Hedgefonds Nachrichten

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18.04.2008

 

Dexia stellt zwei Multi-Strategy Dachhedgefonds vor

 

Sowohl der Dexia World Alternative (DWA) Alphamax (ISIN: LU0132841726) mit einem Returnziel von 8 bis 10 Prozent p.a. und einer Zielvolatilität von maximal 5 Prozent, der das konservativere Produkt mit 65 Subfonds darstellt, als auch der konzentriertere DWA Alpha Dynamic (ISIN: LU0159968204, Returnziel 10 bia 12 Prozent, maximale Vola 7 Prozent) mit 45 Subfonds wurden anläßlich eines Investorenfrühstücks in Wien präsentiert.

 

Beide Fonds verfügen über einen mehr als fünfjährigen Track Record und haben in den letzten beiden Kalenderjahren jeweils um die zehn Prozent p.a. Performance erzielt, wobei der Alpha Dynamic naturgemäß die Nase vorn hatte. Beide Gefäße haben eine steuerliche Vertretung in Österreich.

 

Albertus Rigter, CFA vom Alternative Investmenteam der Dexia legte dabei ausführlich den Investmentprozess des Hauses dar, der sehr stark auf die Vermeidung von Risiken fokussiert ist und es dem Fonds durch qualitative Analyse ermöglichte, Engagements in Amaranth, Peloton, Endeavour und andere Blow Ups zu vermeiden. Das gescreente Universum umfaßt 5000 Hedgefonds, insgesamt werden im Dexia World Alternative 2,1 Milliarden EUR in 5 Subfonds, von denen 2 näher vorgestellt wurden, verwaltet.

 

Die quantitative Analyse zerlegt den Fonds in seine Performancequellen und Exposures, so konnte man feststellen, dass viele L/S Equity-Manager in den letzten Jahren beispielsweise ein großes Marktrisiko eingingen, indem sie short large cap und long small/ mid cap und damit alles andere als Alpha-Generatoren durch Aktienselektion waren.

 

In der Portfolio-Optimierung wird sehr starker Wert auf die Reduzierung der Korrelation der einzelnen Fonds gelegt, um etwa im Unterschied zu den gängigen Hedgefondsstrategie-Indizes, die untereinander sehr hoch korreliert sind, eine höheres Maß an Diversifikation zu erreichen.

 

Was den Ausblick für 2008 anlangt, so geht man bei Dexia Alternatives von einer sich abschwächenden Weltkonjunktur aus, die Emerging Markets sollten aber ein Abgleiten in eine weltweite Rezession verhindern. Aktienbewertungen seien im Gegensatz zu 2001 nicht überdehnt, der Unternehmenssektor mit Ausnahme der Banken fahre keinen hohen Leverage, die Bilanzen seien gesund.

 

Was Credit Spreads anlangt, so habe der Markt wahrscheinlich zu stark übertrieben, wie einige Modelle zeigen, hier könnten sich für Spezialisten Chancen auftun. Noch bestehe hier aber keine Eile, weil das Sentiment noch dagegen spricht. Emerging Markets verlangen eine selektiver Herangehensweise, da der Markt in seiner Gesamtheit bereits keinen Bewertungabschlag zu ersten Welt mehr aufweist. Hier sind Manager wie etwa jener, der am Wachstum des Marktes für brasilanische Konsumentkredite partizipiert und zuletzt 25 Prozent Return erreichte, interessant.

 

Generell läßt sich sagen, dass bei L/S Euqity Strategien, aber auch in anderen Bereichen spezialisierten Managern eindeutig der Vorzug gegenüber Generalisten zu geben ist. Dexia positioniert sich entsprechend und hat Manager im Portfolio, die etwa Long/ Short in einer bestimmten Branche, wo sie über spezielles Know How verfügen, umsetzen.

 

Was Strategien als solche angeht, so ist man für Fixed Income und Convertible Arbitrage negativ. Bei Fixed Income, speziell US-Treasuries, sieht man im Unterschied zum Aktienmarkt eine Bubble, da die US-Zinsen teilweise schon unter der Inflation liegen. Bei Wandelanleihen ist trotz des Anstiegs der Volatilität wegen der Knappheit des Materials wenig zu holen. Positiv gestimmt ist man bei Dexia für Quant-Strategien, Global Macro, Event Driven und Distressed, eher neutral tritt man L/S Equity, Emerging Markets und L/S Credit entgegen.

 

In dem aktuellen Umfeld, das spezialisierten Managern, die keinen zu hohen Leverage fahren, selektiv Chancen infolge der gestiegenen Volatiltät bietet, fühlt sich das Dexia Alternatives Team jedenfalls wohl. (kb)

 

Quelle: Institutional Money

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Einmal mehr wurden die Hedgefondsmanager im März ihrem eigenen Anspruch, in allen Marktphasen Gewinne zu erzielen, nicht gerecht. Von den 13 Strategien des alle Anlagestile umfassenden Benchmarkindex Credit-Suisse/Tremont-Hedge-Fund erzielten im März gerade mal zwei einen Gewinn. Zehn Anlagestile waren zum Teil deutlich im Minus, und die Strategie Equity Market Neutral bewegte sich nicht vom Fleck.

 

Der Gesamtindex, der aus etwa 500 Hedgefonds besteht, gilt als repräsentativ für die Branche. Auch er verlor im März 2,11 Prozent, sogar mehr als der Aktien¬-Weltindex MSCI World, der nur knapp zwei Prozent nachgab. Das ist für Hedgefonds ein geradezu katastrophales Ergebnis. Schließlich sollen sie bei schwachen Aktienmärkten das Portfolio diversifizieren und vor Verlusten schützen.

 

Das ist ja nicht so toll...

War doch das Hauptargument von Hedge-Produkten?

 

 

Dach-Hedgefonds-Anleger kamen bisher mit blauem Auge davon

 

Auch seit Jahresbeginn liegen im Credit-Suisse-Index nur fünf Anlagestile im Plus, acht dagegen im Minus. Ein mageres Ergebnis für die Alleskönner. Neben den Leerverkäufern überzeugten vor allem die Managed-Futures- und Global-Macro-Strategie, die mit einem Plus von 10,5 und 6,9 Prozent ihrem Ruf gerecht wurde, sich in Baisseperioden gegenläufig zu entwickeln und als Absicherung des Portfolios zu fungieren. Die strategieübergreifenden Gesamtindizes sind seit dem ersten Januar aber nur leicht im roten Bereich. Das Credit-Suisse-Barometer gab um zwei Prozent, das HFRI-Pendant um drei Prozent nach.

 

Verglichen mit den 11,5 Prozent Verlust des MSCI World ist das wenig. Da der Großteil der Anleger Dachfonds im Depot hat, kamen sie bisher also mit einem blauen Auge davon.

 

Hmm...

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Das ist ja nicht so toll...

War doch das Hauptargument von Hedge-Produkten?

 

Hmm...

Es gibt Tausende Hedgefonds mit den verschiedensten Ansprüchen. Die Aussage im Artikel der Börse Online ist hier etwas pauschal. Das Verhalten eines Hedgefonds ist eine Frage der Strategie des einzelnen Fonds (und seines Erfolges damit). Eine absolut perfekte Strategie kann es selbstverständlich nie geben. Die Welt ist schließlich auch nicht perfekt. Der Hedgefondsmanager, der behauptet er hätte eine immerwährend funktionierende Strategie, ist entweder dumm oder ein Betrüger.

 

Hedgefondsstrategien sind im Regelfall anders als die üblichen Kapitalmarktstrategien (bzw. sollten es sein). Hedgefonds sind aber sicherlich nicht besser als andere Kapitalmarktprodukte. Das Performancepotential kann durch komplexe Strategien bei gleichem Risiko oder durch ineffiziente Märkte und Situationen an der einen oder anderen Stelle höher sein. Dafür sind auch die Kosten höher. Eine Abhängigkeit zwischen der Reduzierung von Risiken und Performanceeinbußen gilt bei Hedgefonds natürlich grundsätzlich ebenfalls.

 

Bei Anlagen im Hedgefondsbereich kommt es jedoch eher auf das wann der Schwankungen an (Diversifikation).

 

Es gibt im Hedgefondsbereich durchaus aktien- und rentenmarktunabhängige Strategien. Es liegt an jedem Anleger, sich aus der Vielzahl der Strategien die gewünschten auszusuchen und zu gewichten. Möchte man unabhängige Strategien, muss man eben entsprechend wählen - z.B. Managed Futures, etc.. Hedgefonds möchten nicht unbedingt vor Verlusten schützen. Möchte man unter Risikogesichtspunkten eine Harakiri-Strategie, lässt sich auch diese finden.

 

Die Unabhängigkeit der einen oder anderen Strategie von den üblichen Kapitalmärkten heißt natürlich nicht, dass sie gezwungendermaßen gegenläufig ist. Das wäre ja auch nicht zielführend, da sich dann jeder Erfolg beim einen Produkt durch einen Misserfolg beim anderen Produkt ausgleichen würde.

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17.04.2008

Pioneer lanciert Absolute-Return-Fonds basierend auf Hedgefonds-Strategie

 

Pioneer Alternative Investments hat einen Absolute-Return-Fonds auf den Markt gebracht, der auf dem Pioneer Long/Short European Equity basiert. Beim Pioneer Absolute Return Equity Fund (ISIN: LU0321238056 für die institutionelle Klasse I; LU0321237751 für die Klasse A) handelt es sich um einen UCITS-III-konformen Fonds, mit dem die Freiheiten eines Hedgefonds in einen klassischen Fondsmantel eingebunden werden können. Dies ermöglicht Investoren von den erweiterten Investitionsmöglichkeiten eines Hedgefonds zu profitieren, ohne auf die gewohnten regulatorischen UCITS-Rahmenbedingungen verzichten zu müssen.

 

Der Absolute Return Equity Fund, der im November letzten Jahres lanciert wurde, basiert auf einem Modell das bereits seit April 2002 existiert. Kauf und Verkauf sind auf wöchentlicher Basis möglich. Die Managementkosten variieren von bis zu 1,77% p.a. für die Klasse I bzw. bis zu 2,20% für die Klasse A. Für die institutionelle Klasse I beträgt die Mindestanlage 500.000,- Euro, bei Klasse A sind es 5.000,- Euro.

 

Quelle: Absolut|report

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Posted · Edited by MHeinzmann

Und sind das in Teutschland steuerlich "weiße" Fonds?

 

18.04.2008

 

Dexia stellt zwei Multi-Strategy Dachhedgefonds vor

 

Beide Fonds verfügen über einen mehr als fünfjährigen Track Record und haben in den letzten beiden Kalenderjahren jeweils um die zehn Prozent p.a. Performance erzielt, wobei der Alpha Dynamic naturgemäß die Nase vorn hatte. Beide Gefäße haben eine steuerliche Vertretung in Österreich.

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Und sind das in Teutschland steuerlich "weiße" Fonds?

Dazu habe ich bisher keine Informationen gefunden. In der Vergangenheit waren sie es zumindest nicht, da beim elektronischen Bundesanzeiger keine Daten vorhanden sind.

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Mehrwert von Hedgefonds

 

Von Stefan Scholz, Leiter Quantitative Analysis Group, RMF Investment Management

Veröffentlicht am: 07. Februar 2008

 

Auf der Suche nach hohen, stabilen Renditen mit begrenztem Verlustrisiko haben alternative Asset-Klassen an Attraktivität gewonnen. Der Grund: Sie weisen eine geringe Korrelation zu klassischen Anlagen auf und bieten daher wichtige Diversifikationseffekte.

 

Mehrwert für das institutionelle Portfolio?

 

Der vorliegende Beitrag analysiert aus quantitativer Sicht folgende Fragen: Schafft die Beimischung von Hedgefonds Mehrwert für das institutionelle Portfolio? Sind spezielle Stilallokationen geeigneter als standardisierte Fund of Funds? Welchen Einfluss hat die Struktur der Liabilities auf die Hedgefonds-Allokation? Helfen Hedgefonds das Risiko einer Unterdeckung zu vermindern?

 

Mithilfe der Surplus-Optimierung, welche sich als geeignetes Verfahren zur Untersuchung von Hedgefonds-Allokationen im Rahmen eines Asset Liability Managements (ALM) erwiesen hat, werden vier Fälle von Hedgefonds-Beimischungen betrachtet. Die Zusammenfassung der Optimierungsresultate zeigt, dass in allen vier Fällen die Efficient Frontier oberhalb der ursprünglichen Efficient Frontier liegt, das heisst, Hedgefonds schaffen Mehrwert. Ferner lässt die Beimischung bei gleichem Risiko eine höhere Rendite erwarten.

 

In einem Asset-Liability-Umfeld können grundsätzlich zwei Anlagekategorien unterschieden werden: Assets, die eine Gleichläufigkeit zu den Liabilities aufweisen, und Assets, die Rendite generieren. Aufgrund obiger Resultate lassen sich Hedgefonds analog zu Aktien letzterer Kategorie zurechnen. Diese Sichtweise wird auch von weiteren Analysen, welche die Robustheit der Ergebnisse für verschiedene Zeiträume und variierende Ausgangsportfolios betrachten, unterstrichen. Des Weiteren bestätigt sich die Tendenz zur Reallokation von Aktien zu Hedgefonds. Insgesamt erweist sich ein gut diversifizierter Dach-Hedgefonds attraktiver und weniger riskant als Aktien.

 

Hedgefonds-Stilallokation abhängig von der Liability-Struktur

 

Basierend auf der Risiko-Rendite-Charakteristik des traditionellen Portfolios, rücken bei der Hedgefonds-Allokation unterschiedliche Stile in den Vordergrund. Bei einem aktienlastigen Portfolio spielen Managed Futures eine wichtige Rolle, da sie in schwierigen Marktphasen eine negative Korrelation mit Aktien aufweisen. Werden Liabilities miteinbezogen, nimmt die Bedeutung von Managed Futures weiter zu, da beide von Trends im Zinsmarkt abhängen. Die Allokation zum Stil Relative Value ist im Rahmen des ALM nur für kurzfristige Liabilities in einem defensiven Portfolio von Bedeutung. Equity Hedged und Event Driven sind jene Stile, welche vom jeweiligen Marktumfeld am stärksten beeinflusst werden. Equity Hedged erreicht erwartungsgemäss die maximale Hedgefonds-Allokation für den gesamten Betrachtungszeitraum während der Hausse-Phase. In einer Aktien-Baisse generiert hingegen Event Driven einen positiven Renditebeitrag. Dieses etwas überraschende Ergebnis ist darauf zurückzuführen, dass in der Analyseperiode die Aktien-Baisse mit der Hausse-Phase im Kreditzyklus zusammenfällt. Von dieser Hausse profitieren Distressed Securities, eine Teilstrategie von Event Driven.

 

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Abbildung: Optimierungsresultate für unterschiedliche Hedgefonds-Beimischungen; Quelle: Man.

 

Risiko einer Unterdeckung reduziert

 

Das asymmetrische Renditeprofil von Hedgefonds wirkt sich auch auf den Deckungsgrad positiv aus, da Hedgefonds das absolute Risiko managen und damit bemüht sind, Verluste zu meiden. Hedgefonds helfen, das Verlustrisiko von traditionellen Portfolios zu reduzieren, ohne das Gewinnpotenzial zu stark einzuschränken.

 

Die Beimischung im Rahmen der Portfolio-Optimierung unter Verwendung der Downside-Deviation als Risikomass liefert drei wichtige Erkenntnisse: Mit Hedgefonds lässt sich die Gesamtrendite eines traditionellen Asset-Portfolios stabilisieren. Zweitens dienen Hedgefonds beim ALM als Rendite generierende Anlage. Und drittens zeigt sich, dass der optimale Hedgefonds-Anteil und Stilmix sowohl von der Zusammensetzung des traditionellen Asset-Portfolios als auch von der Liability-Struktur abhängen. Hedgefonds ermöglichen somit, absolute Liabilites mit absoluten Renditen zu decken, und erlauben in diesem Sinne eine Investment-Philosophie, welche in absoluten Renditen definiert ist.

 

Quelle: Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten

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Korrelationen in Krisenzeiten

 

04.05.2007

 

Gold und Anleihen schützen gegen fallende Aktienkurse

 

Eine Studie zeigt, dass der Mythos von Gold als krisenfeste Geldanlage seine Berechtigung hat. Auch Anleihen bieten Schutz vor fallenden Kursen. "Anleihen und Gold sind ein sicherer Hafen in unruhigen Börsenzeiten, im Durchschnitt korrelieren sie negativ mit den Aktienmärkten", sagt Dr. Reza Darius Montasser, Autor der Studie und Vorstand der Innsbrucker Alpenbank.

 

Lege nicht alle Eier in einen Korb

 

Diversifikation ist das Zauberwort der Modernen Portfoliotheorie. Verteile dein Geld über viele verschiedene Anlageklassen und du wirst das Risiko senken, ohne die Rendite zu schmälern, so die Kernaussage. Dahinter steckt die Annahme, dass sich der Wert der einzelnen Anlageklassen unterschiedlich entwickelt.

 

Streut der Investor sein Vermögen, so verringert er die Verlustgefahr, weil er nicht mehr nur einer einzigen Anlageklasse auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist.

 

Wenn Aktien schlecht laufen, fallen nicht alle anderen Anlageklassen

 

Eine Studie macht nun deutlich, wie stark verschiedene Anlageklassen von der Entwicklung des Aktienmarktes abhängen. Durchgeführt wurde sie von Reza Darius Montasser, Vorstand der Innsbrucker Alpenbank.

 

"Immer wieder fragten Investoren: funktioniert das Prinzip der Diversifikation überhaupt", beschreibt Montasser den Grund für die Studie. "Es ist nämlich der Eindruck weit verbreitet, dass bei einem schlecht laufenden Aktienmarkt alle Anlageklassen in den Keller gehen", sagt er. "Das stimmt nicht, wie sich herausgestellt hat."

 

Messung anhand des Korrelationskoeffizienten

 

Montasser betrachtete die Wertentwicklung der einzelnen Anlageklassen und stellte sie dem Verlauf des Dax seit 1960 gegenüber. Die Abhängigkeit zweier Klassen beschreibt er mit dem sogenannten Korrelationskoeffizienten, der von +1 bis -1 reichen kann.

 

Eine Korrelation von +1 steht für einen perfekten Gleichlauf zweier Anlageklassen, eine Korrelation von -1 für eine vollkommen gegenläufige Bewegung. Korrelieren zwei Anlageklassen mit minus eins, würde beispielsweise die eine Klasse um fünf Prozent fallen, wenn die andere um fünf Prozent steigt. Eine Korrelation von null bedeutet, dass die Wertentwicklungen völlig unabhängig voneinander sind.

 

Anleihen korrelieren negativ mit Aktien

 

Wichtigste Erkenntnis der Studie: Anleihen und Gold bieten einen dauerhaften Schutz gegen sinkende Kurse auf dem Aktienmarkt. Im langjährigen Durchschnitt zeigen Anleihen eine Korrelation von -0,44.

 

Das bedeutet, dass Anleihen in 44 Prozent der Fälle eine andere Richtung einschlagen als Aktien. Damit sind sie die Anlageklasse, die sich mit der höchsten Wahrscheinlichkeit gegenläufig entwickelt.

 

Gold entwickelt sich unabhängig von Aktien

 

Gold korreliert mit -0,06. Das Edelmetall zeigt damit nicht unbedingt eine gegenläufige Bewegung. Durch die Korrelation von nahezu null entwickelt es sich jedoch relativ unabhängig vom Aktienmarkt.

 

Zusätzlich zum langjährigen Durchschnitt seit 1960 untersuchte Montasser die Korrelationen bei stark fallenden Kursen. "In Krisenzeiten verlieren Anleihen mit einer Korrelation von -0,37 ein wenig von ihrer Schutzfunktion", sagt er.

 

Offene Immobilienfonds sind ideal zur Risikostreuung

 

Der gestiegene Wert verrät, dass sich Anleihen in schlechten Börsenzeiten weniger oft dem Trend entziehen können als im langjährigen Durchschnitt. Bei Gold hingegen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich gegenläufig zu sinkenden Kursen entwickelt: es korreliert mit Aktien in Krisenzeiten mit -0,13.

 

"Guten Schutz gegen fallende Aktienkurse bieten auch Offene Immobilienfonds", sagt der Experte. "Mit einer Korrelation von dauerhaft nahezu null ist diese Anlageklasse fast vollkommen unabhängig vom Aktienmarkt."

 

Hedgefonds halten, was sie versprechen

 

Für Montasser unerwartet: die Entwicklung von Hedgefonds. Diese Fondsgattung hält offenbar, was sie verspricht: eine Absicherung gegen fallende Kurse bei gleichzeitiger Teilnahme an Bullenmärkten.

 

In normalen Börsenzeiten bewegen sich Hedgefonds nahezu parallel zu Aktien (Korrelation +0,77). In Krisenzeiten sinkt diese Abhängigkeit jedoch auf +15 Prozent. "Hedgefonds werden damit dem Anspruch einer relativ marktneutralen Entwicklung gerecht", resümiert Montasser.

 

 

Korrelation mit Aktien

 

Von 1960 bis März 2007 (in %)

1. Anleihen: -44,0

2. Offene Immobilienfonds: -4,0

3. REITs: 58,0

4. Private Equity: 55,0

5. Hedgefonds: 77,0

6. Rohstoffe: 31,0

7. Gold: -6,0

 

In Krisenzeiten (in %)

1. Anleihen: -37,1

2. Offene Immobilienfonds: -1,0

3. REITs: 9,0

4. Private Equity: 41,6

5. Hedgefonds: 15,3

6. Rohstoffe: 4,6

7. Gold: -13,2

 

Quelle: Dr. Reza Darius Montasser Research

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Korrelationen und Performance verschiedener Hedgefondsstrategien

 

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Quelle: Institut für Finanzplanung

 

 

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Quelle: MAN Investments

 

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Quelle: MAN Investments

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22.04.2008

Neuer Dach-Hedgefonds von First Avenue Partners

 

First Avenue Partners LLP lanciert mit dem FAP Hedge Fund Opportunities Funds einen neuen sog. Seeder-Hedgefonds, wie der Absolut|report im Gespräch mit Christian Benigni, Gründungspartner der First Avenue Partners, erfuhr. Der FAP Hedge Fund Opportunities Fund verwendet ein Hedge Fund Incubation Modell, d.h. es werden Investments in neu aufgelegte Hedgefonds getätigt. Darüber hinaus investiert der Fonds in seit einiger Zeit aktive Hedgefonds zur "Beschleunigung" des Wachstums dieser Fonds, sowie in Hedgefonds, welche eine negative Wertentwicklung überstehen mussten.

 

Der FAP Hedge Fund Opportunities Fund ist als eine open ended Investmentgesellschaft in Guernsey strukturiert und ist bis zum Ende des Jahres 2008 monatlich, danach quartalsweise, liquide. Der Fonds startet mit bereits investierten 100 Mio. Euro. Angestrebt wird eine annualisierte Nettoinvestitionsrendite von 15-20%.

 

Quelle: Absolut|report

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21. April 2008

 

Profis auf Schnäppchenjagd

 

Von Peter Köhler und Robert Landgraf

 

Finanzinvestoren und Hedge-Fonds haben ein einträgliches Geschäft entdeckt: Den Kauf von Krediten aus Übernahmefinanzierungen. Finanzinvestoren erzielen in der Krise hohe Renditen aus den Notverkäufen der Banken. Indes sorgen die angeblichen Kreditverkäufe zweier Branchengrößen für Aufmerksamkeit.

 

FRANKFURT. Es werden zweistellige Renditen erzielt ohne einen übermäßigen Kapitaleinsatz. Das macht die Transaktionen für Private Equity und Hedge-Fonds so attraktiv, sagt Daniel Scharpenack, Chef von Cis Asset Management, einem der größten unabhängigen Akteure im Bereich von verbrieften Krediten in Europa. Der Reiz für die Käufer seien höhere Preisabschläge als in den Jahren 2001/2002, als das Platzen der Internetblase zu starken Verwerfungen auch am Kreditmarkt geführt hatte.

 

Für Aufmerksamkeit sorgen angebliche Kreditverkäufe von Citigroup und Deutscher Bank. Das deutsche Institut hat offenbar in einer ersten Tranche fünf Mrd. Dollar an Krediten zur Übernahmefinanzierung an zwei Beteiligungsgesellschaften aus den USA verkauft. Wahrscheinlich werde die Bank in Europa Kredite in einem ähnlichen Umfang abgeben, hieß es in Finanzkreisen. Die Citigroup habe sich zudem von Krediten über 12,5 Mrd. Dollar getrennt. Ich erwarte Nachahmer bei den Verkäufen, sagt Bernd Knobloch, Chef von Europas größtem Immobilienfinanzierer Eurohypo. Hier nutzen Banken die Gunst der Stunde, um ihre verstopfte Pipeline aufzumachen, ergänzt Benedikt von Schröder, Partner bei der Merchant Bank Augusta & Cie. Nur über einen Kreditabbau können die Banken wieder neues Geschäft aufnehmen. In Bankenkreisen werden insbesondere auch Verkäufe von JP Morgan erwartet, die sich bei Übernahmefinanzierungen stark engagiert hatten und die Kredite nicht wie geplant syndizieren und am Markt platzieren konnten. Insgesamt wartet nach den Berechnungen von Vivek Tawadey, Analyst bei BNP Paribas, weltweit ein Kreditvolumen von 125 Mrd. Euro auf den Verkauf. Davon sind in Europa 58 Mrd. Euro zu finden.

 

Nach Einschätzung von Knobloch gibt es ausreichend Kapital, um die Kredite der Unternehmen zu kaufen, die mit einer hohen Fremdkapitalquote arbeiten. Bislang hat aber die Angst vor einer weiteren Zuspitzung der Krise zu einer Zurückhaltung der Investoren geführt. Beim Verkauf der Citigroup-Kredite sollen die Finanzinvestoren Apollo, TPG und Blackstone zugegriffen haben. Als weitere Interessenten für derartige Transaktionen werden in Bankenkreisen etwa KKR, Goldman Sachs und der Hedge-Fonds Avenue Capital genannt.

 

Wie Scharpenack beobachtet, werden von den Verkäufern zugleich günstige Finanzierungen mit angeboten, so dass die genauen Preise nicht ersichtlich werden. Er geht davon aus, dass die Preisabschläge signifikant sind und unter den Kreditindexpreisen liegen, die in den letzten Tagen wieder inRichtung 90 Prozent gingen. Tawadey ermittelt in einer Modellrechnung im Fall Citi bei einem Kreditverkauf von 12,5 Mrd. Dollar und einem Durchschnittswert von Libor (Geldmarktsatz unter Banken, derzeit knapp fünf Prozent) plus 2,50 Prozentpunkte eine Rendite von 19 Prozent für die Private-Equity-Häuser. Er legt dabei eine Fremdfinanzierung von drei Viertel des Volumens und einen Preisabschlag von zehn Prozent zugrunde.

 

Scharpenack sieht keinen erneuten Preiseinbruch bei Krediten, da mit den Verkäufen die Finanzierung für zwölf bis 24 Monate angeboten werde. Zudem sei der Markt immer noch vergleichsweise billig im Gegensatz zur Lage bei Hochzinsanleihen oder Aktien.

 

Quelle: Handelsblatt

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Hedge-Fonds lüften den Schleier

 

(DAS INVESTMENT) Freitag, 25. April 2008

 

Die deutschen Anbieter von Hedge-Fonds wollen mehr Informationen über ihre Anlagestrategien preisgeben. Dazu stellt der Bundesverband Alternative Investments (BAI) ab sofort grundlegend überarbeitete Standard-Fragebögen zur Verfügung. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zu mehr Transparenz von Hedge-Fonds, erklärt BAI-Bereichsleiter Frank Dornseifer.

 

Die sogenannten Due Diligence Questionnaires können auf der Internetseite des BAI bestellt werden. Dieses Angebot richtet sich an potenzielle Anleger: Sie sollen mit den Fragebögen standardisiert Informationen über die Einzel- und Dachfonds von den Hedge-Fondsgesellschaften einholen können. Das soll ihnen dabei helfen, mögliche Risiken der teilweise hochspekulativen Produkte besser einzuschätzen.

 

Von: Christian Hilmes

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2. Mai 2008

 

Stochern im Nebel

 

Von Udo Rettberg

 

Die weltweite Finanzmisere hat die sonst so selbstbewusst und zielgerichtet auftretende Hedge-Fonds-Branche stark verunsichert. Selbst erfahrene Manager dieser neuen Art der Finanzinvestition sind von der Intensität und Breite der Krise überrascht. Derzeit streiten sich die Hedge-Fonds Pioniere über den Zeitpunkt der Wende an den Finanzmärkten.

 

FRANKFURT. Einige Hedge-Fonds sind sowohl an den Aktien- als auch an den Bondmärkten zu früh auf die Long-Seite - also auf die Seite der Optimisten - gewechselt und sitzen daher heute auf hohen Verlusten. Die anderen, die auf günstige Einstiegschancen gewartet haben, sind trotz der jüngsten Stabilisierung Finanzmärkte noch immer nicht bereit, konsequent auf eine Wende zu setzen.

 

"Bargeld ist Trumpf", sagt Howard Marks, Chairman von Oaktree Capital Management, der die Notwendigkeit sieht, genügend Liqquidität für sich in Zukunft bietende Kaufgelegenheiten auf der hohen Kante zu haben. Selbst erfahrene Hedge-Fonds-Manager wie Robert C. Watson, Gründer und Chairman von Lyster Watson in New York, zeigen sich von der Intensität und Breite der Krise überrascht. Ähnlich wie Watson lässt auch Marks kein gutes Haar an der Geldpolitik der US-Notenbank, der Wirtschaftspolitik der US-Regierung und dem "Kreditwahn der Banken".

 

Watson fühlt sich bei einer Analyse der Finanzmärkte und der Weltwirtschaft an die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erinnert. "Es gibt zahlreiche Parallelen", sagt er. Sowohl Watson als auch Marks glauben, dass die auf Unsicherheiten bestehende hohe Schwankungsbreite an den Finanzmärkten anhalten wird. "Hat sich der Nebel dann im Jahresverlauf erst einmal gelichtet, wird der Markt unzählige Investmentchancen erkennen und nutzen", sagt Watson.

 

In den Startlöchern stehen dabei vor allem jene Hedge-Fonds, die die Strategie "Distressed Securities" verfolgen, also Wertpapiere von in finanziellen Notlagen befindlichen Unternehmen erwerben. "Wir sind noch nicht am Wendepunkt angelangt", sagte Marks am Rande des Investmentforums der Spängler-Bank. Dieser Zeitpunkt sei erst gekommen, wenn die Zahl der Unternehmens-Insolvenzen kräftig steigt. Experten erwarten dies schon für die nächsten Wochen und Monate. Diane Vazza, Leiterin des Bond-Researchs von Standard & Poors, sieht die Gefahr, dass die Zahl der Unternehmenspleiten "signifikant" steigen wird. Im ersten Quartal 2008 hat die Expertin 17 Pleiten von Bondemittenten - nach nur sechs im gleichen Zeitraum 2007 - gezählt.

 

Hoch verschuldete Unternehmen in konjunkturzyklischen Industriezweigen wie Bau, Immobilien und Einzelhandel dürften in Kürze nicht mehr in der Lage sein, ihren Schuldendienst zu leisten, sagt Jon Moulton von Alchemy Partners, einem britischen Alternativ-Investment-Haus. Doch auch Moulton ist sich über den Einstiegszeitpunkt an den Finanzmärkten nicht im Klaren.

 

Zunächst einmal werde sich die Lage noch verschlechtern, glaubt er. Da bis zum vollständigen Verschwinden der bei Kreditstrukturen gemachten Dummheiten Zeit notwendig sei, dürften noch mehr Unternehmen in Schwierigkeiten geraten. "Von Woche zu Woche erhöht sich die Zahl der Einstiegschancen", sagt Moulton. Um das Potenzial ausschöpfen zu können, hat sein Haus jetzt einen neuen Distressed-Fonds aufgelegt.

 

Quelle: Handelsblatt

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06.05.2008

 

Kursgewinne auch bei fallenden Märkten

 

von Martin Diekmann

 

Unabhängig davon, ob die Börsen steigen, fallen oder seitwärts laufen, lassen sich mit marktneutralen Investments positive Renditen erzielen. Voraussetzung ist, dass die Fondsmanager einen guten Riecher haben.

 

Das Risiko spielt bei Anlegern derzeit eine große Rolle. Verunsichert durch Subprime-Krise, Rezessionsängste und hohe Schwankungen an den Aktienmärkten fragt sich wohl so mancher Investor, ob es nicht besser wäre, den Märkten den Rücken zu kehren - wer weiß, ob es in den nächsten Monaten nicht noch weiter bergab geht. Es gibt allerdings einige Manager, denen das sogar gelegen käme.

 

Denn sie können zwar auch bei steigenden Märkten Gewinne erzielen, ihre Chancen steigen aber bei seitwärts laufenden und besonders bei fallenden Aktienmärkten. Dazu gehören Hedge-Fonds-Manager, die auf Long-Short-Strategien setzen, und damit eine sogenannte marktneutrale Strategie verfolgen. Einzige Voraussetzung für deren Erfolg: Die Einschätzungen zu Einzelwerten müssen richtig sein.

 

"Die Entwicklung des Markts spielt für den erwarteten Gewinn keine Rolle, denn die Grundidee marktneutraler Strategien besteht darin, das allgemeine Marktrisiko auszuschalten", sagt Wolfgang Hötzendorfer, Chief Investment Officer bei State Street Global Advisors. "Marktneutrale Fonds sind somit weder mit den Aktienmärkten noch mit anderen Finanzmärkten korreliert."

 

Schönheitsfehler Vertrieb

 

Ein marktneutrales Portfolio besteht zu 100 Prozent aus Aktien, für die der Fondsmanager positiv gestimmt ist und zu weiteren 100 Prozent aus Papieren, von denen er eine schlechtere Entwicklung erwartet. Abgebildet wird das Short-Portfolio über einen Swap. "Da sowohl die Long- als auch die Short-Seite bezogen auf ihr Volumen deckungsgleich sind, führt das aggregiert zu einem Gesamt-Portfolio unter Ausschluss des Marktrisikos Beta", erläutert Hötzendorfer die Strategie.

 

Geht die Einschätzung der Manager auf - die Werte, in denen sie long sind, steigen, diejenigen, in denen sie short sind, fallen - ist die Entwicklung des Gesamtmarkts egal, da der Fonds nur die Entwicklung der ausgewählten Papiere abbildet. Liegen die Manager mit dem Großteil der ausgewählten Papiere jedoch falsch, droht Anlegern ein Verlust, obwohl die Marktentwicklung vielleicht gerade äußerst positiv verläuft.

 

Weiterer Schönheitsfehler: Es gibt die Produkte zwar bereits in Deutschland, allerdings dürfen sie als sogenannte Single-Hedge-Fonds - die also nur eine Strategie verfolgen - aus Risikogründen nicht aktiv vertrieben werden. Anleger, die trotzdem ein solches Produkt wünschen, müssen bei Kapitalanlagegesellschaften nachfragen und dort einen solchen Fonds explizit ordern.

 

Wetten auf die Verlierer

 

Ohne Probleme zugänglich ist eine Alternative, die das gleiche Prinzip verfolgt, allerdings mit geringerem Einsatz auf der Long-/Short-Seite: So genannte 130/30-Fonds sind hierzulande seit 2006 erhältlich. Die Manager der Produkte setzen mit insgesamt 130 Prozent ihres Kapitals auf Titel, denen sie Kursgewinne zutrauen und daneben mittels Derivaten bis zu 30 Prozent auf solche Aktien, deren künftige Kursentwicklung sie negativ beurteilen.

 

Die Steigerung des Fondsvermögens über 100 Prozent hinaus ist möglich, da die Manager für die eingegangenen Short-Positionen Prämien erhalten, die sie wiederum im gleichen Ausmaß in Aktien investieren, die ihnen besonders ertragreich erscheinen.

 

"Als Ergebnis dieses Prozesses bleibt der Netto-Investitionsgrad zwar bei 100 Prozent, aber der Brutto-Investitionsgrad beträgt 160 Prozent, nämlich 13030", sagt Oliver Plein, Produktspezialist Aktien bei der DWS.

 

Im Gegensatz zu den marktneutralen Hedge-Fonds sind 130/30- Fonds benchmark-orientiert, sie zielen also darauf ab, relativ zu ihrem Vergleichsindex einen Zusatzertrag zu erwirtschaften. Geben die Märkte über einen längeren Zeitraum nach, wird es also auch für die 130/30-Manager immer schwieriger, eine positive Performance zu erzielen.

 

Auch hier gilt aber, dass sich der Fondsmanager mit seinen Entscheidungen exponiert - liegt er richtig, winken Anlegern zusätzliche Erträge gegenüber dem Vergleichsindex, liegt er falsch, drohen Verluste, auch wenn der Markt gerade gut dastehen sollte.

 

Mehr als ein Dutzend der Fonds auf verschiedene Anlageregionen sind derzeit erhältlich, über die Performance lässt sich aufgrund der erst kurzen Laufzeit allerdings noch keine verlässliche Aussage treffen. In den USA nutzt etwa JP Morgan die Produkte allerdings bereits seit Januar 2004 und hat damit nach eigener Aussage gute Erfahrungen gemacht.

 

DWS größter Anbieter in Deutschland

 

"Unser Fonds hat seit seiner Einführung den US-Aktienindex S&P 500 nach Abzug der Gebühren um mehr als fünf Prozent jährlich übertroffen", sagt Paul Quinsee, der die US-Aktiengruppe von JP Morgan Asset Management in New York verantwortet. Das gleich gemanagte Long-Only-Portfolio erzielte demgegenüber einen Zusatzertrag von nur 2,5 Prozent.

 

Größter hiesiger Anbieter ist die DWS mit aktuell sieben 130/30-Produkten, darunter zwei Rentenfonds. Zu den neusten Anbietern der Produkte am deutschen Markt zählt JP Morgan Asset Management mit vier Fonds, jeweils zwei davon legen in den USA und Europa an.

 

Quelle: Financial Times Deutschland

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09.05.2008

 

Ken Kinsey-Quick: Subprime zu billig, Rohstoffe zu teuer

 

Subprime ist für Anleger inzwischen ein Unwort. Zu den wenigen, die es lieben, gehört Ken Kinsey-Quick, Manager des Thames-River Warrior Hedgefonds. 2007 hat er viel Geld mit Fonds verdient, die von der Krise profitierten. 2008 setzt er auf einen Erholung des Sektors.

 

Subprime-Papiere zu billig, ...

 

"Angesichts der zu erwartenden Ausfallquoten sind die Preise inzwischen zu niedrig. Bei manchen Papieren zahlt man nur noch zehn Cent für einen Dollar", sagt Kinsey-Quick.

 

... Rohstoffe zu teuer

 

Zudem sieht er Übertreibungen an den Rohstoffmärkten. "Die Rohstoffpreise sind von Anlegern und nicht von Fundamentaldaten in die Höhe getrieben worden", sagt der Südafrikaner.

 

Damit schwimmt Kinsey-Quick weiter gegen den Strom. Aber: Wer langfristig hohe Renditen erzielen will, muss das tun.

 

Thames River Warrior Fund-Zertifikat (WKN A0FDGY) von Nomura

 

Performance Thames River Warrior Fund (in %)

2008: -2,6*

2007: 35,0

2006: 14,4

2005: 10,2

2004: 12,1

2003: 18,2

 

Performancedaten: Nomura / Altrus, Performance Fonds, *Thomson Financial, Performance Zertifikat

 

Quelle: fundresearch.de

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Threadneedle: Rohstoffe im Visier

 

(DAS INVESTMENT) Dienstag, 06. Mai 2008

 

Die Londoner Fondsgesellschaft Threadneedle steigt in das Geschäft mit Rohstofffonds ein. Noch in diesem Jahr wird ein neuer Hedge-Fonds der Gesellschaft aufgelegt, der auf die Märkte für Bodenschätze setzt. Später sollen auch aktiv gemanagte Investmentfonds folgen.

 

Wir wollen mit Rohstoffinvestments wachsen und unsere Produktpalette erweitern, erklärt William Frewen. Er leitet bei Threadneedle den Bereich Renteninvestments, zu dem der neue Geschäftsbereich zählt.

 

Die Rohstoffsparte des Unternehmens wird von David Donora aufgebaut. Er arbeitet seit voriger Woche bei Threadneedle. Zuvor war er für MF Global UK tätig, eine tochter der Londoner Hedge-Fondsgesellschaft Man Group. Dort leitete er das Geschäft mit strukturierten Rohstoffinvestments.

 

Von: Christian Hilmes

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Salus Alpha: Immobilien als vierte Instanz

 

(DAS INVESTMENT) Freitag, 16. Mai 2008

 

Der Wiener Vermögensverwalter Salus Alpha kommt in der nächsten Woche mit einem neuen Fonds auf den deutschen Markt: Der Salus Alpha Real Estate (WKN: A0M0XW) investiert nach einem quantitativen Modell in börsennotierte Immobiliengesellschaften. Die Aktienquote kann bei schlechten Aussichten für die Betongoldbranche bis auf Null heruntergefahren werden. Außerdem kann Fondsmanager Oliver Prock auch auf fallende Kurse setzen.

 

Somit ist das Kapital auch in schwierigen Situationen abgesichert, erklärt Prock. Er strebt bei dem Fonds eine Rendite von 10 bis 15 Prozent an. Im aktuellen Jahr liegt der am 21. Januar bei der Wiener Fondsgesellschaft Erste Sparinvest aufgelegte Fonds 0,9 Prozent im Plus. Salus Alpha ist bereits mit drei anderen Investmentfonds in Deutschland vertreten. Sie investieren ähnlich wie Hedge-Fonds weltweit in Aktien (WKN: A0MYS2) oder bilden Indizes für die Strategien Event Driven (ISIN: AT0000A08QE6) und Managed Futures (ISIN: AT0000A08QJ5) nach.

 

Der Ausgabeaufschlag beträgt jeweils bis zu 5,55 Prozent, die jährliche Verwaltungsgebühr 1,25 Prozent.

 

Von: Christian Hilmes

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Salus Alpha Managed Futures - Salus Alpha Event Driven - Salus Alpha Real Estate

Zulassung zum Direkt-Vertrieb in Deutschland steht kurz bevor

 

Im letzten Jahr hat Salus Alpha mit dem Salus Alpha Equity Hedged Geschichte geschrieben, als sie als weltweit erster Anbieter einen UCITS III konformen Long/Short Aktienfonds auf den deutschen Markt brachten, der es neben Privatanlegern auch endlich §34c Vermittlern ermöglichte von dieser Anlagestrategie zu profitieren. Durch die positive Reaktion der Anleger und Vermittler auf diesen Fonds sahen sich die Experten bei Salus Alpha in ihren Bemühungen bestätigt, weitere UCITS III konforme Alternative Investment Fonds auf den Markt zu bringen.

 

So werden am 20. Mai 2008 gleich drei neue Fonds aus dem Hause Salus Alpha für den Direkt-Vertrieb auf dem deutschen Markt zugelassen, der Salus Alpha Event Driven, der Salus Alpha Managed Futures und der Salus Alpha Real Estate. Dadurch kann sich das Unternehmen wieder einmal von der Konkurrenz abheben. Mit der Erweiterung der Produktpalette wird weiter auf Bedürfnisse der Anleger eingegangen und somit eine immer größere Auswahl an Alternative Investment Fonds zur Verfügung gestellt.

 

Die Fonds stellen auch wie ihr Vorgänger ein Richtlinienkonformes Sondervermögen im Sinne des Investmentgesetzes (InvG) dar. Sie bieten Anlegern eine optimale Möglichkeit ihre Portfolios gegen unerwünschte Kursschwankungen zu immunisieren. Vor allem für §34c Vermittler sind diese UCITS III konformen Fonds sehr attraktiv. Da die Fonds reguliert sind, stehen sie auch §34c Vermittlern zur Verfügung. Sowohl der Salus Alpha Managed Futures, der Salus Alpha Event Driven als auch der Salus Alpha Real Estate bieten Anlagemöglichkeiten in Alternative Investments mit gleichzeitiger Sicherheit eines regulierten Fonds, wodurch mit diesen drei neuen Fonds die Produktpalette an für §34c Vermittler zugänglichen Alternative Investments enorm vergrößert wird. Somit bieten sich §34c Vermittler und ihren Kunden noch bessere und noch nie da gewesene Möglichkeiten der Fondsanlage.

 

Der Salus Alpha Event Driven nutzt spezielle Situationen auf dem Markt wie etwa die aktuelle Situation der Sub-Prime Krise aus, um daraus Erträge für die Investoren zu erwirtschaften. Der Fonds investiert in den an der Wiener Börse notierten EDX Event Driven Index, der seit Berechnungsbeginn einen Ertrag von rund 11% p.a bei einer Volatilität von 4% p.a aufweist. Der Index setzt sich aus bis zu 20 qualifizierten Event Driven Managern weltweit zusammen, was fachgerechte Beurteilung der Marktlage und ein optimiertes Chancen-Risikoverhältnis für das Portfolio garantiert.

 

Der Salus Alpha Managed Futures ermöglicht es Privatanlegern weltweit erstmals Long/Short an Commodities zu profitieren bei gleichzeitiger UCITS III Konformität. Der Fonds investiert in den an der Wiener Börse notierten MFX Managed Futures Index, der seit Berechnungsbeginn eine Performance von 15% p.a bei einer Volatilität von 9% p.a aufweist und sich aus bis zu 20 etablierten Trendfolge Experten weltweit zusammen setzt, die versuchen signifikante Marktbewegungen und Trends auszunutzen.

 

Der Salus Alpha Real Estate investiert direkt in börsenotierte Immobilienaktien und bietet dem Anleger eine erwartete Rendite von 10 - 15% p.a. bei täglicher Liquidität. Er versucht nicht einen Index nachzubilden sondern durch aktive Einzelinvestitionen den Gesamtertrag zu vergrößern, somit ist eine große Diversifikation in der Auswahl der Aktien garantiert. Der Fonds zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, sowohl Short als auch zu 100% in Cash zu gehen. Somit ist das Kapital auch in schwierigen Situationen abgesichert.

 

Mit nun insgesamt schon vier UCITS III regulierten Alternative Investment Fonds kann sich Salus Alpha weiter von der Konkurrenz abheben und unterstreicht damit beeindruckend die Vorreiterrolle Österreichs im Bereich täglich liquider Alternative Investment in Europa.

 

Die Fonds sind ab 20. Mai 2008 über die gängigen Plattformen erhältlich wie:

* Augsburger Aktienbank

* Ebase

* Frankfurter Fondsbank

* Metzler Fund Exchange

* Fondsdepotbank

* Cortal Consors

* Direktanlage

 

Quelle: Presseaussendung Salus Alpha Financial Services GmbH

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Umfrage: Welche Strategien bringen Hedge-Fonds am meisten?

 

(DAS INVESTMENT) Mittwoch, 14. Mai 2008

 

Die Hedge-Fonds-Strategien Global Makro, Distressed Securities und Equity Volatility werden in den kommenden zwölf Monaten die besten Ergebnisse der Branche erreichen. Das sagen zumindest die über 1.000 Verantwortlichen aus 500 Finanzinstituten, die die Deutsche-Bank-Tochter Hedge Fund Capital Group zu diesem Thema befragte.

 

Global-Makro-Manager folgen den großen weltweiten Kapitalmarkttrends egal, in welche Richtung sie laufen. Distressed-Securities-Fonds investieren in die Papiere von Firmen mit wirtschaftlichen Problemen. Und Equity Volatility ist eine Technik, um hohe Kursschwankungen an Aktienmärkten in Gewinne umzuwandeln. Vor allem die starke Unabhängigkeit dieser Strategien vom Aktienmarkt werde sich sehr positiv auf die Rendite auswirken, meinten die Befragten.

 

Von: Andreas Scholz

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Die Fonds stellen auch wie ihr Vorgänger ein Richtlinienkonformes Sondervermögen im Sinne des Investmentgesetzes (InvG) dar. Sie bieten Anlegern eine optimale Möglichkeit ihre Portfolios gegen unerwünschte Kursschwankungen zu immunisieren. Vor allem für §34c Vermittler sind diese UCITS III konformen Fonds sehr attraktiv. Da die Fonds reguliert sind, stehen sie auch §34c Vermittlern zur Verfügung. Sowohl der Salus Alpha Managed Futures, der Salus Alpha Event Driven als auch der Salus Alpha Real Estate bieten Anlagemöglichkeiten in Alternative Investments mit gleichzeitiger Sicherheit eines regulierten Fonds, wodurch mit diesen drei neuen Fonds die Produktpalette an für §34c Vermittler zugänglichen Alternative Investments enorm vergrößert wird. Somit bieten sich §34c Vermittler und ihren Kunden noch bessere und noch nie da gewesene Möglichkeiten der Fondsanlage.

 

Hätte mal ne Frage dazu. Was heisst Sicherheit? Ist hier Kapitalschutz? Oder könnte das investierte Kapital auch "verloren gehen"?

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Hätte mal ne Frage dazu. Was heisst Sicherheit? Ist hier Kapitalschutz? Oder könnte das investierte Kapital auch "verloren gehen"?

Nein, um (renditefressenden) Kapitalschutz in Form eines Garantieproduktes handelt es sich nicht. Bei der Formulierung handelt es sich um eine Bewertung der rechtlichen Gestaltung (UCITS III) des Fonds.

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05.05.2008

Vescore bietet marktneutrale absolute Return-Strategien in Rohstoffen

 

Rohstoffe sind bei institutionellen Investoren nur teilweise Bestandteil des Portfolios. Das Wissen über die Werttreiber an den Rohstoffmärkten hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. Nach mehreren Jahren ausgeprägter Rohstoffpreissteigerungen stellt sich für viele Anleger nun allerdings die Frage, wie ihre Allokation in Rohstoffen im aktuellen Umfeld optimal auszurichten ist.

 

Das schweizer Asset Management-Unternehmen Vescore Solutions AG bietet daher im Rahmen einer deutschlandweiten Roadshow neue Einblicke in die Assetklasse Rohstoffe.

 

Im Verbund mit der 2005 gegründeten Tochtergesellschaft CYD Research GmbH, Zürich, setzt Vescore aktuelles Forschungswissen über die Funktionsweise der Rohstoffmärkte in innovative Anlageprodukte um.

 

Vescore verwaltet in diesem Segment rund USD 850 Mio. - ein wesentlicher Teil davon in Anlagestrategien, die über long- und short-Allokationen je Rohstoff eine gegenüber den Kassapreisen von Rohstoffen weitgehend marktneutrale Positionierung umsetzen. Ziel ist es, Investoren auch im Falle von starken Marktkorrekturen in den Rohstoffkassamärkten einen kontinuierlichen Ertragsverlauf im Sinne eines "Absolute Return-Ansatz" zu bieten.

 

Basis der Produkte ist der eigens entwickelte Index CYD MarketNeutral, der eine systematisch marktneutrale Positionierung in Rohstoffmärkten umsetzt. Die seit Mitte 2006 "out-of-sample" erzielte Leistungsbilanz weist eine Rendite von 17% p.a. bei einer Volatilität von 7% aus.

 

Interessierte Investoren können sich zu einer der Veranstaltungen unter http://www.vescore.com/unternehmen/roadshow.html anmelden.

 

Quelle: Absolut|report

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TRYCON CI Global Futures Fund (ISIN LU0290628543),

weiterer Single-Hedgefonds für Managed Futures

 

Mit der TRYCON Futures Strategie wird das Kapital in über 50 verschiedene, globale Märkte investiert. Anleger können von Preistrends an so unterschiedlichen Märkten wie z.B. Kaffee, Japanischer Yen, Kupfer, kurzfristige US-Zinsen und Erdgas profitieren. Dabei kommen ausschließlich liquide, börsengehandelte Finanzinstrumente zum Einsatz.

 

Die Strategie kann sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten Gewinne erzielen.

 

Die Märkte werden täglich vom Handelsprogramm beobachtet und die gehaltenen Positionen dynamisch an neue Marktentwicklungen angepasst.

 

Verwaltungsgesellschaft: Hauck & Aufhäuser Investment Gesellschaft S.A.

Anlageberater: TRYCON G.C.M. AG

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Posted · Edited by norisk

07.05.2008

Marshall Wace und Merrill Lynch lancieren Hedgefonds als UCITS III-Fonds

 

Der Alternative-Asset-Manager Marshall Wace LLP bietet die bereits in 2006 lancierte marktneutrale Strategie des European TOPS Fund jetzt auch als UCITS III-Produkt an. Der Marshall Wace TOPS UCITS Fund (Bloomberg Code: MLISMWA LX Equity) bietet damit die Möglichkeit für eine Anlage in alternative Investments unter UCITS III-Rahmenbedingungen. Das Produkt wird über Merrill Lynch vertrieben während Marshall Wace das Investment Management übernimmt.

 

Der Fonds verfolgt eine marktneutrale Strategie mit Anlageschwerpunkt Europa. Das Fondsmanagement investiert neben Aktien auch in Index-Futures und Sektor-Swaps. Dabei werden mehr als 1000 Positionen im Portfolio gehalten, mit einem maximalen Anteil von 3% in einer einzelnen Position. Die Zielrendite soll 8-10% bei einer Volatilität von 3-5% betragen. Die Managementgebühr beträgt 1,75% p.a. plus einer Gebühr von 15% für die Outperformance über EONIA (Klasse A) bzw. 25% für die Outperformance über High-Watermark (Klasse B ). Mindestanlage sind fünf Millionen Euro.

 

Quelle: Absolut|report

 

Tranche für Privatanleger:

Marshall Wace TOPS UCITS Fund (Market Neutral) EU C (acc), ISIN LU0333227550

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Out of Office

 

Rocktherapie für Hedge-Fonds-Manager

 

von Elisabeth Atzler

 

Hedge-Fonds sind schlecht ins neue Jahr gestartet und haben Geld verloren. Doch davon lässt sich die Branche nicht unterkriegen: Statt den Blues zu blasen, rocken Fondsmanager die Bühne eines Londoner In-Lokals.

 

Das gute, alte Frustventil Rock'n'Roll! Hat schon immer geholfen, um sich den Schmerz aus der Seele zu brüllen und den Verlust zu beweinen. Ideal also für alle Hedge-Fonds-Manager, die von der Finanzkrise gebeutelt, mal wieder einen freien Kopf brauchen: "Die Jungs kommen her und schreien sich die Lunge aus dem Leib", sagt Saleem Siddiqi, Organisator des Benefizkonzerts "May-Fair Rock Benefit". "Hier kann die Hedge-Fonds-Branche Dampf ablassen."

 

Mit Schrammelgitarre und aufgedrehten Verstärkern musizierten in London vergangene Woche acht Bands krisengebeutelter Finanzprofis gegen die Depression an: Ihre Bands heißen "Dealers", "Hedgetones" und "Hixville Six", wie sich etwa die Bandmitglieder des börsennotierten Hedge-Fonds RAB Capital nennen. Auch Mitarbeiter von GLG, Man Group und Polygon sowie von Investmentbanken wie Goldman Sachs und JP Morgan fassten sich ein Herz - und stellten sich auf die Bühne im Londoner Café de Paris, mitten im Ausgehviertel Covent Garden.

 

Und sie tun mit ihrem Auftritt noch Gutes: Rund 500 Gäste - Manager, Analysten, Juristen und Broker - zahlten mindestens 125 Pfund pro Ticket, um ihre Kollegen rocken zu sehen. Saleem Siddiqi rechnet mit einem Gesamterlös von 100.000 Pfund. Das Geld geht an die Organisation "A leg to stand on" (Altso), die behinderten Kindern in Entwicklungsländern hilft. Doch auch die Feierabendmusiker profitieren von ihrem Einsatz. "Kunst setzt eine ganz andere Art von Energie frei", sagt Siddiqi, "anders als im Job schert sich hier niemand darum, ob er sich bei seinem Auftritt eventuell zum Affen macht."

 

Die Stars der Hedge-Fonds-Branche, oft Millionäre, zeigen sich gern generös. Auf Wohltätigkeitsdinners sammeln die Veranstalter regelmäßig Geld ein. Die Organisation "Absolute Return for Kids" kam vergangenes Jahr mit ihrem Dinner auf fast 27 Mio. Pfund. Mit so viel Spenden rechnet in diesem Jahr niemand. 2007 trotzen Hedge-Fonds der Finanzkrise noch und fuhren im Schnitt eine Rendite von gut zehn Prozent ein. Doch 2008 ist bis jetzt ein schwieriges Jahr: Von Januar bis April verlor die Branche rund zwei Prozent - ein historischer schwacher Start.

 

Bald auch in Frankfurt?

 

Darum soll der "Annual May-Fair Rock Benefit" - benannt nach dem Londoner Nobelstadtteil und Hedge-Fonds-Standort Mayfair - auch dazu dienen, seine gestressten Protagonisten aufzuheitern. "Es war ein hartes Jahr", sagt Chris Haesman, der bei Lazard Asset Management arbeitet und im Café de Paris als Gitarrist mit seiner Band "The Subscribers" auftrat. Es sei deshalb fantastisch, mit Kollegen hierher zu kommen und zu feiern. "The Subscribers" sind wahre Veteranen unter den Managerrockern: Sie spielten bereits vor fünf Jahren beim sogenannten "Rocktoberfest" in New York, das ebenfalls für musizierende Hedge-Fonds-Manager veranstaltet wird und Siddiqi zu seiner Londoner Ausgabe inspirierte.

 

Doch so groß der Erfolg in London und New York ist: Weiterziehen wird die Party wohl kaum, und erst recht nicht in das deutsche Finanzzentrum Frankfurt. Interessiertes und spendenbereites Publikum gäbe es dort wahrscheinlich sogar - doch bisher mangelt es schlicht an rockbereiten Fondsmanagern . Mit Bloomberg

 

Aus der FTD vom 20.05.2008

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