andy

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661 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Die schleichende Enteignung sind die Bürger aber auch teilweise selbst schuld. Es zwingt sie ja keiner ihr Geld weitgehend auf dem Sparbuch und dem Tagesgeld zu deponieren. Das unser Rentensystem, Riesterrenten und Lebensversicherungen keine oder kaum Aktien beinhalten, macht sie Natur gemäß anfällig für niedrige Zinsen. 

Die Altersvorsorge in den USA (401k) kann da besseres leisten, wenn man gute Produkte auswählt.  Z.B Vanguard Index Fonds.

Die Riesterrenten mit ihrer zerfressenden Gebührenstruktur und die unnützen und Rendite fressenden Garantien vieler anderer Finanzprodukte  machen es da den Deutschen schwer.

Aber genau das wollen ja viele Deutsche : Vollkaskomentalität  :smoke: und möglichst alles durch den starken Staat reglementiert und vorgeschrieben.

 

Gruß

Joseph

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Geschrieben

vor 39 Minuten schrieb tom1956:

Das stimmt leider :thumbsup:.

Für mich auch. Zweifelsfrei das schlimmste Szenario. Nichtsdestotrotz aber "spannend" aus politischer, wirtschaftlicher und währungstechnischer Sicht.

Mit "spannend" meinst Du hoffentlich "von der Seitenlinie aus beobachtend"? Durch Deine Diversifikation scheinst Du schließlich recht ordentlich aufgestellt zu sein, um stürmische Zeiten überstehen zu können. Gezielt auf (vorsichtig formuliert) markante Wahlausgänge zu spekulieren, damit wäre ich vorsichtig. Das Ergebnis des türkischen Referendums dürfte in so einem Land kaum jemanden überrascht haben. Überrascht hat mich lediglich das letztlich sehr knappe Wahlergebnis, wenn man die vielen Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung berücksichtigt. In den westlichen Ländern hingegen hätten sich Spekulanten beim Brexit und bei der Wahl zum US-Präsidenten wohl mehrheitlich verzockt. Und bei den Wahlen in Österreich sowie den Niederlanden war es recht knapp. Mal schauen, was in Frankreich passiert. Und in Deutschland.

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Geschrieben · bearbeitet von Sparkommissar

vor 17 Minuten schrieb Joseph Conrad:

Aber genau das wollen ja viele Deutsche : Vollkaskomentalität  :smoke: und möglichst alles durch den starken Staat reglementiert und vorgeschrieben.

Odensee hat dich zwar schon mehrfach darauf hingewiesen, aber findest Du es nicht selbst so langsam eigenartig, wiederholt besagte "Vollkaskomentalität" anzuprangern, dabei aber selbst zuzugeben, rein aus einem Sicherheitsgedanken heraus einen Beruf im öffentlichen Dienst ergriffen zu haben?

 

Zumal besagte Vollkaskomentalität auch einige Vorteile mit sich bringt, um die viele Deutschland schlichtweg beneiden. Und weil Du das Beispiel ansprichst, die sozialen Sicherungssysteme in den USA können nur etwas leisten, wenn man sich diese auch leisten kann.

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Geschrieben · bearbeitet von tom1956

vor 20 Minuten schrieb Schildkröte:

Durch Deine Diversifikation scheinst Du schließlich recht ordentlich aufgestellt zu sein, um stürmische Zeiten überstehen zu können.

Gott sei Dank. Nach meinem Dafürhalten befinden wir uns nämlich schon lange auf " hoch experimentellem Terrain" (von Euroeinführung bis zur Notenbankpolitik). Ende bzw. Ausgang offen ... Nichts ist mehr unmöglich. Entsprechend habe ich versucht mich aufzustellen.

Zitat

Gezielt auf (vorsichtig formuliert) markante Wahlausgänge zu spekulieren, damit wäre ich vorsichtig.

Würde ich nie machen. Politische Börsen sind mir unheimlich. Eine solche haben wir teilweise eh schon durch die EZB-Politik ...

Zitat

Das Ergebnis des türkischen Referendums dürfte in so einem Land kaum jemanden überrascht haben. Überrascht hat mich lediglich das letztlich sehr knappe Wahlergebnis, wenn man die vielen Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung berücksichtigt. In den westlichen Ländern hingegen hätten sich Spekulanten beim Brexit und bei der Wahl zum US-Präsidenten wohl mehrheitlich verzockt. Und bei den Wahlen in Österreich sowie den Niederlanden war es recht knapp. Mal schauen, was in Frankreich passiert. Und in Deutschland.

Erstaunlich: Ob Brexit, Trump, italienisches Referendum, Erdogans Referendum usw. - alles politische (Erd)Beben, die die Börsen aber zügigst verarbeitet und verkraftet haben.

Das könnte z. B. beim Szenario Le Pen/Melenchon in der Stichwahl aber etwas anders sein ...

Ohne die Briten ist die EU und der Euro (leider) denkbar, aber ohne Frankreich ?

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

vor 20 Minuten schrieb tom1956:

Erstaunlich: Ob Brexit, Trump, italienisches Referendum, Erdogans Referendum usw. - alles politische (Erd)Beben, die die Börsen aber zügigst verarbeitet und verkraftet haben.

Das könnte z. B. beim Szenario Le Pen/Melenchon in der Stichwahl aber etwas anders sein ...

Ohne die Briten ist die EU und der Euro (leider) denkbar, aber ohne Frankreich ?

Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine. Wobei ich diese alte Börsenregel nicht in Stein meißeln würde, beispielsweise bei Krieg. Des Weiteren mag die Börse keine Unsicherheit, die Theorie des effizienten Marktes hin oder her.

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vor 1 Stunde schrieb Schildkröte:

Warten wir erstmal ab, wer es in die Stichwahl schafft. Das von Dir genannte Szenario wäre für mich die Wahl zwischen Pest und Cholera. 

 

Mein lieber Gepanzerter, vielleicht solltest Du noch ein paar Krankheiten mehr in Betracht ziehen.

 

Zitat

Präsident Fillon ließe in Berlin viele schlucken.

 

Sehr viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich am Ende der sozialliberale Emmanuel Macron oder der konservative François Fillon durchsetzt. Doch auch in diesem Fall dürfte das Klima in dem Dreieck Paris, Brüssel, Berlin rauer werden: Fillon etwa ist ein harter Kritiker der Merkelschen Flüchtlingspolitik, kämpft für harte Außengrenzen Europas, eine niedrige Asylquote und einen Ausbau der französischen Nuklearindustrie. Da dürfte in Berlin mancher schlucken – auch wenn Fillon aus deutscher Sicht sicher der angenehmste Partner wäre.

 

Denn der gehypte Emmanuel Macron verspricht zwar ebenfalls radikale Sozialreformen. Doch auf die Krise der EU beabsichtigt er vor allem mit deren Stärkung zu reagieren. So fordert er Eurobonds, also eine Vergemeinschaftung der Schulden, eine europäische Wirtschaftsregierung und mehr Macht für Brüssel. Und dass er die wirtschaftliche Stärke Deutschlands vor kurzem als „unerträglich“ brandmarkte, lässt zumindest aufhorchen.

 

Nun könnte man die Forderungen Macrons als Wahlkampfgeklingel abtun. Doch wie der Zufall so will: Im September wird auch in Deutschland gewählt. Was eine Gespann Macron-Schulz für die deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik bedeuten könnten, kann man sich in etwa ausmalen.

 

Macron als Wegbereiter für Le Pen.

 

Nein, es ist noch nicht alles gut, nur weil Marine Le Pen nicht gewählt wird. Mit dem neuen Präsidenten, wie immer er heißen mag, fangen die Probleme für Deutschland erst an.

Und für Frankreich gilt: Der radikale Pro-EU-Kurs des aussichtsreichen Emmanuel Macron liest sich in Verbindung mit seinen ambitionierten Plänen zum Umbau des französischen Sozialstaates wie eine Förderungsprogramm für den Front National. Es wäre einer dieser Treppenwitze der Geschichte: Macron 2017 könnte der Wegbereiter werden für Le Pen 2022.

 

Quelle.

 

Gruß

€-man

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vor 23 Minuten schrieb €-man:

Fillon etwa ist ein harter Kritiker der Merkelschen Flüchtlingspolitik, kämpft für harte Außengrenzen Europas, eine niedrige Asylquote und einen Ausbau der französischen Nuklearindustrie. Da dürfte in Berlin mancher schlucken – auch wenn Fillon aus deutscher Sicht sicher der angenehmste Partner wäre.

Bis auf den Ausbau der Nuklearindustrie hört sich das ganz gut an.

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vor einer Stunde schrieb Sparkommissar:

Odensee hat dich zwar schon mehrfach darauf hingewiesen, aber findest Du es nicht selbst so langsam eigenartig, wiederholt besagte "Vollkaskomentalität" anzuprangern, dabei aber selbst zuzugeben, rein aus einem Sicherheitsgedanken heraus einen Beruf im öffentlichen Dienst ergriffen zu haben?

 

Zumal besagte Vollkaskomentalität auch einige Vorteile mit sich bringt, um die viele Deutschland schlichtweg beneiden. Und weil Du das Beispiel ansprichst, die sozialen Sicherungssysteme in den USA können nur etwas leisten, wenn man sich diese auch leisten kann.

 

Nein , ich finde das gar nicht eigenartig. Jeder muss doch sehen wie er am besten und auskömmlichsten durch sein Erwerbsleben durchkommt. Das heißt doch aber nicht , das ich jetzt als Angestellter des Öffentlichen Dienstes nur mein Sparbuch besparen  und nicht die negativen Aspekte nennen darf ?

 

Wer in den USA unwillig ist (ausreichendes Einkommen natürlich vorausgesetzt) freiwillig in geförderte Index Funds einzuzahlen ist eben selbst schuld. Gleiches gilt für den Verzicht auf eine Krankenversicherung. Man muss ja nicht zwei Garagen am Haus haben und in jeder ein fettes Auto und die ganze Welt bereist haben.

 

Unser Staat sieht doch eher die Unmündigkeit des Bürgers. Ohne Interesse an seinen Finanzen , fröhlich in den Tag hinein lebend und konsumierend, würde ein Großteil der Bürger freiwillig gar keine Altersvorsorge betreiben. (höchstens eine Alibi Riesterrente für 50,- zur Gewissensberuhigung)

US Bürger mit hohem Einkommen sind oft richtige Sparfüchse und nutzen das System der Altersvorsorge richtig. Sie gönnen sich wenig und sind dann in der Lage mit 40-50-60 Jahren schon in Ruhestand zu gehen. 

Das Leben ist zu kurz um es mit Arbeit zu vergeuden.:smoke:

 

Gruß

Joseph

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Geschrieben · bearbeitet von Sparkommissar

vor einer Stunde schrieb Joseph Conrad:

Jeder muss doch sehen wie er am besten und auskömmlichsten durch sein Erwerbsleben durchkommt.

Selbstverständlich. Du z.B. hast dich für einen Job entschieden, der dir gewisse Sicherheiten garantiert. Vielleicht ermöglichen dir gerade diese Sicherheiten erst die höhere Rendite aufgrund größerer persönlicher Risikotragfähigkeit in der privaten (Alters)Vorsorge. Ein Angestellter oder Arbeiter in der freien Wirtschaft, mit vielleicht nur geringem Einkommen und weniger Garantien, kann es sich u.U. gar nicht leisten das für eine höhere Rendite benötigte Risiko einzugehen. Mit "unwillig" hat das erstmal herzlich wenig zu tun.

 

Die verkürzte Darstellung, (geförderte) Indexfonds in den USA wären "besser" als das in Deutschland beliebte Tagesgeld oder die ebenso beliebte Rentenversicherung, unterschlägt vollkommen das unterschiedliche Risikoprofil der jeweiligen Produktkategorie und die ggf. vorhandenen oder eben fehlenden Garantieleistungen, auf die einige aber angewiesen sind. Was übrigens auch für die deutsche Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung gilt.

 

Natürlich unterscheidet sich auch die Mentalität der Deutschen von der der Amerikaner - ganz erheblich sogar. Und ich will gar nicht bestreiten, dass hierin eine Ursache für die unterschiedliche Ausgestaltung der Sozialsysteme liegt. Aber den Fokus einseitig auf die Rendite zu legen und deren Fehlen als "negativen Aspekt" zu bezeichnen, ohne dabei das mit ihr einhergehende Risiko in die Bewertung miteinzubeziehen, unterschlägt doch die wesentliche Wechselwirkung bei der ganzen Thematik.

 

Um zum Ausgangspunkt zurückzukehren: Produkte mit einer geringeren Chance auf Rendite bedeuten im aktuellen Zinsumfeld quasi die genannte schleichende Entwertung des Geldes. Für den ein oder anderen ist das aber vielleicht immernoch besser als sein mühsam Erspartes, auf das er im Zweifelsfall angewiesen ist (!), in einer Finanzkrise zu halbieren oder aufgrund falscher Anlage"beratung" komplett zu vernichten. Neben der Einstellung zum Thema Finanzen, spielt also auch die individuelle Situation eine entscheidende Rolle. Und da ist es doch interessant, dass Du aus Deiner sicheren Position im öD heraus, die vermeintliche "Vollkaskomentalität" der Anderen kritisierst. Das ist die selbe Logik, die ich vor einigen Seiten den selbsternannten Kapitalisten vorgehalten habe: aus einer Position der Stärke das Unvermögen der scheinbar Schwachen, Unwilligen oder Unfähigken kritisieren.

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Geschrieben

vor einer Stunde schrieb Sparkommissar:

 

Die verkürzte Darstellung, (geförderte) Indexfonds in den USA wären "besser" als das in Deutschland beliebte Tagesgeld oder die ebenso beliebte Rentenversicherung, unterschlägt vollkommen das unterschiedliche Risikoprofil der jeweiligen Produktkategorie und die ggf. vorhandenen oder eben fehlenden Garantieleistungen, auf die einige aber angewiesen sind. Was übrigens auch für die deutsche Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung gilt.

 

 

 aus einer Position der Stärke das Unvermögen der scheinbar Schwachen, Unwilligen oder Unfähigken kritisieren.

 

Die Garantieleistungen sind es ja gerade die die Rendite vernichten. Die Märkte steigen sowieso langfristig. Ohne diese Annahme gäbe es gar nicht dieses Forum.

Eine "Grundrente" bezieht ja  jeder Bundesbürger durch die Grundsicherung, ganz unabhängig von der gesetzlichen Rente. Insofern sind die "Schwachen, Unwilligen oder Unfähigen" sowieso besser abgesichert als in fast jedem anderen Staat der Welt. Und das ist auch gut so und erhält den Frieden im Land. Wir haben zum Glück keine Slums.

 

Wenn man 2500,- Brutto 40 Jahre verdienen muss um eine Rente knapp über der Grundsicherung zu bekommen kann das "Risikoprofil der Produktkategorie" nicht gut sein.

 

Ich befinde mich gar nicht in "einer Position der Stärke" und muss wohl bis 67 arbeiten gehen. Ich kritisiere niemanden, sondern rate nur zur Selbstständigkeit wenn man wirklich ein hohes Einkommen erzeugen kann. Wenn man dazu kein Talent, Grips, Ausbildung hat, wie ich zum Beispiel, ist der ÖD die besser Wahl.

 

Gruß

Joseph

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Geschrieben

Naja, vielleicht gibt es noch mehr Kriterien als das (hohe) Einkommen, die die Entscheidung pro oder contra Selbstständigkeit beeinflussen?

 

Und zu der genannten Grundannahme: selbst wenn diese zutrifft (was nebenbei bemerkt auch ich glaube), benötige ich dafür immer noch langfristig freies Kapital, auf das ich im Notfall verzichten kann. Nicht umsonst wird Einsteigern allenthalben empfohlen nur Geld zu investieren, das sie im Zweifelsfall über einen Zeitraum von mindestens 5-10 Jahrennicht benötigen und auf das sie anschließend nicht zwingend angewiesen sind. Leider ist es unter diesen Voraussetzungen vielen nicht möglich in die Kapitalmärkte zu investieren, da sie zunächst auf besagte Garantien (aus privaten Vorsorgeprodukten) angewiesen sind und - wie Du zu Recht anführst - der Staat für diese nicht mehr vollumfänglich aufkommt. Einzelne Berufsgruppen selbstverständlich ausgenommen. ;) 

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