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Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 6 Minuten von s1lv3r:

 

Die jetzige Pflegeversicherung ist eben deshalb keine Vollkostenversicherung, weil eine Vollkostenversicherung richtig teuer wäre und es keinen politischen Willen gibt, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit zusätzlichen Abgaben derart zu belasten. Es ist leicht zu schreiben "dann muss der Staat halt einspringen" ... aber im Endeffekt bedeutet das eben, dass man als Arbeitnehmer dann 200, 300 oder 400€ monatlich für die Pflegeversicherung von seinem Super-Brutto abdrückt.

So ist es. Und letztlich stell es quasi eine erneute Umverteilung von unten nach oben dar. Personen mit wenig Einkommen und eventuell wenig Lebenserwartung, die gar nicht die „Pflege erreichen“, bezahlen über deren Lohn deutlich erhöhte Beiträge, nur damit alle in der Pflege versorgt werden können und Personen mit hohen Vermögen diese weiter vererben können. Da wär ich strickt dagegen. Eine Vollversicherung stellt gedanklich nicht nur eine Pflegeabsicherung dar, sondern eine Vermögens- und Erbschafts-Absicherungs-Versicherung, finanziert aus Beiträgen aller, auch jenen die gar nix vererben werden.

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 6 Minuten von s1lv3r:

Die jetzige Pflegeversicherung ist eben deshalb keine Vollkostenversicherung, weil eine Vollkostenversicherung richtig teuer wäre und es keinen politischen Willen gibt, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit zusätzlichen Abgaben derart zu belasten. Es ist leicht zu schreiben "dann muss der Staat halt einspringen" ... aber im Endeffekt bedeutet das eben, dass man als Arbeitnehmer dann 200, 300 oder 400€ monatlich für die Pflegeversicherung von seinem Super-Brutto abdrückt.

In der Bevölkerung aber schon (siehe #3374) ... aber denen hat ja wie @Ramstein zutreffend bemerkte, noch niemand gesagt was das kostet :)

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t.klebi
vor 4 Minuten von s1lv3r:

Es ist leicht zu schreiben "dann muss der Staat halt einspringen" ... aber im Endeffekt bedeutet das eben, dass man als Arbeitnehmer dann 200, 300 oder 400€ monatlich für die Pflegeversicherung von seinem Super-Brutto abdrückt.

Falsch. Der Staat soll einspringen und nicht der Arbeitnehmer.
Aktuell beziehen bereits 37% aller Pflegeleistungsbezieher Sozialhilfe. Das werden sowieso immer mehr, denn die Finanzierungslücke wird immer größer. Selbst "größere" Rücklagen von sagen wir mal 300 TEUR sind nach wenigen Jahren aufgebraucht. 

 

Man kann nur die Kosten/Leistungen reduzieren und zusätzliche Leistungen halt kostenpflichtig machen. Das aber dann wirklich für alle. Wer dann halt nicht genug Geld hat, bekommt die Leistung nicht. So läuft das vermutlich in 90% der Welt ab.

Oder aber ich mache das Rundumglücklichpaket auf Kosten des Sozialstaates, dann bitteschön auch für alle gleich. 

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 7 Stunden von t.klebi:

Das wäre die Konsequenz. Wo siehst du das Problem?...

Ich gar keins ... manche möchten halt eine Bedürftigkeitsprüfung für Staatsleistungen und andere über ihre Versicherung selbst entscheiden..

 

vor 7 Stunden von t.klebi:

...Ich habe nur geschrieben asozial im Wortsinn (= gegen die Gemeinschaft). Die Gründe hierfür sind dabei vollkommen egal. 

Habe ich auch nicht anders gemeint, hätte ich vielleicht genauer schreiben müssen.

 

Also kein Unterschied zwischen Vorsatz und Krankheit?

vor 7 Stunden von t.klebi:

... Selbst "größere" Rücklagen von sagen wir mal 300 TEUR sind nach wenigen Jahren aufgebraucht. ...

Hast Du eine Quelle?

 

Die durchschnittliche Verweildauer im Pflegeheim ist 25 Monate

--> https://wir-helfen-gemeinsam.de/wie-lange-bleiben-menschen-im-altenheim-in-deutschland-im-durchschnitt-stand-2026/

 

Also  25*4000 = 100k. 

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t.klebi
vor 4 Minuten von CorMaguire:

Also kein Unterschied zwischen Vorsatz und Krankheit?

Solche Unterscheidungen machen das System schwerfällig, teuer und missbrauchsanfällig. 


Wenn die minimale Grundversorgung für Jedermann gesichert ist, benötigt man keine derartigen Unterscheidungen mehr. Daneben sollte es sich aber lohnen, in eine Zusatzversorgung mit eigenem Geld zu investieren. Dann mache ich jede Wette, dass in vielen Fälle sehr wohl das eigenen Vermögen verwendet wird. Schlicht weil man dann selbst einen Mehrwert hat. 
Aktuell gibt es keinerlei Anreiz, dass eigene Vermögen z.B. in die eigene Pflege zu investieren. Es besteht sogar im Gegenteil der Anreiz, dieses Vermögen den zukünftigen Erben so zu vermachen, dass eine Pflegekasse gerade keinen Zugriff mehr darauf erhält. 
 

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CorMaguire
vor 16 Minuten von t.klebi:

...Wenn die minimale Grundversorgung für Jedermann gesichert ist, benötigt man keine derartigen Unterscheidungen mehr. Daneben sollte es sich aber lohnen, in eine Zusatzversorgung mit eigenem Geld zu investieren. Dann mache ich jede Wette, dass in vielen Fälle sehr wohl das eigenen Vermögen verwendet wird. Schlicht weil man dann selbst einen Mehrwert hat. 
Aktuell gibt es keinerlei Anreiz, dass eigene Vermögen z.B. in die eigene Pflege zu investieren. Es besteht sogar im Gegenteil der Anreiz, dieses Vermögen den zukünftigen Erben so zu vermachen, dass eine Pflegekasse gerade keinen Zugriff mehr darauf erhält. 
 

Ist sie.

vor 16 Minuten von t.klebi:

...Daneben sollte es sich aber lohnen, in eine Zusatzversorgung mit eigenem Geld zu investieren. Dann mache ich jede Wette, dass in vielen Fälle sehr wohl das eigenen Vermögen verwendet wird. Schlicht weil man dann selbst einen Mehrwert hat. ...

Ist so ... über das Sozialamt bist Du fremdgesteuert und mit eigenen Vermögen hast Du (je nach dem beschränkte) Optionen siehe # 3392

vor 16 Minuten von t.klebi:

...Aktuell gibt es keinerlei Anreiz, dass eigene Vermögen z.B. in die eigene Pflege zu investieren. Es besteht sogar im Gegenteil der Anreiz, dieses Vermögen den zukünftigen Erben so zu vermachen, dass eine Pflegekasse gerade keinen Zugriff mehr darauf erhält. 

Doch schon ...  es sein denn man wünscht sein Leben am Sozialamt auszurichten und ist mit den Leistungen zufrieden.

Und die Pflegekasse hat sowieso keinen Zugriff.

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Caveman8
vor einer Stunde von satgar:

Eine Vollversicherung stellt gedanklich nicht nur eine Pflegeabsicherung dar, sondern eine Vermögens- und Erbschafts-Absicherungs-Versicherung, finanziert aus Beiträgen aller, auch jenen die gar nix vererben werden.

Was macht dich da so sicher? Das würde doch extrem an der Ausgestaltung der Beiträge hängen. Wenn „der Reiche“ über seine Lebzeit das doppelte „des Armen“ einzahlt und im Schnitt doppelt so lange Leistung bezieht, wäre es überhaupt keine Umverteilung. Zu einem Kopfbeitrag würde es auch bei einer Vollversicherung nicht kommen. 

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Der Heini
· bearbeitet von Der Heini
vor 1 Stunde von Caveman8:

Was macht dich da so sicher? Das würde doch extrem an der Ausgestaltung der Beiträge hängen. Wenn „der Reiche“ über seine Lebzeit das doppelte „des Armen“ einzahlt und im Schnitt doppelt so lange Leistung bezieht, wäre es überhaupt keine Umverteilung. Zu einem Kopfbeitrag würde es auch bei einer Vollversicherung nicht kommen. 

:thumbsup: Ähnlich ist es doch schon bei der GKV, nur bei einer solchen Pflegeversicherung dann alle mit ins Boot, auch Beamte, Ärzte, Apotheker usw.. Keine Beitragsbemessungsgrenze oder diese sehr hoch ansetzen.

Wäre zumindest gerechter als dass die richtig Reichen ihr Vermögen vorher im Ausland oder durch Steuertricks verstecken, die faulen sich kaputt lachen und die Mittelschicht zahlen darf.

Somit sollte dann im Pflegeheim der Standradplatz bezahlt werden und wer möchte, kann sich dann noch Luxus aus eigener Tasche zahlen.

Wer im Leben nur wenig arbeiten will, soll im Alter eben auch dafür gradestehen. Das finde ich sozial.

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 11 Minuten von Der Heini:

...Somit sollte dann im Pflegeheim der Standradplatz bezahlt werden und wer möchte, kann sich dann noch Luxus aus eigener Tasche zahlen....

Das ist doch so.

 

vor 10 Minuten von Der Heini:

...die faulen sich kaputt lachen ..

Du willst eine verpflichtende Mindestarbeitszeit? Dann musst Du auch für die adäquaten Jobs sorgen.

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Zurück zum Thema Rente

 

Wie die Rente stabil bleibt – ohne arbeiten bis 70

Handelsblatt Gastbeitrag von Bernd Fitzenberger

 

Für mich eine Reihe von guten Vorschlägen

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Der Heini
vor 4 Minuten von CorMaguire:

Das ist doch so.

Den Standardplatz ohne Eigenanteil, dafür höhere Pflegeversicherung im Arbeitsleben.

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PKW
vor 6 Stunden von CorMaguire:

Also  25*12*4000 = 120k. 

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CorMaguire
vor 10 Minuten von PKW:

Naja fast :blushing:

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Anjin-san
vor 12 Stunden von satgar:

Aber kurios ist die Betrachtung schon. Man betreibt Vermögensaufbau und Altersvorsorge, und wenn dann das Alter da ist, für das man vorgesorgt hat, dann soll das gar keine Altersvorsorge zum Einsatz dieses Kapitals mehr sein. Sondern dann möge die Allgemeinheit bitte ran, damit man diese individuelle Altersvorsorge nicht angreifen muss, sondern weiter geben kann. 

 

Dann muss man auch deutlich sagen: dann braucht man nun wirklich auch erst gar keine Altersvorsorge zu betreiben, wenn es eh keine sein wird und sein soll.

Hallo,

naja Altersvorsorge ist von mir aus so gesehen, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt ein mir genehmes Leben führen kann, wie ich es möchte, ob mit Hobbies oder Reisen oder im Garten oder meinen Werkstätten ist egal. 

Für die Pflege, die ich bei mir zu Hause wünsche, ist dies nicht in erster Linie gedacht, wenn überhaupt gewünscht.

Für die Pflege zahle ich reichlich ein. Meine Ansicht.

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chirlu
vor 1 Stunde von Anjin-san:

Für die Pflege zahle ich reichlich ein.

 

Dann ist es doch gut, mit dem Geld aus der Zusatzversicherung sollte man auskommen.

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