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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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polydeikes

Nochmal Quelle Versicherungsjournal, diesmal Marktanteile der Riesterformen 05-15 als Grafik ...

 

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Matthew Pryor

Manager-Magazin:Jürgen Klopp wird "Coach" bei der DVAG

Ob die Vermögensberater ihren Kunden dann auch bald auf diese Weise das neue "Yeah-Produkt" verkaufen wollen?

 

 

 

 

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polydeikes
· bearbeitet von polydeikes

Es gibt mal wieder ein paar Neuigkeiten in der GRV, die letzten 3 Tage waren "ereignisreich" ...

 

Die Rentenanpassung zum 1. Juli beträgt 2,1/2,5 % und fällt damit fast 3mal so hoch aus wie regulär zu erwarten gewesen wäre. Kosten für den Spaß, 2,8 Mrd. Euro:

 

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/0_Home/meldungen/2015_07_03_rentenanpassung_2015_und_poststreik.html;jsessionid=CD395A4987CD2FB72929A7FC0A89581A.cae01

 

Zudem gibt es eine Pressemitteilung zur Mütterrente / Rente mit 63: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/4_Presse/infos_der_pressestelle/02_medieninformationen/01_pressemitteilungen/2015/2015_07_02_bvv_reimann.html

 

Es bleibt zunächst weiter bei reiner Umlagenfinanzierung des Rentenpakets.

 

Da die GRV keine Rücklagen bilden darf, wird vorhandenes Potential durch die zuletzt starke wirtschaftliche Entwicklung leider auch direkt wieder verprasst. Zur wirtschaftlichen Situation äußert sich die DRV Bund ebenfalls in einer Pressemitteilung: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/4_Presse/infos_der_pressestelle/02_medieninformationen/01_pressemitteilungen/2015/2015_07_02_bvv_buntenbach.html

 

Eine Erhöhung der Beitragssätze ist gem. Pressemitteilung erst für 2019 zu erwarten, 19,1 statt 18,7 % sind geplant. Bis dahin sollen die aktuellen Nachhaltigkeitsrücklagen aufgebraucht sein: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/6_Wir_ueber_uns/02_Fakten_und_Zahlen/02_kennzahlen_finanzen_vermoegen/3_mittelfristige_finanzentwicklung/wesentliche_ergebnisse_allgemeine_rv_node.html

 

Weiterhin wurden Zahlen zum Rentenniveau publiziert, 2014 immerhin noch 48,1 %. Bis 2030 soll das Rentenniveau mit 44,1 % noch immer oberhalb der politisch festgelegten Grenze ( SGB VI: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__154.html ) von 43 % liegen.

 

Die Finanzierung des Rentenpakets ist da nicht drin und auch keine Annahme einer abweichend negativeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als in den letzten Jahren. Ich persönlich zweifle massiv, dass die 43 % über 2030 "sicher" sind. Die wirklich starken 60er Jahrgänge kommen ja erst noch ins Rentenalter (nach 2030). Und in den nächsten 15 Jahren soll demnach das Rentenniveau weniger stark fallen als in den letzten 6 Jahren.

 

Eine Grafik zur Entwicklung des Rentenniveaus gibt es bei Wiki: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/5/57/Rentenniveauentwicklung.svg

 

Eine Grafik zur Entwicklung der Rentenversicherungsbeiträge bei der DRV:

 

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/Allgemeines/GrosseTabellen/kennzahlen_finanzen_vermoegen/1_kennzahlen_rechengroessen/050_entwicklung_beitragssetze.jpg%3F__blob%3Dnormal%26v%3D11

 

Für die Zahlenfreunde, der 2015er Report kam am 12.06. raus: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/6_Wir_ueber_uns/03_fakten_und_zahlen/03_statistiken/02_statistikpublikationen/02_rv_in_zahlen.html

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Peter Wolnitza

Manager-Magazin:Jürgen Klopp wird "Coach" bei der DVAG

Ob die Vermögensberater ihren Kunden dann auch bald auf diese Weise das neue "Yeah-Produkt" verkaufen wollen?

 

 

 

 

 

 

 

 

Da bekommt doch der Ausdruck "Kloppertruppe" neues Leben eingehaucht......biggrin.gifbiggrin.gifbiggrin.gif

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Sapine

Studie: Von Riester-Rente profitieren insbesondere Bezieher höherer Einkommen

Ergebnisse einer Studie des DIW und der FU Berlin

http://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2015/fup_15_214-studie-riester-rente/index.html

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000022677

 

Wie eine Auswertung von repräsentativen Daten der Bundesbank (Panel of Household Finances) ergab, verteilen sich rund 38 Prozent der Gesamtförderung auf die obersten zwei Zehntel der verfügbaren Einkommen in der Gesamtbevölkerung. Würden lediglich die Riester-Sparer betrachtet, so seien es rund 32 Prozent der Gesamtförderung, die sich auf die oberen zwei Zehntel der verfügbaren Einkommen erstreckten. Wie Professor Giacomo Corneo und Johannes König von der Freien Universität sowie Professor Carsten Schröder vom DIW Berlin weiter zeigen, entfielen lediglich rund sieben Prozent der Gesamtfördersumme auf die unteren beiden Zehntel der verfügbaren Einkommen. Bezogen auf aktive Riester-Sparer kamen rund 15 Prozent der Fördersumme des Programms bei den unteren beiden Zehnteln der verfügbaren Einkommen an.

 

Grund sei vor allem, dass sich Haushalte mit niedrigem Einkommen, die Riesterverträge oft nicht leisten können oder wollen.

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tyr

Solange Riester-Auszahlungen auf die staatliche Grundsicherung im Alter angerechnet werden wird sich daran wenig ändern. Dazu kommt noch die financial literacy breiter Bevölkerungsschichten, da an allgemeinbildenden Schulen private Finanzen kein Thema sind.

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Hellerhof

Solange Riester-Auszahlungen auf die staatliche Grundsicherung im Alter angerechnet werden wird sich daran wenig ändern. Dazu kommt noch die financial literacy breiter Bevölkerungsschichten, da an allgemeinbildenden Schulen private Finanzen kein Thema sind.

 

Zum ersten Punkt: Ich gehe jede Wette ein, dass eine große Mehrheit von diesem Umstand gar nichts weiß. Man kümmert sich schlichtweg nicht, da die Rente "noch ganz weit weg ist". Die Schwachstelle des Riester-Konzeptes ist nicht die Anrechnung, sondern der fehlende Zwang zur Vorsorge. Durch den fehlenden Zwang obsiegt der Gegenwartskonsum gegenüber dem zukünftigen Konsum bei vielen.

 

Zum zweiten Argument: Quark. Man kann und sollte nicht jedes Problem des Alltags zum Stoff in der Schule machen. Ein anständiger Mathematikunterricht bringt da weitaus mehr.

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odensee

Zum ersten Punkt: Ich gehe jede Wette ein, dass eine große Mehrheit von diesem Umstand gar nichts weiß. Man kümmert sich schlichtweg nicht, da die Rente "noch ganz weit weg ist". Die Schwachstelle des Riester-Konzeptes ist nicht die Anrechnung, sondern der fehlende Zwang zur Vorsorge. Durch den fehlenden Zwang obsiegt der Gegenwartskonsum gegenüber dem zukünftigen Konsum bei vielen.

 

Mag sein, ich kann mir aber vorstellen, dass die "Zielgruppe" ihr Girokonto bei der Sparkasse/Volksbank hat und da ausreichend in Richtung Riester bearbeitet wird. Dann kommt dazu noch: für Geringverdienende "lohnt" Vorsorge nicht, da macht es auch nichts, dass die Betroffenen vom diesem Umstand nichts wissen.

 

Aber wie sollte ein Zwang zur Vorsorge aussehen? Die gesetzliche Rentenversicherung bietet diesen Zwang ja an. Also wieder dahin zurück dahin? Rentenkürzungen für die Zukunft wieder rückgängig machen und Beitrag erhöhen?

 

Zum zweiten Argument: Quark. Man kann und sollte nicht jedes Problem des Alltags zum Stoff in der Schule machen. Ein anständiger Mathematikunterricht bringt da weitaus mehr.

 

:thumbsup:

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Hellerhof

Aber wie sollte ein Zwang zur Vorsorge aussehen? Die gesetzliche Rentenversicherung bietet diesen Zwang ja an. Also wieder dahin zurück dahin? Rentenkürzungen für die Zukunft wieder rückgängig machen und Beitrag erhöhen?

 

Beispielsweise wie in Schweden. Dort muss man eine kapitalgedeckte Vorsorge abschließen. Der Staat bietet eine Version an, aber man kann sich auch für eine privat organisierte Variante entscheiden. Ich will den Thread nicht zur Diskussion missbrauchen, daher hier zwei weiterführende Links: Kurze Übersicht beim gdv. Zum DIW.

 

Disclaimer: Ich beziehe hier inhaltlich keine Stellung dafür oder dagegen, Ich wollte nur die Möglichkeit aufzeigen.

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polydeikes

Für offensichtliche Dinge bedarf es eig. keines "Wissenschaftlers". Der gutverdienende Single realisiert rund 900 Euro Förderung. Das entspricht 2,5 Kinderzulagen + Grundzulage. 2,5 Kinder haben wir nicht im Schnitt in D, also liegt der Gutverdiener deutlich über Durchschnitt.

 

Mittlere Einkommen müssen Netto mehr einzahlen als Gutverdiener, Gutverdiener nehmen halt die Förderung für knapp 100 Euro mtl. Eigenbeitrag mit und können es sich auch leisten als Baustein.

 

Braucht man für die Erkenntnis eine Studie? Eher nicht ...

 

---

 

Riester scheitert meist schon an Punkt- und Strichrechnung konzeptionell, Beispiele liefert das Forum unzählige ...

 

Warum das so ist ... keinen blassen Schimmer ... :-

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Garelli

Manager-Magazin:Jürgen Klopp wird "Coach" bei der DVAG

Ob die Vermögensberater ihren Kunden dann auch bald auf diese Weise das neue "Yeah-Produkt" verkaufen wollen?

Da bekommt doch der Ausdruck "Kloppertruppe" neues Leben eingehaucht......biggrin.gifbiggrin.gifbiggrin.gif

Dazu auch: Die neue Kloppertruppe

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tyr
· bearbeitet von tyr

Zum zweiten Argument: Quark. Man kann und sollte nicht jedes Problem des Alltags zum Stoff in der Schule machen. Ein anständiger Mathematikunterricht bringt da weitaus mehr.

Deine Argumentation ist ein guter Fall von financial literacy: unwissend um das, was das Thema ausmacht wird versucht, den Sinn der ganzen Disziplin in Frage zu stellen.

 

Beispiele lassen sich einfach konstruieren und können im Forum gefunden werden. z. B. viele Fälle mathematisch hochgebildeter Akademiker, die in ihren privaten Finanzen grobe Anfängerfehler begehen und dies in diesem Forum eindrucksvoll dokumentieren beweist es. Weitere Beispiele: Mathematik an der allgemeinbildenden Schule bringt einem nicht bei, welche existenziellen Lebensrisiken versicherbar sind und welche Risikoversicherung für welche Lebenssituation wichtig und weniger wichtig ist. Mathematik bringt einem auch nicht bei, dass es sinnvoll sein kann, eine Liquiditätsreserve aufzubauen. Die Naivität vieler Immobilienkäufer, die sich vorstellen, ohne Ahnung von diesem Geschäft Steuern zu sparen, Geld anzulegen und nebenbei noch sinnvoll Altersvorsorge zu betreiben wird einem durch Mathematik auch nicht genommen. Wie man man mit Krediten, Schufa usw, umgeht wird im Mathematikunterricht ebenfalls nicht gelehrt.

 

Mathematik hilft sicher, seine privaten Finanzen zu bewirtschaften. Sie ersetzt keine finanzielle Allgemeinbildung. Und schon gar nicht bringt ein "anständiger Mathematikunterricht" pauschal "weitaus mehr" als elementare Grundlagen privater Finanzen zu lernen.

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Kaffeetasse

omg, Kloppo macht's mit der DVAG...damit sinkt sein Ansehen bei mir um mindestens 50%. :angry:

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polydeikes

Da wir das Thema schon qualitativ (wer profitiert wirklich) hatten, hier quantitativ die Verbreitung:

 

GDV-Grafik-Riester-erreicht-die-Richtigen-hr.jpg

 

Demnach macht der Teil derer, für die sich Riester als Konzept dauerhaft lohnen sollte, gerade einmal 13 (+9) % aus.Basis: Einkommen der Zulageberechtigten ... Quelle: ZFA, die müssen es ja wissen

 

Wenn Kinderzulagen pro Zulageberechtigtem rund 50 % ausmachen, haben wir quasi rund 0,5 ab 2008 geborene Kinder pro Zulageberechtigtem. Passt so einigermaßen, pro Frau sind es aggregiert ja um die 1,3 Kinder in D. Wobei Riester laut Angaben Frauensache ist, rund 60 % der Zulageberechtigten sind Frauen.

 

Die Schlussfolgerung "Riester Rente erreicht die Richtigen" kann ich nun nicht gerade teilen.

 

19 + 19 + 16 = 54 % der Zulageberechtigten (ü10k / unter 40k) bedürfen schon einer statistisch untypischen Förderkonstellation, damit das zumindest hinsichtlich Förderung in der Ansparphase so einigermaßen "richtig" ist.

 

Ein Schelm, wer bei dieser Darstellung in Rot und Grau Böses denkt ...

 

GDV-Grafik-Riester-Zulagen-Einkommen-Web.jpg

 

...

 

Quellen:

 

http://www.gdv.de/2015/07/riester-funktioniert-fuer-alle-einkommen/

http://www.gdv.de/2015/05/riester-erreicht-die-richtigen/

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tyr

Versicherer stellen den Vertrieb von klassischen kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen mit garantierter Mindestverzinsung auf den Sparanteil ein:

FAZ: Der Garantiezins ist Geschichte - Eine große Lebensversicherung nach der anderen schafft den Garantiezins ab. Bitter für die Kunden. http://www.faz.net/-hsf-86ao1

 

nicht sichere Verrentungsbedingungen:

Der dritte und entscheidende Punkt ist jedoch: Bei den neuen Policen entscheiden die Versicherer erst am Ende, mit welchem Zinssatz und welcher Sterbetafel sie das Kapital verrenten. Bei alten Verträgen wird das schon heute festgelegt. „Es kann also sein, dass Kunden mit neuen Policen mehr Geld ansparen, aber weniger Rente ausgezahlt bekommen als mit einem alten Vertrag. Das ist das Perfide“, findet BdV-Vorstand Kleinlein. Ob die Firmen gestiegene Zinsen an die Kunden weitergeben oder nicht, entscheiden sie selbst. „Alle Verschlechterungen nimmt der Kunde in solchen Verträgen mit“, sagt Kleinlein, „Verbesserungen nur, wenn der Versicherer das will.“ Man muss schon ziemlich großer Optimist sein, um so etwas abzuschließen.

 

tagesschau.de nennt Beispiele: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/talanx-103.html

Neue Modelle für die Altersvorsorge

Die Niedrigzinsen setzten das Geschäft mit klassischen Lebensversicherungen unter Druck. Die Branche, zu der etwa 90 Unternehmen gehören, ist daher auf der Suche nach neuen Modellen für die Altersvorsorge.

 

Einige Beispiele:

Allianz: Der Branchenprimus hat schon vor geraumer Zeit Lebensversicherungen ohne festen Garantiezins auf den Markt gebracht, bietet aber weiterhin klassische Policen an.

 

Generali: Der Konzern mit Marken wie AachenMünchener will auf absehbare Zeit aus der klassischen Lebensversicherung mit Garantiezins für Privatkunden aussteigen, nicht jedoch in der betrieblichen Altersvorsorge.

 

Ergo: Der Versicherer bietet wie die Allianz den Klassiker der Altersvorsorge und neue Modelle an.

 

Talanx: Die Hannoveraner wollen klassische Policen ab Ende 2016 nicht mehr anbieten.

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odensee

Versicherer stellen den Vertrieb von klassischen kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen mit garantierter Mindestverzinsung auf den Sparanteil ein:

FAZ: Der Garantiezins ist Geschichte - Eine große Lebensversicherung nach der anderen schafft den Garantiezins ab. Bitter für die Kunden. http://www.faz.net/-hsf-86ao1

 

Korrekterweise müsste es heißen "bitter für potentielle Kunden", denn Bestandsverträge betrifft das doch hoffentlich nciht.

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Ramstein

Da streiten sich die Geister. Vielfach wird argumentiert, dass gerade die absolute Garantie die durchschnittlich zu erwartende Rendite senkt.

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tyr

Korrekterweise müsste es heißen "bitter für potentielle Kunden", denn Bestandsverträge betrifft das doch hoffentlich nciht.

Eine Auswahl von im Forum betroffenen potentiellen Kunden: Inhaber von Riester Fonds- und Banksparplänen, die vorhaben, den Vertrag in die Auszahlungsphase übergehen zu lassen. Oder auch Inhaber von Wertpapierdepots, die im Alter bei nachlassenden körperlichen und geistigen Kräften mal vorhaben werden, einen Sofortrentenvertrag abzuschließen.

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polydeikes

Da streiten sich die Geister. Vielfach wird argumentiert, dass gerade die absolute Garantie die durchschnittlich zu erwartende Rendite senkt.

 

Das ist zunächst mal richtig. Der Rechnungszins senkt die Renditechancen in der Ansparphase.

 

Problem aber: Die "Alternativen" wie bspw. die "Perspektive"-Linie der Allianz sind nicht ohne Garantie kalkuliert, nur nicht mit Höchstrechnungszins. Und sie sind auch nicht so kalkuliert, dass zu 90 % weiterzugebende Anlageüberschüsse entstehen, sondern so, dass Kostenüberschüsse entstehen. Und diese Kostenüberschüsse muss der Versicherer nur zu 50 % weitergeben.

 

Das ist wesentlich lukrativer als klassisch kalkulierte Produkte, aber nicht für den Kunden.

 

Bezieht sich aber alles nur auf die Ansparphase. Und wie bei allen Sparplänen ist die Ansparphase (zumindest die ersten Jahre) ggü. der Auszahlungsphase nachrangig, insofern die Auszahlungsphase ganz oder teilweise verrentet werden muss (Riester). Sprich: Selbst wenn theoretisch "modern" kalkulierte Produkte in der Ansparphase minimal besser rentieren würden, kommt am Ende durch die oben beschriebenen Effekte bzgl. der Auszahlungsphase trotzdem wesentlich weniger raus am Ende.

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polydeikes
· bearbeitet von polydeikes

Verbraucherfreundliches Urteil im bAV Kontext? FG RLP vom 19.05.2015

 

Auch mir bis dato absolut unbekannt und nur durch ein Werbeblatt drauf aufmerksam geworden: Das FG Rheinland Pfalz hatte sich schon im Mai mit der Frage beschäftigt, ob die Fünftelregelung auch bei Kapitalauszahlungen aus Pensionskassen (Direktversicherungen / Pensionsfonds) anzuwenden ist. Bis dato galt das nur für Unterstützungskassen und Direktzusagen.

 

In Folge der Revision liegt das Thema nun beim BFH.

 

Sollte sich die Auffassung des FG RLP bestätigen, ist mit einer erheblichen Verbesserungen für Kapitalabfindungen aus einer bAV (Direktversicherung, Pensionskasse und -fonds) zu rechnen. Inkl. dem zusätzlichen Gestaltungsspielraum.

 

Ein mMn generelles Problem bei der Unterscheidung der Durchführungswege würde entfallen, bAV würde allgemein attraktiver werden. Insbesondere steuerfinanzierter, früherer Rentenbeginn würde auch für die ein mögliches Szenario werden, die mangels entsprechenden Möglichkeiten (U-Kasse / Direktzusage) bisher diese Gestaltungsmöglichkeit nicht hatten.

 

Neutrale Quelle: http://www.mjv.rlp.de/icc/justiz/nav/a0b/broker.jsp?uMen=a0bc3768-b0b2-11d4-a737-0050045687ab&uCon=abc50418-ee22-5e41-625c-a22602e4e271&uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-aaaa-000000000042

AL Infoblatt.pdf

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