Barqu Dienstag um 22:38 1 hour ago, krett said: Wenn man in Saudi-Arabien in der Wüste ein Rechenzentrum baut und Solarstrom dazu, wird das auch kaum oder vermutlich keine Pacht Kosten. Das Hauptproblem hier ist halt: nichts kann man von der Stange nehmen, alles muss neu entwickelt werden und das nur für diesen Einsatzzweck. Massenproduktion also nicht wirklich vorhanden. Und das Ganze noch in 2-3 Jahren, wie Musk behauptet Wird das dann von xAI entwickelt und von Optimus gebaut? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
YingYang Mittwoch um 14:17 vor 17 Stunden von berliner: Angeblich soll sich das rechnen, weil man Miete für das Grundstück spart und weil Solarstrom im All billiger es. Es wäre eine einfach Übung, vorzurechnen, wieviel das Erreichen des Orbit maximal kosten darf. Da kommt nichts sinnvolles bei raus. Er musste einfach auf die letzten irren Ideen noch eine drauflegen. Nun, so sehr ich es Musk zutrauen würde, dass er als erster auf so eine verrückte Idee kommt. Es war wohl google, die das auch tatsächlich durchgerechnet haben und machen wollen: Google plant für 2027 sein erstes Rechenzentrum im Weltraum Tatsächlich scheint sich das zu rechnen, da man mit PV-Strom im All ein Vielfaches an Strom wie auf der Erde produziert bekommt und man spart sich die aufwendige Kühlung. Man wird sehen... Persönlich bin ich der Meinung, dass Unternehmen, die so etwas veranstalten eine ausreichend hohe Versicherung für alle hierdurch entstandenen Schäden vorweisen müssten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire Mittwoch um 14:32 vor 11 Minuten von YingYang: ...Google plant für 2027 sein erstes Rechenzentrum im Weltraum... Im Artikel dann: * „Wir machen 2027 unseren ersten Schritt. Wir schicken winzige, winzige Maschinenracks, bringen sie in Satelliten unter, testen sie dort und skalieren anschließend weiter.“ * Pichai prognostiziert, dass es bereits in zehn Jahren normal sein wird, größere Rechenzentren außerhalb der Erde zu betreiben." Kühlung kann man sich afaik auch nicht einfach sparen --> https://de.wikipedia.org/wiki/Temperaturregelung_in_der_Raumfahrt Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
t.klebi Mittwoch um 14:33 vor 2 Minuten von YingYang: und man spart sich die aufwendige Kühlung. Gerade die Kühlung ist das größte technische Problem und aktuell nicht gelöst bzw. mit aktuellen Techniken nicht lösbar. Ohne Luft und Wasser als Medium bleibt zur Abführung der Wärme nur der Weg, die Energie über Wärmestrahlung in den Weltraum abzugeben. Dies erfordert riesige Radiatoren, welche schwer und damit unwirtschaftlich im Transport sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
krett Mittwoch um 14:37 · bearbeitet Mittwoch um 14:49 von krett vor 31 Minuten von YingYang: Nun, so sehr ich es Musk zutrauen würde, dass er als erster auf so eine verrückte Idee kommt. Es war wohl google, die das auch tatsächlich durchgerechnet haben und machen wollen: Google plant für 2027 sein erstes Rechenzentrum im Weltraum Tatsächlich scheint sich das zu rechnen, da man mit PV-Strom im All ein Vielfaches an Strom wie auf der Erde produziert bekommt und man spart sich die aufwendige Kühlung. Man wird sehen... Persönlich bin ich der Meinung, dass Unternehmen, die so etwas veranstalten eine ausreichend hohe Versicherung für alle hierdurch entstandenen Schäden vorweisen müssten. Naja, die Kehrseiten: Man kann keine normalen Solarzellen nehmen, sondern muss spezial-Solarzellen nehmen. Sehr teuer. Für die Kühlung braucht man riesige Radiatoren (es gibt ja keine Luft mit der man kühlen kann). Generell kann man (so mein Verständnis) so gut wie kein Bauteil nehmen, was man aktuell in Rechenzentren am Boden verwendet. Alles muss der extremen Strahlung im Weltraum Standhalten. Wartung ist (wirtschaftlich) kaum möglich. D.h. es muss alles so gebaut werden, das es auch nach einem Raketenflug ohne jedes menschliche zutun jahrelang arbeitet. Schon eine lose Steckverbindung kann ein Problem sein (auf der Erde täglich Brot für Techniker). Die hohen Transportkosten, der Weltraumschrott, Datenanbindung nur per Laser o.ä. Die Erfahrung lehrt: Die Skaleneffekte, Ausgereiftheit usw. einer bewährten Technologie einzuholen, selbst bei besseren Startbedingungen, ist eine unfassbare Mammutaufgabe. Solarzellen auf der Erde -> Besser/billiger als Gas- und Kohlekraftwerke. Aber um dahin zukommen mussten erst weltweit hunderte Milliarden Subventionen fließen. Erst seit ein paar Jahren ist Solarstrom auch ohne Subvention günstiger (um nur ein Beispiel zu nennen). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
YingYang Mittwoch um 15:49 Für die Kühlung nimmt man einfach die Rückseite der Solarmodule. Die Solarmodule sind im Weltall ungefähr 8mal so effizient wie auf der Erde. Die Satelliten sollen in einer Umlaufbahn mit dauerhafter Sonneneinstrahlung laufen. Das größte Problem sind aktuell die Übertragungsgeschwindigkeiten von der Erde und zurück. Aber alleine dass man sich solche Gedanken machen muss, um die Kosten zu senken, zeigt dass das ganze KI Thema so ineffizient ist und ein reinen Draufzahlgeschäft. Aber das führt zu weit im Teslathread. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bobbycar192 Mittwoch um 16:10 Wie soll die Kühlung funktionieren? Im Weltraum geht das nur über Strahlung, Konvektion fällt ja prinzipbedingt weg. Außerdem müssen vermutlich erstmal die Panele selbst gekühlt werden, der Wirkungsgrad ist ja gar nicht besser als auf der Erde, nur die Bruttoleistung. Ergo sind grob 2/3 auch erstmal Wärme. Bin da jetzt kein Experte, aber hat das mal jemand überschlagen (außer Elon) und geprüft ob das überhaupt von der Wärmebilanz grob klappen kann? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sedativ Mittwoch um 16:14 Man könnte die Rechenzentren aber auch in Trumpland (vormals Grønland) bauen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
krett Mittwoch um 16:43 vor 25 Minuten von sedativ: Man könnte die Rechenzentren aber auch in Trumpland (vormals Grønland) bauen. Einfach in der Wüste in Saudi-Arabien. Solarmodule und Batterien werden bereits in Massenproduktion hergestellt (Solarzellen für das Weltall sind teure einzelfabrikate, keine Massenware) und können easy installiert werden. Damit kommt man auf mehr oder weniger auf 5cent/kWh Stromkostrn 24/7/365. Und auch die gesamte andere Technik wird bereits am Fließband produziert. Rechenzentren im All werden auch in 10 Jahren nicht günster als das sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Michalski Mittwoch um 17:16 vor einer Stunde von YingYang: Für die Kühlung nimmt man einfach die Rückseite der Solarmodule. Die Solarmodule sind im Weltall ungefähr 8mal so effizient wie auf der Erde. Die Satelliten sollen in einer Umlaufbahn mit dauerhafter Sonneneinstrahlung laufen. Das größte Problem sind aktuell die Übertragungsgeschwindigkeiten von der Erde und zurück. Das Killerargument gegen Datencenter im Weltraum ist die Skalierung der Energieversorgung, Kühlung, Latenz in der Datenübertragung und generell die begrenzten Möglichkeiten, im Weltall Dinge zusammenzubauen. Die Solaranlage der ISS ist die größte, die jemals im All entfaltet wurde. Mit 2.500 Quadratmeter umfasst sie mehr als ein halbes Footballfeld und alleine das erforderte zahlreiche Shuttle-Flüge sowie jahrelange Montagearbeit. Dennoch liefert sie in der Spitze gerade einmal etwas mehr als 200 kW Leistung. Zum Vergleich: Eine einzelne NVIDIA H200 GPU benötigt inklusive Wandlungsverlusten realistisch etwa 1 kW. Die ISS könnte also gerade einmal 200 GPUs versorgen. Ein einziges NVL72 Standard-Server-Rack von NVIDIA enthält 72 GPUs. Das entspräche also lediglich knapp drei herkömmlichen Server-Racks. Wenn man bedenkt, dass neu geplante Rechenzentren 100.000 und mehr GPUs umfassen sollen, bräuchten wir 500 ISS-Äquivalente im Orbit, um dieselbe Rechenleistung zu erzielen. Der logistische und finanzielle Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen, solange wir keine völlig neuen Wege der Energiegewinnung im Orbit finden. vor 50 Minuten von Bobbycar192: Wie soll die Kühlung funktionieren? Im Weltraum geht das nur über Strahlung, Konvektion fällt ja prinzipbedingt weg. Außerdem müssen vermutlich erstmal die Panele selbst gekühlt werden, der Wirkungsgrad ist ja gar nicht besser als auf der Erde, nur die Bruttoleistung. Ergo sind grob 2/3 auch erstmal Wärme. Bin da jetzt kein Experte, aber hat das mal jemand überschlagen (außer Elon) und geprüft ob das überhaupt von der Wärmebilanz grob klappen kann? Genau. Im Vakuum gibt's keine Luft und somit keine Konvektion. Wärme kann nicht durch Strömung abtransportiert werden. Ein herkömmliches Kühlsystem ist dort völlig wirkungslos. Während ein rotierender Satellit eine halbwegs konsistente Temperatur erreichen kann, die der Erdoberfläche ähnelt, würde die Temperatur eines statischen Rechenzentrums auf der Schattenseite bis nahe an den absoluten Nullpunkt gehen, während die Sonnenseite auf hunderte Grad Celsius aufgeheizt werden würde. Welche Hardware hält das aus? Wie soll die Abwärme zu riesigen Radiatoren geleitet werden (die wir hochfliegen und im All erstmal zusammenbauen müssten), um die Wärmeenergie dann mühsam als Infrarotstrahlung abzugeben? Die enorme Abwärme von Hochleistungsservern im Vakuum loszuwerden, erfordert eine so massive und komplexe Infrastruktur, dass der energetische und finanzielle Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen eines Standorts im Orbit steht. vor 17 Minuten von krett: Einfach in der Wüste in Saudi-Arabien. Solarmodule und Batterien werden bereits in Massenproduktion hergestellt (Solarzellen für das Weltall sind teure einzelfabrikate, keine Massenware) und können easy installiert werden. Damit kommt man auf mehr oder weniger auf 5cent/kWh Stromkostrn 24/7/365. Und auch die gesamte andere Technik wird bereits am Fließband produziert. Rechenzentren im All werden auch in 10 Jahren nicht günster als das sein. Ich finde die Idee im Meer immer noch besser als im All, weil man da jederzeit rankommt, die Dinger entsprechend skaliert vor den Küsten verankern könnte, wo man problemlos mit Glasfaser die Latenz zu den Ballungszentren an den Küsten niedrig halten kann (70% der Menschheit lebt in direkter Küstennähe) und die Kühlung geht mit dem umliegenden Wasser. Dass sich das bisher nicht durchgesetzt hat, zeigt, was für eine Schnapsidee Datacenter im All sind. Hier geht es nur um den SpaceX IPO, damit Elon seine Luftnummer bei dummen Investoren abladen kann und die Investoren, die ihm brav die Stange bisher gehalten haben, ihren Zahltag bekommen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
YingYang Donnerstag um 08:08 · bearbeitet Donnerstag um 08:11 von YingYang vor 14 Stunden von Michalski: Das Killerargument gegen Datencenter im Weltraum ist die Skalierung der Energieversorgung, Kühlung, Latenz in der Datenübertragung und generell die begrenzten Möglichkeiten, im Weltall Dinge zusammenzubauen. Die Solaranlage der ISS ist die größte, die jemals im All entfaltet wurde. Mit 2.500 Quadratmeter umfasst sie mehr als ein halbes Footballfeld und alleine das erforderte zahlreiche Shuttle-Flüge sowie jahrelange Montagearbeit. Dennoch liefert sie in der Spitze gerade einmal etwas mehr als 200 kW Leistung. Zum Vergleich: Eine einzelne NVIDIA H200 GPU benötigt inklusive Wandlungsverlusten realistisch etwa 1 kW. Die ISS könnte also gerade einmal 200 GPUs versorgen. Ein einziges NVL72 Standard-Server-Rack von NVIDIA enthält 72 GPUs. Das entspräche also lediglich knapp drei herkömmlichen Server-Racks. Wenn man bedenkt, dass neu geplante Rechenzentren 100.000 und mehr GPUs umfassen sollen, bräuchten wir 500 ISS-Äquivalente im Orbit, um dieselbe Rechenleistung zu erzielen. Der logistische und finanzielle Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen, solange wir keine völlig neuen Wege der Energiegewinnung im Orbit finden. Die ISS ist 1998 gestartet, also vor fast 30 Jahren. Seitdem hat sich das getan bei der Effizienz von PV Modulen: Ich will den BS nicht verteidigen, aber man sollte die Fakten, die einem nicht passen, nicht ausblenden. - 2500qm sind kein halbes Footballfeld, sondern gerade mal ein Drittel. Hört sich auf den ersten Blick viel an. Aber die Größe spielt gerade bei PV Modulen keine wirkliche Rolle, weil sie nicht besonders dick sind. Entsprechend wenig Traglast benötigen sie. Du schreibst von 500 ISS Äquivalent. Das wären dann 500.000m² oder gerade mal 2% der Stadtfläche Frankfurts. - Google nutzt keine NVIDIA GPUs, sondern eigene. Keine Ahnung wie die effizienztechnisch abschneiden, aber NIVIDIA als Maßstab herzunehmen ist nicht zielführend. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
t.klebi Donnerstag um 09:07 vor 17 Stunden von YingYang: Für die Kühlung nimmt man einfach die Rückseite der Solarmodule. Blöd nur, dass das technisch nicht funktioniert bzw. die PV-Module selbst bereits auf Kühlung angewiesen sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Michalski Donnerstag um 19:02 vor 10 Stunden von YingYang: Die ISS ist 1998 gestartet, also vor fast 30 Jahren. Seitdem hat sich das getan bei der Effizienz von PV Modulen: Die ISS bekam schon von 2021 bis 2023 sechs neue, kleinere Module, die über alte Module ausgerollt wurden und die Leistung erhöhten. Das ist in meinen Zahlen schon mit einbezogen. vor 10 Stunden von YingYang: 2500qm sind kein halbes Footballfeld, sondern gerade mal ein Drittel. Ein Standard-Spielfeld in der NFL ist inklusive der Endzonen 120 Yards lang und 53,33 Yards breit. Ein halbes Football-Feld entspricht mit 2.675 m² fast, aber nicht ganz der Hälfte. Ein Drittel wären nur 1.783 m² und da liegt die Stromversorgung der ISS klar drüber. vor 10 Stunden von YingYang: Hört sich auf den ersten Blick viel an. Aber die Größe spielt gerade bei PV Modulen keine wirkliche Rolle, weil sie nicht besonders dick sind. Entsprechend wenig Traglast benötigen sie. Die Größe spielt natürlich auch eine Rolle, weil nicht nur das Gewicht, sondern auch der Platz in einer Rakete begrenzt ist. vor 10 Stunden von YingYang: Google nutzt keine NVIDIA GPUs, sondern eigene. Keine Ahnung wie die effizienztechnisch abschneiden, aber NIVIDIA als Maßstab herzunehmen ist nicht zielführend. Das ist eine weit verbreitete Fehlannahme, die wahrscheinlich daher rührt, dass Google sehr stolz auf seine eigenen Chips (TPU) ist. Die Realität sieht jedoch differenzierter aus: Google nutzt massiv NVIDIA-GPUs, parallel zu seiner eigenen Hardware. KI-Partnerschaft: Google und NVIDIA verstärken Zusammenarbeit vor 10 Stunden von YingYang: Ich will den BS nicht verteidigen, aber man sollte die Fakten, die einem nicht passen, nicht ausblenden. Ja, finde ich auch. Daher die Korrektur. Zurück zur Aktie: Mit dem Hinweis, dass sich Shorten wieder lohnt, lag ich ja schonmal goldrichtig. Es geht mal wieder richtig abwärts. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
berliner vor 17 Stunden Kann man das nicht abkürzen und als Schnapsidee ad acta legen? Für mich ist viel spannender, ob 2026 das Jahr des Tesla-Shorts wird, sprich, die Aktie nähert sich schlussendlich der Realität an. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag