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Skandinavien

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Schwedenkrone unter Druck der Stagflationssorgen

 

19. Dezember 2007 Langfristig betrachtet liegt die Schwedische Krone gegen den Dollar in einem deutlichen Aufwertungstrend. Vor knapp sieben Jahren wurden noch mehr als elf Kronen für den Dollar bezahlt, heute sind es noch 6,5729. Damit vollzog die Währung weitestgehend die Veränderungen des Verhältnisses von Euro und Dollar mit.

Und so überrascht auch nicht, dass sich der steile Aufwertungstrend vor wenigen Wochen umkehrte und der Kurs des Dollars von seinem Rekordtief bei 6,2346 Kronen mittlerweile wieder entfernt hat und die Krone sogar wieder weniger wert ist als als 1996.

 

Es ist aber nicht allein das Verhältnis der großen Währungen, das über den Kurs der Krone entscheidet, hat doch der Euro in den vergangenen Wochen gegenüber der Krone weiter aufgewertet.

Dafür scheinen binnenwirtschaftliche Entwicklungen im Land im Norden Europas verantwortlich zu sein, die auch heute wieder in einer deutlichen Abwertung der Krone von in der Spitze 0,44 Prozent gegenüber dem Dollar und 0,3 Prozent gegenüber dem Euro zum Ausdruck kommen.

 

Hatte die schwedische Riksbank Ende Oktober noch einstimmig für eine zehnte Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte auf vier Prozent votiert, die angesichts von rekordhohen Einzelhandelsumsätzen und -niedriger Arbeitslosigkeit die Inflationsgefahr eindämmen sollte, so entscheid sich die Zentralbank am Mittwoch dagegen. Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten ließ man die Leitzinsen unverändert.

 

Denn die volkswirtschaftlichen Rahmendaten haben sich zuletzt deutlich eingetrübt. Das Wirtschaftswachstum in Schweden habe zuletzt unerwartet deutlich an Fahrt verloren, erklärten die Notenbanker, die ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2008 von 2,8 auf 2,4 Prozent und für 2009 von 2,3 auf 2,1 Prozent senkten. Auch in diesem Jahr zeichnet sich bereits mit einer rate von 2,6 Prozent ein deutlich niedrigeres Wachstum ab als die ursprünglich prognostizierten 3,1 Prozent.

 

Die Unruhe an den Finanzmärkten habe Kredite für Unternehmen und Verbraucher verteuert, was die Nachfrage in Zukunft dämpfen werde. Gleichzeitig dürften die hohen Energiepreise die Inflation im kommenden Jahr anheizen. Daher beließ die Riksbank ihre Prognose unverändert, dass der Schlüsselzins voraussichtlich im ersten Halbjahr 2008 auf 4,25 Prozent steigt.

 

Indes zeigt sich, dass auch die Notenbanken nicht wirklich weiter wissen. Denn im gleichen Atemzug erklärte die Bank, dass der Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung sowohl baldige Zinserhöhungen als auch Zinssenkungen möglich seien. Es war wohl dieser Ausblick, der dafür sorgte, dass die Krone wieder etwas aufwertete.

 

Im Verhalten der Schweden wird das abermals deutlich, was Ökonomen und Zentralbanken mittlerweile immer mehr für möglich halten und was sie vor ein unlösbares Dilemma stellt, weil es das Phänomen nach einigen immer noch weithin anerkannten volkswirtschaftlichen Paradigmen, insbesondere der keynesianischen Theorie gar nicht geben dürfte, da Inflation immer als Begleiterscheinung des Wachstums gilt.

 

Dies ist in die neoklassische Synthese eingeflossen, die gemeinsam mit monetaristischen Elementen die aktuell angewendete Wirtschaftstheorie dominiert. Hingegen sieht der klassische Monetarismus darin ein kurzfristiges Zusammentreffen von einer Überversorgung mit Geld und einer hohen Kapazitätsauslastung.

 

Die Österreichische Schule hingegen bestreitet den Breiteneffekt einer lockeren Geldpolitik. Das frische Geld komme nicht allen Wirtschaftssubjekten zugute, sondern zuerst und primär einigen wenigen Akteuren, die vermehrt Güter nachfragen und so für einen Preisanstieg sorgen. Wirtschaftssubjekte ohne frisches Zentralbankgeld könnten von ihrem verfügbaren Geld somit weniger kaufen. Angesichts der eminenten Vermögenspreisinflation der vergangenen Jahre und der deutlichen Umverteilung in Gestalt einer sinkenden Lohnquote in den Industrieländern scheint diese Theorie derzeit die Argumente auf ihrer Seite zu haben.

 

Hinzu kommen außenwirtschaftliche Faktoren: Während die amerikanische Wirtschaft in der Finanzkrise festhängt, treibt die erhöhte Nachfrage aus China und Indien und anderen bevölkerungsreichen Ländern die Energie- und Lebensmittelpreise. Immerhin stellen allein die BRIC-Staaten 42 Prozent der Weltbevölkerung.

 

Für das Phänomen Stagflation fehlen den Zentralbanken aber die Instrumente, da sie nicht das eine bekämpfen können ohne dem anderen Vorschub zu leisten. Insofern stehen sie vor Bewertungsfragen und während die Fed vielleicht berechtigterweise die Wachstumsrisiken gravierender einschätzt und die EZB die Inflationsrisiken, wie ihr Präsident gerade am Mittwoch vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments

erst wieder betonte, scheint die Riksbank fast schon ratlos oder versucht positiv gewendet , zwischen Skylla und Charybdis hindurch zu manövrieren.

 

Im Oktober hatte die Inflationsrate bei 1,4 Prozent ein 15-Monats-Hoch erreicht, das deutlich über der Prognose von 1,1 Prozent lag. Fast gleichzeitig fielen der Index des Verbrauchervertrauens und der Geschäftsklimaindex im produzierenden Gewerbe auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Und auch die Einzelhandelsumsätze zeigten sich plötzlich schwach und sanken auf ein Fünf-Monats-Tief. Auch der starke Arbeitsmarkt kann dies nicht unbegrenzt abfangen. Denn gleichzeitig fallen die Aktienkurse und steigen die Hypothekenzinsen.

 

Fallende Aktienkurse, schwächeres Wachstum sprechen aber gegen Investitionswünsche in Schweden. Und mit einer weniger restriktiven Geldpolitik entfällt auch das Zinsargument. Hinzu kommt eine negative Veränderung der Leistungsbilanz. Denn während die exportabhängige schwedische Wirtschaft einerseits die Auswirkungen von einer schwachen amerikanischen Wirtschaft und Währung zu spüren bekommt, haben Steuererleichterungen im Verein mit einem immer noch starken Krone die Importe angetrieben. Insofern ist unter den gegebenen Verhältnissen nicht von einem baldigen Trendwechsel der Krone auszugehen.

 

http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890...n~Scontent.html

 

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Dänemark bringt Dong an die Börse

von Mark Böschen (Frankfurt) und Matthias Ruch (Düsseldorf) FTD.de

Der dänische Energieversorger Dong Energy startet im Februar in den Börsenhandel. Der Börsengang dürfte einer der größten des Jahres in Europa werden und der zweitgrößte in Dänemarks Geschichte. "Der Wertpapierprospekt wird in den kommenden Wochen veröffentlicht", teilte das Finanzministerium am Dienstag in Kopenhagen mit. Auch in Deutschland ist Dong aktiv.

Dies könne in zwei bis vier Wochen geschehen, sagte Peter Brixen, der im Ministerium für Anteilsverkäufe zuständig ist, der FTD. Bei Börsengängen folge auf die Prospektveröffentlichung üblicherweise eine zweiwöchige Werbetour des Managements bei Großanlegern, sagte Brixen. Daraus ergibt sich ein Termin spätestens Ende Februar.

 

1994 hatte die Teilprivatisierung des Telefonkonzerns TDC umgerechnet 2,5 Mrd. Euro eingebracht. Dong könnte an der Börse umgerechnet zwischen 7,4 Mrd. bis 8,7 Mrd. Euro wert sein, schätzen von der Agentur Bloomberg befragte Analysten. Nach Angaben des Ministeriums sollen maximal 27,9 Prozent der Aktien einschließlich der Mehrzuteilung angeboten werden. Gemessen an der Analystenschätzung könnte der Erlös damit 2,4 Mrd. Euro erreichen.

 

Dong, einer der größten Energiekonzerne Nordeuropas, fördert Öl und Gas aus der Nordsee vor Dänemark, Norwegen und Großbritannien. Zudem ist der Konzern an der Weiterverarbeitung, am Transport und am Handel beteiligt. Derart breit aufgestellte Energieunternehmen liefern besonders stabile Ergebnisse, da sie zyklische Schwankungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg besser ausgleichen können. Zuletzt hat Dong rund 70 Prozent seines Gewinns mit der Förderung und der Stromerzeugung verdient. In Deutschland ist der Konzern mit gut 25 Prozent an den Stadtwerken Lübeck beteiligt und handelt mit Gas und Strom. In Mecklenburg stößt Dong derzeit mit dem geplanten Neubau eines Steinkohlekraftwerks auf Widerstand.

 

Die dänische Regierung will ihren Anteil von derzeit 73 Prozent auf 51,1 Prozent senken. Die weiteren Eigner sind regionale Versorger, vor allem der genossenschaftliche Anbieter SEAS NV mit einem Anteil von 15 Prozent. Die regionalen Versorger verkaufen insgesamt sechs Prozent aller Dong-Aktien. Der Erlös des Börsengangs soll vollständig an die Altaktionäre fließen. Eine Kapitalerhöhung sei nicht geplant, sagte Brixen. "Das ist bei einer Privatisierung nicht unüblich. Außerdem ist die Finanzlage von Dong recht robust." Bei den meisten Börsengängen geht zumindest ein Teil des Erlöses an das Unternehmen.

 

Profitieren dürften die Verkäufer besonders von den zuletzt stark gestiegenen Energiepreisen. "Die Ölpreise sind auf einem Allzeithoch, und die Gas- und Strompreise sind sehr gut", sagte Dong-Chef Anders Eldrup der Agentur Reuters. "In solchen Zeiten schauen die Leute nach Energieunternehmen." Im vergangenen Oktober hatte die dänische Regierung die Börsenpläne noch wegen vorgezogener Parlamentswahlen aufgeschoben.

 

Erst kurz vor Weihnachten 2007 hatte Dong seine Prognose für den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen im Jahr 2008 auf 1,3 Mrd. Euro angehoben. Die Grundlage ist ein Ölpreis von nur 70 $ pro Barrel (159 Liter) im Jahresdurchschnitt. Am Diensatg wurde für ein Fass Brent-Nordseeöl zur Lieferung im Februar mehr als 96 $ gezahlt.

 

Dong ist auch an Windparks beteiligt und könnte daher an der Börse vom Ökostrom-Boom profitieren. Erst Mitte Dezember hatte die Windenergie-Tochter des spanischen Versorgers Iberdrola beim Börsendebüt durch eine Kapitalerhöhung 4,1 Mrd. Euro eingenommen und eine Bewertung zum 15-Fachen des von Analysten für 2008 erwarteten Gewinns geschafft. Seitdem ist der Kurs des Unternehmens um fast ein Fünftel gestiegen.

 

www.ftd.de

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FAZ.net 10.01.2008

 

Hohe Inflation: Norwegische Krone wertet auf

 

10. Januar 2008 Mit Kursgewinnen von bis zu einem Prozent reagiert am Donnerstag die norwegische Krone auf die Veröffentlichung der Inflationsdaten für den Monat Dezember. So ist das CPI-ATE, als der Konsumentenpreisindex angepasst um Steueränderungen und Energiekosten auf Jahresbasis um 1,8 Prozent gestiegen. Die unbereinigte Inflationsrate lag sogar bei 2,8 Prozent.

 

Da die Preisentwicklung etwas stärker ausfiel, als Experten das allgemein erwartet hatten, rechnen Marktteilnehmer mit einer weiteren Zinserhöhung in Norwegen. Immerhin scheint bisher eine ganze Serie von Zinserhöhungen in den vergangenen zweieinhalb Jahren - von 1,75 Prozent noch im Juni des Jahres 2005 auf zuletzt 5,25 Prozent im Dezember des vergangenen Jahres - bisher nicht auszureichen, um den Preisauftrieb zu stoppen.

 

Volkswirtschaftliches Produktionspotential weitgehend ausgeschöpft

 

Das dürfte kaum verwundern. Denn der Energie- und Rohstoffboom der vergangenen Jahre hat zu einer Vollauslastung der norwegischen Wirtschaft geführt. Die wiederum hat dazu beigetragen, das die Lage am norwegischen Arbeitsmarkt so angespannt ist wie zuletzt vor 20 Jahren. Die Arbeitslosenquote liegt nach Berechnungen des norwegischen Arbeitsministeriums bei sensationellen 1,6 Prozent. Das heißt, im Lande gibt es praktisch Vollbeschäftigung.

 

Die geringe Arbeitslosigkeit treibt die Löhne nach oben und dies wiederum beflügelt den Immobiliensektor und den Konsum. Das Lohnwachstum wird im laufenden Jahr bei 5,25 Prozent erwartet, die Einzelhandelsumsätze legten im November auf Jahresbasis um 7,5 Prozent zu. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts lag im dritten Quartal hochgerechnet auf das Jahr saisonbereinigt bei 7,6 Prozent.

 

Sollte das Wachstum in den kommenden Monaten nicht aufgrund der stärkeren Währung der im Rahmen der Kreditkrise restriktiver gewordenen Refinanzierungssituation abflauen - wie es die Zentralbank erwartet -, dürften weitere Zinserhöhungen notwendig werden können. Die norwegische Währung würde in diesem Fall nicht nur von der dann möglicherweise aufkommenden Zinsphantasie profitieren können, sondern natürlich auch von der soliden Finanzlage des Landes. Es verbucht ständig hohe Leistungsbilanzüberschüsse und verfügt in strategischen Fonds über Rücklagen in Höhe von mehreren einhundert Milliarden Dollar.

 

Auf diese Weise sollen die Erträge aus den hohen Öleinnahmen intertemporal auf die kommenden Bervölkerungsgenerationen übertragen werden. Allerdings führt deren Verwaltung zwischenzeitlich auch immer wieder einmal zu gewissen Turbulenzen beim Wechselkurs der relativ kleinen Währung. Nämlich immer dann, wenn diese Mittel neu diversifiziert werden sollen.

 

Ausgeprägter Aufwertungstrend gegen den amerikanischen Dollar

 

Grundsätzlich zeigt die norwegische Krone gegen den schwachen Dollar schon seit Jahren Stärke und wertet auf. Am Donnerstag legte sie nach Bekannt werden der Inflationsdaten bis zu einem Prozent auf 5,3282 Kronen je Dollar im bisherigen Tages-Kurstief zu. Selbst gegen den Euro zeigt sich die Währung in der Tendenz vergleichsweise stark. Am Donnerstag ging es um knapp ein Prozent nach unten auf zuletzt 7,836 Kronen je Euro. Allerdings wurde der Trend hier in der Vergangenheit immer wieder unterbrochen von fulminanten Gegenbewegungen.

 

Sie wurden ausgelöst von einer deutlich abweichenden Geldpolitik, vom sich verändernden Risikobewusstsein der Anleger und dem damit verbundenen Appetit auf so genannte Carry Trades - und nicht zuletzt von größeren Transaktionen im Rahmen von Direkt- oder Portfolioinvestitionen. Daran dürfte sich auch künftig wenig ändern.

 

Nach Angaben der Notenbank hat sich das Transaktionsvolumen an Norwegens Devisen- und Derivatemärkten in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt. Im April 2007 wurden täglich Transaktionen im Volumen von 38,7 Milliarden Dollar abgewickelt. Vor drei Jahren waren es lediglich 19 Milliarden Dollar täglich. Im gleichen Zeitraum stieg der Wert der gehandelten Derivatekontrakte um 31 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar täglich. Der Anteil norwegischer Banken am weltweiten Devisenhandel stieg von 0,6 Prozent im Jahr 2004 auf aktuell 0,8 Prozent.

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nun also doch nicht...

FTD.de - 21.01.2008

 

Finanzkrise hält Dong von Börse fern

 

Die dänische Regierung hat die geplante Teilprivatisierung des Energiekonzerns Dong bis auf weiteres abgesagt. Als Grund gilt die aktuelle Schwäche der internationalen Finanzmärkte.

 

Finanzminister Lars Løkke Rasmussen nannte in seiner Erklärung am Montag keine Begründung für die Absage. Sie gilt aber als Reaktion auf massive gesunkene Einnahmeerwartungen durch niedrigere Aktienkurse. Bisher hatte die Regierung in Kopenhagen nach Presseberichten mit etwa 20 Mrd. dänischen Kronen (2,7 Mrd. Euro) aus dem Börsengang mit 20 bis 30 Prozent der Dong-Aktien gerechnet. Der Staat hält 73 Prozent der Anteile.

Dong, einer der größten Energiekonzerne Nordeuropas, fördert Öl und Gas aus der Nordsee vor Dänemark, Norwegen und Großbritannien. Zudem ist der Konzern an der Weiterverarbeitung, am Transport und am Handel beteiligt. Derart breit aufgestellte Energieunternehmen liefern besonders stabile Ergebnisse, da sie zyklische Schwankungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg besser ausgleichen können.

Zuletzt hat Dong rund 70 Prozent seines Gewinns mit der Förderung und der Stromerzeugung verdient. In Deutschland ist der Konzern mit gut 25 Prozent an den Stadtwerken Lübeck beteiligt und handelt mit Gas und Strom. Dong ist in den letzten Monaten in Deutschland wegen umstrittener Pläne für den Bau eines Kohlekraftwerkes in Mecklenburg-Vorpommern in die Schlagzeilen geraten. Der dänische Konzern ist auch an Windparks beteiligt und hätte daher an der Börse vom Ökostrom-Boom profitieren können.

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Schwedenkrone profitiert von überraschender Zinserhöhung

 

13. Februar 2008 Mit deutlichen Kursgewinnen gegen den Euro und den Dollar reagiert die schwedische Krone am Mittwoch auf eine für den Markt überraschende Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt auf 4,25 Prozent.

 

Die Krone wertet gegen den Euro um etwas mehr als ein halbes Prozent auf und liegt am Mittag bei 9,3534 Kronen je Euro, gegen den Dollar wertet sie leicht stärker auf und liegt bei 6,4142 Kronen. Damit setzt die Krone die Korrekturbewegung gegen den Euro fort, nachdem sie von Oktober des vergangenen bis in den Januar des laufenden Jahres in einem kurzfristigen Abwertungstrend an den oberen Rand der volatilen Seitwärtsbewegung der vergangenen sieben Jahre gelaufen war.

 

Die schwedische Riksbank überraschte den Markt deswegen, weil viele Marktteilnehmer davon ausgegangen waren, sie werde aufgrund der konjunkturell bremsenden Wirkung der amerikanischen Konjunkturschwäche bald eher zu einer Zinssenkung als zu einer Zinserhöhung neigen. Solche Erwartungen scheinen jedoch offensichtlich verfrüht gewesen zu sein.

 

Der erhöhte Leitzins werde dazu beitragen, die Inflationsrate in den kommenden Jahren wieder unter die Zielmarke von zwei Prozent zurückzubringen, teilte die Zentralbank mit. Die Inflationsrate wurde in den vergangenen Monaten aufgrund der hohen Energie- und Nahrungsmittelpreise nach oben betrieben und werde im laufenden Jahr auch hoch bleiben, hieß es weiter. Generell gebe es im Hintergrund einen hohen Kostendruck, der auch die Inflationserwartungen gesteigert habe.

 

Die Riksbank geht davon aus, dass der Konsumentenpreisindex im laufenden Jahr bei 3,4 Prozent liegen und im kommenden Jahr auf 2,5 Prozent fallen wird. Sie unterstellt im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,4 und im kommenden Jahr von zwei Prozent. Auf dieser Basis geht sie davon aus, dass der Leitzins im Rest des Jahres unverändert bleiben kann und wird. Die Notenbank blickt nach eigenen Angaben zwar genau auf die anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten. Allerdings müssten ihre Effekte gegen den geschilderten Kostendruck und vor allem auch gegen die Entwicklung der Inflationserwartungen abgewogen werden.

 

Damit unterscheidet sich die Strategie der schwedischen Zentralbank deutlich von der amerikanischen, die trotz einer vergleichsweise hohen Inflation und des schwachen Dollars den Leitzins um 1,25 Prozentpunkte auf zuletzt drei Prozent senkte. Auch die britische Zentralbank hat jüngst den Leitzins leicht um einen Viertelprozentpunkt auf 5,25 Prozent nach unten genommen, obwohl auch in Großbritannien die Inflationsrate deutlich über dem Zielkorridor liegt.

 

Die schwedische Zentralbank dürfte sich in einem ähnlichen Dilemma wie ihr europäisches Pendant befinden: Aufgrund der sozialistischen Grundtendenzen ist die Sorge über Zweitrundeneffekte groß. Längst zeigen sie sich in Form hoher Lohnabschlüsse und völlig überhöhter Lohnforderungen. Der Öffentliche Dienst zum Beispiel kann so gut wie keine Produktivitätsfortschritte bieten, will jedoch mit möglichen Lohnzuwächsen bei erfolgreichen Industrieunternehmen mithalten können. Das passt nicht nur nicht zusammen, sondern es steigert den schon bestehenden Kosten- und Inflationsdruck in der Volkswirtschaft weiter.

 

Letztlich dürfte es dazu führen, dass die europäischen Zentralbanken einer geringeren Spielraum für Zinsmanöver haben als die angelsächsischen. So lange der Markt nur auf die Zinsdifferenzen schaut, kann das die europäischen Währungen stützen. Sollte der Devisenmarkt jedoch in die Zukunft blicken und auf die Wirtschaftsdynamik setzen, könnten sie zumindest in einem optimistischen Szenario unter Druck geraten. Allerdings gibt es angesichts der strukturellen und sehr wahrscheinlich länger anhaltenden Wirtschaftsflaute in den Vereinigten Staaten dafür nur wenig Anlass.

 

http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890...n~Scontent.html

 

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Über Dänemark gibt es noch keinen eigenen Thread, dafür aber über Skandinavien. Kürzlich hat die Schweizerische Notenbank ja die Kopplung vom Franken an den Euro aufgegeben. Nun spekulieren manche darüber, dass die dänische Zentralbank dem eidgenössischen Beispiel bald folgen wird. Die FAZ beschäftigt sich deshalb in diesem Artikel sehr ausführlich mit der Geldpolitik unseres nördlichen Nachbarlandes: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/euro-bindung-daenemark-kaempft-gegen-die-spekulanten-13432468-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

Während Schweden in der Vergangenheit eine eigenständige Geldpolitk betrieben hat, hat Dänemark seine Krone schon immer an andere Währungen gekoppelt. Vor Einführung des Euros übrigens an die D-Mark.

 

Diese Pensionskassen haben ebenso wie andere dänische Anleger einen Teil ihres Geldes im Euro angelegt. Das ist nicht erstaunlich, da den langjährigen Leistungsbilanzüberschüssen Dänemarks gegenüber dem Euroraum ein Kapitalexport entgegenstehen muss. ... Im Falle einer spürbaren und dauerhaften Aufwertung der Krone verlören diese Euro-Anlagen aus dänischer Sicht erheblich an Wert, und im schlimmsten Fall könnten davon die in Kronen auszuzahlenden Altersbezüge betroffen sein.

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Während Schweden in der Vergangenheit eine eigenständige Geldpolitk betrieben hat, hat Dänemark seine Krone schon immer an andere Währungen gekoppelt. Vor Einführung des Euros übrigens an die D-Mark.

Die Schwedenkrone war zuletzt noch schwächer als der EUR. Man bekämpft die Deflation. Wenn Draghi erst Mal richtig loslegt, könnte die Krone sich aber wieder festigen.

 

Der Dänen-Tipp (kein Geheimtipp):

Novo Nordisk

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Norwegen hängt ja sehr stark am Öl. Der anhaltend niedrige Ölpreis macht dem Land deshalb zu schaffen. Aus diesem Grunde soll die norwegische Wirtschaft neu ausgerichtet werden. Hierzu äußert sich die dafür verantwortliche Anita Krohn Traaseth im Interview mit dem Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/norwegen-und-der-oelpreis-das-wird-ein-bisschen-wie-bei-gerhard-schroeder/13450818.html

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Norwegen hängt ja sehr stark am Öl. Der anhaltend niedrige Ölpreis macht dem Land deshalb zu schaffen. Aus diesem Grunde soll die norwegische Wirtschaft neu ausgerichtet werden. Hierzu äußert sich die dafür verantwortliche Anita Krohn Traaseth im Interview mit dem Handelsblatt: http://www.handelsbl...r/13450818.html

 

Den Artikel habe ich auch gelesen. Halte das für unrealistisch. In Norwegen hat man in den letzten Jahrzehnten sehr, sehr, sehr gut gelebt. Ein ehemaliger Nachbar ist als Zahnarzt dahin ausgewandert. Er ist dort sehr, sehr, sehr zufrieden. Die Arbeits- und Lebensbedingungen sind erheblich besser als in Deutschland. Diese Privilegien werden nicht freiwillig aufgegeben werden.

 

Zumal der Ölpreis nicht auf diesem Niveau bleiben wird. In 5 Jahren wird sich die Hälfte kaum mehr daran erinnern können, das der Ölpreis ja mal niedrig war für eine Zeit lang. :D Ich halte es für realistischer das man den Staatsfonds plündert und so weitermacht wie bisher. Das Geschäftsmodell einer Volkswirtschaft baut man nicht so leicht um.

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Sucht jemand nach Anlageideen abseits des Mainstreames? Hier ein recht ausführlicher und sehr anschaulicher Abriss vom Handelsblatt über die skandinavischen Aktienmärkte mit Prognosen für 2017 sowie konkreten Besprechungen einzelner nordeuropäischer börsennotierter Unternehmen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/aktien-nordeuropa-zuversicht-im-hohen-norden/14977154.html

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In diesem FAZ-Artikel geht es zwar vordergründig um negative Zinsen, möglicherweise auch für Privatkunden. Allerdings wird in dem Artikel auch recht ausführlich auf den dänischen Bankenmarkt eingegangen, da dort negative Zinsen schon länger vorherrschen. Auch wird auf das Sparverhalten der Dänen eingegangen, was für (potenzielle) Investoren von dänischen Finanzunternehmen sicher interessant sein könnte. 

 

Derweil überlegt Island, ob es seine Währung an den Euro koppeln soll.

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Posted · Edited by Schildkröte

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Die Schwedische Reichsbank hat am Donnerstag mit einer unerwarteten Lockerung ihrer Geldpolitik die Finanzmärkte überrascht. Am Devisenmarkt wertete die schwedische Krone gegenüber dem Euro und dem Dollar spürbar ab. Vorausgegangen war die unerwartete Ankündigung der Reichsbank, ihr Anleihekaufprogramm über den Juni hinaus weiterzuführen und Papiere im Wert von 15 Milliarden Kronen - umgerechnet 1,56 Milliarden Euro - zu erwerben. Der Leitzins bleibt bei minus 0,5 Prozent.

...
Außerdem gab die Reichsbank bekannt, dass sie nicht vor Mitte 2018 eine Erhöhung des Leitzinses erwartet.

 

Hier der vollständige FAZ-Artikel

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Posted · Edited by Schildkröte

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Die schwedische Zentralbank hat kurz vor Weihnachten angekündigt, ihr Wertpapierkaufprogramm nicht über das Jahresende hinaus zu verlängern. Allerdings will sie die quantitative Lockerung der Geldpolitik nicht vollends aufgeben. Denn die Beträge aus auslaufenden Anleihen und die Zinseinnahmen aus bestehenden Verträgen sollen reinvestiert werden. Die Bank muss allerdings angesichts einer auf Hochtouren laufenden Wirtschaft und einer Inflation nahe dem Zielbereich verhindern, dass die Krone zu stark wird. Das würde die exportorientierte Wirtschaft des Landes mit Unternehmen wie Ericsson oder Volvo schwer treffen.

... 
Zentralbankchef Stefan Ingves kündigte vergangene Woche an, die Minuszinsen von 0,5 Prozent vorerst beizubehalten. Erst „Mitte 2018“ sei mit einer Anhebung des Leitzinses zu rechnen.

Hier der vollständige Artikel aus dem Handelsblatt über skandinavische Aktien in 2018. 

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Posted · Edited by Schildkröte

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Die größte schwedische Bank, Nordea, wird ihren Hauptsitz von Stockholm in die finnische Hauptstadt Helsinki verlegen.

 

Nordea-Chef Casper von Koskull begründete den Schritt offiziell damit, dass Schweden nicht Mitglied der europäischen Bankenunion ist, Finnland aber doch. Durch den Umzug werde Nordea künftig genauso reguliert wie seine europäischen Konkurrenten, erklärte er. Da Finnland im Gegensatz zu Schweden der Euro-Zone angehört, wird die Bank in Zukunft von der EZB überwacht. Der Umzug nach Finnland werde Einsparungen von rund einer Milliarde bringen, so von Koskull. 

 

Doch es gibt nach Ansicht der meisten Analysten noch einen weiteren Grund für den Umzug. Schweden, das zwar der EU, aber nicht der Währungsunion angehört, hatte vor einem Jahr angekündigt, dass Banken höhere Abgaben in einen Sicherungsfonds einzahlen sollen. Dieser Fonds soll im Falle einer Bankenkrise tätig werden und den Geldhäusern bei Bedarf finanziell unter die Arme greifen. Außerdem wollte Finanzministerin Magdalena Andersson höhere Steuern von den Banken kassieren.

Hier der vollständige Artikel aus dem Handelsblatt.

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Posted · Edited by Schildkröte

Anbei ein Ausblick vom Handelsblatt für 2019 bezüglich skandinavischer Aktien. In dem Artikel werden einige nordische Valoren genannt, welche Analysten derzeit zum Kauf empfehlen. 

 

Zitat

Dänische Aktien finden sich nicht in der Liste. Im Gegenteil warnen die Analysten von Kepler Cheuvreux vor den Papieren des Brauerrei-Riesen Carlsberg, dem Biotech-Unternehmen Chr. Hansen, dem Medizinprodukte-Hersteller Coloplast, dem Produzenten von Hörgeräten und Kopfhörern GN Store sowie dem Konkurrenten William Demant. ... Keine Empfehlung erhalten [außerdem] Handelsunternehmen wie der Modekonzern H&M von Olavi.

 

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