Bitcoin

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Heute musst Du im Verhältnis zu Deinem Einkommen viel größere Summen aufwenden um mit Bitcoins das gleiche zu erreichen wie mit kleineren Summen am Anfang möglich war.

 

Das ist reine Spekulation. Woher willst du wissen, daß 1000 Euro heute in Bitcoins ivestiert in einem Jahr nicht doch 100 000 Euro wert sind. Unwarhscheinlich? Ja sicher. Genauso unwahrscheinlich wars aber auch vor 2 Jahren.

 

Wenn du so überzeugt vom geringen Risiko warst, warum hast du dann nicht Bitcoins gekauft, als sie 2 Dollar gekostet haben? Ich habs gemacht, aber mit dem Bewusstsein, daß dies absolutes Risikokapital ist. Ich würde auch heute niemals Geld in Bitcoins investieren, daß ich brauche.

 

 

 

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Posted · Edited by TaurusX

Ich frage mich, ob Bitcoins in der Praxis tatsächlich mal ankommen werden,

wenn ich mir die krassen Schwankungen anschaue und ich dann etws damit zahlen will,

dann müßten ja permanent die Preise für irgendwelche Produkte angepasst werden - das sehe ich als ziemlich realitätsfremd an.

 

Denn ich gehe mal davon aus, das ich Dinge die vor einem Jahr 1 B gekostet haben, heute nicht mehr mit 1B zu bezahlen sind,

denn der Bezug zum richtigen Geld ist ja wohl nach wie vor gegeben, oder ?

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Ein "natürliches" Geldsystem? Gerne!

 

Klar ist Verteilungsgerechtigkeit eine Utopie, aber Chancengerechtigkeit sollte stets angestrebt werden (Ergebnisgerechtigkeit vs Regelgerechtigkeit).

Und letzeres ist bei Bitcoins aufgrund des steigenden Schwierigkeitsgrades und Mengenbegrenzung überhaupt nicht gegeben..

 

Diese Regeln waren aber von Anfang an bekannt, das System war immer voll transparent. Die Entscheidung eines Einstieges bzw. die Frage des Zeitpunktes blieben und bleiben natürlich jedem überlassen.

Wer früh gemint hat, hat für den Bitcoin ja auch nur weniger als einen Dollar bekommen, Heute kriegt mat 800 Dollar, das wiegt den gestiegenen Schwierigkeitsgrad mehr als auf.

 

Die 800 Dollar wiegen den heutigen Schwierigkeitsgrad auf.

Aber die 800 Dollar bekommt man ja nicht nur für neue Bitcoins..

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Posted · Edited by odenter

 

Heute musst Du im Verhältnis zu Deinem Einkommen viel größere Summen aufwenden um mit Bitcoins das gleiche zu erreichen wie mit kleineren Summen am Anfang möglich war.

 

Das ist reine Spekulation. Woher willst du wissen, daß 1000 Euro heute in Bitcoins ivestiert in einem Jahr nicht doch 100 000 Euro wert sind. Unwarhscheinlich? Ja sicher. Genauso unwahrscheinlich wars aber auch vor 2 Jahren.

 

Wenn du so überzeugt vom geringen Risiko warst, warum hast du dann nicht Bitcoins gekauft, als sie 2 Dollar gekostet haben? Ich habs gemacht, aber mit dem Bewusstsein, daß dies absolutes Risikokapital ist. Ich würde auch heute niemals Geld in Bitcoins investieren, daß ich brauche.

Na wenn ich das wüsste würde ich sofort einen Kredit aufnehmen und Bitcoins kaufen, aber ich weiss es nicht und glaube es nicht. :)

 

Ich hab damals "mal" mining getestet, als man mit vernünftigen Grafikkaren noch was reissen konnte. Aber eher um zu sehen wie das so funktioniert.

Ich halte halt nichts von "Schneeballsystemen".

 

Das ist durch nichts gedeckt, hinter unserer Währung steht wenigstens noch der Staat (also wir alle). Mein Vertrauen in unseren Staat ist höher als in völlig unbekannte Personen.

 

Ich persönlich halte nichts von Bitcoin und zwar weil letztlich niemand dahinter steht der mir garantiert auch in einem Jahr noch etwas dafür kaufen zu können. Setz halt auf den "good will" der Anderen.

Und wenn eine normale Währung verschwindet gibt es eine neue nachfolgende Währung, das ist bei Bitcoin nicht garantiert. Ich bezweifle das beim scheitern von Bicoin z.B. die Litecoin Leute so nett sind und sagen "ok es gibt x/100 Litecoin für einen Bitcoin.

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Ein "natürliches" Geldsystem? Gerne!

 

Klar ist Verteilungsgerechtigkeit eine Utopie, aber Chancengerechtigkeit sollte stets angestrebt werden (Ergebnisgerechtigkeit vs Regelgerechtigkeit).

Und letzeres ist bei Bitcoins aufgrund des steigenden Schwierigkeitsgrades und Mengenbegrenzung überhaupt nicht gegeben..

 

Chancengerechtigkeit ist Bullshit. Also, Chancengerechtigkeit ist zwar notwendig, ist aber bei weitem nicht hinreichend.

 

Beim Lotto z.B. hat jeder die gleichen Chancen, und die Regeln sind auch vorher bekannt. Also könnten wir doch in Zukunft z.B. 99% aller öffentlichen Schulen schließen und die verbleibenden Plätze nach dem Lotto-Verfahren verlosen. Das wäre immernoch Chancengerechtigkeit, aber halt mit minimaler Verteilungsgerechtigkeit.

 

Damit will ich nichts zu Bitcoins gesagt haben, nur zu diesem rhetorischen Kniff aus der neoliberalen Ecke.

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Das ist durch nichts gedeckt, hinter unserer Währung steht wenigstens noch der Staat (also wir alle). Mein Vertrauen in unseren Staat ist höher als in völlig unbekannte Personen.

 

Ich persönlich halte nichts von Bitcoin und zwar weil letztlich niemand dahinter steht der mir garantiert auch in einem Jahr noch etwas dafür kaufen zu können. Setz halt auf den "good will" der Anderen.

Und wenn eine normale Währung verschwindet gibt es eine neue nachfolgende Währung, das ist bei Bitcoin nicht garantiert. Ich bezweifle das beim scheitern von Bicoin z.B. die Litecoin Leute so nett sind und sagen "ok es gibt x/100 Litecoin für einen Bitcoin.

 

"Wir alle" sind Dir bekannte Personen? Und die Nutzer von Bitcoin, von denen Du zwei oder drei kennst, sind Dir vollkommen unbekannt?

 

Und wer genau steht hinter dem Euro, der Dir garantiert, dass Du auch in einem Jahr noch etwas dafür kaufen können wirst? Geschweige denn hinter der Papiermark? Und inwiefern basiert der Euro nicht auf dem "good will", dass Leute bereit sind, Waren gegen Euro abzugeben?

 

Und inwiefern ist nicht garantiert, dass es zu Bitcoin eine "nachfolgende Währung" gibt? Bzw. wer garantiert, dass man bei einer staatlichen Währungsreform größere Mengen Geld geschenkt bekommt? (Hint: Eine Währungsreform, die die alte Währung in einem festen Verhältnis in die neue Währung umtauscht, ist keine Währungsreform.)

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Den Euro können weniger Leute scheitern lassen und eine Währungsreform umsetzen als das bei BCs möglich ist.

Beim Euro vertraust du einer politischen und wirtschaftlichen Kaste, bei BC vertraust du allen, die BCs haben und / oder Rechenleistung zur Verfügung stellen. Hier ist die Dezentralität viel größer.

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Den Euro können weniger Leute scheitern lassen und eine Währungsreform umsetzen als das bei BCs möglich ist.

Beim Euro vertraust du einer politischen und wirtschaftlichen Kaste, bei BC vertraust du allen, die BCs haben und / oder Rechenleistung zur Verfügung stellen. Hier ist die Dezentralität viel größer.

 

Ich glaube, auch das ist eine zu einfache Sicht auf die Lage.

 

Wenn die politische und wirtschaftliche Kaste das trotz Demokratie beim Euro kann, warum kann es dann die softwareentwicklerische Kaste nicht trotz Dezentralität auch bei BTC? Und was schließt eigentlich eine BTC-Währungsreform durch die politische und wirtschaftliche Kaste aus (das nicht auch eine Papiermark-Währungsreform ausschließen würde)? Auch BTC ist nicht grundsätzlich gegen large-scale rubberhose cryptanalysis sicher, z.B.

 

Also, ich will damit nicht sagen, dass BTC effektiv genauso funktionieren wie staatliche Währungen, aber ich würde sagen, dass die Unterschiede doch wesentlich subtiler sind als man bei oberflächlicher Betrachtung annehmen würde.

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Das ist durch nichts gedeckt, hinter unserer Währung steht wenigstens noch der Staat (also wir alle). Mein Vertrauen in unseren Staat ist höher als in völlig unbekannte Personen.

 

Ich persönlich halte nichts von Bitcoin und zwar weil letztlich niemand dahinter steht der mir garantiert auch in einem Jahr noch etwas dafür kaufen zu können. Setz halt auf den "good will" der Anderen.

Und wenn eine normale Währung verschwindet gibt es eine neue nachfolgende Währung, das ist bei Bitcoin nicht garantiert. Ich bezweifle das beim scheitern von Bicoin z.B. die Litecoin Leute so nett sind und sagen "ok es gibt x/100 Litecoin für einen Bitcoin.

"Wir alle" sind Dir bekannte Personen? Und die Nutzer von Bitcoin, von denen Du zwei oder drei kennst, sind Dir vollkommen unbekannt?

Selbstverständlich nicht "alle", aber meine Nachbarn, mein Umfeld. Um es kurz zu machen deutlich mehr als Bitcoin User.

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Das ist durch nichts gedeckt, hinter unserer Währung steht wenigstens noch der Staat (also wir alle). Mein Vertrauen in unseren Staat ist höher als in völlig unbekannte Personen.

 

Ich persönlich halte nichts von Bitcoin und zwar weil letztlich niemand dahinter steht der mir garantiert auch in einem Jahr noch etwas dafür kaufen zu können. Setz halt auf den "good will" der Anderen.

Und wenn eine normale Währung verschwindet gibt es eine neue nachfolgende Währung, das ist bei Bitcoin nicht garantiert. Ich bezweifle das beim scheitern von Bicoin z.B. die Litecoin Leute so nett sind und sagen "ok es gibt x/100 Litecoin für einen Bitcoin.

 

Es ist richtig, dass Bitcoins durch nichts gedeckt sind. Euros aber auch nicht. Beide erhalten ihren Wert durch Vertrauen. Niemand garantiert Dir, dass die Euros wertstabil sind. Niemand garantiert das für Bitcoins. Niemand garantiert das für Zimbabwe-Dollar.

 

Warum sollte Bitcoin "verschwinden"? Im Gegensatz zu gesetzlichen Währungen kann er nicht per Dekret abgeschafft werden. Bitcoins können genauso wie Euros wertlos werden, wenn niemand mehr bereit ist, Waren (oder Währungen) dafür im Tausch anzubieten.

 

Euros werden von einer Zentralbank gesteuert (insbesondere die Geldmenge). Bei Bitcoins ist die Geldmenge festgelegt. Damit ist (in beiden Fällen) keine Wertstabilität garantiert, aber die Gefahr einer Inflation ist bei Bitcoins wesentlich geringer als bei Euro oder Dollar.

 

Unzweifelhaft ist der Euro momentan das weniger riskante Investment, aber in der Argumentation hat eine Garantie des Staates - die es nicht gibt - nichts zu suchen.

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Wenn die politische und wirtschaftliche Kaste das trotz Demokratie beim Euro kann, warum kann es dann die softwareentwicklerische Kaste nicht trotz Dezentralität auch bei BTC? Und was schließt eigentlich eine BTC-Währungsreform durch die politische und wirtschaftliche Kaste aus (das nicht auch eine Papiermark-Währungsreform ausschließen würde)?

 

 

Dezentrales peer to peer Netzwerk würde rein theoretisch eine gesteuerte Manipulation schon ziemlich schwer, wenn nicht gar unmöglich machen. Beim Bitcoin ist es aber nur oberflächlich ein dezentrales Netzwerk.

Inzwischen gibts nämlich nur mehr wenige Miningpools, die Bitcoins minen. Das Minen auf dem HomePC ist nämlich schon lange ohne Erfolgsaussichten, weil die Schwierigkeit mittlerweile viel zu hoch ist. Die Wahrscheinlichkeit einen Block zu errechnen ist in etwa so groß wie ein Lottosechser. Ich kenn mich zwar nicht genau aus (bin kein Techniker), aber ich hab mal gelesen, daß ein handelsüblicher PC schon mal mehr als hundert Jahre laufen müsste, um mal einen Block zu ergattern. Drum gibts ja die Miningools. Mit diesen Pools ist aber eine Dezentralität nur mehr theoretisch gewährleistet. Das ist natürlich ein großes Problem.

 

Litcoinentwickler haben die Rechenaufgaben so gestellt, daß es keinen Sinn machen sollte, große Spezialrechner zu verwenden. Damit wollte man diese Entwicklung verhindern, die das Bitcoinminen in der Zwischenzeit genommen hat. Damit sollte eine Konzentration auf wenige Teilnehmer entgegengewirkt werden. Ob das gelungen ist, sollte die Zukunft zeigen.

 

Die ganze Cryptotechnologie steht ja erst am Anfang. Es ist noch lange nicht entschieden, welches System sich langfristig durchsetzt (oder ob sich überhaupt eins durchsetzt). Die Entwicklung von Quantencomputern könnte ebenfalls einiges an Änderungen mit sich bringen, weil heute vermeintlich fälschungssichere Systeme angreifbar wären.

 

Was sicher bleiben wird, ist die Idee. Die lässt sich nicht mehr zerstören. Die Möglichkeiten, die peer to peer Systeme bieten könnten, können wir bestenfalls erahnen. Ich denke aber, daß wir alle gut beraten wären, in den Foren der Nerds zu stöbern, da wird so manche utopische Idee bereits diskutiert.

 

 

 

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Wenn die politische und wirtschaftliche Kaste das trotz Demokratie beim Euro kann, warum kann es dann die softwareentwicklerische Kaste nicht trotz Dezentralität auch bei BTC? Und was schließt eigentlich eine BTC-Währungsreform durch die politische und wirtschaftliche Kaste aus (das nicht auch eine Papiermark-Währungsreform ausschließen würde)?

Dezentrales peer to peer Netzwerk würde rein theoretisch eine gesteuerte Manipulation schon ziemlich schwer, wenn nicht gar unmöglich machen.

 

Was ich damit meinte, ist, dass zumindest die Softwareentwicklug ja schon auch (noch?) relativ konzentriert ist. Die Entwickler können natürlich niemanden dazu zwingen, ihre neue Version zu verwenden, haben aber sicher schon einen größeren Einfluss als der durchschnittliche Endbenutzer.

 

Bzw. allgemeiner wollte ich vor allem darauf hinaus, dass die kryptographischen Eigenschaften von Bitcoin das eine sind, aber dass das ja trotzdem nicht in einem gesellschaftlichen Vakuum stattfindet, und dass es durchaus Angriffs-/Einflusswege abseits von "Schlüssel knacken" gibt.

 

Beim Bitcoin ist es aber nur oberflächlich ein dezentrales Netzwerk.

Inzwischen gibts nämlich nur mehr wenige Miningpools, die Bitcoins minen. Das Minen auf dem HomePC ist nämlich schon lange ohne Erfolgsaussichten, weil die Schwierigkeit mittlerweile viel zu hoch ist. Die Wahrscheinlichkeit einen Block zu errechnen ist in etwa so groß wie ein Lottosechser. Ich kenn mich zwar nicht genau aus (bin kein Techniker), aber ich hab mal gelesen, daß ein handelsüblicher PC schon mal mehr als hundert Jahre laufen müsste, um mal einen Block zu ergattern. Drum gibts ja die Miningools. Mit diesen Pools ist aber eine Dezentralität nur mehr theoretisch gewährleistet. Das ist natürlich ein großes Problem.

 

Das mit dem Lottosechser kommt eher nicht hin (bzw. ist unklar, was damit gemeint ist, da Wahrscheinlichkeiten sich ja immer auf irgendeine Anzahl Versuche/Versuchsdauer beziehen), aber die > 100 Jahre dürften grob überschlagen stimmen. Interessanter ist aber eigentlich die Tatsache, dass es sich nicht mehr lohnen dürfte, auch wenn man in einem Pool mitarbeitet, weil die Stromkosten höher wären als der Ertrag.

 

Pools an sich scheinen mir nicht unbedingt ein Problem zu sein, da Teilnehmer eines Pools ja recht problemlos den Pool wechseln können, um Mehrheiten zu vermeiden - und da Miner vom Fortbestand von Bitcoin profitieren, haben sie eigentlich auch keine Motivation, die Sicherheit von Bitcoin zu untergraben.

 

Litcoinentwickler haben die Rechenaufgaben so gestellt, daß es keinen Sinn machen sollte, große Spezialrechner zu verwenden. Damit wollte man diese Entwicklung verhindern, die das Bitcoinminen in der Zwischenzeit genommen hat. Damit sollte eine Konzentration auf wenige Teilnehmer entgegengewirkt werden. Ob das gelungen ist, sollte die Zukunft zeigen.

 

Zunächst: Die "Spezialrechner" sind nicht groß, eher im Gegenteil. Den Großteil des Volumens eines PCs machen Netzteil und Kühltechnik aus, weil so eine moderne CPU viel Strom frisst und in Wärme verwandelt, die dann wieder entsorgt werden muss, damit nichts kaputt geht. Die "Spezialrechner" existieren genau deshalb, weil die Stromkosten ein entscheidender Faktor sind, und man mit spezialisierter Hardware viel Strom sparen kann - und damit natürlich auch viel Platz. Praktisch handelt es sich einfach um spezifisch entwickelte Chips (ASICs, Application Specific Integrated Circuits), die nur Bitcoin-Mining können, statt Software auszuführen, und deshalb die ganze für die Flexibilität einer CPU notwendige Komplexität weglassen können. Für ~ 5000 EUR kann man sich durchaus ASIC-Miner kaufen, die nicht viel größer sind als ein normaler PC und eine realistische Chance haben, auch ohne Pool den einen oder anderen Block zu finden - in denen sind dann haufenweise dieser Chips verbaut.

 

Dass scrypt (das von LTC verwendete Hashverfahren) da viel weiter hilft, scheint mir nicht wirklich schlüssig. scrypt hilft ein wenig gegen GPUs, und selbst die haben schon einen merklichen Vorteil gegenüber CPUs, aber ich sehe nicht, wie es gegen ASICs helfen soll. DRAM ist billig und wenn man ein ASIC designed, sollte man die mit DRAM einhergehende Latenz eigentlich durch Pipelining nennenswert verstecken können. Also, es dürfte zwar den Faktor zwischen CPU- und ASIC-Implementation verringern, aber ich würde nicht davon ausgehen, dass der Unterschied klein genug wird, dass GPU-Mining wirtschaftlich bleibt. Das ist allerdings alles sehr aus dem Bauch heraus, ich habe das nicht eingehend analysiert ...

 

Die ganze Cryptotechnologie steht ja erst am Anfang. Es ist noch lange nicht entschieden, welches System sich langfristig durchsetzt (oder ob sich überhaupt eins durchsetzt). Die Entwicklung von Quantencomputern könnte ebenfalls einiges an Änderungen mit sich bringen, weil heute vermeintlich fälschungssichere Systeme angreifbar wären.

 

Zumindest die (historische) Blockchain ist relativ QC-sicher, um die Sicherheit neuer Transaktionen müsste man sich dann wohl ein wenig Sorgen machen, ja - aber es besteht Hoffnung, dass sich Quantencomputer langsam genug entwickeln, dass wir vorher etwas dagegen tun können ;-)

 

Und ich würde sagen, am Anfang steht vor allem die praktische Verwendung und ein Übergang in die allgemeine Kultur, die theoretischen Grundlagen sind eigentlich schon ganz gut entwickelt - sicher nicht "fertig", aber doch deutlich weiter als die praktische Anwendung. Auch an Bitcoin ist ja eigentlich nicht viel neues - ausser die einfache wie geniale Idee, einen Proof of Work zu verwenden, um einen Zeitstempeldienst gegen Forks zu sichern.

 

Was sicher bleiben wird, ist die Idee. Die lässt sich nicht mehr zerstören. Die Möglichkeiten, die peer to peer Systeme bieten könnten, können wir bestenfalls erahnen. Ich denke aber, daß wir alle gut beraten wären, in den Foren der Nerds zu stöbern, da wird so manche utopische Idee bereits diskutiert.

 

Meine Empfehlung wäre, die Foren zu meiden, die Vordenker sind eher auf Mailinglisten oder vielleicht im Usenet anzutreffen als in Foren, und zu den utopischen Ideen gehört wahrscheinlich eher, Webforen abzuschaffen ;-)

 

Aber sonst kann ich mich dem nur anschließen - lasst Euch nicht mit irgendwelchem Cloud-Scheiß für dumm verkaufen, der nur dazu dient, Vermittler ohne Mehrwert in der Verbindung zu positionieren, die dann Geld sehen wollen und/oder Euch als zu verkaufendes Produkt betrachten und Innovation behindern und sonst nichts (das ist höchstens eine gute Investition, wenn es denn klappt - Lock-in/Burggraben/wissen schon ;-). Jeder Rechner am Internet hat eine eigene IP-Adresse, es gibt technisch keinen Unterschied zwischen "Clients" und "Servern", und jeder Rechner, der mit dem Internet verbunden ist, kann jedem anderen Rechner, der mit dem Internet verbunden ist, Datenpakete schicken, dazu braucht es kein Google, kein Facebook, kein Twitter, kein Dropbox, kein github ... was wir brauchen, ist großflächiger Breitbandausbau (d.h. 1 Gbit/s und aufwärts symmetrisch überall für < 50 EUR/Monat), damit echte Innovation mit P2P-Systemen vorangehen kann, und damit man von überall schnell auf die eigenen Daten zugreifen kann, die auf den eigenen Geräten liegen, ohne sie "in die Cloud hochladen" zu müssen. Peer to Peer ist zwar ein etwas aktuelleres Schlagwort, aber eigentlich ist das Internet traditionell sehr "Peer to Peer", höchstens mit einem etwas höheren Anspruch an das technische Verständnis der Anwender als für Endbenutzer heute sinnvoll vorauszusetzen ist: Wer weiss zum Beispiel noch, dass man für E-Mail genaugenommen keinen E-Mail-Anbieter braucht? Wenn ich auf meinem PC einen SMTP-Server installiere, und angenommen meine IP-Adresse ist 198.51.100.42, dann kannst Du mir E-Mails an benutzer@[198.51.100.42] schicken.

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noch mal hochschieb

 

Ich frage mich, ob Bitcoins in der Praxis tatsächlich mal ankommen werden,

wenn ich mir die krassen Schwankungen anschaue und ich dann etws damit zahlen will,

dann müßten ja permanent die Preise für irgendwelche Produkte angepasst werden - das sehe ich als ziemlich realitätsfremd an.

 

Denn ich gehe mal davon aus, das ich Dinge die vor einem Jahr 1 B gekostet haben, heute nicht mehr mit 1B zu bezahlen sind,

denn der Bezug zum richtigen Geld ist ja wohl nach wie vor gegeben, oder ?

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Posted · Edited by ElTopo

Klar ist bei dieser Volatilität der Preis von Gütern an Euro oder Dollar gekoppelt. Zahlungsdienstleister wie Bitpay bieten (soviel ich weiß sogar standardmäßig) eine direkte Umrechnung in Fiat für ihre Kunden an. Das heißt, wenn jemand mit Bitcoin zahlt, wird seitens Bitpay der Betrag sofort in Fiat umgerechnet und gutgeschrieben. Somit gibt es keine Kursrisiken für Händler, die Bitcoin akzeptieren.

 

Kleiner wird die Volatilität erst, wenn sich Bitcoin auf breiterer Basis durchsetzen sollte. Also mehrere Jahre (wenn überhaupt).

 

EDIT: Vergleichen sollte man die Vola übrigens nicht mit Leitwährungen, sondern mit Weichwährungen mit einer vergleichbaren Kapitalisierung. Frag doch mal z.B. in Argentinien nach der Stabilität ihrer Währung.

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Kleiner wird die Volatilität erst, wenn sich Bitcoin auf breiterer Basis durchsetzen sollte. Also mehrere Jahre (wenn überhaupt).

Sorry, aber es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sich die Bitcoin Volatilität jemals merklich reduziert. Die eingebaute (und gewollte) Deflation verhindert dies.

 

Selbst wenn sich Bitcoin auf breiterer Basis durchsetzen sollte bleibt das Problem, dass sich die Geldmenge nicht nach der Geldnachfrage richtet. "Boom and bust"-Zyklen sind damit unabdingbar.

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Posted · Edited by yashirobi

 

Dezentrales peer to peer Netzwerk würde rein theoretisch eine gesteuerte Manipulation schon ziemlich schwer, wenn nicht gar unmöglich machen. Beim Bitcoin ist es aber nur oberflächlich ein dezentrales Netzwerk.

Inzwischen gibts nämlich nur mehr wenige Miningpools, die Bitcoins minen.

 

In wie fern steht die Mining Forcierung denn der Dezentralisierung entgegen? Die Waehrung wird immer noch in einem P2P Netzwerk geloggt und genutzt. Daran aendert die Form des Minings absolut garnichts. Was evtl. ein Problem darstellt sind Online Bitcoin-Geldboersen. Diese reduzieren stark die Anzahl der Netzwerkteilnehmer, denn viele Nutzer nutzen die Datenbank eines Netzwerkteilnehmers. In wie fern das ein Problem werden koennte vermag ich allerdings nicht einzuschaetzen.

 

Was mich an der Waehrung wahnsinnig stoert, ist das es imo keinen verlaessliche Speichermoeglichkeit gibt. Ich werde mein Geld nicht auf irgendeiner Seite speichern. Aber sicher auch nicht auf einer simplen Festplatte. Was bleibt? Eine x-fach Absicherung auf x Medien? Bin ich auch kein Freund von, nachher verlege ich einen oder er geraet in falsche Haende, Geld weg. Verschluesselt speichern will ich das auch nicht. Nachher vergesse ich den Key :X Was bleibt? Ausdrucken?

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Posted · Edited by xolgo

Dass scrypt (das von LTC verwendete Hashverfahren) da viel weiter hilft, scheint mir nicht wirklich schlüssig. scrypt hilft ein wenig gegen GPUs, und selbst die haben schon einen merklichen Vorteil gegenüber CPUs, aber ich sehe nicht, wie es gegen ASICs helfen soll. DRAM ist billig und wenn man ein ASIC designed, sollte man die mit DRAM einhergehende Latenz eigentlich durch Pipelining nennenswert verstecken können. Also, es dürfte zwar den Faktor zwischen CPU- und ASIC-Implementation verringern, aber ich würde nicht davon ausgehen, dass der Unterschied klein genug wird, dass GPU-Mining wirtschaftlich bleibt. Das ist allerdings alles sehr aus dem Bauch heraus, ich habe das nicht eingehend analysiert ...

 

Scrypt braucht einfach viel mehr Arbeitsspeicher als SHA-2. Deshalb ist es nicht unmöglich einen ASIC zu bauen, aber aufwendiger. Google liefert auch schon die ersten kommerziellen Angebote für Scrypt-ASICs.

 

Aber sonst kann ich mich dem nur anschließen - lasst Euch nicht mit irgendwelchem Cloud-Scheiß für dumm verkaufen, der nur dazu dient, Vermittler ohne Mehrwert in der Verbindung zu positionieren, die dann Geld sehen wollen und/oder Euch als zu verkaufendes Produkt betrachten und Innovation behindern und sonst nichts (das ist höchstens eine gute Investition, wenn es denn klappt - Lock-in/Burggraben/wissen schon ;-). Jeder Rechner am Internet hat eine eigene IP-Adresse, es gibt technisch keinen Unterschied zwischen "Clients" und "Servern", und jeder Rechner, der mit dem Internet verbunden ist, kann jedem anderen Rechner, der mit dem Internet verbunden ist, Datenpakete schicken, dazu braucht es kein Google, kein Facebook, kein Twitter, kein Dropbox, kein github ... was wir brauchen, ist großflächiger Breitbandausbau (d.h. 1 Gbit/s und aufwärts symmetrisch überall für < 50 EUR/Monat), damit echte Innovation mit P2P-Systemen vorangehen kann, und damit man von überall schnell auf die eigenen Daten zugreifen kann, die auf den eigenen Geräten liegen, ohne sie "in die Cloud hochladen" zu müssen. Peer to Peer ist zwar ein etwas aktuelleres Schlagwort, aber eigentlich ist das Internet traditionell sehr "Peer to Peer", höchstens mit einem etwas höheren Anspruch an das technische Verständnis der Anwender als für Endbenutzer heute sinnvoll vorauszusetzen ist: Wer weiss zum Beispiel noch, dass man für E-Mail genaugenommen keinen E-Mail-Anbieter braucht? Wenn ich auf meinem PC einen SMTP-Server installiere, und angenommen meine IP-Adresse ist 198.51.100.42, dann kannst Du mir E-Mails an benutzer@[198.51.100.42] schicken.

 

Auch wenn ich Dir prinzipiell inhaltlich zustimme, solltest Du ein bisschen differenzieren. Natürlich unterscheidet eine IP-Adresse nicht zwischen Client und Server. Wohl aber das verwendete Protokoll. Und git ist zum Beispiel gerade ein Protokoll, das ohne einen Server auskommt - im Gegensatz zu HTTP oder SMTP, bei denen die beiden Peers unterschiedliche Rollen einnehmen und es daher Client und Server geben muss.

(Daran ändert auch der Verzicht auf Domainnamen bei SMTP nichts.) Und selbst wenn ein Protokoll Client und Server unterscheidet, dann hindert das nicht daran, einen entsprechenden Server selbst zu betreiben und sich nicht auf die Dienste von xyz zu verlassen. Das ist, glaube ich, das, was Du sagen möchtest ;-)

 

Dazu braucht es aber auch keine 1 GBit/s, das geht auch mit 1MBit/s.

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Posted · Edited by xolgo

Dezentrales peer to peer Netzwerk würde rein theoretisch eine gesteuerte Manipulation schon ziemlich schwer, wenn nicht gar unmöglich machen. Beim Bitcoin ist es aber nur oberflächlich ein dezentrales Netzwerk.

Inzwischen gibts nämlich nur mehr wenige Miningpools, die Bitcoins minen.

 

In wie fern steht die Mining Forcierung denn der Dezentralisierung entgegen?

 

Die Bündelung der Mining-Kapazität in Pools wird dann zu einem Risiko, wenn ein Pool zu groß wird - genauer > 50%, da er dann z.B. die Macht darüber bekommt, welche Transaktionen zugelassen werden und welche nicht.

 

Die Waehrung wird immer noch in einem P2P Netzwerk geloggt und genutzt. Daran aendert die Form des Minings absolut garnichts.

 

Jein, alle Peers verlassen sich aber auf die Blöcke, die von den Minern erstellt werden. Und wenn die anfangen "falsch" zu spielen, ist das ein Problem.

 

Was evtl. ein Problem darstellt sind Online Bitcoin-Geldboersen. Diese reduzieren stark die Anzahl der Netzwerkteilnehmer, denn viele Nutzer nutzen die Datenbank eines Netzwerkteilnehmers. In wie fern das ein Problem werden koennte vermag ich allerdings nicht einzuschaetzen.

 

Dann wäre ich mit den Vermutungen vorsichtiger. Ein Teilnehmer, der nicht am Mining teilnimmt, ist für das Funktionieren des Netzwerkes relativ irrelevant und kann daher teilnehmen oder nicht, das ändert nichts.

 

Was mich an der Waehrung wahnsinnig stoert, ist das es imo keinen verlaessliche Speichermoeglichkeit gibt. Ich werde mein Geld nicht auf irgendeiner Seite speichern. Aber sicher auch nicht auf einer simplen Festplatte. Was bleibt? Eine x-fach Absicherung auf x Medien? Bin ich auch kein Freund von, nachher verlege ich einen oder er geraet in falsche Haende, Geld weg. Verschluesselt speichern will ich das auch nicht. Nachher vergesse ich den Key :X Was bleibt? Ausdrucken?

 

Tja, beim Euro sieht's doch genauso aus. Du kannst sie in der Wohnung horten und selbst darauf aufpassen oder sie bei einer Bank deponieren und ihr vertrauen. Ist beim Bitcoin nicht viel anders. Die Geldaufbewahrer heißen nicht "Banken" sondern "Web-Wallet" (oder in Deinen Worten "Online-Geldbörse"). Jetzt kann man darüber philosophieren, ob man eher der Sparkasse oder blockchain.info trauen mag, aber das Prinzip ist es das gleiche: Vertraue jemandem anderen oder nicht.

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Tja, beim Euro sieht's doch genauso aus. Du kannst sie in der Wohnung horten und selbst darauf aufpassen oder sie bei einer Bank deponieren und ihr vertrauen. Ist beim Bitcoin nicht viel anders. Die Geldaufbewahrer heißen nicht "Banken" sondern "Web-Wallet" (oder in Deinen Worten "Online-Geldbörse"). Jetzt kann man darüber philosophieren, ob man eher der Sparkasse oder blockchain.info trauen mag, aber das Prinzip ist es das gleiche: Vertraue jemandem anderen oder nicht.

Der Unterschied ist, dass dir die Banken immerhin noch geringe Zinsen bieten. Abgesehen davon ist der Bankensektor ziemlich stark reguliert. Für Anlagesummen unter 100.000€ sollte man einer deutschen Bank vertrauen können.

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Scrypt braucht einfach viel mehr Arbeitsspeicher als SHA-2. Deshalb ist es nicht unmöglich einen ASIC zu bauen, aber aufwendiger. Google liefert auch schon die ersten kommerziellen Angebote für Scrypt-ASICs.

 

Ein Scrypt-ASIC zu bauen ist nicht viel aufwendiger als ein SHA256-ASIC zu bauen - die interessante Frage ist, ob man ein Scrypt-ASIC bauen kann, das als Gesamtsystem eine wesentlich bessere Energieeffizienz aufweist als z.B. Scrypt auf einer GPU. Wegen des hohen Speicherbedarfs würde ich davon ausgehen, dass man um DRAM nicht herumkommt (im Gegensatz zu SHA256), aber man kann ja DRAM auch an ASICs anschliessen (bzw. eigentlich ist so eine GPU ja auch ein ASIC), und ich denke, dass man dann immernoch einen nennenswerten Effizienzvorteil übrigbehalten sollte.

 

Auch wenn ich Dir prinzipiell inhaltlich zustimme, solltest Du ein bisschen differenzieren. Natürlich unterscheidet eine IP-Adresse nicht zwischen Client und Server. Wohl aber das verwendete Protokoll. Und git ist zum Beispiel gerade ein Protokoll, das ohne einen Server auskommt - im Gegensatz zu HTTP oder SMTP, bei denen die beiden Peers unterschiedliche Rollen einnehmen und es daher Client und Server geben muss.

(Daran ändert auch der Verzicht auf Domainnamen bei SMTP nichts.) Und selbst wenn ein Protokoll Client und Server unterscheidet, dann hindert das nicht daran, einen entsprechenden Server selbst zu betreiben und sich nicht auf die Dienste von xyz zu verlassen. Das ist, glaube ich, das, was Du sagen möchtest ;-)

 

Ich meinte natürlich die Bedeutung von "Server", die die Rolle eines Rechners als ganzes bezeichnet, nicht die Bezeichnung einer Protokollpartei. Es gibt keine Protokolle, bei denen nicht eine Seite die Server- und eine Seite die Client-Rolle einnimmt, auch git nicht: Eine Seite wartet auf die Verbindung, eine Seite initiiert die Verbindung (und das gilt auch bei Tunneling über SSH, da übernimmt der sshd effektiv nur eine inetd-ähnliche Rolle), eine Seite wartet auf Requests, die andere Seite schickt Requests, ... - eine Asymmetrie ist an der Stelle praktisch unvermeidlich fürs Protokolldesign, entscheidend ist, ganz richtig, dass beide Rechner bei Bedarf in beiden Rollen auftreten können und keinen Dritten als Vermittler (oberhalb von IP) brauchen, und das gilt für SMTP genauso wie für git - und die Tatsache, dass ein git-Client sowohl einen pull als auch einen push initiieren kann, ist auch keine Besonderheit von git, SMTP z.B. hat TURN (seit 1982) und ETRN (seit 1996). Domainnamen sind insoweit relevant, als ja zumindest die kanonische DNS-Rootzone eine recht zentral kontrollierte Angelegenheit ist, und selbst auf die ist man nicht unbedingt angewiesen.

 

Dass eine IP-Adresse nicht zwischen Client und Server unterscheidet ist übrigens keineswegs so natürlich. Dass das bei IP so ist, ist per Definition so, interessant ist die Frage natürlich nur im Vergleich zu anderen Systemen: Hast Du mal versucht, an einem BTX-Teilnehmeranschluss Dein eigenes Postfach zu betreiben? Oder BTX-Seiten von Deinem Teilnehmeranschluss aus anzubieten? Oder Deinen eigenen Rundfunksender zu betreiben? Es ist keineswegs selbstverständlich, dass Kommunikationssysteme technisch symmetrisch sind und nicht zwischen "Anbieter" und "Konsument" unterscheiden. Und vor allem ist es einem Großteil der Benutzer nicht klar, auch wenn es Dir klar sein mag. Und schließlich könnte man natürlich sagen, dass es eigentlich derzeit auch gar nicht stimmt, weil überall wegen der IPv4-Adressknappheit NAT im Einsatz ist, sodaß die meisten Leute eben doch auf ihren Arbeitsrechnern "Client-IP-Adressen" benutzen, die nicht von überall erreichbar sind, sodaß man sich praktisch mit Portmapping und ähnlichem Mist herumschlagen muss. Aber da verspricht ja IPv6 vielleicht Abhilfe, sofern wir das denn doch mal flächendeckend ausgerollt kriegen, bevor es veraltet ist, und sich die Endkunden-ISPs dabei nicht genauso unfähig anstellen wie die meisten Hoster (also mindestens /56er für jeden Anschluss vergeben und nicht /64er oder sogar kleiner - aber da selbst die Telekom das auf die Reihe bekommt, besteht ja vielleicht Hoffnung).

 

Dazu braucht es aber auch keine 1 GBit/s, das geht auch mit 1MBit/s.

 

Jain - ja, Bandbreitensymmetrie ist wahrscheinlich wichtiger als hohe Bandbreite, aber Bandbreitensymmetrie mit DSL ist schwieriger als mit Glas, da man bei Glas kaum Echo und oft ohnehin getrennte Fasern pro Richtung hat, und wenn man erstmal Glas hat, fällt die Bandbreite ja quasi von alleine ab.

 

Aber hohe Bandbreiten sind auch wichtig, da bei Bandbreiten weit über dem was eine Anwendung braucht und so hoch, dass die Übertragungsdauer eines einzelnen Paketes weit unter die menschliche Wahrnehmungsschwelle schrumpf, die gegenseitige Beeinflussung keine so große Rolle mehr spielt. Wenn Du heute ein Hochzeitsvideo mit der Familie teilen oder einen Podcast veröffentlichen willst, dann kannst Du das zwar im Prinzip von zu Hause aus per Bittorrent machen, aber praktisch ist dann Deine Leitung dicht und alles andere wird lahm (es sei denn, Du betreibst dann wieder extra-Aufwand für QoS, und auch das garantiert keinen Erfolg), also muss halt doch wieder ein Server bei einem Hoster oder ein "Cloud-Service" her, was nicht nur Geld kostet, sondern ja auch unnötig kompliziert ist (man muss einen Vertrag abschließen und so - Bittorrent-Sharing/-Publishing könnte Standardfunktion im Dateimanager der Desktopumgebung sein, also wenige Mausklicks entfernt). Wenn Du aber eine Gb/s-Leitung hättest, dann regelt TCP das schon ganz gut aus, und auch ein Burst von 50 Segmenten versehentlich synchronisierter TCP-Sessions blockieren die Leitung nur noch für eine Millisekunde, was nichtmal VoIP stören würde - mit einer 1 Mb/s-Leitung hättest Du an der Stelle eine Sekunde Latenz, könntest das Telefonieren also vergessen.

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Was mich an der Waehrung wahnsinnig stoert, ist das es imo keinen verlaessliche Speichermoeglichkeit gibt. Ich werde mein Geld nicht auf irgendeiner Seite speichern. Aber sicher auch nicht auf einer simplen Festplatte. Was bleibt? Eine x-fach Absicherung auf x Medien? Bin ich auch kein Freund von, nachher verlege ich einen oder er geraet in falsche Haende, Geld weg. Verschluesselt speichern will ich das auch nicht. Nachher vergesse ich den Key :X Was bleibt? Ausdrucken?

 

Neben den von xolgo schon aufgezählten, ergeben sich aber auch noch ganz neue Möglichkeiten, die es mit Euros so nicht gibt. Z.B. könntest Du Deine BTC so umbuchen, dass der Zugriff nur möglich ist durch digitale Signatur von Dir und einer Bank oder zwei Banken gemeinsam (vorausgesetzt, es gibt Banken, die derartiges anbieten), oder von Dir oder mindestens zwei von drei Banken, oder von Dir oder zwei von drei Banken oder von einem Notar zusammen mit einem Erben, oder ... - Du hast also die Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass nicht nur ein Zugriffsweg besteht, dass aber trotzdem nicht unbedingt jeder, der zum Zugriff beitragen kann, alleine verfügen kann, was Geschäftsmodelle ermöglicht wie "Banken", deren Dienstleistung darin besteht, einen Schlüssel für Deine BTC sicher zu verwahren und den Zugriff z.B. per Personalausweis zu authentifizieren, wobei die Bank aber trotzdem nicht alleine über Deine BTC verfügen kann.

 

Solch eine Aufteilung der Verfügungsgewalt kann man natürlich auch alleine machen - also n Datenträger erzeugen, von denen man m für den Zugriff braucht, dann ist es nicht so wild, wenn einem mal einer abhanden kommt.

 

Ausdrucken ist auch nicht unbedingt eine schlechte Idee, aber es gäbe natürlich auch z.B. die Möglichkeit, den Schlüssel in einer Smartcard erzeugen zu lassen und nur dort zu speichern. Wichtig dabei ist natürlich, dass das was Du da speicherst, immer Schlüssel für den Zugriff auf ein BTC-Konto sind, nicht das Geld selbst - das heisst vor allem, dass man keine neuen Kopien machen muss, wenn man neue BTC gekriegt hat, man bucht sie einfach auf das mit den jeweiligen Schlüsseln gesicherte Konto und gut.

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Scrypt braucht einfach viel mehr Arbeitsspeicher als SHA-2. Deshalb ist es nicht unmöglich einen ASIC zu bauen, aber aufwendiger. Google liefert auch schon die ersten kommerziellen Angebote für Scrypt-ASICs.

 

Ein Scrypt-ASIC zu bauen ist nicht viel aufwendiger als ein SHA256-ASIC zu bauen

 

Wie erklärst Du denn die Frage nach der sehr viel späteren Verfügbarkeit von ASICs für Scrypt und für SHA256? Nur mit dem Kurs von Bitcoin vs. Litecoin ist das nicht zu erklären.

 

die interessante Frage ist, ob man ein Scrypt-ASIC bauen kann, das als Gesamtsystem eine wesentlich bessere Energieeffizienz aufweist als z.B. Scrypt auf einer GPU.

 

Wenn Du Google bemühst, findest Du entsprechende Angebote und damit auch die Antwort auf Deine Frage.

 

Auch wenn ich Dir prinzipiell inhaltlich zustimme, solltest Du ein bisschen differenzieren. Natürlich unterscheidet eine IP-Adresse nicht zwischen Client und Server. Wohl aber das verwendete Protokoll. Und git ist zum Beispiel gerade ein Protokoll, das ohne einen Server auskommt - im Gegensatz zu HTTP oder SMTP, bei denen die beiden Peers unterschiedliche Rollen einnehmen und es daher Client und Server geben muss.

(Daran ändert auch der Verzicht auf Domainnamen bei SMTP nichts.) Und selbst wenn ein Protokoll Client und Server unterscheidet, dann hindert das nicht daran, einen entsprechenden Server selbst zu betreiben und sich nicht auf die Dienste von xyz zu verlassen. Das ist, glaube ich, das, was Du sagen möchtest ;-)

 

Ich meinte natürlich die Bedeutung von "Server", die die Rolle eines Rechners als ganzes bezeichnet, nicht die Bezeichnung einer Protokollpartei. Es gibt keine Protokolle, bei denen nicht eine Seite die Server- und eine Seite die Client-Rolle einnimmt, auch git nicht:

 

Die Diskussion ist hier fehl am Platz und führt auch zu weit. Nur so viel: Natürlich setzt jede Verbindung voraus, dass eine Partei sie initiiert. Mit "Protokoll" bezog ich mich nicht auf die Verbindungsschicht sondern die Anwendungsschicht.

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Ein Scrypt-ASIC zu bauen ist nicht viel aufwendiger als ein SHA256-ASIC zu bauen

 

Wie erklärst Du denn die Frage nach der sehr viel späteren Verfügbarkeit von ASICs für Scrypt und für SHA256? Nur mit dem Kurs von Bitcoin vs. Litecoin ist das nicht zu erklären.

 

Ich denke, ein Faktor ist, dass LTC ca. drei Jahre jünger ist, und der Rest ist wahrscheinlich tatsächlich indirekt der Kurs - so ein high-performance ASIC zu entwickeln, ist nicht gerade ein Hobbyprojekt, unter einer viertel Million Investition ist eher nichts zu machen, da will man vermutlich schon ein wenig Sicherheit haben, dass das Produkt auch Absatz findet, bevor man mit der Entwicklung anfängt.

 

Ich meinte natürlich die Bedeutung von "Server", die die Rolle eines Rechners als ganzes bezeichnet, nicht die Bezeichnung einer Protokollpartei. Es gibt keine Protokolle, bei denen nicht eine Seite die Server- und eine Seite die Client-Rolle einnimmt, auch git nicht:

 

Die Diskussion ist hier fehl am Platz und führt auch zu weit. Nur so viel: Natürlich setzt jede Verbindung voraus, dass eine Partei sie initiiert. Mit "Protokoll" bezog ich mich nicht auf die Verbindungsschicht sondern die Anwendungsschicht.

 

Ja, ich auch. Die Verbindungsschicht ist nämlich gerade die Ausnahme, zumindest theoretisch: Die TCP-State-Machine ist zu einem "Simultaneous Open" in der Lage, kann also eine Verbindung aufbauen, indem beide Seiten gleichzeitig zueinander connecten - außer für Firewall-Hole-Punching hat das aber keine praktische Bedeutung.

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Kleiner wird die Volatilität erst, wenn sich Bitcoin auf breiterer Basis durchsetzen sollte. Also mehrere Jahre (wenn überhaupt).

Sorry, aber es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sich die Bitcoin Volatilität jemals merklich reduziert. Die eingebaute (und gewollte) Deflation verhindert dies.

 

Selbst wenn sich Bitcoin auf breiterer Basis durchsetzen sollte bleibt das Problem, dass sich die Geldmenge nicht nach der Geldnachfrage richtet. "Boom and bust"-Zyklen sind damit unabdingbar.

 

Ohne Frage wird es immer die Boom and bust Zyklen geben, aber mit deutlich abnehmender Volatilität. Das sieht man schön an den bisherigen 3 Blasen:

 

Frühjahr 2011 (alles ca. Angaben in USD, Basis Börse Mt Gox):

von 1 auf 30 und zurück auf 2 (+2900% dann -93%)

 

Frühjahr 2013:

von 15 auf 260 und zurück auf 70 (+1600% dann -71%)

 

Herbst 2013:

von 130 auf 1200 und zurück auf 500 (+900% dann -62%)

 

Fraglich ist ob aktuell der Boden schon erreicht ist, es sieht aber so aus.

 

Interessant ist natürlich die Frage, wie die nächste Blase aussieht, die mit ziemlicher Sicherheit in den nächsten Monaten kommen und gehen wird....

 

Mein Tipp: Hoch auf mind. 4000, dann wieder runter auf 2000 (+400% dann -50%)

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Posted · Edited by ZappBrannigan

Ohne Frage wird es immer die Boom and bust Zyklen geben, aber mit deutlich abnehmender Volatilität. Das sieht man schön an den bisherigen 3 Blasen:

Ja, mag sein, dass die Volatilität zeitweise etwas zurück geht - es wird aber immer wieder Blasen geben, die die Volatilität stark erhöhen. Bisher ist von einem Rückgang auch praktisch nichts zu sehen:

 

vols-mule.png

Frühjahr 2011 (alles ca. Angaben in USD, Basis Börse Mt Gox):

von 1 auf 30 und zurück auf 2 (+2900% dann -93%)

 

Frühjahr 2013:

von 15 auf 260 und zurück auf 70 (+1600% dann -71%)

 

Herbst 2013:

von 130 auf 1200 und zurück auf 500 (+900% dann -62%)

 

Abgesehen davon zeigt dein Beispiel, dass vielleicht die Größe der Blasen abgenommen hat, die Häufigkeit aber zugenommen hat (der Graph würde wiederum genau das Gegenteil aussagen - dies zeigt mal wieder, dass man sich die Realität so zurechtlegen kann wie man möchte). Eine größere Blase in 2011 stehen zwei etwas kleinere in 2013 gegenüber (in 2012 gab es auch noch eine etwas kleinere, aber das tut nichts zur Sache). In 2013 ist der Bitcoin-Preis von $15 auf $1200 gestiegen (8000%) um dann wieder leicht abzufallen. Wie schon gesagt, ich kann da keine merkliche Volatilitäts-Reduktion erkennen.

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