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StinkeBär

Welche Anlagen oder Strategien eignen sich für einen Seitwärtsmarkt?

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StinkeBär
· bearbeitet von StinkeBär

Welche Anlagemöglichkeiten oder Strategien gibt es in Seitwärtsmärkten oder -phasen(sog. Tradingrange) Rendite zu erzielen?

(aus reiner Neugier)

 

Bin nur noch selten online, daher vorab - Danke für die Ideen.

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H.B.

Welche Anlagemöglichkeiten oder Strategien gibt es in Seitwärtsmärkten oder -phasen(sog. Tradingrange) Rendite zu erzielen?

 

 

Wie wäre es mit Optionsstrategien?

 

Verbrieft gibt es Discount- und Reverse-Discount-Zertifikate, Aktienanleihen, Call- und Put-Spreads (Capped OS) und Sprint-Zertifikate.

Wählt man die Optionskomponenten klug, hat man recht gute und vor allem risikoavrese Erträge.

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Ramstein

Man kann auch auf Korridor-Bonus-Zertifikate gehen. Beispiel:

 

DE0008469008 Sal. Oppenheim

Laufzeit bis 17.12.2010

Korridor DAX 3.100 bis 7.200

falls Korridor nicht verletzt wird: 7,6% Rendite (9,13% p.a.)

sonst: liest den Prospekt

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StinkeBär

Man kann auch auf Korridor-Bonus-Zertifikate gehen. Beispiel:

 

DE0008469008 Sal. Oppenheim

Laufzeit bis 17.12.2010

Korridor DAX 3.100 bis 7.200

falls Korridor nicht verletzt wird: 7,6% Rendite (9,13% p.a.)

sonst: liest den Prospekt

 

Ja Korridor-Bonus-Zertifikate scheinen recht optimal für den Otto-Normal-Verbraucher zu sein, wobei aufgrund der komplizierten Konstruktion sicherlich ne Menge Marge versteckt wird.

Doch selber machen mit optionen ist wohl eher was für sehr erfahrene Profis.

 

Gibt auch clickoptionen in der Variante Tunnel für kurzfristige und riskante Spekulationen.

 

Mit Box-Option bei einigen CFD Anbietern lassen sich auch individuelle Schwellen und Zeiträume erstellen.

 

Denke auch, dass Stillhaltergeschäfte (Schreiben von Kauf und Verkaufsoptionen) eine Möglichkeit bieten um einen Zeitwertgewinn zu erzielen.

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Bärenbulle
· bearbeitet von Bärenbulle

Vielleicht wäre ja ein Reverse Bonus Capped auf Dax oder ähnliches was für Dich. Hat Otto hier mal als Vorschlag im Kontext "Seitwärtsmarkt" geposted (http://www.wertpapie...post__p__544268).

 

Zunächst müßte man auch mal definieren was ein Seitwärtsmarkt ist bzw. woran man ihn erkennt. Ich nehme an Du beziehst Dich auf den Aktienmarkt, oder? Wichtig wäre auch die Anlagedauer, um die Frage zu beurteilen.

 

Ich persönlich bin kein Freund von Reverse Caped Bonus oder Optionsstrategien, Zertifikaten-Schnick-Schnack. Eher wäre für mich die Frage relevant, wo wir uns derzeit im Wirtschaft- und Zinszyklus befinden und welche Assetklasse man am besten zur Zeit kauft. Aber gerade diese Frage ist in der Tat besonders knifflig. Denkt man in einem Ein- bis 3 Jahreshorizont, dann befinden wir uns derzeit wirtschaftlich in der Recovery und kurz vor ersten Zinserhöhungen. Derzeit steigen noch alle Assetklassen (d.h. Bonds, Aktien, Rohstoffe & Gold, Immobilien, Cash).

 

Läuft es nach volkswirtschaftlichem Lehrbuch ab, dann sollten mit dem ersten Zinsschritt zuerst die Bonds toppen und mit dem Sinkflug beginnen, sobald die Zinsen angehoben werden. Die sollte man also meiden, vor allem die mit langen Laufzeiten.

Aktien haben mMn noch ein vernünftiges Chancen Risikenverhältnis, aber sie haben den größten Teil der Erholung hinter sich und sind nun leider nicht mehr unterbewertet. Eine Seitwärtsbewegung im Aktienmarkt halte ich auch für wahrscheinlich, zumal das Sommerloch näher rückt. Ausserdem habe ich persönlich eine viel zu hohe Aktienquote, weshalb ich nicht unbedingt noch mehr kaufen will.

Rohstoffe verhalten sich invers zu Bonds und haben zumindest historisch in steigenden Zinsphasen deutlich positivere Renditen erzielt, gegenüber sinkenden Zinsphasen, wo die Renditen im Durchschnitt schlechter als null waren. Man könnte also einsteigen, es ist aber ggf. doch noch etwas zu früh. Rohstoffe zeigen oft erst in der späten Wirtschaftsexpansion wenn die Inflation anzieht wirklich positive Renditen. Hier sollte man doch noch 3-12 Monate warten, mindestens bis zum ersten signifikanten Zinsschritt von EZB und FED. Auch sind die Forwardkurven noch überwiegend im Contango. Gehen Sie stärker in Backwardation wirds spannend.

Immobilien find ich schwer zu durchschauen. Die Bewertungen von offen Immobilienfonds sind ggf. leicht frisiert und können zu schwachen Renditen führen. Trotzdem dürften die eine geringeres Risiko besitzen als REITS. REITS könnten aber durchaus noch länger nach oben laufen, bis sich ein signifikanter Crash am Aktienmarkt abzeichnet. Das (so hoffe ich zumindest) ist aber erst wahrscheinlich, wenn sich eine negative Zinsstrukturkurve zeigt, wovon wir noch weit entfernt sind.

Ist man risikoavers und will unbedingt Risiken vermeiden drängen sich fast Cash, Kurzläufer oder ähnliches auf. Cash oder Kurzläufer haben aber zz. aber extrem geringe Renditen (zumindest vor Inflation), was sich erst ändern wird, wenn die Leitzinsen wieder hoch sind. Will man also die Rendite steigern, könnte daher der dbx-Currency-ETF mit den drei Bestandteilen (CarryTrade, PPP, Trendfolge) auch ein Depot stabilisieren und trotzdem etwas mehr Rendite als Cash abwerfen.

 

 

Fazit:

 

Ich neige zur Zeit zu Aktien und REITS wenn man Risiken gehen will. Bald dürften Commodities dazukommen und vielleicht sogar das besten Chancen-Risikoprofil haben.

 

Will man Risiken vermeiden bzw. das Depot stabilisieren, so ist der Currency ETF oder ein offener Immobilienfonds als Beimischung vielleicht die beste Alternative zu Cash oder Kurzläufern.

 

Unbedingt meiden würde ich Langläufer, Hedgefonds und Gold, sowie eigentlich auch Cash. Unternehmensanleihen und EMLE würde ich zumindest nicht aufstocken und höchstens halten.

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€-man

Ein Problem sollte man m. E. allerdings nicht übersehen. Bärenbulle, Deine Ausführungen sind relativ richtig, aber ein, bzw. mehrere außergewöhnliche Ereignisse würden alles über den Haufen werfen.

 

Da dies immer so ist, stellt dies auch keine neue Erkenntnis dar. Wir haben aber leider das Pech, wieder (noch) mitten in einem Zustand von Ereignissen zu stehen, die auch außergewöhnlich werden können. Zu sorglos auf die normalen Zyklen zu vertrauen, könnte sich als Trugschluss erweisen.

 

Ich möchte hier keinesfalls als Untergangsprophet gesehen werden. Solange sich aber die Lage nicht nachhaltig entspannt, werde ich den "normalen" Investitionszyklen wenig Gehör schenken.

 

 

Gruß

-man

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StinkeBär

Der Inline-Optionsschein(exotische Optionsschein) spielt seine Stärken aus, wenn Märkte zu einer gewissen Müdigkeit neigen und entsprechend ereignislos seitwärts tendieren. Seine Funktionsweise ist recht einfach. Er zahlt bei Fälligkeit einen fest definierten Betrag(meist 10 ) aus, wenn sich der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit niemals außerhalb eines bestimmten Korridors bewegt. Wird aber die Ober- oder die Untergrenze durchbrochen, so verfällt dieser Schein sofort wertlos.

Ist sehr spekulativ und eher für kürzere Tradingrangespekulationen geeignet.

 

Allgemein gilt:

Ein Ansteigen der Volatilität bewirkt im Regelfall, dass sich der Wert des Derivats(Seitwärtswettkonstrukt) vermindert.

Steigt die Volatilität an, so kommt es zu größeren Ausschlägen und damit wird es auch wahrscheinlicher, dass der Schein seinen Höchstbetrag nicht auszahlt, der Wert des Seitwärtswettkonstrukts somit sinkt.

 

Je stärker sich die Laufzeit dem Ende entgegenneigt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Höchstbetrag ausgezahlt wird somit steigt also der Wert des Inline-Optionsscheins mit einer sich vermindernden Restlaufzeit.

 

Tendenziell steigt der Wert eines solchen Konstrukts an, je weiter sich der Basiswert in Richtung der Mitte des jeweiligen Korridors bewegt. Auch hier liegt der Grund in der gestiegenen Wahrscheinlichkeit, dass der Korridor nicht verletzt wird und damit das Derivat seinen Höchstbetrag auszahlt.

 

 

Fazit:

Die erwähnten Seitwärtswettkonstrukte ermöglichen es dem Anleger, von einer sich vermindernden Restlaufzeit zu profitieren, er erfährt damit einen Zeitwertgewinn. So eignet sich dieser Konstrukte auch als Stillhalteposition, solange nichts passiert im Basiswert, wird sein Wert immer weiter ansteigen.

 

Anmerkung:

Gab früher mal im Netz auch die Formeln für die Berechnung solcher Konstruktionen, aber mittlerweile kaum noch auffindbar, warum wohl die Wettanbieter nur so spärlich bei der Transparenz sind :- , auf jedenfall kann man bei gegebener Vola genau die Gewinnwahrscheinlichkeit berechnen.

 

Im Grunde genommen sind die angebotenen Wetten nicht zu ungunsten des Anbieters gepreist, um es vorsichtig zu formulieren, trotzdem sind - wie Ramstein sein Beispiel zeigt - bei geringer Vola verlockende Wetten im Angebot, die ich schon als Anlagemöglichkeit ansehe.

 

Alles auf long oder short zu setzen kann ev. noch riskanter sein, manchmal hat man eher eine Einschätzung in welcher Range sich ein Wert bewegt als zu sagen, ob er in dem Zeitraum steigt.

 

Bei mir ist es so, dass wegen der Abgeltungssteuer genug Risiko long investiert ist, so dass der Blick sich auch mal auf Alternativen wie Seitwärtswetten richtet.

 

Ich habe bewusst die zeitliche Dimension für den Seitwärtsmarkt offen gelassen.

 

Denke mal, dass die ganzen Konstrukte genannt worden, danke für die Teilnahme... :thumbsup:

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Bärenbulle

Im Grunde genommen sind die angebotenen Wetten nicht zu ungunsten des Anbieters gepreist, um es vorsichtig zu formulieren, ...

 

So sehe ich das auch. Meine Meinung: Ohne Mathematikstudium und einem genauen Durchrechnen inkl. Formel aus dem Verkaufsprospekt sollte man das auf keinen Fall machen. Wenn man das ganze Geschichte genau durchgerechnet hat, würde man vermutlich sowieso entsetzt angesichts der traurigen Wahrheit die Finger davonlassen, da der Anbieter mit Sicherheit nichts zu verschenken hat.

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pauku1
· bearbeitet von pauku1

Man kann auch auf Korridor-Bonus-Zertifikate gehen. Beispiel:

 

DE0008469008 Sal. Oppenheim

Laufzeit bis 17.12.2010

Korridor DAX 3.100 bis 7.200

falls Korridor nicht verletzt wird: 7,6% Rendite (9,13% p.a.)

sonst: liest den Prospekt

 

Die Isin DE0008469008 ist der Dax, und kein Zerti von SalOp.

 

Vermutlich ist die wkn SL1CLG gemeint...

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XYZ99

Auch in einem "Seitswärtsmarkt" gibt es Volatilität. Es soll eine 5 % Streuung um den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt geben, die Seitwärtsphasen nach Crashs charakterisieren.... Las ich gerade beim

 

Contrary Investor: The 5% Solution?

 

Finde ich ziemlich genial, hat mich überzeugt.

Wer danach seine Fahne hängt, hat eine gute & bewährte Strategie, die weitgehend unbekannt sein dürfte (man kann damit profitabel "normale" Aktien traden und brauch diesen ganzen Optionsschein-Müll nicht).

Natürlich kann diesmal auch alles anders sein.... ;)

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oder
· bearbeitet von oder

für seitwärts-/rangemärkte keinesfalls korridordinger nehmen. 1 ultrakurzer ausrutscher aus der range und aus is.

 

ähnliche rendite aber sicherer und mit zusatzbuffer is mit bonus- und reversebonus zertis zu machen. "oben" kauft man ein rev.bonus und "unten" ein bonusdings.

auch mit discounts kann man arbeiten.

aber von diesen alles oder nixdingern rate ich normalanlegern dringend ab.

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