Zum Inhalt springen
Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

Empfohlene Beiträge

satgar
· bearbeitet von satgar
vor 21 Minuten von Schwachzocker:

Dirk Müller?! :'(

 

Und nun ist Deiner Meinung nach der Sozialismus einzuführen, damit jeder das gleiche hat, nämlich nichts? Aber egal, Hauptsache jeder das gleiche!

 

Was hast Du für ein Problem damit?

Da Du das anscheinend nicht begreifen willst, werde ich es nicht wieder und wieder wiederholen. Und zwischen einem Vermögens Gini Index von 0 bis 1 bin ich nicht der Meinung, dass es Sozialismus braucht. Nur eine andere Einstufung auf dieser Skala. Aber sicherlich nicht 0, und auch nicht 1.

 

Übrigens hatte ich schon mal betont: nur weil einem Person xy nicht passt, und diese Person vielleicht auch vielfach Quatsch erzählt, ändert das nichts daran das wenn diese Person sagt 1+1=2, dass das dann falsch würde, nur weil es die falsche Person sagt.

 

Es geht um die Aussage, über die wir gerne kritisch diskutieren können. Ob er Recht hat, oder nicht. Da bin ich überaus offen für. Aber einfach nur zu sagen: omg, bitte nicht der….das ist halt zu einfach und wird der Wichtigkeit des Themas nicht gerecht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
PKW
vor 2 Stunden von dev:

Wer jeden Monat über seine Verhältnisse lebt, hat keine Sparrate zum Investieren.
Selbst wenn wir die oberen 5% enteignen, wird es langfristig niemandem helfen.

Oh doch, dann enteignen wir wieder

 

Communist.png

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor einer Stunde von satgar:

Ich find das Argument halt immer schwierig. Weil wenn 42 Millionen Deutsche vom volksvermögen 1,5% besitzen, suggeriert das, dass die über ihre Verhältnisse leben, faul wären, zu dumm, Oder was auch immer. Und das ist einfach eine infame Unterstellung, die ich klar zurückweise....

Pauschal kann man das natürlich nicht sagen. Es muss natürlich schon Leute geben, die das Spiel verlieren, die einfach Pech gehabt haben. Das lässt sich nicht ändern.

Aber schau doch mal genau hin, wie die Leute konsumieren. Die kaufen sich ständig das neuste Handy und jedes Auto auf Pump. Es geht doch schon damit los, dass die Leute sich über Jahrzehnte bis über die Halskrause verschulden, nur um irgendein Eigenheim in der Pampa zu besitzen. Und die sind bei weitem nicht alle so im Wert gestiegen wie in München oder Frankfurt. Oft ist da einfach nur der Wert erhalten geblieben, wenn überhaupt. Dann reißt bei Normalverdienern natürlich die Scheidung oft ein Loch. Das Geld, mit dem ein Haushalt finanziert wurde, muss plötzlich für zwei Haushalte reichen. Sorry, aber das ist nicht das Problem des Staates.

Ja, die sind schon selbst schuld, dass sie es zu nichts bringen. Letztlich weil sie sich zu dumm angestellt haben.

 

Ich selbst habe bisher auch nichts geerbt und habe mich nur als kleiner Beamter etwas voran gearbeitet. Und nun habe ich ein überdurchschnittliches Vermögen. Und der einzige Grund, warum ich nicht noch deutlich wohlhabender bin, liegt darin, dass ich mich zu dumm angestellt habe. Weiter war es nichts.

 

Unser Rechtsstaat hat bei der Verteilung des Gesamtvermögens bei weitem nicht soviel Möglichkeiten wie bei der Verteilung des regelmäßigen Einkommens. Klar kann man bei Dingen wie z.B. der Erbschaftssteuer etwas drehen. Aber die Möglichkeiten sind durch die normative Kraft des Faktischen begrenzt. 

Nenne mir einen vernünftigen Grund, warum ich hier in Deutschland mit einer guten Geschäftsidee einen Betrieb gründen sollte, wenn ich weiß, dass man meinen Kindern im Erbfall die Hälfe davon wegnimmt? Dann mache ich das in einem anderen Land. Natürlich kann das nicht jeder, aber in der Tendenz ist das so.

Es wird also bei einem Herumgeschraube bleiben für das Gefühl der Menschen. Tatsächlich wird dass nicht viel bringen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev
· bearbeitet von dev
vor 1 Stunde von satgar:

Ich find das Argument halt immer schwierig. Weil wenn 42 Millionen Deutsche vom volksvermögen 1,5% besitzen, suggeriert das, dass die über ihre Verhältnisse leben, faul wären, zu dumm, Oder was auch immer. Und das ist einfach eine infame Unterstellung, die ich klar zurückweise. Das System ist das Problem, welches Geld von unten nach oben richtet. Weil das im System aus geldschöpfung und Zinsen langfristig immer passiert. Dirk Müller, der wegen seiner Fonds irgendwann zu Recht gescholten wurde, hatte das 2011 mal gut erklärt. Und er hat recht damit. Es hat nichts damit zu tun, das Leute nur nicht mit Geld umgehen könnten.

Naja, ich bin als gelernter DDR-Bürger erzogen worden und hab keine Schulden, aber Kapital erwirtschaftet, sogar investiert.

Ich verstehe auch Volker Pispers, "Jeder kann Millionär werden, aber eben nicht alle.".

 

Aber auch, "Jeder ist seines Glückes Schmied".

 

Man kann sich also hinstellen und heulen das nicht einmal 1% mit einem Golden Löffel im Mund geboren werden oder halt das eigene Leben gestalten.

Es muß ja nicht immer als Millionär enden, wobei die Inflation ruft, Multimillionär ...

 

Meine Kinder sind aktuell auch sehr Links, das ist normal, langfristig macht Links aber alle arm.
Viele Menschen wollen nichts riskieren und die wenigen die das tun, werden verachtet, weil sie Reich werden könnten, natürlich nicht immer werden.

 

Ich bin auch für eine höhere Schenkungs- und Erbsteuer, wenn ich an das Schlupfloch Döpfner oder CumEx & Co denke, wird mir ...

 

Wir brauchen wieder eine soziale Marktwirtschaft statt den Raubtierkapitalismus von Übersee.

 

Der Saat sollte dem Bürgern dienen als ihn zu überwachen und zu melken!

 

Am Ende kann man die Kapitaldecke nicht zu allen Seiten ziehen, aber Niemand sollte frieren, weder das Kapital noch der abhängig Beschäftigte und auch nicht die Alten und die Zukünftigen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 3 Stunden von satgar:

 Weil das im System aus geldschöpfung und Zinsen langfristig immer passiert. 

 

Ich glaube nicht, das es am System liegt.

 

Nach dem Krieg hatten viele Familien alles verloren. Nehmen wir 1.000 arme Familien, die nichts hatten. Einige von denen haben sich angestrengt und hart gearbeitet. Dadurch haben sie ein bescheidenes Vermögen aufgebaut. Andere nicht. Das ist vermutlich soweit in Ordnung, oder?

 

In der nächsten Genartion haben die Kinder das Vermögen der Eltern geerbt. Auch hier gab es wieder einige Familien, die hart gearbeitet haben, andere nicht. Am Ende der zweiten Generation gab es Familien, die ordentlich Vermögen aufgebaut hatten (wo zwei Generationen hart gearbeitet haben), welche mit bescheidenem Wohlstand (wo mittelmäßig gearbeitet wurde) und welche, die nichts hatten.

 

Jetzt, am Ende den dritten Generation, sind die Vermögensunterschiede noch größer. Wenn drei Generationen hart gearbeitet haben, ist ein ordentliches Vermögen entstanden. Andere Familien haben gar nichts.

 

Das scheint mir der normale Lauf der Dinge zu sein. Es liegt aber nicht am bösen System. Es ist die Folge von 75 Jahren ohne Krieg.

 

@satgar: wo willst Du eingreifen? Brauchen wir wieder einen Krieg, bei dem alle alles verlieren, damit wieder alle gleich sind? Oder willst Du Vermögen verbieten?

 

Ich bin völlig bei Dir, dass wir einen Ausgleich brauchen, damit sich Vermögen nicht von Generation zu Generation immer weiter hochpotenziert und konzentriert. Aber bitte in die Richtung, dass jeder junge Mensch eine Chance bekommt. Bitte nicht in die Richtung, dass mit der Gießkanne umverteilt wird. Das bringt nichts und schreckt diejenigen ab, die sich anstrengen wollen. Wir brauchen Unternehmer und Menschen, die Produkte entwickeln, Fabriken bauen, handeln und Arbeitsplätze schaffen. Sonst geht es allen gleich schlecht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
bmi
vor 7 Stunden von stagflation:

Das scheint mir der normale Lauf der Dinge zu sein. Es liegt aber nicht am bösen System. Es ist die Folge von 75 Jahren ohne Krieg.

Dein Erklärmodell hält empirisch nicht stand, wenn man über Deutschland hinausblickt, richtig? Schweiz, Skandinavien, ... Kein Krieg ist nicht die Ursache, wenn dann nur ein Katalysator. Das System produziert Ungleichheit auch im Frieden.

 

Wer neu geschaffenes Geld früh erhält (Staaten, Banken, große Unternehmen, Vermögende, ...), profitiert. Wer es spät erhält (Lohnabhängige, Sozialleistungsbezieher, ...), zahlt die Zeche durch steigende Preise. Das ist der Cantillion-Effekt, der quasi besagt, dass Geld nicht neutral ins System kommt. Der Cantillon-Effekt existiert unabhängig davon, wie fleißig jemand ist.

 

Fleiß erklärt gewisse Unterschiede, aber das System erklärt die Extremwerte. Am Ende ist die Ungleichheit durch das Zusammenspiel aus individuellem Verhalten UND systemischen Verstärkungsmechanismen zu erklären und Letztere sind sehr eng gekoppelt und das schuldenbasierte Geldsystem. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bolanger
vor 1 Stunde von bmi:

Wer neu geschaffenes Geld früh erhält (Staaten, Banken, große Unternehmen, Vermögende, ...), profitiert. Wer es spät erhält (Lohnabhängige, Sozialleistungsbezieher, ...), zahlt die Zeche durch steigende Preise.

Zwei Zwillinge haben gerade die Ausbildung beendet und starten ins (Berufs-)Leben, raus aus dem Hotel Mama. Der eine Zwilling finanziert eine Wohnung und erhält damit von der Bank neu geschaffenes Geld. Der andere Zwilling wohnt nebenan in der gemieteten Wohnung. Der Zufluss des neu geschaffenen Geldes ist anders, man kann aber das System nicht als ungleich oder gar unfair bezeichnen.   

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
leoluchs
· bearbeitet von leoluchs
vor 10 Stunden von dev:

Ich bin auch für eine höhere Schenkungs- und Erbsteuer, wenn ich an das Schlupfloch Döpfner oder CumEx & Co denke, wird mir ...

Das spricht doch mehr für ein Schließen des Schlupfloches. Steuerhinterziehung lässt sich durch Steuererhöhung eher weniger gut bekämpfen. Mir ist Zielgenauigkeit lieber als die Schrotflinte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
bmi
vor 18 Minuten von Bolanger:

Zwei Zwillinge haben gerade die Ausbildung beendet und starten ins (Berufs-)Leben, raus aus dem Hotel Mama. Der eine Zwilling finanziert eine Wohnung und erhält damit von der Bank neu geschaffenes Geld. Der andere Zwilling wohnt nebenan in der gemieteten Wohnung. Der Zufluss des neu geschaffenen Geldes ist anders, man kann aber das System nicht als ungleich oder gar unfair bezeichnen.   

Du musst hierbei zwischen Gleichheit auf der individuellen Entscheidungsebene und der Fairness auf Systemebene unterscheiden.

 

Zwilling B erhält kein neu geschaffenes Geld und zahlt bspw steigende Mieten (ua durch kreditgetriebe Immopreise) und trägt Inflationskosten ohne vom Vermögenszuwachs zu profitieren (Assetpreisinflation). 

 

Das Beispiel illustriert jedoch Peanuts. Der Cantillon-Effekt wirkt stärker, je näher man an der Geldschöpfung ist und je größer die Beträge sind. Daher auch in meinem Beispiel Staaten, Banken, Vermögende. Mehr Kohle = mehr Hebel und bessere Kreditkonditionen. Quasi eine selbstverstärkende Schleife. 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
vor 1 Minute von bmi:

Du musst hierbei zwischen Gleichheit auf der individuellen Entscheidungsebene und der Fairness auf Systemebene unterscheiden.

 

Zwilling B erhält kein neu geschaffenes Geld und zahlt bspw steigende Mieten (ua durch kreditgetriebe Immopreise) und trägt Inflationskosten ohne vom Vermögenszuwachs zu profitieren (Assetpreisinflation). 

 

Das Beispiel illustriert jedoch Peanuts. Der Cantillon-Effekt wirkt stärker, je näher man an der Geldschöpfung ist und je größer die Beträge sind. Daher auch in meinem Beispiel Staaten, Banken, Vermögende. Mehr Kohle = mehr Hebel und bessere Kreditkonditionen. Quasi eine selbstverstärkende Schleife. 

 

 

Dem stimme ich absolut zu. Auch deinem zuvor gemachten Post. Es ist immer 

 

vor 2 Stunden von bmi:

Am Ende ist die Ungleichheit durch das Zusammenspiel aus individuellem Verhalten UND systemischen Verstärkungsmechanismen zu erklären und Letztere sind sehr eng gekoppelt und das schuldenbasierte Geldsystem. 

Keiner sagt, dass das System an allem Schuld ist. Du kannst jemandem auch ne Million beim Lotto geben, und die Person ist nach einem Jahr trotzdem wieder arm. Man kann aber gleichzeitig auch nicht sagen, dass der Reichtum einzelner Erfolg einzelner ist. Selbst Jeff Bezos oder Elon Musk wären nichts, trotz Ihrer Erfindungen, ideen und Unternehmensgründungen, wenn nicht unzählige Menschen diese Ideen mit Leben (Arbeit) füllen würden. Wie bei allem im Leben spielt sich die Wahrheit irgendwo in der Mitte von allem ab. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev
vor 19 Minuten von leoluchs:

Das spricht doch mehr für ein Schließen des Schlupfloches. Steuerhinterziehung lässt sich durch Steuererhöhung eher weniger gut bekämpfen. Mir ist Zielgenauigkeit lieber als die Schrotflinte.

Ich hatte gar davon gehört, das dieses Schlupfloch erst geschaffen wurde.
Gerade bei Schenkung und vererben ist die Zielgenauigkeit bei 100%, denn es jeweils ein Einzelfall.

vor 5 Minuten von bmi:

Das Beispiel illustriert jedoch Peanuts. Der Cantillon-Effekt wirkt stärker, je näher man an der Geldschöpfung ist und je größer die Beträge sind. Daher auch in meinem Beispiel Staaten, Banken, Vermögende. Mehr Kohle = mehr Hebel und bessere Kreditkonditionen. Quasi eine selbstverstärkende Schleife.

Könnte einfach daran liegen, das sie mir dem Kapital arbeiten.

Den Zinseszins-Effekt kann man nur nutzen, wenn man spart und/oder investiert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
CorMaguire
vor 21 Minuten von leoluchs:

Das spricht doch eher für ein Schließen des Schlupfloches. Steuerhinterziehung lässt sich durch Steuererhöhung eher weniger gut bekämpfen. Mir ist Zielgenauigkeit lieber als die Schrotflinte.

Mehr Steuerfahnder könnte effektiver sein, als die Suche nach Sozialhilfebetrügern.

"„Nehmen den Staat auf allen Ebenen aus“: Bericht entlarvt Deutschlands wahre Sozialschmarotzer"

--> https://www.fr.de/wirtschaft/nehmen-den-staat-auf-allen-ebenen-aus-bericht-entlarvt-deutschlands-wahre-sozialschmarotzer-zr-93691262.html

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
vor 10 Stunden von stagflation:

wo willst Du eingreifen? Brauchen wir wieder einen Krieg, bei dem alle alles verlieren, damit wieder alle gleich sind? Oder willst Du Vermögen verbieten?

Ich möchte einfach die Umsetzung der von mir gepostetem bayerischen Landesverfassung. Nicht mehr, und nicht weniger. Dafür braucht es keinen Sozialismus, keinen Krieg, nichts dergleichen. Nur eine neue Ausgestaltung von Steuern. Steuern auf Einkommen, Steuern auch Verbrauch, Steuern auf Besitz. Aber in anderer Art und Weise, als bisher.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 14 Minuten von satgar:

Ich möchte einfach die Umsetzung der von mir gepostetem bayerischen Landesverfassung.

 

Der Abschnitt ist aber genauso unwirksam wie früher die Regelungen zur Todesstrafe in der hessischen Verfassung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor 4 Minuten von chirlu:

 

Der Abschnitt ist aber genauso unwirksam wie früher die Regelungen zur Todesstrafe in der hessischen Verfassung.

Weil Bundesrecht Landesrecht sticht? Ja, i know. Deutlich sollte werden: Der Gedanke, den der Artikel benennt, sein Ansinnen. Das ist gemeint.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Hotzenplotz2
· bearbeitet von Hotzenplotz2
vor 11 Stunden von stagflation:

Nach dem Krieg hatten viele Familien alles verloren. Nehmen wir 1.000 arme Familien, die nichts hatten. Einige von denen haben sich angestrengt und hart gearbeitet. Dadurch haben sie ein bescheidenes Vermögen aufgebaut. Andere nicht. Das ist vermutlich soweit in Ordnung, oder?

Man kennt die heute reichen Familien, die nach dem Krieg besonders hart gearbeitet haben. Kühne, Klatten, Quandt, Reimann, Merck.
Nicht zu verwechseln mit den Familien, deren Firmen (Kühne+Nagel, BMW, Reimann, Merck) vor dem Krieg besonders aktive Nationalsozialisten waren und ihre Firmen durch Zwangsarbeit und Ausbeutung politisch Gefangener besonders groß gemacht haben.

Meine Güte also so geschichtsvergessen kann man doch gar nicht sein.

Und bevor jetzt wieder die Familie Albrecht ins Spiel kommt, da wird dann halt an anderer Stelle ausgebeutet, auf Kakao und Kaffeplantagen, meist reicht es aber auch mal die örtlichen Landwirte zu fragen wie das mit den Discountern so ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar

Interessant ist übrigens auch, dass man nach dem Krieg deutlich stärker umverteilt hatte. Selbst innerhalb der normalen Bevölkerung. Deswegen gab es auch die Vermögensabgabe, die die meisten unter dem Begriff des Lastenausgleichs kennen. Es gab Personen, die hatten durch Krieg und Bomben alles verloren, und es gab Personen, bei denen war das nicht so. Die einen hatten wahnsinniges Glück, die anderen Pech. Um hier einen Interessensausgleich zu schaffen, führte man den Lastenausgleich ein. Er sollte einen Ausgleich schaffen zwischen diesen Bevölkerungsgruppen, die nichts dafür konnten, ob sie nun zu den Verliereren oder den "Gewinnern" des Krieges zählten (Gewinner hört sich in dem Kontext strange an, aber ich habe die Zeile zuvor erläutert, was gemeint ist).

 

Man muss auch überhaupt nicht diese großen Räder drehen und Keulen schwingen in Form von Nazis, Krieg, Sozialismus und was auch immer. Im bestehenden Marktwirtschaftssystem, so wie wir es heute haben, lässt sich ein Ausgleich zwischen allen Gruppen finden. Deswegen haben wir uns ganz früher auch bewusst für diese soziale Marktwirtschaft entschieden, und nicht für den US Kapitalismus oder den UDSSR Kommunismus/DDR Sozialismus. Wir wollten etwas haben, was irgendwo dazwischen liegt, bei einem dieser Grauabstufungen. Und ich stelle einfach nur die These auf, die man teilen kann oder eben nicht: Wir waren mal stärker in der Mitte, und haben uns über die Jahrzehnte immer mehr dem US Kapitalismus angenähert. Und das finde ich kritik- und korrekturbedürftig.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Dandy
vor 32 Minuten von Hotzenplotz2:

Und bevor jetzt wieder die Familie Albrecht ins Spiel kommt, da wird dann halt an anderer Stelle ausgebeutet, auf Kakao und Kaffeplantagen, meist reicht es aber auch mal die örtlichen Landwirte zu fragen wie das mit den Discountern so ist.

Ja, dann wird sich aber wieder über die steigende Inflation und die überproportionale Belastung des "kleinen Mannes" echauffiert. Man kann, mal wieder, nicht alles haben. Wenn wir aber gerade von sozial reden: Statt hier das Geld mit offenen Händen an (global betrachtet) wohlhabende Sozialhilfeempfänger oder Rentner auszuschütten, wäre es doch viel sozialer, mit diesem Geld wirklich mal zu versuchen die wahren Missstände auf dieser Welt zu beseitigen. Da wäre ich sofort dabei, wenn es denn auch die versprochene Wirkung erzielt. Bei den Diskussionen über sozialerer Politik geht es mehr um Umverteilung im Land, als wirklich um soziale Fragen, jedenfalls wenn man den Tellerrand über die EU ausdehnt.

 

Mal als Beispiel Kindersklaven in Westafrika auf Kakaoplantagen: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/schokolade-kinderarbeit-100.html

Da dreht es mir den Magen um. Mein Mitgefühl mit dem deutschen Geringverdiener oder Bürgergeldempfänger hält sich in dem Kontext sehr in Grenzen, so leid es mir tut. Das sind "First World Problems", bestenfalls.

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Wishmueller
vor 6 Minuten von satgar:

Und ich stelle einfach nur die These auf, die man teilen kann oder eben nicht: Wir waren mal stärker in der Mitte, und haben uns über die Jahrzehnte immer mehr dem US Kapitalismus angenähert. Und das finde ich kritik- und korrekturbedürftig.

An der Entwicklung dürfte die Globalisierung einen nicht unerheblichen Anteil haben....

Ob man das noch "zurückdrehen" kann?

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor 11 Minuten von Wishmueller:

An der Entwicklung dürfte die Globalisierung einen nicht unerheblichen Anteil haben....

Ob man das noch "zurückdrehen" kann?

 

Da stellst du eine extrem gute Frage! Ich würde sagen: ich hoffe doch. Weil wenn nicht, würde das ja bedeuten, dass wir als Gesellschaft, in Anlehnung daran der Staat, und in Anlehnung daran die Politik, dem machtlos gegenüber stehen würde. Man machtlos dem ausgeliefert sei. Und daran mag ich nicht mal denken, dass das so sein könnte.

 

Ich glaube aber auch nicht, dass es stimmt. Das wir unsere Gasspeicher mal verkauft hatten, hat nichts damit zu tun. Oder das wir jetzt Energieinfrastruktur (Öl Lager) an einen Milliardär aus den USA verkaufen, auch nicht. Oder das Stromnetze in DE privatisiert sind, und ein Betreiber dem niederländischen Staatskonzern (Tennet) gehört, auch nicht. Oder das man Bereiche im Gesundheitswesen so stark privatisiert hat mit den Helios Kliniken oder Fresenius. Oder das Kommunen und Bundesländer ihre eigenen Wohnungen verkauft haben. Es gibt wahrscheinlich zahlreiche Beispiele. Das wäre, glaube ich, hinsichtlich der Globalisierung, so nicht nötig gewesen.

 

Schon damals stieß mir im Erdkunde Leistungskurs im Abi sauer auf, dass Ikea es perfekt verstanden hat, über eine niederländische Holding die Gewinne und Verluste Ihrer einzelnen Warenhäuser zu verschieben. Ziel ist es damit, vor Ort möglichst wenig Kredite aufnehmen zu müssen, aber auch die Gewinne so zu verteilen, das vor Ort möglichst wenig Gewerbesteuer anfällt. Und dann die Gewinne gesammelt an die niederländische Holding zu geben, weil es dort weniger Unternehmenssteuern gibt als bei uns. Hier bluten sowohl die Gemeinden vor Ort, als auch der deutsche Bundesstaat an sich. Das sind doch keine Vorgehensweisen (ähnlich den Franchise und Lizenzmodellen), die man gut finden kann. Denn wenn das so klappt, ist es natürlich klar, dass der Eigentümer von Ikea mit diesem Modell immer reicher wird, und die Bürger in Form des Staates darunter leiden. Und so gehts halt einfach nicht. Das kann der inhabergeführte Möbelladen so auch nicht machen. Und da denke ich dann schon: Marktwirtschaft, das find ich super. Aber wenn das solche Auswüchse an Unfairness bedeutet, die manche Teilnehmer nutzen können, und andere nicht. Dann ist da ein Fehler drin.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Dandy
vor 2 Stunden von CorMaguire:

Mehr Steuerfahnder könnte effektiver sein, als die Suche nach Sozialhilfebetrügern.

"„Nehmen den Staat auf allen Ebenen aus“: Bericht entlarvt Deutschlands wahre Sozialschmarotzer"

--> https://www.fr.de/wirtschaft/nehmen-den-staat-auf-allen-ebenen-aus-bericht-entlarvt-deutschlands-wahre-sozialschmarotzer-zr-93691262.html

Und wenn man mal genauer nachliest:

Zitat

Der größte Teil – 100 Milliarden Euro – entstehe durch aggressive Steuergestaltung von multinationale Konzernen mit Briefkastenfirmen, während 70 Milliarden auf alltäglichen Steuerbetrug und 30 Milliarden auf gezielte Steuervermeidung wie Umsatzsteuerkarusselle entfallen würden.

Den großen Batzen, nämlich die Steuergestaltung multinationaler Konzerne, wird man wohl kaum von Deutschland aus ändern können. Das Thema hatten wir ja wohl wirklich schon zur Genüge.

Umsatzsteuerkarussell kann ich nicht beurteilen, aber ich vermute, es wird Gründe geben, warum das noch nicht geändert wurde. Mit Steuerbetrug hat das aus meiner Sicht auch nichts zu tun, denn es entspricht nun mal der gesetzlichen Lage. Beim "alltäglichen Steuerbetrug" ist halt die Frage, wie man dem in der Breite Herr wird. Da sollte man schon deutlich mehr machen, sehe ich auch so. Wie viel von den 70 Mrd. davon wirklich reingeholt werden können, muss man sehen. Jedenfalls schrumpft das Einnahmenpotenzial schon deutlich zusammen, wenn man legale Steuergestaltung nicht einfach als Steuerbetrug verbucht (was es nun mal nicht ist).

 

Aus meiner Sicht stellt sich die Entweder-Oder-Frage aber auch gar nicht. Beides gehört konsequent bekämpft, sowohl Steuerbetrug als auch Sozialbetrug. Wir ahnden schließlich auch Verkehrssünder, obwohl es Mörder gibt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 26 Minuten von Dandy:

...  als wirklich um soziale Fragen, jedenfalls wenn man den Tellerrand über die EU ausdehnt....

Nö ... wenn man Deinen Armutsbegriff (Überspitzt: Wer mehr hat als er im Einkaufwagen rumfahren kann, ist nicht arm)  zu Grunde legt.

 

vor 26 Minuten von Dandy:

... Mal als Beispiel Kindersklaven in Westafrika auf Kakaoplantagen: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/schokolade-kinderarbeit-100.html...

Gefällt mir: Eine zweckgebundene Abgabe von 10% auf alle Vermögen über 10 Mio. zur Linderung der Not der Kinder in der Welt. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
CorMaguire
vor 14 Minuten von Dandy:

...Aus meiner Sicht stellt sich die Entweder-Oder-Frage aber auch gar nicht. ...

Die habe ich nicht gestellt. Du wirst schon wissen warum Du die aufwirfst.

vor 14 Minuten von Dandy:

...Beides gehört konsequent bekämpft, sowohl Steuerbetrug als auch Sozialbetrug. Wir ahnden schließlich auch Verkehrssünder, obwohl es Mörder gibt.

Geiler Vergleich. Suchen wir Verkehssünder auch mit Sonderkommissionen, oder sollten wir das tun? [Rhetorische Frage, keine Antwort erforderlich] :lol:

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 3 Stunden von satgar:

Keiner sagt, dass das System an allem Schuld ist.  

Fast keiner!

vor 15 Stunden von satgar:

Das System ist das Problem...

 

Ganz Deutschland ist von Kapitalisten erobert worden. Ganz Deutschland? Nein! Ein einzelner unbeugsamer Sozi hört nicht auf den Eindringlingen Widerstand zu leisten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor 1 Minute von Schwachzocker:

Fast keiner!

 

Ganz Deutschland ist von Kapitalisten erobert worden. Ganz Deutschland? Nein! Ein einzelner unbeugsamer Sozi hört nicht auf den Eindringlingen Widerstand zu leisten.

Hihi, ja genau so :) Ich bin aber weder sozi, noch grüner, noch bei der linken. Von daher liegst du zumindest bei dieser zuschreibung falsch ^^

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...