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Fleisch

Anfängerthread zu Anleihen

Empfohlene Beiträge

Gast260303
41 minutes ago, Ramstein said:

Dann im Prinzip richtig, es sei denn, es gibt das Geld schon vorher in Teiltilgungen zurück (Beispiel XS2214238441).

 

Ok, danke dir.

 

11 minutes ago, supertobs said:

Du bekommst die gekauften Nennwerte zurück. Evtl liegt der Kaufpreis ja über 100%.

 

Das hatte ich tatsächlich mit tschechischen Staatsanleihen und kurzer Laufzeit, gute Zinsen und dazu Wechselkursgewinne; aber kein schönes Gefühl mehrere Staatsanleihen für 5 bis 10 Jahren im Depot zu haben, die tief im Minus sind (Kanada, Norwegen, Neuseeland). Für kurzfristige Wechselkurs-Spekulationen wäre es aber einfacher als andere Finanzprodukte, weil eben in der Landeswährung abgerechnet wird?

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 16 Minuten von BWL0815:

aber kein schönes Gefühl mehrere Staatsanleihen für 5 bis 10 Jahren im Depot zu haben, die tief im Minus sind (Kanada, Norwegen, Neuseeland). 

 

Wobei man da unterscheiden sollte.

 

Es gibt Anleihen wie die ABO Energy Anleihe oder die Ecuador-Anleihe, die ins Minus rutschen, weil Anleger nicht mehr daran glauben, dass sie am Laufzeitende ihr Geld zurückbekommen. Das sind richtige Verluste. Über die kann und sollte man sich ärgern.

 

Dann gibt es solide Staatsanleihen wie deutsche oder US-amerikanische Bundesanleihen, die ins Minus rutschen können, wenn das Zinsniveau steigt. Wenn man diese bis zum Ende halten will, kann einem das völlig egal sein. Anders wäre es, wenn man sie vor Ende der Laufzeit verkaufen möchte. Dann würde man bei einem Verkauf tatsächlich Kursverluste realisieren. 

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Gast260303
4 minutes ago, stagflation said:

 

Wobei man da unterscheiden sollte.

 

Es gibt Anleihen wie die ABO Energy Anleihe oder die Ecuador-Anleihe, die ins Minus rutschen, weil Anleger nicht mehr daran glauben, dass sie am Laufzeitende Ihr Geld zurückbekommen. Das sind richtige Verluste. Über die kann und sollte man sich ärgern.

 

Dann gibt es solide Staatsanleihen wie deutsche oder US-amerikanische Bundesanleihen, die ins Minus rutschen können, wenn das Zinsniveau steigt. Wenn man diese bis zum Ende halten will, kann einem das völlig egal sein. Anders wäre es, wenn man sie vor Ende der Laufzeit verkaufen möchte. Dann würde man bei einem Verkauf tatsächlich Kursverluste realisieren. 

 

Das war mir mehr oder weniger so auch halbwegs bewusst, die Zinsen sind mit um die 5% auch sehr ordentlich, aber wollte mich nochmal vergewissern. Nochmal werde ich allerdings nicht in Staatsanleihen investieren, jedenfalls nicht mit solchen (Rest) Laufzeiten, wenn dann eher als kurzfristige Währungswette.

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stagflation

Es gibt noch etwas, was für Dich interessant sein könnte: die 5 Paritätstheoreme:

 

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Aus: Spremann, Gantenbein: Zinsen, Anleihen, Kredite

 

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Zinsen, Inflation und erwarteter Änderung der Wechselkurse. Und zwar so, dass es relativ egal ist, ob ein Privatanleger sein Geld in deutsche Staatsanleihen, US-amerikanische Staatsanleihen, schweizer Staatsanleihen oder norwegische Staatsanleihen investiert. Das erwartete Ergebnis ist immer gleich. Das tatsächliche Ergebnis, das man am Ende erzielt, wird unterschiedlich sein - aber das wird hauptsächlich vom Zufall abhängen.

 

Anders ausgedrückt: wenn man eine Währungsspekulation machen will, reicht es nicht, sich zu überlegen, wie sich Volkswirtschaften und Wechselkurse entwickeln werden. Denn das ist möglicherweise schon eingepreist. Man muss einen Schritt weitergehen. Man muss sich überlegen, wie man selbst glaubt, dass sich Volkswirtschaften und Wechselkurse entwickeln werden. Und man muss sich überlegen, wie die Märkte glauben, dass sich Volkswirtschaften und Wechselkurse entwickeln werden. Erst wenn man hier einen Unterschied erkennt, kann man dort reingehen und investieren. Eine andere Möglichkeit wäre zu überlegen, dass die Paritätstheoreme keine Naturgesetze sind und nicht exakt stimmen (angedeutet durch die Dicke der Pfeile) und dass man hier vielleicht etwas ausnutzen kann. Profis setzen eher hier an.

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Gast260303

In einfacheren Worten wäre es eine Wette auf (langfristige) politische Entwicklungen, in genau diese Richtung denke ich ja. Wobei ich ich da in letzter Zeit ziemlich daneben gelegen habe und so gesehen besser nicht mehr spekulieren sollte und wo ich richtig gelegen hatte, hatte ich die falschen Schlüße gezogen.

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