Zum Inhalt springen

Alle Aktivitäten

Dieser Verlauf aktualisiert sich automatisch     

  1. Letzte Stunde
  2. Holgerli

    Wer hat Minimalismus bereut?

    Ich habe mich Ende der 2010er immer mehr mit Minimalismus beschäftigt. Dass ich viel zu viel unnötiges Zeug hatte, was ich kaum mehr benutzt habe, habe ich selber an hunderten (ist keine Übertreibung!) DVDs und CDs gemerkt. Mit Corona habe ich dann gemerkt, dass das ungeschriebene Gesetz, dass man 5 Tage die Woche ins Büro pendelt und man mit Pausen und Fahrzeiten 10 bis 11 Stunden pro Werktag für die Arbeit aufwendet überhaupt nicht nötig ist. In der Zeit bin ich auch auf den Dokumentarfilm „My Stuff des Finnen Petri Luukkainen gestoßen. Er hat seine komplette Wohnung ausgeräumt und in ein Self Storage-Lagerhaus gebracht und pro Tag durfte er nur ein Teil da rausholen. (Die deutsche Filmkomödie „100 Dinge“ nimmt daran starke Anleihen (keine Angst: der schlechte Tech-CEO-Erzählstrang ist eine Erfindung der deutschen Komödie)). Ich habe darauf hin meinen Besitzstand deutlich reduziert. Vermutlich sind 50 bis 60% meines Besitzstandes zu Kleinanzeigen, ins Sozialkaufhaus oder den Müll gewandert. Ein Großteil davon waren Kleidung, CDs, DVDs und Bücher, welche nur noch in den Ecken verstaubt sind. Dennoch besitze ich immer noch 800 Gegenstände. In den letzten 6, 7 oder 8 Jahren war mein Ansatz von Minimalismus eine lange Reise für mich: Vom Anfang unnötiges Zeug erstmal wirklich loslassen zu können, über dann nicht anzufangen wieder neues, unnötiges Zeug einfach neu zu kaufen, über eine „Hardcore-Phase“ wo ich nichts neues gekauft habe (außer wenn was wirklich kaputt war), hin zu dem Verständnis, dass bewusster Konsum nichts Schlechtes ist. Deine Art des Minimalismus scheint ja stark den von Cédric Waldburger angelehnt zu sein. Der hat sich ja auf unter 100 Dinge, die in eine Reisetasche und in einen Rucksack reinpassen reduziert. Dass was Waldburger macht ist für mich aber kein Minimalismus! Dass was Waldburger macht kann meiner Meinung nach nur deswegen funktionieren, weil er sich in teuren Hotels mit entsprechendem Service einmietet. Es hat für mich nichts mit Minimalismus zu tun den Wäscherei-Service eines 5-Sterne-Hotels zu nutzen, der innerhalb von 3 Stunden die Wäsche wäscht, nur um mit 3 T-Shirts, 3 Unterhosen und 3 paar Socken umherreisen zu können und das dann Minimalismus zu nennen, gleichzeitig aber auch mehrere tausend Euro pro Monat für Hotels auszugeben. Deine Aussage, dass Du kein Minimalist bist, sondern ein „Hebel-Konzentierer“, finde ich schonmal gut, weil Du damit zeigst, dass Du nicht einer Minimalismus-Illusion hingibst. Vermutlich bist Du jetzt (auch mit OMAD) in einer Extrem-Version von „nichts kaufen“, durch die viele Minimalisten gehen. Was ich Dir raten kann ist den Minimalismus nicht nur des Minimalismus Willen her zu leben, sondern weil Dir das Weniger auch was bringt. Wenn Du merkst, dass Du einzig wegen „ich Darf nicht kaufen/konsumieren“ nicht mehr an Aktivitäten teilnimmst die Dir Spass machen, dann ändere Dein Lebensstil. Wenn Dich Deine Art des Minimalismus persönlich und bei der Lebensfreude weiterbringt und dann zusätzlich (!!!!) auch noch finanziell, dann mach es. Wenn Du merkst, dass Dich diese Art des Lebens persönlich nicht weiterbringt, sondern eher unglücklich macht, dann lass es bleiben. Ich für meinen Teil habe (hoffentlich) darin meine persönliche Mitte gefunden, indem ich nur noch 3 Tage pro Woche arbeite und bewusst konsumiere. Und bewusst konsumieren heisst für mich nicht auf alles zu verzichten, sondern auf das unnötige. Dass hat mir die Möglichkeit eröffnet, dass ich jetzt, 13 Jahre vor Beginn der Regelrente, komplett aus dem Berufsleben ausscheiden könnte ohne unter einer Brücke oder bei Hartz4 zu landen. Dir viel Glück und hoffentlich viel Spass auf Deiner Reise. Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Ideen geben.
  3. Autonomes

    Was zum Teufel ist gerade am Aktienmarkt los?

    Wer nur 3 Tech-Aktien hält, erlebt jetzt Achterbahnfahrten. Anfang der 2000er hatte man noch Intel, Cisco und Nokia. Heute sind es Microsoft, Apple oder Nvidia. Es hat sich seit dem nichts geändert, nur die Namen der Tech-Aktien.
  4. Autonomes

    Was zum Teufel ist gerade am Aktienmarkt los?

    Wenn du (rein fiktiv als Rechenbeispiel) 1,5Mio hast und auf 750K fällst, ist das ein brutaler Schlag für dein Ego. Aber der Kühlschrank ist morgen genauso voll, das Auto fährt genauso, und die Brötchen kosten hoffentlich noch dasselbe. Da musst du nichts mit %te rechnen.
  5. Auch wenn hier schon einige gute Antworten gegeben wurde, möchte ich meine Meinung auch kundtun: Aus meiner Sicht sind 3,5% Netto(!)entnahme bei dem langen Zeitraum zu hoch. Hier sollte in jedem Fall erstmal der vorausssichtliche Steuersatz ermittelt werden, um zu schauen, was dann vor Steuer entnommen werden muss. Dazu muss man wie schon ausgeführt auch die Vorabpauschalen einbeziehen. Auch wenn diese spätere Entnahmen steuerlich begünstigen, muss die erstmal aus irgendeinem Topf bezahlt werden. Realistisch würde ich bei der langen Entnahmedauer eher im Bereich von 3% vor Steuer kalkulieren. Man kann natürlich auch mit 3,5% anfangen, sollte dann aber genug Spielraum haben, um in schlechten Phasen die Entnahmen reduzieren zu können. SoRR zu reduzieren sollte ein oberstes Ziel sein. Meiner Meinung nach kann man das nur mit einem sicheren Anlageteil wirksam tun. Ob man dazu 1, 3 oder 10 Jahresentnahmen in sicheren Anlagen parkt, ist letztlich vom gewünschten Risiko abhängig. Es wäre halt mehr als ärgerlich, wenn man in den ersten Jahren einen massiven Einbruch erlebt. Muss man dann trotzdem Anteile verbrauchen, kann der ganze Plan bereits in kürzester Zeit scheitern. In schlechten Zeiten aus dem sicheren Topf zu leben, macht das entspannter. Dieses Mehr an Sicherheit hat aber natürlich seinen Preis, denn der sichere Teil kann keine reale Rendite erzielen, sondern eher einen Kapitalerhalt mit Inflationsausgleich. Es gibt zu dem Thema einige gute Simulatoren im Netz, wo man verschiedene Verteilungen durchspielen kann. Probier das mal aus, das öffnet einem die Augen. Hier kann ich nur beitragen, wie ich es mache. Ich habe bezogen auf die Entnahmen meinen voraussichtlichen persönlichen Steuersatz ermittelt und mit diesem gerechnet. Ich bin privat versichert und rechne mit 6% Erhöhung pro Jahr. Im Schnitt passt das selbst mit den Erhöhungen der letzten Jahre noch ganz gut. Für die GKV kann ich mangels Erfahrung keine Ratschläge geben. Da kann sich vor allem auch an gesetzlichen Regelungen schnell mal was ändern und da die Kassen bei den Kassen leer sind, wird sich da vermutlich auch was tun. Die Inflation von 2% ist knapp. Ich rechne mit 2,5% und das beeinflusst die Rechnung ordentlich. Auch hier verweise ich nochmal auf Rechner bzw. Simulatoren im Netz. Da kann man vor allem auch mal mit historischen Daten oder Boostrap-Simulationen rechnen. Das ist sehr viel verlässlicher als feste reale Renditen. Insgesamt ist eine reale Rendite von 3,5% aber eher konservativ. Ich würde die schon berücksichtigen, da sie zumindest im Alter einen Teil kompensiert. Problematisch ist natürlich die lange Entnahmedauer und das späte Einsetzen der Rente. Auch da gibt es Rechner, die die Rente dann ab einem bestimmten Jahr berücksichtigen. Es ist aber erstaunlich, wie wenig sich dadurch meist die Ergebnisse ändern. Das liegt aber halt daran, dass die größten Risiken in den ersten Jahren liegen und nach 20 Jahre keinen großen Einfluss mehr haben. Im Wesentlich habe ich das schon geschrieben. Mal ein paar Rechner ausprobieren schadet nicht. Hier zwei Links, die ich gern nutze: https://predict-fi.com/de und https://planschkuh-bot.github.io/entnahme-simulator/
  6. Heute
  7. reko

    Kernenergie

    Das niederländische Parlament will den Bau von Kernkraftwerken, insbesondere SMR-Reaktoren, beschleunigen. Das erste soll noch in diesem Jahrzehnt ans Netz gehen. Für das Kernkraftwerk Borssele wurden die Gesetze geändert, um eine Laufzeitverlängerung über das Jahr 2033 hinaus zu ermöglichen. 2026/11/06 Dutch parliament backs small nuclear power plants to reduce dependence on non-EU energy Erdgas ist in Europa knapp und teuer, und die Speicherstände sind relativ niedrig. Nicht nur in den Niederlanden ist es gerade kalt, und es gibt kaum Wind- und Solarstromertrag. In Belgien wird geprüft, ob der seit Sept. 2025 stillgelegte 50-jährige Reaktor Tihange 1 wieder in Betrieb genommen werden kann. Die Reaktoren Tihange 3 und Doel 4 wurden nach Wartungsarbeiten für eine zehnjährige Betriebsverlängerung wieder ans Netz angeschlossen. 2026/10/29 Dunkelflaute rollt über Deutschland: Strompreis springt von 13 auf über 300 Euro
  8. Laut KI ja. Die ersten 100k sind dann wohl im Eimer. Wobei die KI wie wir wissen auch manchmal Mist redet. Aber mal ehrlich...wir reden hier von der systemrelevanten BNP Paribas. Wenn die hopps geht, dann Gute Nacht
  9. Beginner81

    Smartbroker / Smartbroker+

    Mich schreckt da z.B. schon die giftgrüne Farbe in der App ab. Dagegen wird ja die Winamax-Wett-App seriöser.
  10. Geldhaber

    Aktuelle Sonderkonditionen von Brokern und Banken

    Der freiwillige deutsche Einlagensicherungsfonds ist eigentlich nur für Beträge über 100k relevant, da es für Beträge bis 100k eine gesetzliche Regelung gibt. So weit, so klar. Aber: Was wäre, wenn eine ausländische Entschädigungseinrichtung ihren gesetzlichen Auftrag nicht erfüllen kann oder will und nicht bis 100k entschädigt? Wäre dann die freiwillige Mitgliedschaft im deutschen Einlagensicherungsfonds für Beträge bis 100k tatsächlich bedeutungslos?
  11. OctaCheese

    Aktuelle Sonderkonditionen von Brokern und Banken

    Das heißt "im schlimmsten Fall" sind nur die ersten 100k weg?
  12. west263

    Automobil-Hersteller

    mal etwas unglaubliches https://www.youtube.com/watch?v=oUrmazTudDY
  13. Neverdo

    Wie oft denkt ihr darüber nach zu kündigen?

    Kann eine Frage des Alters sein, das kommt dann schon bei dem ein oder anderen heftiger durch und muss nicht unbedingt mit der Arbeit zu tun haben.Wenn du zwischen 40 und 50 bist, wäre das ein Volltreffer. Deswegen sei bitte vorsichtig, kündigen ist das eine neue Arbeit zu finden kann inzwischen zu einem Problem werden.
  14. Finanztip rät wahrscheinlich deswegen ab, weil bis 100.000 Euro die französische Einlagensicherung greift, erst darüber hinaus ab 100.000 Euro greift die freiwillige deutsche Einlagensicherung, aber auch nur für den Betrag über 100k.
  15. CHX

    Was zum Teufel ist gerade am Aktienmarkt los?

    Das ist der entscheidende Satz ... und man lernt es mit der Zeit. Irgendwann sind einem die Schwankungen egal, weil man darauf vertraut, dass die Finanzmärkte auch zukünftig ähnlich laufen werden wie in der Vergangenheit. Auch in der Vergangenheit gab es jede Menge Krisen, Kriege etc.pp..
  16. OctaCheese

    Aktuelle Sonderkonditionen von Brokern und Banken

    Ok, ich kam auch nur darauf, weil die Consorsbank explizit genannt wird in dem Artikel.
  17. dimido

    Was zum Teufel ist gerade am Aktienmarkt los?

    Das mit der Umrechnung in Monatseinkommen kenne ich auch und ist nur mein hilfloser Versuch die Beträge begreifbar zu machen. Der Wert des Geldes bestimmt sich bei mir über die regelmäßigen Ausgaben des Alltags und den regelmäßigen Einnahmen. Alles ist bei mir in den letzten 20 Jahren mehr oder weniger teuerer geworden, Gehalt ist auch gestiegen sowie die Summe der erreichten Rentenansprüche (bei denen ich immer auf die monatlich erreichten Werte schaue). Aber alles mehr oder weniger im "Gleichtakt", meistens irgendwo gaaanz grob um den Faktor 2 über die 20 Jahre. Und das bestimmt mein Gefühl für den Wert des Geldes. Die einzige Ausnahme ist mein freies Vermögen (also ohne Renten und BAV Ansprüche). Das ist in den letzten 20 Jahren um den Faktor 17 gewachsen. Ja, ich sehe die Zahl, ja ich weiss wieviel es ist, aber "begreifen" geht für mich darüber hinaus. Ich kann mich noch daran erinnern als ich in 2020 im Zuge einer Aufräumaktion im Depot meine Amundi-Fonds verkauft und auf Vanguard umgestiegen bin. Da war auch eine Einzel-Kauforder im Gegenwert von 200k dabei. 1 Klick... Das soll jetzt nicht nach "alter Hase" klingen, ganz im Gegenteil. Ich war nach Orderausführung vielmehr verunsichert, weil ich kein Gefühl für den Gegenwert hatte. Die Summe passte einfach nicht mehr in mein "alltägliches Koordinatensystem", das den Wert des Geldes für mich bestimmt. Wenn ich aber kein Gefühl für den Gegenwert mehr habe, bin ich vielleicht auch anfällig für möglicherweise dumme Entscheidungen geworden? Wie gesagt, mein alltägliches Leben wird durch absolute Beträge bestimmt. Meine gelegentliche "Umrechnung" in Monatseinkommen ist lediglich der Versuch den surrealen Zahlen einen für mich begreifbaren Gegen-Wert zu geben. Was mir zumindest etwas mehr Gelassenheit gibt, ist das PortfolioPerformance Widget "Vermögensaufstellung". Ich habe standardmäßig YTD ausgewählt und das sieht wie ein Aquarium von der Seite aus. Ich sehe oben einen gewissen Wellengang, aber der Blick auf den Gesamt-Wasserstand des Aquarium beruhigt dann wieder. Eine sehr willkommene "visuelle" Hilfe, da die absoluten Zahlen für mich mittlerweile zu surreal sind (besonders da ich in sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsen bin). PS: hat nicht kürzlich jemand im Finanzielle-Freiheit Thread danach gefragt, wann das Vermögen surreal wurde? Bei mir war es diese 200k Kauf-Order ...
  18. Funkadelic

    Lever-H’n‘Turn

    Ja man kann nur gratulieren zu Applovin, wieder den richtigen „Riecher“ gehabt!
  19. Die Consors hat aber eine darüber hinausgehende, deutsche Absicherung eines Bankenfonds mit 3 Mio pro Kunde. Die Consors ist also mit irgendeiner anderen französischen Bank nicht vergleichbar.
  20. OctaCheese

    Aktuelle Sonderkonditionen von Brokern und Banken

    Finanztip riet übrigens gestern davon ab, Tagesgeld bei Banken mit französischer Einlagensicherung anzulegen. Siehe App.
  21. https://www.consorsbank.de/Topzins Wenn schon nennenswert Tagesgeld vorhanden war, muss man rechnen: Sagen wir, ich hatte am 5.11. bereits 20.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto, die in den nächsten Tagen in den Geldmarktfonds fließen sollten. Hole ich nun stattdessen 80.000 Euro vom Geldmarktfonds auf das Tagesgeldkonto, dann bekomme ich 1,0 % auf 20.000 Euro und 3,5 % auf 80.000 Euro – macht im Schnitt nur noch 3,0 %.
  22. Ich vermute, dass der TE und seine Frau auch noch Ansprüche zu einer Betriebsrente haben sollten.
  23. Lever-H

    Lever-H’n‘Turn

    Nach rund 6 Wochen mal wieder ein Update. War zunächst mehrere Wochen inaktiv, in den letzten Tagen gab es aber doch wieder Bewegung.. Kauf: SEA Ltd. 1.600 Stück zu durchschnittlich 79.41 USD (20./21.10.2026). Im Oktober kam die aktie unter Druck aufgrund des angekündigten Einstieges in das asset-heavy-cloud-Geschäft. Nutzte ich zum Wiedereinstieg. HIMS & HERS. 3.000 Stück zu durchschnittlich 23.55 USD (05.11.2026). Mein "Dauerbrenner"-Titel seit 5 1/2 Jahren, der stark auf News reagiert, insgesamt jedoch weiter stark wächst. Timing könnte hier besonders gut gewesen sein; am Tag nach dem Kauf kam Bericht über Kooperation mit Eli Lilly. Verkauf: GRAB. Alle 80.000 Stück zu 3.38 USD. Gute Quartalszahlen, entsprechende Marktreaktion. Hier cashe ich mal ein. Applovin. Alle 1.000 Stück zu 385.10 USD. Bärenstarke Quartalszahlen und auch entsprechende Marktreaktion. Danke für die kritischen Nachfragen und Anmerkungen. Stockpicking und ein deutliches Übergewichten einzelner Titel bietet die Chance auf Überrendite und stellt gleichzeitig das Risiko von starken Dellen im Depot dar. Es gibt keine sicheren Invests an der Börse. Angst ist keine Emotion, die mich leitet - das mag Fluch und Segen zugleich sein. Ich hatte durch meine Strategie sensationelle, aber auch schwache Jahre. Auf lange Sicht schlage ich den Markt. Sollte ich das auf Dauer nicht (mehr) schaffen, bin ich gerne bereit, meinen mutigen Ansatz zu verändern. Das habe ich in den letzten 5-6 Jahren hier schon auch mehrfach thematisiert. Das gleiche gilt, falls ich mich irgendwann von Volatilität und Risiken negativ gestresst fühlen sollte. Da ich jedoch entspannt bin und mich auch von Drawdowns nicht stressen lasse, fahre ich so weiter. Und das gilt auch bei deutlich sechsstelligen Werten: zuletzt ging mein Depot im Zeitraum von Oktober 25 bis März 26 um mehrere hunderttausend Euro bergab. Meine Performance in 25 lag dennoch bei +61,5 % IZF bzw 82 % TTWROR. In 2026 bin ich nur knapp positiv (weil es seit April wieder sehr gut lief) und es könnten aber auch leicht mal -20 % sein. Entweder ist man bereit, das Risiko einzugehen oder sucht sich lieber low volatility ETFs. Ich verstehe durchaus, dass man da Hochmut hineininterpretiert, es entspricht jedoch meinem Naturell bzw fühle ich mich mit dieser Strategie am besten. Bin ich mir dessen bewusst, dass es damit hart Aua machen kann? Ja. Würde ich rumjammern, wenn das so eintritt? Nein. Ich ziehe zwischendurch auch immer wieder mal kleinere oder auch mal größere Summen aus dem Depot ab, weil ich es anderweitig anlege/investiere, spende oder auch einfach das Leben damit genieße. Der Teil ist aber nicht Thema in meinem Thread. Der Vergleich mit The Trade Desk passt nur bedingt. The Trade Desk ist vor allem eine Plattform, über die Werbekunden automatisiert digitale Werbeplätze einkaufen. AppLovin sitzt dagegen tiefer in der Wertschöpfungskette. Mit seiner Technologie AXON optimiert AppLovin mithilfe von künstlicher Intelligenz, welche Werbung welchem Nutzer gezeigt wird. Gleichzeitig betreibt AppLovin mit MAX eine zentrale Plattform, über die App-Entwickler ihre Werbeflächen vermarkten. Dadurch kontrolliert AppLovin nicht nur die Werbeauswahl, sondern auch einen wichtigen Teil der technischen Infrastruktur, über die Werbeplätze vergeben werden. Das macht das Geschäftsmodell weniger leicht austauschbar als bei einem reinen Vermittler im Werbemarkt. Natürlich bleibt das Risiko, dass neue künstliche Intelligenz oder neue Werbetechnologien den Markt verändern, da bin ich auch nicht naiv. Fast noch mehr Respekt habe ich vor denkbaren neuen Regulierungsregeln, welche das Geschäftsmodell beeinträchtigen könnten. Aber aktuell spricht zumindest die fundamentale Entwicklung nicht für eine beginnende Disruption: AppLovin wächst weiterhin sehr stark, die Margen sind außergewöhnlich hoch und der freie Cashflow ist ebenfalls stark. Das sieht bei TTD deutlich schwächer aus. Zudem ist der Aktienkurs von AppLovin in 2026 bereits massiv gefallen. Der Markt preist also schon erhebliche Risiken und eine deutliche Wachstumsverlangsamung ein. Bislang zeigen die operativen Zahlen diese Verschlechterung aber nicht. Genau diese Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und Fundamentaldaten macht die Aktie aus meiner Sicht derzeit interessant. Auch charttechnisch ist AppLovin höchst interessant: Die Diskussion aus Ende August zu Applovin hole ich mal wieder hoch. Meine Einschätzungen waren korrekt. Timing beim Einstieg war passabel. Wäre meine Posi nicht schon so groß gewesen, hätte ich im Oktober tatsächlich noch nachgekauft. Ich war nun konsequent beim Verkauf gemäß meiner Turnaround-Strategie, obwohl bei den sensationellen Zahlen ein weiterer Kursanstieg wahrscheinlich ist. Aus steuerlichen Gründen werde ich in den nächsten Wochen wahrscheinlich bei den vier kleinen Positionen Verkäufe vornehmen. Die Performance 2026 ist dank Applovin und GRAB inzwischen wieder ordentlich: Seit ich das Volumen im Depot deutlich erhöht habe (grob ab 01.01.2024), ist die Performance in der 3-Jahres-Schau sehr stark: Das bekräftigt mich darin, meinen Ansatz weiter so zu verfolgen. Anpassungen wird es am ehesten bzgl Risikomanagement/Konzentrationsrisiko geben. In den nächsten Monaten werde ich versuchen, wieder mehr Zeit in die Analyse der Schwellenländer zu investieren. Sehe da große Möglichkeiten, auch in China.
  24. psorinum

    Humor

  25. Solara

    Longevity, (Krebs)-Vorsorgeuntersuchungen etc.

    Der Fall Aiwanger fällt wohl unter dieselbe Kategorie. Außer Schnupfen/Erkältung konnte sich keiner je daran erinnern, dass Aiwanger von irgendwelchen gesundheitlichen Problemen berichtet hätte. Im Gegenteil war er bekannt dafür bei offiziellen Veranstaltungen spontan das Sakko auszuziehen, die Ärmel hochzukrempeln und beispielsweise mit dem Präsidenten des Bayerischen und Deutschen Turnverbands Hölzl beim Bayerischen Turnfest mal eben 30 Liegestützen in 20 Sekunden abzudrücken. Dass so jemand bei Magen/Darmprobleme, über die berichtet wurde, deswegen nicht gleich zum Notarzt geht, dürfte klar sein. Leider ist das aber auch ein klassischer Vorbote eines plötzlichen Herztodes (Hinterwandinfarkt). Das Leben ist und bleibt unberechenbar.
  26. lowcut

    General Mills (GIS)

    General Mills Aktie: Konzern prüft Verkauf des Häagen-Dazs-Geschäfts außerhalb Nordamerikas. https://goldesel.de/aktien/news/general-mills-aktie-konzern-pruft-verkauf-des-haagen-dazs-geschafts-ausserhalb-nordamerikas
  27. Pacu

    Nordnet

    Konkurrenz belebt das Geschäft, auch wenn ich bezweifle, dass wir noch einen Broker brauchen und das er sich gegen die großen Player durchsetzen kann. Viel zu spät eingetreten.
  1. Ältere Aktivitäten anzeigen
×
×
  • Neu erstellen...