Wertpapier Forum: Ekotechnika GmbH

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Ekotechnika GmbH WKN A1R1A1 Thema bewerten: -----

#1 Mitglied ist offline   ceekay74 

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Geschrieben 04. April 2013 - 11:40

Ekotechnika GmbH

Angehängte Grafik: Ekotechnika_logo.png

Stammdaten:
ISIN DE000A1R1A18
WKN A1R1A1
Fälligkeit 10.05.2018
Nominalzinssatz 9,75%
Stückelung 1.000 Euro
Anleihevolumen 60 Mio.
Rating: BB- (Creditreform)
Zinszahlung: jährlich
Zinstermin: 10.05.
Nachrangig: Nein
Anleihe kündbar: Nein
Währung EUR
Zinssatz fix, variabel: fix


Link zur Börse Stuttgart: KLICK

Link zur Emittentin: KLICK


Angehängte Datei  Flyer_Ekotechnika_Web.pdf (1,15MB)
Anzahl der Downloads: 114

Angehängte Datei  Ekotechnika_Wertpapierprospekt_GEBILLIGT.pdf (1,45MB)
Anzahl der Downloads: 89

Angehängte Datei  Summary_Ekotechnika_2013_Final.pdf (244,81K)
Anzahl der Downloads: 76

Angehängte Datei  Ekotechnika_Konzernabschluss2011_2012.pdf (450,73K)
Anzahl der Downloads: 86

 Weiterführende Informationen:

#2 Mitglied ist offline   Pdel 

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Geschrieben 04. April 2013 - 13:01

Mittelstandsanleihen wie die würde ich im Leben nicht anfassen. Frage mich wer sowas überhaupt kauft, wenn ich die Firma aus Regionalprinzip heraus nicht kenne?!? Welche Bank ist hier denn Arrangeur?
Es gibt tausende Möglichkeiten, sein Geld auszugeben, aber nur zwei, es zu erwerben:
Entweder wir arbeiten für Geld oder das Geld arbeitet für uns.

#3 Mitglied ist offline   Ramstein 

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Geschrieben 04. April 2013 - 13:07

@ceekay 74: Hast du eine Meinung? Willst du sie auch äußern?

Mich stört folgender Passus im Prospekt:

Zitat

Der Nettoerlös wird nach Planung der Emittentin vorrangig der Finanzierung der folgenden Vorhaben der Ekotechnika-Gruppe dienen: Ca. EUR 53.000.000,00 wer- den für die Tilgung bestehender Bankverbindlichkeiten verwendet, davon ca. 75 % langfristige und 25 % kurzfristige. Der verbleibende Betrag wird in den weiteren Ausbau der Infrastruktur in Form von Service-Zentren investiert sowie im kleineren Umfang für sonstige betriebliche Zwecke verwendet.

Nach Abzug der Emissionskosten bleibt für Wachstum kaum was über. Die Zinsbelastung auf den Nettoemissionserlös liegt wohl über 10%. Waren die Bankkredite noch teurer? Wieso? Oder wollten die Banken raus? Wieso?

Dieser Beitrag wurde von Ramstein bearbeitet: 04. April 2013 - 13:07

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#4 Mitglied ist offline   Torman 

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Geschrieben 04. April 2013 - 13:31

Beitrag anzeigenRamstein, am 04. April 2013 - 13:07, schrieb:

Waren die Bankkredite noch teurer? Wieso? Oder wollten die Banken raus? Wieso?

70% der Kredite stammen von einer Bank, es ist wohl eine russische Bank. Die Bilanzsumme ist in einem Jahr um fast 70% gewachsen. Die Eigenkapitalqoute liegt bei 3%.

Brauchst du mehr Argumente, warum diese Bank kalte Füße bekommt?
"Man kann zwar die Bahn der Gestirne auf Zentimeter und Sekunde berechnen, nicht aber, wohin eine verrückte Menge den Börsenkurs treibt." Sir Isaac Newton

#5 Mitglied ist offline   Andreas R. 

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Geschrieben 04. April 2013 - 19:15

Die beiden Ekosem-Geschwister A1MLSJ und A1R0RZ haben auf die Ankündigung nicht spürbar reagiert.
Die neue Emission mit erneut höherem Kupon deutet auf einen massiven Kapitalbedarf hin.
Wie auch bei den Papieren des Schwesterunternehmens ist das politische Risiko im Auge zu behalten.
Wenn der Hype auf den Kupon zu nem Massenansturm führt, könnten schon ein paar Prozent Zeichnungsgewinn drin sein.
Behalten will ich dieses Papier aber sicher nicht.

Meint ihr, der BayernLB-ETF zeichnet gleich mit?

#6 Mitglied ist offline   Stairway 

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Geschrieben 04. April 2013 - 21:21

Beitrag anzeigenRamstein, am 04. April 2013 - 13:07, schrieb:

@ceekay 74: Hast du eine Meinung? Willst du sie auch äußern?

Mich stört folgender Passus im Prospekt:

Zitat

Der Nettoerlös wird nach Planung der Emittentin vorrangig der Finanzierung der folgenden Vorhaben der Ekotechnika-Gruppe dienen: Ca. EUR 53.000.000,00 wer- den für die Tilgung bestehender Bankverbindlichkeiten verwendet, davon ca. 75 % langfristige und 25 % kurzfristige. Der verbleibende Betrag wird in den weiteren Ausbau der Infrastruktur in Form von Service-Zentren investiert sowie im kleineren Umfang für sonstige betriebliche Zwecke verwendet.

Nach Abzug der Emissionskosten bleibt für Wachstum kaum was über. Die Zinsbelastung auf den Nettoemissionserlös liegt wohl über 10%. Waren die Bankkredite noch teurer? Wieso? Oder wollten die Banken raus? Wieso?


Finde ich ja geil, dass langfristige Kredite durch die Anleihe ersetzt werden. Das sagt schon alles.
>>Link zur 2. Auflage von Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse <<


Led Zeppelin is the greatest. Robert Plant is one of the most original vocalists of our time. As a rock band they deserve the kind of success they're getting.
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Risikohinweis: Meine Beiträge sind nicht als Entscheidungsgrundlage für Investments anzusehen. Ich habe viele der besprochenen Aktien selbst im Depot oder handle damit.

#7 Mitglied ist offline   ceekay74 

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Geschrieben 05. April 2013 - 08:02

Beitrag anzeigenRamstein, am 04. April 2013 - 13:07, schrieb:

@ceekay 74: Hast du eine Meinung? Willst du sie auch äußern?

Habe ich und hier ist sie in Kurzfassung: Weder das spärliche Geschäftskonzept, noch die nicht vorhandene Währungssicherung oder gar die Bilanzstruktur lassen mich auf ein gutes Geschäft für Bondholder hoffen. Habe allerdins nur den Rate-Bericht überflogen und bin grundsätzlich etwas skeptisch, was Mittelstandsanleihen angeht.

Trotzdem teile ich die Einschätzung von Andreas R. und werde eventuell zeichnen, sollte sich bis dahin nichts besseres finden lassen.

Beitrag anzeigenAndreas R., am 04. April 2013 - 19:15, schrieb:

Wenn der Hype auf den Kupon zu nem Massenansturm führt, könnten schon ein paar Prozent Zeichnungsgewinn drin sein.
Behalten will ich dieses Papier aber sicher nicht.


Die Börsen-Zeitung bringt es auf den Punkt:

Zitat

WERTBERICHTIGT:

Anlegermelken auf Russisch

Börsen-Zeitung, 5.4.2013

Russlands größter Milchproduzent Ekoniva weiß, wie sich Anleger melken lassen. (...)

Dieser Beitrag wurde von ceekay74 bearbeitet: 05. April 2013 - 08:03


#8 Mitglied ist offline   Al Bondy 

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Geschrieben 06. April 2013 - 23:12

Zitat

Mittelstandsanleihen wie die würde ich im Leben nicht anfassen.

... man muss dafür nicht unbedingt die Kohlenzange nehmen, die Gebäckzange reicht meist auch aus, oder die kleine Dreizack-Gabel für heiße Kartoffeln.

Mein selbst zusammengestellter "M-Bond-Performance-Index" steht auf 15 Monate gesehen bei runden +15%. Da ist natürlich kein Ökobetrüger-Dreck drin enthalten und nach Möglichkeit auch keine nichtgrünen absoluten Gurken. Die meisten halbwegs seriösen Mittelstandsanleihen notieren längst zwischen 104 und 114, was zuzüglich zeitanteiligen Coupons die Kartoffel- und Gebäckversorgung reichlich als Depotbeimischung sicherstellt.

Für dauerhaftes Buy-and-Hold sind die allerwenigsten geeignet. Bei den meisten bin ich zugegeben zu früh ein- oder schon mehrfach ein- und wieder ausgestiegen. Was nicht darüber wegtäuschen sollte, dass im Sektor bereits die Trennung von Spreu und Weizen begonnen hat und für manchen in den nächsten Jahren unausweichlich die Stunde der Wahrheit droht. Das unterscheidet den Mittelstand aber nicht von der gesamten sonstigen Euro-Zone.

Zitat

Frage mich wer sowas überhaupt kauft, wenn ich die Firma aus Regionalprinzip heraus nicht kenne?!?

... das "Regionalprinzip", sprich "home bias" in neuzeitlichem Behaviouraldeutsch, dürfte aktuell bis zukünftig für "Euro-Zoni´s" noch zur bösen Falle werden. Die Weltwirtschaft droht sehr langsam, zögerlich und wackelig wieder etwas zu wachsen, während das Euroland unter sachkundiger Führung immer tiefer in der selbstverursachten Rezession versinkt. Kapital fließt zumeist dahin, wo Wachstum ist und nicht in Regionen mit vorhersehbar wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Niedergang. Euroland bleiben noch genau zwei Möglichkeiten, sich entweder inkonsequent weiter Totverschulden oder sich konsequent zu Tode sparen. Oder eine gepflegte Mischung aus beidem. Japan und USA haben mit echter nationaler Währung und ideologiefrei handlungsfähiger Notenbank durchaus bessere Perspektiven und Möglichkeiten im Schuldensumpf.

Das gleiche vertrauensweckende "Regionalprinzip" hat sich für viele WGF-Investoren zuletzt relativ fatal ausgewirkt. Walldorf im Rhein-Neckar-Kreis als EkoTec Firmensitz (und nebenbei historischer Ursprung sowohl des Walldorf-Astoria wie von SAP) ist regionalprinzipiell natürlich zuletzt mit einem hohen Anteil logistikfeindlicher Öko-Wutbürger negativ aufgefallen.

Zitat

Welche Bank ist hier denn Arrangeur?

... equinet fungiert als Lead Manager und Bookrunner.

Zitat

Die beiden Ekosem-Geschwister A1MLSJ und A1R0RZ haben auf die Ankündigung nicht spürbar reagiert.
Die neue Emission mit erneut höherem Kupon deutet auf einen massiven Kapitalbedarf hin.

... warum sollten die reagieren, das EkoTech StartUp mitsamt expansivem Kapitalbedarf und Mini-EK-Quote ist ein wirtschaftlich und bilanziell eigenständiges SpinOff.

Zitat

Waren die Bankkredite noch teurer?
Was hätte wohl ein Bankdarlehen in Russland gekostet?

... sicher doch, Rubel-Festgeld bewegt sich je nach Bank auf 12 Monate aktuell zwischen 7.5% und 9%, Tagesgeld nur etwas tiefer, entsprechend teurer sind selbstverständlich langfristige Kredite. Was selbst die Börsenzeitung noch ungefähr so ähnlich sieht. Nur der erwähnte "Megatrend Agrar" ist so mega momentan schon längst nicht mehr.

Bleibt noch EUR/RUB, wo nach einigen Jahren Konsolidierung zukünftig wieder mehr Bewegung reinkommen sollte - die aber momentan (noch) schwer vorauszusagen ist, weil sie gutteils von unseren Eurorettern und EU-Elendsverwaltern abhängt: http://charts.comdir...INGS=1&SHOWHL=1

So oder so scheint mir das "europäische Anlegermelken" prinzipiell eher zu befürchten als das russische. Für "politische Bedenken" gilt das gleiche, die UDSSR ist tot, die EUDSSR setzt die unselige Tradition als "Europäische Union der sozialistischen Schulden-Republiken" munter fort. Ergo hat Russland eine wirtschaftliche Zukunft, Europa nicht- sofern sich da nichts bald völlig unerwartet gravierend ändert.

Sofern bis Ende April nichts allgemein Negatives hinsichtlich "Dauer-Finanzkrise Teil III" hinzukommt, werd ich wohl eine kleine Position zeichnen und dann mal weitersehen.

Dieser Beitrag wurde von Al Bondy bearbeitet: 06. April 2013 - 23:17


#9 Mitglied ist offline   checker-finance 

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Geschrieben 19. April 2013 - 12:28

Beitrag anzeigenStairway, am 04. April 2013 - 21:21, schrieb:

Beitrag anzeigenRamstein, am 04. April 2013 - 13:07, schrieb:

@ceekay 74: Hast du eine Meinung? Willst du sie auch äußern?

Mich stört folgender Passus im Prospekt:


Nach Abzug der Emissionskosten bleibt für Wachstum kaum was über. Die Zinsbelastung auf den Nettoemissionserlös liegt wohl über 10%. Waren die Bankkredite noch teurer? Wieso? Oder wollten die Banken raus? Wieso?


Finde ich ja geil, dass langfristige Kredite durch die Anleihe ersetzt werden. Das sagt schon alles.


Ja was sagt es denn? Vielleicht, dass ein Unternehmen eine Möglichkeit nutzt teure Kredite bei einer russischen Bank durch günstigere Kredite abzulösen?

Man kann viele Probleme bei dem Unternehmen und der Anleihe sehen, z.. B. die extrem niedrige Eigenkapitalquote, aber der Sinn solcher kryptischen Kommentare erschließt sich mir nicht.

#10 Mitglied ist offline   ceekay74 

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Geschrieben 19. April 2013 - 16:26

Zitat


Anleihen-Check: Ekotechnika profitiert von steigender Nachfrage nach Agrarrohstoffen


Sehr hoher Kupon, aber unzureichende Eigenkapitalausstattung

(...)

Fazit:
Ekotechnika profitiert von einer weltweit steigenden Nachfrage nach Agrarrohstoffen und einem deutlichen Nachholbedarf an Ausrüstung in Russland. Als exklusiver Vertriebspartner von John Deere auf einer Fläche, die
so groß ist wie Deutschland, Frankreich und Italien zusammen, ist Ekotechnika sehr gut positioniert. Dem hohen Kupon stehen auch entsprechende Risiken gegenüber. Als größte Risikofaktoren sind, in einem insgesamt zyklischen Geschäft, in erster Linie die unzureichende Eigenkapitalausstattung und Währungsrisiken zu sehen.

Ekotechnika dürfte bei ihrer Anleiheemission deutlich von der positiven Performance der Unternehmensanleihen der Schwestergesellschaft Ekosem-Agrar GmbH und vom Renditehunger der Investoren profitieren. So spricht insbesondere das Marktsentiment für eine erfolgreiche Emission und wohl auch für zunächst steigende Anleihekurse. Das Management wäre gut beraten, eine solche Entwicklung durch eine stärkere Eigenkapitalausstattung zu untermauern.




#11 Mitglied ist offline   Flughafen 

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Geschrieben 22. April 2013 - 08:59

Beitrag anzeigenchecker-finance, am 19. April 2013 - 12:28, schrieb:

Ja was sagt es denn? Vielleicht, dass ein Unternehmen eine Möglichkeit nutzt teure Kredite bei einer russischen Bank durch günstigere Kredite abzulösen?


Es dürfte tatsächlich so sein:

Zitat

Derzeit finanzieren wir zu rund 11,5% bis 12,0%.

Quelle: Ekotechnika: Interview mit CFO Wolfang Bläsi zur Unternehmensanleihe

Ich habe mich ein wenig im russischen Internet rumgehört. In der angehängten Grafik gibt es die Raten, zu welchen die russischen Banken sich gegenseiting Geld leihen (Quelle: itskredit.ru). Die Grafik-Überschriften am langen Ende sind leider abgeschnitten, aber das Gefühl kann man schon bekommen.

Einleger hätten im Dezember 2012 folgende Zinsen von Russenbanken bekommen:
- die Top 10 zahlten 9,75% (Sberbank),
- die Top 100 zahlten bis zu 12,5% (Home Credit Bank)
- die restlichen Banken zahlten bis zu 14% p.a. (BKS-Investmentbank, nach Einlagevolument die Nr. 188 von allen 940 Russenbanken)
Quelle: Mein Link

Die Umschuldung in einen Bond wäre also plausibel.

Auch die Info, dass Ekotechnika der größte Dialer für John Deere in Russland ist, stimmt wohl. Wenn man auf der Seite www.johndeere.ru nach Dealern sucht, dann listet sie 8 Niederlassungen von Ekoniwa-Technika auf.

Falls jemand eine Idee hat, was man sonst noch über den Laden im russischen Internet checken könnte, - ich stelle meine Russischkenntnisse gerne zur Verfügung. :)

Angehängte Miniaturbilder

  • Angehängte Grafik: Zinsen.jpg


#12 Mitglied ist offline   checker-finance 

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Geschrieben 22. April 2013 - 10:14

Beitrag anzeigenFlughafen, am 22. April 2013 - 08:59, schrieb:


Falls jemand eine Idee hat, was man sonst noch über den Laden im russischen Internet checken könnte, - ich stelle meine Russischkenntnisse gerne zur Verfügung. :)


Das ist doch mal ein kontruktiver Ansatz!

Ich weiß nicht, ob das nicht zu viel des Guten ist, aber vielleicht gibt es Foren, in denen Kunden ihre Zufriedenheit mit John Deere-Produkten zum Ausdruck bringen. Nutzt ja nix, die Generalvertretung für John Deere zu haben, wenn bspw. Caterpillar und andere den Markt dominieren.

Generell wäre m. E. aber sowieso die erstrangige Frage, was dieser Bläsi für eine Nummer ist. Willi Balz (Windreich) und Siggi Hofreiter (KTG Agrar) sind Typen denen ich keinen Cent anvertrauen würde. Ich meine mich dunkel zu entsinnen, dass der Geschäftsführer von Ekosem seit Jahren in Rußland lebt, dort nach Fall des eisernen Vorhangs quasi Pionierarbeit geleistet hat, mit einer Russin verheiratet ist und für seine Verdienste um die Völkerverständigung das Bundesverdienstkreuz bekommen hat. Das sind natürlich alles recht vage Indizien.

Würde ich aber solche Geschichten finden wie die Balzsche Oldtimer-Story oder Die Hofreitersche Insolvenz-Vergangenheit wäre das ein No Go.

#13 Mitglied ist offline   Tutti 

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Geschrieben 22. April 2013 - 11:24

Also ich habe eine ganz naive, bescheidene und branchenfremde Meinung hierzu.

Beruflich kaufen wir für unser Unternehmen sehr viele Rohmaterialien (Holz- und Bauprodukte) aus Russland und wir haben aktuell massive Schwierigkeiten die benötigten Mengen zu bekommen. Grund ist einfach der, dass der Inlandsmarkt in Russland extrem gut läuft und die erzielten Preise dort für die Produzenten natürlich sehr viel höher sind als in DE.

Von unseren Bezugsquellen weiß ich, dass die hier aufgeführten hohen Zinssätze stimmen. Ob es sich daher auf jeden Fall um eine Privatanleger-Abzocke handelt, vermag ich nicht zu sagen.

Das ganze hat zwar überhaupt nichts mit der neuen Anleihe zu tun, aber eine kleine Menge als Risiko-Papier ins Depot packen? Warum nicht.....wer´s mag :rolleyes:
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#14 Mitglied ist offline   Investor93 

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Geschrieben 22. April 2013 - 14:29

Beitrag anzeigenTutti, am 22. April 2013 - 11:24, schrieb:

Also ich habe eine ganz naive, bescheidene und branchenfremde Meinung hierzu.

Beruflich kaufen wir für unser Unternehmen sehr viele Rohmaterialien (Holz- und Bauprodukte) aus Russland und wir haben aktuell massive Schwierigkeiten die benötigten Mengen zu bekommen. Grund ist einfach der, dass der Inlandsmarkt in Russland extrem gut läuft und die erzielten Preise dort für die Produzenten natürlich sehr viel höher sind als in DE.

Von unseren Bezugsquellen weiß ich, dass die hier aufgeführten hohen Zinssätze stimmen. Ob es sich daher auf jeden Fall um eine Privatanleger-Abzocke handelt, vermag ich nicht zu sagen.

Das ganze hat zwar überhaupt nichts mit der neuen Anleihe zu tun, aber eine kleine Menge als Risiko-Papier ins Depot packen? Warum nicht.....wer´s mag :rolleyes:


Hallo Anja,

wahrscheinlich ist in dem Markt schon einiges möglich, im Positiven, wie im Negativen.
Was mich an den Unternehmenszahlen der Ekotechnika gestört hat, ist das negative Eigenkapital und der hohe Wert für das Verhältnis von NetDebt zu EBITDA 7,36 (Meines Wissens ist größer als 4 eher eine hohe Verschuldung). Im Ratingsummary sind ja auch noch einige andere Risiken das Geschäftes erwähnt.

Ich hatte die erste Ekosem mit einem kleinen Betrag gezeichnet. Hier werde ich mich zurückhalten.

Investor93

#15 Mitglied ist offline   Flughafen 

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Geschrieben 26. April 2013 - 08:24

Habe nun Folgendes gefunden:

1. Pünktlich vor 2 Jahren hat die moskauer MBRR-Bank an Ekonniva-Technika 18 Mio USD für 18 Monate geliehen. Quelle (Russisch): http://bankir.ru/novosti/s/mbrr-predostavil-kompanii-ekoniva-tehnika-limit-kreditovaniya--5056140/
Die Firma war also damals bei den russischen Banken durchaus kreditwürdig. Konditionen sind nicht bekannt.


2. Präsentation von Stefan Dürr aus dem Juni 2005, zweisprachig:
http://www.centrinvest.ru/ppt/04.ppt
Da geht es wohl um mögliche Finanzierungsangebote für Kunden. Er scheint sich gut auszukennen. Ich hatte auch ein Stellenangebot der Firma gefunden, mit hohen Anforderungen an Bewerber-Kenntnisse zu Kreditfinanzierungen. Die Mitarbeiter müssen wohl potenziellen Kunden helfen, passende Finanzierungen für den Technikkauf zu finden.

3. Zu Personen. Über Stefan Dürr (Vorstand) konnte ich auf Russisch nichts Negatives finden, habe schon mal früher gesucht.
Wolfgang Bläsi ist CFO seit März 2010, kommt eigentlich von KTG Agrar AG, :) war dort aber nur ca. 1,5, im Vergleich zu seiner vorherigen Novasoft AG ein Klecks.


4. Zum Markt (aus russischen Foren und Artikeln). Die Mehrzahl der Mähdrescher wird wohl importiert, die John Deers sind die beliebtesten. Sie kosten gebraucht zwar das 2-3-fache, sind aber zuverlässiger als die russischen und haben eine 50-100% höhere Produktivität. Die Total Cost of Ownerhip ist unter dem Strich wohl geringer, als bei der überwiegend schlechten russischen und weißrussischen Technik. Nur ein russischer Produzent könne qualitativ mithalten, aber dann wäre wieder die geringe Produktivität. Das einzige, was vom Kauf eines JD nennenswert abhalten kann, sind die längeren Lieferzeiten für Ersatzteile. Das könne Tage und sogar Wochen dauern, statt Stunden bei russischer Technik. In der Erntezeit sind solch lange Ausfälle ein KO-Kriterium. Aber für Ekoniva-Technika eröffnet das wiederum eine lukrative Verdienstmöglichkeit. :)

Die deutsche Claas produziert seit 2005 Landwirtschasftstechnik in einer eigenen Fabrik im Nord-Kauksaus, scheinbar der einzige westliche Hersteller in RF, aber sie sind scheinbar bei weitem nicht so populär, wie die „Johns“. Und wenn es doch ein Claas werden soll, dann lieber ein importierter, nicht aus russischer Produktion.

Stefan Dürr dürfte einen guten Riecher für lukrative Geschäftsmöglichkeiten haben. Und sich in RF gut auskennen. Habe den Eindruck gewonnen, dass man auf seinen Geschäftssinn schon vertrauen kann. Wenn es mit John Deere nicht laufen sollte, dann wird die Firma was anderes verkaufen, er wird nicht an Lösungen kleben bleiben, die nicht gefragt sind. Ich sehe eher eine Gefahr, dass er sich in den vielen Geschäftsfeldern etwas verzettelt und dabei vergaloppiert. In 2009 führte Dürr z.B. Verhandlungen mit der schwedischen Vaderstad über eine gemeinsame Produktion von Landmaschinen in RF, so ca. 100-200 Stück.

Es ist eine ernstzunehmende Firma, kein Scheinladen. Die Nachfrage ist da und sie können damit gutes Geld verdienen. Aber wahrscheinlich werde ich mich bei der Zeichnung zurückhalten wegen:

Beitrag anzeigenInvestor93, am 22. April 2013 - 14:29, schrieb:

wahrscheinlich ist in dem Markt schon einiges möglich, im Positiven, wie im Negativen.
Was mich an den Unternehmenszahlen der Ekotechnika gestört hat, ist das negative Eigenkapital und der hohe Wert für das Verhältnis von NetDebt zu EBITDA 7,36 (Meines Wissens ist größer als 4 eher eine hohe Verschuldung). Im Ratingsummary sind ja auch noch einige andere Risiken das Geschäftes erwähnt.


Der Markt hat mehrere Risiken und die Firma hat mir kein ausreichendes finanzielles Polster, um einen eventuellen Markteinbruch abzufedern. Eventuell könnte man die Lage in 2-3Jahren erneut überprüfen, hoffentlich gelingt es der Firma bis dahin etwas Eigenkapital-Speck anzusetzten.

#16 Mitglied ist offline   Ramstein 

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Geschrieben 29. April 2013 - 08:55

Stuttgart meldet:

Zitat

Vorzeitige Schließung der Zeichnung 29.04.2013 um 10:00 Uhr.

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#17 Mitglied ist offline   fckoelner 

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Geschrieben 30. April 2013 - 13:58

Beitrag anzeigenRamstein, am 29. April 2013 - 08:55, schrieb:

Stuttgart meldet:

Zitat

Vorzeitige Schließung der Zeichnung 29.04.2013 um 10:00 Uhr.




Ist es wahr, dass in Stuttgart sämtliche Zeichnungen von Privatkunden bei der Ecotechnika gelöscht wurden?

#18 Mitglied ist offline   Ramstein 

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Geschrieben 30. April 2013 - 14:19

Beitrag anzeigenfckoelner, am 30. April 2013 - 13:58, schrieb:

Beitrag anzeigenRamstein, am 29. April 2013 - 08:55, schrieb:

Stuttgart meldet:





Ist es wahr, dass in Stuttgart sämtliche Zeichnungen von Privatkunden bei der Ecotechnika gelöscht wurden?

Ich zitiere mal das Bondboard:

Angehängte Grafik: Bildschirmfoto 2013-04-30 um 15.17.57.png

Meine Order wurde auch erst gelöscht, dann aber zugeteilt.
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#19 Mitglied ist offline   Al Bondy 

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Geschrieben 30. April 2013 - 17:13

Zitat

Ist es wahr, dass in Stuttgart sämtliche Zeichnungen von Privatkunden bei der Ecotechnika gelöscht wurden?
Ich zitiere mal das Bondboard:
Meine Order wurde auch erst gelöscht, dann aber zugeteilt.


... hatte eher zufällig die kurz nach 08.00 aufgegebenen Orders als gestrichen gesehen und Bank und Börse Stu angerufen - was anschließend eine Menge teils widersprüchlicher Rückrufe bzgl "Wiedereinstellen oder nicht" generierte. "Praktikant mit Patschehändchen" war Prosa, aber um 10.04 war das zugeteilte und geschlossene Orderbuch wohl durch Eingabefehler "verschwunden". Natürlich gabs ein BackUp davon und wurde recht schnell wieder rekonstruiert. Heute früh kaufen hätte leicht unter pari sogar auch noch funktioniert - eher kein gutes Timing, IBO-Zeichnungsstarts in eine Feiertags-Brückenwoche zu legen.

#20 Mitglied ist offline   Ramstein 

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Geschrieben 06. März 2014 - 17:19

Zitat

CORPORATE NEWS

Ekotechnika GmbH: Creditreform erteilt Ratingnote B (Ausblick: stabil)

Walldorf, 6. März 2014 – Die Creditreform Rating AG hat im Rahmen der Erstellung des jährlichen Folgeratings das Unternehmensrating der Ekotechnika GmbH auf B (Ausblick stabil) angepasst (bisher B+). Ekotechnika ist die deutsche Holding des größten Händlers internationaler Landtechnik in Russland, der Ekoniva-Technika Gruppe. Mit der Beurteilung wird dem Unternehmen weiterhin eine ausreichende Bonität attestiert. Das Folgerating basiert auf den Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 (30.9.).

In ihrem Bericht heben die Rating-Analysten die anhaltend deutlich positive Umsatz-entwicklung und die stabile Ergebnisqualität hervor. Negative Aspekte sind das durch Währungseffekte belastete Ergebnis und die daraus folgende schwache Eigenkapitalausstattung.

Die Abwertung des Rubel-Kurses hat für Ekotechnika sowohl positive als auch negative Effekte. Im Landmaschinenhandel wird zu Dollar-Preisen verkauft, die in Rubel zum Wechselkurs am Zahlungstag abgerechnet werden. Das bedeutet, die Abschwächung des Rubel führt zu steigenden Umsätzen. Ein weiterer positiver Aspekt der Abwertung ist die Verringerung der Rubel-Verbindlichkeiten und der in Rubel anfallenden Betriebskosten. Negative Auswirkungen in der Euro-Konzernbilanz betreffen dagegen die Lagerbestände, deren Wert sich durch den schwachen Rubel analog zu den Rubel-Verbindlichkeiten – verringert, sowie die Euro-Verbindlichkeiten, deren Finanzierungskosten steigen.
Wolfgang Bläsi, Geschäftsführer der Ekotechnika GmbH: „Wir sind für das operative Geschäft im laufenden Jahr vorsichtig optimistisch. Der Auftragsbestand hat sich in den ersten Monaten positiv entwickelt und die Betriebskosten liegen unter Vorjahresniveau. Jetzt gilt es, unsere Lagerbestände weiter abzubauen und dadurch unsere Finanzierungskosten nachhaltig zu senken. Das macht uns auch weniger anfällig für Währungseffekte. Die Chancen in der russischen Landwirtschaft sind nach wie vor immens und die aktuelle politische Krise auf der Krim hat nach unserer Einschätzung keine Auswirkungen auf unser Geschäft.“

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