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Sanacorp Pharmahandel

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Das Unternehmen

Die Sanacorp ist ein führendes Unternehmen im pharmazeutischen Großhandel. Seit mehr als acht Jahrzehnten ist unsere Kernkompetenz die flächendeckende und wirtschaftliche Versorgung von Apotheken mit Arzneimitteln und Healthcareprodukten.

 

Die einzigartige Nähe der Sanacorp zu den Apotheken ist in der Satzung festgeschrieben. Aufgrund ihrer genossenschaftlichen Struktur versteht sich die Sanacorp als Partner der unabhängigen Apotheken und damit als Förderer eines starken und leistungsfähigen Apothekenwesens in Deutschland.

 

Mit Hilfe modernster Logistik und einem eingespielten Liefersystem beliefert das viertgrößte deutsche pharmazeutische Großhandelsunternehmen aus bundesweit 14 Niederlassungen bis zu viermal täglich ca. 7.000 Apotheken. Damit leistet die Sanacorp einen wichtigen Beitrag, damit zu jeder Zeit und allerorten in Deutschland Patienten auf die notwendigen Medikamente zurückgreifen können.

 

Quelle: www.sanacorp.de

 

Kennzahlen

WKN: 716313

ISIN: DE0007163131

Streubesitz lt. Onvista: 94%

KGVe 06 lt. Onvista: 11,8 :thumbsup:

Dividendenrendite 06 lt. Onvista: 4,1% :thumbsup:

Eigenkapitalquote lt. Geschäftsbericht: 61,2% :thumbsup:

 

Xetra-Chart

post-949-1161386604_thumb.gif

 

Die Prognosen des Unternehmens lassen auf einen Rückgang des Jahresergebnissen schließen. Dieses ist auf die Einführung des Gesetzes zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Arzneimittelversorgung (AVWG) zurückzuführen.

 

Der Umsatz um 1.HJ 2006 ist gg. dem Vorjahr leicht gestiegen (4,2%). Dieses ist lt. Unternehmen auf den stabilen Geschäftsverlauf zurückzuführen. Jedoch drücken die gestiegenen Beschaffungskosten auf die Rohertragsmarge im 1.HJ, die im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte zurückgegangen ist.

 

Der Periodenüberschuss beläuft sich auf rund 11,82 Mio. Euro nach 11,86 Mio Euro. ein Jahr zuvor. Das Ergebnis je Aktie sank auf 1,45 Euro nach 2,39 Euro im 1.HJ 2005.

 

 

Die Aktie ist weiterhin günstig bewertet. Mit einem KGV von 11,8 auf Jahressicht 2006 ist sie sehr günstig. Auch die hohe Eigenkapitalquote von 61,2% und eine moderate aber stetig wachsende Dividendenrendite machen die Aktie attraktiv.

 

Was denkt ihr über die Aktie bzw. das Unternehmen und deren Branche?

 

Grüße, et3rn1ty.

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Toni

Hi et3rn1ty,

 

die Aktie ist mir auch schon mal aufgefallen, in einem anderen Forum stellt ein

User regelmässig Tabellen zusammen, die die Fundamentaldaten von verschiedenen

Firmen vergleichen, da war SanaCorp immer unter den besten...ich wollte mir die

Firma schon lange mal ansehen, jetzt habe ich es getan. Und bin geschockt!

 

Zunächst der Quicktest (nach Kralicek):

post-834-1161413257_thumb.gif

 

Wie man sieht, eine mässige Bewertung. Das Management kriegt da irgendwas

nicht in den Griff...und das sieht man auch an den Rentabilitätskennzahlen, die

ich direkt aus dem 2005er Geschäftsbericht geholt habe:

 

post-834-1161413333_thumb.png

 

Eine Umsatzrendite von 1,67% ist wirklich SEHR SCHWACH!

Normal ist 7% oder so...das heisst, die Firma muss SEHR VIEL

Umsatz machen, um überhaupt auf einen Gewinn zu kommen!

 

Auch die Eigenkapitalrendite ist mit knapp 10% SCHWACH!

12% sind Durchschnitt, man sollte nur in Unternehmen

investieren, die min. 15% EKR haben.

 

So, das war der Schocker.... :blink:

 

Jetzt zur Bewertung der Aktie:

Laut Comdirect ist die Marktkapitalisierung z.Zt. ca. 57 mio Euro.

Daraus ergeben sich KUV=0,02 und KBV=0,16 !!!

Beides SEHR NIEDRIGE WERTE, das heisst, dass die Aktie SEHR GÜNSTIG ist.

Und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sie in den oben genannten Tabellen

immer ganz oben aufgetaucht ist. Aber allein eine billige Aktie macht den Kohl nicht fett,

das musste auch Buffett irgendwann einsehen, der in den ersten Jahren immer nach

dem sog. "Zigarettenstummelansatz" investiert hat: Nur billigste Aktien kaufen

(sozusagen beim ALDI... :D ), und dann warten, bis sie hoch kommen. Das Problem war,

sie kamen oft nicht hoch...Was hat er daraus geschlossen? Dass die Rentabilität

eines Unternehmens mindestens ebenso wichtig ist, wenn nicht sogar wichtiger

auf lange Frist gesehen. Deswegen hatte er sich ab dem Zeitpunkt vorgenommen, nur

noch in Unternehmen zu investieren, deren EKR > 15% ist usw...

 

Fazit: Aufgrund der mässigen fundamentalen Daten ist das kein Investment für mich,

obwohl die Aktie spottbillig ist.

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et3rn1ty

Hier nochmal ein paar Grafiken.

Die roten Zahlen zeigen die erbrachte Leistung im Vergleich zum Vorjahr an.

 

1. Umsatz in TEUR

post-949-1161429683_thumb.png

 

2.EBIT in TEUR

post-949-1161429688_thumb.png

 

3. EPS in Euro

post-949-1161429698_thumb.png

 

4. Eigenkapitalquote in %

post-949-1161429706_thumb.png

 

Im Geschäftsjahr 2005 lag die Investitionssumme 13,9% über dem 5-Jahres-Mittel. Im Gegenzug steigen die Personalaufwandskosten kontinuierlich an und das obwohl Jahr für Jahr weniger Mitarbeiter im Unternehmen tätig sind. Die Personalaufwandskosten lagen im GJ 2005 3,1% über dem 5-Jahres-Mittel, die Zahl der Mitarbeiter liegt 13,8% unter dem 5-Jahres-Mittel.

 

Daher beruhen wahrscheinlich die schlechten Rentabilitätszahlen die Toni bereits ansprach. Trotz Personalabbau schafft es Sanacorp nicht die Rentabilität zu steigern.

 

Grüße, et3rn1ty.

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Aktiencrash

Laut Geschäftsbericht 2005 wurde die Sanalog Logistik GmbH verkauft. Für 2005 dürfte der Verkauf den Gewinn in die Höhe getrieben haben. Für 2006 fehlt jetzt aber hier der Umsatz bzw. der Gewinn.

 

Seite 91 (Ertragslage) http://www.sanacorp.de/Sana/_de03/pdf.jsp?...e=2005_gb_ag_de

 

Im weiteren sollte laut Aufsichtsratssitzung am 20. September 2005 die Richard A. L. Witt

GmbH in den Teilkonzern der Sanacorp Pharmahandel AG zum

01. Januar 2006 eingeliedert werden.

 

Der Personalabbau 2005 beruht aus dem Verkauf der oben erwähnten Sanalog Logistik GmbH

 

Seite 45 (Beschäftigungsentwicklung) http://www.sanacorp.de/Sana/_de03/pdf.jsp?...e=2005_gb_ag_de

 

Auf Seite 50 (Ausblick auf die nächsten zwei Geschäftsjahre) wird auf folgenden Umstand hingewiesen:

Wegen des Eintritts in Nordrhein-Westfalen

und möglicher Einflüsse des AVWG ist

davon auszugehen, dass die Ergebnisse

der Geschäftsjahre 2004 und 2005 in den

beiden kommenden Jahren nicht vollständig

erreicht werden können.

Von daher dürfte klar sein, warum die Zahlen zur Zeit so neutral ausfallen und der Aktienkurs fällt.

 

Neuste Fakten kann man sicher noch aus den letzten 3. Quartalsberichten für 2006 entnehmen.

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