Sapine

Altersvorsorge (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

  • Altersvorsorge
  • Privatrente
  • Wissen
  • Grundlagen
  • Vorkehrung
646 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Am 22.10.2017 um 18:19 schrieb Okabe:

Diese Begründung... wäre ich Richter, würd ich dem Unternehmen aber was husten

Schauen wir mal, was der Richter macht. Die Verbraucherzentrale BW hat Donner & Reuschel jetzt verklagt: http://www.procontra-online.de/artikel/date/2017/12/riester-kuendigung-banksparplan-ist-kein-versicherungsprodukt/

 

Zudem hier mal eine Übersicht, welche Versicherer ihr Riester-Neugeschäft 2017 eingestellt haben, darunter auch die im Forum gelegentlich diskutierte HanseMerkur24 https://www.versicherungsbote.de/id/4861478/Riester-Neugeschaeft-Anbieter/

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

In meiner gestrigen Tageszeitung las ich, das die Union die Betriebsrenten besserstellen will. Die doppelten Sozialbeiträge sollen, zu mindestens bei älteren Verträgen, abgeschafft werden.

Wie schon 2017 bei betrieblichen Riesterrenten geschehen.

Wäre ja wirklich schön wenn das die neue Regierung machen würde.

 

Gruß

Joseph

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von Schlumich
Noch mal nachgedacht und umformuliert.....

vor einer Stunde schrieb Joseph Conrad:

In meiner gestrigen Tageszeitung las ich, das die Union die Betriebsrenten besserstellen will. Die doppelten Sozialbeiträge sollen, zu mindestens bei älteren Verträgen, abgeschafft werden.

Wie schon 2017 bei betrieblichen Riesterrenten geschehen.

Wäre ja wirklich schön wenn das die neue Regierung machen würde.

 

Gruß

Joseph

Ich nehme an, Du meinst das Betriebsrentenstärkungsgesetz. Das ist, soweit ich infomiert bin schon seit 01.01.2018 am Start.

 

  • Hier ändert sich vor allem für kleinere Einkommen (<2200€) bei einer Riesterförderung hinsichtlich Sozialabgaben etwas.
  • Weiterhin muss der AG jetzt wohl für Neuverträge sofort und für Altverträge erst ab 2022 künftig 15% Beitrag zuschießen (und kann das dann hinterher steuerlich geltend machen, ohne dadurch einen Nachteil zu erleiden).
  • Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung können künftig 8% anstelle 4% des Einkommens dort steuerfrei einzahlen. Sozialversicherungsfreiheit bleibt aber bei 4% (--> Klingt für mich kompliziert)

 

Was ich mich frage: Ich habe eine bAV über eine Direktversicherung seit 2006 laufen, wo ich monatlich jetzt schon knapp über den 4% der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung einzahle (Hälfte ich, die andere Hälfte mein Arbeitgeber). Ändert sich da irgendwas an der Versteuerung in der Auszahlungsphase? D.h. fällt ggf. die nachgelagerte Besteuerung sogar weg? Oder wird das genau so behandlet, wie heute?

 

Ich hoffe, ich habe mich als steuerlicher Laie halbwegs korrekt ausgedrückt und werfe nicht Äpfel und Birnen durcheinander.

 

P.S.: Wenn man googelt, findet man unter dem Stichwort "Betriebsrentenstärkungsgesetz 2018" ein Video einer Versicherung mit drei Buchstaben und vorne einem A..... (weiß nicht, ob ich den Link hier einstellen darf wegen der Forenriichtlinien). Da wird das Ganze halbwegs anschaulich erklärt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von Joseph Conrad

Die Doppelabgabe von Soziabeiträgen wurden eben leider nicht vom Betriebsrentengesetz abgeschafft. Nur eben die betriebliche Riesterrente wurde ab 01.01.2018 besser gestellt.

Die Union hat leider nur in Planung die Betriebsrenten, wie  deine und meine , davon zu befreien. Und wohl auch nur alte Verträge.

Bisher müssten wir im Rentenfall auf unsere Betriebsrenten erneut Sozialabgaben entrichten. Minus 18% :angry:

Bin mal gespannt wie es da weitergeht.

 

Gruß

Joseph

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Ich bin heute auf diese Änderung gestoßen, die m.E. bislang noch nicht diskutiert wurde und vermutlich auch ein Ergebnis des Betriebsrentenstärkungsgesetz ist. Sie betrifft die Abfindung von Kleinstbetragsrenten. Polydeikes hatte da ja früher schon auf Gestaltungsmöglichkeiten hingewiesen. Neu ist jetzt wohl:

 1) Man kann die Abfindung ein Jahr nach hinten verschieben, um dann ein geringeres ZvE zu haben: "Wer etwa 2018 mit 65 Jahren und sieben Monaten in Rente geht, kann, auch wenn im Riester-Vertrag als Beginn der Auszahlungsphase 2018 festgelegt ist, sich diese erst 2019 abfinden lassen – und muss ggf. weniger Steuern zahlen."

2) Es gilt jetzt die Fünftelungsregelung, was die Steuerprogression abmindert.


Hier der Link dazu: https://www.steuertipps.de/anlegen-vererben-spenden/themen/abfindungen-von-riester-kleinbetragsrenten

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/finanzielle-probleme-bundesfinanzministerium-sieht-gefahren-bei-34-lebensversicherern/22741374.html

 



Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat mit Sorge auf den Bericht reagiert. „Es könnte passieren, dass Versicherer unter die gesetzliche vorgeschriebene Eigenkapitalquote fallen. Wenn dann nicht innerhalb weniger Monate für ausreichend Kapital gesorgt wird, droht die Abwicklung“, sagte der Versicherungsexperte des VZBV, Lars Gatschke, dem Handelsblatt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Interessant wäre, wer die 34 sind ... Das schreibt aber wieder keiner. Man will die Bevölkerung offensichtlich nicht verunsichern.  :D

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

vor 16 Stunden schrieb sparfux:

Interessant wäre, wer die 34 sind ... Das schreibt aber wieder keiner. Man will die Bevölkerung offensichtlich nicht verunsichern.  :D

 

Das ist nicht interessant , man muss davon ausgehen , dass es alle sind bzw. sein werden .

Das ist das Werk der Politiker , der Null-Zins-Politik .

Die Berufsständischen Architekten , Anwälte , Ärzte , alle sind derart bertroffen .

Letztlich werden Rentner mit etwa 48 % des letzten Nettolohns rechnen müssen , was offensichtlich wirklich bleibt , sind die Pensionen , ich fürchte , dass darüber erst ernsthaft gesprochen wird , wenn es zu spät ist .

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von Matthew Pryor

vor 29 Minuten schrieb Günter Paul:

Das ist das Werk der Politiker , der Null-Zins-Politik .

Einfache und banale Antworten für eine komplexe Welt. Herzerfrischend, ou non?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

vor einer Stunde schrieb Günter Paul:

Das ist das Werk der Politiker , der Null-Zins-Politik .

 

 

Nein, nicht nur. So einfach ist es nicht. 

 

Es gibt mehrere Erklärungsansätze über die Ursachen der globalen Niedrigzinsen, über die sich die Ökonomen und Zentralbanker noch nicht einig sind, siehe Diskussion: http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/ezb-chef-mario-draghi-ueber-ursachen-der-niedrigzinsen-14214324.html

 

Neben den Zentralbankmaßnahmen wird z. B. noch die weltweite Ersparnisschwemme älterer Menschen aufgeführt, deine Generation: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sparschwemme

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von DrFaustus

https://www.handelsblatt.com/video/live/handelsblatt-live-private-rentenvorsorge-grosse-versprechen-keine-resultate/23078308.html

 

Mal abseits der politischen Debatte, ein interssantes Thema in dieser Legsilaturperiode.

Eigentlich hätte man hier meiner Meinung nach die große Chance die Riesterente so zu adjustieren, dass die gesamte Altersvorsorge zu einem guten Stück weg von der umlagefinanzierten Rente, hin zu einer kapitalgedeckten Rente kommt.

Leider sehe ich eher die Tendenz, dass man gerade bei der gesetzlichen Rente sehr schöne Geschenke macht, die dann in späteren Jahren zu einer noch höheren Umlage führen müssen.

Die Alternative: Private, staatlich geförderte Altersvorsorge, lässt man dabei komplett außen vor.

 

Was könnte ich mir vorstellen:

- Der Staat legt ein eigenes kosteneffizentes kapitalgedecktes Produkt auf. Von mir aus in 3 Risikoabstufungen.

- Die Förderhöhe wird angepasst. Bislang hat man das "Problem", das gerade niedrige Einkommen nicht selbst privat vorsorgen können. Diese Einkommen haben es aber am nötigsten. Statt also Geld in die gesetzliche Rente zu pumpen, könnte man niedrigen Einkommen eine sehr hohe Förderung zukommen lassen um die eigene Rentenlücke zu füllen. Damit bräuchte man keine "Mindestrente" im Alter und auch vermutlich keine Mütterrente usw. Sagen wir: Einkommen unter 35.000 EUR Brutto erhalten 90% staatlichen Zuschuss auf ihre Altersvorsorge bis zu einem Höchstbetrag von X EUR. Man müsste also Geld in die Hand nehmen um diese Kleinverträge deutlich aufzuwerten. Aber dieses Geld ist mMn sinnvoller angelegt als es in teuere Rentengeschenke zu stecken.

- Für alle anderen passt man den Jahreshöchstbetrag von 2.100 EUR auf 4.200 EUR an und reduziert die Anrechnung auf die Steuer in der Rentenphase um 50%. Schon hat man ein sinnvolles AV-Konzept, dass eigentlich für jeden AN sinnvoll ist.

Im Gegenzug reduziert man schrittweise das gesetzliche Rentenniveau.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Ich fände ein Modell wie in den USA mit den 401K plans gut. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Bevorzugt aber wieder Besserverdiener gegenüber Geringerdienern, da die Besserverdiener mehr Geld absolut und prozentual steuerfrei anlegen können als Geringverdiener. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Wenn man ein höheres Einkommen hat, dann hat man auch höhere Rentenansprüche. Die Rente ist keine Steuer, da geht es nicht darum, dass alle das gleiche kriegen, sondern darum, dass man möglichst viel von seinem Wohlstand aus dem Berufsleben ins Alter rettet. 

 

Davon abgesehen könnte die Besteuerung in so einem Modell auch progressiv über die Einkommensteuer erfolgen, dann aber nur für den Gewinnanteil oder, alternativ, an die Einkommensteuer in der Einzahlphase anrechenbar. Im Prinzip wäre ersteres steuerlich gesehen Riester ähnlich, nur halt ohne das enge Korsett und ohne Versicherung die dazwischen liegt und die Hand aufhält. Für die Auszahlphase könnte man sich ein Modell überlegen, in dem das Geld in die staatliche Rentenversicherung überführt wird und dort entsprechende Rentenansprüche bewirkt, wenn man denn unbedingt eine Rente möchte/braucht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

vor 5 Minuten schrieb Dandy:

Für die Auszahlphase könnte man sich ein Modell überlegen, in dem das Geld in die staatliche Rentenversicherung überführt wird und dort entsprechende Rentenansprüche bewirkt, wenn man denn unbedingt eine Rente möchte/braucht.

Warum das denn?

Man kann seine Rente doch auch ohne staatliche Rentenkasse gestalten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

War nur optional gemeint, falls jemand unbedingt eine Rente beziehen will statt einen Auszahlplan zu verfolgen. Wollte damit nur ausdrücken, dass man dafür nicht unbedingt eine Versicherung zwischenschalten muss. Das kann auch problemlos über die staatliche Rentenkasse passieren, so lange das Geld natürlich nicht wieder für "versicherungsfremde" Leistungen missbraucht wird.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

vor 28 Minuten schrieb Dandy:

War nur optional gemeint, falls jemand unbedingt eine Rente beziehen will statt einen Auszahlplan zu verfolgen. Wollte damit nur ausdrücken, dass man dafür nicht unbedingt eine Versicherung zwischenschalten muss. Das kann auch problemlos über die staatliche Rentenkasse passieren, so lange das Geld natürlich nicht wieder für "versicherungsfremde" Leistungen missbraucht wird.

Tja, und genau das kann eben nicht sichergestellt werden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

vor 31 Minuten schrieb Dandy:

 so lange das Geld natürlich nicht wieder für "versicherungsfremde" Leistungen missbraucht wird.

Halten sich "versicherungsfremde Leistungen" und "Bundeszuschüsse" zur GRV nicht ungefähr gleich? (Offene Frage, ich weiß es nicht...;))

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Zitat

Mit einem einheitlichen Standardprodukt für Altersvorsorge will die EU den Durchbruch erreichen. Die Crux: die Gesetze der Mitgliedstaaten unter einen Hut zu bekommen – Experten zweifeln an der Umsetzbarkeit.

Hier der vollständige FAZ-Artikel.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden