Hedgefonds Nachrichten

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01.09.2008

 

Experten wollen Hedge-Fonds-Image aufpolieren

 

von Udo Rettberg

 

Die mit großen Erwartungen gestartete Hedge-Fonds-Initiative hat in Deutschland stark an Dynamik verloren. Die Zahl der Produkte und die Höhe des investierten Kapitals bleiben weiter hinter den Erwartungen zurück. Nicht zuletzt das falsche Verständnis auf Seiten des Gesetzgebers habe dazu geführt, dass diese modernen Finanzinvestoren in der breiten Öffentlichkeit hierzulande ein falsches Image haben.

 

FRANKFURT. Dieser Meinung sind dieTeilnehmer eines Handelsblatt-Roundtable.

 

Das "Label" Hedge-Fonds habe es schwer in Deutschland, sagt Matthias Schellenberg, Geschäftsführer der deutschen Niederlassung von ING Investment Management. Jeder wolle in erfolgreiche Hedge-Fonds-Strategien investieren. Auf der Produktverpackung solle der Begriff Hedge-Fonds dann aber nicht erscheinen. Der ING-Banker glaubt daher, dass sich die Grenze zwischen traditionellen Investmentfonds und Hedge-Fonds künftig stärker verwischen wird. Bereits heute nutzen spezielle Investmentfonds die bisher nur von Hedge-Fonds umgesetzten Strategien, um stabilere Anlageerträge zu erzielen.

 

Wenn solche Hedge-Fonds-Strategien durch eine erhoffte Lockerung der Anlagevorschriften künftig noch stärker in traditionellen Fondsmänteln umgesetzt werden können, sei die Finanzwirtschaft wohl offener, hier zu investieren und dann auch für diese Idee einzutreten. In einem solchen Moment sei auch damit zu rechnen, dass viele der heimischen Hedge-Fonds-Talente den Weg zurück nach Deutschland finden, meint Joachim Kayser, Leiter der Alternative Group-Investment bei Pricewaterhouse Coopers. Die Fonds haben ihre Zelte wegen der investment- und aufsichtsrechtlichen Unsicherheiten zuletzt im Ausland aufgeschlagen.

 

"Was in rechtlicher Beziehung in Deutschland geschieht, ist schon absurd", sagt Jürgen Meisch, Vorstand der Gothaer Versicherung. "Es waren von Anfang an Fehler im System", begründet er den Fakt, dass die Hedge-Fonds-Idee in Deutschland bislang noch keinen Siegeszug antreten konnte. Es könne nicht sein, dass Hedge-Fonds im Zuge der Stresstests von Anlageklassen ähnlich behandelt werden wie Aktien. Nicht zuletzt dieser Fakt hat Kapitalsammelstellen veranlasst, den Hedge-Fonds-Anteil im Portfolio gering zu halten oder auf diese Anlageklasse bislang völlig zu verzichten.

 

Nach Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) liegt das in Hedge-Fonds investierte Kapital dieser Branche nur bei knapp 0,7 Prozent. Diese Zahl ist allerdings insofern irreführend, da einige wenige Akteure die vom Gesetzgeber auf fünf Prozent festgesetzte Höchstquote beinahe ausgeschöpft haben, andere wiederum überhaupt keinen Hedge-Fonds-Anteil aufweisen.

 

"Wir würden unsere Hedge-Fonds-Quote erhöhen, wenn wir könnten", sagt Gothaer-Vorstand Meisch. Seit geraumer Zeit wird vom Bundesverband Alternative Investments (BAI) eine Erhöhung der Quoten von Hedge-Fonds-Dachfonds auf zehn Prozent gefordert. Achim Pütz, BAI-Vorstandsvorsitzender, riet in diesem Kontext dazu, aus der vom Gesetzgeber diskutierten je fünfprozentigen Quote für Investments in Hedge-Fonds und Rohstoffe eine zehnprozentige Gesamtquote für Alternativ-Investments zu machen. In deren Rahmen sollten institutionelle Anleger dann selbst frei über die Art ihres alternativen Investments entscheiden können.

 

Das falsche öffentliche Bild von Hedge-Fonds bedürfe daher einer Korrektur, wird gefordert. "Gut diversifizierte Hedge-Fonds-Portfolios sind weniger riskant als Aktien", sagt Jürgen Meisch, der in der Versicherungswirtschaft zu den treibenden Kräften bei der Förderung der Hedge-Fonds-Idee zählt. Die günstige Wertentwicklung von Hedge-Fonds zeigt ein Vergleich mit anderen Anlageklassen. Seit Jahresanfang hat der HFRX-Gesamtindex 5,4 Prozent eingebüßt, während sich für den MSCI-Weltaktienindex ein Verlust von 16,2 Prozent und für den Dax sogar von 22,3 Prozent errechnet.

 

Sinnvoller als die reine Wertentwicklung ist die risikoadjustierte Performance-Betrachtung. Dabei schneiden Hedge-Fonds noch besser ab; denn die Volatilität (das Risiko) von Aktieninvestments lag in der Vergangenheit meist weit über zehn Prozent. "Wir haben mit Hedge-Fonds-Investments über einen Zeitraum von acht Jahren eine Rendite von 7,5 Prozent pro Jahr erreicht", sagt Meisch. Dieses Resultat habe man mit einer Volatilität (Risiko) von 5,5 Prozent erzielt.

 

"Unsere Hedge-Fonds-Investments sind unter Risiko-Aspekten also in etwa mit Anleihen-Investments zu vergleichen; sie werfen jedoch gleichzeitig höhere Renditen ab", sagt der Assekuranz-Vorstand. Er rät daher, bei der Betrachtung von Anlageklassen nicht nur die Erträge, sondern stärker auch die Risiken zu beachten. In der Schweiz würden solche risikobasierten Modelle seit vielen Jahren mit großem Erfolg angewendet.

 

Meisch ist davon überzeugt, dass sich die Akzeptanz von HedgeFonds beim Übergang zu einem risikobasierten Modell und einer dementsprechenden Veränderung der Stresstest-Regeln völlig anders darstellen wird. "Dann erleben wir eine völlig neue Welt", sagt er. Auch Schellenberg erwartet von einem solchen Modell der Risikosteuerung auf Portfolioebene wesentliche Impulse. "Das eröffnet die Möglichkeit für eine deutlich bessere und breitere Portfoliodiversifikation und damit in der Konsequenz auch eine mögliche Verschärfung der Wettbewerbssituation." Durch den Wegfall des starren Anlagekorsetts ergäben sich auch Möglichkeiten für ein stärker differenziertes Ertragsbild auf der Kapitalanlageseite der Versicherungen.

 

Quelle: Handelsblatt

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JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fonds

 

04.09.2008

FONDS exklusiv

 

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "FONDS exclusiv" empfehlen Anlegern den Einstieg in den JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fonds (ISIN LU0273792142/ AOLHKW).

 

Jeder größere Anbieter habe in seinen Reihen Katastrophen-Fonds, die mitnichten die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen würden. Meist würden diese Schandflecken totgeschwiegen. JPMorgan habe beim JPM Highbridge Statistical Market Neutral eine Ausnahme gemacht. Trotz eines Super-GAU 2007 habe sich die Firma demonstrativ zum Konzept bekannt - und schon im Laufe des Jahres 2008 Recht bekommen.

 

Stetige Kurszuwächse in jedem Marktumfeld, geringe Kursausschläge, begrenztes Risiko. So sollte der Ende 2006 aufgelegte JPM Highbridge Statistical Market Neutral sein. Sei er zunächst auch gewesen. Bis er im August 2007 binnen einer Woche rund sieben Prozent in die Tiefe gerauscht sei - eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Viel sei damals über computergesteuerte, marktneutrale Anlagestrategien geschrieben worden, wie auch Highbridge sie verfolge, die einen derart schlechten Monat gehabt hätten, wie er statistisch nur einmal in Millionen Jahren auftrete.

 

Sei das ein Trost für die Anleger gewesen? Definitiv nicht, sie hätten im großem Stil Geld aus quantitativen Strategien abgezogen. Im Vier-Augen-Gespräch sei von JPMorgan-Leuten schon Anfang 2008 zu hören gewesen, dass dies eine hervorragende Konstellation für den Fonds sei. Im Mai habe die Gesellschaft dann offiziell das "zweite goldene Zeitalter" für die Statistical Arbitrage ausgerufen.

 

Statistische Arbitrage bedeute, dass Highbridge (eine Fondsboutique, die mehrheitlich im Besitz von JPMorgan sei) auffällig günstige Aktien kaufe und gleichzeitig teure Aktien verkaufe. Die Fondsrendite ergebe sich aus dem Unterschied in der Performance der Long- und Shortpositionen, nicht aus der Marktentwicklung. Es gehe dabei aber nicht um langfristige Wetten. Vielmehr plane Fondsmanager Evan Dick sein Portfolio wortwörtlich minutiös. Alle fünf Minuten würden die Bewertungen von 1.500 Aktien (davon seien etwa 600 Titel im Fonds enthalten) neu geprüft und Abweichungen von einer "fairen" Notierung ausgenutzt. Eigentlich sei der JPM-Fonds mit seinem Fünf-Minuten-Rhythmus für jede Marktentwicklung gewappnet.

 

Dass es dennoch zum "Crash" gekommen sei, habe daran gelegen, dass im August 2007 viele ähnlich gestrickten Fonds gleichzeitig gezwungen gewesen seien, gerade ihre guten Titel um jeden Preis zu verkaufen, um Liquidität zu schaffen. Dass seither viel Geld aus Arbitrage-Stategien abgezogen worden sei, sei aber positiv für Evan Dick, denn so würden weniger Marktteilnehmer versuchen, Ineffizienzen auszunützen. Außerdem komme dem Strategen der nervöse Markt mit starken, emotional getriebenen Kursausschlägen entgegen.

 

Wenn es hoch her gehe an den Märkten, habe das Computermodell von Highbridge also besonders viel Raum für seine Arbitragestrategien. Der JPM-Fonds laufe entsprechend seit seinem Einbruch wie an der Schnur gezogen aufwärts. Die geringe Korrelation zu anderen Assetklassen sei neben der guten Performance ein zusätzlicher Pluspunkt.

 

Die Experten von "FONDS exclusiv" bewerten den JPM Highbridge Statistical Market Neutral-Fonds als defensiv und empfehlen Anlegern den Einstieg. (Ausgabe 03) (04.09.2008/fc/a/f)

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Neuer Dach-Hedgefonds

smart-invest global ALTERNATIVE

 

Im Mai 2008 wurde der Dach-Hedgefonds smart-invest global ALTERNATIVE, ISIN LU0357799815 aufgelegt. Der Fonds wird durch die Sand und Schott Gruppe (Sand und Schott GmbH / smart-invest GmbH), die auch für den erfolgreichen Aktien-Dachfonds smart-invest Helios AR verantwortlich ist, betreut. Beim smart-invest global ALTERNATIVE handelt es sich um ein Private Placement. Der Fonds ist währungsgesichert und steuertransparent. Der Schwerpunkt des Fonds soll im Bereich alternativer Investments liegen. Der Investitionsgrad kann je nach Marktumfeld zwischen 0 und 100% betragen. Das Ziel ist eine möglichst kontinuierliche, positive Wertentwicklung jedes Jahr (Absolute Return), und eine möglichst niedrige Korrelation zu klassischen Aktien- und Renteninvestments (8% p.a. Renditeerwartung bei regulärem Rückschlagspotenzial bis 8%).

 

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15.09.2008

 

Krisen-Situationen gezielt nutzen

 

Markt für notleidende Wertpapiere wird komplexer

 

Die anhaltende Kreditverknappung in den globalen Märkten schafft neue Gelegenheiten für Hedge-Fonds, die auf die Anlage in Distressed Securities spezialisiert sind. Derzeit ist der Handel in Distressed Securities höchst ineffizient - der Erfolg ist vom Kenntnisstand der Manager abhängig.

 

HB. Im Hinblick auf den US-amerikanischen High-Yield-Markt sind heute etwa 227 Mrd. US-Dollar oder 31 Prozent der Papiere als "distressed" - in Bedrängnis - einzustufen. Vor einem Jahr waren es nur acht Mrd. Dollar.

 

Distressed Securities sind vor allem Schuldverschreibungen von Unternehmen, die sich in der Umstrukturierungs- oder Liquidationsphase befinden oder außergewöhnliche Transaktionsprozesse wie etwa eine Bilanzrestrukturierung durchlaufen. Grundsätzlich bezweifeln die Anleger, dass der Emittent die Schulden zurückzahlen kann. Daher notieren die Wertpapiere unterdurchschnittlich - oft unter 80 Cents je US-Dollar - und die Rendite auf Verfall übersteigt jene der Treasuries um mehr als zehn Prozent.

 

Der Handel in Distressed Securities ist derzeit höchst ineffizient, was zum Teil auf Zwangsverkäufe zurückzuführen ist. In den letzten Monaten mussten viele Anleger die Papiere abstoßen, um Risikokapital freizusetzen. Außerdem sind viele gezwungen, Papiere bei Zahlungsverzug oder Herabstufung zu verkaufen, da ein Engagement in solchen Wertpapieren im Rahmen ihrer Mandate unzulässig ist.

 

Der implizite Wert der Distressed Securities ist oft höher als der aktuelle Marktwert. Verkäufer, die mit einem Konkurs rechnen, könnten den wahren Wert des Unternehmens übersehen oder ignorieren. Die Anleger, die in der Lage sind, in Schieflage geratene Firmen angemessen zu bewerten, können nennenswerte Renditen erzielen. Somit hängt der Erfolg vom Kenntnisstand der Manager über Branche, Konkursverfahren, Rechtsgrundlage, Restrukturierung und Verhandlungstaktik ab.

 

Im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen in Aktien und Anleihen bieten Distressed-Hedge-Fonds eine gewisse Absicherung gegen Kursverluste. Damit sie von möglichen Ausfällen oder einer Erholung profitieren können, ist frühes Investieren wichtig, da sich die Spreads insbesondere bei fundamental soliden Unternehmen rascher verengen als ausweiten.

 

Thomas Della Casa ist Head Research, Analysis & Strategy Group bei Man Investments.

 

Quelle: Handelsblatt

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Hedge-Fonds in Deutschland

Marktneutrale sind die wahren Hedge-Fonds

 

24. September 2008 In Verbindung mit Hedge-Fonds haben Anleger gemeinhin die Erwartung, sie entwickelten sich unabhängig von den Märkten und böten bei unterdurchschnittlichen Risiken trotz hoher Kosten eine robuste Wertentwicklung.

 

Dieses Bild lässt sich jedoch nur mit einem geringen Teil der auf dem Markt befindlichen Angebote zur Deckung bringen. Zu unterschiedlich sind die Strategien, die die verschiedenen Fonds verfolgen und zu unterschiedlich ist auch ihre Wertentwicklung.

 

Große Renditeunterschiede

 

Das zeigt sich selbst mit einem Blick auf die wenigen am deutschen Markt zugelassenen Einzel-Hedge-Fonds. Während der Alpha Strategien Futures MH-Fonds (Isin DE000A0J2V60; DE000A0M90L3) seit Jahresbeginn einen Ertrag von knapp 30 Prozent erwirtschaften konnte, verlor der Lupus alpha - Dynamic Design (Isin DE000A0BKKE6) mit einem Minus von knapp 17 Prozent deutlich an Wert. Der Verlust ist aber weniger hoch als bei den Dax-Werten, die seit Jahresbeginn im Durchschnitt einen Kursverlust von knapp 25 Prozent verbuchen mussten.

Blättern

Zum Thema

 

* Wenn schon Hedge-Fonds, dann marktneutral

* Macro- und marktneutrale Fonds entwickeln sich positiv

* Marktneutrale Fonds schlugen im Mai alles

* Marktneutrale Hedge-Fonds glänzen im volatilen Umfeld

* Finanzkrise: Hedge-Fonds fühlen sich als Sündenböcke

 

Zum Börsenkurs

 

* Kurs

* Chart

* Watchlist

 

Allerdings ist die Sharpe-Ratio des Hedge-Fonds, also die Überrendite pro Einheit des übernommenen Risikos, bei einer Volatilität von knapp 13 Prozent negativ. Angesichts der Wertentwicklung und der Tatsache, dass der Fonds schlechter gelaufen ist als vergleichbare, könnten Anleger schon zur Frage neigen, was die Fondsmanager dieses Produktes in den vergangenen Monaten wohl für geboten hielten.

 

Auf der anderen Seite werden sie jedoch bei einer genaueren Betrachtung auch die optisch gute Wertentwicklung des Futures-Fonds mit einer gewissen Skepsis betrachten. Denn erstens ist die Wertentwicklung des Produktes volatil. Zweitens stellt sich angesichts der momentanen Volatilität, in wie weit sich die Ergebnisse der Vergangenheit werden wiederholen lassen. Drittens kann sich künftig die Frage nach dem Geschäftsmodell stellen. Denn sollten die Finanzmärkte künftig stärker reguliert werden als in der Vergangenheit, so werden sich in engen Märkten kaum noch so kräftige Trends etablieren lassen, wie das in der Vergangenheit zum Beispiel in den Rohstoffmärkten der Fall war.

 

Marktneutrale sind die wahren Hedge-Fonds

 

Für den langfristig orientierten Anleger sind marktneutralen oder Long-Short-Fonds am interessantesten. Sie entsprechen am ehesten der Ursprungsidee, bei geringem Risiko eine robuste Rendite unabhängig von den Turbulenzen an den Märkten erzielen zu können. Dazu scheinen in den vergangenen Jahren sowohl der Herald Europe von der Bank Medici (Isin DE000A0F5LP39 als auch der Vol Opportunity von Aquila Capital (Iisn DE000A0EAFK8) in der Lage gewesen zu sein.

 

So konnte der Herald Europe in den vergangenen drei Jahren eine positive Jahresdurchschnittsrendite von knapp fünf Prozent bei einer Volatilität von 3,2 Prozent erzielen. Das heißt, die Rendite liegt auf dem Niveau von Anleihen, allerdings bei geringeren Risiken. Der Dax kam im gleichen Zeitraum auf einen Jahresverlust von 9,25 Prozent bei einer Jahresvolatilität von 22,6 Prozent.

 

Auf diese Weise wird einmal mehr deutlich, dass sich Hedge-Fonds als solche nie über einen Kamm scheren lassen. Schlagzeilen, wonach sie sich als breite Anlageklasse gut oder schlecht entwickelten, sind zu pauschal, um sie ernst nehmen zu können. Die Wertentwicklung steht und fällt mit dem Fondsmanager. So kommt es darauf an, den richtigen Einzel- oder auch Dachfonds herauszufinden. Das ist nicht einfach.

 

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

 

 

 

Text: @cri

Bildmaterial: FAZ.NET, Herald Europe

 

 

Finanzkrise

Hedge-Fonds fühlen sich als Sündenböcke

 

Von Bettina Schulz, London

 

 

24. September 2008 Den meisten Hedge-Fonds geht es an den Finanzmärkten derzeit ziemlich schlecht. Die Vorstellung, Hedge-Fonds würden derzeit mit Leerverkäufen die Aktienkurse der Banken in die Knie zwingen und auf Kosten der Aktionäre massive Gewinne einstreichen, ist ein Trugschluss. Im Gegenteil: in der Branche wird befürchtet, dass zahlreiche Hedge-Fonds die Turbulenzen an den Märkten nicht überstehen werden und viele der verbliebenen Hedge-Fonds möglicherweise Jahre brauchen, um ihre Gewinnsituation wieder aufzubessern.

 

Die derzeit extremen Schwankungen an den Aktien- und Kreditmärkten erschweren es den Hedge-Fonds, ihre Strategien gewinnbringend umzusetzen. Eigentlich versprechen sie, sich so gut abzusichern, dass sie auch in Krisenzeiten so gut wie keine Verluste machen. Die Marktbewegungen sind am Tag so extrem, dass wir ununterbrochen neue Absicherungspositionen eingehen müssen, stöhnt der Direktor eines Hedge-Fonds in der Londoner City, der die Volatilität am Markt auszunutzen sucht. Diese hohen Absicherungskosten schmälerten seine Rendite.

 

Kalt erwischt

 

Das Verbot der Leerverkäufe, das von den Aufsichtsbehörden unterschiedlicher Finanzplätze erlassen wurde, hat einige Hedge-Fonds, die sich auf Leerverkäufe spezialisieren, kalt erwischt und ihnen am vergangenen Freitag erhebliche Verluste eingebrockt. Zudem kämpfen einige Fonds darum, im Konkursverfahren ihre als Sicherheit bei dem Prime-Broker Lehman Brothers hinterlegten Wertpapiere zurückzuerhalten.

Zum Thema

 

* In schwierigen Zeiten zahlt sich Flexibilität aus

* Nachwirkungen der großen Rettungsaktion

* Verbot von Leerverkäufen: "Spekulatives Handeln unterbinden"

* Nach Finanzkrise: Bafin untersagt Leerverkäufe

 

Aber auch ohne diese bösen Überraschungen sieht die Rendite der Hedge-Fonds traurig aus: Während die Fonds im vergangenen Jahr nach dem MSCI Hedge Fund Composite Index eine Rendite von 9,7 Prozent einstrichen, ist es in diesem Jahr bis einschließlich August ein Verlust von 5,5 Prozent. Der enger gefasste MSCI Hedge Invest Index hat sogar gut 10 Prozent verloren. Fonds, die auf eine bestimmte Richtung des Marktes setzten, konnten ihr Kapital gerade halten, während sie 2007 noch einen Gewinn von 8,8 Prozent verbuchten. Fonds, die mit der gezielten Auswahl von Aktien nach Angaben des Security Selection Index 2007 noch ein Plus von 12 Prozent erzielten, machten seit Anfang des Jahres einen Verlust von 9,1 Prozent.

 

In Deutschland wies der Deutsche Hedge-Fonds-Index im August einen Jahresverlust von 3,98 Prozent aus. Die Dachfonds lagen mit einem Verlust von 2,35 Prozent nicht viel besser. Die Turbulenzen im September dürften all diese Ergebnisse noch weiter verschlechtern.

 

Verbot von Leerkäufen bringt nur kurzfristig Ruhe

 

Bei 90 Prozent der Hedge-Fonds bedeuten die Verluste, dass die Fonds auf die magere Management-Gebühr angewiesen sind, die knapp die laufenden Kosten der Fonds deckt. Die saftigen Gewinne der Fonds fallen nämlich nur an, wenn die Fonds eine Mindestrendite erwirtschaftet haben. Nach einer Umfrage von Eurekahedge sind fast alle Fonds unter Wasser, haben also ihre Mindestrendite nicht erreicht, um die Ertragsgebühr einzustreichen, die in der Regel 20 Prozent des Fonds-Gewinns ausmacht. Diese brenzlige Situation betrifft nahezu alle Fonds, egal welche Handelsstrategie sie verfolgen.

 

Die Branche wehrt sich unterdessen dagegen, als Sündenbock für Versäumnisse an den Finanzmärkten herhalten zu müssen. Das Verbot der Leerverkäufe mag kurzfristig Ruhe bringen, sagt der Verband der Hedge-Fonds, die Londoner AIMA. Dies allein wird aber nicht helfen, das Vertrauen in das Bankensystem zurückzubringen. Ein Blick auf die Statistiken von Dataexplorers zeigt, dass die Leerverkäufe von Finanzaktien zuletzt niedriger waren als oft angenommen. Mitte vergangener Woche, also kurz vor dem Verbot der Leerverkäufe, machten diese Geschäfte bei Goldman Sachs 3,1 Prozent der Marktkapitalisierung aus, bei Morgan Stanley 3,4 Prozent, bei HBOS 3 Prozent (siehe Grafik), bei Barclays 5,2 Prozent und bei der Deutschen Bank zum Beispiel 0,35 Prozent. Diese niedrigen Prozentsätze haben kaum eine Wirkung auf den Aktienkurs.

 

Es lässt sich anhand der Marktdaten daher nur schwer nachweisen, dass die Aktienkurse der Banken durch Leerverkäufe in die Knie gezwungen wurden. Im Hochsommer lag der Anteil der Leerverkäufe bei HBOS mit 10,5 Prozent der Marktkapitalisierung viel höher. Auch bei anderen Finanztiteln waren die Hedge-Fonds zuvor aktiver. Die Leerverkäufe bei Freddie Mac und Fannie Mae erreichte mitunter gar 40 Prozent der Marktkapitalisierung.

 

An sich völlig legitime Handelsstrategie

 

Viele Bankaktien waren im Spätsommer bereits so drastisch gesunken, dass Hedge-Fonds ihre Gewinne realisierten, bevor die Aufsichtsbehörden mit ihrem Verbot reagierten. In der Londoner City heißt es, dass die meisten Hedge-Fonds das Verbot von Leerverkäufen daher relativ glimpflich überstanden hätten.

 

Einigen Hedge-Fonds hat diese Krise freilich spektakuläre Gewinne beschert. So setzte David Einhorn mit einem Greenlight Fund schon im vergangenen Jahr auf den Untergang von Lehman Brothers, und Philip Falcone von Harbinger Capital nutzte mit Leerverkäufen die Schwäche von HBOS aus.

 

Ärger um die Leerverkäufe entstand, weil offenbar einige wenige Hedge-Fonds den Bogen überspannten, negative Gerüchte streuten und von der Unruhe am Markt mit Leerverkäufen profitierten. Wir haben die Leerverkäufe vorläufig verboten, weil wir in der derzeit kritischen Situation an den Märkten dem Missbrauch vorbeugen müssen, heißt es daher bei der Londoner Finanzaufsicht FSA. Leerverkäufe an sich sind eine völlig legitime Handelsstrategie.

 

Text: F.A.Z.

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Bitte kein Posten ganzer Artikel und schon gar nicht außerhalb von Zitatblöcken und ohne Link zur Quelle.

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16.09.2008

Auda baut Hedgefonds-Angebot weiter aus

 

Der bankenunabhängige New Yorker Fondsmanager Auda Hedge LLC plant sein Hedgefonds Angebot weiter auszubauen. Dabei soll vor allem der Bereich quantitative Analyse erweitert werden, um den bisher eher qualitativen Investmentansatz des Unternehmens zu ergänzen. Durch die Kombination der beiden Ansätze sollen den Hedgefonds-Kunden im institutionellen Bereich noch tiefere Analysen und individuellere Produktlösungen angeboten werden.

 

Hierfür hat Auda George Chacko als neuen Chief Investment Officer (CIO) des Hedgefonds-Teams eingestellt. Dieser war Professor für Finanzwirtschaft an der Harvard Business School, wo er sich vor allem mit den Themen Risikomanagement und Portfoliokonstruktion für institutionelle Investoren befasste.

 

Ziel der Expansion soll eine Weiterentwicklung zu einem globalen Dachfonds-Manager sein. Aktuell verwaltet Auda weltweit 5,5 Milliarden US-Dollar in 22 Private-Equity- und Hedgefonds. 1989 hatte die Harald-Quandt-Familie Auda in New York gegründet, um ihre Hedge Fonds- und Private-Equity-Anlagen zu verwalten. Seit 1994 bietet Auda auch institutionellen und vermögenden Privatanlegern in Deutschland, Österreich und der Schweiz Zugang zu ausgewählten Dachfonds.

 

Quelle: Absolut|report

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Innovative Alternative

 

(DAS INVESTMENT) Mittwoch, 24. September 2008

 

Mit einem neuen Zertifikat (WKN: NM1FLL) stößt die japanische Bank Nomura die Tür zur Welt der Hedge-Fonds ein kleines Stückchen weiter auf. Basiswert ist der von Benchmark gemanagte Innovation Dach-Fonds. Unentdeckte Märkte und Talente will die österreichische Benchmark Capital Management für ihren Innovation Fund aufspüren. Bereits seit 2004 sucht Benchmark nach erfolgreichen Hedge-Fonds-Managern, die Nischenstrategien verfolgen. Bislang investierte die Gesellschaft einen Teil des Portfolios ihres Dachfonds Benchmark Alternative Opportunities in die Manager, die sich abseits des Mainstream bewegen. Anfang Juli hat die Gesellschaft dann einen eigenen Fonds für dieses Segment aufgelegt.

 

Derzeit investiert der Benchmark Innovation Fund vor allem in Zielfonds, die am Markt für besicherte Finanzierungen aktiv sind oder auf Spezialsituationen setzen. Aber auch Fonds mit Fokus auf Frachtraten finden sich im Portfolio. Entscheidend für die Zielfondsauswahl ist dabei stets, dass der Manager über langjährige Erfahrung verfügt, mit seinem Fonds aber eine Nischenstrategie oder einen neuen Investmentansatz verfolgt.

 

Ziel sind konstante, von den Kapitalmärkten unabhängige Erträge über Geldmarktniveau. Seit Benchmark die Strategie mit ihrem Dachfonds umsetzt, liegt der durchschnittliche jährliche Wertzuwachs bei 7,3 Prozent bei minimalen Schwankungen.

 

Ab Oktober können Anleger die hohe Einstiegssumme von 125.000 Euro umgehen und über ein Zertifikat von Nomura in den Fonds investieren. Kleines Ärgernis dabei: Von der Wertentwicklung des Fonds profitieren Anleger erst rund zwei Monate nach dem Start des Zertifikats. Maßgeblicher Stichtag für die Berechnung der Wertentwicklung ist der 29. Dezember. Dafür verzichtet Nomura auf eine Managementgebühr und einen Ausgabeaufschlag.

 

DAS-DERIVAT-URTEIL: Bislang hat die Auswahl Erfolg versprechender Nischen und Manager gut funktioniert und zu angemessenen Renditen bei sehr geringem Risiko geführt. Sollte das weiterhin gelingen, bietet das Zertifikat eine gute Möglichkeit zur Diversifikation.

 

Von: Christopher Nachtweh

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Posted · Edited by MHeinzmann

Bitte kein Posten ganzer Artikel und schon gar nicht außerhalb von Zitatblöcken und ohne Link zur Quelle.

 

Manchmal gehts nicht anders.

Ich wäre dafür, soweit möglich nur den Link zur Internetquelle und ein Satz Zusammenfassung zu posten, statt des ganzen Artikels.

Die vielen Postings blähen den Thread ziemlich auf.

Bei manchen Sachen ist das aber nicht möglich, dann sollte der ganze Artikel gepostet werden.

Wie z.B. Artikel aus der Epaper-Ausgabe der FAZ, weil andere auf den Link garnicht zugreifen können, weil sie keine Aboo haben.

Was ist deine Meinung norisk?

Wie ist das eigentlich mit dem Urheberrecht, wenn man einfach copy&paste macht?

 

 

 

 

Investoren ziehen Geld aus Hedge-Fonds ab

Die Gesellschaften stellen sich auf hohe Mittelabflüsse ein. Niedrigere Gebühreneinnahmen erhöhen den Druck, die Kosten zu reduzieren.

 

bes. LONDON, 30. September. Die Branche der Hedge-Fonds wappnet sich für schwere Zeiten. Wir stellen uns auf einen massiven Rückfluss von Anlagegeld ein, hieß es am Dienstag von einem Londoner Hedge-Fonds, der je nach Einzelfonds 40 bis 60 Prozent des investierten Volumens in liquiden Mitteln hält, um die Mittelabflüsse handeln zu können. Bis Dienstag mussten Investoren ihre Anträge auf Rückzahlung von Anlagegeld bei Hedge-Fonds eingereicht haben, wenn sie ihre Mittel gegen Ende des Jahres nach Ablauf der üblichen Sperrfrist (lock-up period) von drei Monaten zurückhaben wollen. Und nach den Meldungen, die bei zahlreichen Dachfonds bereits eingegangen waren, bereiteten sich Hedge-Fonds in London auf hohe Mittelrückflüsse vor.

 

Die Abflüsse bei den Hedge-Fonds haben zahlreiche Gründe. Die Fonds erhalten derzeit von ihren Banken, den sogenannten Prime-Brokern, keine Fremdfinanzierung mehr, um ihre Anlagestrategien erfolgreich umsetzen zu können. Schon im vergangenen Jahr mussten Hedge-Fonds ihren Fremdfinanzierungsanteil im Durchschnitt von Faktoren drei bis vier auf den Faktor zwei herunterfahren. Mittlerweile gibt es zahlreiche Fonds, die komplett ohne Fremdfinanzierung, also das sogenannte Leveraging, auskommen müssen. Fehlt jedoch der Einsatz von Fremdmitteln, dann fällt auch die Rendite auf das eingesetzte Anlagekapital der Investoren entsprechend niedriger aus.

 

Seit Januar dieses Jahres haben viele Fonds ihren Anteil an liquiden Mitteln um 50 Prozent erhöht, um Gelder an ihre Kunden auf Wunsch zurückzahlen zu können. Dies lähmt ebenfalls die Ertragskraft der Fonds wie auch die extreme Volatilität an den Märkten, die jegliche Absicherungsgeschäfte verteuert und die Gewinne der Fonds dahinschmelzen lässt.

 

Ein weiterer Schlag gegen die Branche ist es, dass Marktteilnehmern an allen großen Börsen der Welt Leerverkäufe von Finanztiteln verboten wurden eine Handelsstrategie, die zahlreiche Hedge-Fonds in dieser Finanzkrise gegen Banken eingesetzt hatten. Die Branche hat in diesem Jahr bisher einen Verlust von im Durchschnitt 9 Prozent zu verkraften. Bei vielen Einzelfonds sind die Einbußen noch wesentlich stärker ausgefallen. Dies bedeutet, dass fast alle Fonds lediglich die vergleichsweise niedrige Management-Gebühr vereinnahmen und derzeit keine Gewinngebühr von in der Regel 20 Prozent des Ertrages erheben können. Dies erhöht für viele Fonds den Druck, ihre Kosten zu reduzieren.

 

Die Reaktion der einzelnen Investoren ist verschieden. Die Branche blickt einerseits auf institutionelle Anleger wie Pensionsfonds, Versicherungen und Staatsfonds, die unabhängig von der Konjunktur und Finanzkrise hohe Beträge zu investieren haben und einen sehr langfristigen Anlagehorizont verfolgen. Diese professionellen Investoren bleiben ruhig, heißt es bei einem Londoner Hedge-Fonds: Wir haben in den vergangenen Tagen sogar Anfragen bekommen, ob man jetzt nicht wieder kräftiger in den Markt einsteigen solle, weil es langfristig gesehen eine gute Chance sei, günstige Titel zu akkumulieren. Wesentlich ängstlicher seien dagegen reiche Privatinvestoren. Sie sind verständlicherweise über die jetzige Panik und Unruhe an den Märkten besorgt und wollen ihr Geld zurück, sagt ein Vertreter eines britischen Hedge-Fonds. Die Anfragen, Mittel zurückzuzahlen, kämen daher vor allem über Dachfonds auf die Hedge-Fonds zu.

 

Der börsennotierte britische Hedge-Fonds MAN Group gab am Dienstag bekannt, dass seine Fonds allerdings im Sommer noch Mittelzuflüsse von rund 14 Prozent registriert haben. Insgesamt aber mussten die Fonds in diesem Jahr einen Verlust von 6 Prozent verkraften. Seit Anfang August hat die Aktie von MAN fast die Hälfte an Wert verloren.

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 01.10.2008 Seite 26

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Manchmal gehts nicht anders.

Ich wäre dafür, soweit möglich nur den Link zur Internetquelle und ein Satz Zusammenfassung zu posten, statt des ganzen Artikels.

Die vielen Postings blähen den Thread ziemlich auf.

Bei manchen Sachen ist das aber nicht möglich, dann sollte der ganze Artikel gepostet werden.

Wie z.B. Artikel aus der Epaper-Ausgabe der FAZ, weil andere auf den Link garnicht zugreifen können, weil sie keine Aboo haben.

Was ist deine Meinung norisk?

Ich bin dafür, möglichst den kompletten Artikel zu posten. Artikel aus Internetquellen verschwinden häufig nach einiger Zeit. Wenn Großteile des betreffenden Artikels irrelevant sind, reichen natürlich auch die wichtigen Passagen.

 

Auf ständige Zitatblöcke würde ich verzichten. Das erschwert die Lesbarkeit des Threads unnötig. Die Angabe der Quelle / des Links ist ausreichend.

 

Bei Artikeln, die aus einem kommerziellen Abobereich stammen und nicht frei veröffentlicht werden, wäre ich allerdings vorsichtig. Dann besser auf ein Posten des Artikels verzichten und wichtige Informationen in eigenen Worten im Posting erläutern!

 

Wie ist das eigentlich mit dem Urheberrecht, wenn man einfach copy&paste macht?

Da sehe ich nicht das Problem. Anderenfalls dürfte es z.B. aktiencheck.de nicht geben. Die Angabe der Quelle ist natürlich wichtig!

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Auch Hedge-Fonds entlassen

Das Ziel von Hedge-Fonds lautet, in jedem Marktumfeld Gewinn zu erwirtschaften. Doch davon ist die Branche weit entfernt: Die Renditen sind so schlecht wie seit Jahren nicht, Fonds werden geschlossen, Mitarbeiter entlassen - und Hilfe von der Regierung gibt es auch nicht.

...

Anleger ziehen Geld ab

Die Kreditkrise macht der Hedge-Fonds-Branche schwer zu schaffen. Nicht nur schränken sich Banken mit der Kreditvergabe ein, was besonders Hedge-Fonds trifft. Auch sind fast alle Vermögensklassen von dem Abschwung betroffen. Das spiegelt sich in den Renditen wider.

...

Highland steht unter verschärfter Beobachtung. In einem Brief, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, schrieben die Highland-Partner an ihre Kunden: "Unvorhergesehen Volatilität und Störungen im Finanzsystem stellen uns vor riesige Herausforderungen. Die Bedingungen haben sich in den vergangenen Wochen deutlich verschlechtert. Besonders in den vergangenen zwei Wochen."

...

Die US-Regierung wird den Hedge-Fonds nicht zur Hilfe eilen. Washington kündigte an, sich mit 250 Mrd. $ an Finanzinstituten zu beteiligen. Darunter fielen allerdings keine Hedge-Fonds, sagte US-Finanzminister Henry Paulson

Quelle Financial Times Deutschland

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Düstere Zeiten für Hedgefonds

Investoren ziehen Kapital ab und verstärken den Trend

 

bes. LONDON, 16. Oktober. Der Zusammenbruch von Lehman Brothers bedroht auch zahlreiche Hedge-Fonds. Die Branche hat über ihren amerikanischen Verband mitteilen lassen, dass liquide Mittel und Wertpapierpositionen in Höhe von schätzungsweise 65 Milliarden Dollar im Rahmen der Insolvenz von Lehman Brothers eingefroren wurden, die Hedge-Fonds bei der Bank meist als Sicherheit für Kredite unterhielten. Obwohl diese Wertpapierpositionen rechtlich den Hedge-Fonds gehören, werden sie so lange nicht an die Eigentümer ausgezahlt, bis der Insolvenzverwalter bestimmt hat, welchem Fonds welche Vermögenspositionen zustehen. Zwar hat der Londoner Insolvenzverwalter PWC vom Gericht die Zustimmung erhalten, mit diesem Prozedere zu beginnen. Im Umfeld von PWC hieß es allerdings, es könne Jahre dauern, bis der letzte Kunde von Lehman Brothers seine Sicherheiten zurückerhalten habe. Von Enron werden heute noch Positionen abgewickelt.

 

Das Debakel trifft vor allem Hedge-Fonds, die regelmäßig bei ihren Hausbanken, den sogenannten Prime Brokern, Wertpapiere und liquide Mittel als Sicherheiten für ihre aufgenommenen Kredite hinterlegen müssen. Lehman Brothers war einer der größten Prime Broker im Geschäft mit Hedge-Fonds, und nicht alle Fonds hatten ihre Mittel rechtzeitig von der strauchelnden Bank auf andere, stabile Konkurrenten übertragen. Zahlreiche amerikanische Hedge-Fonds sind deshalb an die Bank von England und die britische Finanzaufsicht herangetreten mit der Bitte, sich für eine Auszahlung der Mittel einzusetzen. Ansonsten sei das Überleben der Branche gefährdet, und darunter könnten alle Finanzmärkte leiden, hieß es.

 

Eine Möglichkeit nach britischem Recht wäre, PWC von etwaigen Sanktionen und einer Haftung zu befreien, sollte der Insolvenzverwalter dieser Bitte folgen. Dieser Vorschlag wurde jedoch nach Angaben der Financial Times von der Bank von England abgelehnt.

 

Die Branche der Hedge-Fonds wird derzeit hart getroffen. Ihre Strategien gehen an den Märkten oftmals nicht mehr auf, weil die extreme Volatilität der Kurse die Absicherungskosten in die Höhe steigen lässt. Strategien, die fast ein Jahr lang hohe Erträge einspielten, wie der Leerverkauf von Bankaktien gegen den Kauf von Minen- und Rohstoffwerten, sind nicht mehr möglich. Gleichzeitig streichen die Prime Broker den Hedgefonds ihre Kreditlinien, so dass die Spekulanten nicht mehr mit so viel Fremdkapital arbeiten können wie zuvor. Einige Fonds können sich überhaupt nicht mehr fremdfinanzieren. Dies reduziert das Gewinnpotential des eingesetzten Kundenkapitals gewaltig.

 

Die Angst vor einem Zusammenbruch zahlreicher Hedge-Fonds hat viele Geldgeber inzwischen veranlasst, Mittel abzuziehen. Diese Entwicklung dürfte sich noch beschleunigen; Marktteilnehmer gehen davon aus, dass bis Mitte kommenden Jahres 20 bis 50 Prozent der weltweiten Hedge-Fonds nicht mehr durchhalten könnten.

 

Sobald jedoch Investoren ihre Gelder von den Hedge-Fonds abziehen, müssen diese in der Regel Positionen an den Finanzmärkten auflösen. Angesichts ihres kräftigen Einsatzes von Fremdkapital bedeutet dies allerdings, dass Hedge-Fonds überproportional große Anlagepositionen verkaufen müssen, um ein Drittel oder ein Viertel des Erlöses an die Investoren in Form ihres Anlagekapitals zurückzahlen zu können.

 

Je mehr freilich die Investoren fürchten müssen, dass ihre Hedgefonds die Finanzkrise nicht überleben werden, desto schneller ziehen die Marktteilnehmer ihr Kapital ab. Dies beschleunigt den Teufelskreislauf, in dem sich vor allem zahlreiche kleine und mittelgroße Hedgefonds befinden.

 

Die derzeitige Schwächephase der Branche unterminiert auch die Erträge der Investmentbanken, denn das Geschäft mit Hedge-Fonds war eine der lukrativsten Sparten für diese Finanzinstitute bis kurz vor Ausbruch der Krise. Auch die Börsen fürchten, dass sie die Schwierigkeiten der Branche in Form deutlich niedrigerer Handelsumsätze zu spüren bekommen könnten. An der Londoner Börse, der London Stock Exchange (LSE), entfiel vor Ausbruch der Finanzkrise mehr als die Hälfte des Umsatzes im Aktienhandel auf das computergesteuerte Geschäft (algorhythmic trading) mit Hedge-Fonds.

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17.10.2008 Seite 14

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Aus: dasinvestment.com

 

Hedge-Fonds-Zertifikate brechen ein

(DAS INVESTMENT) Donnerstag, 23. Oktober 2008 -

 

Die großen Verwerfungen an den weltweiten Finanzmärkten in den vergangenen Monaten hat auch die Hedge-Fonds-Branche hart getroffen. Der auf täglicher Basis von Hedge Fund Research berechnete HFRX Global Hedge Fund Index ist seit Jahresanfang um knapp 18 Prozent gefallen. Einzelne Subindizes, in denen Hedge-Fonds verschiedener Kategorien zusammengefasst werden, liegen mitunter 20 bis 45 Prozent im Minus.

 

Werden diese Verluste bis Ende Dezember nicht aufgeholt, steht dieser Investmentgattung das mit Abstand schlechteste Jahr ihrer Geschichte ins Haus.

 

Mit den Hedge-Fonds gingen zuletzt auch die Kurse der über 200 in Deutschland emittierten Hedge-Fonds-Zertifikate in den Keller. So verlor das Tremont Investable Hedge Fund Zertifikat (WKN: CSFB0C) von Credit Suisse, dass den gleichnamigen Branchen-Vergleichsindex abbildet, in den vergangenen vier Wochen um die 20 Prozent an Wert. Einige der mehr als 30 von der Deutschen Bank emittierten Zertifikate liegen auf Jahressicht über 30 Prozent im Minus.

 

Auch das bisher durchaus erfolgreiche und eher konservative Rising Star I Hedge Zertifikat (WKN: CZ3177) hat seit Jahresbeginn per 30. September mehr als acht Prozent eingebüßt und kam damit noch glimpflich davon. Während für einige dieser Produkte von den Emittenten derzeit überhaupt keine Verkaufskurse gestellt werden, hat sich bei Anderen die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs spürbar erhöht.

 

Wesentlich besser schlugen sich hingegen Zertifikate, die sogenannte Managed-Futures-Strategien oder Trendfolgemodelle abbilden. Sie konnten von den starken Marktbewegungen und den zunehmenden Schwankungen teilweise erheblich profitieren. So legte das von Exane Finance S.A. aufgelegte Superfund A Zertifikat (WKN: A0S16S) seit Jahresbeginn um 28 Prozent zu. Doch auch Anleger dieses Zertifikats benötigten starke Nerven. Im April und Juli mussten Kursrücksetzer von über neun beziehungsweise mehr als zwölf Prozent verdaut werden.

 

Von: Felix Hannemann

Kategorie: Zertifikate

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Posted · Edited by Sapine

nks. NEW YORK, 24. Oktober. Die Branche der Hedge-Fonds befindet sich wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten in einem massiven Ausleseprozess. Hedge-Fonds, die bisher damit warben, sowohl in Hausse wie Baisse Geld zu verdienen, haben in den vergangenen drei Monaten schätzungsweise 180 Milliarden Dollar verloren.

 

Hedge-Fonds haben in diesem Jahr im Durchschnitt knapp 18 Prozent Verlust gemacht, berichtet der Informationsdienst Hedge Fund Research. Die Folge: Kunden, zu denen sowohl reiche Privatanleger als auch Institutionen wie Pensionskassen oder Versicherer gehören, ziehen Geld ab. In den vergangenen Wochen hatten Hedge-Fonds bereits Aktien verkauft, um Anlegern ihr Geld zurückzahlen zu können. Das hat nach einhelliger Meinung von Marktteilnehmern stark zum Druck auf die Aktienkurse beigetragen.

 

Der Ökonom Nouriel Roubini von der New York University rechnet wegen der Abflüsse von Kundengeldern inzwischen mit dem Kollaps Hunderter Hedge-Fonds. „Wir haben eine Situation völliger Panik erreicht“, sagte der für seine bislang korrekten Prognosen zur Finanzkrise bekannte Roubini auf einer Konferenz von Hedge-Fonds-Managern in London. „Es wird einen massiven Ausverkauf von Anlagen geben, und Hunderte von Hedge-Fonds werden zusammenbrechen“, sagte Roubini voraus.

 

Roubini befürchtet, dass es zu einem Ansturm der Anleger auf die Hedge-Fonds kommt, der diese zu Zwangsverkäufen zwingt, was wiederum weitere Kursverluste verursacht. Er hält es für möglich, dass die Aufsichtsbehörden deshalb gezwungen sein könnten, den Börsenhandel wochenlang auszusetzen. „Seien Sie nicht überrascht, wenn die politischen Entscheidungsträger in den kommenden Tagen die Märkte für eine oder zwei Wochen schließen müssen“, sagte Roubini.

 

Für die in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsene und weitgehend unregulierte Branche ist die Finanzkrise die erste größere Zäsur. Nach Angaben von Hedge Fund Research ist die Zahl der weltweit tätigen Hedge-Fonds in den vergangenen drei Monaten erstmals zurückgegangen. Nachdem 217 Fonds geschlossen wurden, zählt die Branche derzeit 10 016 Mitglieder. „Die Branche ist vollständig in den Abwärtssog der Finanzkrise geraten“, schreibt Analyst Eberhardt Unger von der Frankfurter Analysegesellschaft Fairesearch. Im Juli musste die Branche nach Angaben von Unger Mittelabflüsse von 12 Milliarden Dollar und im September schon von 40 Milliarden Dollar hinnehmen. Die Informationsdienste Trim-Tabs und AMG Data berichten von verstärkten Abflüssen bis in den Oktober hinein.

 

„In den vergangenen fünf oder sechs Jahren schien es, als ob sich jeder eine Visitenkarte am Computer ausdrucken, sich als Hedge-Fonds-Manager bezeichnen und eine Menge Geld aufnehmen konnte“, sagt Richard Moore, der Schatzmeister von North Carolina, der für die Pensionskassen des Bundesstaates Geld in Hedge-Fonds investiert. Diese Zeiten seien für immer vorbei, meint Moore.

 

Auch mehrere große und bekannte Hedge-Fonds sind in jüngster Zeit in die Defensive gegangen. Sie haben große Teile ihres Aktienbestandes verkauft und in barähnliche Anlagen umgeschichtet. Steven Cohen, Chef des Hedge-Fonds SAC Capital Advisors, hat nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ rund 7 Milliarden Dollar aus Aktien abgezogen und in Geldmarktpapiere investiert. Das entspricht etwa der Hälfte des Gesamtportfolios dieses an der Wall Street stark beachteten Fonds. Cohen plan angesichts der jüngsten Kursverluste und der Panikstimmung unter Marktteilnehmern, bis zum Ende des Jahres mit neuen Aktienanlagen abzuwarten, hieß es.

 

Israel Englander, Chef des ähnlich großen Hedge-Fonds Millennium Partners, hat ebenfalls 6 Milliarden Dollar aus dem Aktienmarkt abgezogen. Und John Paulson, der im vergangenen Jahr mit einer erfolgreichen Wette auf fallende Häuserpreise Schlagzeilen gemacht hatte, setzt mit seinem 35-Milliarden-Dollar-Fonds Paulson & Co. derzeit ebenfalls überwiegend auf Geldmarktpapiere. SAC Capital lag bis Ende September 9 Prozent im Minus. Millenium Partners verbuchte Verluste von 0,5 Prozent. Der Fonds von Paulson & Co. machte in diesem Jahr allerdings zwischen 15 Prozent und 25 Prozent Gewinn. Der Fonds hatte mit Erfolg auf fallende Kurse bei Finanzwerten gesetzt, die besonders stark unter Druck geraten waren. Der breitgefasste Aktienindex S&P 500 liegt mit rund 40 Prozent im Minus – deutlich stärker als der durchschnittliche Hedge-Fonds.

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25.10.2008 Seite 22

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Wow sie könnens nicht lassen einfach komplette Artikel ohne link, ohne Quote und ohne eigenen Kommentar reinzuspamen.

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Wow sie könnens nicht lassen einfach komplette Artikel ohne link, ohne Quote und ohne eigenen Kommentar reinzuspamen.

 

Lies mal die Kommentare zum Thema posten durch. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Dies war ein Artikel aus dem E-paper der FAZ, so was kann man garnicht verlinken.

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Zum Zitieren:

 

Ein Verlinken von Beiträgen ist für ein sauberes Zitieren nicht nötig, insbesondere dann nicht, wenn der Artikel nicht online zur Verüfgung steht. Die Quelle war angegeben soweit auch ok. :thumbsup:

 

Längere Artikel sollten jedoch nur im Ausnahmefall eingestellt werden und bitte generell eigenen Text und fremden Text optisch trennen. Dies geht über die Zitatklammern, die ich jetzt nachträglich eingefügt habe oder meinetwegen auch mit Anführungszeichen oder was auch immer angenehme sein mag. ;)

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Hohe Verluste

Hedge-Fonds fehlt der Renditehebel

von Sebastian Bräuer (New York)und Elisabeth Atzler (Frankfurt)

 

Angesichts der Probleme vieler Hedge-Fonds erwägen institutionelle Investoren in den USA, ihr Kapital abzuziehen. Die Fonds müssen sich zugleich auf staatliche Regulierungen gefasst machen.

 

"Es gibt eine große Zahl von Marktteilnehmern, die ihre Anlagestrategie angesichts der Hedge-Fonds-Krise überdenken", sagt Steven Foresti, der für Wilshire Consulting Pensionsfonds berät. Der Marktexperte warnt vor überstürzten Reaktionen. "Ich rate meinen Kunden davon ab, vorschnell umzuschichten", sagt Foresti. "Die Frage ist ja im derzeitigen Marktumfeld auch, wohin mit dem Geld."

 

Die Hedge-Fonds leiden derzeit nicht nur unter ihren eigenen Verlusten, sondern auch unter der sparsamen Kreditvergabe der Banken. Jahrelang profitierten die Fonds davon, mit Fremdkapitalanteilen ihre Einsätze zu hebeln, was in guten Zeiten höhere Renditen garantierte. Manche Strategien, die auf kleinste Preisunterschiede setzen, sind ohne diesen Hebel auch gar nicht möglich. Doch inzwischen sind viele Banken selbst so sehr in Not, dass sie nicht mehr oder nur wenig Geld an Hedge-Fonds ausleihen.

 

"Der hohe Verschuldungsgrad ist enorm wichtig", sagt Kenneth Heinz, Chef des Datenanbieters Hedge Fund Research (HFR). "Der schwerere Zugang zu Fremdkapital ist für die Fonds nicht gerade günstig." Gerade für institutionelle Anleger waren Hedge-Fonds genau aus diesem Grund interessant: Die meisten US-Pensionsfonds dürfen selbst nicht auf Pump Aktien kaufen und vertrauten deswegen Teile ihres Portfolios Hedge-Fonds an.

 

Die Branche ist seit Monaten in der Krise. Von Januar bis September 2008 haben Hedge-Fonds HFR zufolge im Schnitt rund zehn Prozent verloren. Der mit Abstand schlechteste Monat war bislang der September, in dem das Gesamtvolumen der Hedge-Fonds auf 1720 Mrd. $ zusammenschmolz. Im Oktober, für den es noch keine offiziellen Daten gibt, dürfte sich der Abwärtstrend noch verstärkt haben. "Wir erwarten alleine im Oktober ein durchschnittliches Minus von fast neun Prozent", sagt Heinz. Branchenbeobachter erwarten eine Pleitewelle. Bis Ende 2009 werde jeder vierte Hedge-Fonds nicht mehr am Markt sein, erwartet Charles Biderman, Chef von Trimtabs Investment Research.

 

Anleger enttäuscht

 

Die erfolgsverwöhnten Hedge-Fonds haben Anleger stark enttäuscht: Sie wollen in allen Marktphasen zumindest kein Geld verlieren und verlangen dafür hohe Erfolgsgebühren. In der Kreditkrise wird aber deutlich, dass dieses Versprechen nur schwer oder gar nicht eingelöst werden kann.

 

Die Abwärtsspirale wurde durch Verluste fast aller Strategien in Gang gesetzt, in die Hedge-Fonds ihr Geld stecken. "Im aktuellen Marktumfeld ist es schwer, Gewinn zu erzielen, egal mit welcher Strategie", sagt Sol Waksman, Präsident des Forschungsinstituts Barclay Group.

 

Teilweise werden den Hedge-Fonds komplexe Anlagemodelle zum Verhängnis. Die beiden größten Hedge-Fonds von Citadel haben beispielsweise auf Preisabstände zwischen Anleihen und Ausfallversicherungen spekuliert. Jetzt liegen die Fonds 35 Prozent im Minus, weil sich die Differenzen seit der Pleite von Lehman Brothers vergrößerten statt verkleinerten. Ein ehemaliger Vorzeigefonds ist Preiseinbrüchen im Energiesektor zum Opfer gefallen: Im September musste der Vermögensverwalter Ospraie seinen größten, knapp 3 Mrd. $ schweren Hedge-Fonds schließen und die Kunden auszahlen. Aktien-Hedge-Fonds leiden wiederum unter dem vorübergehenden Verbot von Leerverkäufen, über die sie auf fallende Kurse wetten.

 

Restriktionen

 

Selbst ihr im Vergleich zu den Börsen geringerer Verlust hilft Hedge-Fonds nicht: Da andere Anlageklassen 2008 mehr eingebüßt haben, steigt die Hedge-Fonds-Quote im Portfolio der Anleger automatisch, teils über erwünschte Schwellen. Dann müssten die Kunden Geld zurückverlangen, sagt Matthias Knab, Direktor des Branchendienstes Opalesque.

 

Einige Hedge-Fonds versuchen bereits, die Abzugswelle mit Restriktionen zu stoppen. Centaurus Capital und Polygon Investment zum Beispiel, zwei der Branchenriesen, haben den Maximalbetrag gedeckelt, den sie auf einmal auszahlen. Doch mit solchen Maßnahmen lassen sich Kundenverluste nur kurzzeitig stoppen.

 

Zugleich müssen sich Hedge-Fonds auf Einschränkungen gefasst machen: Die EU-Finanzminister erwägen, künftig Hedge-Fonds regulieren. Auch in den USA erheben Politiker diese Forderung.

 

aus: FTD vom 5.11.08

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"Hedge-Fonds-Krise

 

Nobelpreisträger mit negativer Rendite

 

Myron Scholes ist berühmt für seine Formel zur Bewertung von Aktienoptionen. Doch der Nobelpreisträger steckt in Schwierigkeiten: Sein Hedge-Fonds verlor im Oktober ein Drittel seines Werts. Scholes hat damit Erfahrung: 1998 brachte er das gesamte Finanzsystem in Gefahr."

 

Quelle: Financial Times Deutschland

 

http://www.ftd.de/koepfe/whoiswho/:Hedge-F...l?nv=cd-topnews

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Aus www.dasinvestment.com:

 

Konzentriertes Hedge-Fonds-Portfolio

(DAS INVESTMENT) Mittwoch, 03. Dezember 2008 -

 

DWS Go bietet erstmals ein Zertifikat auf einen Hedge-Dachfonds an. Das Renditeziel des konzentrierten Portfolios der Schweizer Genium Advisors ist äußerst ehrgeizig.

 

Hedge-Fonds stehen einmal mehr unter Beschuss. Sie seien für die Finanzkrise zumindest mit verantwortlich, argumentieren die einen. Sie seien mit den Märkten abgestürzt und hätten die Anleger nicht vor Verlusten bewahrt, wie sie es doch eigentlich sollten, beschweren sich andere.

 

Beides sind Pauschalurteile, die sich so nicht halten lassen. Noch immer gibt es erfolgreiche Manager, die für die Anleger weitgehend unabhängig von Marktentwicklungen positive Erträge erwirtschaften.

 

Roland Priborsky von der Schweizer Beratungsgesellschaft Genium Advisors sucht nach solchen Managern und investiert mit seinem erst Ende Mai aufgelegten Genium AI Fund laut Factsheet in neun Fonds, die unterschiedliche Strategien verfolgen. Ziel ist, unabhängig von der Entwicklung an den Märkten 6 bis 8 Prozent über dem Geldmarkt zu erwirtschaften.

 

DWS Go bietet ab Anfang kommenden Jahres ein Zertifikat auf den Hedge-Dachfonds der Schweizer an. Das Papier aus der Safe-Reihe der DWS soll den Unterlagen zufolge sogar 14 bis 16 Prozent vor Kosten bringen, da es auf die gehebelte Tranche des Fonds setzt.

 

Zu den Zielfonds zählt nach Priborskys Angaben der Fairfield Sentry, der mit einer konservativen Strategie, hierzulande besser bekannt vom Herald Fund, seit 1990 jedes Jahr im Plus geschlossen hat; der Multi-Strategy-Fonds Millennium International, der aktuell erstmals seit 1990 leicht im Minus liegt, und der Valhalla Investment Partners, der mithilfe eines Computermodells investiert und seit 1999 stets zweistellige Renditen erwirtschaftet.

 

Ob sich der Genium-Fonds mit dieser Auswahl sicher durch die Krise steuern lässt, lässt sich aktuell indes nicht absehen. Bis Ende September hat der Fonds seit dem Start Ende Mai sein Versprechen jedenfalls nicht halten können, sondern 4,7 Prozent verloren. Für den Oktober liegen noch keine offiziellen Zahlen vor, der Verlust liegt aber Edgar Wissler vom Genium-Vertriebspartner Safera zufolge in einer ähnlichen Größenordnung.

 

Das bislang nur simulierte Portfolio, das Anfang des Jahres für das Zertifikat aufgelegt wird, hat sich besser geschlagen. Einige Zielfonds, die sich noch in der schon laufenden Fondsklasse finden, werden darin nicht mehr berücksichtigt. Zudem geht die Performance auf derzeit erfolgreiche Managed-Futures-Fonds wie den Tulip Trend Fund und den Amplitude Dynamic Trading Fund zurück, die künftig im Portfolio der neuen Klasse berücksichtigt werden sollen.

 

Obsich auf diese Weise einfach die Vergangenheit in die Zukunft fortschreiben lässt, ist ungewiss - das zeigt allein das seinerzeit nach den gleichen Kriterien ausgewähltre Portfolio der im Mai gestarteten Klasse.

 

Anleger sollten daher sehr genau beobachten, wie sich der Fonds in den kommenden Monaten schlägt, bevor sie sich für das Zertifikat entscheiden. Etwas Zeit haben sie ohnehin noch: Die Zeichnungsfrist für das Zertifikat läuft von Anfang Januar bis zum 12. März.

 

DAS-DERIVAT-URTEIL: Eine Zielrendite von 14 bis 16 Prozent erscheint äußerst ambitioniert. Theoretische Rückrechnungen belegen dabei regelmäßig gar nichts. Angesichts der für Hedge-Fonds-Zertifikate typischen hohen Gebühren dürfen Anleger ohnehin nicht erwarten, dass Erträge in dieser Größenordnung bei ihnen ankommen.

 

Von: Christopher Nachtweh

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Den Tulip Trendfolger gbts schon ab 1.000 zu kaufen http://www.trader-inside.de/viewtopic.php?t=3043

 

 

Danke für den link. Hat man den nicht auch im Galaxy drin?

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Ja, aber nur die ungehebelte, währungsgesicherte $-Variante. Als Einzelfond ist der Tulip 2x gehebelt und in .

Außerdem entfallen die Verwaltungsgebühren für den Galaxy.

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Ehemaliger Nasdaq-Chef festgenommen

12. Dezember 2008 Ein ehemaliger Chef der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq ist unter Betrugsverdacht festgenommen worden. Bernard Madoff wird verdächtigt, Investoren um mindestens 50 Milliarden Dollar betrogen zu haben, wie die Ermittler in New York mitteilten. Madoff wurde am Donnerstag festgenommen und später gegen eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Dollar wieder freigelassen.

 

FAZ.net

 

Skandal ist vergleichbar mit dem Enron-Zusammenbruch ^^

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Weil es so schön ist gleich nochmal:

 

http://www.focus.de/finanzen/news/finanz-t...aid_355611.html

 

Finanz-Tsunami <h1 id="ArticleHeadline" class="f-xxxl bld">Gigantisches Schneeballsystem gescheitert</h1> Der frühere Nasdaq-Chef Bernard Madoff hat Jahre lang seinen Fonds über ein Schneeballsystem finanziert und rund 50 Milliarden Dollar verspielt.

 

 

So sehen Hedgefonds Nachrichten aus. 99% des Inhalts hier sind Hedgefondswerbetexte.

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