Zum Inhalt springen
onkelsteffen

Hilfe bei Altersvorsorge für Schwester gesucht

Empfohlene Beiträge

onkelsteffen

Hallo, meine Schwseter hat mich darum gebeten, ihr bei der Planung einer Altersvorsorge behilflich zu sein und ich hoffe hier ein paar Tipps zu erhalten.

Also meine Schwester ist 39 Jahre, arbeitet seit dem 1.12.09 wieder in Festanstellung, lebt in einer eheähnlichen Gemeinschaft, leidet unter dem Asperger Syndrom und zählt dadurch als 50% schwerbeschädigt.

Ihr Vermögen beläuft sich auf ca 8000 Euro Cominvest Fondak (WKN 847101) und ca 5000 Euro auf einem Tagesgeldkonto. Erfahrungen in Geldanlagen hat sie eher nicht. Altersvorsorge hat sie bisher keine, eine BU ist wegen ihrer Krankheit praktisch unmöglich.

Nun habe ich die Idee eines Riesterfondssparplanes gehabt. Durch ihre jahrelange Krankheit und Abwesenheit vom Arbeitsmarkt kommt wohl ein geförderter Riestervertrag nicht infrage. Schließlich wird sie als Rentner(in) unter die Grundsicherung fallen und da wird wohl das Riestervermögen aus geförderten Verträgen auf die Rente angerechnet. Wie ist es aber bei ungeförderten Riesterverträgen??? Hier ist meines Wissens nach erstens eine Komplettauszahlung nach der Ansparphase möglich, zweitens hat sie 100% Kapitalgarantie wie im geförderten Riestervertrag.

Ich würde nun gern wissen, ob so eine Idee gut ist oder ihr andere Vorschläge für eine Altersvorsorge habt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Granini

Hallo, bisschen dürftige Angaben für einen Rat.

Aber ob Riester jetzt verrentet wird oder nicht ist für die Grundsicherung egal, da wird jedes Vermögen erst einmal herangezogen.

Ich kenne mich mit dem medizinischen Hintergrund nicht aus, wird sie denn in der Lage sein, bis zum Rentenbeginn zu arbeiten?

Dann muss sie ja nicht unbedingt unter der Grundsicherung landen. (zumal ich nicht darauf bauen würde, dass diese in 20-25 Jahren sehr hoch sein wird)

 

Gibt es vielleicht noch Chancen, eine Pflegeversicherung zu bekommen? Das könnte sinnvoll sein, kann ich aber nicht beurteilen.

 

Ansonsten, hört sich hart an, aber: falls ihre Lebenserwartung durch die Krankheit geringer wird, macht es natürlich wenig Sinn eine Riester-Rente (oder eine andere Rente) abzuschließen.

 

DWS ungefördert wäre eine Möglichkeit, oder ein paar "normale" Fondssparpläne, dazu findest du ja hier im Forum genug Infos.

Wie gesagt, auf die Grundsicherung wird aber alles angerechnet.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
onkelsteffen

Hallo, bisschen dürftige Angaben für einen Rat.

Aber ob Riester jetzt verrentet wird oder nicht ist für die Grundsicherung egal, da wird jedes Vermögen erst einmal herangezogen.

Ich kenne mich mit dem medizinischen Hintergrund nicht aus, wird sie denn in der Lage sein, bis zum Rentenbeginn zu arbeiten?

Dann muss sie ja nicht unbedingt unter der Grundsicherung landen. (zumal ich nicht darauf bauen würde, dass diese in 20-25 Jahren sehr hoch sein wird)

 

Gibt es vielleicht noch Chancen, eine Pflegeversicherung zu bekommen? Das könnte sinnvoll sein, kann ich aber nicht beurteilen.

 

Ansonsten, hört sich hart an, aber: falls ihre Lebenserwartung durch die Krankheit geringer wird, macht es natürlich wenig Sinn eine Riester-Rente (oder eine andere Rente) abzuschließen.

 

DWS ungefördert wäre eine Möglichkeit, oder ein paar "normale" Fondssparpläne, dazu findest du ja hier im Forum genug Infos.

Wie gesagt, auf die Grundsicherung wird aber alles angerechnet.

 

Das alles Guthaben auf die Grundsicherung angerechnet wird, habe ich noch gar nicht beachtet. Mir geht es in erster Linie darum, ihr eine sinnvolle Altersvorsorge zu empfehlen und da fiel mir eben ein Riestervertrag ein.

Eine verkürzte Lebenserwartung hat sie wegen ihrer Krankheit nicht. Und da sie bisher höchstens 10 Jahre gearbeitet hat, fällt sie mit ihrem Verdienst definitiv unter die Grundsicherung. Zudem denke ich, das sie sicher nicht 20-25 Jahre ohne Unterbrechung arbeiten wird.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Granini
· bearbeitet von Granini

Okay, dass sie keine verkürzte Lebenserwartung hat ist doch mal was Positives!

 

 

Die Sache ist halt schwierig zu beurteilen, wenn man nicht weiß ob sie arbeiten wird oder nicht.

Es reicht jedenfalls, nur einen Monat im Jahr zu arbeiten, dann gibt es bereits die volle Förderung. Auch bei ALGII bekommt man die.

 

Falls sie dann aber jahrelang nicht arbeiten gehen sollte, wird sie Probleme haben die Beiträge zu zahlen und das ist nicht so gut.

 

Wenn das mit dem Arbeiten gehen wirklich so unsicher ist, dann wäre wohl eine flexible Anlage besser, eben wie ein Fondssparplan oder von mir aus DWS ungefördert. Da kann man jederzeit mit den Zahlungen aussetzen ohne dass das irgendwelche Nachteile hätte.

Ebenso denkbar wäre eine Riester-Rente (fast) ohne Kosten, so wie ein rabattierter DWS Sparplan oder ein Riester-Banksparplan. Eine klassische Versicherung wäre hier schlecht, da eine längere Beitragspause dann ein Problem wäre. (wegen der zuviel bezahlten Abschlusskosten und den laufenden Verwaltungskosten).

 

Insofern finde ich deine ursprünglichen Überlegungen also schon ganz gut. :thumbsup:

 

Grundsätzlich sind wohl zwei verschiedene Herangehensweisen denkbar: entweder das Geld ausgeben und was davon haben oder ne ganze Menge wegsparen um zumindest spürbar über die Grundsicherung zu kommen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
supertobs

Ich denke schon ein geförderter Riestervertrag ist hier anzuraten. Geht man von einer weiteren Erbwerbsbiographie mit Unterbrechungen aus, u.U. sogar mit Hartz IV, dann wären diese Ersparnisse geschützt. Spart sie frei, müsste das Geld vor Grundsicherung versteckt werden. Das wäre dann astreiner Sozialbetrug. Man sollte mehr die Hoffnung haben, doch noch eine eigene gesetzliche Rente zumindest über Grundsicherungsniveau zu erreichen. Dazu fehlen Angaben: Wieviel hat Sie denn heute schon (Renteninformation) nach 10 Jahren Erwerbsbiographie. Wieviel würde sie denn noch erarbeiten wenn sie z.B. 2/3 der verbleibenden Zeit so verdient wie heute?

 

Riester als eindeutiges Instrument für die Altersvorsorge finde ich hier also nicht schlecht. Die andere Frage ist das freie Vermögen. Hier sollte eine Balance sein um bei Niedrigeinkommenphasen einen Puffer zu haben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
onkelsteffen

Ich denke schon ein geförderter Riestervertrag ist hier anzuraten. Geht man von einer weiteren Erbwerbsbiographie mit Unterbrechungen aus, u.U. sogar mit Hartz IV, dann wären diese Ersparnisse geschützt. Spart sie frei, müsste das Geld vor Grundsicherung versteckt werden. Das wäre dann astreiner Sozialbetrug. Man sollte mehr die Hoffnung haben, doch noch eine eigene gesetzliche Rente zumindest über Grundsicherungsniveau zu erreichen. Dazu fehlen Angaben: Wieviel hat Sie denn heute schon (Renteninformation) nach 10 Jahren Erwerbsbiographie. Wieviel würde sie denn noch erarbeiten wenn sie z.B. 2/3 der verbleibenden Zeit so verdient wie heute?

 

Riester als eindeutiges Instrument für die Altersvorsorge finde ich hier also nicht schlecht. Die andere Frage ist das freie Vermögen. Hier sollte eine Balance sein um bei Niedrigeinkommenphasen einen Puffer zu haben.

 

Ich selber bin auch für einen geförderten Riestervertrag, da ich nicht auf die Grundsicherung angewiesen sein wollte, nur kann ich die Gedankengänge meiner Schwester nicht immer ganz nachvollziehen. Das liegt auch an ihrer Krankheit. Wieviel sie bisher Rentenansprüche hat, weis ich nicht. Sie ist hier grad über Weihnachten und Silvester und wir haben somit keinen Zugriff auf ihre Daten. Ich werde das aber nachholen. Soweit ich mich erinnern kann, hat sie in den 90ern meist um die 1000 DM Netto verdient, war zwischendurch immer wieder arbeitslos und krank. Seit 8 Jahren wohnt sie in der Nähe von München und war die meiste Zeit krank und ohne Arbeit. Seitdem man ihre Krankheit vor 2 Jahren erkannt hat und sie therapiert wird, geht es deutlich aufwärts und sie arbeitet jetzt für ca.1400 Euro Brutto. Ich denke, das so eine Biografie und Verdienst nur zur Grundsicherung reichen wird.

Gibt es eigentlich in den Weiten des www einen vernünftigen Rentenrechner?

@Granini: An einen Riesterbanksparplan habe ich auch gedacht. Ist eben ein einfaches und günstiges Produkt. Versicherungen schließe ich wegen der Kosten aus.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Masterlee

Ich würde an deiner Stelle bei deiner Schwester auch über die Grundsicherung gehen, und zwar

 

1. Hole dir Infos von der Deutschen Rentenversicherung

2. Es gibt Rentenberater von der Deutschen Rentenversicherung, lasst euch bei so einem beraten

3. Versucht festzustellen, ob deine Schwester Zeiten in der Vergangenheit hat, wo Ihr nachzahlen könnt.

 

Ich z.B. habe so eine Zeit, wegen Abitur bzw. zwischen Abitur und Studium. Diese beträgt bei mir genau 1 Jahr. Ich habe erfahren, wozu diese Nachzahlung gut sein soll. Und zwar kann ich für diese Zeit in der Vergangenheit den Rentenbeitrag nachzahlen. Aber ich glaube (bin mir nicht sicher) bis zu meinem 40. Lebensjahr. Wozu ? und Wie ?

Wozu ? Falls ich bzw. deine Schwester erwerbsunfähig sein sollte, erhöht diese Nachzahlung den Rentenfaktor um ein Vielfaches.

 

Wie ? Ich hatte mich in einem Forum der Deutschen Rentenversicherung vor eingen Jahren beraten lassen von so einem Rentenexperten. Er meinte falls ich voraussehen kann (z.B. Schwerbehinderung = Erwerbsunfähigkeit), sollte ich bis zum 40. Lebensjahr dises Nachzahlung definitiv vornehmen und zwar mit dem MAXIMALBETRAG. Damals war das so um die 12-13 Tsd. Euro (für ein ganzes Jahr = also monatlich um die 1000 Euro). Er meinte sogar, wenn ich diesen Betrag nicht aufbringen kann soll ich sogar ein Kredit nehmen und diesen Betrag nachzahlen und danach Erwerbsunfähigkeit beantragen: .Die Nachzahlung bei mir welche auf das 16 -17. Lebensjahr zurückgeht, erhöht enorm den Rentenwert in der Zukunft.

 

 

Informiere dich unbedingt ob Sie solche zeiten hat.

Auf der anderen Seite informiert euch ob Sie Anspruch auf einen Höheren Grad der Behinderung habt, evtl auf Merkzeichen !

Mit 50% wird Sie es sehr schwer haben in Rente zu gehen, auch wenn diese Erwerbsunfähigkeitsrente ist.

 

Beste Grüsse und gute Besserung für deine Schwester.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
onkelsteffen

Ich würde an deiner Stelle bei deiner Schwester auch über die Grundsicherung gehen, und zwar

 

1. Hole dir Infos von der Deutschen Rentenversicherung

2. Es gibt Rentenberater von der Deutschen Rentenversicherung, lasst euch bei so einem beraten

3. Versucht festzustellen, ob deine Schwester Zeiten in der Vergangenheit hat, wo Ihr nachzahlen könnt.

 

Ich z.B. habe so eine Zeit, wegen Abitur bzw. zwischen Abitur und Studium. Diese beträgt bei mir genau 1 Jahr. Ich habe erfahren, wozu diese Nachzahlung gut sein soll. Und zwar kann ich für diese Zeit in der Vergangenheit den Rentenbeitrag nachzahlen. Aber ich glaube (bin mir nicht sicher) bis zu meinem 40. Lebensjahr. Wozu ? und Wie ?

Wozu ? Falls ich bzw. deine Schwester erwerbsunfähig sein sollte, erhöht diese Nachzahlung den Rentenfaktor um ein Vielfaches.

 

Wie ? Ich hatte mich in einem Forum der Deutschen Rentenversicherung vor eingen Jahren beraten lassen von so einem Rentenexperten. Er meinte falls ich voraussehen kann (z.B. Schwerbehinderung = Erwerbsunfähigkeit), sollte ich bis zum 40. Lebensjahr dises Nachzahlung definitiv vornehmen und zwar mit dem MAXIMALBETRAG. Damals war das so um die 12-13 Tsd. Euro (für ein ganzes Jahr = also monatlich um die 1000 Euro). Er meinte sogar, wenn ich diesen Betrag nicht aufbringen kann soll ich sogar ein Kredit nehmen und diesen Betrag nachzahlen und danach Erwerbsunfähigkeit beantragen: .Die Nachzahlung bei mir welche auf das 16 -17. Lebensjahr zurückgeht, erhöht enorm den Rentenwert in der Zukunft.

 

 

Informiere dich unbedingt ob Sie solche zeiten hat.

Auf der anderen Seite informiert euch ob Sie Anspruch auf einen Höheren Grad der Behinderung habt, evtl auf Merkzeichen !

Mit 50% wird Sie es sehr schwer haben in Rente zu gehen, auch wenn diese Erwerbsunfähigkeitsrente ist.

 

Beste Grüsse und gute Besserung für deine Schwester.

 

Danke für deine Tipps. Ist doch immer wieder eine Freude, das in diesem Forum gern geholfen wird. Ich werde mit meiner Schwester speziell die Thematik der Nachzahlung aufgreifen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...