Deka ETF Angebot von ETFlab

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Wo wir gerade bei der Erweiterung der etflab Produktpalette sind, ich meine hier im Forum gelesen zu haben, dass im September einige ETFs auf europäische Staatsanleihen geplant waren. Hat da irgendjemand etwas gehört?

 

Ich denke Nordlicht_01 spielt auf die von vielen von uns sehnlichst erwarteten ETFs auf den MSCI World und MSCI EM Mkts. an. Ich würde mich über eine Auflage noch in 2008 auf jeden Fall freuen, dann würde ich meine beiden ishares "umtauschen".

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Ich denke Nordlicht_01 spielt auf die von vielen von uns sehnlichst erwarteten ETFs auf den MSCI World und MSCI EM Mkts. an. Ich würde mich über eine Auflage noch in 2008 auf jeden Fall freuen, dann würde ich meine beiden ishares "umtauschen".

 

Ich hab da inzwischen mal angerufen und ne Mail geschrieben. Nachdem ich vermitttelt wurde, wirkte mein Gesprächspartner sehr interessiert und kennt sich in der Materie aus.

 

Auf meine eMail kam eine ähnliche, wenn auch kürzere Antwort, hier mal ein Auszug aus meiner Anfrage:

 

Gesendet: Dienstag, 23. September 2008 06:41

An: Info, ETFLAB

Betreff: Kontaktanfrage

 

Ich wollte darauf hinweisen, dass im Zuge der Abgeltungssteuer viele Anleger auf Index-ETF's umsteigen. Ihr Angebot jedoch ist leider noch lückenhaft. Daher die Frage: Werden Sie noch vor 31.12.2008 ETF's auf folgende Indizes auflegen:

 

MSCI World

MSCI EM

 

"Bedingung" dafür wäre aber, dass keine SWAPs benutzt werden, falls diese ETF's (was sejr schön wäre) thesaurierend sind.

 

Dieses Anliegen teilen viele passive Anleger aus der Community www.wertpapier-forum.de

 

Vielleicht haben Sie Zeit und Lust dort eine kleine Stellungnahme zu geben. Wir wären erfreut.

 

Als Antwort kam folgende Mail (Auszug)

 

Gesendet: 24.09.08 18:02:12

Betreff: ETFlab - neue ETFs

 

Wir arbeiten derzeit am weiteren Ausbau bzw. der Komplettierung unserer Produktpalette und planen bis Ende des Jahres zahlreiche neue ETFs. Die von Ihnen genannten Indizes sind ebenfalls - nach Möglichkeit - in den nächsten Monaten vorgesehen, ein genaues Auflagedatum kann ich Ihnen aber leider noch nicht nennen. Die MSCI Indizes World und EM sind mittels Full Replication kaum effizient darstellbar, deshalb prüfen wir derzeit auch mögliche, alternative Replikationsmethoden zur Darstellung in entsprechenden ETFs.

 

Vielen Dank auch für den Link zum wertpapier-forum! Sehr gerne komme ich demnächst Ihrer Einladung nach.

 

 

Im Gespräch ergab sich, dass ETFLab nicht vor hat das ganze per Full-replication zu machen, eher per sampling, aber sicher sind sie sich nicht, ob nicht doch SWAPs benutzt werden.

 

Naja warten wirs mal ab...

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...wenn es dieses Jahr noch was wird, dann wirds ne knappe Sache. Verlassen kann man sich auf jeden Fall nicht darauf, auch wenn ETFlab an dem MSCI World und EM arbeitet. In den nächsten Wochen wirds mit Sicherheit nichts, wenn dann eher gegen kurz vor Ende. Oder erst in 2009...

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Habe vor drei Tagen von EtfLab folgende Email erhalten:

 

 

Sehr geehrter Herr XXXX ,

 

die Finanzkrise und ihre Auswirkungen brachten auch das Thema Ausfallrisiken in ETFs in den Fokus unserer Investoren. Risiken, die immer dann entstehen, wenn Wertpapiere in ETFs aufgenommen werden, die ein Kontrahentenrisiko bergen.

 

Die Produkte von ETFlab sind hiervon nicht betroffen, denn sie

 

bilden die entsprechenden Indizes mit den Original-Wertpapieren des Index ab - es kommen keine Swaps zum Einsatz1)

beinhalten keine Wertpapiere, die ein Kontrahentenrisiko bergen

weisen als Sondervermögen nach deutschem Investmentrecht im Vergleich zu Zertifikaten und Inhaberschuldverschreibungen kein Kontrahentenrisiko auf2)

 

 

Wertarbeit für Ihr Geld bedeutet für uns, eine angemessene Chancen-Risiken-Abwägung bei der Generierung von Zusatzerträgen vorzunehmen. Aufgrund der derzeitigen Marktturbulenzen haben wir uns entschlossen, eine Dividendenoptimierung unserer Sondervermögen mit Hilfe von Zertifikaten nicht mehr vorzunehmen.

 

1) Swaps: Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der Full Replication (Nachbildung des Index mit den Original-Wertpapieren des Index: pures Indexing) und einer indirekten Nachbildung des Index mit Hilfe von Derivaten. Die indirekte Replikationsmethode bedient sich dem Einsatz von Swaps um die Performance eines Index nachzuvollziehen. Der Swap wird als Vertrag zwischen dem Sondervermögen und einem Kontrahenten (meist eine Investmentbank) geschlossen und darf bis zu 10% des Wertes des Fonds ausmachen. Im Falle der Insolvenz des Swapkontrahenten kann das Sondervermögen also einen Verlust von bis zu 10% erleiden.

 

2) Sondervermögen: Das InvG sieht eine Trennung der Verwaltung und der Verwahrung von Sondervermögen vor. Mit der Verwahrung der in den einzelnen Sondervermögen enthaltenen Vermögensgegenstände hat die ETFlab ein anderes Kreditinstitut als Depotbank beauftragt.

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Posted · Edited by kiss76

ETFlab macht mit den neuen Fonds weder das eine noch das andere. Swaps werden nicht eingesetzt, allerdings gibts auch keine Full Replication, sondern Sampling. Will heissen, man nimmt nicht alle Aktien eines Index, sondern eine Teilmenge daraus. Daher auch der Namenszusatz "LC" hinter den Namen der ETFs. Laut eigenen Aussagen denken die jetzt aber auch über Swaps nach. Beim MSCI World und EM wird man wahrscheinlich entweder wieder mit Sampling arbeiten oder mit Swaps.

 

Leute, die noch dieses Jahr ein Abgeltungssteuer-Depot per 50-30-20 mit inländischen bzw. garantiert nur ausschüttenden Fonds angestrebt haben, sollten sich so langsam aber sicher einen Plan B zurechtstricken.

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Habe vor drei Tagen von EtfLab folgende Email erhalten:

 

 

Sehr geehrter Herr XXXX ,

 

die Finanzkrise und ihre Auswirkungen brachten auch das Thema Ausfallrisiken in ETFs in den Fokus unserer Investoren. Risiken, die immer dann entstehen, wenn Wertpapiere in ETFs aufgenommen werden, die ein Kontrahentenrisiko bergen.

 

Die Produkte von ETFlab sind hiervon nicht betroffen, denn sie

 

bilden die entsprechenden Indizes mit den Original-Wertpapieren des Index ab - es kommen keine Swaps zum Einsatz1)

beinhalten keine Wertpapiere, die ein Kontrahentenrisiko bergen

weisen als Sondervermögen nach deutschem Investmentrecht im Vergleich zu Zertifikaten und Inhaberschuldverschreibungen kein Kontrahentenrisiko auf2)

 

 

Wertarbeit für Ihr Geld bedeutet für uns, eine angemessene Chancen-Risiken-Abwägung bei der Generierung von Zusatzerträgen vorzunehmen. Aufgrund der derzeitigen Marktturbulenzen haben wir uns entschlossen, eine Dividendenoptimierung unserer Sondervermögen mit Hilfe von Zertifikaten nicht mehr vorzunehmen.

 

1) Swaps: Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen der Full Replication (Nachbildung des Index mit den Original-Wertpapieren des Index: pures Indexing) und einer indirekten Nachbildung des Index mit Hilfe von Derivaten. Die indirekte Replikationsmethode bedient sich dem Einsatz von Swaps um die Performance eines Index nachzuvollziehen. Der Swap wird als Vertrag zwischen dem Sondervermögen und einem Kontrahenten (meist eine Investmentbank) geschlossen und darf bis zu 10% des Wertes des Fonds ausmachen. Im Falle der Insolvenz des Swapkontrahenten kann das Sondervermögen also einen Verlust von bis zu 10% erleiden.

 

2) Sondervermögen: Das InvG sieht eine Trennung der Verwaltung und der Verwahrung von Sondervermögen vor. Mit der Verwahrung der in den einzelnen Sondervermögen enthaltenen Vermögensgegenstände hat die ETFlab ein anderes Kreditinstitut als Depotbank beauftragt.

 

 

Mail vom 25.9.2008: Keine Swaps - siehe oben!

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Leute, die noch dieses Jahr ein Abgeltungssteuer-Depot per 50-30-20 mit inländischen bzw. garantiert nur ausschüttenden Fonds angestrebt haben, sollten sich so langsam aber sicher einen Plan B zurechtstricken.

 

Hallo erstmal...

 

Fragt sich nur, wie dieser Plan B aussehen soll. Inländische garantiert ausschüttende und nicht swapende ETFs für 50-30-20 gibt es wohl nicht.

 

Bleibt nur, darauf zu vertrauen, daß die Zwischenthesaurierungen bei iShares nicht Einkommensteuerausgleichrelevant werden.

 

Lyxor läßt es sich ja sogar ganz frei ob sie ausschütten oder thesaurieren - wäre aber mal interessant, ob bei denen bislang so thesauriert wurde, daß es beim Steuerausgleich anzugeben gewesen wäre.

 

Langsam ärgert mich diese Situation. Ich überlege wirklich ernsthaft, ob ich ab 2009 zu aktiven Aktienfonds zurückkehren soll.

 

Gruß

Berd

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Leute, die noch dieses Jahr ein Abgeltungssteuer-Depot per 50-30-20 mit inländischen bzw. garantiert nur ausschüttenden Fonds angestrebt haben, sollten sich so langsam aber sicher einen Plan B zurechtstricken.

Swaps wären mir ja noch egal, wenn endlich mal geklärt wäre, wies mit der Versteuerung der Kursgewinne ist. Die machen nämlich auf lange Sicht den größten Batzen aus. Das man um die Versteuerung der Dividenen nicht umher kommt sollte wahrscheinlich sein. Nur der Bestandsschutz macht mir bei dbx z.B noch Sorgen.

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Bei all dem Verwirrspiel mit der Steuer überlege ich mittlerweile, ob der ETF-PORTFOLIO Global, WKN: A0MKQK nicht doch eine Alternative für das Langfristdepot wäre. Der hat zwar eine um 0,5% höhere TER, ist aber inländisch. Wie ist Eure Meinung, könnte das durch den Steuervorteil ausgeglichen werden ?

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Bei all dem Verwirrspiel mit der Steuer überlege ich mittlerweile, ob der ETF-PORTFOLIO Global, WKN: A0MKQK nicht doch eine Alternative für das Langfristdepot wäre. Der hat zwar eine um 0,5% höhere TER, ist aber inländisch. Wie ist Eure Meinung, könnte das durch den Steuervorteil ausgeglichen werden ?

 

 

Hallo erstmal...

 

eigentlich kein schlechter Gedanke, die Aufteilung orientiert sich wohl am BIP. Investitionsquote Aktien bei größer 51 %. Allerdings frage ich mich schon, warum der Fondsmanager 21 Positionen in dieses Depot reinstopft. Seine Aufteilung und breiter aufgestellt ließe sich mit Supertobs mittlerem Depot mit viel weniger Aufwand erreichen.

Der steuerliche Aspekt wäre natürlich interesssant.

 

Gruß

Berd

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Posted · Edited by Marcise

Bei all dem Verwirrspiel mit der Steuer überlege ich mittlerweile, ob der ETF-PORTFOLIO Global, WKN: A0MKQK nicht doch eine Alternative für das Langfristdepot wäre. Der hat zwar eine um 0,5% höhere TER, ist aber inländisch. Wie ist Eure Meinung, könnte das durch den Steuervorteil ausgeglichen werden ?

 

Das ist leider falsch. Die TER liegt um 0,89% bzw. 0,94% höher, da die TER der Zielfonds in etwa der einer Direktinvestition in ETFs entspricht und somit die Managementvergütung des DF voll draufgerechnet wird. Wenn man sich nun vor Augen hält, dass der DF nichts weiter tun muss, als nach BIP seine paar ETFs auszuwählen, dann ist 0,94% schon der Hammer. Dazu sind es momentan nur 6Mio Fondsvolumen.

 

Theoretisch muss man daher ganz klar sagen, der DF ist nichts für langfrist (außer man wills extrem einfach haben oder hat extrem kleine Sparbeträge). Praktisch ist die Performance nach Kosten allerdings noch nicht hinter die des 50-30-20 Standarddepots zurückgefallen, was theoretisch eigentlich der Fall sein müsste.

 

Ein DF wie dieser mit einer Verwaltungsgebühr von 0,2%, das wäre eine echte Alternative und ich vermute mal, dass es nicht mehr Aufwand darstellt einen DF nach BIP zu managen, als einen ETF auf bspw. den Stoxx600. In beiden Fällen wird klar vorgegeben, was wie viel gekauft werden muss. Es muss sich nicht mal ein schlauer Manager bemühen sein Köpfchen anzustrengen...

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Antwort von ETFlabs:

 

Sehr geehrter Herr ...

 

vielen Dank für Ihre Nachricht!

 

Wir sind derzeit dabei, unsere Produktpalette weiterhin auszubauen und zu komplettieren und werden bis Ende des Jahres zahlreiche neue Fonds emittieren. Die beiden von Ihnen genannten Indizes sind ebenfalls in den nächsten Monaten vorgesehen, ein genaues Auflagedatum (bzw. ob die Auflage noch in diesem Jahr erfolgt) kann ich Ihnen aber leider noch nicht nennen. Wir sind derzeit insbesondere dabei, alternative Möglichkeiten der Indexabbildung zu testen, da eine Abbildung mittels Full Replication bei diesen Indizes kaum möglich ist.

 

Auf unserer Homepage können Sie sich unter http://www.etflab.com/de/contact/newsletter/ für unseren Newsletter anmelden, so dass Sie rechtzeitig über Neuauflagen von ETFlab informiert werden.

 

Sollten Sie weitere Fragen haben oder Informationen benötigten, stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

....

 

Hinweis:

Bei den beiden von mir genannten Indizes handelt es sich um "MSCI World" und "MSCI Emerging Markets"

Bei beiden wohl keine Full Replication möglich!!!

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Speziell beim MSCI World wundere ich mich, warum eine Abbildung mittels Full Replication nicht möglich sein soll.

Klar, 1800 Werte zu kaufen/verwalten/verkaufen sind ne Menge Holz - aber wenn der Fonds erst einmal eingerichtet ist, müßte man ja nur bei Mittel-Zuflüssen/Abflüssen entsprechend reagieren.

Das könnte natürlich durchaus ein Knackpunkt sein, selbst beispielsweise 5 Mio. Mittel-Zufluß ergeben bei >1800 Werten gerade für die "kleineren" Werte nicht allzu große Summen - da stimmt dann evtl. das Verhältnis von Transaktionskosten zu jeweiliger Anlagesumme nicht.

Oder ist das Problem die Dividenden-Verwaltung von 1800 Aktien?

Andererseits: Besteht sooooo ein großer Unterschied zu einem Stoxx600 mit eben 600 Werten. Ich meine, die liegen ja nicht Größenordnungen auseinander. Und für einen MSCI World lassen sich ja alle Anbieter deutlich besser bezahlen (Management-Fee) - das sollte den Mehraufwand eigentlich schon abdecken.

 

Solange keine Zuflüsse/Abflüsse zu verzeichnen sind, hat ein World-Manager doch wenig zu tun.

Die enthaltenen Werte passen sich doch von allein der jeweiligen Indexgewichtung an.

 

Der Aufwand bei Indexumstellungen dagegen dürfte prozentual gesehen sogar kleiner sein als bei engeren Indizes.

 

Und das Problem Market-Impact sehe ich bei einem MSCI World auch nicht - sind ja alles Large Caps - da sind die paar Milliönchen, die ein World-ETF ggf. nachkaufen muß, doch Peanuts...

 

Alos, wo ist Eurer Meinung nach der Haken MSCI World vs. Full-Replication?

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Genau genommen verstehe ich das Problem auch bei dem MSCI Emerging Markets nicht.

Der ETF kauft ja entsprechend der Indexgewichtung nach.

Die anteilsmäßig großen Werte im MSCI EM sind ja selbst rege gehandelte Riesen-Unternehmen.

Und die möglicherweise etwas illiquiden kleinen Werte im MSCI EM - darauf entfallen ja bestenfalls ein paar Tausender/Zehntausender bei nötigen Nachkäufen - die sollten doch drin sein.

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Und das Problem Market-Impact sehe ich bei einem MSCI World auch nicht - sind ja alles Large Caps - da sind die paar Milliönchen, die ein World-ETF ggf. nachkaufen muß, doch Peanuts...

Sind denn nur Large Caps im MSCI World? Zumindest MidCaps müssten da auch drin sein. Und der MSCI World ist doch recht groß, sodaß die Kosten für eine volle Abbildung recht hoch sein könnten.

Aber was ist, wenn ETFlab da jetzt auch swaps einsetzt? Dann haben wir gar keinen MSCI World, der sicher seinen Bestandsschutz behält :'(

Wenn das so weiter geht nehm ich doch die db-xtrackers und hoffe auf Vernunft bei unseren Finanzpolitikern (*autsch*).

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Speziell beim MSCI World wundere ich mich, warum eine Abbildung mittels Full Replication nicht möglich sein soll.

 

Klar, 1800 Werte zu kaufen/verwalten/verkaufen sind ne Menge Holz - aber wenn der Fonds erst einmal eingerichtet ist, müßte man ja nur bei Mittel-Zuflüssen/Abflüssen entsprechend reagieren.

 

Also, wo ist Eurer Meinung nach der Haken MSCI World vs. Full-Replication?

Ich denke man braucht ein großes Volumen, um 1.774 Aktien (laut MSCI-Jahrbuch 2007) - oder wenn man die Small Caps dabei haben will: 6.145 Aktien - zu kaufen. Ich schätze für einen ETF ist das besonders schwierig, denn es ist dann entprechend schwierig eine "Creation-Unit" zu liefern usw.

 

Die Nachfrage nach einem MSCI World ist eben doch erheblich kleiner als nach Eurozone z.B.

 

Aber es müsste ja gar kein ETF sein (nuemodischer Kram ;) ). Praktisch wäre doch ein normaler Indexfonds, am besten von einer non-profit KAG, mit einer entsprechenden Beschränkung der Rückgabe (innerhalb von 3 Monaten kostet es extra Gebühren), um das Liquiditätsmanagement zu verbessern.

 

Vanguard-Funds in USA leiten doch ungefähr das auch mit Indizes die in die tausender gehen. Warum gibt es da in Deutschland keinen Anbieter?

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Speziell beim MSCI World wundere ich mich, warum eine Abbildung mittels Full Replication nicht möglich sein soll.

Klar, 1800 Werte zu kaufen/verwalten/verkaufen sind ne Menge Holz - aber wenn der Fonds erst einmal eingerichtet ist, müßte man ja nur bei Mittel-Zuflüssen/Abflüssen entsprechend reagieren.

Das könnte natürlich durchaus ein Knackpunkt sein, selbst beispielsweise 5 Mio. Mittel-Zufluß ergeben bei >1800 Werten gerade für die "kleineren" Werte nicht allzu große Summen - da stimmt dann evtl. das Verhältnis von Transaktionskosten zu jeweiliger Anlagesumme nicht.

Oder ist das Problem die Dividenden-Verwaltung von 1800 Aktien?

Andererseits: Besteht sooooo ein großer Unterschied zu einem Stoxx600 mit eben 600 Werten. Ich meine, die liegen ja nicht Größenordnungen auseinander. Und für einen MSCI World lassen sich ja alle Anbieter deutlich besser bezahlen (Management-Fee) - das sollte den Mehraufwand eigentlich schon abdecken.

 

Solange keine Zuflüsse/Abflüsse zu verzeichnen sind, hat ein World-Manager doch wenig zu tun.

Die enthaltenen Werte passen sich doch von allein der jeweiligen Indexgewichtung an.

 

Der Aufwand bei Indexumstellungen dagegen dürfte prozentual gesehen sogar kleiner sein als bei engeren Indizes.

 

Und das Problem Market-Impact sehe ich bei einem MSCI World auch nicht - sind ja alles Large Caps - da sind die paar Milliönchen, die ein World-ETF ggf. nachkaufen muß, doch Peanuts...

 

Alos, wo ist Eurer Meinung nach der Haken MSCI World vs. Full-Replication?

 

 

Hallo erstmal...

 

müßte ja auch nicht unbedingt Full-Replication sein, was spricht denn dagegen, eine repräsentative Stichprobe vorzunehmen und nur diese Werte zu kaufen?

Nach der Methode kann man mit rund 2000 Befragungen ein Wahlergebnis hinreichend genau vorhersagen.

 

Gruß

Berd

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müßte ja auch nicht unbedingt Full-Replication sein, was spricht denn dagegen, eine repräsentative Stichprobe vorzunehmen und nur diese Werte zu kaufen?

Nach der Methode kann man mit rund 2000 Befragungen ein Wahlergebnis hinreichend genau vorhersagen.

Wenn ich das richtig sehe, haben sie sich mit ihren Large-Cap-Indizes für eine ähnliche Methode entschieden (allerdings ohne die Komponente der Zufälligen Auswah, die man bei einer Befragung braucht).

 

Hier mal die Zahlen dazu:

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Der MSCI-World hat 1.774 Werte, er deckt etwa 88% des investierbaren Marktes (nach MSCI) ab. Beschränkt man sich auf die Größten davon (Large Cap), so kann man mit weniger als der Hälfte der Werte (nämlich 787) deutlich mehr als die Hälfte von 88%, nämlich etwa 74% abbilden! Aber lass das nicht die Small-Cap-Fans hören, für die müsste man eher noch einen Großteil der über 4.000 kleineren Unternehmen dazutun, also genau der umgekehrte Weg.

 

Die Konkurrenz von iShares hat übrigens 959 Werte im Depot derzeit, das liegt irgendwo dazwischen.

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Posted · Edited by Stichling

Aber es müsste ja gar kein ETF sein (nuemodischer Kram ;) ). Praktisch wäre doch ein normaler Indexfonds, am besten von einer non-profit KAG, mit einer entsprechenden Beschränkung der Rückgabe (innerhalb von 3 Monaten kostet es extra Gebühren), um das Liquiditätsmanagement zu verbessern.

 

Unsere Regierung sollte solche non-profit-Indexfonds für die Altersorsorge ins Leben rufen, statt das Geld mit Riester-Zuschüssen zu verplempern, die letztendlich nur Banken und Versicherungen mit ihren hohen Gebühren abgreifen.

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Unsere Regierung sollte solche non-profit-Indexfonds für die Altersorsorge in Leben rufen, statt das Geld mit Riester-Zuschüssen zu verplempern, die letztendlich nur Banken und Versicherungen mit ihren hohen Gebühren abgreifen.

 

 

Hallo erstmal...

 

Es geht bei der Riester-Rente ja auch nicht darum, den Menschen eine Altersvorsorgemöglichkeit zu bieten, dazu hätte man diese Zuschüsse nömlich einfach der gesetzlichen Rente als weiteren Zuschuß zur Verfügung stellen können.

Die hat nämlich eine viel niedrigere Eigenverwaltungsquote als jede private Versicherung. Auf deutsch gesagt: Von dem eingesetzten Geld wäre mehr beim Versicherten und weniger bei den Banken/Versicherungen hängen geblieben.

Ein Schelm ist wer böses denkt...

 

Gruß

Berd

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Es geht bei der Riester-Rente ja auch nicht darum, den Menschen eine Altersvorsorgemöglichkeit zu bieten, dazu hätte man diese Zuschüsse nömlich einfach der gesetzlichen Rente als weiteren Zuschuß zur Verfügung stellen können.

Die hat nämlich eine viel niedrigere Eigenverwaltungsquote als jede private Versicherung. Auf deutsch gesagt: Von dem eingesetzten Geld wäre mehr beim Versicherten und weniger bei den Banken/Versicherungen hängen geblieben.

Ein Schelm ist wer böses denkt...

Riester wurde aber nur deswegen eingeführt, weil man der Auffassung war/ist, dass ein umlagenfinazierte Rente künftig nicht mehr funktionieren wird, es ist der erste Schritt, auf eine Kapitalbasierte Rente umzusteigen. Das geht natürlich nur sehr langsam, im Prinzip muss eine Generation (wir) ja doppelt zahlen.

 

Ob die umlagenfinazierte Rente wirlich nicht zukubftsfähig ist, darüber wird weidlich gestritten - vielelicht kommt man da auch mal wieder zu einem anderen Konsens, wir werden sehen.

 

Ansonsten bin ich mit dir einer Meinung. Riester spült zu viel Geld in die Versicherungsbranche, das ist eine "ungewollte" Subvention. Einen non-profit Indexfonds auf Initiative des Staates fände ich auch sehr gut (muss ich wohl mal meinen Abgeordneten anrufen...).

 

Oder einfach selbst gründen?

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Riester wurde aber nur deswegen eingeführt, weil man der Auffassung war/ist, dass ein umlagenfinazierte Rente künftig nicht mehr funktionieren wird, es ist der erste Schritt, auf eine Kapitalbasierte Rente umzusteigen. Das geht natürlich nur sehr langsam, im Prinzip muss eine Generation (wir) ja doppelt zahlen. Riester spült zu viel Geld in die Versicherungsbranche, das ist eine "ungewollte" Subvention. Einen non-profit Indexfonds auf Initiative des Staates fände ich auch sehr gut (muss ich wohl mal meinen Abgeordneten anrufen...).

 

Der Meinung bin ich auch voll und ganz!

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Riester wurde aber nur deswegen eingeführt, weil man der Auffassung war/ist, dass ein umlagenfinazierte Rente künftig nicht mehr funktionieren wird, es ist der erste Schritt, auf eine Kapitalbasierte Rente umzusteigen. Das geht natürlich nur sehr langsam, im Prinzip muss eine Generation (wir) ja doppelt zahlen.

 

 

Hallo erstmal...

 

Ja, nur wurde das leider wider besseren Wissens initiiert.

Wenn der Nettolohnrückgang der letzten Jahren so weiter geht wie bisher und schlecht bezahlte Jobs weiter so zunehmen - und alles deutet darauf hin - werden leider immer weniger Menschen in der Lage sein, diese Art der Rente zu finanzieren. Mittlerweile können beispielsweise schon 200.000 Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes zusätzlich zu Ihren Gehältern Lohnersatzleistungen beantragen. Wo soll da der Eigentanteil von Riester herkommen.

Aber gut, ist natürlich off-topic.

 

 

Gruß

Berd

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Riester spült zu viel Geld in die Versicherungsbranche, das ist eine "ungewollte" Subvention. Einen non-profit Indexfonds auf Initiative des Staates fände ich auch sehr gut (muss ich wohl mal meinen Abgeordneten anrufen...).

 

Oder einfach selbst gründen?

Ein VVaG ist doch quasi eine Non-Profit-Organisation. :sleep:

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Ein VVaG

Wieder was gelernt. Die Rechtsform kannte ich nicht. (Kenne mich mit Versicherungen nicht aus, finde ich einfach zu ab-törnend.)

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