Zum Inhalt springen
Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

Empfohlene Beiträge

Schwachzocker
vor 2 Minuten von satgar:

Ja, dieses Argumentation des „Kapital ist ein scheues Reh“ ist halt die übliche Märchenerzählung des Neoliberalismus....

Dieses Märchen kann man hier im Forum ja gut beobachten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
HalloAktie

Im Übrigen wäre ich auch dafür, @Schwachzockers Pfeifentabak noch höher zu besteuern. So könnte er (trotz des Status als Beamter) per Umlage versicherungsfremde Leistungen der Sozialversicherungen stärker mitfinanzieren. Bei entsprechendem Umsatz, kann sich Frau Bas dann die Überlegungen zur Einbeziehung der Beamten in die GRV sparen. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 2 Minuten von HalloAktie:

...Bei entsprechendem Umsatz, kann sich Frau Bas dann die Überlegungen zur Einbeziehung der Beamten in die GRV sparen. 

Das kann Frau Bass meinetwegen überlegen soviel sie will.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bolanger
vor 2 Stunden von Schwachzocker:

Dazu wird als zweite Säule verpflichtend eine kapitalgedeckte Vorsorge eingeführt. Diese wird auf Betriebsebene von Arbeitgeber und Arbeitsnehmer finanziert.

Warum möchtest Du Arbeitnehmer zu einer zweiten Säule zwingen, Selbständige und andere Personengruppen aber nicht?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 16 Minuten von Bolanger:

Warum möchtest Du Arbeitnehmer zu einer zweiten Säule zwingen, Selbständige und andere Personengruppen aber nicht?

Weil sie auch nicht in der ersten Säule sind.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 3 Stunden von satgar:

Ich meinte nur, dass die 300 Mrd Beiträge bisher zu 50/50 von AG und AN getragen werden. 

 

Das ist auch so ein Märchen. Erstaunlich, dass sogar Foristen darauf hereinfallen...

 

Dem Arbeitnehmer erzählt man, dass er 50.000 € im Jahr verdient. Davon bekommt er ca. 10.000 € Sozialbeiträge abgezogen und nochmals ca. 10.000 € Steuern. Und dann erzählt man ihm, dass der Arbeitgeber nochmals 10.000 € Sozialbeiträge dazu gäbe...

 

In Wirklichkeit kostet und verdient der Arbeitnehmer 60.000 €. Davon gehen 20.000 € Sozialbeiträge ab und 10.000 € Steuern. Der Arbeitgeber rechnet mit den 60.000 €. Jeder andere, der das System durchschaut, auch. Dann sieht man, dass 50% des Gehaltes nicht beim Arbeitnehmer ankommen.

 

Nur der Arbeitnehmer glaubt, dass er nur 50.000 € verdient und dass Steuern und Abgaben doch gar nicht so hoch seien...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 7 Minuten von stagflation:

Dann sieht man, dass 50% des Gehaltes nicht beim Arbeitnehmer ankommen.

 

Stimmt doppelt nicht. Erstens sind es bei 50000 Euro (üblicher Bruttobegriff, also ohne Arbeitgeberanteil) nur etwa 45% Steuern und Sozialversicherungsbeiträge:

Zweitens bekommt der Arbeitnehmer für seine Sozialversicherungsbeiträge eine Gegenleistung. Wenn zum Beispiel der Krankenkassenbeitrag wegfiele, hätte er zwar mehr Nettogehalt, müsste dann aber eine private Krankenversicherung abschließen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Kai_Eric
vor 4 Stunden von Schwachzocker:

Die GRV wird einfach abgeschafft und die Renten werden zu 100% aus Steuermittel finanziert.

Warum so kompliziert?

 

Ich denke, das wird man ohnehin machen müssen.

 

Mein Modell_

...

Modelle wie dieses lassen sich sicher implementieren. Das Problem ist der Übergang von alt zu neu: Säule 2 ist nicht breit etabliert, Säule 3 nicht auf den Bedarf angerpasst, der sich z.B. durch die Kappung der Rente ergibt, aber reagieren kann man dann nicht mehr, wenn man nur ein paar Jahre vor der Rente steht und mit den von der DRV kommunizierten Werten gerechnet hat.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
PKW
vor 39 Minuten von chirlu:

Zweitens bekommt der Arbeitnehmer für seine Sozialversicherungsbeiträge eine Gegenleistung.

Drittens kriegt er für seine Steuern auch irgendwie eine Gegenleistung.
Also hat er so gesehen gar keine richtigen Abzüge. 

Ändert aber nichts daran, dass rund die Hälfte der Knete, die der AG aufwendet, nicht im Portmonee des AN ankommt. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 1 Minute von PKW:

Ändert aber nichts daran, dass rund die Hälfte

 

Wenn dir der Unterschied zwischen 50% und 45%, also 3000 Euro, egal ist, schicke ich dir gern meine Bankverbindung. ^_^

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor einer Stunde von PKW:

Ändert aber nichts daran, dass rund die Hälfte der Knete, die der AG aufwendet, nicht im Portmonee des AN ankomm

Absolut richtig. Und wie @stagflation schon sagte, und ich auch schon mal angemerkt hatte, wird das durch die auftrennung in AG und AN Anteil der Sozialabgaben bewusst verschleiert, was das alles kostet bzw. was wir als Gesellschaft den Arbeitnehmern Monat für Monat abnehmen. Denn das AG brutto ist das volle Gehalt des Arbeitnehmers. Der Mindestlöhner hat ein AN brutto von 2418€, ein AG brutto von 3033€ und kriegt netto als Single Vollzeit 1711€ netto raus. Die Person gibt an die Gesellschaft von seiner Arbeitsleistung und der Aufwendung des AG dafür, satte 1300€ jeden Monat an die Gemeinschaft ab. Ich empfinde das als Skandal. Und klar kriegt der ne Gegenleistung dafür. Aber die ist echt teuer bezahlt. Meiner Meinung nach deutlich zu teuer, wenn man überlegt, was hinten rauskommt. Wenn wir uns nochmal klar machen: diese Person wird bei der Altersrente der GRV auf Grundsicherung rauslaufen. Und für diese Person wird in 2025 jeden Monat 500€ ab die GRV überwiesen. 
 

Wenn wir alles auf Steuern umstellen würden, und der Arbeitnehmer für sein Gehalt des AG die Abrechnung kriegen würde, würde da stehen: brutto 3033€ Mindestlohn abzgl. 43% Steuern = 1711€ netto. Dann würde ein AN aber ziemlich dumm aus der Wäsche gucken, wenn man das so offensichtlich machte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev
· bearbeitet von dev
vor einer Stunde von PKW:

Ändert aber nichts daran, dass rund die Hälfte der Knete, die der AG aufwendet, nicht im Portmonee des AN ankommt. 

Bei 100k im Jahr, dann steigt der Nettoanteil wieder:

grafik.png.be42b9fcbd171c7df9012456399a8e32.png

Rechner

 

grafik.png.f4be3a4188356fdbc72f4e13e940a784.png

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor einer Stunde von satgar:

Die Person gibt an die Gesellschaft von seiner Arbeitsleistung und der Aufwendung des AG dafür, satte 1300€ jeden Monat an die Gemeinschaft ab. Ich empfinde das als Skandal. Und klar kriegt der ne Gegenleistung dafür. Aber die ist echt teuer bezahlt. Meiner Meinung nach deutlich zu teuer

 

Und es ist ja noch skandalöser. Von dem Restgeld muss er auch noch eine Unterkunft bezahlen und Lebensmittel, die werden ihm von der Gesellschaft nicht einfach gestellt! Und ein Gesellschaftssmartphone bekommt er auch nicht! Am Ende bleiben ihm von seinen 3000 Euro vielleicht gerade mal 300 Euro übrig, also 10%. :(

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
PKW
vor 49 Minuten von dev:

Bei 100k im Jahr, dann steigt der Nettoanteil wieder:

Ein Augenöffner für den gewöhnlichen Arbeitnehmer ist immer, wenn es eine Lohnerhöhung gibt. Denn dann weis man aus der letzten Abrechnung, wie viel netto von 5.000€ brutto übrig bleiben. Und nach der Lohnerhöhung weis man, was von 200€ mehr brutto an netto übrig geblieben ist: ein zweistelliger Betrag! Glücklicherweise sind Lohnerhöhungen fast immer krumme Werte, da fällt es den Ungeübten nicht so direkt ins Auge, dass man gegen einen Grenzsteuersatz irgendwo in der Nähe von 40% arbeitet und obendrauf noch Sozialabgaben leistet (da man unterhalb der BBG'n ist). 
Kein Wunder, wenn Teilzeit die neue Lohnerhöhung wird. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 27 Minuten von PKW:

dann weis man aus der letzten Abrechnung, wie viel netto von 5.000€ brutto übrig bleiben. Und nach der Lohnerhöhung weis man, was von 200€ mehr brutto an netto übrig geblieben ist: ein zweistelliger Betrag!

 

Stimmt wiederum nicht – aus einem Netto von 3.149,92 Euro wird ein Netto von 3.252,29 Euro, also eine dreistellige Differenz von 102,37 Euro. Du kannst auch in meinen oben verlinkten Grafiken nachschauen, dass die Arbeitnehmer-Grenzbelastung nur in einem sehr schmalen Bereich (um 7500 Euro Bruttoverdienst) über 50% liegt, und zwar, weil dort der Solidaritätszuschlag nachgeholt wird.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
PKW

Ich wusste schon, weshalb ich mit "rund die Hälfte" angefangen habe.
Jetzt sitze ich halt in den Nesseln ... :unsure:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
· bearbeitet von chirlu

Mal zurück zum Kernthema. Axel Börsch-Supan hat dem Spiegel ein Interview gegeben:

Zitat

Sind Sie enttäuscht oder erleichtert, dass Sie bei der neuen Kommission der Bundesregierung nicht mitmachen?

 

Ich bin heilfroh.

 

Warum?

 

Wegen meiner Erfahrungen mit der letzten Rentenkommission, die im Jahr 2020 ihren Bericht vorlegte. Schon damals war die demografische Entwicklung absehbar, schon damals wollte die Politik die nötigen Schlüsse für das Rentensystem nicht ziehen. Das hat sich mit der aktuellen Koalition von Union und SPD nicht geändert, ganz im Gegenteil.


Woraus schließen Sie das?

 

Die Vorstellung, man könnte Rentenniveau und Rentenalter einfach festschreiben, obwohl die Welt sich radikal verändert, ist abenteuerlich.

(…)

Erst eine Entscheidung durch den Bundestag zu peitschen und hinterher zu sagen, das soll jetzt eine Kommission richten – das ist grotesk.

 

Laut Arbeitsauftrag soll die neue Kommission offen strittige Themen verhandeln. Das beruhigt Sie nicht?


Bei der letzten Rentenkommission war der Arbeitsauftrag der gleiche. Schon damals wollten SPD und Union in Wahrheit nicht, dass die Kommission anfängt zu denken.


Besagte Kommission endete im Streit. Was ist damals schiefgelaufen?


Es gab keinen politischen Willen, und es gab keine unmittelbare Notwendigkeit, etwas zu tun. Das ist auch heute so. Auf dem Konto der Rentenversicherung liegen nach wie vor mehr als 40 Milliarden Euro, die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage. Das überdeckt die immensen Probleme, vor denen das Rentensystem steht.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
vor 7 Stunden von chirlu:

Mal zurück zum Kernthema. Axel Börsch-Supan hat dem Spiegel ein Interview gegeben:

 

Das wäre wirklich bedauerlich, wenn immernoch nicht erkannt worden wäre, das Handlungsbedarf besteht :(

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev
vor 8 Stunden von PKW:

Ich wusste schon, weshalb ich mit "rund die Hälfte" angefangen habe.
Jetzt sitze ich halt in den Nesseln ... :unsure:

Rund die Hälfte paßt, nur hat deine Rundung ein Drall nach unten, so das aus dreistellig, dann zweistellig wird ;-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 38 Minuten von Wishmueller:

Mit den albernen Begründungen

* "Fachkräftemangel", "

* Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, kritisiert, dass Menschen, die freiwillig weniger arbeiten, um mehr Freizeit zu haben, weniger in die Sozialsysteme einzahlen, aber die vollen Leistungen beziehen.".

 

Albern weil:

* die Arbeitslosenzahlen sind in den letzten drei Jahren gestiegen

* eine zukünftige Rente und ein ALG sinken mit der Entlohnung. Ggf. müsste man sich über die Anrechnung der "Teilzeitjahre" Gedanken machen.

Vielleicht sollte man sich in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung lieber Gedanken über die Beitragskalkulation machen und den sozialen Ausgleich nicht nur auf AG und AN, sondern auf der gesamte Bevölkerung umlegen.

 

Vielleicht auch wegen Fachkräftemangel ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor
vor 8 Stunden von chirlu:

. Auf dem Konto der Rentenversicherung liegen nach wie vor mehr als 40 Milliarden Euro, die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage. Das überdeckt die immensen Probleme, vor denen das Rentensystem steht.

Der Axel scheint einer vom Fach zu sein. Fast wie die Headlines der Bild.

 

Die Nachhaltigkeitsrücklage der gesetzlichen Rentenversicherung dient der kurzfristigen Liquiditätssicherung. Ihre aktuelle Höhe ändert nichts an den potentiellen langfristigen demografisch bedingten Finanzierungsproblemen des umlagefinanzierten Rentensystems.

 

Aber, Deutschland hat mehr als genug fiskalischen Spielraum, um das System zu erhalten und mit ruhiger Hand zu steuern. Außerdem verkennen die meisten Diskussionen, dass der Anteil am Bundeshaushalt in 2000 bei rd. 26% lag und 2005 bei fast 30% im

Peak, heute sind es rd. 25%.

 

Deutschland liegt im mittleren Bereich europäischer Industriestaaten, mit Rentenausgaben von etwa 11,6 % des BIP. Italien (~15,5 %) und Frankreich (~14,7 %) haben signifikant höhere öffentliche Rentenausgaben bei gleichzeitiger hoher Verschuldung. OECD Durchschnitt liegt bei rd. 8,5%.
 

Deutschland ist daher in einer guten Ausgangslage und die Untergangsdiskussionen rund um die Rentenversicherung doch sehr übertrieben.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev
vor 6 Minuten von CorMaguire:

* Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, kritisiert, dass Menschen, die freiwillig weniger arbeiten, um mehr Freizeit zu haben, weniger in die Sozialsysteme einzahlen, aber die vollen Leistungen beziehen.".

Bei der GKV-Leistung ist die Beitragshöhe irrelevant!

Hingegen trifft es bei der GRV nur den AN/Rentner persönlich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 5 Minuten von dev:

Bei der GKV-Leistung ist die Beitragshöhe irrelevant!

Hingegen trifft es bei der GRV nur den AN/Rentner persönlich.

Genau das schreibe ich ja.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev
vor 5 Minuten von CorMaguire:

Genau das schreibe ich ja.

 

vor 24 Minuten von CorMaguire:

Mit den albernen Begründungen

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...