Union Investment schichtet alles von Uniglobal in UniEuroRenta um

681 posts in this topic

Posted

Danke, das war sehr deutlich und verständlich dargestellt.

 

In der Tat hat das Produkt Union Investment Vorsorgevertrag deutlich Schatten bekommen.

 

In meinm Fall wäre es vielleicht besser, ein R-Versicherung abusschließen oder die Summe zu nehmen, und bei einem anderen Anbieter in Riesetr FONDSSparplan einzusteigen. Das ist immer noch besser als habe ich jetzt 20 Jahre lang die Rentedinger am Hals. Eventuell erreichen die in der Zeit gerade die eingezahlten Beiträge.

 

Da ist die gesetzliche Rente ja noch lukrativer mit ihren 0,5 % :D

Share this post


Link to post

Posted

Eventuell erreichen die in der Zeit gerade die eingezahlten Beiträge.

Das müssen sie (garantiert eben - außer UnionInvest geht Pleite). Die Mindestrendite sind dann die Zulagen die auch abgesichert sein müssen. Das macht bei einem langjährigen Vertrag etwa 1% Rendite. Gleichwohl ist das immer noch deutlich unter der Inflationsrate und am Ende auch noch zu versteuern.

 

Ich habe mir mein altes Excel nochmal rausgekramt. Seinerzeit hatte ich folgende Szenarien durchgespielt.

Laufzeit bis zur Rente: 35 Jahre

 

Variante a) In der ersten Phase gibt es eine ausgedehntere Börsenbaisse (viele Anteile einsammeln). Danach ein auf und ab der Aktienmärkte. In den letzten Jahren darf der Rückgang nicht deutlich über 70% liegen um nicht kurz vor der Rente mit einem Nullgewinn in Renten umgeschichtet zu werden.

 

Variante B) wie a) nur eine ausgedehntere Börsenhochphase am Vertragsbeginn => der kritische Kursverlust bis zur Rente sinkt dramatisch. Bei mehr als 35% Kursrücksetztern kurz vor der Rente wirds kritisch.

 

Varainte c) Ein Mischprodukt: 50% sofort in Rentenfonds, max. 50% der Einzahlungen in Aktienfonds.

Das Umschichtungsrisiko ist sehr klein. Die ersten Jahre könnten die Aktienanteile sogar wertlos verfallen, und die Einzahlung blieben gesichert => keine Zwangsumschichtung erforderlich. Kurz vor rentenbeginn wird dann ein Kursrückgang von deutlich über 90% dann irgendwann mal kritisch.

 

Natürlich sind das alles nur laienhafte Spielerreien in Excel und vielen Annahmen. Die Grundaussage dürfte aber trotzdem stimmen.

Ich neige dazu ein Produkt der Variante c) zu suchen...

Share this post


Link to post

Posted · Edited by Urmel

Ich hatte im Ergebnis bis jetzt ca. 8.500 eingezahlt, der aktuelle Wert ist gut 5.000 .

 

 

Eigentlich hätte die Finanzbranche ja die Finanzkrise und den Börsenrutsch vorhersehen können, warum haben die erst so spät umgeschichtet?

Share this post


Link to post

Posted · Edited by highline

der threadstarter ist 47 jahre. da muss union doch schon in 13 jahren das eingezahlte kapital garantieren und nicht erst in 20 jahren. immerhin kann er die rente ab 60 jahren in anspruch nehmen. (es wird ja zum renteneintritt das kapital garantiert und der renteneintritt kann vorgezogen werden)

also kann man die union hier schon verstehen.

Share this post


Link to post

Posted · Edited by Stezo

Danke, das war sehr deutlich und verständlich dargestellt.

 

In der Tat hat das Produkt Union Investment Vorsorgevertrag deutlich Schatten bekommen.

 

...oder die Summe zu nehmen, und bei einem anderen Anbieter in Riesetr FONDSSparplan einzusteigen.

Zu glauben, die Union Investment wäre der einzige Riesterfondssparplananbieter der so prozyklisch und aus Anlegersicht blödsinnig agiert, ist reichlich naiv.

Mit 47 solltest Du bei Riester zum Banksparplan greifen.

Ich halte für einen Menschen deines Alters weder einen Fondssparplan, noch eine Versicherung bei Riester für geeignet.

Im Gegenteil, ich rate davon sogar strikt ab.

Share this post


Link to post

Posted

Eigentlich hätte die Finanzbranche ja die Finanzkrise und den Börsenrutsch vorhersehen können, warum haben die erst so spät umgeschichtet?

Meinst du das ernst?

 

Toll wie du informiert bist, der Rechnungszins wird vom BFM vorgeschrieben, da hat der Versicherer naturgemäß keine Wahl und muss es umsetzen...

Genau das hatte ich doch geschrieben, dass nicht mehr als ein bestimmter Satz garantiert werden darf. Nach den schlechten Aktienjahren ab 2000 hat man den Satz z.B. erniedrigt, meinse Wissens, damit sich die Versicherungen nicht zuviel aufbürden.

Share this post


Link to post

Posted

leimann, warum kaufst Du nicht direkt Aktien oder Fonds? Da kann Dir definitiv keiner irgendwas umschichten und Du bist so lange in Aktien investiert wie Du willst.

Share this post


Link to post

Posted

Meinst du das ernst?

 

na ja, ich denke eben, die konnten als Insider die Probleme doch vor dem Börsenrutsch abschätzen. Ich z.B. habe die Krise erst wahrgenommen, als es schon zu spät war und die Krise in den Medien allgegenwärtig wurde. Ich glaube für Banken usw. war das doch schon viel früher offensichtlich, da sie täglich damit umgehen. Na ja, anscheinend doch nicht so....

Share this post


Link to post

Posted

leimann, warum kaufst Du nicht direkt Aktien oder Fonds? Da kann Dir definitiv keiner irgendwas umschichten und Du bist so lange in Aktien investiert wie Du willst.

 

...weil ich zwei Kinder habe und sich grundsätzlich dadurch das "riestern" eher lohnt. Sonst hätte ich das nie gemacht.

 

Im übrigen empfinde ich das so, als hätte ich für 10.000 Aktien gekauft, bei 5.000 setze ich einen Stopp-Loss und wenn das eingetreten ist, kaufe ich mir Renten oder Anleihen!!??

Share this post


Link to post

Posted · Edited by Stephan1

@Urmel: Was meinst du denn bitteschön, woher die ganzen Bankenverluste kommen? Von der tollen Vorhersehensgabe, die sie besitzen?

 

Allgemein: Ich wollte jetzt nicht unbedingt Misstrauen gegen diese Anlage streuen, ich habe mich nicht genau mit Riester auseinandergesetzt, es ist einfach nur ein allgemeines Problem, dass man je mehr man die Bank mit seinem Vermögen etwas tun lässt, umso mehr ihr auch ausgeliefert ist. Zu der konkreten Entscheidung jetzt in Renten zu gehen ist sicherlich ein wenig spät, aber es ist jetzt auch der letzte Zeitpunkt für längere Zeit, da die Zinsen in nächster Zeit sehr, sehr niedrig sein werden. Richtig aufregen hätte man sich müssen, wenn sie das erst im nächsten Jahr getan hätten.

Share this post


Link to post

Posted

damit sich die Versicherungen nicht zuviel aufbürden.

 

das ist falsch...die Versicherer könnten auch höhere Garantien vergeben...der Hintergrund sie dürfen aber nicht mehr!

Share this post


Link to post

Posted

...weil ich zwei Kinder habe und sich grundsätzlich dadurch das "riestern" eher lohnt. Sonst hätte ich das nie gemacht.

 

Übersteigen bei Dir die Zulagen insgesamt die Höhe der Steuerersparnis? Ansonsten besteht die Förderung nicht aus den Zulagen, sondern aus der Steuerersparnis.

 

Um gefördert zu werden, also Zulagen oder eine Steuerersparnis zu erhalten, musst Du keinen Riester-Aktienfondssparplan machen.

Share this post


Link to post

Posted

Übersteigen bei Dir die Zulagen insgesamt die Höhe der Steuerersparnis? Ansonsten besteht die Förderung nicht aus den Zulagen, sondern aus der Steuerersparnis.

 

Um gefördert zu werden, also Zulagen oder eine Steuerersparnis zu erhalten, musst Du keinen Riester-Aktienfondssparplan machen.

 

Ja, das soll lt. Stuerberater so sein.

Share this post


Link to post

Posted

Was mich stört ist, dass z.B. Finanztest sich nicht die Mühe macht mal ne Aussage darüber zu treffen ob es sich nicht um einen Konstruktionsfehler dieser Produkte handelt.

 

Finanztest mischt ganz vorne mit beim Investmentporn ;)

 

Es gibt mehrere Varianten wie man Kapitalgarantie erreichen kann:

1. Portfolio-Insurance mit Optionen

2. Dynamische Strategien wie CPPM

3. Sofortumschichten wenn das Risiko eines Nichterreichens der Vermögensziele eintritt.

 

1. ist zu teuer

2. macht DWS Riester Premium

3. macht der Rest

 

Ein entsprechender Rücksetzer kurz vor der Rente kann auch die bis dahin schönsten Gewinne vernichten. Was helfen einem 200% Gewinn auf die Einzahlungen, wenn bei einem 66% Kursrutscher 1 Jahr vor der offiziellen Umschichtung wieder in Renten umgeschichtet wird. Dann ist die Gesamtrendite weg

 

Äähh ... wenn du erst 200% gewinnnst und danach 66% verlierst, dann hast du 0% Gewinn - ganz egal ob du danach in Aktien investiert bist, oder in Renten. Das es im letzten Jahr mit den Aktien nochmal richtig bergauf geht ist ja pure Spekulation.

 

Schlimm ist es beim Rücksetzer 15 Jahre vor Auszahlungsziel ... Im Fall der Profi-Rente bekommt man dann GENAU die Garantie und nicht mehr. Praktisch jeder würde sagen: Wenns jetzt noch weiter runter geht, dann nehm ich das auch noch mit.

 

Dieser Nachteil der Uni-Profirente ist mir selbst erst jetzt so richtig bewusst geworden. Hoffentlich kommt nicht bei mir bald ein Brief an, der mir erklärt, dass meine Anteile auch UniEuroRenta geworden sind ...

Share this post


Link to post

Posted

Ein entsprechender Rücksetzer kurz vor der Rente kann auch die bis dahin schönsten Gewinne vernichten. Was helfen einem 200% Gewinn auf die Einzahlungen, wenn bei einem 66% Kursrutscher 1 Jahr vor der offiziellen Umschichtung wieder in Renten umgeschichtet wird. Dann ist die Gesamtrendite weg

 

Ich werde es mit meiner TopRente Dynamik so handhaben, dass ich bereits 15 Jahre vor meinem 60. Geburtstag anfange, das Portfolio regelmäßig genau anzusehen. Sobald ich der Meinung bin, dass die Kurse einen Stand haben, bei dem ich einen Gewinn realisieren sollte, übertrage ich das Guthaben in einen Banksparplan. Ich denke, der wird zu dem Zeitpunkt bei ca. 4-5% Verzinsung liegen. Das schützt zwar nicht davor, dass bereits nach wenigen Jahren Ansparphase das passiert, was dem OP passiert ist - aber zumindest kann man damit gegen Ende Gewinne sichern.

Share this post


Link to post

Posted

....und dann stehst du da wie ich.

 

Entweder die Kröte schlucken, d.h. die Rentenanteile behalten und irgendetwas anderes abschließen und mit Fonds neu starten

 

oder

 

die ganze Summe wegnehmen und zu einem anderen Anbieter gehen.

 

Letztere Variante dürfte im Sinne von Union Investment sein. Man ist aus der Verpflichtung, in x Jahren die Summe auszahlen zu müssen, heraus.

 

Vielleicht bin ich zu emotional, aber ich bin fast der Ansicht, das dieses ganze Modell überdacht werden müsste. Das eben das Unternehmen nicht so, wie jetzt beschrieben, agieren kann.

Da sollte sich einmal das Aufsichtsamt und die Politik `drum kümmern.

 

Die Unternehmen kassieren das Geld ein, verdienen gut daran, und halten sich auch noch durch gewisse AGB schadlos bzw.. haben es sogar in der Hand, die Kunden zu vergraulen und aus allen Verpfkichtungen zu kommen.

Share this post


Link to post

Posted

na ja, ich denke eben, die konnten als Insider die Probleme doch vor dem Börsenrutsch abschätzen.

Das hätte ich auch gehofft. Aber die Geschichte zeigt, dass es auch den Profis nicht gelingt, Crahs vorherzusehen. Man darf ja nicht vergesessen, dass die meisten Akteure an der Börse Profis sind, trotzdem gibt es immer wieder Blasen.

 

Ich z.B. habe die Krise erst wahrgenommen, als es schon zu spät war und die Krise in den Medien allgegenwärtig wurde. Ich glaube für Banken usw. war das doch schon viel früher offensichtlich, da sie täglich damit umgehen. Na ja, anscheinend doch nicht so....

Es haben viele von den Schwierigkeiten gewusst (es ist auch hier schon früh diskutiert worden). Nur wer möchte zum AUsstieg pfeifen, wenn die Party noch im vollen Gange ist? Man weiß ja nicht, ab es wirklich schlimm kommt, oder doch schnell vorüber geht usw. Für Fondsmanager wäre es sehr schlimm, sich da zu verschätzen und einen weiteren Aufstieg zu verpassen. Einen Abstieg mitzumachen, wenn es alle anderen auch trifft, ist dagegen nicht so schlimm.

 

Aber wie gesagt, Börsenkurse kann man so gut wie nicht prognostizieren - leider.

 

das ist falsch...die Versicherer könnten auch höhere Garantien vergeben...der Hintergrund sie dürfen aber nicht mehr!

Dann siehst du die gesetzlichen Vorschriften in diesem Fall als Schikane an? Möglich, ich sitze nicht in der Rechnungsabteilung einer Versicherung. Was hat denn deiner Meinung nach dazu geführt, dass der maximal erlaubte Garantiezins vor ein paar Jahren gesenkt wurde? Soweit ich mich erinnere, waren dass Probleme bei Versicherungen in Folge der letzten Aktien-Baisse. Ich nehme an, du weißt mehr.

Share this post


Link to post

Posted

Wie gut, dass ich nur den Mindestbetrag einzahle, um die Prämie zu kassieren ...

Share this post


Link to post

Posted · Edited by harryguenter

2. macht DWS Riester Premium

Das war das Produkt der DWS mit den (verstekcten) hohen gebühren?

 

Äähh ... wenn du erst 200% gewinnnst und danach 66% verlierst, dann hast du 0% Gewinn - ganz egal ob du danach in Aktien investiert bist, oder in Renten.

Ja ich weiß dass das genau die Grenze ist. Bei Kursverlusen stärker als diese 66% droht (je nach internem Mindestzins) die Umschichtung. Und klar, das letzte Jahr kann keiner Prognostizieren. Ich wollte nur dargestllt haben, dass auch kurz vor der Rnte ein größerer Kursrücksetzer den Traum der schönen Zusatzrente zunichte machen kann. Und 66% halte ich nicht für unmöglich. In den letzten 4 Jahre (ab Alter 56) kann man bei Union ja selbst eine Umschichtung veranlassen, aber davor eben nicht.

 

Schlimm ist es beim Rücksetzer 15 Jahre vor Auszahlungsziel ... Im Fall der Profi-Rente bekommt man dann GENAU die Garantie und nicht mehr.

Naja, wenn ich GlobalGrowth richtig verstanden habe rechnen die mit nem Garantizins (dieselben 2,25% wie Lebensversicherungen?) der defensib angelegt ist, und vermutlich unterhalb der wirklich erzielbaren Rendite liegt. Aber mehr als 1-2% Bruttorendite werden das nicht sein.

Du hast aber richtig erkannt: Wenn die Union IRGENDWANN einmal zwangsweise umschichtet, dann heißt das de facto dass ALLE bis dahin geleisteten Einzahlungen dieser Minirendite unterworfen sind. Geschieht dies kurz vor Vertragsende so ist die Gesamtrendite durch nichts mehr zu retten.

 

Praktisch jeder würde sagen: Wenns jetzt noch weiter runter geht, dann nehm ich das auch noch mit.

Das würde aufgrund der Garantie ein riesiges Risiko für die Gesellschaft bedeuten. Das macht keiner.

 

Dieser Nachteil der Uni-Profirente ist mir selbst erst jetzt so richtig bewusst geworden. Hoffentlich kommt nicht bei mir bald ein Brief an, der mir erklärt, dass meine Anteile auch UniEuroRenta geworden sind ...

Wie ich schon schrieb: ich werde mir die Union Entwicklung noch 1-2 Jahre anschauen - falls die nicht Änderungen am Produkt vornehmen werde ich das geld da abziehen. Meine Schätzung ergab, dass max 50% (besser weniger) Aktienanteil eine hohe Sicherheit vor Zwangsumschichtungen schützt.

Share this post


Link to post

Posted

Vielleicht bin ich zu emotional, aber ich bin fast der Ansicht, das dieses ganze Modell überdacht werden müsste. Das eben das Unternehmen nicht so, wie jetzt beschrieben, agieren kann.

 

Das ist nicht die Option von Union Investment, sondern deren Pflicht - vom Gesetzgeber für die Riesterrente so festgelegt. Union Investment hat die Strategie, wie sie den Kapitalerhalt garantieren wollen veröffentlicht (leider nicht wirklich konkret und verständlich).

 

Dass die Strategie zum Teil (wie bei dir) total an den Anlegerzielen vorbei geht ... ist ärgerlich, aber politisch nicht regelbar.

 

Die Unternehmen kassieren das Geld ein, verdienen gut daran, und halten sich auch noch durch gewisse AGB schadlos bzw.. haben es sogar in der Hand, die Kunden zu vergraulen und aus allen Verpfkichtungen zu kommen.

 

Also ... das ist jetzt aber eine späte Erkenntnis. Das machen KLVs seit 50 Jahren ...

 

Und du meinst wohl, dass sie aus der Verpflichtung rauswollten? Das ist Unsinn. Solange das Geld im UniEuroRenta geparkt ist, ist das Geld bei UnionInvestment geparkt - und sie kriegen die Verwaltungsgebühr (und dein Volksbankberater die Kickbacks). Die wollen mit Sicherheit nicht die Kuh schlachten, die sie melken können.

 

Dass sie sich trotzdem so verhalten liegt alleine am Gesetzgeber, der Ihnen für die Erreichung der Garantie ein steifes Korsett angelegt hat. Sie dürfen den Anleger gar nicht fragen ob er das Folgerisiko selbst tragen möchte ...

 

Das war das Produkt der DWS mit den (verstekcten) hohen gebühren?

 

Fondssparplan mit Zillmerung - man kann das auch versteckte Gebühr nennen. Die Gebühr ist so gut versteckt, dass dir kein Bankberater das System erklären kann.

 

In den letzten 4 Jahre (ab Alter 56) kann man bei Union ja selbst eine Umschichtung veranlassen, aber davor eben nicht.

 

Achso.

 

Du hast aber richtig erkannt: Wenn die Union IRGENDWANN einmal zwangsweise umschichtet, dann heißt das de facto dass ALLE bis dahin geleisteten Einzahlungen dieser Minirendite unterworfen sind. Geschieht dies kurz vor Vertragsende so ist die Gesamtrendite durch nichts mehr zu retten.

 

Es ist egal wann es geschieht. Union Investment kalkuliert wie folgt:

 

Eingezahler Betrag = X

Kurs der Anlage = Y

Zins UniEuroRenta (defensiv) = Z

Laufzeit = L

 

Solange gilt:

Y*(1+Z)^L > X (Y zu Z für L Jahre Verzinst ist größer als die Kapitalgarantie)

 

bleibt das Geld im UniGlobal liegen.

 

Sobal gilt

Y*(1+Z)^L = X (Y zu Z für L Jahre Verzinst ist gleich der Kapitalgarantie)

 

wird 100% umgeschichtet.

 

Folge: In zweitem Fall bekommt man am Ende auch nur die Garantie bzw. die Erlöse der neuen Raten (allerdings verzinst mit UniEuroRenta)

 

Das würde aufgrund der Garantie ein riesiges Risiko für die Gesellschaft bedeuten. Das macht keiner.

 

Ich rede nicht von dem Anbieter. Ich rede von mir! Ich würde bei stark gefallenen Kursen nicht deinvestieren. Ich würde das Risiko eines weiteren Verlusts eingehen. Nur die Option bietet mir der Gesetzgeber und Union Investment eben nicht.

 

Wie ich schon schrieb: ich werde mir die Union Entwicklung noch 1-2 Jahre anschauen - falls die nicht Änderungen am Produkt vornehmen werde ich das geld da abziehen. Meine Schätzung ergab, dass max 50% (besser weniger) Aktienanteil eine hohe Sicherheit vor Zwangsumschichtungen schützt.

 

Da hast du recht. Allerdings schützt es auch vor Rendite. Und wenn die Union jetzt wirklich meint mein Geld umschichten zu müssen hab ich endlich einen triftigen Grund das Geld zur Toprente zu transferieren.

Share this post


Link to post

Posted · Edited by tom1978

Auch bei der TopRente kann sowas passieren - auch dort hast Du keine Garantie, nachher mit positiver Rendite rauszugehen.

 

Dass ist auch der Grund für meine - in einem anderen Thread bereits geschilderte - Aufteilung meiner Riester-Aufwendungen auf zwei Verträge: ca. 2/3 gehen in einen Banksparplan (Sparkasse Günzburg-Krumbach), ca. 1/3 in einen Fondssparplan (DWS TopRente Dynamik). Selbst bei 0-Rendite des Fondssparplans (und jetzt sieht man ja, wie schnell das gehen kann!) werden die Zinserträge des Banksparplans mit hoher Wahrscheinlichkeit ausreichen, um einen inflationsbereinigten Kapitalerhalt zu erreichen (natürlich abhängig von zukünftiger Inflation und zukünftigem Zinsniveau) - was schon deutlich mehr ist, als einige Anleger der Union erreichen werden. Und wenn der Fondssparplan gut läuft, hat man auch insgesamt eine schöne Wertentwicklung - nicht so hoch wie bei 100% Aktienanteil, aber wenn's um die Altersvorsorge geht, will ich nicht zocken, sondern zumindest das investierte Kapital inflationsbereinigt erhalten.

Share this post


Link to post

Posted

Auch bei der TopRente kann sowas passieren - auch dort hast Du keine Garantie, nachher mit positiver Rendite rauszugehen.

Wenn ich mich recht entsinne fahren die aber einen geringfügig "sanfteren" Kurse, indem sei nicht erst im letzten Moment Rentenfonds verwenden, sondern schon vorher, d.h. die grenze für die Reißleine wird nicht so schnell erreicht.

 

Aber wir dürfen nicht vergessen, dass in der öffentlichen Wahrnehmung eben "Aktien=hohe Rendite" gilt, d.h. in den letzten Jahren musten die Anbieter mit hohen Aktienraten trumpfen, um Kunden zu bekommen - das kann man hier im Forum sehr gut nachlesen. Die Union ist da eben den radikalen Kurs gefahren und ist zum Marktführer gworden. Natürlich ist es gewissermassen das Spiel mit dem Feuer. Aber solange die Kunden keinen Rentenanteil wollen (wie ja leimann auch), zwingen sie die Anbieter eben zu dem hohen Risiko, das sie sich als Kunde wünschen.

 

Wenn du, leimann, jetzt übrigens umschichtest, in einen anderen Riester-Fondssparplan, gilt die Garantie übrigens nur für die eingebrachte "niedrigere" Summe, d.h. der neue Anbieter kann evtl. wieder aggressiver anlegen für dich. Das wäre sozusagen ein Reset, oder für dich gesehen, die Entscheidung auf den ursprünglichen Betrag gesehen eben ein negative Mindestrendite zu akzeptieren.

 

(Übrigens habe ich vollstes Verständnis, dass du sauer bist. Wäre ich auch. Aber das ist eben genau das Risiko das man eingeht, wenn man mit Aktien für das Alter spart. Ich will dir aber nicht unterstellen, dass du das nicht gewusst hast.)

Share this post


Link to post

Posted · Edited by Sapine

Hier geht es um mehr als nur das Risiko Aktien. Ich finde auch, dass die Riesterrente hier einen (weiteren) konzeptionellen Pferdefuß hat. Die Umschichtung in risikoarme Anlagen zum Zeitpunkt nach starken Kurseinbrüchen ist einfach kontraproduktiv für die Rendite. Es ist zwar klar, dass die Fondsgesellschaft dies macht und auch machen muss, da sie die Garantie eingegangen ist, aber die Frage ist, ob man das nicht auch etwas intelligenter lösen könnte, bzw. wie man diese Gefahr verringern kann. Zudem ist es ein wirklich großes Risiko, wenn man bis kurz vor Ende der Sparphase, die Gewinne nicht sichern kann.

 

Als ich mich vor ein paar Monaten mit dem Thema Riesterrente beschäftigt habe, habe ich mich zunächst geärgert, dass ich in meinem Alter keine DWS Profirente mehr machen kann. Rückblickend ist der Ansatz der DWS da tatsächlich weniger riskant, nicht nur, weil man als älterer Anleger mit einer anderen Mischung der Assetklassen arbeitet, sondern auch, weil man das Risiko der Zwangsumschichtung deutlich verringert auf diese Weise. Aber auch dort ist das grundsätzliche Problem der Umschichtung nicht optimal gelöst.

 

Neben der Unflexibilität in Bezug auf den Auszahlungszeitpunkt und -ort war diese Unwägbarkeit bei der Umschichtung für mich ein weiterer Punkt, bei dem ich davon überzeugt bin, dass man es als informierter Anleger, zumindest genauso gut hinbekommt. Die staatlichen Zulagen werden ohnehin fast vollständig von den Kosten aufgefressen und an der restlichen Rendite knabbern die Systemfehler. Ich finde es wirklich sehr bedauerlich, dass unser Staat es nicht geschafft hat, hier ein besseres Konzept auf die Beine zu stellen, das es Anlegern ermöglicht kostengünstig und renditestark vorzusorgen.

Share this post


Link to post

Posted

Wenn ich mich recht entsinne fahren die aber einen geringfügig "sanfteren" Kurse, indem sei nicht erst im letzten Moment Rentenfonds verwenden, sondern schon vorher, d.h. die grenze für die Reißleine wird nicht so schnell erreicht.

 

Ich bin momentan bei 15% Rentenfonds und 85% Aktienanteil. Ist natürlich ein bisschen besser als bei der Union, aber auch kein riesiger Unterschied.

Share this post


Link to post

Posted · Edited by Delphin

Ich bin momentan bei 15% Rentenfonds und 85% Aktienanteil. Ist natürlich ein bisschen besser als bei der Union, aber auch kein riesiger Unterschied.

Na ja, wäre besser gewesen, die hätten schon im Sommer den Rentenanteil deutlich erhöht, aber das denkt man sich halt im Nachhinein, das ist man immer schlauer.

 

Wenn ich das richtig verstanden habe verwenden beide (Union und DWS) eine Form des CPPI-Modells (Constant Portfolio Protection Insurance), und die Riesterrente Premium mit ihrer Höchstandssicherung vermutlich ein TIPP-Modell (Time Invariant Portfolio Protection).

 

Vereinfacht kann man das glaube ich so erklären (bitte um Kerrektur, wenn wir Fachleute hier haben!), es gibt drei verschiedene Ansätze:

 

1. normales Garantie-Depot

 

kann man leicht selber machen, statische (also passive) Vermögensaufteilung.

Beipspiel: Einsatz 100€, 10 Jahre, sicherer Zins 3%, 100€ sollen garantiert werden.

Man legt 100 / 1,03^10 = 74,4 € zu 3% and, den Rest so riskant wie man möchte, es kann ja nix passieren.

Man zahlt einen hohen Preis für die Garantie, denn nur 25% des Geldes kann in Aktien, oder anders gesagt, man ist sehr konservativ und kann sogar den Totalverlust der 25% verkraften.

 

2. Constant Portfolio Protection Insurance (CPPI)

 

Gegenüber einem normalen Garantie-Depot legt man etwas mehr in Aktien an (um einen bestimmten Faktor). Im Prinzip ist die Garantie damit etwas ausgehöhlt, das versucht man wett zu machen, indem man in regelmässigen Intervallen prüft, wie weit man von dem Ziel entfernt ist, dass man durch den sicheren Teil, die Garantie bestreiten kann. Ist man weiter entfernt als um den gwählten Faktor, wird umgeschichtet (oder erhöht).

Letzlich ist das nen Trendfolge-System.

 

Es gibt sicher Modifikationen davon.

 

3. Time Invariant Portfolio Protection (TIPP)

 

Man verfährt wie bei CPPI, setzt aber den Garantiebetrag nach guten Börsenjahren jeweils etwas hoch.

 

 

Wie gesagt, ich bin kein Fachmann, aber im Grunde, wäre das mal einen Thread wert, zumindest, wenn es doch mal einer schafft bei Union oder DWS mehr Details herauszufinden. ;)

Share this post


Link to post

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!


Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.


Sign In Now