechnen, seinen Versicherungsschutz zu verlieren.

Im konkreten Fall ging es um einen Versicherten, der sich schwer verletzte, als er betrunken auf seinem Hof ausgerutscht war. Während der Notarzt von einer Alkoholvergiftung ausgegangen war, hatten Zeugen berichtet, dass der Mann nur hingefallen sei, nachdem er ausgerutscht war.

Die Angaben des Versicherten selbst, die er im Schadensformular machte, waren äußerst vage, weshalb er seine Ansprüche schließlich nicht durchsetzen konnte. Dass der Mann hier keine Angaben zum Alkoholkonsum machte, um zu verhindern, dass es bei der Schadensregulierung zu Problemen kommt, wertete das Gericht als arglistig. Und damit sind die getätigten Aussagen gleichzustzen mit einer Falschaussage, was die Versicherung von ihrer Leistungspflicht entbindet.
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Hausratversicherung muss bei falscher Rechnung nicht zahlen
Mai 14th, 2011 | Kategorie: Hausratversicherung

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe muss die Hausratversicherung nicht für den Schaden aufkommen, wenn der Versicherte für sein gestohlenes Fahrrad keine richtige Rechnung vorlegt (Az.: 12 U 86/10). Darauf weist die Deutsche Anwaltauskunft hin.

Im konkreten Fall ging es um den Diebstahl eines Fahrrads, das sein Besitzer aus verschiedenen Einzelteilen selbst zusammengebaut hatte. Als sein Fahrrad gestohlen wurde, legte er seiner Versicherung die Rechnung eines Fahrradgeschäftes vor, die nachträglich erstellt wurde und aus der nicht hervorging, dass in dem Geschäft einzelne Fahrradteile gekauft wurden.

Die Versicherung verweigerte die Zahlung und die Richter gaben ihr Recht. Begründung: Der Kläger handelte mit der Vorlage der falschen Rechnung arglistig, denn er versuchte, die Versicherung durch unvollständige Angaben in ihrer Entscheidung zur Kostenübernahme zu beeinflussen. Die vorgelegte Rechnung suggerierte, dass alle dort genannten Teile in dem Fahrradgeschäft neu erworben wurden, was nicht der Fall war.
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Geschrieben 03. Juni 2011 - 19:53

Hausratversicherung zahlt nicht auf Kostenvoranschlag-Basis
Juni 01st, 2011 | Kategorie: Hausratversicherung

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln muss eine Hausratversicherung nicht die in einem Kostenvoranschlag angegebenen Kosten übernehmen. Stattdessen werden nur die Kosten erstattet, die auch tatsächlich entstanden sind und die nachgewiesen werden können (Az.: 9 U 241/10).

Während es bei der Kfz-Versicherung absolut üblich ist, den Schaden auf der Basis eines Kostenvoranschlags zu regulieren, ist dies demnach bei der Hausratversicherung nicht möglich. Die Erstattung einer fiktiven Abrechnung, im Sinne eines Kostenvoranschlags, kann nicht als Vorschuss erstattet werden. Die Versicherung muss den Schaden nur dann übernehmen, wenn er auch tatsächlich behoben wurde.

Im konkreten Fall ging es um eine kaputte Tür, deren kompletter Austausch von der Versicherung bezahlt werden sollte. Da die Tür nach einer Reparatur aber seit mehreren Jahren einwandfrei funktioniert, muss die Versicherung auch nur die Reparaturkosten übernehmen und nicht für eine neue Tür bezahlen.
Quelle
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#32 Mitglied ist offline   Fleisch 

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Geschrieben 23. Juni 2011 - 12:41

Zitat

Vorsicht vor Einsteigertarifen
Private Krankenversicherer werben aggressiv mit Billigangeboten. Was der Kunde nicht ahnt: Die Policen kommen für viele Leistungen nicht auf - etwa, wenn die Patienten eine ambulante Psychotherapie benötigen.


http://www.faz.net/a...n-30445871.html
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#33 Mitglied ist offline   Gerald1502 

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Geschrieben 25. Juli 2011 - 17:58

Bundesverfassungsgericht: Keine Familienversicherung für Besserverdienende
Juli 19th, 2011 | Kategorie: Krankenversicherung

Nach einem aktuellen Urteil des Bundesverfassungsgericht dürfen Kinder auch zukünftig nicht kostenlos bei einem gesetzlich krankenversicherten Elternteil mitversichert sein, wenn das andere Elternteil ein höheres Einkommen hat und privat versichert ist (Az.: 1 BvR 429/11). Mit dieser Entscheidung wies das Gericht die Beschwerde einer berufstätigen und in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Mutter ab.

Die Frau fühlte sich gegenüber unverheirateten Paaren mit Kindern benachteiligt. Denn während ihre vier Kinder über ihren Mann privat krankenversichert sind, weil sie die Voraussetzungen für eine beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht erfüllen, können unverheiratete Paare ihre Kinder immer in der GKV versichern, sofern sie selbst gesetzlich versichert sind.

2003 hatte das Bundesverfassungsgericht dies bereits als rechtmäßig erklärt und mit der Abweisung der Beschwerde das damalige Urteil (Az.: 1 BvR 624/01) erneut bekräftigt. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die geringe Besserstellung unverheirateter Paare in dieser Frage dadurch ausgeglichen werde, dass die Kassenbeiträge der Kinder verheirateter Paare einkommensteuerrechtlich berücksichtigt werden können.

Grundsätzlich gilt, dass eine kostenfreie Mitversicherung der Kinder in der GKV ausgeschlossen ist, wenn die Eltern verheiratet sind, ein Elternteil privat versichert ist und mehr als 4.125 Euro brutto im Monat und auch mehr als der gesetzlich versicherte Partner verdient.
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Scheinarbeitsvertrag bietet keinen Versicherungsschutz
Juli 18th, 2011 | Kategorie: Krankenversicherung

Nach einem Urteil des Landessozialgerichts in Halle hat jemand, der nur zur Absicherung gegen Krankheit einen Arbeitsvertrag abschließt, keinen Anspruch auf den Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung (Az.: L 10 KR 52/07).

Im konkreten Fall hatte eine Frau geklagt, deren Krankenkasse ein Versicherungsverhältnis ablehnte. Die Frau hatte offenbar ein Scheinarbeitsverhältns in der Imbissbude ihres Vaters abgeschlossen mit dem Ziel, Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen zu können. Nur kurze Zeit nach Vertragsbeginn musste die Frau wegen einer schweren psychischen Krankheit in einer Klinik behandelt werden, was die Versicherung nicht übernehmen wollte. Seitdem ist die Frau arbeitsunfähig.

Die Richter in Halle lehnten die Klage der Frau ab und begründeten dies damit, dass sie nie eine Arbeitsleistung erbracht habe und für sie auch nie eine Ersatzkraft eingestellt worden sei. Die auffallend geringe Lohnhöhe und die Bezahlung in bar seien nicht üblich bei einem normalen Arbeitsverhältnis, hieß es. Deshalb liegt der Verdacht nahe, dass es sich hier um ein Scheinarbeitsverhältnis handelte. Außerdem gingen die Richter davon aus, dass die psychische Erkrankung der Frau auch schon vor Beginn des Arbeitsverhältnisses bekannt war. Die Klägerin stimmte jedoch medizinischen Ermittlungen durch das Gericht nicht zu. Das Urteil ist rechtskräftig.
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Versicherung kürzt Leistung bei sachwidrigem PKW-Transport
Juli 17th, 2011 | Kategorie: KFZ Versicherung

Nach einem Urteil des Saarländischen Oberlandesgericht (OLG) muss ein Auto mit Heckmotor auf einem Anhänger immer entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Ist dies nicht der Fall, darf die Versicherung bei einem Unfall die Leistungen kürzen (Az.: 5 U 395/09). Aus dem kürzlich bekanntgewordenen Urteil geht hervor, dass sich jeder Autofahrer auch in solchen Situationen mit den technischen Anforderungen einer ausreichenden Sicherung vertraut machen müsse.

Im konkreten Fall ging es um einen Fahrzeughalter, der einen PKW in Fahrtrichtung auf einem Anhänger transportiert hatte und beim Lenken ins Schleudern geriet, so dass er mit der Leitplanke kollidierte. Seine Kfz-Versicherung verweigerte die Zahlung mit der Begründung, der Fahrer habe sich grob fahrlässig verhalten, indem er das Fahrzeug in Fahrtrichtung auf den Anhänger gestellt hatte. Der Autofahrer argumentierte jedoch, dass er als Laie nicht wissen könne und müsse, wie das Auto als Transportgut ordnungsgemäß zu sichern sei.

Dem stimmten die Richter des OLG nicht zu. Sie erklärten, dass jeder Fahrzeugführer – unabhängig davon, oib er Profi oder Laie sei – wissen müsse, dass die Lenkung des Fahrzeugs beeinträchtigt wird, wenn schwere Lasten auf dem Anhänger sachwidrig verteilt sind. Eine vollständige Leistungsverweigerung sei zwar nicht rechtmäßig, aber die Versicherung darf die Leistung in solchen Fällen um 25% kürzen, entschied das Gericht.
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Fußballspielen auf Dienstreise ist nicht versichert
Juli 16th, 2011 | Kategorie: Unfallversicherung

Wenn es auf einer Dienstreise zu einem Unfall kommt, ist der Geschädigte in der Regel durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Doch immer wieder müssen sich Gerichte damit beschäftigen, ob es sich in dem Einzelfall auch tatsächlich um eine Arbeitstätigkeit handelte, bei der es zu dem Unfall kam. Jetzt entschied das Hessische Landessozialgericht in einem Fall zugunsten der Versicherung, die ihre Leistungen verweigerte (Az.: L 3 U 64/06).

Im konkreten Fall ging es um einen Baumarktleiter, der an einem zweitägigen Treffen mehrerer Marktleiter bei einem Lieferanten teilnahm. Auf diesem Treffen veranstalteten die Teilnehmer ein Fußballspiel, bei dem sich der Betroffene am Kniegelenk verletzte. Die Berufsgenossenschaft weigerte sich, für die Kosten aufzukommen und begründete dies damit, dass es sich bei dem Unfall nicht um einen Arbeitsunfall gehandelt habe. Der 49-jährige Baumarktleiter klagte dagegen mit der Argumentation, dass es sich bei dem Spiel um eine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung gehandelt habe.

Dieser Argumentation folgen die Darmstädter Richter jedoch nicht. Sie erklärten, dass das Spiel dem “Rahmenprogramm” zuzuordnen sei und deshalb nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung falle – auch nicht, wenn das Spiel als Punkt auf der Tagesordnung des Dienstreiseprogramms aufgeführt sei. Der Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung gelte auch auf Dienstreisen nicht automatisch rund um die Uhr und außerdem war der Mann “zur Teilnahme an sportlichen Aktivitäten weder aus arbeitsvertraglichen noch aus sonstigen Gründen verpflichtet gewesen”, so das Gericht.
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GDV: Jeder 10. gemeldete Schaden ein Betrug
Juli 13th, 2011 | Kategorie: Versicherungen

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, ist Versicherungsbetrug mittlerweile in allen Gesellschaftsschichten weit verbreitet. Viele Deutsche unterschätzen die Folgen und Sanktionen des Versicherungsbetruges: Etwa jeder Fünfte hält den Versicherungsbetrug für ein Kavaliersdelikt und jeder sechste Versicherungsbetrüger holt sich hierfür sogar in Internetforen entsprechende Tipps. Das ergab eine aktuelle Studie der GFK Finanzmarktforschung, die im Auftrag des GDV durchgeführt wurde.

Am häufigsten ist die Haftpflicht- und die Hausratversicherung von Betrügereien betroffen. Die Versicherungsbranche geht davon aus, dass jede zehnte Schadensmeldung auf einem Betrug basiert. Das heißt, entweder ist der wahre Schadensverlauf anders als dargestellt oder der Schaden wurde frei erfunden oder zu hoch angesetzt.

12% der Befragten haben in der Studie angegeben, in den letzten 5 Jahren schon einmal von Verwandten oder Bekannten auf einen Versicherungsbetrug angesprochen worden zu sein. 4% haben offen zugegeben, in den letzten fünf Jahren einen Versicherungsbetrug begangen zu haben (11% wollten sich dazu nicht äußern) und 7% gaben an, dass sie in ihrem unmittelbaren Umfeld von einem Versicherungsbetrug erfahren haben. 78% haben angegeben, dass sie nichts mit Versicherungsbetrug zu tun haben.
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Geschrieben 26. September 2011 - 12:35

Hausratversicherung: Wertgegenstände dokumentieren!
September 15th, 2011 | Kategorie: Hausratversicherung

Versicherungsexperten weisen immer wieder darauf hin, dass Versicherte alle Wertgegenstände, die sie bei sich zuhause aufbewahren, zu dokumentieren. Wer Opfer eines Einbruchs wurde, weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, wenn es um die Schadensregulierung geht und Fotografien oder Rechnungen fehlen, die von der Polizei und Versicherung benötigt werden. Nur wenn die Hausratversicherung aussagekräftige Dokumente hat, die Auskunft über den Wert, die Qualität und die Originalität der gestohlenen Gegenstände geben, kann sie den entstandenen Schaden auch angemessen ersetzen.

Wie die “Stuttgarter Zeitung” berichtet und sich dabei auf eine repräsentative Umfrage der Allianz beruft, besitzen jedoch 48% aller Haushalte solche Dokumente nicht, obwohl die überwiegende Mehrheit (76%) ihre Wertgegenstände im Fachhandel gekauft hat. 73% der Haushalte besitzen auch keine Fotos von ihrem Schmuck und ihren Uhren und das obwohl laut Statistik bei 8 von 10 Einbrüchen in Privathaushalte Schmuck und Uhren gestohlen werden. Das Problem ist, dass laut Umfrage 22% der Haushalte den Wert ihrer Wertgegestände noch nicht einmal schätzen können. Das ist durchaus plausibel, wenn man bedenkt, dass es sich bei solchen Gegenständen häufig um Geschenke oder Erbstücke handelt, von denen der Besitzer den Preis nicht kennt oder zu denen es keine Unterlagen mehr gibt.

Experten raten dazu, dass Verbraucher ihre Wertgegenstände fotografieren und von einem Experten schätzen lassen. Außerdem sollte man schon beim Kauf darauf achten, schriftliche Informationen über das Gewicht, den Gold- und Edelsteingehalt und die entsprechende Qualität zu erhalten. Wenn vorhanden, dann sollten Originalzertifikate aufgehoben werden. Selbstverständlich sollten all diese Dokumente nie zusammen mit den Wertsachen aufbewahrt werden.
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Beitragsbemessungsgrenze 2012 zur Krankenversicherung
September 13th, 2011 | Kategorie: Krankenversicherung

In 2011 wurden die die Beitragsbemessungsgrenze und die Versicherungspflichtgrenze zur Krankenversicherung leicht gesenkt, dass scheint sich in 2012 allerdings nicht fortzusetzen. Für 2012 wird aktuell eine Anhebung der Grenzen angepeilt welche schon im nächsten Monat vom Bundeskabinett verabschiedet werden soll.

Den Plänen nach soll die Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung in 2012 angehoben werden. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt aktuell bei 45.550 Euro und soll in 2012 auf 45.900 Euro erhöht werden. Besserverdiener müssten durch die geplante Erhöhung bei der gesetzlichen Krankenversicherung dann etwas tiefer in die Tasche greifen. Beim gleichbleibenden Beitragssatz von 15,5 Prozent ergibt sich demnach eine Steigerung von 17,44 Euro Krankenkassenbeitrag im Monat.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung, somit belibt für den Arbeitnehmer eine Mehrbelastung von monatlich 8,22 Euro. Der Höchstbetrag zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 2012 demnach maximal 592,88 Euro zuzüglich dem Beitrag zur Pflegeversicherung von 74,59 Euro mit Kindern und 84,15 Euro ohne Kinder. Selbstständige die freiwillig gesetzlich versichert sind zahlen 100 Prozent.

Ebenfalls ist geplant die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) oder auch Versicherungspflichtgrenze genannt anzuheben. Diese soll von 49.500 auf 50.850 Euro angehoben werden. Das erschwert erneut einen Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung (PKV). Im letzten Jahr die Jahresarbeitsentgeltgrenze noch von 49.950 Euro auf 49.500 gesenkt.
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BdV warnt vor Kombi aus Pflegeschutz und BU
September 11th, 2011 | Kategorie: Berufsunfähigkeit,Pflegeversicherung

Der Bund der Versicherten (BdV) rät von der Kombination aus Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und Pflegeversicherung, die manche Konzerne anbieten, ab. So erklärt BdV-Vorstandsmitglied Thorsten Rudnik, dass die Pflegezusatzversicherung zwar eine sinnvolle Ergänzung zu der unverzichtbaren BU-Versicherung sein kann, dass aber die Kombination beider Versicherungen in einer Police Nachteile birgt.

In den angebotenen Tarifen wird bei einer vorliegenden Berufsunfähigkeit eine Rente gezahlt und auch die Leistungen aus der Pflegeversicherung werden als Rente erbracht. Nach Rudnik sind die Beiträge hierfür viel zu hoch und deshalb ist eine solche Kombination “die ungünstigste Variante der Pflegeversicherung”. Stattdessen empfiehlt er für den Pflegeschutz lieber eine Pflegetagegeld- oder Pflegekostenversicherung abzuschließen. Rudnik rät Verbrauchern hierbei dazu, immer darauf zu achten, “dass die Pflegeversicherung nicht erst ab Pflegestufe III, sondern bereits ab Stufe I einspringt”.

Negativ bei der Kopplung der beiden Versicherungsbausteine ist zudem, dass gleich der Versicherungsschutz für beide Bestandteile wegfällt, falls der Vertrag z.B. wegen eines finanziellen Engpasses, nicht fortgeführt werden kann. Beide Bausteine sind so eng aneinander gekoppelt, dass keiner ohne den anderen laufen kann. Bessert sich die finanzielle Lage des Kunden, muss er gleich für beide Versicherungen neue Verträge abschließen, was mit zunehmendem Alter und in Abhängigkeit von dem Gesundheitszustand teuer werden kann.
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Freiwilliger Uni-Besuch ist nicht versichert
September 09th, 2011 | Kategorie: Unfallversicherung

Nach einem Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz stehen Gasthörer an Universitäten, die nicht offiziell eingeschrieben sind, nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung (Az.: L 5 U 240/10). Dem Gericht zufolge sind nur Personen versichert, die in einer formalen Beziehung zur Universität stehen, wofür eine Immatrikulation oder eine formale Registrierung als Gasthörer Voraussetzung ist.

Im konkreten Fall hatte eine Frau auf Entschädigungsleistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung geklagt, die in der Universität eine Vorlesung besucht hatte und auf dem Nachhauseweg tätlich angegriffen und vergewaltigt wurde. Die Frau, die seitdem an Angstzuständen und Schlafstörungen leidet, war weder immatrikuliert noch als Gasthörerin förmlich registriert, sondern hatte die Veranstaltung freiwillig besucht. Deshalb war ihr Weg von der Universität nach Hause nicht gesetzlich unfallversichert, entschied das Gericht.

Studierende werden vor dem Gesetz wie andere Personen (z.B. Schüler) behandelt, die eine berufliche Aus- oder Fortbildung leisten und unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen. Genau wie andere Schüler uns Auszubildende müssen auch sie in einer formalen Beziehung zu der jeweiligen Ausbildungsstätte stehen, so die Begründung des Gerichts.
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Navi-Bedienung während der Fahrt ist grob fahrlässig
September 04th, 2011 | Kategorie: KFZ Versicherung

Wer während der Autofahrt ein Navigationssystem bedient und dadurch einen Unfall verursacht, handelt grob fahrlässig. In diesem Fall verliert der Verursacher den Versicherungsschutz seiner Kfz-Versicherung und muss die entstandenen Kosten selbst tragen. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Potsdam hervor (Az.: 6 O 32/09).

Im konkreten Fall fuhr ein Mann mit einem Mietwagen und wollte während der Fahrt mit Hilfe seines Navigationsgerätes herausfinden, ob er an einem Rasthof schon vorbeigefahren war. Weil seine Konzentration nun auf das Navi gerichtet war und nicht mehr auf das Verkehrsgeschehen, kam es zum Unfall. Der Autoverleih, von dem der Mietwagen stammte, verlangte von dem Mann die komplette Übernahme der Reparaturkosten. Der Mann verweigerte dies und begründete seine Zahlungsverweigerung mit dem Hinweis auf den Mietvertrag, in dem vereinbart wurde, dass er nicht haftbar gemacht werden könne. Außerdem dürfe ein Navi auch während der Fahrt bedient werden, argumentierte er.

Das sahen die Richter am Landgericht Potsdam jedoch anders und verurteilten den Mann zur Kostenübernahme für den Schaden. Ihrer Ansicht nach ist die Bedienung eines Navigationsgerätes während der Fahrt grob fahrlässig. Jeder Autofahrer sei verpflichtet, dem Verkehrsgeschehen seine volle Aufmerksamkeit zu widmen. Deshalb sei die Bedienung eines Navis nur bei Stillstand des Wagens zulässig. Im aktuellen Fall müsse weder die Kfz-Versicherung noch der Autoverleih für den Schaden haften, so das Gericht.
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Nicht alle alten Rentenversicherungen sind steuerfrei
August 31st, 2011 | Kategorie: Rentenversicherung

Wer vor 2005 eine Renten- oder Lebensversicherung abgeschlossen hat, die mittlerweile schon mindestens 12 Jahre lief, hat den Vorteil, dass diese nicht versteuert werden müssen. Nach einem Urteil des Hessischen Finanzgerichts gilt dies jedoch nicht für alle Verträge, berichtet der Nachrichtensender n-tv.

Im konkreten Fall hatte eine Frau eine Rentenversicherung gegen Einmalzahlung mit Kapitalwahlrecht abgeschlossen und 1993 rund 51.000 Euro in diese investiert. 2006 wurde die Police fällig und die Frau entschied sich nicht für eine Rentenzahlung, sondern für eine Abfindung. Diese betrug 107.757 Euro, von denen rund 54.400 Euro Zinsen waren. Das zuständige Finanzamt verlangte auf diesen Zinsanteil Steuern, wogegen die Frau klagte. Das Hessische Finanzgericht bestätigte jedoch den Anspruch des Finanzamts (Az.: 11 K 2096/09).

Laut den im Einkommensteuergesetzt festgelegten Regelungen sind Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht, die vor 2005 abgeschlossen wurden, nur dann steuerfrei, wenn sie auch tatsächlich regelmäßig bespart wurden. Wer den Sparbetrag jedoch in einer Summe einzahlt, kann von dem Steuervorteil nur dann profitieren, wenn er sich für eine regelmäßige Rentenzahlung entscheidet. Die Steuerbefreiung gilt nicht für die Kombination aus Einmalzahlung und Kapitalwahlrecht. Für die Versicherten bedeutet dies, dass sie – selbst wenn sie beim Abschluss der Police davon ausgegangen sind, dass ihre Rentenversicherung steuerfrei sei – ihre Auszahlung besteuern müssen.
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#35 Mitglied ist offline   swingkid 

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Geschrieben 03. November 2011 - 14:51

Änderungen bei der Besteuerung von privaten Altersvorsorgeverträgen

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#36 Mitglied ist offline   Fleisch 

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Geschrieben 06. Januar 2012 - 14:55

Zitat

Teure Altersvorsorge "Dann hat mir MLP so was vorgerechnet"

04.01.2012 · Eine gut verdienende Akademikerin kommt auf keinen grünen Zweig. Das hat damit zu tun, dass sie im Studium einen Finanzberater traf. Eine Fallstudie.


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#37 Mitglied ist offline   swingkid 

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Geschrieben 17. Februar 2012 - 13:59

HUK versucht sich an Neukalkulation Ihrer PKV-Tarife

Zitat

Mit einer Art Beitragsgarantie will der Versicherer HUK-Coburg in der Krankenversicherung das Problem der steigenden Beiträge für ältere Kunden in den Griff bekommen. "Wir werden unseren Kunden das Versprechen geben, dass ihre Beiträge nie höher sein werden als die von Kunden, die im selben Alter in die PKV eintreten wie sie selbst", sagte der Vorstandsvorsitzende der HUK-Coburg, Wolfgang Weiler, im Interview mit der Financial Times Deutschland. Wer 55 Jahre alt und seit 20 Jahren versichert sei, solle nicht mehr zahlen müssen als jemand, der heute im Alter von 35 Jahren eintritt.



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#38 Mitglied ist offline   swingkid 

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Geschrieben 20. Februar 2012 - 14:21

Manche lernen es nie...

Zitat

„Heute schon die Zukunft sichern! Die HanseMerkur Krankenversicherung macht es möglich.“ So lautet die Überschrift eines Mailings eines bekannten Vertriebes an Vermittler am 16. Februar 2012. Es geht um den - für diesen Vertriebspartner exclusiven - kreativen Umgang mit der neuen Stornohaftungsregelug mit 60 Monaten Haftung, die ab 1. April 2012 gilt. Und der vorgeschlagene Umweg soll sicherstellen, dass Vermittler schon jetzt Kunden ab 1. Januar 2013! mit Versicherungsschutz in der Kranken-Vollversicherung ausstatten können, natürlich mit den alten Courtageregelungen. Ein schlechtes Signal in Richtung Politik und Verbraucherschutz.

So wird im Mailing für die „Last-Call-Aktion“ gelockt: „Ihr Kunde wendet sich heute schon mit dem Wunsch einer PKV mit Beginn 01.01.2013 an Sie? Die Erfüllung dessen ist, auf Grund der maximalen Vordatierungsfrist von 6 Monaten in der Krankenversicherung, grundsätzlich nicht möglich. Aber Achtung! Nutzen Sie die Chance und beantragen Sie heute schon, mit Hilfe einer vorgeschaltenen Anwartschaftsversicherung, bei der Hanse Merkur den Beginn 01.01.2013 in der Krankenvollversicherung!“ Anschließend wird genau erklärt, wie Fristen umgangen und hartnäckige Software ausgetrickst werden kann, die derart lange Vordatierung nicht zulässt.

Software wird ausgetrickst
„ Wichtiger Hinweis: Sollten Sie Berechnungsprogramme verwenden, bei welchem der 01.01.2013 nicht darstellbar ist - so machen Sie den Kunden 1 Jahr älter und rechnen einen Beginn in 2012.“ Mit ein wenig Kreativität löst man auch solche Kleinigkeiten. Aber was will man tun, wenn es die „Marktsituation erfordert“.

Und was hat der Kunde damit zu tun?
Die Hanse Merkur hat dabei seltsamerweise auch den Vorteil des Kunden im Blick: „Warten Sie nicht lange! Zum 01.04.2012 wird die Stornohaftungszeit in der Krankenversicherung auf 60 Monate verlängert. Wenn Sie sich und Ihrem Kunden die alten Regelungen sichern wollen, muss der Antrag spätestens am 31.03.2012 policiert sein.“ Aber was dabei ein Kundenvorteil sein soll, wird nicht erklärt. Kann wohl auch nicht erklärt werden.

Schlechte Signale in Richtung Politik und Verbraucherschutz
Die Diskussionen über angemessene oder nicht angemessene Courtagen bei der Vermittlung von Kranken-Vollversicherungen sind noch recht frisch und präsent, da wird mit solcherlei Argumentation und trickreicher Vorgehensweise erneut Wasser auf die Mühlen der PKV-Gegner geschüttet. Diese Aktion verleiht der Szenerie ein grelles Schlaglicht mit dem Gefühl von Ausverkauf.


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#39 Mitglied ist offline   swingkid 

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Geschrieben 06. März 2012 - 13:48

Wo ist Koblenz? Aber Vorsicht bei der Interpretation, die kennzahlen sind in der Konstellation nur bedingt aussagekräftig..
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#40 Mitglied ist offline   Noob1981 

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Geschrieben 06. März 2012 - 15:03

Beitrag anzeigenswingkid, 20. Februar 2012 - 14:21:

Manche lernen es nie...

Zitat

„Heute schon die Zukunft sichern! Die HanseMerkur Krankenversicherung macht es möglich.“ So lautet die Überschrift eines Mailings eines bekannten Vertriebes an Vermittler am 16. Februar 2012. Es geht um den - für diesen Vertriebspartner exclusiven - kreativen Umgang mit der neuen Stornohaftungsregelug mit 60 Monaten Haftung, die ab 1. April 2012 gilt. Und der vorgeschlagene Umweg soll sicherstellen, dass Vermittler schon jetzt Kunden ab 1. Januar 2013! mit Versicherungsschutz in der Kranken-Vollversicherung ausstatten können, natürlich mit den alten Courtageregelungen. Ein schlechtes Signal in Richtung Politik und Verbraucherschutz.

So wird im Mailing für die „Last-Call-Aktion“ gelockt: „Ihr Kunde wendet sich heute schon mit dem Wunsch einer PKV mit Beginn 01.01.2013 an Sie? Die Erfüllung dessen ist, auf Grund der maximalen Vordatierungsfrist von 6 Monaten in der Krankenversicherung, grundsätzlich nicht möglich. Aber Achtung! Nutzen Sie die Chance und beantragen Sie heute schon, mit Hilfe einer vorgeschaltenen Anwartschaftsversicherung, bei der Hanse Merkur den Beginn 01.01.2013 in der Krankenvollversicherung!“ Anschließend wird genau erklärt, wie Fristen umgangen und hartnäckige Software ausgetrickst werden kann, die derart lange Vordatierung nicht zulässt.

Software wird ausgetrickst
„ Wichtiger Hinweis: Sollten Sie Berechnungsprogramme verwenden, bei welchem der 01.01.2013 nicht darstellbar ist - so machen Sie den Kunden 1 Jahr älter und rechnen einen Beginn in 2012.“ Mit ein wenig Kreativität löst man auch solche Kleinigkeiten. Aber was will man tun, wenn es die „Marktsituation erfordert“.

Und was hat der Kunde damit zu tun?
Die Hanse Merkur hat dabei seltsamerweise auch den Vorteil des Kunden im Blick: „Warten Sie nicht lange! Zum 01.04.2012 wird die Stornohaftungszeit in der Krankenversicherung auf 60 Monate verlängert. Wenn Sie sich und Ihrem Kunden die alten Regelungen sichern wollen, muss der Antrag spätestens am 31.03.2012 policiert sein.“ Aber was dabei ein Kundenvorteil sein soll, wird nicht erklärt. Kann wohl auch nicht erklärt werden.

Schlechte Signale in Richtung Politik und Verbraucherschutz
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