CFD Anfängerthread

89 Beiträge in diesem Thema

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Von diesem Gewinn muss doch kein Spread mehr abgezogen werden, da dieser doch in den jeweiligen Gewinn/Verlustberechnung enthalten ist, oder bin ich aktuell auf dem Holzweg?

Jup, so ist es. Kein Holzweg. ;)

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Geschrieben

Hallo Community,

 

ich würde gerne wissen ob ich das Thema CFD's richtig verstanden habe:

 

Ein Unternehmen / eine Bank bietet CFD's an, deren Wert sich nach deren Aussagen an dem Wert eines Wertpapiers richtet. Ein Käufer dieser CFD's hat aber theoretisch gesehen keinerlei Garantie darauf, dass sich die Bank auch wirklich daran richtet. Das heißt man hätte keinerlei Aspruch auf das verzockte Geld, wenn die Bank den CFD - Kurs der gekauften CFD's auf 0 Euro senkt.

 

Soweit richig?

 

Nun zum margin:

 

Am Beispiel von 10 % margin leiht einem die Bank das 9-fache von dem was man "augenscheinlich" gesetzt hat. Ich kauf zum Beispiel einen CFD für 100 Euro. Der Wert fällt um 20% und ich habe 200 Euro verloren, meine 100 Euro sind weg und ich schulde der Bank sogar noch 100 Euro.

 

Wenn ich nun auf fallende Kurse setze, so verkaufe ich ja zuerst, und kaufe zum Schluss wieder ein. Dabei kann es (wiedermal theoretisch) dazu kommen, dass ich mich beliebig hoch verschulde. Beispiel: (Margin diesmal nicht mitberechnet) Ich verkaufe für 100 Euro einen CFD (den ich nicht besitze), der Preis steigt wegen eines Jackpotgewinns auf 100.000 Euro und muss diese der Bank geben, um den CFD zu kaufen den ich der Bank ja quasi noch schulde.

 

Ist das auch richtig?

 

Danke und viele Grüße

 

Daniel

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Geschrieben · bearbeitet von Chemstudent

Hallo Community,

 

ich würde gerne wissen ob ich das Thema CFD's richtig verstanden habe:

 

Ein Unternehmen / eine Bank bietet CFD's an, deren Wert sich nach deren Aussagen an dem Wert eines Wertpapiers richtet. Ein Käufer dieser CFD's hat aber theoretisch gesehen keinerlei Garantie darauf, dass sich die Bank auch wirklich daran richtet. Das heißt man hätte keinerlei Aspruch auf das verzockte Geld, wenn die Bank den CFD - Kurs der gekauften CFD's auf 0 Euro senkt.

 

Soweit richig?

Bei non-DMA CFDs, also "normalen" CFD, macht der Anbieter die eigenen Kursstellung. Es kommt dabei darauf an, was er in die Bedingungen des Vertrages reinschreibt. I.d.R. halten sich die Anbieter da sehr viel offen. Allerdings müsste im Fall des Falles vor Gericht der Anbieter möglicherweise die Berechnungsmethode bekanntmachen, und ob er diese von jetzt auf sofort derart ändern kann, bezweifle ich. Zumidnest kann ich mir kaum Vorstellen, dass der Anbieter erhebliche Kursabweichungen aufweisen kann. Hier müssten dann auch die Mistrade-Regelungen gelten. Allerdings bin ich kein Jurist.

 

Nun zum margin:

 

Am Beispiel von 10 % margin leiht einem die Bank das 9-fache von dem was man "augenscheinlich" gesetzt hat. Ich kauf zum Beispiel einen CFD für 100 Euro. Der Wert fällt um 20% und ich habe 200 Euro verloren, meine 100 Euro sind weg und ich schulde der Bank sogar noch 100 Euro.

 

Wenn ich nun auf fallende Kurse setze, so verkaufe ich ja zuerst, und kaufe zum Schluss wieder ein. Dabei kann es (wiedermal theoretisch) dazu kommen, dass ich mich beliebig hoch verschulde. Beispiel: (Margin diesmal nicht mitberechnet) Ich verkaufe für 100 Euro einen CFD (den ich nicht besitze), der Preis steigt wegen eines Jackpotgewinns auf 100.000 Euro und muss diese der Bank geben, um den CFD zu kaufen den ich der Bank ja quasi noch schulde.

 

Ist das auch richtig?

Soweit richtig. Einige Anbieter bieten Sicherungsautomatiken an, die verhindern sollen, dass man mehr als das auf's CFD-Konto eingezahlte Geld verliert. Das kann natürlich deutlich mehr als die hinterlegte Margin sein, aber es soll damit vermieden werden, dass man keine Schulden ggü. dem Anbieter hat. Allerdings gilt es auch hier die Bedingungen genau zu lesen, da Anbieter wie bspw. CMC Markets keine Garantie geben, dass die Sicherungssysteme auch funktionieren. Der Kunde kann sich also im Fall der Fälle nicht darauf berufen.

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Geschrieben

Hi Chemstudent!

 

Vielen Dank für die Antworten!!! :thumbsup:

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Mir fällt da noch eine Frage ein:

 

Wenn ich die Nachrichten richtig verfolgt habe, ist seit ein paar Monaten das "setzen auf fallende Kurse" verboten...

 

Ist es überhaupt noch legal CFD's zu verkaufen und danach zu kaufen?

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Mir fällt da noch eine Frage ein:

 

Wenn ich die Nachrichten richtig verfolgt habe, ist seit ein paar Monaten das "setzen auf fallende Kurse" verboten...

 

Ist es überhaupt noch legal CFD's zu verkaufen und danach zu kaufen?

Der Verbot bezieht sich m.W.n. auf ungedeckte Leerverkäufe und hat mit CFDs nichts zu tun. Shortpositionen sind mit CFDs also problemlos möglich.

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Geschrieben

Okay, danke nochmal! :thumbsup:

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Mir fällt da noch eine Frage ein:

 

Wenn ich die Nachrichten richtig verfolgt habe, ist seit ein paar Monaten das "setzen auf fallende Kurse" verboten...

 

Ist es überhaupt noch legal CFD's zu verkaufen und danach zu kaufen?

Der Verbot bezieht sich m.W.n. auf ungedeckte Leerverkäufe und hat mit CFDs nichts zu tun. Shortpositionen sind mit CFDs also problemlos möglich.

 

Das ist aber nur für Banken bzw. Broker aus Deutschland verboten oder?

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Das ist aber nur für Banken bzw. Broker aus Deutschland verboten oder?

http://www.gesetze-im-internet.de/wphg/__30h.html

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Geschrieben · bearbeitet von Haribo.

Liebe Forenfreunde,

 

habe mich aus eigenem Interesse in die interessante und riskante Thematik hier eingelesen. Vielen Dank für diese Infos, der CFD Anfängerthread ist eine gute Idee!

 

Leider sind viele Infos zu Brokern etc. mittlerweile schon etwas betagt.

 

Nachgefragt:

 

Ich will ganz bewusst eine Langzeitwette abschließen, ich will kein Geld anlegen sondern will exakt Summe X wetten (zu den bestmöglichen Konditionen) und

bin mir dem Risiko des Totalverlust bzw. Schlimmeren ohne Stop loss bewusst.

 

Beispielsweise ein Spekulation: Ich wette der US Dollar gewinnt weiter an Wert gegenüber dem EUR von heute an

 

Fragen:

 

a. Sind CFD ein geeignetes Instrument dazu?

 

Falls ja,

 

b. Bei welchem Broker ist meine Wette in sicheren Händen?
Seriösität
?

 

c. Komme ich jederzeit wieder raus aus der Wette wenn ich meine, ich hätte genug gewonnen bzw. verloren oder kann sich der Broker weigern zum aktuellen Börsenkurs oder nachgebildeten Börsenkurs zurückzukaufen

wenn die Wette augenscheinlich für ihn nicht profitabel ist?

 

d.
KOSTEN
Was kostet mich so ein CFD overall?

 

Beim der Bank zahle ich ja eine regelmäßige Depotgebühr oder auch nicht bzw. eine einmalige Ordergebühr oder auch nicht.

 

Welche Kosten fallen beim Broker an wenn ich einen Account eröffne, da einzahle, einen CFD abschließe und diesen über z. B. 18 Monate laufen lasse, bevor ich mich das nächste mal einlogge?

 

e. Hat jemand von euch einen
Vorteil
wenn er mich als
Neukunde
wirbt?

 

f. Wo gibts zum Lernen und Ausprobieren den
besten webbasierten Demo-Account
?

 

Beispiel USD/EUR:

 

Ich möchte den Kurs fünffach hebeln um irgendwann mittelfristig nach 10% Abwertung des EURO 50% Rendite einzustreichen.

 

Ich könnte dazu entweder 1:1 Dollar für 25.000 EUR kaufen und warten:

 


  •  

  • Wenn EUR 10% abwertet hab ich ca. 2.500 EUR plus gemacht.

  • Wenn EUR vorher 20% aufwertet hab ich, falls ich Verkaufe 5.000 EUR verloren.

 

Oder ich kaufe CFD für 5.000 EUR mit 1:5 Hebel

 


  •  

  • Wenn EUR 10% abwertet hab ich ca. 2.500 EUR plus gemacht, falls ich zurückkaufe.

  • Wenn EUR vorher 20% aufwertet hab ich, auf jeden Fall 5.000 EUR verloren und der CFD ist tot.

 

Liquidität gegen Totalverlustrisiko

 

Das ist die Theorie. Was ist dabei noch in der Praxis an Risiken, Stolpersteinen, etc. zu bedenken?

 

Danke im Vorab!

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Geschrieben · bearbeitet von passiv_Investor

a. CFDs können ein mögliches Instrument sein. Je nach Hebelung können aber sehr hohe Finanzierungsgebühren anfallen wenn man die Position längerfristig hält.

Einige Broker bieten auch CFD-Futures/Forwards an bei denen dann keine Haltekosten für Übernachtpositionen anfallen aber dafür ist meist der Spread um einiges größer (z.B. 3 Pips anstatt 0,7). Dafür bekommt man derzeit einen leicht besseren (höheren) Einstiegskurs wenn man EUR/USD-Forwards shortet (ca. 5 Pips beim Juni-Forward).

 

b. Die Frage der Seriosität kann ich nicht vollständig beantworten, da ich nicht alle CFD Broker am Markt kenne. Ich persönlich unterhalte CFD Konten bei CMC Markets und Interactive Brokers. Letzteren halte ich für deutlich seriöser aber dafür hat man dort auch geringere Hebel und andere Gebührensätze.

 

c. Der Broker kann zwar gegen dich wetten aber es ist nicht gesagt, dass er das in jedem Fall tut. Wenn du richtig liegst, würde er sonst sicher einiges verlieren, daher wird sicher auch ein Großteil der Positionen am Markt gehedged. CFDs sind und bleiben ein (in der Regel) außerbörsliches Geschäft bei dem du auf Gedeih und Verderb den Kursstellungen des Brokers und Emittenten der CFDs ausgeliefert bist. Seriöse Broker stellen schon kontinuierlich An- und Verkaufskurse aber in volatilen Phasen kommt es durchaus sehr oft vor, dass man nur mit enorm großen Spreads aus Positionen rausgelassen wird oder dass Re-Quotes gestellt werden wenn man große Positionen auflösen möchte. Hier ist also durchaus Vorsicht angebracht. Pauschal beurteilen lässt sich das aber nicht.

 

d. Die meisten CFD Broker bieten bei Index-CFDs bzw. Währungs-CFDs ein Gebührenmodell an, bei dem man lediglich den Spread bezahlt und ansonsten keine Kauf- bzw. Verkaufsgebühren hat. Hier muss man also den Spread der gewünschten CFD-Instrumente vergleichen. Das ist leider nicht immer so einfach, da einige CFD Anbieter sehr geringe Minimum-Spreads angeben, diese können aber, wie bereits geschildert, durchaus öfter größer sein und sind meist variabel (wenn man nicht ein Fix-Spread-Account wählt was manche Broker anbieten. Hier ist aber der Spread dann auch etwas größer als der Minimumspread).

Hinzu kommen die Finanzierungskosten/Haltekosten für Über-Nacht Positionen. Diese Kosten hängen meist von der Situation der Futuresmärkte ab und davon wie die aktuelle Zinslage ist. Die Gebühren werden aber offen ausgewiesen. Nur bei längeren Positionen sind sie für Cash-CFDs schwer zu kakulieren, da diese Kosten natürlich auch Änderungen im Zeitverlauf unterworfen sind (aber als Alternative gibt es ja die Future/Forward-CFDs mit denen man zumindest über einen gewissen Zeitraum Kostensicherheit hat).

Depotkosten sind in der Regel unüblich bei reinen CFD-Brokern. Zumindest ist mir keiner bekannt, der solche verlangt. Wer also nur ein CFD-Konto besitzt und nichts tut, zahlt dafür keine Gebühren.

Beim EUR-USD-Cash CFD verlangt CMCMarkets aktuell für Short-Positionen 0,5886% p.a. an Haltekosten. Das kannst du dir nun selbst auf deinen Zeitraum und deine Positionsgröße umrechnen (Es wird immer die Gesamtpositionsgröße mit diesem Kostensatz belegt).

Wie gesagt, diese Kosten sind nicht fix und können sich jederzeit wieder ändern.

 

e. Gibt sicher einige CFD Broker, die da eine Prämie anbieten. CMC bewirbt das soweit ich weiß nicht offen. Letztens hat mir aber jemand erzählt, dass ein Kundenberater am Telefon davon erzählt hätte. Bei Interactive Brokers (ist kein reiner CFD Anbieter) muss der Neukunde gewisse Mindestumsätze tätigen, damit man etwas bekommt. Ich überlasse den Part also gerne jemand anderem.

 

f. Demoaccounts bietet eigentlich fast jeder Anbieter an. Du musst denke ich für dich herausfinden, welcher Anbieter die beste Plattform anbietet und womit du am besten zurechtkommst. Beim Ausprobieren kannst du ja nichts verlieren außer virtuelles Spielgeld.

Wenn du ein paar Erfahrungen gesammelt hast, kannst du ja deine Top 3 Anbieter hier posten und dann die Vor- und Nachteile abwägen lassen.

Nicht alle CFD-Anbieter lassen dich den Hebel selbst bestimmen. CMCMarkets hat inzwischen fixe Hebel (früher war das mal variabel einstellbar). Selbst wenn der fixe Hebel aber größer ist als 5 (was meist der Fall ist bei Währungs-CFDs) kannst du den realen Hebel ja auf 5 setzen, indem du einfach mehr Margin als nötig vorhältst. CMC Markets verlangt beim EUR/USD aktuell 0,2% Margin, das bedeutet dass du einen 500er Hebel hast.

 

Zu Beachten ist definitiv, dass du immer mit der Gesamtposition im Risiko stehst, egal wie hoch nun deine Margin ausfällt. Also orientiere dich immer an deiner Gesamtpositionsgröße, denn das ist deine Risikoposition.

Deine Stop-Loss kannst du ja entsprechend setzen, so dass du nur annähernd das verlierst, was du verlieren möchtest aber eine Garantie gibt es nicht, wenn solche Tage wie die Aufhebung der Wechselkursuntergrenze beim EUR/CHF kommen.

Es gibt auch garantierte Stops aber diese lassen sich die Broker meist gut bezahlen und zudem müssen sie in einem Mindestabstand zum aktuellen Kurs gesetzt werden.

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von Haribo.

 

Danke für deine ausführliche Erklärung. Hab mich sehr darüber gefreut! :thumbsup:

 

Melde mich in diesem Thread ggf. mit spezifischen Fragen, die sich aus dem Testen mit Demo-Account ergeben...

 

Ich wünsche dir viel Erfolg und maximale Renditen für deine eigenen Trades!

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Geschrieben · bearbeitet von Haribo.

 

Hinzu kommen die Finanzierungskosten/Haltekosten für Über-Nacht Positionen. Diese Kosten hängen meist von der Situation der Futuresmärkte ab und davon wie die aktuelle Zinslage ist. Die Gebühren werden aber offen ausgewiesen. Nur bei längeren Positionen sind sie für Cash-CFDs schwer zu kakulieren, da diese Kosten natürlich auch Änderungen im Zeitverlauf unterworfen sind (aber als Alternative gibt es ja die Future/Forward-CFDs mit denen man zumindest über einen gewissen Zeitraum Kostensicherheit hat).

Depotkosten sind in der Regel unüblich bei reinen CFD-Brokern. Zumindest ist mir keiner bekannt, der solche verlangt. Wer also nur ein CFD-Konto besitzt und nichts tut, zahlt dafür keine Gebühren.

Beim EUR-USD-Cash CFD verlangt CMCMarkets aktuell für Short-Positionen 0,5886% p.a. an Haltekosten. Das kannst du dir nun selbst auf deinen Zeitraum und deine Positionsgröße umrechnen (Es wird immer

 

Also bei CMCMarkets Demo Account komme ich funktional zum lernen gut klar. Aber:

 

EUR-USD-Cash CFD ca. 0,6 % Haltekosten

 

Rohöl WTI Cash 38 % Haltekosten overnight! :w00t:

 

Das geht natürlich garnicht! Bin kein Daytrader, mich interessieren nur Langzeitwetten. Am besten open end.

 

Welcher seriöse Anbieter bietet denn lang laufende CFDs auf Rohstoffe und Währungen etc. an ?

 

Danke im Vorab!

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Geschrieben · bearbeitet von passiv_Investor

Die Haltekosten beim Rohöl kommen vom starken Contango (spätere Fälligkeiten der Futures notieren deutlich höher als der Kassakurs).

Diese Kosten werden bei anderen CFD-Anbietern daher auch nicht wesentlich geringer ausfallen können. Alle müssen sich wohl über den selben Markt hedgen und können nur diese Konditionen anbieten.

Übrigens sind diese Kosten bei jedem Retail-Produkt impliziert, wie z.B. Zertifikaten auf den WTI Rohölpreis. D.h. wenn sich der Kassa-Rohölpreis nicht von der Stelle bewegt bis der Future fällig wird auf den sich das Zertifikat bezieht, dann verliert man trotzdem wenn man auf steigende Kurse gesetzt hat.

Der Tatsache, dass es eben nicht "den einen" Rohölpreis gibt, sind sich leider die meisten Anleger nicht bewusst. Also aufpassen wenn man Langzeitwetten in Rohstoffen eingeht! Die Kosten hängen sehr stark mit der Situation an den Futuremärkten zusammen.

Natürlich kannst du bei CMC Markets auch den CFD-Future handeln, dann hast du keine Haltekosten aber du hast natürlich einen höheren Einstiegspreis und den oben beschriebenen Effekt wenn der Kassapreis nicht vom Fleck kommen sollte.

Das Shorten auf längerfristige Sicht während eines starken Contangos kann natürlich auch vorteilhaft sein. Wenn der Markt mit seiner Meinung falsch liegt und der Kassapreis auch nur stagnieren sollte, dann streicht man die Halteerträge ein bzw. der Futurepreis wird stetig sinken bis zur Fälligkeit.

 

Hier geht es zu den aktuellen WTI Futurepreisen an der CME

 

Ich empfehle auch das Lesen dieses Forenbeitrags aus dem Bereich Zertifikate, denn da geht es im Grunde um den selben Effekt: http://www.wertpapie...-wird-billiger/

 

Die Haltekosten sind übrigens immer p.a. angegeben. D.h. also nicht 38% pro Tag (bzw. Nacht) sondern pro Jahr. Das sind somit ca. 0,1% pro Tag (was ja auch schon nicht wenig ist).

 

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