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Sapine

Altersvorsorge (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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Luxor
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Rendite Turbo für Deine Riester Rente

Stell Dir vor in Deutschland gäbe es ein neues Angebot zur Altersvorsorge. Und zwar leiht der Staat jedem interessierten Arbeitnehmer 30.000 Euro zu 0% Zinsen. Dieses Geld kannst Du dann z.B. in Aktien ETFs investieren. Das zinslose Darlehen kannst Du jederzeit zurückzuzahlen, die damit erwirtschafteten Gewinne gehören jedoch Dir. 

https://www.finanzen-erklaert.de/pimp-my-riester-rente/

Vielleicht haben viele die Riester-Rente missverstanden? Ist ein bisschen reißerisch geschrieben aber scheint ja korrekt dargestellt zu sein.

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Mangalica
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Am 28.9.2020 um 06:19 von Luxor:

Vielleicht haben viele die Riester-Rente missverstanden? Ist ein bisschen reißerisch geschrieben aber scheint ja korrekt dargestellt zu sein.

Der Artikel ist 9 Monate alt und ein Blick in die Kommentare lohnt sich. Der Autor hatte bei Fairr einen Vertrag mit einem Renteneintritt von 84 Jahren abgeschlossen (damit Fairr ewig lang zu 100% in Aktien bleibt) mit der vollen Absicht, diesen mit 62 Jahren förderschädlich zu kündigen. Dann hätte er die zu erstattenden Zulagen und Steuern einfach als zinslosen Kredit betrachtet und die aufgelaufenen Gewinne wären auch nur zur Hälfe zu versteuern gewesen. Und dann kam Corona... Der Autor hat seinen "Rendite-Turbo" mittlerweile gekündigt.

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odensee
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vor 11 Stunden von Mangalica:

Der Artikel ist 9 Monate alt und ein Blick in die Kommentare lohnt sich. Der Autor hatte bei Fairr einen Vertrag mit einem Renteneintritt von 84 Jahren abgeschlossen (damit Fairr ewig lang zu 100% in Aktien bleibt) mit der vollen Absicht, diesen mit 62 Jahren förderschädlich zu kündigen. Dann hätte er die zu erstattenden Zulagen und Steuern einfach als zinslosen Kredit betrachtet und die aufgelaufenen Gewinne wären auch nur zur Hälfe zu versteuern gewesen. Und dann kam Corona... Der Autor hat seinen "Rendite-Turbo" mittlerweile gekündigt.

Man sollte diesen Blogbeitrag allen zeigen, die Planungen für X Jahrzehnte machen. Danke für den Hinweis.

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Columbus83
Posted · Edited by Columbus83

Scheinbar wird das Thema Rentenversicherungspflicht für alle in der CDU zum Thema:

 

CDU-Konzept will Beamte in die Rentenversicherung zwingen

 

Neben den Beamten sollen alle Berufsgruppen in die Rente einzahlen, also auch Selbstständige.

 

Vermutlich wird die nächste Regierung eine schwarz-grüne Regierung werden. Die Grünen sind bekanntermaßen Verfechter der Bürgerversicherung, d.h. auch hier sollen alle Berufsgruppen in die GRV einzahlen. Somit wird es in diesem Punkt (sofern das CDU-Konzept in der eigenen Partei akzeptiert wird) zwischen den Koalitionspartner Übereinstimmung geben.

 

Das heißt, ab der kommenden Legislaturperiode ist damit zu rechnen, dass diese Konzept umgesetzt wird.

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permabull
Posted · Edited by permabull
vor 20 Stunden von Columbus83:

 

Das heißt, ab der kommenden Legislaturperiode ist damit zu rechnen, dass diese Konzept umgesetzt wird.

Kann man machen. Wird der GRV nur nichts bringen, da die neuen Einzahler ja am Ende auch Leistungsempfänger werden. Der Kuchen wird größer, die Zahl der Gäste aber auch. Das eigentliche Problem ist bekanntlich die Demographie.

 

Aber wenn es ja der "Gerechtigkeit" dient...

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Merol Rolod
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Guck an, die Regierungskoaltion resultierend aus der in knapp einem Jahr stattfindenden Bundestagswahl steht auch schon fest inkl. der Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen. Manche Glaskugeln sind wirklich richtig gut. :-*

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Columbus83
Posted
vor 2 Stunden von Merol Rolod:

Guck an, die Regierungskoaltion resultierend aus der in knapp einem Jahr stattfindenden Bundestagswahl steht auch schon fest inkl. der Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen. Manche Glaskugeln sind wirklich richtig gut. :-*

Willst du dagegen wetten? ;)

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Merol Rolod
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vor 1 Stunde von Columbus83:

Willst du dagegen wetten?

So wenig, wie ich gegen einen DAX von 16.000 in einem Jahr wetten würde.

Aber deine Ansage ist vermerkt. :teach:;)

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chirlu
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vor 6 Stunden von permabull:

Wird der GRV nur nichts bringen, da die neuen Einzahler ja am Ende auch Leistungsempfänger werden. Der Kuchen wird größer, die Zahl der Gäste aber auch. Das eigentliche Problem ist bekanntlich die Demographie.

 

Genau deshalb würde es etwas bringen. Die neuen Einzahler würden nämlich in einer Phase hinzukommen, in der es besonders viele Rentner gibt („Babyboomer“). Wenn sie selbst einmal Rentner werden, sind die Babyboomer hingegen großenteils durch, und die Bevölkerungsstruktur ist wieder ausgewogener, wenn auch weiterhin kopflastig.

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permabull
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vor einer Stunde von chirlu:

 

Genau deshalb würde es etwas bringen. Die neuen Einzahler würden nämlich in einer Phase hinzukommen, in der es besonders viele Rentner gibt („Babyboomer“). Wenn sie selbst einmal Rentner werden, sind die Babyboomer hingegen großenteils durch, und die Bevölkerungsstruktur ist wieder ausgewogener, wenn auch weiterhin kopflastig.

Aber der Anteil der Neu-Rentner an den Babyboomern hat dann doch auch Ansprüche.

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chirlu
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vor 5 Stunden von permabull:

Aber der Anteil der Neu-Rentner an den Babyboomern hat dann doch auch Ansprüche.

 

Hä, was meinst du mit „Anteil der Neu-Rentner an den Babyboomern“?

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stagflation
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Zitat

Eine bittere Pille haben die Sozialpolitiker dagegen für gut verdienende Arbeitnehmer und deren Betriebe parat: Die Beitragsbemessungsgrenze – also die Höhe, bis zu der die Löhne rentenbeitragspflichtig sind – soll stark angehoben oder sogar ganz abgeschafft werden.

 

Die Lohnnebenkosten in den höheren Einkommensgruppen stiegen damit kräftig. Teuer würde es auch für diejenigen, die Mieteinnahmen oder Kapitaleinkünfte haben, denn diese sollen ebenfalls beitragspflichtig werden.

 

Na, das werden die gut verdienenden Arbeitnehmer, Vermieter und Kapital-Anleger doch sicherlich gerne mitmachen! Schließlich geht es um soziale Gerechtigkeit! Und es ist ja eine demokratische Selbstverständlichkeit, dass die arbeitende Minderheit die nicht-arbeitende Mehrheit mitfinanziert! :wacko:

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permabull
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vor 4 Stunden von chirlu:

Hä, was meinst du mit „Anteil der Neu-Rentner an den Babyboomern“?

Wenn alle einzahlen, haben auch alle Ansprüche. Bei den Beamt*innen würde der Staat wohl kaum mal eben Beiträge für die gesamte Laufbahn nachzahlen (vergleiche die Handhabung der DDR-Renten). Ihre Rentenansprüche wäre aber trotzdem zu erfüllen, wenn es keine Beamtenversorgung mehr gibt. Beamt*innen sind in den Boomer-Altersgruppen stark vertreten und treten daher zeitnah in den Ruhestand. Der öffentliche Dienst hat ja einen sehr hohen Altersdurchschnitt, so dass nicht so viele junge Beitragszahler*innen nachrücken.

Man müsste es mal durchrechnen, aber es könnte für die Rentenversicherung ein sattes Verlustgeschäft werden.

Außerdem liegt die Lebenserwartung von Beamt*innen mehrere Jahre über dem Durchschnitt...

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chirlu
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@permabull: OK, dir ist nicht klar, daß nicht schlagartig umgestellt würde. Vielmehr würden die jetzigen Berufsanfänger in die Rentenversicherung kommen, die Älteren aber in ihrem bisherigen Versorgungssystem bleiben.

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permabull
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vor 4 Stunden von chirlu:

OK, dir ist nicht klar, daß nicht schlagartig umgestellt würde.

Gibt es denn schon einen Gesetzentwurf? 

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chirlu
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vor 2 Minuten von permabull:

Gibt es denn schon einen Gesetzentwurf?

 

Nein, so weit ist das noch lange nicht. Es ist nur ein Konzept eines Teils der CDU (und vergleichbare Konzepte gibt es anderswo schon länger).

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herr_welker
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vor 11 Stunden von chirlu:

@permabull: OK, dir ist nicht klar, daß nicht schlagartig umgestellt würde. Vielmehr würden die jetzigen Berufsanfänger in die Rentenversicherung kommen, die Älteren aber in ihrem bisherigen Versorgungssystem bleiben.

Noch dazu muss man sagen, dass es für die jetztige Beamtenversorgung auch keine Rücklagen gibt. Sprich Versorgung erfolgt sowieso durch den Steuerzahler.

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permabull
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Am 23.11.2020 um 14:01 von chirlu:

 

Nein, so weit ist das noch lange nicht. Es ist nur ein Konzept eines Teils der CDU (und vergleichbare Konzepte gibt es anderswo schon länger).

 

Am 23.11.2020 um 09:38 von chirlu:

OK, dir ist nicht klar, daß nicht schlagartig umgestellt würde.

Das klingt dann doch etwas seltsam, wenn es nur ein grobes Konzeptpapier gibt. Wer kann dann heute schon sagen, wie die Umstellung dereinst vonstatten geht. Sofern es überhaupt dazu kommt.

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chirlu
Posted
vor 29 Minuten von permabull:

Das klingt dann doch etwas seltsam, wenn es nur ein grobes Konzeptpapier gibt. Wer kann dann heute schon sagen, wie die Umstellung dereinst vonstatten geht. Sofern es überhaupt dazu kommt.

 

Wir reden über das Konzept und was das vorsieht. Das ist keine Vorhersage darüber, was irgendwann wirklich passieren wird.

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Matunus
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Es bleibt zäh in Sachen Riesterreform.

 

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/reform-der-privaten-altersvorsorge-spd-haelt-riester-fuer-ein-auslaufmodell/26666652.html

Zitat

Nach dem Dialogprozess mit Anbieterverbänden, Verbraucherschützern und Sozialpartnern sei deutlich geworden, dass es „sehr unterschiedliche Auffassungen und Vorschläge gibt, die von der Optimierung beziehungsweise Weiterentwicklung der bestehenden Förderung bis hin zu ganz anderen Förderansätzen reichen“, sagte eine Ministeriumssprecherin dem Tagesspiegel. „Die Meinungsbildung hierzu ist noch nicht abgeschlossen“. Zudem stimmt sich das Finanzministerium regierungsintern auch noch mit dem Arbeitsministerium ab.

 

[…]

 

So uneins wie Verbraucherschützer und Finanzunternehmen sind, so gespalten sind auch die Regierungsfraktionen. Riester sei „das mit Abstand erfolgreichste Produkt der privaten Altersvorsorge“, betont der CDU-Finanzexperte Carsten Brodesser. […] Ob die Unternehmen weiterhin eine Beitragsgarantie für das von den Kunden eingezahlte Kapital anbieten, will Brodesser Versicherern, Fondsgesellschaften und Bausparkassen selbst überlassen.

 

[…]

 

Bei der SPD sieht man die Systemfrage dagegen völlig anders: Natürlich müssten die Riester-Sparer ihre Verträge fortführen können, sagte Lothar Binding dem Tagesspiegel. „Aber wenn es darum geht, die private Altersvorsorge zu reformieren, ist Riester der falsche Ansatz: Wir sollten bei Riester alles so lassen, wie es ist“, meint der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. […] Die beste Altersvorsorge sieht der Finanzexperte aber woanders: in der selbstgenutzten Immobilie. Den Erwerb sollte der Staat unterstützen.

 

Auch innerhalb der SPD ist das Thema umstritten. Ganz anders als der zitierte Binding sieht es das parteinahe Wirtschaftsforum.

 

https://www.spd-wirtschaftsforum.de/news/riesterrente_kukies-20201127/

Zitat

Das Wirtschaftsforum der SPD e.V. begrüßt das Bekenntnis des Staatssekretärs im Bundesministerium der Finanzen Jörg Kukies zur Reform der Riester-Rente noch vor der kommenden Bundestagswahl 2021. Der SPD-nahe Wirtschaftsverband hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach eine Modernisierung der Riester-Rente gefordert, wie von den Regierungsparteien im Koalitionsvertrag vereinbart.

 

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sigmabe
Posted · Edited by sigmabe

Auch von der CDU Seite scheint es Neues zu geben siehe etwa

 

zeit.de : CDU-Politiker wollen einheitliches Rentenalter abschaffen

 

Neben dem bereits in der Überschrift erwähnten geplanten "schrittweisen Übergang zu einem individuellen Renteneintrittsalter" nennt der Artikel als wesentliche Änderungsvorschlage die Schaffung eines Rentenfonds, für die private Altersvorsorge "ein Standardvorsorgeprodukt [...], das auf Aktienanlagen basiert", und eine Versicherungspflicht im Minijob.

 

 

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Sewalese_76
Posted

Hallo,
Ich beschäftige mich aktuell damit mir meine Rente die ich in ca 20 Jahren erreiche durch eine Immobilie, die ich dann Vermiete aufzubessern. Ich möchte nicht mehr als 20.000 Eigenkapital dafür einsetzen, müsste also Fremdfinanzieren. Mir stellt sich jetzt die Frage, ob ich die Immobilie bis zum Renteneintritt durch Vermietung abbezahlen kann, oder ob das Risiko jetzt noch zu investieren zu Groß ist. Und ich mehr davon habe das Geld liquide zulassen?

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A832jka
Posted · Edited by A832jka

Immobilien sind aus meiner Sicht ein enormes Klumpenrisiko, es sei denn man ist so vermögend, dass man mehrere davon besitzt und auch noch in anderen Anlagen investiert ist. Ich stand mal vor einer ähnlichen Fragestellung und habe mich dagegen entschieden mein Geld so zu investieren. Außerdem ist der Beitrag in diesem Thread falsch, hier sollen nur Nachrichten gepostet werden.

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whister
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vor 1 Stunde von Sewalese_76:

Hallo,
Ich beschäftige mich aktuell damit mir meine Rente die ich in ca 20 Jahren erreiche durch eine Immobilie, die ich dann Vermiete aufzubessern. Ich möchte nicht mehr als 20.000 Eigenkapital dafür einsetzen, müsste also Fremdfinanzieren. Mir stellt sich jetzt die Frage, ob ich die Immobilie bis zum Renteneintritt durch Vermietung abbezahlen kann, oder ob das Risiko jetzt noch zu investieren zu Groß ist. Und ich mehr davon habe das Geld liquide zulassen?

Wenn wir das mit Sicherheit wüssten würden wir alle jetzt Immobilien kaufen. Unabhängig davon solltest du dir die Frage stellen ob du dich während deiner Rente mit evtl. nervigen Mietern beschäftigen möchtest.

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Bassinus
Posted

Pflichtrentenversicherung für Selbstständige bis 35 ab 2024. Großzügig wie sie sind, erlauben die Pläne aber auch in Alternativ-Produkte seine Rentenversicherung abzuschließen. Wichtig ist nur, dass das Produkt mit R wie Rente beginnt und auf ürup endet. Ein letzter Verzweiflungsversuch da nach gescheiterter Riester noch was zu retten? Wir werden sehen. Bisher nur "Pläne" 

 

Zitat

Die Altersvorsorgepflicht hatten Union und SPD bereits im Koalitionsvertrag vereinbart. Heil hatte dem Bericht zufolge mit der Umsetzung des Vorhabens jedoch zuletzt gezögert, da Selbstständige von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise besonders betroffen sind. Laut Zeitplan des Ministeriums soll Anfang 2021 ein erster Gesetzentwurf vorgelegt werden. Die Reform könnte dann noch vor der Sommerpause von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

 

 

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