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Gerald1502

Risikovorsorge (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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Der Heini
Am 7.3.2026 um 19:38 von satgar:
Zitat

Im Jahr 2035 müssten Pflegeheimbewohner bereits monatliche Gesamteigenanteile von 5.900 Euro aus eigener Tasche zahlen (Bemerkung: ohne Leistungszuschläge).

:wacko: Auch mit Leistungszuschlägen wäre das selbst für gut betuchte Pensionäre/Renter nicht mehr finanzierbar. 

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poipoi
vor 2 Stunden von Der Heini:

:wacko: Auch mit Leistungszuschlägen wäre das selbst für gut betuchte Pensionäre/Renter nicht mehr finanzierbar. 

 Sind die 5900 Euro Inflationsbereinigt?

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Sapine

Wenn ich es richtig verstehe, geht es um eine Rechnung, wenn die Leistungszuschläge wegfallen würden. Die 5.900 Euro sind der Gesamteigenanteil (vor Abzug der Zuschüsse). Von Inflationsbereinigung steht da nichts, alles andere macht aber schlicht keinen Sinn. 

Zitat

Ohne diese Zuschläge läge die Zahl der Pflegeheimbewohner, die Sozialhilfe benötigen, schon heute bei 45 Prozent, rechnet der Forscher vor. Bis zum Jahr 2032 würde sie auf über 50 Prozent steigen. Im Jahr 2035 müssten Pflegeheimbewohner bereits monatliche Gesamteigenanteile von 5.900 Euro aus eigener Tasche zahlen (diskontierter Wert).

 

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Der Heini
vor 6 Minuten von Sapine:

Wenn ich es richtig verstehe, geht es um eine Rechnung, wenn die Leistungszuschläge wegfallen würden. Die 5.900 Euro sind der Gesamteigenanteil (vor Abzug der Zuschüsse). Von Inflationsbereinigung steht da nichts, alles andere macht aber schlicht keinen Sinn.

Eventuell (ich weiß es aber nicht) wird unter diskontiertem Wert die Inflationsbereinigung verstanden. 

Was meinst du mit "vor Abzug der Zuschüsse"? Da gibt es doch nur den Leistungszuschlag. 

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Schlumich

Der Eigenanteil für den Patienten in normalen (!) Pflegeheimen liegt bei PG >=2 in Deutschland je nach Bundesland zwischen ca. 2.800€ und 3.400€. Immer noch viel Geld für Lieschen Müller, aber keine 5.900€!

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 36 Minuten von Schlumich:

Der Eigenanteil für den Patienten in normalen (!) Pflegeheimen liegt bei PG >=2 in Deutschland je nach Bundesland zwischen ca. 2.800€ und 3.400€. Immer noch viel Geld für Lieschen Müller, aber keine 5.900€!

Hier (seit 05/2025) 4.350 (bis 12 Monate), 2790 (> 36 Monate).

Die 5900 waren für 2035.

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Schlumich

Stimmt - die 2035 habe ich übersehen... 

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Barqu
14 minutes ago, satgar said:

Abschaffung der beitragsfreien mitversicherung von Ehegatten steht im Raum: https://www.n-tv.de/politik/Kostenlose-Krankenversicherung-fuer-Ehepartner-koennte-kippen-id30500918.html

Das klingt sehr sinnvoll. Mit schulpflichtigen Kindern (oder ganz ohne) und ohne Pflegeaufgaben gibt es eigentlich keinen Grund, warum die Allgemeinheit für die Gesundheit und Pflege bezahlen soll. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 23 Minuten von Barqu:

Das klingt sehr sinnvoll. Mit schulpflichtigen Kindern (oder ganz ohne) und ohne Pflegeaufgaben gibt es eigentlich keinen Grund, warum die Allgemeinheit für die Gesundheit und Pflege bezahlen soll. 

Man könnte auch sogar noch weiter gehen und sagen: wenn jeder Mensch auch ein versicherungstechnisches Risiko bedeutet (also Kosten verursachen wird und kann), wieso sollen dann generell Ehegatten oder gar Kinder beitragsfrei sein? Das wäre im Vergleich zu derzeit das andere Ende der Extreme, also jede Person real beitragspflichtig zu machen. Analog der PKV, wenn man so will. Der öffentlich gewordene Vorschlag, geht (einen ersten Schritt?) in diese Richtung.

 

Familienpolitisch wäre es natürlich eine Katastrophe. Familien die derzeit ihr Haushaltsbudget nach dem Status Quo verplanen, haben mit der Änderung 225 EUR weniger in der Tasche, und das jeden Monat. Das tut schon weh. Gerade bei Personen der unteren Gehaltsgruppen. Aber auch ganz generell. Das sind nicht nur ein paar EUR, das ist mtl. richtig viel Geld.

 

Ich würde das, wenn ich das entscheiden dürfte, übrigens mit einem Beitragssatz für alle machen, aber prozentual an dem Partner aufhängen, der arbeitet. Wenn dieser laut Gehaltsabrechnung jeden Monat 200 EUR an die KV abdrückt, dann möge der bisher kostenlos mitversicherte Gatte 50% davon Beitrag zahlen, und ein Kind 25% . So bleibt es progressiv. Wenn es allerdings einen fixen EUR Satz geben würde, den jeder für seinen Gatten bezahlt, belastet das Geringverdiener wieder deutlich stärker als Gutverdiener. Das könnte mMn gerade nicht die Lösung sein.

 

Mal sehen, was diese Finanzkommission alles vorschlagen wird.

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Bolanger

Anstatt Ausnahmen von der persönlichen Versicherungspflicht zu machen könnte man auch einfach das Kindergeld entsprechend erhöhen. Das spart den zusätzlichen Verwaltungsaufwand und gibt weiterhin eine Motivation, auch als Elternteil einer Erwerbsarbeit nachzukommen. Die Krankenkassen würden noch mehr entlastet werden und finanzielle Mittel würden dort verbucht, wo sie hingehören.

Vielleicht sollte man unser gesamtes Sozialsystem bzgl. der Querfinanzierungen auf den Prüfstand stellen. Nur so bekommt man einen Überblick, welcher Teil des Sozialsystems wie viel kostet und erwirtschaftet.   

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satgar
vor 8 Minuten von Bolanger:

Anstatt Ausnahmen von der persönlichen Versicherungspflicht zu machen könnte man auch einfach das Kindergeld entsprechend erhöhen. Das spart den zusätzlichen Verwaltungsaufwand und gibt weiterhin eine Motivation, auch als Elternteil einer Erwerbsarbeit nachzukommen. Die Krankenkassen würden noch mehr entlastet werden und finanzielle Mittel würden dort verbucht, wo sie hingehören.

Vielleicht sollte man unser gesamtes Sozialsystem bzgl. der Querfinanzierungen auf den Prüfstand stellen. Nur so bekommt man einen Überblick, welcher Teil des Sozialsystems wie viel kostet und erwirtschaftet.   

Ich habe deine Idee nicht so ganz verstanden. Die KV soll durch eine Reform ja mehr Einnahmen generieren. Wie klappt das mit deiner Idee?

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Grundsätzlich sehe ich so eine Änderung positiv. Die Ausgestaltung ist nicht ganz einfach. Im einen Fall hat man eine gute Betreuungssituation und im anderen Fall wird das schon kritisch mit mehreren Kindern ohne Betreuungsmöglichkeiten. Mit einem Minijob wäre es ja nicht getan. Grundsätzlich würde ich mir mehr Unterstützung für Familien im Sinne von Familie mit Kindern wünschen statt Ehegattensplitting und Familienversicherung für Leute, die das System für eine preisgünstige Versicherung nutzen. Das würde dann auch Alleinerziehende einschließen.

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Bolanger
· bearbeitet von Bolanger
vor 3 Minuten von satgar:

Ich habe deine Idee nicht so ganz verstanden. Die KV soll durch eine Reform ja mehr Einnahmen generieren. Wie klappt das mit deiner Idee?

Jeder muss 200 EUR für die GKV zahlen. egal ob Kind oder nicht erwebstätige Eltern. Pro Kind wird dann das Elterngeld um 200 EUR erhöht. Die GKV bekommt mehr Einnahmen und Vater Staat muss dafür zahlen... er hat dafür ja auch Jahrzehnte lang den GKV versicherunsgfremde Leistungen aufgedrückt.  

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satgar
Gerade eben von Bolanger:

jeder muss 200 EUR für die GKV zahlen. egal ob Kind oder nicht erwebstätige Eltern. Pro Kind wird dann das Elterngeld um 200 EUR erhöht. Die GKV bekomtm mehr Einnahmen und vater Staat muss dafür zahlen... er hat dafür ja auch jahrzehnte lang den GKV versicherunsgfremde Leistungen aufgedrückt.  

Also quasi eine Kopfpauschale für an sich jeden Versicherten? Also auch für Arbeitnehmer? Das wird mit 200 EUR p.p. dann aber nicht reichen.

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Bolanger
vor 8 Minuten von satgar:

Also quasi eine Kopfpauschale für an sich jeden Versicherten? Also auch für Arbeitnehmer? Das wird mit 200 EUR p.p. dann aber nicht reichen.

Nein, keine Kopfpauschale, sondern der heute schon angewandte Mindestbeitrag. Ansonsten eben weiterhin prozentual ans Einkommen gekoppelt.

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CorMaguire
vor 19 Minuten von Bolanger:

Jeder muss 200 EUR für die GKV zahlen. egal ob Kind oder nicht erwebstätige Eltern. Pro Kind wird dann das Elterngeld um 200 EUR erhöht. ...

Warum der Umweg über die Versicherten und nicht gleich den staatlichen Zuschuss anpassen?

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Barqu
1 hour ago, satgar said:

Familien die derzeit ihr Haushaltsbudget nach dem Status Quo verplanen, haben mit der Änderung 225 EUR weniger in der Tasche, und das jeden Monat.

225€ abzgl der Reduzierung des Beitrags des Versicherten. 

Und auch nicht "jeden Monat", sondern " nur" so lange, bis die Person arbeitet. Sicherlich kann man dazu vieles einwenden, einiges auch zu Recht, z. B. dass nicht jeder mal eben so Arbeit finden kann. Aber generell scheint es mir darum zu gehen Menschen, die arbeiten könnten und sich "freiwillig" dagegen entschieden haben, nicht weiterhin auf Kosten der Allgemeinheit bei GKV und PKV zu versichern. 

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howhardgerrard87

Es geht letztendlich doch nur um eintreiben von Steuern. Man darf es nicht direkt beim Namen nennen...

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s1lv3r
vor 15 Stunden von howhardgerrard87:

Es geht letztendlich doch nur um eintreiben von Steuern. Man darf es nicht direkt beim Namen nennen...

Was für Steuern? Sozialabgaben sind keine Steuern.

 

Und ja, die korrekte Semantik ist für die Diskussion durchaus wichtig. Denn Sozialabgaben sind nun einmal zweckgebunden und begründen einen Leistungsanspruch. Daraus ergibt sich halt auch, dass wenn eine Leistung (hier Krankenversicherung) teurer wird und man nicht den eigentlichen Beitragssatz erhöhen möchte, es durchaus Sinn ergeben kann zu diskutieren, ob man stattdessen bisher kostenlose Nutznießer dieser Leistung dazu bringen kann zur Finanzierung etwas beizutragen. (Wobei natürlich der Aspekt nicht außer acht gelassen werden sollte, dass ggf. entstehende soziale Härten zu berücksichtigen sind und abgefedert werden sollten.)

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