ARCELOR MITTAL (MT)

  • LU0323134006
68 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Ich setze mich gerade mit den Fundamentaldaten von Arcelor auseinander. Die Probleme des Stahlsektors sind hinlänglich bekannt.

 

ArcelorMittal ist in China nicht ganz so aktiv wie andere Stahlproduzenten.

 

Wieso wurde der Wert derart geprügelt?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

@Novize: Lies mal deine PNs. :thumbsup: Später reden wir über ArcelorMittal, Salzgitter, Thyssen, Posco, Nippon Steel usw. ...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

gibt es eigentlich einen zuverlässigen index für Stahl/Eisenerz Preise, die ja in direktem Zusammenhang mit den schwachen bewertungen für arcelor zusammenhängen?

 

vg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

gibt es eigentlich einen zuverlässigen index für Stahl/Eisenerz Preise, die ja in direktem Zusammenhang mit den schwachen bewertungen für arcelor zusammenhängen?

 

vg

 

Es gibt meines Wissens keinen einheitlichen standardisierten Eisenerzpreis

 

http://www.mbironoreindex.com/

http://www.infomine.com/investment/metal-prices/iron-ore/

http://www.indexmundi.com/commodities/?commodity=iron-ore

http://www.vale.com/EN/business/mining/iron-ore-pellets/Pages/Iron-Ore-Indices.aspx

https://ycharts.com/indicators/iron_ore_spot_price_any_origin

http://www.barchart.com/futures/commodities/ITI

http://www.steelhome.cn/english/tksshpi/shpi_tkspz.php

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Wodurch könnten die -23% plötzlich herkommen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Seit Februar 2016 hat sich

ARCELORMITTAL Kurs

deutlich erholt von 6 auf 26€.

 

In der gleichen Zeit hat sich

der Preis für Eisenerz gerade

mal verdoppelt.

 

Wodurch kam es zu so einem

starken Hebel auf die Aktie?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von DrFaustus

vor 15 Minuten schrieb chamud:

Seit Februar 2016 hat sich

ARCELORMITTAL Kurs

deutlich erholt von 6 auf 26€.

 

In der gleichen Zeit hat sich

der Preis für Eisenerz gerade

mal verdoppelt.

 

Wodurch kam es zu so einem

starken Hebel auf die Aktie?

 

Angenommen du bist Minenbetreiber und Stahlhersteller.

Deine Kosten liegen bei 1000, bei einem Stahlpreis von 100 hast du Erlöse von 2000, also einen Gewinn von 1000. Nehmen wir an dein KGV ist bei 10, also ist deine Marketcap bei 10.000

Jetzt steigt der Stahlpreis auf 200 (also verdoppelt sich):

Deine Kosten bleiben bei 1000 (kostet ja nicht mehr das Zeug aus dem Boden zu holen), deine Erlöse verdoppeln sich auf 4000. Dein Gewinn beträgt also 3000. Dein KGV bleibt gleich, also liegt deine Marketcap bei 30.000.

 

Woher kommt dein Hebel?

 

Den gleichen Effekt hat man übrigens auch insbesondere bei Goldminen. Weshalb viele eher darauf schwören Minen zu kaufen als Gold.

Als Schlagwort gilt: Je kleiner die aktuelle Marge, desto größer der Hebel bei steigenden Rohstoffpreisen. (leider in beide Richtungen)

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

danke für die schöne erklärung!

 

sprich: der schnelle & tiefe fall

von ARCELORMITTAL war genauso

vor-programmiert wie der sprung

zurück bei wieder steigendem

rohstoffpreis? war das so vorher

sehbar mit dem erzpreis?

 

ich habe damals leider nicht zugeschlagen;))

seht ihr so eine chance aktuell oder

in zukunft erneut?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

vor 23 Minuten schrieb chamud:

danke für die schöne erklärung!

 

sprich: der schnelle & tiefe fall

von ARCELORMITTAL war genauso

vor-programmiert wie der sprung

zurück bei wieder steigendem

rohstoffpreis? war das so vorher

sehbar mit dem erzpreis?

Nein ich denke nicht dass das vorhersehbar war. Der steigende Preis hat sicher mit der guten Weltkunjunktur zu tun. Man hat da aber gerne einen gewissen Schweinezyklus in Rohstoffen. Deswegen halte ich mich da eigentlich raus.

Der tiefe Fall der Stahlwerte hat mit Trumps Protektionismusplänen zu tun, weniger mit dem Erzpreis.

 

vor 23 Minuten schrieb chamud:

 

ich habe damals leider nicht zugeschlagen;))

seht ihr so eine chance aktuell oder

in zukunft erneut?

Schwierig. Ich denke wir werden schon noch eine Zeit lang steigende Preise in den Rohstoffen sehen, so lange die Notenbanken das nicht abwürgen mit steigenden Zinsen.

Aber eine Einschätzung wann da das Ende der Fahnenstange sein wird, traue ich mir nicht zu. Rohstoffwerte würde ich eigentlich in einer Rezession empfehlen. Die haben wir noch (lange) nicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

okay. aber noch was

zu dieser verfünf-fachung

der aktie bei ver-doppelung

des erzes:

 

der ölpreis hat sich von

30usd auf 60usd ca

verdoppelt. die öl-aktien

haben aber bei weitem

nicht so stark davon

profitiert. weshalb ist

der hebel hier so viel

kleiner als bei stahl?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Trump bringt das Stahlgeschäft zwar etwas durcheinander, und es gehen 20% der verkauften Menge Von AM in die USA. Laut Halbjahresbericht überwiegen aber sogar die Vorteile der Zölle deren Nachteile fürs eigene Geschäft (S.5).

 

Leider hat das Unternehmen keine Zahlenprognose für 2018 vorgelegt. Aber der Brief im aktuellen HJB liest sich positiv bzgl. es Restjahres:

"These actions, together with a robust demand environment with growth forecast in all our markets, mean that the
outlook for the second half of the year is positive.
[...] We expect the current favorable market dynamics to continue in the second half of the year and are well placed to capture the opportunities this
presents."

 

Beeindruckend ist das Halbjahres-EPS von 3 USD. Bei einem Kurs von 28 $ könnte das auf ein EPS von 6 und ein KGV von unter 5 hinauslaufen. Bezahlen tut man das natürlich insbesondere mit den globalen Politik- und Konjunkturrisiken, ich halte es aber für zu attraktiv, um nur vom Rand aus zuzusehen. daher bin ich jetzt an Bord.

 

2019 dürfte zudem weiterer Schub in den Wert kommen, weil man plant, Mitte 2019 die Konzernnettoverschuldung auf die Zielmarke von 6 Mrd abgesenkt zu haben - ab dann möchte man wieder deutlich an Dividende und Aktienrückkauf schrauben - beides hat man dieses Jahr auf geringem Niveau wiederaufgenommen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Der folgende Auszug stammt aus einer heutigen Salzgitter-Adhoc und ist ein gutes Omen für AM:

 

Angesichts des sich abzeichnenden Geschäftsverlaufs im dritten Quartal und in Erwartung einer weiterhin positiven Entwicklung unserer wesentlichen Absatzmärkte erhöht der Salzgitter-Konzern seine Ergebnisprognose. Die seit Mitte Juli konsequent umgesetzten EU-Schutzmaßnahmen
gegen steigende Stahlimporte zeigen Wirkung und begrenzen Handelsumlenkungen infolge der US-Zölle.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Heute Q3-Ergebnisse: Die Umsätze und EBITDA steigen, der Nachsteuergewinn sinkt am Ende jedoch - insbesondere wegen höherer Abschreibungen (0,5 Mrd. $) auf die von der EU geforderten Werksverkäufe in Osteuropa (im Gegenzug wurde erlaubt, den italienischen Konzern Ilva zu übernehmen). Das Q3-Ergebnis liegt daher nach Steuern "nur" bei 0,9 Mrd. $. Als EPS rechne ich nun mit etwa 4,80 Euro am Jahresende, von denen etwa 3,60 Euro bereits verdient sind. Das KGV liegt damit bei etwa 5.

 

Die Dividende soll allerdings erstmal noch länger niedrig bleiben - bis eine Nettoverschuldung von 6 Mrd $ erreicht wird (aktuell 10,5, letzte 12 Monate Rückgang um 1,5, schwankt aber aktuell signifikant durch größere Investitionen (Indien, Italien) und Verkäufe (Osteuropa)).

 

Ich bleibe investiert und freue mich auf höhere Kurse.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Sollten keine größeren Sondereffekte eintreten, dürfte auchd as Q4 nicht ganz schlecht gelaufen sein. Die Flüsse haben sich im Vergleich zu Q3 wieder gefüllt, so dass die mitteleuropäischen Werke wieder auf Hochtouren laufen können. AM hat weitere Investitionen angekündigt. Und das wichtigste: Die Stahlpreise sind sehr konstant: https://www.fertigung.de/graphiken/die-aktuellen-stahlpreisindizes-im-ueberblick-356.html

 

Die Aktienkursentwicklung entspricht diesem positiven Bild allerdings überhaupt nicht; vielmehr wurde AM in den letzten Wochen mit vielen anderen Aktien nach unten gerissen, und das liegt an der allgemeinen, aktuell alles überschattenden Zukunftssorgen des Marktes. Die enorme Günstigkeit des Kurses könnte bei AM aber eher Käufer anziehen als teure Hightech-Werte, wenn sich die Marktstimung wieder ein wenig entspannt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von Up_and_Down

vor 23 Stunden schrieb ImperatoM:

Die Aktienkursentwicklung entspricht diesem positiven Bild allerdings überhaupt nicht; vielmehr wurde AM in den letzten Wochen mit vielen anderen Aktien nach unten gerissen, und das liegt an der allgemeinen, aktuell alles überschattenden Zukunftssorgen des Marktes. Die enorme Günstigkeit des Kurses könnte bei AM aber eher Käufer anziehen als teure Hightech-Werte, wenn sich die Marktstimung wieder ein wenig entspannt.

 

Bin nur zufällig hier vorbeigekommen und habe mal einen flüchtigen Blick auf die Fundamentaldaten geworfen. Machst du dir keine Sorgen wegen der Überschuldung des Unternehmens, ImperatoM?

Ich sehe Verbindlichkeiten von über 37 Mrd. Euro, abzüglich des Umlaufvermögens bleiben noch 10,7 Mrd. Euro. Dabei hat das Unternehmen in den letzten 5 Jahren akkumuliert nur 2,075 Mrd. Euro an freiem Cashflow erwirtschaftet. Die Höhe der Verschuldung wird deutlich, wenn man berücksichtigt, dass allein in den Geschäftsjahren '16 und '17 höhere Zinszahlungen bilanziert wurden (2,3 Mrd. Euro) als in 5 Jahren durch den Kapitalfluss reingekommen ist.

 

Wenngleich die Schulden in den zurückliegenden Jahren abgebaut wurden, ist der Stand nach wie vor unwahrscheinlich hoch und ich frage mich wie das erst in einer Rezession ausschaut. Ein Blick auf die Zahl ausstehender Aktien zeigt auch wie die Schulden in den letzten Jahren abgebaut wurden: mit enormer Aktienverwässerung. Laut Morningstar hat sich die Anzahl der Aktien seit 2008 von 581 auf 1024 in 2017 erhöht. Über 30% Verwässerung dabei in den 2 zurückliegenden Jahren. Der Buchwert je Aktie fiel seit 2008 um 63%!!

 

Für mich deutet hier alles auf eine Value-Falle und einen nicht nachhaltigen Kapitalvernichter hin. :(

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

vor 8 Stunden schrieb Up_and_Down:

 

Bin nur zufällig hier vorbeigekommen und habe mal einen flüchtigen Blick auf die Fundamentaldaten geworfen. Machst du dir keine Sorgen wegen der Überschuldung des Unternehmens, ImperatoM?

Ich sehe Verbindlichkeiten von über 37 Mrd. Euro, abzüglich des Umlaufvermögens bleiben noch 10,7 Mrd. Euro. Dabei hat das Unternehmen in den letzten 5 Jahren akkumuliert nur 2,075 Mrd. Euro an freiem Cashflow erwirtschaftet. Die Höhe der Verschuldung wird deutlich, wenn man berücksichtigt, dass allein in den Geschäftsjahren '16 und '17 höhere Zinszahlungen bilanziert wurden (2,3 Mrd. Euro) als in 5 Jahren durch den Kapitalfluss reingekommen ist.

 

Wenngleich die Schulden in den zurückliegenden Jahren abgebaut wurden, ist der Stand nach wie vor unwahrscheinlich hoch und ich frage mich wie das erst in einer Rezession ausschaut. Ein Blick auf die Zahl ausstehender Aktien zeigt auch wie die Schulden in den letzten Jahren abgebaut wurden: mit enormer Aktienverwässerung. Laut Morningstar hat sich die Anzahl der Aktien seit 2008 von 581 auf 1024 in 2017 erhöht. Über 30% Verwässerung dabei in den 2 zurückliegenden Jahren. Der Buchwert je Aktie fiel seit 2008 um 63%!!

 

Für mich deutet hier alles auf eine Value-Falle und einen nicht nachhaltigen Kapitalvernichter hin. :(

 

Der freie Cashflow ist nicht unbedingt eine geeignete Kennzahl, um AM zu beurteilen, da er stark durch größere (freiwillige) Investitionen in Form von Zukäufen verzerrt wurde. Wenn man sich Sorgen um die Bestandsfähigkeit eines Unternehmens macht, sollte man eher den operativen Cashflow (und zwar vor Fremd- und Eigenkapitalveränderungen) heranziehen. Alleine im 1. HJ 2018 waren das knapp 1,4 Milliarden USD (S. 24 HJB; nach Investitionen 0,3 Mrd). Nach Angaben des HJB konzentriert man sich bei Investitionen auf die Generation von neuem Cashflow, um mittelfristig die Nettoverschuldung auf 6 Mrd USD fallen zu lassen. Dieses Ziel will man Mitte 2019 bereits erreichen, wozu kurzfristig auch einige Verkäufe von Stahlwerken im Zuge der EU-Auflagen des Italien-Deals (Ilva) beitragen werden.

 

Die Probleme vom Anfang des laufenden Jahrzehnts hat man - auch mit Hilfe großer Kapitalerhöhungen - in den Griff bekommen. Die EKQ beträgt Ende Q3/18 erstmals seit fast 10 Jahren wieder rund 50% und die Gewinne sprudeln aktuell geradezu. Sollte die Welt wirklich in eine tiefe Rezession schliddern, sähe das natürlich anders aus, aber Sorgen um das langfristige  Überleben von AM mache ich mir angesichts der Zahlen auch dann nicht, zumal wir hier über den größten Stahlhersteller der Welt sprechen. Ich glaube davon unabhängig aber auch nicht an eine bevorstehende längere oder tiefere Weltrezession. Ich weiß nicht, ob es 1 oder 5 Jahre dauern wird, aber dass AM's Kurs dann wieder deutlich höher steht - davon bin ich überzeugt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden