HHanseat 13. August · bearbeitet 13. August von HHanseat Versuchs mal im Archiv. Viel neues steht aber leider nicht drin: "Gibt es eine KI Blase?" "Weiß man erst im Nachhinein, am besten weltweit streuen..." Die Überschrift ist etwas effektheischend: „Ich würde heute nicht mehr in einen MSCI World investieren“, sondern in einen MSCI all-world inkl. Emerging Markets, ach so Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi 13. August vor 1 Stunde von HHanseat: Versuchs mal im Archiv. Danke vor 1 Stunde von HHanseat: Die Überschrift ist etwas effektheischend: „Ich würde heute nicht mehr in einen MSCI World investieren“, sondern in einen MSCI all-world inkl. Emerging Markets, ach so Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi 14. August · bearbeitet 14. August von Puppi Ich hole es mal hier rüber, weil das Thema (Eigenbau vs. Fertig-Komplettprodukt) auch beim ARERO immer wieder aufkommt. Am 8.8.2026 um 15:33 von Puppi: Der Artikel passt recht gut hier rein. Es geht um "Line-Item Risk/Bias" (ein Thema aus Behavioral Finance). https://behaviouralinvestment.com/2025/02/11/the-perils-of-line-item-thinking/ Mischfonds (1-Zeilen-Multi-Asset-Produkte) können daher für einige Anleger eine gute Sache sein, da die Entwicklungen der einzelnen Assets im Vergleich zum Eigenbau nicht sichtbar sind, was wiederum zu weniger Verhaltensfehler beim Anleger führt. Am 8.8.2026 um 20:04 von Lazaros: Danke Dir. Meiner Meinung nach braucht's jeder - auch wenn er es noch nicht kapiert hat. Vermutlich liegst du ziemlich richtig. Ich erinnere mich in dem Zusammenhang an einige sehr kluge Zeilen aus 2022 eines gewissen Users: Am 26.7.2022 um 19:30 von stagflation: Du vergisst, dass bei Privatanlegern bei jedem Handelsvorgang ca. 1-2% Renditeverluste durch Anlegerfehler hinzukommen. Deswegen finde ich es immer wieder lustig, wenn jemand behauptet, dass die Kosten in Höhe von 0,5% p.a. beim ARERO zu hoch sind - und deshalb den ARERO selbst nachbaut - bei angeblicherweise deutlich geringeren Kosten - und dann jedes Jahr 1-2% Rendite durch seine Anlegerfehler verliert... Am 26.7.2022 um 19:58 von stagflation: Na ja... Zeig mir mal einen ARERO-Nachbauer, der im März 2020 rebalanced hat. Alleine dieses eine Mal rebalancen hat dem ARERO fast 1 Prozentpunkt Extra-Rendite gebracht. Ja es war Glück. Aber nichtsdestotrotz hat der ARERO damals genau zum richtigen Zeitpunkt rebalanced - und die meisten ARERO-Nachbauer haben das wohl nicht getan. Ich weiß noch sehr genau, wie das damals war. Die Aktien-Kurse fielen stark. Teilweise herrschte Panik. Einige Anleger haben verkauft und sind ausgestiegen. Andere Anleger haben gedacht, dass die Kurse noch viel weiter fallen werden. Welcher Privatanleger hat denn da an rebalancen gedacht? Okay, der März 2020 ist ein extremes Beispiel. Aber auch in weniger dramatischen Börsenzeiten: zeige mir Anleger, die zwei Mal im Jahr zu festen Zeitpunkten oder exakt beim Über- oder Unterschreiten von vorher festgesetzten Schwellwerten rebalancen. Gibt es die? Das Schwierigste scheint mir: 1. Zu erkennen, dass man zu solchen Anlegerfehlern neigt 2. Sich einzugestehen, dass man diese zutiefst menschliche Schwäche hat (die jeder von uns aus dem Alltag kennt bei vielen Dingen...der typische Kampf der "so müsste ich mich rational richtig verhalten, aber ich schaffe es nicht, weil ich Mensch bin"). 3. Produkte zu nutzen/zu akzeptieren, die ihrerseits vielleicht auch Schwächen haben/nicht perfekt sind (seien es höhere Kosten, nicht ideale Konstellationen etc) und das ständige Analysieren sein lassen ("Beim ARERO fehlen Small Caps!", "Das BIP im Aktienteil stört mich!", "Nur Eurozonen-Anleihen sind zu wenig...ich will Global!", "Gold wäre wohl etwas besser als Rohstoffe!" usw...). Das komplette Loslassen mit dem Ziel, das "Gut genug" zu akzeptieren, wäre wohl wünschenswert, aber die ständige Suche nach dem Besseren/weniger Riskanten ist zu verführerisch. Alle diese Punkte sind schwer, weil der Mensch Aktivität biologisch so gut wie immer als richtig (weil produktiv) empfindet ("Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!", "Wer rastet, rostet!", "Wenn du was erreichen willst, musst du handeln!" usw). Dass er sich bei der Geldanlage aber mit genau diesem Aktionismus mehr schadet, können wir nur schwer begreifen. Die Behavioral Finance-Forschung erkennt dieses Dilemma mehr und mehr. Jede Entscheidung (sei es der Kauf einer Einzelaktie, eines Branchen-Fonds oder eine Veränderung der Gewichtung von Regionen oder einer Assetklasse...sogar das Nicht-Rebalancen, weil man denkt, es sei gut, noch etwas zu warten... usw usw) endet meist in einer Zwickmühle, denn egal, wie es dann läuft - man kann fast nur mehr Probleme erschaffen. Stellt sich die Entscheidung als "richtig" heraus, wird der Overconfidence-Bias genährt und man neigt in Zukunft zu noch mehr Prognosen samt aktiven Entscheidungen, weil man sich in seiner "Klugheit" bestätigt sieht. Stellt sich die Entscheidung als falsch heraus, werden die Zweifel größer, man ärgert sich und versucht erst recht, den Fehler wieder zu korrigieren (was auch zu noch mehr Aktivität aufgrund Unsicherheit führt) usw usw. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag