Idontcare vor 15 Stunden Meine Referenz ist immer öffentlicher Dienst. Also die regulären Angestellten, nicht Beamte. Warum? Relativ viel Leute da, Daten einfach online verfügbar, Staat ist immer klamm, muss aber einigermaßen marktgerecht bezahlen, sonst hauen die Leute ab, etwas repräsentativ für Tarif-gebundene Löhne weil starke Gewerkschaft. Davon Beispiele: TVÖD-Bund E13 (Studierter) Stufe 3: +29% E1 (Müllwerker) Stufe 3: +39% Quelle: Entgelttabellen auf www.oeffentlicher-dienst.info Das ist die gleiche Entgeltgruppe und Stufe, also ohne Karriere und Beförderung. Die meisten Leute machen ja in irgendeiner Form Karriere oder rutschen zumindest im ÖD durch Berufserfahrung in eine höhere Stufe. Wenn dein Freundeskreis keine 28% gemacht hat trotz individueller Karriere, nun, da stimmt was nicht. Ich würde das eher in den Bereich gefühlte Wahrheit schieben. LG, Idontcare Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Flapsch vor 14 Stunden vor 1 Stunde von stagflation: Wenn ich mich im Freundeskreis umhöre... Bei den meisten sind die Gehälter nicht um 28% gestiegen. Aber vielleicht sind die alle nur am Tiefstapeln? Wie sieht es bei Euch aus? Ich kenn von all meinen Freunden nicht die Jahresgehälter von 2018 und aktuell, aber grob sollte es hinkommen oder mehr, zumal zwei im ÖD in bekannten und nachschlagbaren Gehaltsgruppen sind (siehe voriger Kommentar), eine E13 und einer zwischenzeitlich auf E14 gekommen inkl. den üblichen Erhöhungen durch Dienstjahre (falls man das bei Angestellten auch so nennt). Bei mir ist die Differenz 78%, aber das lag primär an einem Jobwechsel mit Aufstieg Anfang 2021. Seitdem 24% beim Bruttogehalt (ohne Berücksichtigung von Änderungen bei Arbeitszeit, Urlaubstagen und Betriebsrente). Aber von so kleinen Stichproben bzw. Anekdoten würde ich nicht auf die Bevölkerung schließen, sondern die gängigen Erhebungen anschauen. Zu den Reallöhnen nach Inflation gibt's doch ständig Statistiken, wobei man nun drüber streiten kann, ob Durchschnitte (wie bei der Beitragsbemessungsgrenze) oder der Median besser zum Einsatz kommen sollte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Maikel vor 6 Stunden · bearbeitet vor 5 Stunden von Maikel Ergänzung vor 12 Stunden von No.Skill: Stecken die in "Inflation" nicht schon mit drin? Wie meinst du stecken die da drin? vor 10 Stunden von stagflation: Wenn ich mich im Freundeskreis umhöre... Bei den meisten sind die Gehälter nicht um 28% gestiegen. Aber vielleicht sind die alle nur am Tiefstapeln? Haben die das nachgesehen und -gerechnet? Oder sind das eher "gefühlte" Aussagen. Es gibt wohl auch Menschen, die mögen im Freundeskreis nicht zugeben, wie gut sie verdienen. Sosnt müßten sie ja z.B. die nächste Runde ausgeben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger vor 5 Stunden · bearbeitet vor 5 Stunden von Bolanger Wenn ich mich mit Kollegen und Bekannten über Gehaltsentwicklungen unterhalte, dann kommt dabei eigentlich folgendes heraus: Alle, die in tarifgebundenen Jobs sind bzw. im öffentlichen Dienst, in Anlehnung daran oder Beamte, bekommen natürlich die irgendwo ausgehandelten und meist auch veröffentlichten Gehaltsanpassungen. Bei allen anderen stellt sich heraus, dass man das Erwerbsleben in 4 Bereiche teilen kann. In den ersten beiden Quartalen übersteigt das Gehaltsplus oft die Inflation, da man vom Newbie zum Profi heranwächst und klassisch die Karriereleiter heraufklettert. Das beschränkt sich im übrigen nicht nur auf Akademiker und mittleres Management, sondern gibt es auch überall anders. Ich denke da an einen Maurer, der nach der Lehre schrittweise mehr und mehr Verantwortung übernommen hat und irgendwann die Bauleitung vor Ort übernommen hat. Im dritten Quartal flacht diese Kurve ab und man bekommt mit ach und Krach noch eine Gehaltsanpassung, die aber oft die Inflation nicht mehr ausgleicht. Im letzten Quartal bleibt dann sehr oft der Nominalwert bestehen ohne Gehaltsanpassung, denn der Arbeitgeber geht davon aus, dass man in den letzten Jahren keinen Bock mehr auf einen Jobwechsel hat und auch ohne Gehaltsanpassung beim alten AG bleibt. Natürlich können Arbeitgeberwechsel all das deutlich verändern. Wenn die Forenteilnehmer mehrheitlich beschreiben, dass sie keinen Inflationsausgleich bekommen, könnte das am gehobenen Alter liegen, mit dem sie sich schon in der 2. Hälfte des Erwerbslebens befinden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
No.Skill vor 1 Stunde vor 14 Stunden von stagflation: Tiefstapeln? Wie sieht es bei Euch aus? Bei mir in Baden-Württemberg, IG Metall, ist das komplett korrekt mit der Steigerung der Löhne. Und im Freundeskreis stapeln alle tief. vor 4 Stunden von Maikel: Wie meinst du stecken die da drin? Die höheren Löhne und Gehälter werden auf den Preis des Produktes, der Dienstleistung, vor Anstieg der Inflation schon aufgerechnet, inkludiert. Soweit möglich, so dass der Kunde dann mehr zahlt für sein "Ding", das er kauft, was wiederum als Inflation bezeichnet wird. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Joker_19 vor 1 Stunde · bearbeitet vor 1 Stunde von Joker_19 vor 17 Stunden von No.Skill: Stecken die in "Inflation" nicht schon mit drin? Die Inflation wird über einen fiktiven Warenkorb berechnet, der das enthält, was der Durchnittsbürger so benötigt. Die Inflation ist die Kostensteigerung für diesen Warenkorb in einem bestimmten Zeitraum. Das ganze nennt sich "Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)". Wie sich die Gehälter der Bürger entwickeln, hat auf die Berechnung der Inflation keinerlei Auswirkung. Um die reale Auswirkung der Inflation für den Verbraucher zu erkennen, muss man also die Inflation der Lohnentwicklung gegenüberstellen. Die kurze Antwort auf die Frage lautet daher: Nein. Gruß, Hardy Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger vor 1 Stunde Und die Lohn-Preis-Spirale? Je nachdem, wo man bei dieser Spirale einsteigt, stecken erhöhte Lohnkosten als Treiber der Inflation mit drin, oder eben nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag