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Carlos

Leute,

 

Ich stelle bewusst eine richtig dumme Frage hier auf:

 

Stellen wir uns vor ich habe 2000,00 um in Aktien zu investieren. Ich recherchiere, und stelle fest dass ich quasi das gleiche pro Aktie bezahle wenn ich Daimler AG kaufe wie Solarworld. Dann stellt sich die Frage: wie können Aktien von einem soliden Unternehmen wie Daimler (trotz der bekannten Probleme mit Chrysler und der jetzigen Trennung) und einem "Neuling" wie Solarworld, fast das gleiche kosten? Es ist doch logisch dass die Anleger wohl zehn Mal schneller vom stuttgarter Automobilhersteller Aktien kaufen, als von einem Unternehmen einer Branche, die erst jetzt richtig Fuss fasst, oder?

 

Es dürfte Allen hier klar sein dass ich fundamentale Daten hier weglasse wie Kapital der jeweiligen Unternehmen, Anzahl an Aktien am Markt, usw. Es geht mir einzig darum, welchen Gegenwert ich für quasi den gleichen Betrag pro Aktie bekomme.

 

Meinungen?

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Wishmueller
Meinungen?

 

Anzahl an Aktien am Markt

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Reigning Lorelai

Gegenfrage: Ist eine Aktie günstiger die 5,- Euro kostet als jene die über 1000 Euro kostet?

Vgl. 3U-Telecom mit Porsche. Also ich würde Porsche kaufen. Daher musst du immer schauen wie hoch die "Anzahl der Aktien" ist. --> Marktkapitalisierung (Anzahl * Kurs) --> Vergleich mit Umsatz, Gewinn etc.

 

Und dann kannst du sagen ob eine Aktie günstig ist oder nicht. Ist also wirklich eine saublöde Frage von dir.

 

Gruß

 

W.Hynes

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etherial
· bearbeitet von etherial

Stört dich der absolute Preis oder der Preis relativ zum Gegenwert (das heißt doch KBV, oder?).

 

Der absolute Preis ist leicht zu erklären. Der Anteil den du hältst hat einen Gegenwert von

 

GW = Bilanzwert / Anzahl der Aktien

 

Bei Daimler ist der Bilanzwert höher, die Anzahl der Aktien auch.

Bei Solarworld ist beides niedriger.

 

Der relative Preis (Kurs/Bilanzwert) ist eine Frage der Marktdynamik.

 

Solarworld ist ein Unternehmen in einer Modebranche. Jeder in Deutschland und auf der Welt geht davon aus, dass Solartechnik Zukunft hat. Außerdem geht jeder davon aus, dass kleine Unternehmen schnell ihren Wert verdoppeln können. Diese Erwartung ist in den Börsenpreis bereits eingepreist.

 

Will heißen: Der Börsenkurs ist nicht eine Frage der derzeitigen Substanz, sondern des derzeitig eingeschätzten Potentials. Da liegen kleine Unternehmen in Modebranchen (Growth-Aktien) sehr weit vorne, solide Unternehmen hingegen hinten (Value Aktien).

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Drella

Es kommt auf den Preis des Unternehmens (Marktkapitalisierung) an und nicht auf den Preis der Aktie.

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Elvis77

Ich versteh jetzt die Frage nicht.

Dürfte doch jeder Wissen, das der nominale Preis einer Aktie völlig Banane ist.

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Delphin
· bearbeitet von Delphin
Dann stellt sich die Frage: wie können Aktien von einem soliden Unternehmen wie Daimler (trotz der bekannten Probleme mit Chrysler und der jetzigen Trennung) und einem "Neuling" wie Solarworld, fast das gleiche kosten?

Jetzt will ich acuh noch: der derzeitige Kurswert ist für sich genommen eine völlig belanglose Zahl. Viele dieser Zahlen liegen irgendwo zwischen 10 und 100, aber das ist lediglich eine Konvention, sie könnten auch alle in den 1000ern liegen, das würde nix anderes bedeuten (hat einen minimalen Einfluß auf die Psychologie, aber das verachlässigen wir mal). Wenn diese Zahlen zu gross werden, machen viele AGs einfach einen Split, d.h. sie tauschen deine 10 Stück. a 320 EUR dann in 100 Stück a 32 EUR. Da ändert sich dann nix, du hälst immer noch den selben Anteil am Unternehmen.

 

Entscheidend ist also immer nur der Anteil am Unternehmen, der dir gehört. Wenn von der Xyz AG 100 Aktien im Umlauf sind und du kaufst 10 davon, gehören dir 10% von dem Laden. Wieviel diese 10% Wert sind, ist eine schwer zu beantwortende Frage, wenn sich darüber alle einig wären, würde der Kurs zu dem diese Anteile über den Thresen gehen nicht wechseln.

 

Es wäre im Prinzip auch ein Aktienhandel ohne konkrete Stückzahlen möglich: Stell dir vor, man würde beim Kauf einfach angeben, wieviel Prozent vom Unternehmen man haben will, und die Börse würde der Einfachheit halber den Preis für 100% veröffentlichen, das wäre dann also der Gesamtwert des Unternehmens nach der derzeitigen Einschätzung der Börsianer (Marktkapitalisierung).

 

(Hoffe, das hilft dir weiter. Ehrlich gesagt habe ich nicht wriklich verstanden, was du fragen wolltest.)

 

Ausserdem: es gibt keine dummen Fragen, as ist nur dumm, nicht zu fragen.

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caspar
· bearbeitet von caspar
Ausserdem: es gibt keine dummen Fragen, as ist nur dumm, nicht zu fragen.

 

hmmm, aber wenn er selber sagt, er lässt sowas wie fundamentale daten und anzahl an aktien im markt bewusst weg, dann ist das schon eine saubloede frage...

 

vielleicht sollte er aber trotzdem mal in diesen thread reinlesen...

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Delphin
hmmm, aber wenn er selber sagt, er lässt sowas wie fundamentale daten und anzahl an aktien im markt bewusst weg, dann ist das schon eine saubloede frage...

Noch wissen wir ja nicht, was er genau wissen wollte, ich zumindest nicht. ;)

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ReX

check die frage eig nich :blink:

 

der kurs hat ja auch meistens wenig mit dem "wirklichem wert" zu tun.

Solarworld und Daimler da wird spekulation und erhofftes potential unterschiedlich reingepackt usw....

der sinn der frage bleibt mir irgendwie schleierhaft :blink:

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Elvis77

Abgehen davon stellt die Anlegergier das eh manchmal alles auf den Kopf.

Zu Zeiten des neuen Marktes hatte der kleine Filmrechteverwerter EM.TV eine höhere Marktkapitalisierung, als der gesamte VW Konzern.

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Carlos

Ich bedanke mich für Eure Antworten, es gibt da Erklärugnen die vielleicht Vielen weiterhelfen, die nicht Insider oder von der Branche sind.

 

Meine Frage ist so zu verstehen wie ich sie gestellt habe:

 

Jemand hat Geld zu investieren und fragt sich: "für (fast) dasselbe Geld ist mir Mercedes doch lieber (sprich: "sicherer") als eine Firma von der ich bisher kaum was gehört habe". Welchen Anteil er von der Firma sich da erkauft ist ihm egal, oder?

 

Aber die entscheidende Antwort dürfte wohl die sein, "Growth Aktien" gegen "Value Aktien". Ich bin mir sicher, viele Kleinanleger gehen bewusst den Weg der "Value Aktien" wegen der "Sicherheit", solche die sich besser auskennen machen "Stockpicking" und setzen auf "Growth Aktien".

 

Danke nochmals, und diejenigen die mich nicht verstanden haben, mögen mir die Zeit verzeihen die ich Euch genommen habe.

 

@ Delphin: Dir besonderen Dank für den Endsatz...

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etherial
Aber die entscheidende Antwort dürfte wohl die sein, "Growth Aktien" gegen "Value Aktien". Ich bin mir sicher, viele Kleinanleger gehen bewusst den Weg der "Value Aktien" wegen der "Sicherheit", solche die sich besser auskennen machen "Stockpicking" und setzen auf "Growth Aktien".

 

Ich glaube nicht, dass das in der Realität richtig ist. Der unerfahrene Anleger legt viel eher in Modebranchen an, und die bestehen fast nur aus Growth-Unternehmen: Alternative Energie, Biotech, Internet ...

 

Und was die Sicherheit angeht: Value-Unternehmen haben historisch gesehen eine bessere Langfrist-Performance. Und sie bezahlen das mit einem größeren Risiko. Die Deutsche Telekom hat z.B. viel Substanz, aber die einzige Sicherheit die man bisher hatte, war die Sicherheit, dass es nicht besser wird.

 

Ich glaube, dass unerfahrene Anleger genauso anlegen, wie es ihnen der Bank-Berater empfielt. Und dessen Kriterien sind nicht Growth oder Value, sondern Produktcharakter (wie gut lässt der Fonds sich verkaufen) und Provision (wieviel bekomme ich dafür).

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rolasys
Aber die entscheidende Antwort dürfte wohl die sein, "Growth Aktien" gegen "Value Aktien". Ich bin mir sicher, viele Kleinanleger gehen bewusst den Weg der "Value Aktien" wegen der "Sicherheit", solche die sich besser auskennen machen "Stockpicking" und setzen auf "Growth Aktien".

 

Ich denke nicht, dass das stimmt. Sonst hättem sich in den Zeiten des Neuen Marktes nicht dermaßen viele Anleger (und gerade auch Kleinanleger) die Finger verbrannt.

 

(P.S: die, die sich auskennen (bzw. auskennen sollten) waren auch nicht viel besser...)

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Raccoon

Ein Vergleich alleine aufgrund des Kurswerts sagt gar nichts, schliesslich wurden die Aktien nicht zum gleichen Preis ausgegeben. D.h. eine neue Aktie kann schon am ersten Tag des Boersenhandels teurer (im Sinne von Kurswert) sein, als eine Aktie eines Unternehmens, dass schon seit Jahren an der Boerse gehandelt wird.

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Delphin
· bearbeitet von Delphin

Hallo Carlos,

ich verstehe nach wie vor nicht, was deine Frage genau ist, auch habe ich noch nicht verstanden, ob die bisherigen Antworten die Frage beantwortet haben.

 

Vielleicht liegt der Wurm etwas tiefer... Die Begriffe Value und Growth werden Dir nicht wirklich weiterhelfen, fürchte ich, erstens sind die sehr schwammig, und zweitens machen die nur Sinn, wenn die Grundlagen verstanden sind.

 

"für (fast) dasselbe Geld ist mir Mercedes doch lieber (sprich: "sicherer") als eine Firma von der ich bisher kaum was gehört habe"

Was meinst Du mit fast dasselbe Geld? Du als Käufer sagst doch, mit wieviel EUR du dich am Unternehmen beteiligen willst. Egal welche Firma, du kannst dich überall mit demselben Betrag beteiligen.

 

Du kaufst also in der Regel Firmenanteile, von denen du denkst, dass in ein paar Jahren andere Käufer sie dir zu einem höheren Wert abkaufen. Das ist alles, Punkt. - Ja, man kann sagen, dass sich dabei einige mögliche Käufer danach richten werden, wie das Unternehmen gewachsen ist, aber niemand muss das, und es gibt auch immer eine gewisse Uneinigkeit, wie gut es einem Unternehmen gerade geht.

 

Hilft dir das?

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Carlos
· bearbeitet von Carlos G.
Hallo Carlos,

ich verstehe nach wie vor nicht, was deine Frage genau ist, auch habe ich noch nicht verstanden, ob die bisherigen Antworten die Frage beantwortet haben.

 

Vielleicht liegt der Wurm etwas tiefer... Die Begriffe Value und Growth werden Dir nicht wirklich weiterhelfen, fürchte ich, erstens sind die sehr schwammig, und zweitens machen die nur Sinn, wenn die Grundlagen verstanden sind.

Was meinst Du mit fast dasselbe Geld? Du als Käufer sagst doch, mit wieviel EUR du dich am Unternehmen beteiligen willst. Egal welche Firma, du kannst dich überall mit demselben Betrag beteiligen.

 

Du kaufst also in der Regel Firmenanteile, von denen du denkst, dass in ein paar Jahren andere Käufer sie dir zu einem höheren Wert abkaufen. Das ist alles, Punkt. - Ja, man kann sagen, dass sich dabei einige mögliche Käufer danach richten werden, wie das Unternehmen gewachsen ist, aber niemand muss das, und es gibt auch immer eine gewisse Uneinigkeit, wie gut es einem Unternehmen gerade geht.

 

Hilft dir das?

 

Vielleicht liegt das Problem hier in der Tatsache dass in diesem Forum die meisten Insider oder zumindest sehr gute Branchenkenner sind, und alle hier aufgeworfenen Fragen aus der technisch/fundierten Perspektive sehen, und schon von daher von Kleinanlegern formulierte Fragen nicht verstehen...

 

Ich sage es nochmal: der Kleinanleger kauft Aktien als Anlage (um irgendwann mal Geld damit zu verdienen, logo), und ich behaupte mal er verliert nicht eine Sekunde damit nachzudenken, welchen Anteil des Unternehmens er sich damit erwibt. Er will Aktien kaufen mit der grösstmöglichen Sicherheit dass das Unternehmen solide ist, und fundierte Wachstumschancen hat.

 

Jetzt nehmen wir mal an, ein Kleinanleger will 5.000,00 Euro in ein "solides" Unternehmen anlegen, schaut sich die Tabellen an, und ihm fällt auf dass Daimler-Chrysler derzeit bei ca. 67,00 Euro notiert und Solarworld bei ca. 63,00 (daher meine Formulierung "für fast dasselbe Geld", pro Aktie wohlgemerkt...). Welchem Unternehmen (= welcher Aktie) wird er da den Vorzug geben? Meint Ihr er denkt darüber nach, dass das Kapital von DC auf knapp über 1 Milliarde Aktien verstreut ist, und das von Solarworld auf 55 Millionen? Was der Kleinanleger sich denkt ist "welche Aktie gibt mir mehr Garantie auf Zeit gesehen?", und hier ist es wo ich die Frage gestellt habe, die natürlich kaum Einer verstanden hat (was auch logisch ist): Wieso ist Solarworld fast so hoch notiert wie Daimler-Chrysler, wo von der Substanz her (vielleicht wäre "Solidität" oder Risikofaktor treffender) beide Unternhemen ganz anders dastehen?

 

Deswegen suchte ich die plausible Erklärung im Unterschied zwischen "Value Aktien" und "Growth Aktien", oder wie Einer von Euch sagte, Solarworld gehört eben derzeit zu einer "Modebranche" (von welcher sich die Kenner grössere Wachstumschancen ausrechnen, wie von einem Automobilhersteller, füge ich hinzu).

 

Ihr müsst mir Eines zugestehen: ich bin der festen Meinung dieses Forum wird von vielen anonym gelesen, die versuchen hier durch lesen der geposteten Ideen und Ansichten sich ein Urteil zu bilden (als Anlagehilfe, sozusagen). Und die Frage die ich hier gestellt habe (wagemutig, gestehe ich ein...) dürfte mit Sicherheit auch von anderen gestellt werden. Dass sie von Euch schwer zu akzeptieren ist, verstehe ich auch...

 

Danke Euch für Eure Zeit in dieser Sache.

 

Edit: Ich will hier auf keinen Fall behaupten Solarworld sei nicht ein solides Unternehmen! Ich habe es nur als Beispiel genommen weil der Aktienkurs sehr nahe an DC steht, und von der Grösse der Unternehmen, Umsatz, erwirtschafteten Gewinn, usw. ein doch sehr grosser Unterschied in den Zahlen besteht, nur deswegen!

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€-man

Ich weiß schon was der Carlos meint, nur ist das für eine Anlageentscheidung nicht genug.

Allein deshalb eine Aktie zu kaufen, weil z.B. Daimler die größere, gewichtigere, länger schon am Markt befindliche, Markennamen tragende und weiß der Teufel was noch alles, Firma ist, kann gut gehen, muss es aber nicht.

 

Sich vorher über einen Aktienkauf bewusst werden, was man kauft und zu welchem Preis, bleibt einem nicht erspart. Und das heisst i.d.R. Arbeit.

Und der optische Preisvergleich von Firmen, noch dazu in unterschiedlichen Branchen, ist ohnehin für die Katz.

 

Gruß

-man

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@ndy
Vielleicht liegt das Problem hier in der Tatsache dass in diesem Forum die meisten Insider oder zumindest sehr gute Branchenkenner sind, und alle hier aufgeworfenen Fragen aus der technisch/fundierten Perspektive sehen, und schon von daher von Kleinanlegern formulierte Fragen nicht verstehen...

 

Ich sage es nochmal: der Kleinanleger kauft Aktien als Anlage (um irgendwann mal Geld damit zu verdienen, logo), und ich behaupte mal er verliert nicht eine Sekunde damit nachzudenken, welchen Anteil des Unternehmens er sich damit erwibt. Er will Aktien kaufen mit der grösstmöglichen Sicherheit dass das Unternehmen solide ist, und fundierte Wachstumschancen hat.

 

Jetzt nehmen wir mal an, ein Kleinanleger will 5.000,00 Euro in ein "solides" Unternehmen anlegen, schaut sich die Tabellen an, und ihm fällt auf dass Daimler-Chrysler derzeit bei ca. 67,00 Euro notiert und Solarworld bei ca. 63,00 (daher meine Formulierung "für fast dasselbe Geld", pro Aktie wohlgemerkt...). Welchem Unternehmen (= welcher Aktie) wird er da den Vorzug geben?

 

Also ich muss dir wiedersprechen: Als ich meine ersten Aktien gekauft habe(nokia bei 10,66 und deutsche bank bei ~57 ) waren bei mir andere Kriterien ausschlaggebend:

 

1. ich wollte ein oder mehrere Unternehmen kaufen die in Ihrer Branche Marktführend sind(Europaweit oder Weltweit)

 

2. eventuelle Turnaroundkanditaten (Nokia)

 

3. ein Geschäftsmodell das jeder versteht (Nokia stellt Handys her, zwar nicht ursprünglich aber das ist eine ander Geschichte)

 

Egal ob man eine Aktie bei 200 oder 20 kauft - wenn der Kurs um 20% steigt hat man 20% Gewinn.

Ausserdem verstehe ich deine Aussage nicht das sich für ein Unternehmen entscheiden soll das einige Euro "billiger" ist als ein anderes.

 

Ich glaub nicht das ein Anfänger Äpfel(DC) mit Birnen(Solarworld) vergleicht.

Wenn du die Wahl hättest zwischen ein Paar Ski das 600 kostet und Skifahren willst kaufst ja auch keine Schlittschuhe oder?

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Carlos
Ich weiß schon was der Carlos meint, nur ist das für eine Anlageentscheidung nicht genug.

Allein deshalb eine Aktie zu kaufen, weil z.B. Daimler die größere, gewichtigere, länger schon am Markt befindliche, Markennamen tragende und weiß der Teufel was noch alles, Firma ist, kann gut gehen, muss es aber nicht.

 

Sich vorher über einen Aktienkauf bewusst werden, was man kauft und zu welchem Preis, bleibt einem nicht erspart. Und das heisst i.d.R. Arbeit.

Und der optische Preisvergleich von Firmen, noch dazu in unterschiedlichen Branchen, ist ohnehin für die Katz.

 

Gruß

-man

 

Ich hoffe die "Lemminge" lesen dies, -man...

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etherial
Was der Kleinanleger sich denkt ist "welche Aktie gibt mir mehr Garantie auf Zeit gesehen?", und hier ist es wo ich die Frage gestellt habe, die natürlich kaum Einer verstanden hat (was auch logisch ist): Wieso ist Solarworld fast so hoch notiert wie Daimler-Chrysler, wo von der Substanz her (vielleicht wäre "Solidität" oder Risikofaktor treffender) beide Unternhemen ganz anders dastehen?

 

Die eigentliche Frage ist ja schon geklärt:

1. erwirbst du von Solarworld einen größeren Anteil

2. erwirbst du mit DC einen Substanzwert und mit Solarworld einen Wachstumswert

 

Wenn ich jetzt nicht vor 6 Monaten ein paar Bücher über die Börse gelesen hätte, hätte ich aber nicht so gehandelt wie dein Musterinvestor. Und zwar mit folgender Begründung:

 

Daimler ist ein Riesenkonzern mit allen Nachteilen:

- unflexible Bürokratie

- unbewusste Doppelarbeit an mehreren Standorten

- Fehlinvestitionen

 

Darüber hinaus investiert Daimler in große Autos, was politisch nicht mehr wirklich opportun ist (wer den Klimawandel stoppen will, sollte große Autos nicht subventionieren und wer weiß wann die Grünen mal wieder regieren?).

 

Und dann hat Daimler auch noch viel mehr Kapital. Eine prozentuale Steigerung des Unternehmenswerts erfordert also auch sehr viel Gewinn.

 

Wie wahrscheinlich ist es, dass Daimler mit diesen Bremsklötzen den großen Gewinn einfährt? Wie Wahrscheinlich ist es hingegen, dass ein kleines Unternehmen einer Zukunfsbranche mit ein paar Standorten einen kleinen Gewinn macht, der im Verhältnis zum Kapital jedoch deutlich höher ausfällt?

 

Wie gesagt: Vor 6 Monaten hätte ich NIE in Substanzwerte investiert, weil sie ein schlechtes Entwicklungspotential haben. Heute hingegen denke ich anders. Nämlich so wie ich vor 6 Monaten, denkt fast jeder Anfänger, der an die Börse geht. Da er gar nicht beurteilen kann ob eine Aktie durch Substanz gedeckt ist, nimmt er es einfach an (Nach dem Motto: Welcher Investor würde schon einen so hohen Preis zahlen, wenn das Unternehmen weniger wert ist?). Er meint dann, er hätte ein Schnäppchen gemacht, hat aber effektiv teuer eingekauft.

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€-man

etherial, diese Herangehensweise ist einfach zu "akademisch" - zumindest für den Personenkreis, den Carlos meint.

 

Gruß

-man

 

P.S. Ich weiß was jetzt kommt: "Dieser Personenkreis sollte gar keine Aktien kaufen".

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Delphin
· bearbeitet von Delphin
Vielleicht liegt das Problem hier in der Tatsache dass in diesem Forum die meisten Insider oder zumindest sehr gute Branchenkenner sind, und alle hier aufgeworfenen Fragen aus der technisch/fundierten Perspektive sehen, und schon von daher von Kleinanlegern formulierte Fragen nicht verstehen...

Ich hoffe, die anderen verzeihen es mir, aber ich bin ziemlich sicher, du überschätzt unser Wissen bei weitem. ;)

 

Jetzt nehmen wir mal an, ein Kleinanleger will 5.000,00 Euro in ein "solides" Unternehmen anlegen, schaut sich die Tabellen an, und ihm fällt auf dass Daimler-Chrysler derzeit bei ca. 67,00 Euro notiert und Solarworld bei ca. 63,00 (daher meine Formulierung "für fast dasselbe Geld", pro Aktie wohlgemerkt...). Welchem Unternehmen (= welcher Aktie) wird er da den Vorzug geben?

Das weiss ich auch nicht, welchem Unternehmen er den Vorzug geben wird. Aber ich weiß, dass er seine Entscheidung auf keinen Fall von der Zahl (63 der 67 EUR) abhängig machen sollte/wird. Denn, ob du 10 Aktien zu 500 EUR kaufst oder 100 Aktien zu 50 EUR ist völlig egal.

 

Das kannst du dir etwa so klarmachen:

 

Ein Anleger wird deswegen und nur deswegen eine Aktie zu 50 EUR kaufen, weil er darauf spekuliert, dass ihm in der Zukunft jemand mehr dafür bezahlt als er selbst bezahlt hatte. Wenn er z.B. im nächsten Jahr die Aktie für 60 EUR verkauft, hat er 20% Gewinn eingesackt. Man gibt den Gewinn als Prozentzahl (also bezogen auf 100) an, denn damit gilt die Feststellung für alle Investoren, egal wieviel Aktien sie besitzen. Hattest du 5000 EUR investiert (100 Aktien), sind das nach einem Jahr 6000 EUR geworden, also auch genau 20% Gewinn. Für dich ist also nur die prozentuale Veränderung des Kurswertes von Belang. Das heisst, wenn eine 50-EUR-Aktie auf 60 EUR steigt, kannst du damit genauso viel Gewinn machen, wie wenn eine 500-EUR-Aktie auf 600 EUR steigt. Du wirst natürlich im ersten Fall zahlenmässig mehr Aktien kaufen, um denselben Betrag zu investieren, aber das ist für dich letzlich nur eine Zahl auf dem Depotauszug.

 

Vielleicht hilft dir auch folgendes: wenn Daimler-Chrysler morgen eine Aktiensplit 1:10 macht, dann kriegt jeder der 1 Aktie zu 67 EUR hat stattdessen 10 Aktien für 6,70 EUR. Das Geld, das er in Daimler gesteckt hat bleibt natürlich dasselbe, auch am Unternehmen hat sich nix geändert. Sollte der Investor also beim der Enscheidung Solarworld vs. Daimler nun anders vorgehen? Natürlich nicht, denn der Kurswert als Zahl ist grundsätzlich irrelevant für eine Kaufentscheidung.

 

Meint Ihr er denkt darüber nach, dass das Kapital von DC auf knapp über 1 Milliarde Aktien verstreut ist, und das von Solarworld auf 55 Millionen?

Wird er vielleicht, aber auch das ist für die hier beschriebene Enscheidung irrelevant.

 

Was der Kleinanleger sich denkt ist "welche Aktie gibt mir mehr Garantie auf Zeit gesehen?"

Ich denke, die Frage sollte lauten, welche Aktie gibt mir die Chance auf einen höheren prozentualen Kursgewinn (auf eine bestimmte Zeit gesehen). Garantie ist in der Tat bei Aktien ein unpassendes Wort, denn wie oben erläutert habe, ist der Kurs immer das, was die Käufer/Verkäufer gerade bereit sind zu zahlen, und das hängt von vielen Faktoren ab.

 

Wieso ist Solarworld fast so hoch notiert wie Daimler-Chrysler, wo von der Substanz her (vielleicht wäre "Solidität" oder Risikofaktor treffender) beide Unternhemen ganz anders dastehen?

Das sollte oben hoffentlich schon einleuchtend erläutert sein, dass Solarworld gerade bei 63 EUR steht, ist im Grunde eine beliebige Zahl, nur dass Solarworld im letzten Jahr um xy % gestiegen ist, ist eine Aussage von Bedeutung, denn die Aktie wäre um denselben prozentualen Anteil gestiegen, auch wenn ihr Kurswert vor einem Jahr und heute auf einem generell anderen Niveau gelegen hätte.

 

Deswegen suchte ich die plausible Erklärung im Unterschied zwischen "Value Aktien" und "Growth Aktien", oder wie Einer von Euch sagte, Solarworld gehört eben derzeit zu einer "Modebranche" (von welcher sich die Kenner grössere Wachstumschancen ausrechnen, wie von einem Automobilhersteller, füge ich hinzu).

Meines Erachtens hat deine Frage mit Growth vs. Value nicht das gerinste zu tun. Lass dich nicht verwirren!

 

Ihr müsst mir Eines zugestehen: ich bin der festen Meinung dieses Forum wird von vielen anonym gelesen, die versuchen hier durch lesen der geposteten Ideen und Ansichten sich ein Urteil zu bilden (als Anlagehilfe, sozusagen). Und die Frage die ich hier gestellt habe (wagemutig, gestehe ich ein...) dürfte mit Sicherheit auch von anderen gestellt werden. Dass sie von Euch schwer zu akzeptieren ist, verstehe ich auch...

Ich weiß, die Frage stellt sich bei vielen am Anfang, wenn's dann einmal 'geklickt' hat, ist es in der Regel schwer, sich vorzutellen, wie es sich angefühlt hat, als man das noch nicht verstanden hatte.

 

Haben dir meine Erklärungsversuche geholfen? Haben sich neue Frage aufgetan?

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Toni

@Delphin,

 

sehr gut erklärt! Ich denke, jetzt kann es wirklich jeder verstehen.

 

:thumbsup:

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Grumel
· bearbeitet von Grumel

Klar kaufen Anleger Aktien aus allen möglichen völlig irrationalen Gründen.

 

Wobei die Frage ob da jetzt Solarworld oder Daimler ansprechender ist sicherlich eine Milieufrage ist, und nicht immer in Richtung Daimler ausschlägt. Und ja es gibt auch anleger die glauben der nominale Preis einer Aktie würde irgendetwas bedeuten ( du auch Carlos ? ).

 

Das ist aber doch völlig irrelevant wenn nicht gerade alle Anleger genau den selben irrationalen Irsinn denken.

 

Solange jeder seine eigenen Ticks verfolgt, kürtzt sich das ja raus, und am Ende hat die Masse doch den fairen Preis hergestellt, weil die wenigen rationalen Investoren den Unterschied machen, bzw wenn die Masse mal wirklich stark einseitig schief liegt stark gegen sie wettet.

 

Das ist so wie bei wer wird Millionär mit dem Publikumsjoker. Das Publikum hat praktisch immer recht - will heissen die meistgewählte Antwort ist immer richtig. Selbst wenn die Frage sauschwer ist und jeder ahnungslose mitstimmt nimmt, dann haben die falschen Antworten halt 24% und die richtige 28%

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