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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 48 Minuten von LongtermInvestor:

Deutschland liegt im mittleren Bereich europäischer Industriestaaten, mit Rentenausgaben von etwa 11,6 % des BIP. Italien (~15,5 %) und Frankreich (~14,7 %) haben signifikant höhere öffentliche Rentenausgaben bei gleichzeitiger hoher Verschuldung. OECD Durchschnitt liegt bei rd. 8,5%.
 

Deutschland ist daher in einer guten Ausgangslage und die Untergangsdiskussionen rund um die Rentenversicherung doch sehr übertrieben.

Ich stimme dir zu.

 

Das ist aber auch immer wieder ein Problem, was populisten vorbringen. Das auf Kosten von deutschen Steuergeldern über den Mechanismus der EU, in anderen Ländern mehr Geld für die Rente ausgegeben wird. Die Leute dort also entweder mehr Rente bekommen, oder früher in Rente gehen dürfen, und und und. Da wird immer Zwist gesät, ähnlich dem Länderfinanzausgleich. Und da muss man halt klar sagen, könnten wir ja auch mehr Geld dafür ausgeben, wenn wir das wollten. Dann würden wir uns entweder auch mehr verschulden oder unsere Nettozahlung an die EU würde sinken (womöglich), weil wir selber mehr ausgeben. Wir könnten auch so ein tolles Schienennetz wie Japan haben, müssten uns halt stärker verschulden zb ^^

 

Grundsätzlich, und das sagen viele Ökonomen, ist es ein Problem, dass wir seit Jahrzehnten eine so schlechte Binnennachfrage haben. Wir müssten deutlich mehr selbst konsumieren. Und gerade Personen mit niedrigen und mittleren Einkommen machen das vornehmlich. Wenn deren Renten und Löhne aber niedrig sind und schwach steigen, passiert das nicht. Deswegen ist unsere Ausrichtung hin zum Export auch so stark und macht uns anfällig für externe Schocks, weil im Inland so wenig läuft. Symptome KÖNNTEN die Insolvenzen von Einzelhandelsläden wie bei den Spielwaren (siehe Anjas Parallelthread) oder die fortlaufenden Probleme von Galeria sein. Jeden EUR, den wir als Gesellschaft zu Personen mit wenig Geld hin fließen lassen (Bürgergeld, Mindestlohn, niedrige Renten, etc.) führt in der Wirtschaft im Inland direkt zu Konsum. Und das ist überaus positiv zu sehen. Kürzt man dort, wirkt es sich wiederum direkt nachteilig aus.

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire

 

vor 9 Minuten von dev:
vor 34 Minuten von CorMaguire:

Mit den albernen Begründungen

...

 

Die sind ja nicht von mir sondern zitiert.

Und warum ich sie für albern halte steht steht drunter. Wenn Du davon was für falsch hältst, habe ich es nicht verstanden.

 

Noch ein Nachtrag: Krankengeld dürfte auch sinken.

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Schwachzocker
vor 28 Minuten von satgar:

...Jeden EUR, den wir als Gesellschaft zu Personen mit wenig Geld hin fließen lassen (Bürgergeld, Mindestlohn, niedrige Renten, etc.) führt in der Wirtschaft im Inland direkt zu Konsum. Und das ist überaus positiv zu sehen. Kürzt man dort, wirkt es sich wiederum direkt nachteilig aus.

Du weißt genau, wem dieses Geld, was verkonsumiert wird, zufließt, nicht wahr? Die Reichen werden noch reicher.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 15 Minuten von Schwachzocker:

Du weißt genau, wem dieses Geld, was verkonsumiert wird, zufließt, nicht wahr? Die Reichen werden noch reicher.

Waaaaaaas? Oh je! :D Jetzt hast du mich durchschaut ^^

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Schwachzocker

Mit dem kaufkraftbereinigten Durchschnittsgehalt der OECD steht Deutschland immerhin an 11. Stelle vor Ländern wie Schweden, Kanada und GB.

 

Liste der Länder nach Durchschnittslohn – Wikipedia

 

Und nun komme mir nicht mit ungleicher Verteilung der Gehälter. Die sind nicht sonderlich ungleich verteilt. Es ist das Gesamtvermögen, was sehr ungleich verteilt ist.

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ohnePeil
vor einer Stunde von satgar:

Symptome KÖNNTEN die Insolvenzen von Einzelhandelsläden wie bei den Spielwaren (siehe Anjas Parallelthread) oder die fortlaufenden Probleme von Galeria sein.

Es ist eigentlich OT: Ich war kürzlich nach längerer Zeit kurz im Galeria (seit der Corona-Maskenpflicht gehe ich kaum mehr in Läden).

Kein Wunder, dass der ständig an der Pleite schrammt, alles was man dort kaufen kann, gibt es viel günstiger und mit mehr Auswahl online.

Ich bin dann, ohne was zu kaufen, wieder raus und hab von zu Hause aus beim Amazon bestellt...

Ich schätze, dass die anderen Geschäfte im Prinzip das gleiche Problem haben - schechte Auswahl, hohe Preise. 

Das Geschäftsmodell von Galeria ist überholt und die Kunden sterben so langsam aus. Das ist in meinen Augen der Hauptgrund für die ständigen Probleme dort.

 

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Schwachzocker
vor 1 Minute von ohnePeil:

Ich bin dann, ohne was zu kaufen, wieder raus und hab von zu Hause aus beim Amazon bestellt...

Warum bloß werden die Reichen immer reicher? Und warum ist z.B. Jeff Bezos so reich geworden?

Ich kann mir das nicht erklären.

 

Liegt es vielleicht am Staat und an der Regierung? Ist es die Schuld der Kapitalisten? Oder haben die Russen die Verantwortung dafür?

Die Verbraucher und der normale deutsche Bürger ist ja unschuldig. Die sind über jeden Zweifel erhaben.

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ohnePeil

Hier ist es ein Unternehmen, das den Anschluß an die Moderne verpasst hat,

Politiker und Stadtverwaltungen, die verhindern, dass man dort parken kann, wo diese Einkaufsmöglichkeiten bestehen,

ein politisches Coronamanagement, das den Kunden Anfang des Jahrzehnts endgültig den Spass (und teilweise sogar die Möglichkeit) am Shoppen im Laden ruiniert hat (damals haben sogar viele meiner digital nicht so fitten Bekannten die Umstellung auf Online-Shoppen gewuppt),

ein gesteigertes Preisbewusstsein (auch bedingt durch die hohe Abgabenlast), dass dazu führt, dass auch Leute, die sich die Ladenpreise noch leisten könnten, sie sich nicht leisten wollen,

und eine unendlich große Warenauswahl, die kein lokaler Händler abbilden kann.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 53 Minuten von ohnePeil:

ein gesteigertes Preisbewusstsein (auch bedingt durch die hohe Abgabenlast), dass dazu führt, dass auch Leute, die sich die Ladenpreise noch leisten könnten, sie sich nicht leisten wollen,

und eine unendlich große Warenauswahl, die kein lokaler Händler abbilden kann.

Genau das. Und ist ja nicht so, dass durch Demografie das Kundenklientel für den stationären Einzelhandel nicht da wäre. Die 75 jährige Dame oder der 80 jährige Herr gehen tendenziell eher mal in die Stadt um was zu kaufen, als es bei idealo.de beim günstigsten Versandhandel zu bestellen (rein von der Tendenz her).

 

Dafür müssen die aber auch die Kaufkraft haben, die Produkte im Einzelhandel zu erwerben. Der kann mit dem Preis von online nicht mithalten. Erst recht nicht mit Amazon Marketplace, wo die Ware aus fernost hergeschippert wird. Da hat die EU schon recht: wir werden mit billigsten Produkten aus China überflutet, die die usa nicht mehr abnehmen wollen. Also landet das u.a. bei uns. Aber nicht im stationären Einzelhandel, der bietet sowas wegen Gewährleistungsansprüchen nicht an. Aber auf den gängigen Internet Plattformen ist so ein Importeur schnell ausgetauscht. Denen ist das egal. Mit diesen Methoden kann kein Galeria oder Mediamarkt mithalten, oder ein kleiner Elektro Fachmarkt. 
 

Es braucht daher zweierlei: klare Regeln für jeden Marktakteur. Da darf es keine Umgehung von Zoll, Umsatzsteuer oder Gewährleistungsrechten für den Verbraucher geben. Wenn’s über den Anbieter selbst nicht geht, muss der Homepagebetreibee (Amazon für seine Amazon marketplace Teilnehmer) gerade stehen. Wenn wir Marktwirtschaft wollen, und ich halte diese für die beste Art des Wirtschaftens, dann muss es faire und gleiche Regeln für alle Teilnehmer geben. Starbucks muss die gleichen Regeln haben, wie das Inhaber geführte Hipster Café um die Ecke. Da darf durch Franchise Systeme oder dem verschieben von Gewinnen und Verlusten über Holdings, über Strukturen wie bei Ikea über eine niederländische Holding, kein Schmuh gemacht werden. Sachen, die der normale kleine Laden nicht machen kann, und ein Wettbewerbsnachteil zu seinen Lasten sind. Und das gehört verboten.

Und gleichzeitig braucht die Bevölkerung die nötige Kaufkraft für den stationären Einzelhandel. Reallöhne liegen derzeit noch auf dem Niveau von 2019.

 

Und wie du sehr genau weißt @Schwachzocker, sind die Angaben von Durchschnittswerten halt wenig aussagekräftig. Der Median ist geeigneter. Trotzdem hast du aber recht: die Verteilung der Einkommen ist nach Gini-Index für Einkommensungleichheit nicht das wesentliche Problem. Vermögen ist es.

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Schwachzocker
vor 3 Minuten von satgar:

...

Dafür müssen die aber auch die Kaufkraft haben, die Produkte im Einzelhandel zu erwerben. Der kann mit dem Preis von online nicht mithalten. Erst recht nicht mit Amazon Marketplace, wo die Ware aus fernost hergeschippert wird. Da hat die EU schon recht: wir werden mit billigsten Produkten aus China überflutet, die die usa nicht mehr abnehmen wollen. Also landet das u.a. bei uns. Aber nicht im stationären Einzelhandel, der biete sowas wegen Gewährleistungsansprüchen nicht an. Aber auf den gängigen Internet Plattformen ist so ein Importeur schnell ausgetauscht. Denen ist das egal. Mit diesen Methoden kann kein Galeria oder Mediamarkt mithalten, oder ein kleiner Elektro Fachmarkt. ...

Nein, wir stehen nicht im Wettbewerb mit anderen Ländern, und das Kapital ist nicht flüchtig. Das sind alles Märchen.:lol:

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satgar
Gerade eben von Schwachzocker:

Nein, wir stehen nicht im Wettbewerb mit anderen Ländern, und das Kapital ist nicht flüchtig. Das sind alles Märchen.:lol:

Kannst du auch mal ernst bleiben? Ist das irgendwie möglich? Ja? Ok. Nein? Dann halt den Rand :) Danke dir.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 9 Minuten von satgar:

Und wie du sehr genau weißt @Schwachzocker, sind die Angaben von Durchnittswerten halt wenig aussagekräftig. Der Median ist geeigneter....

Auch da stehen wir im Vergleich mit anderen relativ gut da.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 5 Minuten von Schwachzocker:

Auch da stehen wir im Vergleich mit anderen relativ gut da.

Kann gut sein. Das müsste man ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung eines Landes setzen, oder?

 

Man muss wohl auch die Kaufkraft, wie üblich, bereinigen. Dafür wird das umgerechnet in eine imaginäre Einheit: 

 

„Kaufkraft: Für einen aussagekräftigen Vergleich müssen die Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden (kaufkraftbereinigte Standards - KKS“

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Schwachzocker
vor 5 Minuten von satgar:

Kannst du auch mal ernst bleiben? Ist das irgendwie möglich? Ja? Ok. Nein? Dann halt den Rand :) Danke dir.

Nur ein kleiner Ulk zur Auflockerung. Warum müssen Hardcore-Sozis immer so völlig humorbefreit sein? Das scheint bei allen so zu sein.

vor 3 Minuten von satgar:

Kann gut sein. Das müsste man ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung eines Landes setzen, oder?

Ja, aber dann kannst Du nach Hause gehen!

 

Zitat

Gilt der durchschnittliche Lebensstandard der EU als Maßstab, rücken Luxemburg, Belgien und die Niederlande an die Spitze des Rankings. Während Deutschland mit einer Armutsgefährdungsquote von 14,8 Prozent im Jahr 2021 bei nationaler Betrachtung im (guten) Mittelfeld der EU-27 abschneidet, zählt es mit Blick auf eine europaweite Armutsgefährdungsschwelle eindeutig zu dem Drittel der Länder mit den geringsten kaufkraftbereinigten Armutsrisiken.

 

Einkommensverteilung in Europa: Wo stehen wir? - Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Unbenannt.JPG

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 8 Minuten von Schwachzocker:

Nur ein kleiner Ulk zur Auflockerung. Warum müssen Hardcore-Sozis immer so völlig humorbefreit sein? Das scheint bei allen so zu sein.

Ja, aber dann kannst Du nach Hause gehen!

 

 

Einkommensverteilung in Europa: Wo stehen wir? - Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Unbenannt.JPG

Wie ich dir ja auch schon zugestimmt hatte, ist „Einkommen“ nicht unser Hauptproblem. Dort ist die Ungleichheit wesentlich kleiner als bei „Vermögen“. Was aber nichts daran ändert, dass das Rentensystem reformiert gehört.

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stagflation
vor 10 Stunden von chirlu:

Mal zurück zum Kernthema. Axel Börsch-Supan hat dem Spiegel ein Interview gegeben:

 

Sind Sie enttäuscht oder erleichtert, dass Sie bei der neuen Kommission der Bundesregierung nicht mitmachen?

 

Ich bin heilfroh.

 

Ich habe die Arbeiten von Axel Börsch-Supan am Rande mitverfolgt. Sein Vater Wolfgang war ein bekannter Mathematik-Professor. Ein paar meiner Kommilitonen haben bei ihm Mathe gelernt.

 

Prof. Axel Börsch-Supan hat bereits Anfang/Mitte der 90er Jahre vor Problemen im Rentensystem gewarnt und Reformen angemahnt. Seitdem wurden viele Regierungen gewählt und viele Kommissionen eingesetzt... Passiert ist nicht viel, teilweise wurde das Gegenteil von dem gemacht, was er vorgeschlagen hat. Kein Wunder, dass er irgendwann desillusioniert ist. Was nützt die Arbeit in einer Kommission, wenn die Ergebnisse ignoriert werden? 

 

Neben Börsch-Supan gab es weitere Wissenschaftler, die Reformen angemahnt haben. Beispielsweise Prof. Meinhard Miegel. Vor 20 Jahren war er sehr bekannt und geschätzt. Heute kennt ihn kaum noch jemand. Seine Erkenntnisse und Thesen sind aber nach wie vor gültig. Hier ein Text von 2004https://www.aerzteblatt.de/archiv/gesetzliche-rente-ein-schlechtes-geschaeft-4700170a-5cbd-433a-ad71-c406168f07bf

 

Auch Prof. Raffelhüschen hat vor 20 Jahren Reformen angemahnt. Auch er ist nicht gehört worden.

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Schwachzocker
vor 1 Minute von satgar:

Wie ich dir ja auch schon zugestimmt hatte, ist „Einkommen“ nicht unser Hauptproblem....

Es ist nicht nur nicht unser Hauptproblem, sondern es ist gar kein Problem.

 

vor 3 Minuten von satgar:

...Dort ist die Ungleichheit wesentlich kleiner als bei „Vermögen“. Was aber nichts daran ändert, dass das Rentensystem reformiert gehört.

Ja, es gehört aber nicht reformiert, weil es irgendwie ungerecht ist, sondern es gehört reformiert, weil es einfach nicht mehr bezahlbar ist.

Dazu müsste man natürlich gewisse Grundrechte wie z.B. Eigentum akzeptieren. 

 

Das Vermögen ist sehr wohl erarbeitet worden. Und es ist das verdammte Recht des Eigentümers, es an bestimmte Personen zu verschenken oder zu vererben.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 18 Minuten von Schwachzocker:

Das Vermögen ist sehr wohl erarbeitet worden. Und es ist das verdammte Recht des Eigentümers, es an bestimmte Personen zu verschenken oder zu vererben.

Und das verdammte recht des Staates, es zu besteuern. Das „verlangt“ zumindest für Bayern sogar die bayerische Verfassung. Von daher stimmt ja beides :)

 

Art. 123

(1) Alle sind im Verhältnis ihres Einkommens und Vermögens und unter Berücksichtigung ihrer Unterhaltspflicht zu den öffentlichen Lasten heranzuziehen.

(2) Verbrauchssteuern und Besitzsteuern müssen zueinander in einem angemessenen Verhältnis stehen.

(3) 1Die Erbschaftssteuer dient auch dem Zwecke, die Ansammlung von Riesenvermögen in den Händen einzelner zu verhindern. 2Sie ist nach dem Verwandtschaftsverhältnis zu staffeln.“

 

Das Fett markierte ist von mir hervorgehoben.

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Norica
vor 2 Stunden von LongtermInvestor:

Der Axel scheint einer vom Fach zu sein. Fast wie die Headlines der Bild.

 

Die Nachhaltigkeitsrücklage der gesetzlichen Rentenversicherung dient der kurzfristigen Liquiditätssicherung. Ihre aktuelle Höhe ändert nichts an den potentiellen langfristigen demografisch bedingten Finanzierungsproblemen des umlagefinanzierten Rentensystems.

 

Aber, Deutschland hat mehr als genug fiskalischen Spielraum, um das System zu erhalten und mit ruhiger Hand zu steuern. Außerdem verkennen die meisten Diskussionen, dass der Anteil am Bundeshaushalt in 2000 bei rd. 26% lag und 2005 bei fast 30% im

Peak, heute sind es rd. 25%.

 

Deutschland liegt im mittleren Bereich europäischer Industriestaaten, mit Rentenausgaben von etwa 11,6 % des BIP. Italien (~15,5 %) und Frankreich (~14,7 %) haben signifikant höhere öffentliche Rentenausgaben bei gleichzeitiger hoher Verschuldung. OECD Durchschnitt liegt bei rd. 8,5%.
 

Deutschland ist daher in einer guten Ausgangslage und die Untergangsdiskussionen rund um die Rentenversicherung doch sehr übertrieben.

 

Echt jetzt? Uns geht es gut weil es den anderen noch schlechter geht?

Nein tut mir leid, so ein Standpunkt ist bestenfalls... interessant. :blink:

 

Deutschland hätte demnach nämlich auch mehr als genug fiskalischen Spielraum, um das System mit ruhiger Hand so unzugestalten, dass es in der Zukunft tragfähig bleibt.

Wie immer mangelt es am politischen Willen der Gewählten, was gleichbedeutend damit ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung derzeit noch keine Änderung akzeptiert.

 

Der Kreis zum Thema schließt sich damit: Wer änderungswillig ist, muss das Wort Rente perspektivisch streichen und die (eigene) Altersvorsorge gezielt ausbauen.

Bestenfalls nutzt er dafür die Zeit, die sich aus der Einsparung an dieser Diskussion hier ergibt.

Ja, ich bin auch hier, aber ich weiß auch nicht was Rente sein soll. :lol:

 

 

SG

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LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor
vor 1 Stunde von Norica:

Deutschland hätte demnach nämlich auch mehr als genug fiskalischen Spielraum, um das System mit ruhiger Hand so unzugestalten, dass es in der Zukunft tragfähig bleibt.

Absolut, dass hatte ich auch geschrieben. Aus meiner Sicht ist die zentrale Frage nicht „Kollaps oder Rettung“ sondern eher 
wie werden die unvermeidlichen Lasten zwischen Generationen, Beiträgen, Leistungen und Steuern verteilt. Extremszenarien bringen hier wenig.

 

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Schwachzocker
vor 2 Stunden von Norica:

Echt jetzt? Uns geht es gut weil es den anderen noch schlechter geht?

So ist es! Was soll denn sonst der Maßstab sein?

 

vor 2 Stunden von Norica:

Deutschland hätte demnach nämlich auch mehr als genug fiskalischen Spielraum, um das System mit ruhiger Hand so unzugestalten, dass es in der Zukunft tragfähig bleibt.

Wie immer mangelt es am politischen Willen der Gewählten, was gleichbedeutend damit ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung derzeit noch keine Änderung akzeptiert.

Genau so ist es!:thumbsup:

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Es ist sehr nett formuliert, wenn man sagt, dass der Unwille zu Reformen daher komme, dass "die Mehrheit der Bevölkerung derzeit noch keine Änderung akzeptiert"... 

 

Hat Houellebecq recht, wenn er gelegentlich darüber nachdenkt, ob wir in Europa einen Krieg brauchen, bevor wir in der Lage sein werden, unsere Lethargie und unsere Probleme zu lösen? Ich hoffe nicht...

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dev
vor 4 Stunden von satgar:

Dort ist die Ungleichheit wesentlich kleiner als bei „Vermögen“.

Wer jeden Monat über seine Verhältnisse lebt, hat keine Sparrate zum Investieren.
Selbst wenn wir die oberen 5% enteignen, wird es langfristig niemandem helfen.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor einer Stunde von dev:

Wer jeden Monat über seine Verhältnisse lebt, hat keine Sparrate zum Investieren.
Selbst wenn wir die oberen 5% enteignen, wird es langfristig niemandem helfen.

Ich find das Argument halt immer schwierig. Weil wenn 42 Millionen Deutsche vom volksvermögen 1,5% besitzen, suggeriert das, dass die über ihre Verhältnisse leben, faul wären, zu dumm, Oder was auch immer. Und das ist einfach eine infame Unterstellung, die ich klar zurückweise. Das System ist das Problem, welches Geld von unten nach oben richtet. Weil das im System aus geldschöpfung und Zinsen langfristig immer passiert. Dirk Müller, der wegen seiner Fonds irgendwann zu Recht gescholten wurde, hatte das 2011 mal gut erklärt. Und er hat recht damit. Es hat nichts damit zu tun, das Leute nur nicht mit Geld umgehen könnten.

das System wie wir es betreiben ist das Problem.

 

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Schwachzocker
vor 11 Minuten von satgar:

Dirk Müller, der wegen seiner Fonds irgendwann zu Recht gescholten wurde, hatte das 2011 mal gut erklärt. Und er hat recht damit. 

Dirk Müller?! :'(

 

Und nun ist Deiner Meinung nach der Sozialismus einzuführen, damit jeder das gleiche hat, nämlich nichts? Aber egal, Hauptsache jeder das gleiche!

 

vor 13 Minuten von satgar:

Ich find das Argument halt immer schwierig. Weil wenn 42 Millionen Deutsche vom volksvermögen 1,5% besitzen, suggeriert das, dass die über ihre Verhältnisse leben, faul wären, zu dumm, Oder was auch immer....

Was hast Du für ein Problem damit?

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