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Demokratische Volksrepublik Korea/ oder: NORDKOREA

48 posts in this topic

Posted · Edited by maddin711

was soll denn das jetzt? bleib doch bitte sachlich, lieber webber ;) von kalter krieg hab ich kein wort gesagt und die " stehen da nicht umsonst.

geostrategisch sind china und die usa eben nunmal konkurrenten in ostasien. auch wenn sie wirtschaftlich voneinander abhängig sind.

die beiden koreas sind halt neben taiwan und japan schachfiguren im spiel der großmächte ;) is die einschätzung so falsch?!

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Komisch, dass du letztendlich genau dasselbe geschrieben hast. :shit:

habe aber "neue" informationen. irgendwo auf tagesschau.de glaub ich ...

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Und was sagte dir der unheimliche Weitblick der Volksaufklärung, ich sehe da keine Entspannung, eher im Gegenteil, wenn man den U-Boot Zwischenfall und die Schließung des bilateralen Gewebgebietes heranzieht. Aber vielleicht glaube ich auch einfach weniger als du...

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China hat nur auch langsam keine Lust mehr auf Nordkorea ... gerade wegen Kims Eskapaden ...

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Posted · Edited by Stephan09

Hast du dafür irgendwelche Quellen, außer dass sich das irgendwer wünscht?

Klar geht Kim auf die Nerven, aber lieber der als Millionen von ausgehungerten Nordkoreanern, die in den Norden Chias dringen und dort das ehemage Kerngebiet der KPCh noch weiter bedrängen, das eh' sehr unter der neuen Politik leidet, lieber weiter die USA und Japan ärgern, es gibt die interessante These, dass nicht die Großmächte das Spiel beherrschen, sondern die Amokläufer an der Peripherie, die ihre Bedürfnisse in politisches Kapital umzusetzen wissen

Serbien war der Winner des IWK, hätte sich der Attentäter wahrscheinlich niemals träumen lassen, und dass mit Roosevelt und Dschughaschwili die Peripheriestaaten die Kontrolle üer Europa übernehmen, sie wahrscheinlich auch nicht

Aber immer brav Tagesschau gucken

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Hier werden aber auch die letzten moralischen Hürden über Bord geworfen. Am besten investierst Du direkt ins nordkoreanische Atomprogramm. Wenn sie dann mal eines der von Dir mitproduzierten Produkte "vorbeischicken", ist es zwar zu spät, aber vorher scheint der ein oder andere nicht zu verstehen, dass Geldgier nicht das einzige Anlagekriterium sein darf. Bis es soweit ist leiden Millionen von Koreanern unter der von Dir mitfinanzierten Regierung. Der totale Werteverlust.

 

Was ist das bloß für eine Erziehung?!

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7. Last but not least bin ich auch an kritischen Beiträgen, insbesondere aus humanitären und ethischen Gründen interessiert. Gerade im Hinblick auf Menschenrechte. Ich bin, um mal kurz meinen Zwiespalt zu erklären, hier recht unsicher. Ein verarmtes, totalitär und menschenverachtend geführtes Land überhaupt unterstützen zu können oder wollen... Andererseits habe ich mich mit Stimmen aus Nord- und Südkorea befasst. Eine Wiedervereinigung nach deutschem Beispiel ist ausgeschlossen. Eine Annäherung bis hin zu einer Widervereinigung ist aber, nicht immer ausdrückliches, aber doch erklärtes Ziel. Dies könne aber nach allen Seiten nur geschehen, wenn Nordkorea es schafft wirtschaftlich ein wenig voran zu kommen. Eine wirtschaftliche Entwicklung Nordkoreas soll also in einem Prozess mit einer in der Zukunft liegenden Wiedervereinigung sein. Insofern macht es sogar wieder Sinn, in naher Zukunft über Invests nachzudenken. Schwierige Situation. Wenn man wüsste das mögliche Gelder, in Nordkorea investiert, tatsächlich in den wirtschaftlichen Wiederaufbau fließen und nicht zur Konsumbefriedigung von Parteieliten oder Rüstungen herhalten, wäre mir weitaus wohler.

 

Unter diesen Bedingungen, auch wenns sehr zynisch klingt, wäre es doch vielleicht sogar gerade vertretbar, ein Investment zu tätigen, wenn dadurch eine schnellere Wiedervereinigung erreicht werden kann. In der Hoffnung das dieses totalitäre Regime sich, ebenso wie China, früher oder später, dem freien Handels Willen, öffnen und humaner werden muss.

Hier werden aber auch die letzten moralischen Hürden über Bord geworfen. Am besten investierst Du direkt ins nordkoreanische Atomprogramm. Wenn sie dann mal eines der von Dir mitproduzierten Produkte "vorbeischicken", ist es zwar zu spät, aber vorher scheint der ein oder andere nicht zu verstehen, dass Geldgier nicht das einzige Anlagekriterium sein darf. Bis es soweit ist leiden Millionen von Koreanern unter der von Dir mitfinanzierten Regierung. Der totale Werteverlust.

Danke für den überaus geistreichen Beitrag Imperator. Kurze Frage, bist Du zufällig in China investiert? Oder würdest Du, wie manch anderer deutscher Politiker, die Machthaber in Peking vielleicht auch als "lupenreine Demokraten" bezeichnen??? Als sich vor 20 Jahren das Reich der Mitte geöffnet hat waren die Zustände dort schrecklich, mal abgesehen davon das immer noch Dissidenten gefoltert und die meisten Todesurteile vollstreckt werden. Aber, immerhin muss man China attestieren, dass die wirtschaftliche Öffnung gen Westen in der totalitären Herrschaft zu Mäßigung beigetragen und das Leben vieler Chinesen erträglicher gemacht hat. Mit einiger Begeisterung habe ich daher zur Kenntnis genommen das sogar mittlerweile viele Fabriken wegen den Bedingungen von Arbeitern bestreikt werden. Zur Entwicklung: Ich hoffe Du weißt das ein Streik noch vor 5 Jahren undenkbar gewesen wäre und die "Anführer und Aufhetzer" verurteilt worden wären...

 

Nochmal zu Nordkorea: Ich weiß das Nordkorea eine ganze Ecke schlimmer ist als China! Andererseit nimm bitte auch Du, lieber Imperator, zur Kenntnis, dass es in Südkorea sogar ein Landesministerium mit einem Minister für Wiedervereinigung gibt. Es ist zur Zeit zwar sehr unrealisitsch, aber immerhin bereiten sich die Südkoreaner bereits darauf vor. Ferner führen oder streben bereits Firmen aus Österreich, Großbrittanien, Indien, China und Russland wirtschaftliche Beziehungen an.

 

In meinem Eingangsthread habe ich betont, dass wenn gesichert wäre, dass Investments auch tatsächlich zum wirtschaftlichen Wiederaufbau und zur Befriedigung der Lebenshaltungsinteressen der Bürger eingesetzt werden, ein Einstieg sogar denkenswert wäre. Allerdings nicht, wenn Geld unkontrolliert in die Hände der Machthaber gelangen.

 

Und noch eins. Südkorea erklärt ausdrücklich, dass es eine wirtschaftliche Öffnung seines Landes begrüßt, es fördert und die wirtschaftliche Entwicklung voranbringen will. Dies geschieht sogar auf Minesterialebene. Das ist also die Politik von Nachbarn, von Familienangehörigen die auf der anderen Seite wohnen... Insbesondere hat Südkorea ein Vorbild nach deutscher Wiedervereinigung ausgeschlossen und ein großes Interesse daran, einen langen Weg mithilfe dieses Regimes und wirtschftliche Aufbauhilfen zu gehen...

 

So Imperator, ich hab mir jetzt wirklich Zeit für meinen Beitrag genommen. Mir wäre daran gelegen, wenn Du Beiträge schreibst, mit welchen ich auch etwas anfangen kann, die Probleme wirklich behandeln und die auch eine Begründung und nachvollziehbare Stellungnahme beinhalten. Bei so einem Investment würd ich mich auch nicht so wohlfühlen, die Realitäten lassen aber mE nichts anderes zu... Insbesondere auch, weil Südkorea nur eine solche Option vorsieht.

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meiner meinung nach ist das ein "nebenkriegsschauplatz" im duell der großmächte china usa - nordkorea quasi als unberechenbarer "höllenhund" an chinas kette, der die us-verbündeten südkorea und japan bedroht.

die usa revanchieren sich dafür wiederum mit ihrer taiwan-politik - das land ist ja bestens dank amerikanischen militärberater und waffen auf eine chinesische invasion vorbereitet.

irgendwie müssten chinesen und amerikaner das ganze mal per verhandlungen auflösen...ist wohl nur erstmal leider nicht abzusehen.

 

wasn das fürn blödsinn? kalter krieg ist vorbei und die welt ist komplizierter geworden. nordkorea ist ein notwendiges anhängsel für china ... bitte erst mit IB beschäftigen, bevor man so etwas schreibt ...

Ich fand die Anmerkung von maddin nicht übel. Aber Nebenkriegsschauplatz trifft es nicht, wie ich denke. Man muss Korea als ganzes betrachten. Und da stellt man fest, dass die koreanische Halbinsel seit jeher ein geopolitischer strategischer Schlüsselpunkt in Asien darstellt. Den Chinesen ist zwar an einer Wiedervereinigung gelegen, aber nicht unter den derzeitigen Machtverhältnissen. Hätten die Amis Einfluss auf ganz Korea würde dies die Machtverhältnisse in ganz Asien auf einmal komplett ändern. Da wären dann China, Russland und die Amis über Korea alle an einer Grenze...

 

Das China an einer Wiedervereinigung relativ gelegen ist, merkt man an den dipl. Beziehungen. China und Südkorea haben bessere Beziehungen als zu Nordkorea. Aber die Rolle als einizger Verbündeter wird China noch ausspielen. Sie werden wirtschaftliche Reformanstrengungen in Nordkorea erzwingen, eine langsame Öffnung. In einem zweiten Schritt wird China dann versuchen, sich strategisch die wichtigsten Rohstoffvorkommen in Nordkorea zu sichern, und an denen ist Nordkorea reich. Die Chinesen werden durch die Öffnung aber zunächst versuchen, auch ausl. Investoren ins Land zu holen, umso die eigenen wirtsch. Interessen durchzusetzen. Greift sich China nämlich die Rohstoffe ab, und haben schon viele andere Länder wirtsch. Beziehungen, so erscheinen die wirtsch. Aktivitäten Chinas in Nordkorea legitim...

 

Für diese Strategie spricht die Vermittlerrolle, die China im Atomstreit einnimmt. Die Sechsergespräche zwischen Nord- und Südkorea, Japan, USA, Russland und China hängen ausschließlich von China ab. China lädt ein, China veranstaltet, China vermittelt... China macht sich auf, über die Rolle des allseits geachteten Vermittlers seine eigenen Interessen durch die Hintertür umzusetzen. Und seit der Finanzkrise und der finanzpolitischen Unsicherheiten merkt man, wenn man genau hinsieht, dass China einen geopolitischen Krieg um Rohstoffe führt...

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Posted · Edited by ImperatoM

Danke für den überaus geistreichen Beitrag Imperator. Kurze Frage, bist Du zufällig in China investiert? Oder würdest Du, wie manch anderer deutscher Politiker, die Machthaber in Peking vielleicht auch als "lupenreine Demokraten" bezeichnen???

Mein Nickname lautet nicht "Imperator". Soviel vorweg. Nun zum Thema:

Ich versuche tatsächlich, China-Investments zu vermeiden. Leider kann das nicht ganz gelingen, da z.B. fast alle deutschen Unternehmen dort auch aktiv sind und man so über Umwege beteiligt ist. Aber immerhin versuche ich es. Und ich würde nicht auf die Idee kommen, gezielt in China zu investieren - eben weil China alles andere als eine Demokratie ist. Mit lupenrein hat das nichts zu tun. Es ist auch im entferntesten Sinne keine Demokratie. Daher bin ich ausdrücklich auch gegen China-Investments, allerdings ist die Situation bei Nordkorea noch viel ernster. Dein China-Vergleich läuft jedenfalls bei mir ins Leere.

 

Nochmal zu Nordkorea: Ich weiß das Nordkorea eine ganze Ecke schlimmer ist als China! Andererseit nimm bitte auch Du, lieber Imperator, zur Kenntnis, dass es in Südkorea sogar ein Landesministerium mit einem Minister für Wiedervereinigung gibt.

Wo ist denn hier das Argument? Die BRD strebte ebenfalls die Wiedervereinigung an und hatte einen Minister für gesamtdeutsche Fragen. Dennoch hätte ich damals nie, aber auch wirklich nie in der DDR investiert und damit die Wirtschaft dort gestärkt. Hätten das viele Menschen getan, stünde heute vielleicht die Mauer noch. Die Existenz eines Ministers ist jedenfalls längst keine Antwort auf irgendwelche moralischen Fragen.

 

In meinem Eingangsthread habe ich betont, dass wenn gesichert wäre, dass Investments auch tatsächlich zum wirtschaftlichen Wiederaufbau und zur Befriedigung der Lebenshaltungsinteressen der Bürger eingesetzt werden, ein Einstieg sogar denkenswert wäre. Allerdings nicht, wenn Geld unkontrolliert in die Hände der Machthaber gelangen.

Klar, den Menschen geht es wirtschaftlich besser und die totalitären Machthaber profitieren davon nicht. Das kannst Du nicht ernsthaft für möglich halten.

 

Bei so einem Investment würd ich mich auch nicht so wohlfühlen, die Realitäten lassen aber mE nichts anderes zu... Insbesondere auch, weil Südkorea nur eine solche Option vorsieht.

Doch, die Realität lässt es durchaus zu, nicht in Nordkorea zu investieren. Ich betreibe das seit Jahren ziemlich erfolgreich, ohne auch nur auf die Idee zu kommen. Offenbar ist es tatsächlich möglich, auf ein solches Investment zu verzichten. Die Realität erlaubt es auch Dir.

 

.

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Mein Nickname lautet nicht "Imperator".

Ich versuche tatsächlich, China-Investments zu vermeiden. Daher bin ich ausdrücklich auch gegen China-Investments, allerdings ist die Situation bei Nordkorea noch viel ernster.

 

Nochmal zu Nordkorea: Ich weiß das Nordkorea eine ganze Ecke schlimmer ist als China!

Ja ImperatoM, Imperator hatte gerade so gut gepasst :thumbsup: Das Du China-Investments meidest finde ich löblich und auch konsequent.

 

Das Nordkorea auch um einiges schlimmer ist als China hatte ich ja nun betont- muss ich nicht weiter erläutern.

 

Meine weiteren Gedanken hast Du aber leider heraus geschnitten, bzw. diese Zwickmühle nicht aufgelöst. Mit dem Ministerium wollte ich nur unterstreichen, dass es nachvollziehbar das erklärte Ziel Koreas ist, eine Wiedervereinigung anzustreben.

 

Gut, ich versuche noch einen weiteren Anlauf und möchte gerne Deine Meinung zu dem ganzen hören.

In meinen Augen ist die ganze Geschichte, die um Nordkorea wegen Investments entstehen kann in nächster Zeit, ein zweischneidiges Messer, denn:

 

Einerseits hat Südkorea sich politisch so festgelegt, dass eine Wiedervereinigung nur in Betracht kommen kann, wenn eine wirtschaftliche Annäherung zwischen den Staaten stattfindet. Sprich, entwickelt sich Nordkorea wirtschaftlich nicht weiter, und bleibt die Kluft zwischen diesen beiden Staaten so enorm groß, wird es mittel- und langfristig keine Wiedervereinigung geben. Die Konsequenz daraus ist, dass die Menschen in Nordkorea noch viel länger unter Hunger und Armut leiden werden. Aus diesem Grunde begrüßt Südkorea auch wirtschaftliche Engagements, und geht in zwei abgeschirmten Sonderwirtschaftszonen selbst welche ein. Baut Fabriken in Nordkorea und beschäftigt Nordkoreaner.

 

Andererseits unterstützt man durch wirtschaftliche Engagements natürlich auch indirekt das Regime, trägt zumindest dazu bei, dass dieses sich weiter an der Macht halten kann.

 

So, ich finde wir stehen vor einem Dilemma. Investiert man einerseits, eröffnet man einem Volk vielleicht langfristig die Perspektive einer Wiedervereinigung, lindert so im besten Fall vielleicht Hunger und Armut, da auf diese Weise vielleicht auch eine bessere humanitäre Versorgung der Bevölkerung aus dem Ausland hergestellt werden kann. Schottet man dieses Land dennoch weiter ab, rückt das Ziel einer Wiedervereinigung in noch weitere Ferne, Menschen werden weiter verhungern und in Armut leben. Wie ernst es dem Regime mit einer Wiedervereinigung ist, wage ich jetzt mal zu bezweifeln, aber andererseits ermöglichen Dialoge und wirtschaftliche Zusammenarbeit ja auch, dass humanitäre Hilfsgüter in das Land gelassen werden. Bei einem komplett abgeschotteten Land ist es hingegen sogar nur unter größten Problemen möglich, der Bevölkerung Hilfsgüter zu senden.

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Man müsste man in Erfahrung bringen wie es mit dem Bildungsstand in Nordkorea aussieht. Ich vermute Kathastrophal, alternativ würde auch die indirekte Arbeitslosigkeit Sinn machen.

In puncto Ausbildung und Erfahrung stehen die koreanischen Fachkräfte ihren Kollegen in China und Indien in nichts nach, erklärte Volker Eloesser in einem Interview im Sommer 2008. Gleichzeitig sieht er aber Vorteile gegenüber der hohen Fluktuation bei den Fachkräften in diesen Ländern, welche immer wieder zum Know-How-Abfluss in den Unternehmen führe und eine permanente Gefährdung betrieblicher Geheimnisse darstelle. Eloesser vergleicht die koreanische Mentalität mit der Treue japanischer Angestellter und attestiert den Koreanern einen hohen Grad an Verbundenheit zu ihrem Arbeitgeber.

In puncto Ausbildung scheinen die exzellent zu sein, sogar in Sachen IT produzieren sie Computerspiele mit allem Schnick-Schnack. Zynisch ist allerdings die Aussage des deutschen Chefs in einer Software-Schmiede in Pyöngyang. Eine Abwerbung ist gar nicht möglich, versucht man zu fliehen oder ist illoyal wäre das gar ein Todesurteil.

 

Die Firma ist ein europäisch-nordkoreanisches Joint-Venture seit 2007

 

Quelle

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Man müsste man in Erfahrung bringen wie es mit dem Bildungsstand in Nordkorea aussieht. Ich vermute Kathastrophal, alternativ würde auch die indirekte Arbeitslosigkeit Sinn machen.

In puncto Ausbildung und Erfahrung stehen die koreanischen Fachkräfte ihren Kollegen in China und Indien in nichts nach, erklärte Volker Eloesser in einem Interview im Sommer 2008. Gleichzeitig sieht er aber Vorteile gegenüber der hohen Fluktuation bei den Fachkräften in diesen Ländern, welche immer wieder zum Know-How-Abfluss in den Unternehmen führe und eine permanente Gefährdung betrieblicher Geheimnisse darstelle. Eloesser vergleicht die koreanische Mentalität mit der Treue japanischer Angestellter und attestiert den Koreanern einen hohen Grad an Verbundenheit zu ihrem Arbeitgeber.

In puncto Ausbildung scheinen die exzellent zu sein, sogar in Sachen IT produzieren sie Computerspiele mit allem Schnick-Schnack. Zynisch ist allerdings die Aussage des deutschen Chefs in einer Software-Schmiede in Pyöngyang. Eine Abwerbung ist gar nicht möglich, versucht man zu fliehen oder ist illoyal wäre das gar ein Todesurteil.

 

Die Firma ist ein europäisch-nordkoreanisches Joint-Venture seit 2007

 

Quelle

 

Wobei das nur ein Beispiel ist. Ich kann mir schwerlich vorstellen das die Nordkoreanische Bevölkerung in der breite eine vernünftige Bildung genossen hat. Die Teile der Bevölkerung die dort hungern sicherlich schon mal nicht. Ich mag mich irren aber ich kann mir nicht vorstellen das es dort viele Menschen gibt die eine Ausbildung auf internationalem Niveau haben. Das nächste Problem ist auch in wie weit man Informationen aus dem Land überhaupt glauben schenken kann. Schon die Informationen aus China sollte man sehr kritisch beobachten, aus Nordkorea ist kaum zu sagen ob die Informationen überhaupt was taugen.

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Einerseits hat Südkorea sich politisch so festgelegt, dass eine Wiedervereinigung nur in Betracht kommen kann, wenn eine wirtschaftliche Annäherung zwischen den Staaten stattfindet. Sprich, entwickelt sich Nordkorea wirtschaftlich nicht weiter, und bleibt die Kluft zwischen diesen beiden Staaten so enorm groß, wird es mittel- und langfristig keine Wiedervereinigung geben.

 

Das sehe ich anders. Natürlich hätten Südkoreanische Politiker lieber eine Fusion mit einem bereits aufgebauten Nordkorea als mit einem brachliegenden. Aber würde dort eine Revolution entstehen, würde sich Südkorea im Zuge der nationalen Euphorie sicher nicht einer Vereinigung verweigern. Das lief doch in Deutschland auch nicht anders. Viele West-Politiker forderten eine allmählige Annäherung, aber das war im Volk nicht mehr vermittelbar.

 

Solange das Regime im Norden inanziell funktioniert, wäre das zwar aus südkoreanischer Sicht eine Vereinigung erleichternd - aber aus nordkoreanischer Perspektive schwinden damit die Chancen weiter, da zusätzliche Ressourcen in Repressalien, Überwachung und Folter "investert" werden können.

 

Daran beteilige ich mich nicht. Die Welt bietet genug Chancen auf Rendite, da kann man darauf verzichten, Diktaturen zu unterstützen.

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Deutsche Unternehmer in Nordkorea

Unser Mann in Pjöngjang

In Nordkorea, denkt man, darbt die Wirtschaft. Stimmt! Trotzdem zieht es Unternehmer dorthin - Volker Eloesser aus Deutschland zum Beispiel. Bei uns erzählt er von seinem Leben im Land des Kim Jong-il.

von Anna Lu

ftd.de

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Nach Ökonomen hat die deutsche Wiedervereinigung 1,2 Bio. gekostet. Bei 1,75 Bio. aktuellen Schulden frage ich mich schon ob das hinkommt. Ohne die Wiedervereinigung hätte Deutschland heute eine Verschuldung von gerade mal 500 Mrd. Euro???

Etwa doppelt so teuer, wie die Wiedervereinigung Deutschlands wäre die Vereinigung der beiden koreanischen Staaten. 2,34 Billionen Euro würde eine Vereinigung von Süd- und Nordkorea kosten. Von 20 befragten Ökonomen glaubt dementsprechend keiner an eine Vereinigung von Süd- und Nordkorea in den nächsten fünf Jahren.

 

Eine Vereinigung der beiden koreanischen Staaten dürfte Experten zufolge doppelt so teuer wie die deutsche Einheit werden. Ein Zusammenschluss Nord- und Südkoreas würde nach Berechnungen des koreanischen Wirtschaftsverbandes umgerechnet etwa 2,34 Billionen Euro kosten. Nach der am Dienstag veröffentlichten Studie glaubt zwar keiner der 20 befragten Ökonomen an eine Wiedervereinigung in den kommenden fünf Jahren, allerdings erwartet die Hälfte von ihnen die Einheit binnen zehn bis 20 Jahren.

 

Am teuersten würde der Ausgleich der Lebensstandards. So liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen nach Angaben des südkoreanischen Einigungsministeriums im Süden mit 19.230 Dollar etwa 18 Mal so hoch wie der Verdienst im verarmten Nordkorea. Langfristig würde sich der Zusammenschluss aber rechnen, befanden die Autoren der Studie.

 

Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak hatte im vergangenen Monat eine Wiedervereinigungssteuer vorgeschlagen, um die Kosten der Einheit decken zu können. Süd- und Nordkorea sind nach Ende des Koreakrieges 1953 technisch noch immer im Krieg. Damals war nur eine Waffenruhe beschlossen worden.

 

Die Vereinigung Deutschlands hat nach Schätzung von Wirtschaftswissenschaftlern etwa 1,2 Billionen Euro gekostet.

Focus

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Posted · Edited by dynamind

Naja - wenn die Landschaften in Nordkorea nach der Wiedervereinigung genaus blühen wie hier würde ich nichts investieren ^_^

 

So ein Beitrag kann einen schon ärgern.

 

Hättest mal vor 20 Jahren durch den Osten fahren sollen.

 

Bist Du vom Stamme der "Nimm" ?

Schon ein Weilchen her aber trotzdem noch eine Antwort.

Ich bin tatsächlich vor über 20 Jahren ('89) durch den Osten gefahren und ja, das sah ganz schön marode aus und wir waren erstaunt wie wenig Farbe in den Städten zu sehen war. Jetzt ist dort alles wirklich sauber getüncht, das muss ich natürlich zugeben. Die Tünche ändert aber trotzdem nichts an den strukturellen Problem die der Osten immer noch hat und die er auch so schnell nicht loswerden wird (die Zerschlagung der Industrie, auch um sich potentieller Konkurrenz zu entledigen, durch wurde ja schon angesprochen, dann gibt es noch Landflucht und die damit einhergende Überalterung und, dass die sich entvölkernden Landstriche trotzdem hohe Kosten für die Infrastruktur verursachen. )

Ein Szenario das ich ganz lustig finde und vielleicht eine Lösung bringen könnte wäre, die Holländer und ihre Gemüseindustrie an- bzw umzusiedeln wenn bei denen der letzte Deich durch den Klimawandel überflutet wurde. ;)

Die holländische Vorhut scheint ja auch schon angekommen zu sein...

 

Aber um zu Korea zurückzufinden. Dort gäbe es nach einer Wiedervereinigung ähnliche Probleme. Staatsbetriebe die nicht konkurrieren können (und auch nicht sollen) und eine arme Agragregion neben einer reichen Industrieregion. Fazit: alle qualifizierten Kräfte werden sich nach Südkorea begeben (und die Taschenspieler, Autohändler und Versicherungsvertreter werden sich nach Osten bewegen) man könnte dann auch mit immensem Geldaufwand "blühende Landschaften" errichten und und sich dann über leere Industrieparks und andere unbenutzte Infrastruktur wundern - aber vielleicht sind die Koreaner ja diesbezüglich schlauer oder gehen mit mehr Plan vor.

Aber ich gebe zu - ich überspitze es etwas und bin auch zusehends genervt vom nicht enden wollenden "Soli-Zuschlag" (nein, ich bin leider nicht vom "Stamme Nimm" ;) ) und ich finde es auch schön auf ordentlichen Autobahnen nach Berlin fahren zu können ;)

(bitte beim lesen des Beitrags die Ironiefähigkeit aktivieren B) )

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Posted · Edited by Zinsen

Die DVK ist aber voll am Ende, oder? Sogar die DDR holte 88 in Seoul noch mehr Medaillen als die BRD. Ganz abgesehen davon, dass ein "Feind" (von wegen Waffenstillstand) das Land noch mit Lebensmittelhilfen unterstützt.

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Das Tauwetter scheint erstmal beendet, nun

 

FAZ - sanktionen-gegen-nordkorea-pjoengjang-droht-suedkorea-mit-krieg

 

Interessant darin:

Ein offizielles chinesisches Presseorgan wies den nordkoreanischen Verbündeten am Freitag in einer seltenen Stellungnahme in die Schranken. In einem Leitartikel der Zeitung Global Times hieß es, sollte Nordkorea weitere Atomtests vornehmen, werde Peking nicht zögern, seine Hilfe für das Nachbarland einzuschränken. China stecke in dem Dilemma, dass es keinen möglichen Weg habe, nach einem diplomatischen Gleichgewicht zwischen Nord- und Südkorea, Japan und den Vereinigten Staaten zu suchen.

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Posted · Edited by Superhirn

Eben meldet n-tv. Nordkorea droht USA mit atomarem Erstschlag.

 

Edit: Auch HIER

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Die Herrren in Pjöngjang sind ja gut stunkmässig drauf -

ungefähr wie Alkoholiker, denen man gerade den Zapfhahn zugedreht hat.

FAZ: Ende des Nichtangriffspakts - Südkorea warnt Nordkorea

 

Interessant:

Sämtliche Nichtangriffs-Übereinkommen seien aufgehoben, zitierte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Freitag das staatliche „Komitee zur friedlichen Wiedervereinigung Koreas“. Der Sicherheitsrat hatte sich zuvor von angedrohten Atomschlägen gegen die Vereinigten Staaten nicht beeindrucken lassen und hatte gut drei Wochen nach dem jüngsten Atomtest Nordkoreas einstimmig, also auch mit der Stimme von Nordkoreas langjährigem Verbündeten China, die härtesten Strafmaßnahmen der jüngeren UN-Geschichte verabschiedet.

 

Also auch der chinesischen Regierung geht es langsam zu weit.

 

Auch interessant: die asiatischen Indices sind total unbeeindruckt.

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Business Insider: Rüdinger Frank über die wirtschaftliche Situation Nordkoreas

 

Das Interview gibt eine gute Zusammenfassung über die aktuellen Schwierigkeiten und Zustände des Landes, sowohl aus westlicher Perspektive als auch aus der Sicht Nordkoreas, und die verhinderten Potentiale des Landes.

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Posted · Edited by Sascha.

Aussage von Donald Trump:"Nordkorea wird eine andere Rakete werden - eine wirtschaftliche!"

 

Kann man in Nordkorea überhaupt in irgendeiner Weise investieren?

Um wirtschaftlich vorran kommen und Handel treiben zu können, bräuchten die doch erstmal einen Zugang zum Kapitalmarkt und sowas, oder nicht?

In welche Industrie kann man in Nordkorea momentan investieren?

Gibts da überhaupt irgendwas mit Zugang zum Weltkapitalmarkt?

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