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Kristof

Inflation und "Volksmund", wie passt das zusammen?

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Kristof

Guten Tag.

 

Auf der einen Seite heißt es ja, dass durch die Inflation die Kaufkraft sinkt.

 

Aber auf der anderen steht der Verbrauchertip: Kaufe später, dann bekommst du mehr für dein Geld.

 

Zum Beispiel musste man in den 60ern einen halben Monatslohn für einen Fernseher ausgeben, und heute für einen mit dem damaligen verglichen viel besseren nur noch 1/10tel.

 

Wie passt das jetzt zusammen?

 

Sollte das mit der Inflation am Ende auf lange Sicht gar kein Problem sein?

 

:blink:

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juro
· bearbeitet von juro66

Der Vergleich mit dem Fernseher (Technikbranche) ist nicht repräsentativ - Äpfel mit Birnen.

 

Aufgrund neuer Entwicklungen/Innovationen werden Technikartikel idR real billiger - gemessen am Einkommen bzw. vielen anderen Gütern.

 

Bei anderen Gütern kann/wird das ganz anders aussehen - nimm zB mal eine Brezel oder ein Kugel Eis. Ich kann mich noch erinnern als ein Kugel Eis noch 10-20 Pfennig gekostet hat vor ca. 25 Jahren, heute sinds locker 1 EUR :-

 

Du musst unterscheiden zwischen nominal u. real.

 

Bei Inflation dürften idR Einkommen als auch Güter steigen. Real dürfte man zukünftig bei repräsentativen Produkten / Warenkörben nicht mehr bekommen als heute - da diese teurer werden.

 

D.h. wenn man spart u. Investitionen in die Zukunft verschiebt - sollte das angelegte Geld zumindest die Inflation erwirtschaften - um zukünftig auch die gleiche Kaufkraft zu haben.

 

 

EDIT: Wenn deine Theorie funktionieren würde wäre das eine Traumvorstellung - man bekäme immer mehr für sein Geld - in der Praxis sieht das leider anders aus.

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Delphin

Guten Tag.

 

Auf der einen Seite heißt es ja, dass durch die Inflation die Kaufkraft sinkt.

 

Aber auf der anderen steht der Verbrauchertip: Kaufe später, dann bekommst du mehr für dein Geld.

 

Zum Beispiel musste man in den 60ern einen halben Monatslohn für einen Fernseher ausgeben, und heute für einen mit dem damaligen verglichen viel besseren nur noch 1/10tel.

 

Wie passt das jetzt zusammen?

Recht einfach: einige Dinge werden tatsächlich billiger, aber die überwiegende Mehrheit der Sachen und Dienstleistungen, die Verbraucher üblicherweise so kaufen, werden teurer. Im Durchschnitt steigen also die Preise meist.

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Kristof
· bearbeitet von Kristof

Verstanden. Ich habe also einfach ein zu kleines Marktsegment im Blick gehabt. :blushing:

 

Wenn es heißt: "Verbraucherpreisindex ist um 2% gestiegen."

Darf man dann sagen wir 0.25% für den statistischen "Fernseher", den sich jeder im Jahr kauft ,abziehen, oder sind im "Verbraucherpreisindex" technische Produkte schon eingepreist?

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XYZ99

....

Zum Beispiel musste man in den 60ern einen halben Monatslohn für einen Fernseher ausgeben, und heute für einen mit dem damaligen verglichen viel besseren nur noch 1/10tel.

...

Das hat nichts mit Inflation zu tun, sondern mit dem Fortschritt bzw. der Verbesserung technischer Prozesse, gestiegener Produktion, etc. etc.

 

Zur Berechnung der amerikanischen "Inflationsrate" CPI wird hier aber ein sogenannter "hedonischer Deflator" abgeleitet, insofern fliessen technische Neuerungen tatsächlich in die statitische Berechnung von Inflation, bzw. Teuerung ein. Wenn du das jetzt unverständlich und unsinnig findest, dann hast du mitgedacht :lol:

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Chemstudent

Das hat nichts mit Inflation zu tun, sondern mit dem Fortschritt bzw. der Verbesserung technischer Prozesse, gestiegener Produktion, etc. etc.

Richtig. Oder Kurz: Gestiegene Produktivität. ;)

Wenn du das jetzt unverständlich und unsinnig findest, dann hast du mitgedacht :lol:

:thumbsup:

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Kristof
· bearbeitet von Kristof

Auf der einen Seite steigende Inflation, auf der anderen steigene Produktivität.

 

Sieht doch schon besser aus, die Rechnung.

 

1000 Dank. Der Zusammenhang war es, den ich mir unbewusst noch verdeutlichen wollte. :)

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Maikel
Wenn deine Theorie funktionieren würde wäre das eine Traumvorstellung - man bekäme immer mehr für sein Geld -

Nein, leider nicht. Das wäre das Horror-Szenario einer Deflation. Wenn alle nur darauf warten, daß die Sachen billiger werden, und keiner etwas kauft, bricht die Wirtschaft zusammen.

 

Gruß, Michael

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