Reform der Besteuerung von Investmentfonds

  • Steuern
  • Fonds
1,647 posts in this topic

Posted · Edited by Akaman

Hast Du irgendwo rausgelesen, ob dies nur für Investmentanteile gelten soll oder auch für Aktien? Und sollen die 100k pro Jahr gelten oder insgesamt?

Ich habe nur bis hierhin gelesen:

 

§ 1

Anwendungsbereich

(1) Dieses Gesetz ist anzuwenden auf Investmentfonds und deren Anleger

 

Allerdings vermute ich, dass da noch mehr im Busch sein könnte.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by MonacoFranzl

Hast Du irgendwo rausgelesen, ob dies nur für Investmentanteile gelten soll oder auch für Aktien? Und sollen die 100k pro Jahr gelten oder insgesamt?

 

Seite 27 des Diskussionsentwurfs

 

(5) Der Gewinn im Sinne des Absatzes 3 Satz 1 ist gesondert festzustellen, wenn dieser der Besteuerung nach dem Einkommen unterliegt. Zuständig für die gesonderte Feststellung des Gewinns im Sinne des Absatzes 3 Satz 1 ist das Finanzamt, das für die Besteuerung des Anlegers nach dem Einkommen zuständig ist. Anleger im Sinne des Satzes 1 haben eine Erklärung zur gesonderten Feststellung des Gewinns im Sinne des Absatzes 3 Satz 1 spätestens bis zum 31. Dezember 2021 abzugeben. Die gesonderte Feststellung des Gewinns im Sinne des Absatzes 3 Satz 1 kann mit dem Einkommenoder Körperschaftsteuerbescheid des Anlegers für den entsprechenden Veranlagungszeitraum verbunden werden.

 

(6) Bei Alt-Anteilen, die vor dem 1. Januar 2009 erworben wurden und seit der Anschaffung nicht im Betriebsvermögen gehalten wurden, sind die zwischen dem Anschaffungszeitpunkt und dem 31. Dezember 2017 eingetretenen Wertveränderungen steuerfrei. Die ab dem 1. Januar 2018 eingetretenen Wertveränderungen sind steuerpflichtig, soweit der Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen im Sinne des Satzes 1 100.000 Euro übersteigt. Der am Schluss des Veranlagungszeitraums verbleibende Freibetrag nach Satz 2 ist gegenüber dem Anleger jährlich bis zum vollständigen Verbrauch des Freibetrags nach Satz 2 gesondert festzustellen. Absatz 5 Satz 2 und 4 sind entsprechend anzuwenden. Treten in einem Folgejahr Verluste aus der Veräußerung von Anteilen im Sinne des Satzes 1 ein, steht insoweit der verbrauchte Freibetrag in den auf den Verlustentstehungszeitraum folgenden Jahren wieder zur Verfügung. Die Verluste nach Satz 4 sind in der Feststellung nach Satz 3 auf den Schluss des Verlustentstehungsjahres zu berücksichtigen.

 

Dass das auch für Nicht-Investmentfonds gilt, habe ich nicht gesehen ... aber darauf kommen die auch noch, dass es auch Aktien & Co Altbestände gibt.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by MonacoFranzl

Stellungnahme vom 03.09.15 des Bankenverbandes zur Investmentsteuerreform

 

https://bankenverband.de/newsroom/presse-infos/geplante-investmentsteuerreform-belastet-die-altersvorsorge-und-schadigt-den-investitionsstandort-deutschland/

 

Geplante Investmentsteuerreform belastet die Altersvorsorge und schädigt den Investitionsstandort Deutschland

3. September 2015

 

Die führenden Wirtschaftsverbände unterstützen zwar grundsätzlich das Ziel der Bundesregierung, Zweifel an der Europarechtskonformität der bestehenden Regelungen zur Investmentfondsbesteuerung zu beseitigen und als ungerechtfertigt angesehene Gestaltungen mit Hilfe von Investmentfonds zu verhindern. Allerdings verfehlt die vorliegende Fassung der Reform der Investmentfondsbesteuerung dieses Ziel. Denn der Entwurf des Bundesministeriums der Finanzen für das Investmentsteuerreformgesetz (InvStRefG-E) führt zu einer steuerlichen Mehrbelastung insbesondere für Altersvorsorge- und Kleinsparer und zu einer nachhaltigen Schädigung des Investitionsstandorts Deutschland. Zudem entsteht eine erhebliche administrative Mehrbelastung, bei den mit der Fondsverwaltung betrauten Kreditinstituten, den Finanzunternehmen und den Anlegern, kritisieren die Spitzenverbände in einer gemeinsamen Stellungnahme.

 

Altersvorsorge- und Kleinsparer benachteiligt

 

Die Reform trifft im Kern mit der Besteuerung die Publikumsfonds, in die vor allem Anlagebeträge von Altersvorsorgesparern und Kleinsparern fließen. Der Entwurf sieht vor, dass Dividenden und Immobilienerträge pauschal auf Fondsebene vorab mit 15 Prozent versteuert werden. Damit stünden Fonds weniger Mittel zur Wiederanlage und zur Ausschüttung an die Anleger zur Verfügung.

Derzeit gilt für die Besteuerung das bewährte Transparenzprinzip, demzufolge die Besteuerung nicht beim Fonds, sondern allein beim Anleger erfolgt. Die Steuerfreistellung in Höhe des Sparer-Pauschbetrages von 801 Euro pro Jahr verschont dabei die Kleinsparer und setzt bei diesen Anreize zum Vorsorgesparen. Dieser wichtige Effekt ginge durch die Reform im Ergebnis verloren. Denn Sparer würden nach den aktuellen Plänen für Erträge aus Investmentfonds in Höhe des jährlichen Sparer-Pauschbetrags keine Erstattung der auf Ebene des Fonds einbehaltenen Steuern erhalten.

Erhebliche Nachteile drohen auch bei der betrieblichen Altersversorgung. Die Kapitalanlage in Publikumsfonds eröffnet bisher die Möglichkeit, unter vertretbarem Risiko an langfristigen Aktienkurssteigerungen auf den Kapitalmärkten zu partizipieren. Dies ist gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Niedrigzinsphase von besonderer Bedeutung. Deshalb ist es unverzichtbar, dass die Erträge von Publikumsfonds steuerbefreit bleiben, soweit die Anteile von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung und von Unternehmen zur Abdeckung ihrer betrieblichen Altersvorsorgeverpflichtungen gehalten werden. Damit würde auch eine verfassungsrechtlich höchst zweifelhafte Doppelbesteuerung (auf Ebene des Fonds und später im Rahmen der nachgelagerten Besteuerung beim Rentenempfänger) vermieden.

 

Steuerliche Schlechterstellung für institutionelle Anleger

 

Neben Publikumsfonds wären auch Spezialfonds betroffen. Das sind Fonds mit weniger als 100 in der Regel institutionellen Anlegern. Anders als bisher müssten diese Fonds nach dem Gesetzentwurf einen Teil der einbehaltenen Veräußerungsgewinne sofort versteuern. Geplant ist eine jährliche Besteuerung in Höhe von 10 Prozent. Das hätte eine deutliche Steuermehrbelastung für die Wirtschaft zur Folge. Derzeit nutzen Unternehmen die Möglichkeit zur vorübergehenden Thesaurierung, um Marktschwankungen auszugleichen und damit die Erträge für ihre Kunden zu verstetigen. Diese Möglichkeit würde durch die unmittelbar anfallende steuerliche Belastung eingeschränkt. Zudem müssen die Voraussetzungen für Spezialfonds so ausgestaltet werden, dass auch für Personenunternehmen die Anlage in diese Fonds (z. B. zur Deckung von Pensionszusagen) möglich ist. Dies schließt der Gesetzentwurf aber gerade aus.

 

Startup-Szene wird geschwächt

 

Das Reformpaket betrifft aber nicht nur Publikums- und Spezialfonds. Die vorgesehene Besteuerung von Veräußerungsgewinnen aus „Streubesitz“ (Beteiligungsquote von unter 10 Prozent), die kein zwingendes Element einer Reform der Investmentbesteuerung ist, würde den Investitionsstandort Deutschland zusätzlich schwächen. Insbesondere Beteiligungen an Startup-Unternehmen würden durch diese weitere Steuerbelastung deutlich unattraktiver, weil die Wagniskapitalgeber die bereits auf der Ebene der Startup-Unternehmen erzielten Gewinne dann noch einmal selbst versteuern müssten. Die in den Regelungen enthaltene zeitlich befristete Ausnahme für den Bereich „Business Angels“ und Startups greift dabei zu kurz, ist nicht praktikabel und unterliegt beihilferechtlichen Bedenken.

 

Grundlegende Investmentsteuerreform ist nicht erforderlich

 

Die vom Gesetzgeber mit der Reform verfolgten Ziele (u. a. Begegnung europarechtlicher Zweifel an der bestehenden Investmentfondsbesteuerung und Verhinderung von Steuergestaltungen) lassen sich nach Überzeugung der Verbände einfacher und ohne zusätzliche steuerliche und bürokratische Belastungen durch gezielte Anpassungen des bestehenden Steuersystems erreichen. Der vorliegende Entwurf zur Reform der Investmentfondsbesteuerung bringt dagegen beides: Steuererhöhungen für Altersvorsorge- und Kleinsparer sowie für Unternehmen und einen höheren administrativen Aufwand für alle Beteiligten, insbesondere für Kreditinstitute, Finanzunternehmen und Anleger.

 

Ansprechpartner beim Bankenverband:

[...]

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Das Institut der Wirtschaftsprüfer hat eine umfassende Stellungnahme zu dem Gesetzesentwurf veröffentlicht (32 Seiten).

 

Wer mag, hier der Link:

IDW Link

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Artikel hierzu in der wiwo

 

http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/pauschale-steuer-auf-fonds-alle-sparer-waeren-betroffen/12292400.html

 

Pauschale Steuer auf Fonds - "Alle Sparer wären betroffen"

Gewinne aus Fondsanlagen sollen künftig pauschal besteuert werden, schlägt das Finanzministerium vor. Warum das Kleinsparer benachteiligt, erklärt Thomas Richter vom deutschen Fondsverband.

Artikel.pdf

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Auch das noch (Zitat aus Franzls Link):

 

Halten Sie es für vertretbar, auch den Bestandsschutz abzuschaffen, der Anlegern noch steuerfreie Erträge garantiert, wenn sie vor dem 1. Januar 2009 in Fonds investiert haben?

 

Das ist ein weiterer Nachteil des vom BMF angestrebten Systemwechsels, denn der bedingt eine Neujustierung, also auch den Wegfall des Bestandsschutzes. Im Gegenzug soll ein Freibetrag von 100.000 Euro pro Anleger eingeräumt werden, das heißt Gewinne aus dem Verkauf von Altanteilen sollen bis zu 100.000 Euro pro Anleger steuerfrei bleiben.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Im aktuellen "Der Zertifikateberater" ist hierzu ein gut lesbarer Artikel drinnen.

Mit Beispielen und kleiner Gegenüberstellung: Fonds bisher, Fonds zukünftig, Zertifikate

(Hatte nur kurz die Gelegenheit in eine Printausgabe einen Blick zu werfen - den Artikel selbst habe ich leider nicht.)

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Der Referentenentwurf ist raus.

So wie es aussieht ohne Änderungen d.h. alle Gemeinheiten sind drin geblieben.

 

Im BMF scheint ein Comedian zu sitzen, der Gesetzesentwurf beginnt mit folgendem Satz:

 

"Daher sieht der Gesetzentwurf vor, ein neues Besteuerungssystem für Publikums-Investmentfonds einzuführen, das wesentlich einfacher, leichter administrierbar und gestaltungssicherer ist."

 

Referentenentwurf

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Gerade hat das Bundesfinanzministerium die neuen Steuerpläne :news: veröffentlicht.

 

Es wird eine Steuervereinfachung bei der Fondsbesteuerung geben,

 

natürlich nicht für die Anleger, sondern nur dahingehend, dass der Finanzminister die Steuern einfacher bekommt.

 

Fonds müssen künftig 15% Körperschaftssteuer zahlen, z.B. auf eingenommene Dividenden, die ja schon vom Unternehmen selbst mit rd. 30% besteuert wurden.

Dafür gibt es dann Teilanrechnungen, wenn die Fondsanteile von Riester/Rürup-Anlegern gehalten werden, sollen dies rausgerechnet werden (wie soll das gehen, die wenigsten Fonds kennen ihre Anleger).

 

Weiterhin gibt es künftig eine Mindestbesteuerung, nennt sich Vorabpauschale, diese wird beim Verkauf wieder gegengerechnet. Warum das Ganze? Offensichtlich um die Anleger so zu verwirren, das diese keine Lust haben sich die zuviel gezahlten Steuern zurückzuholen. Modernes Raubrittertum.

 

Aber es kommt noch "besser".

Wer gedacht hat, die Kursgewinne der Altfonds vor 2009 dauerhaft steuerfrei vereinnahmen zu können, wird von Schäuble spätestens ab 2018 eines besseren belehrt.

Denn die Altfonds werden fiktiv zum 31.12.2017 verkauft, von da an beginnt das neue Steuerzeitalter mit der Versteuerung der Kursgewinne.

 

Da hat sich :king: Schäuble ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Aber es kommt noch "besser".

Wer gedacht hat, die Kursgewinne der Altfonds vor 2009 dauerhaft steuerfrei vereinnahmen zu können, wird von Schäuble spätestens ab 2018 eines besseren belehrt.

Denn die Altfonds werden fiktiv zum 31.12.2017 verkauft, von da an beginnt das neue Steuerzeitalter mit der Versteuerung der Kursgewinne.

 

Hmm, ich lese in dem von dir im anderen Thread verlinkten Entwurf:

Um gleichwohl das Vertrauen eines Kleinanlegers, für den die Bestandsschutzregelung bei Einführung der Abgeltungsteuer gedacht war, nicht zu enttäuschen, wird ein neuer Freibetrag in Höhe von 100 000 Euro eingeführt. Das heißt, auch die ab 2018 anfallenden Veräußerungsgewinne bleiben bis zum diesem Betrag steuerfrei. Dadurch dürfte sich für die weit überwiegende Zahl aller Steuerpflichtigen faktisch weiterhin ein Bestandsschutz hinsichtlich der vor 2009 erworbenen Investmentanteile ergeben.

 

Betrifft also nur Leute mit "richtig Geld", wenn ich das richtig verstehe.

 

Im übrigen bin ich der Meinung, dass hier ein Mod mal zusammenfügen möge...

 

Und warum einen neuen Faden, wenn das ganze schon hier diskutiert wird und du dort auch den Link postest?

 

Nachtrag: Ich habe diesen Faden daher den Mods zur Entsorgung vorgeschlagen.

 

Hätte zusammenführen nicht gereicht?

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by GoGi

Fonds müssen künftig 15% Körperschaftssteuer zahlen, z.B. auf eingenommene Dividenden, die ja schon vom Unternehmen selbst mit rd. 30% besteuert wurden.

Und für ausländische Fonds zahlt der deutsche Anleger dann fiktive Körperschaftssteuern an Stelle des Fonds?

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by sparfux

Hmm, ich lese in dem von dir im anderen Thread verlinkten Entwurf:

Um gleichwohl das Vertrauen eines Kleinanlegers, für den die Bestandsschutzregelung bei Einführung der Abgeltungsteuer gedacht war, nicht zu enttäuschen, wird ein neuer Freibetrag in Höhe von 100 000 Euro eingeführt. Das heißt, auch die ab 2018 anfallenden Veräußerungsgewinne bleiben bis zum diesem Betrag steuerfrei. Dadurch dürfte sich für die weit überwiegende Zahl aller Steuerpflichtigen faktisch weiterhin ein Bestandsschutz hinsichtlich der vor 2009 erworbenen Investmentanteile ergeben.

 

Betrifft also nur Leute mit "richtig Geld", wenn ich das richtig verstehe.

Das ist doch ein ganz übler Taschenspielertrick! Selbst wenn Du ursprünglich nicht so viel angelegt hast, über die Jahre akkumuliert sich das und dann hast Du leicht mehr als 100000€ Kursgewinne. Mich wundert, dass sowas rechtlich überhaupt möglich ist.

 

Aber klar, der Staat braucht mehr Kohle für alle Herausforderungen, die zu schaffen sind. Also holt er es sich, wo er kann.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Das ist doch ein ganz übler Taschenspielertrick! Selbst wenn Du ursprünglich nicht so viel angelegt hast, über die Jahre akkumuliert sich das und dann hast Du leicht mehr als 100000€ Kursgewinne.

 

Naja, 100.000 steuerfrei ist ja auch eine nette Summe. Musst dann ja auch schon Größenordnung halbe Million angelegt haben. Und für alles, was über den 100.000 liegt, zahlst du ja für 2009 bis 2017 auch keine Steuern, du wirst lediglich für die Gewinne ab Januar 2018 wieder besteuert. Finde ich jetzt nicht so ganz ungerecht gegenüber Leuten, die ihr mageres Gehalt auch noch versteuern müssen. (Ich persönlich gehöre im übrigen zu den "Besserverdienenden" dieses Landes, also kein persönlicher Neid meinerseits...)

 

Mich wundert, dass sowas rechtlich überhaupt möglich ist.

 

Das wird die Zukunft zeigen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by Ramstein

Berlin mildert Fondssteuerpläne ab - Finanzbranche zeigt sich erleichtert

 

Referentenentwurf sieht geringere Belastung für Sparer vor - Verband beklagt Hauruck-Konsultation

Börsen-Zeitung, 19.12.2015

 

jsc Frankfurt - Die Bundesregierung hat mit neuen Vorschlägen zur Reform der Investmentbesteuerung für ein Aufatmen in der Fondsbranche gesorgt: Zwar sieht der Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums weiterhin eine Besteuerung auf Fondsebene vor und hält damit an einem Systemwechsel fest - für private Anleger sind nun jedoch höhere Entlastungen als zuvor geplant. Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des deutschen Fondsverbandes BVI, lobte den Entwurf am Freitag als einen "deutlichen Fortschritt". Für viele private Sparer werde es "keine Steuererhöhung geben".

 

Mit der geplanten Reform sollen inländische Publikumsfonds mit Steuern in Höhe von 15 % auf deutsche Dividenden, deutsche Mieterträge und Gewinne aus dem Verkauf deutscher Immobilien belastet werden. Da bislang nicht der Fonds, sondern nur der private Sparer Steuern entrichten muss, soll er im Gegenzug stärker als bislang geplant mit einer Teilfreistellung entlastet werden: Für Aktienfonds steigt der vorgesehene Wert von 20 auf 30 %, für offene Immobilienfonds von 40 auf 60 % und von 60 auf 80 %, sofern der Fonds überwiegend im Ausland investiert. Mischfonds, die typischerweise auch in Aktien investieren, sollen nun mit 15 % entlastet werden. Auch einigen institutionellen Investoren winkt bei Publikumsfonds eine Erleichterung. Konnten sich bislang nur Kirchen und gemeinnützige Einrichtungen als begünstigte Anleger auf eine Erstattung freuen, zählen nun auch Pensions- und Unterstützungskassen dazu.

 

Fortschritte sieht der Verband darüber hinaus bei Spezialfonds. Veräußerungsgewinne, die wieder im Fonds angelegt (thesauriert) werden, sollen nun nicht mehr sofort mit 10 % steuerlich beim Anleger erfasst, sondern erst nach 15 Jahren zugerechnet werden. Zwischenzeitliche Verluste mindern dabei den erfassten Gewinn.

 

Insbesondere bei Lebens- und Krankenversicherern hätten sich die Regeln laut BVI negativ ausgewirkt. Allerdings sieht der Verband weiter hohen Aufwand durch die Reform. Da deutsche Dividenden bei Spezialfonds den Plänen zufolge getrennt nach dem Steuer- und Aufsichtsrecht erfasst werden müssen und Einnahmen sowie Werbungskosten besitzanteilig den Investoren angerechnet werden, rechnet der BVI mit aufwendiger Buchführung. Auch das Erstattungsverfahren bei Publikumsfonds, von denen Investoren profitieren, sei kompliziert, heißt es. Bei den Kapitalverwaltungsgesellschaften entstehe zusätzlicher Aufwand in dreistelliger Millionenhöhe. Der Bundesverband Alternative Investments (BAI) zeigt sich zudem verärgert über die Frist bis zum 15. Januar, die für eine Stellungnahme bleibt: "Es gehört mittlerweile zur - schlechten - Tradition, dass derartige Konsultationen kurz vor der Weihnachtspause und zudem mit einer kurzen Frist initiiert werden."

So richtig blicke ich noch nicht durch und der Referentenentwurf strotzt auch nicht von Übersichtlichkeit.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Mir schwirrt auch der Kopf ... inländischer/ausländischer Fond ... ausschüttend/thesaurierend ... verschiedenste Prozentwerte ... sofort/nachgelagert ...

Hier reicht scheinbar kein einfacher Entscheidungsbaum mehr, um das abzubilden ... hier bedarf es wahrscheinlich schon einer mehrdimensionalen Matrix.

Mir scheint es, als ob sich so manche Referenten durch solche Entwürfe ihren zukünftigen Arbeitsplatz zu sichern versuchen.

 

Bin mal gespannt ob da auch noch jemand merkt, dass es neben Altbeständen in Fonds auch noch Altbestände in Direktanlagen gibt, die man "fiktiv" verkaufen kann.

Aber das wird wohl durch den nächsten Referentenentwurf zur Abgeltungssteuer angegangen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Anbei ein paar Slides von pwc als ergänzende Info zu diesem Thema

PwC_Newsflash.pdf

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Anbei Ausüge aus einem Artikel aus der BÖZ ... (etwas immolastig, aber das ist dem Blickwinkel ist des Autors geschuldet)

 

 

https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2016024026&titel=Die-Investmentsteuerreform-bringt-steuerliche-Huerden

 

 

Die Investmentsteuerreform bringt steuerliche Hürden

[...]

Kleinanleger spüren Folgen

[...]

Erhebliche Mehrbelastung

Künftig soll bereits auf der Ebene des Fonds eine Ertragsteuer in Höhe von 15 % fällig werden. [...] Um diesen Nachteil auszugleichen, sieht der Entwurf ein System von sogenannten Teilfreistellungen auf Anlegerebene vor. [...] So soll die Freistellungsquote für Mischfondsausschüttungen 15 %, für Aktienfondsausschüttungen 30 % und bei Immobilienfonds 60 % oder - bei ausländischen Immobilien - 80 % betragen. Diese Teilfreistellungen führen gleichwohl auf Anlegerebene in vielen Konstellationen zu einer steuerlichen Mehrbelastung, da die Teilfreistellungen die Besteuerung auf Fondsebene nicht vollständig kompensieren können.

[...]

Vorabpauschale wird fällig

Weiterhin soll der Fondsanleger zukünftig auch vom Fonds nicht ausgeschüttete, also thesaurierte realisierte Gewinne und unrealisierte Wertsteigerungen, durch eine Vorabpauschale versteuern müssen. Diese Vorabpauschale wird aus der Differenz zwischen dem Rücknahmepreis des Fondsanteils am Jahresanfang und demjenigen am Jahresende ermittelt und anschließend mit 70 % des amtlich veröffentlichten Basiszinssatzes multipliziert. Ist der Rücknahmepreis im Laufe des Jahres gesunken, ist hingegen keine negative Vorabpauschale anzusetzen.

[...]

Überbesteuerung droht

[...]

Der Referentenentwurf sieht darüber hinaus vor, dass die Veräußerung von Immobilien unbefristet steuerpflichtig sein soll. Die Steuerfreiheit von privaten Veräußerungsgewinnen nach Ablauf von zehn Jahren, wie sie bisher bei Immobilienfonds und bei der privaten Direktanlage gilt, soll also abgeschafft werden.

[...]

Ungleichbehandlung

Diese zukünftige Ungleichbehandlung der Fondsanlage im Verhältnis zur privaten Direktanlage ist völlig unnötig und weder europarechtlich geboten noch mit Missbrauchsargumenten zu rechtfertigen.

[...]

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Die Politik gibt sich bei Steuererhöhungen ziemlich beratungsresistent:

 

Neues Gesetz soll Steuerschlupflöcher stopfen

 

BerlinDie Bundesregierung will die betrugsanfällige Besteuerung von Investmentfonds reformieren und an die Rechtsprechung in der EU anpassen. Das Kabinett will dazu am Mittwoch den Entwurf für ein Investmentsteuer-Reformgesetz verabschieden.

 

Damit wird die Besteuerung erleichtert, aber nicht wirklich leicht: Bisher sind inländische Investmentfonds vollständig von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit, während ihre ausländischen Konkurrenten vor allem bei inländischen Dividenden und inländischen Immobilienerträgen beschränkt steuerpflichtig sind.

 

Künftig soll diese beschränkte Steuerpflicht mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent für alle Fonds gelten. Das hat Folgen. Denn während bisher bei inländischen Fonds die Besteuerung alleine auf der Ebene der Anleger stattfindet, kommt es nun zu einer Belastung auf beiden Ebenen: Fonds und Anleger.

 

Damit es dadurch nicht noch komplizierter wird, wird ein sogenanntes Teilfreistellungs-Verfahren eingeführt: Auf Ebene des Privatanlegers werden die Ausschüttungen eines Aktienfonds zu 30 Prozent steuerfrei. Bei Mischfonds soll die Quote bei 15 Prozent liegen, bei Immobilienfonds mit vorwiegend inländischen Anlagen bei 60 Prozent und bei ausländischen Immobilien bei 80 Prozent.

 

Wenn ein Fonds seine Erträge nicht ausschüttet, sondern reinvestiert ("thesauriert"), wird ein fiktiver Gewinn beim Anleger ermittelt und besteuert. Verkauft er seine Anteile, wird diese Vorabpauschale mit der dann fälligen Steuer verrechnet.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Wie bereits an anderer Stelle mitgeteilt ,wird hier im Forum sp. 2017 das Gejammere über (lediglich vermeintliche ) abgeltungssteuerfreie Altdepots vor 2009 losgehen.

 

Was für manche Altdepots unter Steueroptimierung ( auch von hiesigen Usern ) verstanden wurde, versteht der Gesetzgeber offensichtlich besser.

Gerüchteweise soll es für die Altdepots einen hohen "Freibetrag" ( 100.000 EUR ?:unsure: ) geben, sodass sich das Gejammere möglicherweise in Grenzen hält.

Mit "Geschimpfe" ist natürlich dennoch zu rechnen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Es ist noch etwas Zeit:

 

ZEITPLAN: Die neuen Regelungen sollen zum 1. Januar 2018 in Kraft treten. Für Investmentanteile, die vor 2009 angeschafft wurden, gilt bei Veräußerungsgewinnen Steuerfreiheit. Dieser Bestandsschutz soll zeitlich gekappt werden: Es sollen nur noch Wertveränderungen steuerfrei bleiben, die vor dem 1. Januar 2018 anfielen. Danach entstehende Wertzuwächse oder -verluste werden steuerpflichtig. Aber nur, wenn steuerpflichtige Veräußerungsgewinne einen Freibetrag von 100 000 Euro übersteigen. Dadurch dürfte sich für die überwiegende Zahl der Steuerpflichtigen weiter ein Bestandsschutz ergeben.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by troi65

ZEITPLAN: Die neuen Regelungen sollen zum 1. Januar 2018 in Kraft treten. Für Investmentanteile, die vor 2009 angeschafft wurden, gilt bei Veräußerungsgewinnen Steuerfreiheit. Dieser Bestandsschutz soll zeitlich gekappt werden: Es sollen nur noch Wertveränderungen steuerfrei bleiben, die vor dem 1. Januar 2018 anfielen. Danach entstehende Wertzuwächse oder -verluste werden steuerpflichtig. Aber nur, wenn steuerpflichtige Veräußerungsgewinne einen Freibetrag von 100 000 Euro übersteigen. Dadurch dürfte sich für die überwiegende Zahl der Steuerpflichtigen weiter ein Bestandsschutz ergeben.

Dank für die Bestätigung meines angenommenen Gerüchtes.

 

100 k Veräußerungsgewinn muss man ja erst mal haben.

So viele Mehrfachmilionäre wirds hier jetzt auch nicht geben.;)

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2016/02/2016-02-24-PM7.html

 

Pressemitteilung des Bundesministerium der Finanzen vom 24.02.2016

 

Besteuerung von Investmentfonds wird vereinfacht

 

Das Bundeskabinett hat am 24. Februar 2016 den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform der Investmentbesteuerung gebilligt. Damit wird die Besteuerung von Investmentfonds und Anlegern vereinfacht und leichter handhabbar gemacht. Bekannte Steuergestaltungsmodelle werden ausgeschlossen und die Gefahr von neuen Gestaltungsmissbräuchen erheblich reduziert. EU-rechtliche Risiken, die sich heute aus den unterschiedlichen Besteuerungsregelungen für inländische und ausländische Investmentfonds ergeben, werden ausgeräumt.

 

Das geltende Investmentsteuerrecht ist komplex und stellt hohe Anforderungen für die Besteuerung der Anleger von Publikums-Investmentfonds. Der Gesetzentwurf enthält daher ein grundlegend reformiertes Besteuerungssystem für Publikums-Investmentfonds. Statt bisher bis zu 33 Besteuerungsgrundlagen brauchen die Anleger für ihre Steuererklärung zukünftig nur noch vier Angaben:

 

1.Höhe der Ausschüttung

2.Wert des Fondsanteils am Jahresanfang

3.Wert des Fondsanteils am Jahresende

4.Handelt es sich um einen Aktienfonds, einen Mischfonds, einen Immobilienfonds oder um einen sonstigen Fonds?

 

Diese Informationen lassen sich leicht beschaffen. Es wird daher zukünftig ohne steuerliche Nachteile möglich, in ausländische Investmentfonds zu investieren, die keine deutschen Besteuerungs­grundlagen ermitteln. Damit wird das neue Investmentsteuergesetz der steigenden Mobilität der Bürger gerecht.

 

Über die Reform der Investmentbesteuerung hinaus enthält der Gesetzentwurf eine Änderung des Einkommensteuergesetzes, mit der Gestaltungen zur Umgehung der Dividendenbesteuerung (sog. Cum/Cum-Geschäfte) verhindert werden.

 

Nach dieser Neuregelung ist die Anrechenbarkeit der auf Dividenden erhobenen Kapitalertragsteuer davon abhängig, dass der Steuerpflichtige die Aktie für einen Mindestzeitraum hält und dabei ein Mindestmaß an wirtschaftlichem Risiko trägt. Diese Beschränkung gilt bei Dividendenerträgen von mehr als 20.000 Euro jährlich. Kleinanleger sind daher nicht betroffen.

 

Im Einzelnen sieht die geplante Reform der Investmentbesteuerung vor, dass erstmals auch bei inländischen Publikums-Investmentfonds die aus deutschen Einkunftsquellen stammenden Dividenden und Immobilienerträge auf Fondsebene besteuert werden. Alle anderen Ertragsarten (z. B. Zinsen, Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und anderen Wertpapieren, Erträge aus Termingeschäften) sind auf Fondsebene weiterhin steuerfrei. Damit werden inländische und ausländische Publikums-Investmentfonds gleich besteuert, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden und die im geltenden Recht bestehenden Risiken eines Verstoßes gegen EU-Recht zu beseitigen.

 

Wie bisher bleiben Investmenterträge steuerfrei, wenn die Investmentanteile im Rahmen von zertifizierten Altersvorsorgeverträgen (private Riester-Renten) oder Basisrentenverträgen (sog. Rürup-Renten) gehalten werden oder wenn die Erträge gemeinnützigen Anlegern zufließen.

 

Beim Anleger sind die Ausschüttungen eines Publikums-Investmentfonds grundsätzlich in voller Höhe zu versteuern. Eine Ausnahme gilt für Publikums-Investmentfonds, die überwiegend in Aktien oder in Immobilien investieren, weil bei diesen Aktien- und Immobilienfonds bereits ein Teil der Erträge auf der Fondsebene besteuert wurde. Als Ausgleich für die steuerliche Vorbelastung auf der Fondsebene wird bei Aktien- und Immobilienfonds ein Teil der Ausschüttung und des Gewinns aus der Veräußerung des Investmentanteils von der Besteuerung freigestellt (Teilfreistellung). Für Privatanleger sind bei Aktienfonds 30 %, bei Mischfonds 15 % und bei Immobilienfonds 60 % der Erträge steuerfrei. Bei Immobilienfonds, die überwiegend in ausländische Immobilien investieren, gilt ein höherer Freistellungsatz von 80 %, weil ausländische Staaten die dortigen Immobilienerträge in der Regel bereits in höherem Maße auf Fondsebene besteuert haben.

 

Wenn der Publikums-Investmentfonds nichts oder nur in sehr geringem Maße ausschüttet, wird eine Vorabpauschale erhoben. Mit der Vorabpauschale soll die Nutzung von Investmentfonds als Steuerstundungsmodell verhindert werden. Die Höhe der Vorabpauschale bestimmt sich nach dem Wert des Fondsanteils am Jahresanfang multipliziert mit einem Basiszinssatz. Dieser Basiszins ist ein einmal jährlich durch die Bundesbank ermittelter Durchschnittszinssatz öffentlicher Anleihen. Für das Jahr 2015 hätte die Vorabpauschale rund 0,7 % betragen.

 

Bei Spezial-Investmentfonds, die für institutionelle Anleger wie Banken, Versicherungen und Industrieunternehmen konzipiert sind, wird die bisherige Systematik grundsätzlich fortgeführt. Gleichwohl sind auch hier Anpassungen erforderlich. Die Neuregelungen in diesem Bereich verfolgen die Ziele, Steuerumgehungsmodelle auszuschließen, Gestaltungsspielräume einzuschränken und EU-rechtliche Risiken auszuräumen.

 

Der Gesetzentwurf enthält keine Veränderung bei der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen aus Streubesitz. Es bleibt das Ziel der Bundesregierung, eine Regelung zur Besteuerung von Veräußerungsgewinnen aus Streubesitz zu schaffen, die keine neue steuerliche Belastung bei der Finanzierung junger, innovativer Unternehmen schafft. Dafür muss sichergestellt sein, dass die Regelungen für junge, innovative Unternehmen aus Sicht der EU-Kommission europarechtlich zulässig sind. Die Arbeiten an einer solchen Lösung gehen weiter.

 

Die neuen Investmentsteuervorschriften sollen ab dem 1. Januar 2018 angewendet werden. Die Änderung des Einkommensteuergesetzes zur Verhinderung von Cum/Cum-Geschäften soll bereits ab dem 1. Januar 2016 gelten, um Gestaltungen schon in der Dividendensaison 2016 zu verhindern.

2016-02-24-PM7.pdf

2016-02-24-investmentsteuerreformgesetz-regierungsentwurf.pdf

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Hallo Alle,

ich haette eine Frage zur Besteuerung von swap basierten ETFs. Bisher hatte ich aufgrund der guenstigen Besteuerung thesaurierende swap-ETFs gekauft. Die Fondsanbieter solcher ETFs verleihen ja auch die Aktien um die Dividenden "wegzuswappen". Deshalb wuerde ich gerne fragen, ob es aufgrund dieser Gesetzesaenderung ueberhaupt noch Sinn machen solche ETFs zu kaufen?

 

Danke und LG

mina

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Hallo Alle,

ich haette eine Frage zur Besteuerung von swap basierten ETFs. Bisher hatte ich aufgrund der guenstigen Besteuerung thesaurierende swap-ETFs gekauft. Die Fondsanbieter solcher ETFs verleihen ja auch die Aktien um die Dividenden "wegzuswappen". Deshalb wuerde ich gerne fragen, ob es aufgrund dieser Gesetzesaenderung ueberhaupt noch Sinn machen solche ETFs zu kaufen?

 

Danke und LG

mina

Das fragst du am besten noch einmal, nachdem das Gesetz verabschiedet ist.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Dank für die Bestätigung meines angenommenen Gerüchtes.

 

100 k Veräußerungsgewinn muss man ja erst mal haben.

So viele Mehrfachmilionäre wirds hier jetzt auch nicht geben.;)

 

Mehrfachmillionäre?

 

Könnte jeden treffen, der 150.000 Euro im Jahr 2009 in MSCI World/EM investiert hat.

Lass mal die Märkte 2017 etwas runtergehen und 2018 und 2019 je 15% steigen... schon sind beim Verkauf Steuern fällig.

 

 

 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!


Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.


Sign In Now