Risikoarmes Depot fuer's Alter

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Willst du also am Ende die 1.Mio (nominal) vererben?

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Ja. Waere gut, wenn das klappen wuerde. Falls es sich als schwierig herausstellt, wuerden auch 800.000 reichen.

 

Willst du also am Ende die 1.Mio (nominal) vererben?

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Das Vererben ist für dich nicht unwichtig. Hierfür sind noch andere *räusper* Maßnahmen notwendig.

Meine Oma war ähnlich vermögend wie du es bist. Als sie zum Pflegefall wurde, ist sie in ein gehobenes

Heim gekommen. Glaub mir, 500.000 EUR und mehr sind da schnell weg.

 

Diesen Aspekt solltest du bei der Planung auch im Hinterkopf behalten.

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Hi Germany,

 

willkommen im Forum! Und meine Glückwünsche, dass Du es rechtzeitig gefunden hast. Das bietet Dir die Chance, einige kostspielige Umwege zu vermeiden, die ich selbst gegangen bin (meine Situation ist in einigen Punkten der Deinigen ähnlich).

 

Einige meiner Vorposter schlagen Honorarberatung vor. Das ist sicherlich sinnvoll für Leute, die sich selbst wenig bis gar nicht mit Fragen der Geldanlage beschäftigen wollen. Ich bin sicher, dass Du hier im Forum - wenn es Dir gelingt, die Spreu vom Weizen zu trennen - genügend Anregungen und Hinweise bekommst, um Deine Geldanlage selbst kompetent in die Hand nehmen zu können. Wenn es denn unbedingt sein muss, würde ich - entsprechende Lektüre und entsprechendes Urteilsvermögen vorausgesetzt - höchstens am Schluss mal jemanden ein Auge drauf werfen lassen auf das, was Du bis dahin überlegt hast.

 

Sorgen macht mir Dein Statement, dass Du inzwischen eine mittlere fünfstellige Summe in ein Zertifikat investiert hast. Was ist denn das für ein Zerti? Ich bin seit mehreren Jahren (längst vor der letzten Finanzkrise) davon abgekommen, in Zertis zu investieren. Wenn man sich nicht sehr genau damit beschäftigt, ist es sehr schwer, Emissionen mit einem angemessenen Chance-Risiko-Verhältnis zu finden. In den darauf spezialisierten Foren liest man immer wieder, dass auch "Profis" ungern, aber häufiger mal ziemlich reinfallen. btw: ich hoffe, Du hast das Zerti nicht über Deine Bank - mit Ausgabeaufschlag - gekauft!?

 

Die grundsätzlichen Fragen der Assetallokation für alle Risikoneigungen sind hier im Forum ausreichend runtergenudelt. Supertobs Musterdepots sind ein sehr guter Ausgangspunkt. Details des Ansatzes sind sicherlich diskussionswürdig - aber für mich sind die meisten Punkte zu kleinteilig, um darüber eine Grundsatzdiskussion zu beginnen.

 

Zwei Punkte - die mit absoluter Sicherheit nicht von allen hier im Forum geteilt werden - würde ich Dir aber gern zur Überlegung mit auf den Weg geben, und zwar:

 

1. Ich habe im Vergleich zu den hier diskutierten Ansätzen im Aktienanteil mehr in EM gesteckt und dafür weniger in Europa. Im Gegensatz zu den hier geäusserten Meinungen bin ich der Ansicht, dass diese Vorgehensweise nicht mehr, sondern mittelfristig eher weniger Risiko bedeutet.

 

2. (und dieser Punkt ist mir noch wichtiger) Wenn Du von den Erträgen Deiner Anlagen leben willst, empfehle ich Dir, statt thesaurierender lieber ausschüttende Fonds zu kaufen (wenn Du die Wahl hast). Bitte auch hier: keine Grundsatzdiskussion. Ich weiss, dass es keinen oder kaum einen Unterschied macht, was die Zahlen angeht. Aber es ist ein erheblicher "Wohlfühlunterschied", ob Du von den Ausschüttungen lebst oder ob Du öfter mal etwas verkaufen musst, um davon zu leben. Wer diesen Punkt bestreitet, ist vermutlich zu jung oder zu sehr "homo oeconomicus", um es wirklich beurteilen zu können.

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Hi,

 

dir ist immerhin klar, dass du mit deiner aktuellen Assetallocation nicht zum Ziel kommst.

Ich vermute, dass dir bei der Lektüre der einschlägigen Literatur der Gedanke gekommen ist, dass eine dem Mainstream nachempfundene Anlagestrategie nicht unbedingt zielführend ist.

Vielleicht hast du dir die Performance einiger Pensions- oder Stiftungs-Fonds angeschaut, vielleicht hast du auch nur die Finanztest-Beurteilung von Publikumsfonds gelesen . Es ist sehr schwer, eine gut skalierbare, zeitlich invariante Anlagestrategie zu finden.

 

Ich sehe das Hauptproblem darin, dass unsere Generation dann auf ihr Vermögen zurückgreifen will/muss, wenn absolut weniger Menschen die Kapitalmärkte mit frischer Nachfrage versorgen.

Die Gefahr ist also groß, dass die Vermögenswert-Preise gerade zum Ende unserer Lebensspanne demographisch bedingt tendenziell sinken.

Der Pfad dorthin, das ist das nächste Problem, ist völlig nebulös. Es könnte eine nachhaltige inflationäre Phase, eine nachhaltige Deflation oder eine Pendelbewegung wie in den vergangenen Jahren anstehen.

Einfach "short-gehen" funktioniert deshalb nicht - das zeigt auch der Trendsetter Japan.

 

Dieses Umfeld ist aus meiner Sicht die Herausforderung für die strategische Investmentplanung.

 

Eine derzeit erfolgreiche Strategie adressiert den verspäteten Einstieg der Emerging-Countries in das Stagnations-Szenario der Industriestaaten incl. China und setzt deshalb auf Emerging-Markets in allen Assetklassen.

Eine weitere Strategie setzt aggressiv auf die herausragenden Vorteile der Gläubigerposition, die ein hervorragendes Chance-Risikoprofil für Anleihen begründet.

Gerade bei risikoaversen Strategien muss aus meiner Sicht zu allererst auf die Kosten geschaut werden. Das verbietet alle Zertifikate und aktiven Fonds - und spricht eigentlich für den Einsatz von Futures zumindest für den Aktienbereich Industriestaaten.

Wenn wir dabei sind, Optionsstrategien dürfen eigentlich nicht fehlen. Deshalb ist deine Idee mit dem Express-Zertifikat gar nicht schlecht. Nur - mit ein wenig Expertise kannst du das selbst viel besser und flexiber darstellen.

 

Ein Patentrezept gibt es mit Sicherheit nicht.

Hier im WPF findest du aber einige Gesprächspartner, die der Realität näher sind, als alle Bankmitarbeiter, die ich kenne - leider aber auch manchmal nerviges Rauschen. (Ich hoffe, du ordnest diesen Beitrag nicht in diese Kategorie ein).

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Posted · Edited by BondWurzel

500.000 EUR und mehr sind da schnell weg.

 

Omas sind halt teuer, aber schnell ist wohl übertrieben.

 

http://www.ratgeber.org/126-kosten-pflegeheim.html

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Hallo Zinsjaeger, vielen Dank fuer den wichtigen Hinweis! Das haette ich in der Tat nicht mit einkalkuliert. Bloss, wie beruecksichtige ich ein solches Scenario? Pflegeversicherung, oder das Vererben nicht so eng sehen?

 

Das Vererben ist für dich nicht unwichtig. Hierfür sind noch andere *räusper* Maßnahmen notwendig.

Meine Oma war ähnlich vermögend wie du es bist. Als sie zum Pflegefall wurde, ist sie in ein gehobenes

Heim gekommen. Glaub mir, 500.000 EUR und mehr sind da schnell weg.

 

Diesen Aspekt solltest du bei der Planung auch im Hinterkopf behalten.

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Posted · Edited by Germany

Hi Akaman,

 

danke fuer den Willkommensgruss.

 

Ich bin wirklich froh, das Forum gefunden zu haben und hoffe, mit Unterstuetzung der Forenmitglieder endlich zu einer vernuenftigen Loesung meines Anlageproblems zu kommen.

 

Anmerkungen zu Deinem Beitrag: An Investition in Aktien hatte ich eigentlich nicht gedacht (zumindest nicht in Form von Einzelaktien oder Aktienfonds). Habe ja mittlerweile schon das Indexzertifikat (hat mir die Bank fuer 0.15% des Anlagewertes verkauft. Das Zertifikat war meine Idee.). Der Rest soll in RK 1 und 2.

 

In Emerging Markets zu investieren (in welcher Form auch immer) ist in der Tat eine Frage der Ueberzeugung. Dass das Sinn macht, davon bin ich auch ueberzeugt.

 

Guter Punkt bez. thesauriererender und ausschuettender Fonds! Da bin ich ganz Deiner Meinung.

 

Gruss,

Germany

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(...) , oder das Vererben nicht so eng sehen?

 

Genau! Oder sind deine Kinder z.B. dauerhaft erwerbsunfähig, so dass keine eigene Einkommenserzielung möglich ist? Ansonsten: Kinder können selbst arbeiten, so dass ich keinen Sinn in deinem angestrebten Kapitalerhalt sehe - meine Meinung!

 

Möchtest du denn "im Alter" wieder nach D? Für mich wäre dann jedenfalls auch das Thema Krankenversicherung relevant .... hast du eine Anwartschaft bei der gesetzlichen Krankenversicherung für eine spätere freiwillige Versicherung in der GKV oder eine Anwartschaft bei der PKV? In D besteht ja Versicherungspflicht, so dass deine angestrebten 2 tsd monatlich schnell größtenteils für die Krankenversicherung reserviert sein könnten ... hast du dies bereits einkalkuliert?

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Hallo Zuzan,

 

meine Kinder sind nicht erwerbsunfaehig. Ich wollte ihnen nur etwas Gutes tun.

 

Sehr relevant, was Du ansprichst. Ich will in der Tat nach D zurueckkehren. Hinsichtlich der Krankenversicherung hast Du voellig Recht und ich habe das Thema auf der Agenda. Ich moechte wieder in die Gesetzliche und bin dabei, das auf die Reihe zu bringen. Aber das ist ein voellig anderes (komplexes) Kapitel.

 

(...) , oder das Vererben nicht so eng sehen?

 

Genau! Oder sind deine Kinder z.B. dauerhaft erwerbsunfähig, so dass keine eigene Einkommenserzielung möglich ist? Ansonsten: Kinder können selbst arbeiten, so dass ich keinen Sinn in deinem angestrebten Kapitalerhalt sehe - meine Meinung!

 

Möchtest du denn "im Alter" wieder nach D? Für mich wäre dann jedenfalls auch das Thema Krankenversicherung relevant .... hast du eine Anwartschaft bei der gesetzlichen Krankenversicherung für eine spätere freiwillige Versicherung in der GKV oder eine Anwartschaft bei der PKV? In D besteht ja Versicherungspflicht, so dass deine angestrebten 2 tsd monatlich schnell größtenteils für die Krankenversicherung reserviert sein könnten ... hast du dies bereits einkalkuliert?

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Danke Maikel, ich werde mich auf jeden Fall erkundigen. Diesbezueglich genauere Info zu haben, kann nicht schaden, obwohl mich der Kapitalschwund schon abschreckt.

 

 

Ich kenne mich mit Rentenversicherungen nicht im Detail aus, es wird sicherlich so sein, daß da Einiges für Verwaltung etc. bei draufgeht.

 

Einen wichtigen Vorteil der RV sehe ich darin, daß dein Kapital mit für die Rentenzahlungen verbraucht werden kann.

Als Einzelkämpfer bist du darauf angewiesen, das Kapital nicht anzufassen, da du keine Ahnung haben kannst, wie alt du wirst. Im Gegenteil, um den Lebensstandard halten zu können, mußt du das Kapital jeweils um die Inflationsrate aufstocken.

 

Ich will dir damit nicht zur RV raten (dafür kenne ich mich damit zu wenig aus) möchte nur auf diesen wichtigen Unterschied hinweisen. Nachteil der RV ist natürlich, daß deine Erben nichts mehr bekommen. :D

 

Ich würde mich in jedem Fall mal bei einigen RVs erkundigen, wieviel man da bekommen kann. Und sei es nur, um eine Vergleichsgröße zu haben.

 

Gruß, Michael

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Hi Ficocoach,

 

wenn ich soviel Wissen haette wie Du, wuerde ich auch solche Ueberlegungen anstellen. Da ich blutiger Laie bin, sind Optionen/Futures und dergleichen nichts fuer mich.

 

Zu einem Deiner Gedanken eine Frage. Du schriebst etwas ueber Anleihen, was ich nicht ganz verstehe. Ist es nicht so, dass Anleihen im Wert sinken, wenn Aktienwerte steigen?

 

 

 

Eine derzeit erfolgreiche Strategie adressiert den verspäteten Einstieg der Emerging-Countries in das Stagnations-Szenario der Industriestaaten incl. China und setzt deshalb auf Emerging-Markets in allen Assetklassen.

Eine weitere Strategie setzt aggressiv auf die herausragenden Vorteile der Gläubigerposition, die ein hervorragendes Chance-Risikoprofil für Anleihen begründet.

 

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Posted · Edited by Zinsjäger

Wenn du in die GKV möchtest, geht das nur bis zum vollendeten 55. Lebensjahr.

Sonst kommst du nicht mehr rein!

 

Es gibt noch weitere Lücken, um krankenversicherungsfrei dazustehen...

Ansonsten gibt es dank Bundesverfassungsgerichtsurteil ein Basistarif, der monatlich mit 570,00€ zu Buche schlägt.

 

Es macht immer wieder nachdenklich, welche gigantischen Summen zur guten Altersvorsorge notwendig sind...

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Ja, Zinsjaeger, ich weiss es und bin auch schon aktiv. Hoffentlich klappt es. Ansonsten kann ich mir die Rueckkehr nach D abschminken.

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Ansonsten gibt es dank Bundesverfassungsgerichtsurteil ein Basistarif, der monatlich mit 570,00 zu Buche schlägt.

 

Kurz OT: Wie kommst du darauf, dass der Basistarif durch das BVerfG erzwungen wurde. Ich dachte, dass dies ein Teil des "Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung" von 2007 war, der zum 1.1.09 in Kraft trat!

 

Ich würde auch gerne was zu diesem Thema an sich sagen, aber da bin ich noch zu grün hinter den Ohren. :rolleyes: Aber: Sehr interessant hier mitzulesen!

 

LG. SeppBroesel

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Germany, ich entnehme Deinen Angaben, dass Du insgesamt mit einem investierbaren Betrag von ca. 1,1 Millionen rechnest, davon 400k in drei Jahren.

 

Du willst die Summe risikolos anlegen. Im Augenblick wirst Du dann kaum mehr als 3% p.a. erzielen. Nach Abgeltungssteuer bleiben Dir etwas mehr als 2.000 EUR / Monat. Ob das in Deiner Situation reicht, kannst nur Du beurteilen. Das hängt wohl auch, aber nicht nur, von der Lösung des Krankenkassenproblems ab.

 

Leider schreibst Du nicht genau, um welches Zertifikat es eigentlich geht (Expresszertifikat 9.9.15 ESTX 50 DB). Kannst Du mal eine WKN oder ISIN posten?

 

Auch eine andere Position aus Deiner Bestandsliste klingt so etwas nach Zerti (Deutsche Postbank Protekt PLus). Stimmt das? Könntest Du auch hier mal eine ISIN posten?

 

Übrigens sind auch Geldmarktfonds keineswegs immer so sicher wie viele Anleger glauben. Welchen hast Du denn? Die DB hat mehrere.

 

Verteilt sich das Festgeld bei der NIBC zu gleichen Teilen auf die beiden Personen? Falls nicht, würde ich sicherstellen, dass für keine der beiden die maximale Einlagensicherung überschritten wird.

 

Generell rate ich im Augenblick dazu, mit dem Einstieg in Anleihenfonds sehr vorsichtig zu sein. Die werden im Fall von Zinserhöhungen (die viele erwarten) an Wert verlieren. (Anleihen zwar auch, aber das kannst Du aussitzen, wenn Du sie bis zur Endfälligkeit behältst.)

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Posted · Edited by Germany

Hallo Akaman,

 

ja, richtig, jetzt sind etwa 700 000 da, durch monatliches Einkommen wird der Betrag um etwa weitere 350 000 ansteigen und den Rest von 50 000 wuensche ich mir aus Zinsen :)...

 

 

Das Zertifikat ist in der Tat das Expr.Z.9.9. Estx 50 DB.

 

Der Geldmarktfonds ist der db GeldmarktSparen und der Deutsche Postbank Protect Plus Inhaberanteile (ISIN muss ich fuer beide erst noch 'raussuchen, habe ich momentan nicht bei der Hand.

 

Dann hat man mir noch den Anleihenfonds Templeton Global Bond angeboten, aber mit Vorbehalten (aus den gleichen Gruenden, die Du genannt hast und nur weil ich nach einem Anleihenfonds gefragt hatte.

 

Von der Quirin Bank hatte ich noch den Hinweise auf ein Euro Stoxx 50 Bonuszertifikat der Deutschen Bank, Faelligkeit am 15. 7. 20011 (DE000DB4DXU9) bekommen. Wurde als attraktiv bewertet, da der Abstand zur Schwelle 45% bestand und im Hinblick auf das Faelligkeitsdatum als risikoarm. Ansonsten sind die ja nicht so fuer Zertifikate. Die DB wuerde es mir zu 0.25% AA verkaufen. Ich habe es noch nicht gemacht.

 

Das Festgeld bei der NIBC werde ich auf 200 000 aufstocken (bei 100 000 Euro pro Person Einlagensicherung bei einem gemeinsamen Konto. Sehr vorsichtige raten allerdings nur bis zu 50 000 Euro pro Person). Ich kann leider nicht bei jeder Direktbank ein Konto aufmachen, da ich bislang keinen Wohnsitz in D habe und Steuerauslaender bin. Nur bei der NIBC ging das.

 

Schlussendlich habe ich in dem Geldmarktfonds derzeit noch 430 000 Euro "'rumliegen". Die DB hat mir unter bestimmten Praemissen Festgeld zu 3% fuer 6 Monate angeboten.

 

Das ist also die jetzige Situation.

 

Gruesse

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Von der Quirin Bank hatte ich noch den Hinweise auf ein Euro Stoxx 50 Bonuszertifikat der Deutschen Bank, Faelligkeit am 15. 7. 20011 (DE000DB4DXU9) bekommen. Wurde als attraktiv bewertet, da der Abstand zur Schwelle 45% bestand und im Hinblick auf das Faelligkeitsdatum als risikoarm. Ansonsten sind die ja nicht so fuer Zertifikate. Die DB wuerde es mir zu 0.25% AA verkaufen. Ich habe es noch nicht gemacht.

 

Ich bin - anders als die meisten hier im Forum - Zertifikaten als Beimischung alles andere als abgeneigt.

Aber von dem Produkt : Finger weg !

Du hast zwar einen Puffer von 45%, aber ein Aufgeld von > 20%, d.h. bei Schwellenriss drohen hohe überproportionale Verluste.

 

Ansonsten bist du mit konservativen Discountern oder Expresszertifikaten (z.B. mit Onetouch-Mechanismus) besser bedient.

Hier müssen aber unbedingt die genauen Bedingungen beachtet werden, die unterscheiden sich erheblich.

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Posted · Edited by Akaman

Das Zertifikat ist in der Tat das Expr.Z.9.9. Estx 50 DB.

Mit welcher ISIN?

 

Von der Quirin Bank hatte ich noch den Hinweise auf ein Euro Stoxx 50 Bonuszertifikat der Deutschen Bank, Faelligkeit am 15. 7. 20011 (DE000DB4DXU9) bekommen. Wurde als attraktiv bewertet, da der Abstand zur Schwelle 45% bestand und im Hinblick auf das Faelligkeitsdatum als risikoarm. Ansonsten sind die ja nicht so fuer Zertifikate. Die DB wuerde es mir zu 0.25% AA verkaufen. Ich habe es noch nicht gemacht.

 

Zu diesem Produkt hat domkapitular ja schon einen treffenden Kommentar geschrieben. Finanztreff ordnet dieses Produkt in RK4 (von 5) ein. Mir ist es schleierhaft, wieso man jemandem, der sich als "nicht risikofreudig" bezeichnet, so etwas empfehlen kann.

 

Generell bin ich der Auffassung, dass das doppelte Risiko bei Zertifikaten sehr oft nicht angemessen honoriert wird. Wieso doppelt? Einmal gehst Du das Risiko ein, dass Du die Wette verlierst. Und zweitens hast Du noch das Emi-Risiko. Manche Zertis werfen weniger ab als ein vergleichbarer Bond desselben Instituts.

 

Ich akzeptiere ja, dass Du keine Aktien willst, weil Dir das Risiko zu hoch ist. Mir erscheint es aber dann bemerkenswert, dass Du diese Zertis kaufst (da ich über das gekaufte keine ausreichenden Infos habe, ist dieses Urteil vorläufig) bzw. in Erwägung ziehst.

 

Wenn Du also überhaupt keine zusätzlichen Aktien willst, würde ich die Geldmarktfonds allmählich in eine Bondleiter umschichten.

 

Wenn Du Dir dazu vorher einen Zeitplan machst, kannst Du die nicht sofort benötigten Beträge zwischenzeitlich auch als Festgeld anlegen (aber besser bei einer anderen Bank, wenn möglich).

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Posted · Edited by Germany

Akaman, das Datenblatt des Zertifikats habe ich angehaengt. Von RK 3 war da die Rede.

 

Das andere Zertifikat (Bonuszertifikat) habe ich bislang nicht gekauft und werde es wohl auch nicht mehr tun. Es scheint, dass ich beim Kauf des Expresszertifikats keine gute Entscheidung getroffen habe.

 

Wenn ich aus dem Geldmarktsparen eine Bondleiter machen will, wo, bitte, finde ich eine Anleitung, die ich umsetzen kann und welche Bonds?

 

Danke

Eurostoxxzertifikat 7,3%.pdf

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Das Expresszertifikat finde ich nicht so schlecht, wenn man die Konstruktion verstanden hat und es der Risikoneigung entspricht.

Bei einem ETF auf den Eurostoxx würdest du bei einem Stichtagsverlust von >50 % genauso verlieren (Dividenden mal aussen vorgelassen). Eine Pleite der DB ist hier natürlich ein höheres Risiko.

 

Gegenüber dem Bonuszertifikat hast du das permanente Risiko der Barriereverletzung nicht und auch nicht das irrsinnige Aufgeld des empfohlenen Produkts.

 

Im Expressbereich gibt es auch konservativere Produkte mit ( na klar !) niedrigeren Renditen.

 

Einen Ausgabeaufschlag hätte ich aber nur ungern bezahlt, da kann man sich eher mal bei "gebrauchten" Produkten umsehen.

 

Gegenteilige Einschätzungen zu diesem Produkt kommen aber bestimmt bald von anderen Forumsteilnehmern.

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Es gäbe da auch noch das Thema Wandelanleihen:

 

Ja, das wollte ich mir auch mal überlegen. Anlass war der ftd-Artikel :

FTD-Wandelanleihen

 

(In der kleinen Grafik auf dieser Seite sind auch die dort besprochen Fonds dargestellt)

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Meine aktuellen RK2 Positionen:

Ich halte die beiden Mischfonds Carmignac Patrimoine und Ethna Aktiv E. Den Ethna Aktiv E gibt es auch in einer noch defensiveren Variante, die die Aktien auf 0-10% begrenzt. Ausserdem halte einige Bonuszertifikate, die ich über http://zertifikate.finanztreff.de/dvt_suche,seite,zertifikate,sektion,bonus.html nach meinen Wunschkriterien zusammengestellt habe.

 

Mögliche Alternativen neben den klassischen Corporate Bonds:

Langfristig wollte ich auch eine Position im EMLE (Emerging Market Staatsanleihen ETF, http://www.dbxtrackers.com/DE/binaer_view.asp?binaernr=405), den ich allerdings mittlerweile als RK 2.5 einstufen. Wandelanleihen würde ich auch befürworten, z.B. den DWS Convertibles, wären aber auch eher RK 2.5. Offene Immobilienfonds (als Langfristinvestment) haben das Problem, dass sie temporär geschlossen werden können und dass es in jüngerer Vergangenheit einige Abwertungen gab. Die relativ weit am Anfang genannten TIERe (Nachranganleihen) und Genusscheine (Anleihen, die in Abhängigkeit der Unternehmensgewinne Coupons aussetzen oder den Rückzahlungebetrag reduzieren können) würde ich mindestens als RK 2.5 einstufen.

 

Somit hätten wir folgende Möglichkeiten für RK2, die wir natürlich ausreichend diversifizieren müssen:

- Unternehmensanleihen (entwickelte Märkte), auch als Einzelanlage gut realisierbar

- Unternehmensanleihen (Schwellenländer) --> RK2.5

- Staatsamleihen Schwellenländer --> RK2.5

- Defensive Mischfonds (Ethna Aktiv E etc.)

- Etwas offensvere Mischfonds (bis zu 50% Aktien) --> RK2.5

- Zertifikate (Bonus, Discount, ggf. auch Express) --> bei höherer Rendite teilweise RK 2.5 oder mehr

- Wandelanleihen --> RK2.5

- Nachrangkapital und Genussscheine --> RK2.5 oder mehr

 

Bei ca. 1mio Euro Startkapital benötigst du für 2,000 Euro Monatsrendite nach Steuern eine Rendite von ca. 5%, wenn du eine Inflation von 2% ausgleichen willst, d.h. deine Assets müssen eine Risikprämie von 3% haben. Mit RK2 halte ich dies für realistisch, mit RK 1 wird dies schwer.

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Warum soll er nicht auch 20-25 % RK3 halten? Dann kommt er seinem Renditeziel deutlich näher und das Risiko hält sich in Grenzen.

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