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Fonds, die im Kommer'schen Stil investieren

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@Schinzilord, gebe dir Recht, aber kann man nicht sagen, dass der Arero supoptimal ist wegen des Anleihenanteils (Irland und Co), der verwendeten Fonds (waren die nicht alle swapbasiert und teuer bzw auf deutsche bank fixiert? man korrigiere mich!), und eben der Frage nach dem selbstgemachten Rebalancing (Steuer) mit "Tagesgeld/...", wie von Areromitarbeitern mit akademischen Weihen hieß. Finde das schon komisch. Inzwischen hat ja nun glaube ich ein guter Teil der Forenelite hier geantwortet, darf ich noch einmal die Frage mit der Abgeltungssteuer versus Fondsmantel zu dessen Vermeidung einwerfen? WIe beurteilt ihr das im Vergleich zu einem hypothetischen passiv investierenden "beratungsfreien" Investmentfonds mit minimierter Kostenquote (also budjet-style wie iShares, nur eben als passiv-investieren-"Dachfonds" (was nun wirklich ein legitimer grund für einen dachfonds wäre, bei aller ansonten angebrachter kritik an selbigen)?

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Fondsanleger1966
darf ich noch einmal die Frage mit der Abgeltungssteuer versus Fondsmantel zu dessen Vermeidung einwerfen?

Meinst Du vielleicht Versicherungsmantel statt Fondsmantel? Das ist für den Normlanleger seit 2005 passe (Abschaffung der möglichen Steuerfreiheit für die Policenauszahlung). Ganz Reiche haben das noch praktizieren können, jetzt aber z.T. die Steuerfahndung am Hals.

 

verwendeten Fonds (waren die nicht alle swapbasiert und teuer

verglichen mit dem von Dir angeführten Fonds sind die spottbillig.

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unbiased

@otto, danke für deine bücherliste! (u.a. den bernstein hat herr freiberger mir auch empfohlen, neben der aktuellen dissertation von herrn kommer(jaja)). meine frage hast allerdings vermutlch falsch verstanden, ich meinte damit, woher willst du wissen, dass der genannte fonds inhaltlich damit "wenig bis sehr wenig mit den publikationen über indexing, die legion sind" zu tun hat? woran machst du das fest, dass dem NICHT so ist? findest du das, was ich über seine zusammensetzung usw.usf. geschrieben habe, entspricht nicht im wesesntlichen jenen publikationen? was wäre anders zu machen? (ich habe nicht viel geschrieben, nur die grundzüge, ich weiß.).

 

 

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unbiased
· bearbeitet von unbiased

Meinst Du vielleicht Versicherungsmantel statt Fondsmantel?

 

 

Nein, ich meine Fondsmantel. Fondsmantel führt zu wegfallen der Abgst. bei Rebalancing und ggf. zu präservation der momentanen AbgSt-Höhe.

 

Das ist für den Normlanleger seit 2005 passe (Abschaffung der möglichen Steuerfreiheit für die Policenauszahlung). Ganz Reiche haben das noch praktizieren können, jetzt aber z.T. die Steuerfahndung am Hals.

 

 

 

Nee, meine Aussage basiert auf der aktuellen Situation. Seit kurzem sei vielmehr die Legalität von Mänteln im Kontext der (Quasi-)Vermögensanlage im Gesetz verankert, also nix Steuerfahndung. Nicht erlaubt sind einzelne Aktien, es müssen frei käufliche Fonds im Vers.Mantel sein) Ich kann dir den genauen Steuerspareffekt bei solchen Mänteln nicht erklären, ohne Gefahr zu laufen, fehler zu machen, das wirst du selbst ergooglen müssen... sorry. Machen natürlich erst ab 6-bis 7.stelligen Beträgen Sinn wegen der Kosten. Im Wesentlichen führt, glaube ich, der Mantel zu einer Steuerstundung und zu einer niedrigenerne Besteuerung bei längerer Haltezeit (Lebensalter/und oder Mindesthaltezeit).

 

 

 

 

Ich muss mich mal entschuldigen wegen des von mir benannten Fonds und dessen Kosten. Ich hatte geringere Kosten in Erinnerung, diese erklären sich offensichtlich nur, wenn man weiß, dass da noch ein "Beratungsvertrag" mit mehr oder minder mit drinsteckt. Ich hatte in Erinnerung, dass das anders kalkulatorisch verquickt ist und der Fonds selbst günstiger ist. Offensichtlich macht der Fonds ökomisch definitiv keinen Sinn, wenn man nicht Beratungsleistungen mitkaufen will. Da das hier im Forum regelmäßig nicht derFall ist, ist das euer Urteil natürlich umso verständlicher. Gleichzeitig wie gesagt erklärt sich dadurch auch, dass das Ganze keine Beutelschneiderei ist, wohl aber ein Produkt, das sich nicht an beratungsunbedürftige Personen richtet. Somit wäre also letztlich primär die Zusammensetzung under Investitionsansatz etc. selbst zu bewerten, und allenfalls sekundär die Kostenkomponente. Zu ersterem kann ich ggf. noch mehr schreiben bzw erfragen. Ich schau morgen auch mal nochmal meine Unterlagen durch, die ich bekommen hatte.

 

 

 

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etherial

Die Idee von Kommer ist doch:

- Passiv-Index-0,4% ist immer noch höher als 80% der aktiven Fonds (auf den selben Index).

 

Durch den oben genannten Fonds:

- Passiv-Index-2,4% ist immer noch höher als n% der aktiven Fonds (auf den selben Index)?

 

Ich würde schätzen, dass n in dem fall 40% oder tiefer ist. D.h. dass durchschnittliche aktive Fonds bereits besser abschneiden. Das Passiv-Investieren ist ja nichts wahnsinnig intelligentes sondern einfach nur eine Kostenspar-Strategie. Wer die Kosten durch Management (was auch immer die managen möchten) in die höhe treibt, macht den Ansatz unsinnig. Rebalancing als Rendite-Kick wird oft stark überschätzt.

 

@Schinzilord, gebe dir Recht, aber kann man nicht sagen, dass der Arero supoptimal ist wegen des Anleihenanteils (Irland und Co), der verwendeten Fonds (waren die nicht alle swapbasiert und teuer bzw auf deutsche bank fixiert? man korrigiere mich!), und eben der Frage nach dem selbstgemachten Rebalancing (Steuer) mit "Tagesgeld/...", wie von Areromitarbeitern mit akademischen Weihen hieß.

 

- Der Anleihenanteil orientiert sich klar an einem Index. Der Index enthält auch Anleihen von Krisenstaaten, aber wer die jetzt explizit rausnehmen möchte verlässt auch den Weg des passiven Investierens

- Der ARERO ist kein Dachfonds insofern sind nicht die Ziel-Fonds das Problem sondern die Konstruktion des ARERO selbst. Der ARERO enthält überrwiegend hochrangige Landesbankanleihen und einen Swap, der den Euriborsatz mit der Performance der abgebildeten Indexe tauscht. Insofern ist der ARERO anfällig gegen Schwankungen bei den Landesbankanleihen. Anleihen sind vom Risiko deutlich geringer als Aktien. Das Risiko des ARERO ist somit deutlich unter dem Risiko eines passiven, volldiversifizierten Finanz-Branchenfonds.

- Wer faul ist und und unter 20.000 investieren will, macht damit nichts falsch. Über 20.000 würde ich grundsätzlich auf mehrere Fonds (insbesondere auf mehrere Emittenten) verteilen. Egal ob mein Grundinvestment jetzt im ARERO war oder einem anderne passiven Fonds.

 

Wenn Anleihen und Rohstoffe nichts für dich sind, dann ist das ETF-Portfolio-Global noch da. Die Kosten hier sind geringer als die des von dir vorgeschlagengen Fonds. Der schichtet halt nicht in Renten um.

 

Nein, ich meine Fondsmantel. Fondsmantel führt zu wegfallen der Abgst. bei Rebalancing und ggf. zu präservation der momentanen AbgSt-Höhe.

 

Ob sich das lohnt hängt ein wenig davon ab wieviele Gewinne im Jahr anfallen und wie hoch der Steuerfreibetrag ist. Temporäre Gewinnspitzen kann man ja zumindest mit etwas Aufwand in die Zukunft schieben und dort wieder abbauen.

 

Bleibt noch zu sagen: Alle Abgeltungssteuer, die man im Rebalancingjahr spart, muss man im Jahr der Auflösung des Fondsinvestments bezahlen. Die Steuerlast sinkt also durch:

- das verzögerte Zahlen der Steuer

- das Nicht-Mitnehmen von Abgeltungssteuererhöhungen (wobei ich mir schon die Frage stelle ob es überhaupt einen Bestandsschutz bei Anpassung der Abgeltungssteuer gibt)

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Padua

Ich habe so ein wenig das Gefühl, dass die Rhetorik eines Fondsmanagers beim TO zu sehr wirkt. Hinweise auf wissenschaftliches Vorgehen und/oder Kommer sind ja alle ganz schön und gut aber wie sieht denn die Realität aus? Fassen wir doch mal zusammen:

 

 

Fondsauflegung 15.10.2007

 

aktuelles Fondvolumen 7,91 Mill. Euro !!!!

 

TER: 2,36 % !!!

 

Vergleich zu halbwegs ähnlichen Fonds: eher geringer als der Durchschnitt (selbst der ARERO hatte bessere Ergebnisse)

 

 

Warum sollte ich mich Fondsmanagern anvertrauen, der es in 5 Jahren nicht geschafft haben, eine vernünftige Rende zu erwirtschaften? Da hilft mir der sog. wissenschaftliche Ansatz auch nicht weiter. Ich gehöre Gott sei Dank immer noch dem Lager an, der ein Interesse daran hat, dass hinten mehr heraus kommt als man vorne hineingesteckt hat. Bisher habe ich mich von einer Mischung aus Vergangenheitsbetrachtung und persönlicher Einschätzung der zukünftigen Lage leiten lassen und bin offensichtlich ganz gut dabei gefahren.

 

Gruß Padua

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Chemstudent

- dass aus den unterlagen hervorgeht, dass die transaktionskosten in der gebühr *enthalten* sind, auch wenn das im jahresbericht offenbar anders scheint.

 

Sorry, das ist schlichtweg falsch. Ich vertraue doch logischerweise einem Jahresbericht, statt einer vertraulichen Ausarbeitung eines Managers. Das der Jahresbericht falsch sein soll, ist auch nicht anzunehmen, denn es ist übliche Praxis, dass in den laufenden Kosten (TER), Transaktionskosten nicht mit angegeben werden.

Im jahresbericht steht absolut eindeutig, dass in den laufenden Kosten die Transaktionskosten nicht enthalten sind. Auch die genaue Summe der transaktionskosten ist aufgeführt. Ebenso wird im Verkaufsprospekt klar mittgeteilt, dass bei der Angabe der Gesamtkosten die Transaktionskosten nicht enthalten sind.

Da gibt es nichts dran zu rütteln.

 

- , dass der anleger zuwendungen rückerstattet bekommt (0,3%)

Sofern hier Kickbacks gemeint sind: Die sind bei ETFs - in die der Fonds ja investiert - m.W.n. nicht üblich und können sich wohl kaum auf 0,3% p.a. belaufen.

 

- , dass der fonds ein mittel zum zweck zur verwaltung der gelder der einzelnen kunden ist, und darin eine ständige beratung/individuelle betreuung des kunden mitenthalten (beantwortung von vermögensplanungsfragen / änderung der persönlichen finanziellen situation und lebenssichtuation etc., steuerliche fragen soweit das verwatlete kapital davon betroffen ist, und generell jährliche überprüfung der finanzsituation mit längerem gespräch, um fehlentwicklungen vorzubeugen. "wer's braucht", könnte man zu einigem sagen. nun ja. fraglos lässt sich das ein oder andere davon auch kostenlos hiier im forum diskutieren/erledigen. bestimmte dinge allerdings nicht, bzw. man ist auf gedeih und verderb auf das wohlwollen und die lust unbekannter internetmenschen angewiesen. kann man also so und so sehen.) je nach risikoneigung/aktienanteil wird für diese leistung ca. +/-1% inkl. MWSt verlangt (im Falle des Fondsprospekt 1,25, wobei sich das wohl auf eine Quote von 50/50 bezieht, geringere Aktienquote führt offenbar zu weiteren Rückerstattungen, ich checke das nochmal) , die also in den kosten mit enthalten ist. ich habe bei den gebühren immer noch bauchschmerzen, und versuche es mir aber zurechtzudenken (bzw. wäre froh, wenn tatsächlich was an der überlegung dran ist), indem ich fragen wie abgst. beim rebalancing usw mitberücksichtige. hinter den gebühren steckt also eine individuelle beratungsleistung. fraglos wäre mir eine stundenbasierte beratungsleistungsabrechnung lieber, und ein fonds, der kostenminimiert ist, also dieses permanente beratungshonorar nicht enthält (so ähnlich wie prof weber also).

 

Das ist doch - sorry - Quark. Im Prospekt steht nichts darüber, dass man Anspruch auf eine umfassende individuelle Beratung erhält. Auch wird der Fonds weder im Factsheet noch sonstirgendwo damit beworben.

Auch die Umsetzung eines solchen Service ist eher seltsam vorstellbar. Wenn ich den Fonds über bspw. die FFB kaufe, so erfährt die KAG nicht, dass ich, Chemstudent Wohnhaft in Kuckuckshausen genau 5,345 Anteile an dem Fonds habe. Wie sollte ich mich also ggü. der KAG bzw. der beratenden stelle als Fondsbesitzer legitimieren, um so meinen "Anspruch" auf Beratung durchzusetzen? Wer macht de Beratung für alle Fondsbesitzer die das wünschen? etc. pp.

Überdies wäre die Frage, - wenn es tatsächlich so sein sollte - wie die "Beratung" aussieht, ob sie die Kosten wettmacht etc. pp.

 

Keine Ahnung was man dir erzählt hat, oder was du ggf. falsch verstanden hast. Aus den offiziellen Unterlagen ergibt sich das von dir behauptete jedenfalls absolut nicht.

Beraten wird nur einer: Der Manager. Und das bis Oktober 2012 von Wamsler & Co, und Seit Oktober 2012 von Thomas Freiberger.

 

was ich hier schreibe ist unter vorbehalt, ich werde nochmal rückfragen, ob ich alles richtig verstanden habe. ich glaube aber, dass dem der fall ist.

Das bezweifle ich stark, da es deutlich den offiziellen Angaben des Fonds widerspricht.

 

sicher ist der fonds ein ganz exakt das: ein "08/15-passiv-investieren-fonds", der im wesentlichen alles so gut es möglich ist umsetzt, was in diesem bereich "legion" ist und (ihr habt ja die gesamtliste der fonds, in die investiert wird, gesehen). gleichzeitig frage ich aber, wenn das ganze so banal und so legion ist, warum gibt es dann keinen einzigen dieser art? (oder doch?) das ist doch schon merkwürdig, nicht wahr...? hmm. es geht ja auch um die risikosenkungskomponente und die diversifizerugskomponente, die man in einem vereinfachten homebrew nicht so gut hinkriegt, v.a. langfristig kann sich das ja schon auswirken. oder bin ich da schon wieder gebrainwasht?

Ja, mir scheint du bist etwas "gebrainwasht", verzeih.

 

Bis jetzt wurde noch kein einziges mal klargestellt, welche konkreten wiss. Ansätze der Fonds verfolgt. Ebenfalls wurde nicht gezeigt, dass der Fonds diesen Ansätzen gerecht wird.

Es wird von deiner Seite immer nur gesagt, der Fonds sei wissenschaftlich, würde "optimiert" anlegen und man selbst als Privatmann würde das gar nicht "so gut" hinbekommen. Belege und Begründungen dafür fehlen aber gänzlich. für einen Anleger der an "wiss. anlegen" interessiert ist, ein sehr seltsames Verhalten, das seinem eigenen anspruch doch deutlich zuwider läuft.

 

zum thema kosten steht in dem pdf, das mir zugesandt wurde, u.a.

 

"Verwendung von passiven institutionellen Anlageklassen/ Risikofaktoren-Fonds

Vermeiden einer einfachen Indexnachbildung

Vermeiden von Retail-Fonds wie ETF

Versteh ich nicht. Die gehaltenen ishares ETFs sind "retail Produkte" und auch keine institutionellen Anlageklassen.

 

Ich habe hier noch mehr Unterlagen, im Wesentlichen ist das was zu erwarten ist, also eine Darstellung der Tilts und der Investionsmärkte (MarketCap) usw. Ich weiß nicht, was *abgesehen* von den Kosten an dem Fonds denn nun konkret auszusetzen ist?

 

Ich habe dir mehrfach Kritikpunkte genannt.

Aber bitte gern noch einmal:

Auszusetzen ist:

1. Keine klare Benennung, welche wiss. Ansätze verfolgt werden.

2. Keine klare Gegenüberstellung von Fondsverlauf zu den angeblich nachgebildeten wiss. Ansätzen. Kurzum die Frage also: Wie hoch ist der Tracking Error?

3. Enorme Kosten. warum, für was?

4. Keine Darlegung, warum gerade der Fonds die "richtige" wiss. Ausrichtung hat. Du selbst hast mehrfach betont, dass du nciht in der Lage bist, eine derartige Ausrichtung zu finden. Warum du dann aber glaubst, die Ausrichtung des Fonds sei die richtige, hast du nach wie vor nciht klargemacht.

5. Keine Erklärung, warum die hohen Kosten ggü. der Privatanlage dennoch in Summe geringer sind. (Kar, das geht nämlich auch nicht so einfach, da - ich wiederhole mich - Punkte wie Steuern, rebalancing entscheidend von der individuellen Anlegersituation abhängen!)

 

Die Kostenquote müsste doch eigentlich sehr niedrig sein (siehe Arero), es ist ja nicht allzu viel zu tun, und die Zusammensetzung könnte wesetnlich sinnvoller sein als beim Arero. (Oder was denkt ihr dazu?) Nun denn. Danke für eure Kritik!

 

Auch hier nochmal:

Warum hältst du die Zusammensetzung des ARERO für deutlich weniger sinnvoll? Auch der ARERO ist wiss. orientiert, die zu Grunde liegende Idee ist - wenngleich nur in einem Arbeitspapier, d.h. vermutlich ohne Peer-review - auch öffentlich einsehbar.

http://ub-madoc.bib.uni-mannheim.de/2280/

 

Generell scheint es mir so, als hättest du einige falsche Annahmen zum Portfolio des ARERO, und der Konstruktion des ARERO-Fonds. (Der ARERO-Fonds ist bspw. kein Produkt das ETFs hält)

 

Nochmal kurz: Die Angaben zu Kosten muss ich nochmal überprüfen, wenn etwas nicht ganz korrekt ist, informiere ich euch.

Da die von dir gemachten Aussagen im Widerspruch zum Verkaufsprospekt und Jahresbericht stehen, wäre das sehr ratsam.

 

Sorry, aber mir scheint es so, als seist du von dem Fonds überzeugt. Offenbar hast du jede Menge Zeit reingesteckt. Das sollte dich aber nicht davon abhalten, zu erkennen, dass der Fonds nicht das tolle ist, wofür du ihn offenkundig hältst.

Deine aussagen zum Fonds -sofern sie überhaupt konkret werden - finden sich nicht in den offiziellen Dokumenten, widersprechen ihnen zum Teil und man könnte fast das Gefühl haben, du redest von einem ganz andern Produkt, als dem Fonds mit der ISIN DE000A0MYEH0. :blink:

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TaurusX

Ich glaube hier sind vom TE viele Dinge durcheinander geraten.

 

 

Der Fondsmanager Thomas Freiberger ist gleichzeitig auf GF der Vermögensverwaltung Wamsler & Co. Vermögensverwaltung GmbH

http://www.wamslervv.de/index.php?parentid=39&themeid=141

 

Ob diese VV jetzt gut oder schlecht ist, spielt jetzt erstmal keine Rolle,

Fakt ist aber das viele VV, die ich kenne mit einem Honorrar von 1%+MwSt arbeiten,

das hat jedoch nix mit dem Fonds zu tun, der hier besprochen wird, vermute aber das beide Dinge hier in einen Topf geworfen wurden.

 

Viele VV haben in den letzten Jahren irgendwelche Fondsvehikel kreiert in Form von Dachfonds, die dann in ihre Beratung eingesetzt werden

mit dem Ziel Abst. zu sparen. Ich bezweifle jedoch , das es bei dem %-Satz der Steuer Bestandsschutz geben wird.

 

Das geht jedoch schon mit Fonds im Versicherungsmantel, wie es zum Besp. ViennaLife, NucleusLife oder auch die Baloise machen,

hier besteht die Möglichkeit in viele tausend Fonds zu investieren, als Depotbanken hier zum Bsp. Sal.Oppenheim oder die AAB,

Es entsteht mindestens ein Steuerstundungseffekt und bei entsprechender Laufzeit (min. 12J. + Endalter62) auch eine Änderung

der Besteuerung zur Hälfttigen Besteuerung der Gewinne, wie es bei LVs/RVs grundsätzlich der Fall ist.

 

 

 

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randomwalk

Es kann doch nicht das elitäre Motto des Forums sein, wer sich nicht dauerhaft und intensiv mit dem Thema beschäftigen will, kann "gucken wo er bleibt".

Doch. Kann es und sollte es. Wir sind im Kapitalismus. Wer nicht aufpasst wird über den Tisch gezogen. Die Leute schauen stundenlang im Netz, wenn sie einen neuen Kühlschrank (Energieeffizienz, Preis, Volumen, wieviele Fächer?) oder einen Flatscreen-LCD (Diagonale, Stromverbrauch, 3D ja/nein, Marke, Model, etc) kaufen, aber wenn es darum geht evtl. Tausende von zu investieren, dann heißt es: Och nö. Das ist aber ganz schön anstrengend, das lasse ich lieber den Berater von der Bank für mich machen. Das ist so bequem (und teuer).

 

Der Gesetzgeber kann nicht ewig das Händchen unter das Popöchen der tumben Anlegerschar halten und auf die bösen Banker und die zu hohen Dispo-Zinsen schimpfen. Selbst ist der Mann. Wer zu doof oder zu faul ist, der muss eben blechen. Ich bin da vollkommen vorurteilsfrei. Man muss halt nur bewusst die Entscheidung treffen, mit den Konsequenzen leben. Ich bin dann der Letze der sich aufregt.

Aber bitte erstmal nachdenken...

 

BRAVO - 100%ige Zustimmung!

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unbiased

Ob sich das lohnt hängt ein wenig davon ab wieviele Gewinne im Jahr anfallen und wie hoch der Steuerfreibetrag ist. Temporäre Gewinnspitzen kann man ja zumindest mit etwas Aufwand in die Zukunft schieben und dort wieder abbauen.

 

Bleibt noch zu sagen: Alle Abgeltungssteuer, die man im Rebalancingjahr spart, muss man im Jahr der Auflösung des Fondsinvestments bezahlen. Die Steuerlast sinkt also durch:

- das verzögerte Zahlen der Steuer

- das Nicht-Mitnehmen von Abgeltungssteuererhöhungen (wobei ich mir schon die Frage stelle ob es überhaupt einen Bestandsschutz bei Anpassung der Abgeltungssteuer gibt)

 

"Mit ein wenig Aufwand in die Zukunft schieben..." Das sind dann alles all die vielen vielen kleinen Dinge, die der Laie sich erstmal erarbeiten muss... das ist eben der Punkt, zunächst erscheint das Vorgehen banal, aber letztlich tauchen doch viele Fragen auf und man ist doch wesentlich mehr beschäftigt, als man dachte... "selbst schuld, wenn man zu doof und zu faul ist". so mag es sein. bei >95% der menschen... und da sind nicht nur dumme drunter ;)

 

 

die gewinne im jahr ließen sich bei langem anlagehorizon ja schätzen, und die auswirkung des steuerfreibetrags könnte man wohl mit einer art break-even-funktion berechnen, also ab wann es sich lohnen würde. keine ahnung, nur eine idee. meines wissens stimmt deine aussage nicht ganz, dass der effekt sich nur aus (a) der stundung und (B) dem nicht-mitnehmen von erhöhungen zusammensetzt. die frage nach dem bestandsschutz ist übrigens in der tat interessant. bestandsschutz für 0%, aber keiner für 25%. denkbar. logisch nachvollziehbar für den steuerzahler allerdings zumindest nicht... - zurück zur zusammensetzung des effekts, meines erachtens kommt noch der effekt einer wiederbesteuerung hinzu sowie einer wieder besteuerung, wenn schwankungen zwischen den klassen auftreten, also einmal von a nach b geschichtet werden muss, und dann wieder von b nach a usw. ich kann den gesamt effekt aber nicht beurteilen, deshalb hatte ich ja gefragt, ob jemand das einschätzen kann oder sich damit beschäftig hat.

 

 

 

 

 

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vanity
· bearbeitet von vanity

Als grober Anhaltspunkts zur Einschätzung des Effekts Versteuerung am Ende (Mantelkonstrukt) versus Versteuerung jährlich:

 

Bei positver Rendite ist eine Versteuerung am Ende des Anlagehorizonts natürlich günstiger als eine permanente Versteuerung. Der Effekt wächst mit Anlagedauer, Rendite uind Steuersatz und wird bezogen auf das Thema wohl eher überschätzt (oder boshaft: von Mantelanbietern sehr stark in den Vordergrund gerückt ohne ihn zu quantifizieren).

 

Zahlen: Bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren und einem Steuersatz von 25% sowie jährlicher, gleichbleibender Sparleistung beträgt das dann versteuerte Kapital am Ende

 

95,6% bei perm. Versteuerung ggü Endversteuerung und Vorsteuerrendite 4%

90,6% bei perm. Versteuerung ggü Endversteuerung und Vorsteuerrendite 6%

84,4% bei perm. Versteuerung ggü Endversteuerung und Vorsteuerrendite 8%

77,6% bei perm. Versteuerung ggü Endversteuerung und Vorsteuerrendite 10%

 

Das sieht schon ganz nett aus, relativiert sich aber, wenn wir der Mantelkonstruktion kostenbedingt eine geringere Rendite unterstellen. Dasselbe versteuerte Kapital am Ende erreichen die Rendite-Kombinationen (Endversteuerung / perm. Versteuerung, nach Kosten, vor Steuern) von z. B.

 

3,7% / 4,0%

4,5% / 5,0%

5,4% / 6,0%

7,0% / 8,0%

8,6% / 10,0%

 

Insbesondere bei bescheidener Rendite darf der Kostennachteil des Mantels nicht sehr groß sein, um den Steuereffekt nicht aufzuwiegen. Und wohlgemerkt: Der Vergleich betrachtet eine jährliche Versteuerung der kompletten Jahresrendite. Beim Thema Rebalancing haben wir es aber im Regelfall nur mit einem Bruchteil des Kapitals zu tun, welches umgeschichtet (und dessen Zuwachs damit versteuert) werden muss. Insofern stellt der Rechengang ohnehin das worst case Szenario dar.

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unbiased

- dass aus den unterlagen hervorgeht, dass die transaktionskosten in der gebühr *enthalten* sind, auch wenn das im jahresbericht offenbar anders scheint.

 

Sorry, das ist schlichtweg falsch.

 

 

Du hast Recht und ich hatte Unrecht, bitte um Entschuldigung. Ich habe Herrn Freiberger gerade per Mail gefragt und er schrieb, die Transaktionskosten seien durchschnitlich weitere ~<0,1% p.a.

 

Außerdem seien die alten benannten Transaktionskosten in 2011 nur ausnahmsweise hoch gewesen, weil dort die Umstellung auf passiv erfolgte.

 

Mir erscheint insofern als "einziges" Problem bei der Kostenzusammensetzung die mitzukaufende Beratung für bis zu 1,25p.a. (je nach Aktienanteil auch geringer). Alles andere erscheint mir sehr gut (Zusammensetzung usw.). Auch scheinen mir die kosten, die über iese Beratungsgebühr hinausgehen, kaum weiter reduzierbar (?). Insofern müsste eigentlich nur zur Debatte stehen der Mehrwert einer Dauerberatung, zu diesen Kosten. Das ist aber eine Diskussion, die schon tausendfach geführt worden ist (insbes. im englischen Internet), und die natürlich auch hier geführt werden könnte, die aber nicht Primärintention meines Threads war. Das müsste man wohl abtrennen in einen eigenen Thread, sonst wird es hier zu durcheinander. Für den Anleger ohne Beratungsbedarf scheint sich m.E. der Mehrnutzen durch die gute Konstruktion usw. aber wohl leider nicht auszuzahlen. Unter anderm schreibt Herr Freiberger, der Endkunde habe über denFonds insbes. Zugriff auf institutionelle Fonds ("im kostenintensiven Bereich value und small") und auf rein auf Deutschland bezogene Staatsschuldner. Wie gesagt, das sind m.E. alles Pluspunkte, der Haken für die meisten ist halt immer die mitzukaufende Beratungskomponente. Worum es mir lediglich ging, ist, was ihr bei Nichtberücksichtung dieses Punktes von dem Fonds haltet (Zusammensetzung usw.usf. ich wiederhole mich).

 

 

Sofern hier Kickbacks gemeint sind: Die sind bei ETFs - in die der Fonds ja investiert - m.W.n. nicht üblich und können sich wohl kaum auf 0,3% p.a. belaufen.

 

 

 

also mir wurde mitgeteilt ~0,4% rückerstattung von zuwendungen abzgl ~0,1% versteuerung derselben = 0,3%. Mir erscheint das ebenfalls hoch und ich werde Rücksprache halten und euch informierne, ob hier nach unten zu korrigieren ist bzw. wie sich diese Kosten zusammensetzen.

 

 

 

Das ist doch - sorry - Quark. Im Prospekt steht nichts darüber, dass man Anspruch auf eine umfassende individuelle Beratung erhält. Auch wird der Fonds weder im Factsheet noch sonstirgendwo damit beworben.

 

 

 

Soweit ich das verstehe, funktioniert der Fonds offenbar stets in direkter Kopplung an einen Vermögensverwaltungs/Beratungsvertrag. Vermutlich (?) könnte man den Fonds auch ohne Vertrag kaufen, was aber ja wenig Sinn macht. D.h. der Fonds ist ein reines Zweckkonstrukt zur Verwaltung des Kapital von Beratungskunden mit entsprechendem Betreungsbedarf... Wie gesagt, mir ging es um die Beurteilung, ob es Fonds gibt, die eine bessere Umsetzung einer passiven Investmentstrategie bieten, oder ob dieser Fonds evtl. der beste (!) wäre, wenn(!) die individuelle Beatungskomponente nicht wäre.

 

 

Überdies wäre die Frage, - wenn es tatsächlich so sein sollte - wie die "Beratung" aussieht, ob sie die Kosten wettmacht etc. pp.

 

 

 

Ja sicher, wie gesagt, das wäre ein separates Thema. Die Frage wäre genauer: Unter WELCHEN Umständen könnte sie die Kosten wettmachen.

 

 

Bis jetzt wurde noch kein einziges mal klargestellt, welche konkreten wiss. Ansätze der Fonds verfolgt. Ebenfalls wurde nicht gezeigt, dass der Fonds diesen Ansätzen gerecht wird.

 

 

 

Ich werde dazu nachfragen und etwas nachliefern. Ich traue mich nicht, selbst zu schreiben, was in Erinnerung habe, zumal das ja auch reichlich unseriös wäre. Ich versuche harte Fakten zu erfragen bzw meine Unterlagen zusichten und das dann posten.

 

 

 

 

 

 

 

zum thema kosten steht in dem pdf, das mir zugesandt wurde, u.a.

 

"Verwendung von passiven institutionellen Anlageklassen/ Risikofaktoren-Fonds

Vermeiden einer einfachen Indexnachbildung

Vermeiden von Retail-Fonds wie ETF

Versteh ich nicht. Die gehaltenen ishares ETFs sind "retail Produkte" und auch keine institutionellen Anlageklassen.

 

 

 

Damit sind ja wohl die DFA Anteile gemeint. Da allerdings natürlich auch viele iShares gehalten werden, ist die Aussage wohl nur partiell richtig bzw mag bei überkritischem Blick auch irreführend erscheinen. Ja. Ich unterstelle aber keine böse Absicht, auch wenn, davon hatten wir es schon mal, der konkrete Vorteil (und ggf. dessen Ausmaß) der Verwendung von DFA innerhalb des Gesamtfondskonstrukts zu eruieren wäre. Mir wurde eben gesagt, die DFA-Produkte hätten (man verzeie das Abstraktionniveau, ich will nichts falsches sagen) eine interne Konstruktion, die u.A. Transaktionskosten minimiert und decken bestimmte Bereiche ab, für die es keine Alternativen gibt. Wie fett das den Braten macht, steht an einer anderen Stelle, DFA wird ja aber auch bei Souverän Investieren lobend erwähnt, insofern verlässt sich der Laie wie ich hier mal ganz naiv auf solche Aussagen, ohne es überzubewerten. Man kann natürlich die Frage stellen, ob hier ein Aspekt zur Produktpräsentation überbewertet wird, bzw. eine genauere Darstellung des Mehrwerts wäre wünschenswert. Ich versuche nachzuhaken.

 

 

Ich habe dir mehrfach Kritikpunkte genannt.

Aber bitte gern noch einmal:

Auszusetzen ist:

1. Keine klare Benennung, welche wiss. Ansätze verfolgt werden.

2. Keine klare Gegenüberstellung von Fondsverlauf zu den angeblich nachgebildeten wiss. Ansätzen. Kurzum die Frage also: Wie hoch ist der Tracking Error?

3. Enorme Kosten. warum, für was?

4. Keine Darlegung, warum gerade der Fonds die "richtige" wiss. Ausrichtung hat. (...)

5. Keine Erklärung, warum die hohen Kosten ggü. der Privatanlage dennoch in Summe geringer sind. (Kar, das geht nämlich auch nicht so einfach, da - ich wiederhole mich - Punkte wie Steuern, rebalancing entscheidend von der individuellen Anlegersituation abhängen!)

 

Werde nachhaken um etwas Konkretes zu den Punkten 1. und 2. und 4. schreiben zu können. Punkt 3 ist die separate Diskussion "Beratungsvertrag pro Kontra".

 

Zu Punkt 5. wurde mir nach Anfrage von mir ein Arbeitspapier gesandt, das aber im momentanten nicht zu Veröffentlichung gedacht sei, da überschlagsartig mit bestimmten Annahmen zur Rebalancingquote usw auf einen 20-Jahreshorizont bei einer Quote von 40% gerechnet wurde, und das (vorläufige) Ergebnis war, dass (zufällig) es (in diesem Fall) fast exakt (0,01% Differenz) aufs selbe rauskam, ob Direktanlage mit AbgSt. oder Fondsmantel zum partiellen Schutz vor selbiger. Das fand ich ja mal interessant. Eine zu erwartende Erhöhung der AbgSt wurde dabei nicht berücksichtigt. Ich dachte, dass sich andere über dieses Thema auch schon Gedanken gemacht haben, wobei es aber eben sehr viele individuelle Faktoren beinhaltet und dadurch schwierig wird.

 

 

 

 

 

 

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Schinzilord

Insbesondere bei bescheidener Rendite darf der Kostennachteil des Mantels nicht sehr groß sein, um den Steuereffekt nicht aufzuwiegen. Und wohlgemerkt: Der Vergleich betrachtet eine jährliche Versteuerung der kompletten Jahresrendite. Beim Thema Rebalancing haben wir es aber im Regelfall nur mit einem Bruchteil des Kapitals zu tun, welches umgeschichtet (und dessen Zuwachs damit versteuert) werden muss. Insofern stellt der Rechengang ohnehin das worst case Szenario dar.

Man kann auch noch zwei verschiedene Depots unterscheiden:

A) Der Sparplaner: durch regelmäßiges Einzahlen von frischem Kapital muss nichts verkauft werden, und es folgt nur ein Kauf der Anlageklasse mit der höchsten negativen Abweichung vom Sollwert -> keine AbGSt. fällt an

 

irgendwann wird auch der Sparplaner notgedrungen zum Verkauf zu gut gelaufender Positionen greifen müssen, wenn sein Humankapital immer weiter abnimmst, und deswegen ist kann er mit dem Großinvestor

gleichgesetzt werden:

B) Großinvestor: großes Volumen, Einmalbetrag, keine neuen oder vernachlässigbaren Einzahlungen:

1. ausländische thesaurierende Swapper: Steuerstundung. Rebalancing erfolgt mittels Verkauf eines Assets und Kauf eines anderen Assets. Falls Verluste bei einem Asset angefallen sind, werden diese sofort verrechnet mit den Gewinnen.

Wenn die Abweichungen sehr groß sind, werden max. 25-30% verkauft, wo natürlich nur darauf AbGSt. abgeführt werden muss.

2. Dividenden / Zinsen müssen natürlich versteuert werden (ebenso bei einem "Dachfonds" zur AbGSt.-optimierung, sofern dieser die Erträge nicht wegswappt), was wiederum zum rebalancen hergenommen werden kann. Dividenen/Zinsen im Bereich bis 5% pro Jahr des Gesamtdepot -> auch vernachlässigbare AbGSt.

 

Bei beiden Fällen A und B macht im Regelfall die AbGSt. nicht viel Einfluss, und der Zinseszinseffekt kann aufgrund der geringen effektiven Umschichtungen nicht viel anrichten.

Sonst gilt weiterhin vanitiys Berechnungen, wobei der worst case Fall mit dem Versteuern des GESAMTEN Gewinns extrem unwahrscheinlich ist und in der Praxis keine Rolle spielt.

 

Warum also die Flexibilität aufgeben und in teure Dachfondskonstrukte investieren?

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Chemstudent

Du hast Recht und ich hatte Unrecht, bitte um Entschuldigung. Ich habe Herrn Freiberger gerade per Mail gefragt und er schrieb, die Transaktionskosten seien durchschnitlich weitere ~<0,1% p.a.

 

Außerdem seien die alten benannten Transaktionskosten in 2011 nur ausnahmsweise hoch gewesen, weil dort die Umstellung auf passiv erfolgte.

Die Begründung erschließt sich mir nicht, da der Fonds zum 31.12.2010, also mit Abschluss des Geschäftsjahres 2010 auf den neuen Ansatz umgestellt wurde, und nicht erst im Verlauf des Jahres 2011.

Aber gut, sei es wie es wolle, ohnehin eine nebensächlichkeit.

 

Mir erscheint insofern als "einziges" Problem bei der Kostenzusammensetzung die mitzukaufende Beratung für bis zu 1,25p.a. (je nach Aktienanteil auch geringer).

Nochmals: Keine Ahnung, was du mit "Beratung" meinst. Auch nicht, wie das mit dem Aktienanteil zusammenhängt. Und woher die 1,25% p.a. kommen, weiß ich auch nicht, im Prospekt stehen sie jedenfalls nicht.

 

Alles andere erscheint mir sehr gut (Zusammensetzung usw.).

 

Du redest ständig davon, dass dir die Zusammensetzung, Anlagegrundsätze etc. sehr gut gefallen. Doch wenn ich dich Frage, wie der Fonds denn konkret anlegt, weißt du darauf keine Antwort.

Das passt doch vorne und hinten nicht zusammen.

Im Eingangsbeitrag steht, du möchtest dich an "Kommer" orientieren, passiv wissenschaftlich begründet anlegen und der Fonds würde dies tun. Nun kenne ich zwar die Kommerschen Vorschläge nicht, erwarte aber logischerweise, dass man mir erklären kann, wie der Fonds anlegt.

Es findet sich nirgends eine klare aussage, auf welche "wiss. orientierung" man sich beruft, wie genau angelegt wird etc.pp.

 

Auch scheinen mir die kosten, die über iese Beratungsgebühr hinausgehen, kaum weiter reduzierbar (?).

Wie wär's denn beispielsweise mit:

a ) einem selfmade ARERO-Nachbau.

oder

b ) einem einfachen ETF auf den MSCI ACWI IMI (Market Cap gewichtet, Large + Mid+Small Cap, World und EM) und einer Rentenkomponente deiner Wahl?

oder

c ) jedwede andere dir genehme meinetwegen auch "kommersche" Zusammenstellung?

 

Insofern müsste eigentlich nur zur Debatte stehen der Mehrwert einer Dauerberatung, zu diesen Kosten.

Zur Debatte müssen selbstverständlich Alternativen zum Produkt stehen.

 

Unter anderm schreibt Herr Freiberger, der Endkunde habe über denFonds insbes. Zugriff auf institutionelle Fonds ("im kostenintensiven Bereich value und small") und auf rein auf Deutschland bezogene Staatsschuldner. Wie gesagt, das sind m.E. alles Pluspunkte,

Warum sind das Pluspunkte? Du willst doch wissenschaftlich orientiert sein, dann müsstest du das auch entsprechend zeigen können. ;)

 

der Haken für die meisten ist halt immer die mitzukaufende Beratungskomponente. Worum es mir lediglich ging, ist, was ihr bei Nichtberücksichtung dieses Punktes von dem Fonds haltet (Zusammensetzung usw.usf. ich wiederhole mich).

 

Auch hierzu hast du Antwort erhalten.

Der Fonds macht keine klaren Aussagen darüber, wie er passiv anlegt udn auf welche wissenschaftlichen Erkenntnisse er sich konkret beruft. Schaut man sich den Halbjahresbericht an, so sind rund 37% des Fondsvermögens in Small Cap und Value Produkte investierst. Die restlichen rund 13% des Aktienanteils sind in der "klassischen" Aufteilung "USA, Europa, Japan/Pazifik und EM" untergebracht.

Warum man den Fonds kaufen sollte ohne zu wissen, was er eigentlich macht, erschließt sich mir nicht.

 

Soweit ich das verstehe, funktioniert der Fonds offenbar stets in direkter Kopplung an einen Vermögensverwaltungs/Beratungsvertrag. Vermutlich (?) könnte man den Fonds auch ohne Vertrag kaufen, was aber ja wenig Sinn macht. D.h. der Fonds ist ein reines Zweckkonstrukt zur Verwaltung des Kapital von Beratungskunden mit entsprechendem Betreungsbedarf... Wie gesagt, mir ging es um die Beurteilung, ob es Fonds gibt, die eine bessere Umsetzung einer passiven Investmentstrategie bieten, oder ob dieser Fonds evtl. der beste (!) wäre, wenn(!) die individuelle Beatungskomponente nicht wäre.

Wer soll den Beraten werden?

Aus dem Fondsvermögen werden die kosten von 2,X% entnommen und logischerweise gibt es ein Fondsvermögen für alle Anleger.

 

Aber auch ohne die hohen Kosten ist der Fonds nicht "das beste". Kann man schließlich nicht sagen, man weiß ja - ich wiederhole mich - gar nicht, welchen konkreten Ansatz er verfolgt. Weltweite Aktien und deutsche anleihen fifty-fifty und im Aktienteil viel Small Cap und Value und irgendwie momentum. Mehr ist's nicht.

Wonach genau die einzelnen ETFs gewichtet werden ist nach wie vor nicht bekannt.

 

Ja sicher, wie gesagt, das wäre ein separates Thema. Die Frage wäre genauer: Unter WELCHEN Umständen könnte sie die Kosten wettmachen.

 

Die Frage wäre erstmal: Was macht die "Beratung" und wie sieht sie aus? Darüber habe ich nach wie vor keine konkrete Vorstellung. Keine Ahnung, wie du dir das Prozedere vorstellst.

 

Ich werde dazu nachfragen und etwas nachliefern. Ich traue mich nicht, selbst zu schreiben, was in Erinnerung habe, zumal das ja auch reichlich unseriös wäre. Ich versuche harte Fakten zu erfragen bzw meine Unterlagen zusichten und das dann posten.

 

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht recht, wo das Problem liegt:

 

Du willst einen möglichst wissenschaftlich orientierten "Kommerschen" Fonds und stellst diesen Fonds vor. Du sagst, dir ist das "passive Anlegen" kompliziert, du wüsstest gar nicht wie man das richtig machst, aber du weißt das der Fonds es richtig macht. Warum du weißt, dass es der Fonds richtig machst, kannst du aber nicht erklären. :blink:

Man hat dich gefragt, wie "wissenschaftlich" der Fonds anlegt, doch auch hier gibt's bis jetzt keine Antwort.

 

Findest du das nicht selbst etwas, na sagen wir mal "merkwürdig"? ;)

 

Punkt 3 ist die separate Diskussion "Beratungsvertrag pro Kontra".

Ich weiß nach wie vor nicht, wie du dir die Beratung vorstellst bzw. wie das laufen soll.

Mal ein simples Beispiel:

Ich kaufe den Fonds bei der FFB (Fidelity FondsBank). Der Fonds hat laufende Kosten i.H.v. 2,X% p.a.

Welche Beratung kann ich als Anleger nun deiner Meinung nach erwarten? Kann ich das Management anrufen und die beraten mich zu meiner persönlichen Situation? Wohl kaum.

Wird das Management beraten (ja, wird es!), doch warum ist das nötig, wenn es doch eine passive wiss. orientierte Anlage sei und was ist der Nutzen?

 

Kurzum:

Mir scheint, du vermischst hier einige Sachen und hast den Fonds irgendwie lieb gewonnen.

Nach wie vor weiß ich nicht, wie der Fonds konkret anlegt, d.h. an welcher Strategie er sich orientiert, für was die hohen kosten überhaupt da sind etc. pp.

 

Da ist die Frage nach steuerlichen Gesichtspunkten doch ohnehin erstmal irrelevant, da ohne nähere Infos zum Produkt und konkreter Anlegersituation sowieso nicht klärbar.

Übrigens:

Wer ohnehin regelmäßig Geld anlegen will, der kann auch mit dem neuen Geld "rebalancieren" und vermeidet damit steuerwirksame Transaktionen.

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Schinzilord

Interactive Brokers führt übrigens die AbgSt nicht ab, das macht man im nächsten Jahr mit der Steuererklärung. Somit bleibt der Zinseszinseffekt voll erhalten (man braucht natürlich Kapital für die Steuer).

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unbiased
· bearbeitet von unbiased

hallo,

 

ich habe von herrn freiberger recht umfangreiche materialien erhalten (Investmentstrategie Darstellung, Performanceattributionsanalyse WF Portfolio Ausgewogen, 12 Vermögensverwalterbriefe, die auf vieles erläuternd bezugnehmen); außerdem hat ChemStudent sehr hilfreich privat geantwortet (danke! (teile daraus werde ich ihm (ChemStudent) demnächst per PM vorschlagen zu veröffentlichen, damit alle was davon haben)). ChemStudent hat mir außerdem grundsätzlcih erlaubt, das Material hochzuladen, wenn ich die urheberrechtliche Genehmigung dazu habe; die Moderatoren können mir ggf. Mitteilen, sofern bestimmte pdfs einen nicht vertretbaren "Werbeaspekt" haben, ich hoffe mal, dass das Ganze in der Summe inhaltlich interessant/neutral genug ist, um stehen bleiben zu dürfen, ansonsten müsste man es wohl extern hochladen (?). Ich habe zwar eine implizite Erlaubnis zur Veröffentlichung von Herrn Freiberger, weil ich bei ihm explizit nachgefragt hatte nach Material zum Investmentansatz des Fonds spezifisch, weil in einem Forum kritische Fragen dazu gestellt wurden und ich dort Material posten wollen würde, und er mir explizit daraufhin die Pdfs zugesandt hatte. Dennoch werde ich vorsichtshalber überkorrekterweise erneut nachhaken, die pdfs hier definitiv aus urheberrechtlicher Sicht hier hochgeladen werden dürfen. (Falls wer schon an Neujahr privat schonmal reinschauen will, kann er(sie?;) ) mir eine PM schicken, ich schicke euch dann eine PM mit Link zum Zip-File (in meinem eigenen Webspace.))

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randomwalk

ich habe von herrn freiberger recht umfangreiche materialien erhalten (Investmentstrategie Darstellung, Performanceattributionsanalyse WF Portfolio Ausgewogen .....

 

 

GEIL! Investmentporn? :pro:

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otto03

ich habe von herrn freiberger recht umfangreiche materialien erhalten (Investmentstrategie Darstellung, Performanceattributionsanalyse WF Portfolio Ausgewogen .....

 

 

GEIL! Investmentporn? :pro:

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Performance_attribution

 

indeed

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Malvolio

Also ich musste auch nachsehen. :lol:

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Attribution

 

Das heißt wohl soviel wie hinterher völlig logisch erklären, warum etwas nicht funktioniert hat .... ;)

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neysee

GEIL! Investmentporn? :pro:

 

Och, mittlerweile finde ich den Thread eher amüsant. Alleine die Erkenntnis, in wieviel Worten man die Information "Ich lade es hoch, wenn ich sicher bin, dass ich die Erlaubnis habe" ausdrücken kann.

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Milhouse

...man bedenke aber auch Datum und Uhrzeit zu diesen verschachtelten Sätzen.

Was man nicht alles so von sich gibt am Neujahrsmorgen um 4 Uhr... :blink:

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Milhouse

Och, mittlerweile finde ich den Thread eher amüsant.

(...)

Dem stimme ich allerdings zu. Und vor dem Hintergrund wie ein anderer Thread des TO verlaufen ist (KLICK) bin ich schon sehr gespannt wie es hier weitergeht...

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neysee

Dem stimme ich allerdings zu. Und vor dem Hintergrund wie ein anderer Thread des TO verlaufen ist (KLICK) bin ich schon sehr gespannt wie es hier weitergeht...

 

In einem der Bücher von Donna Leon (Commissario Brunetti, Venedig) gab es die Beschreibung, wie das wöchentliche Meeting, in dem der Vice-Questore seine auf Tagungen der kriminalisten Führungsebene gewonnen Erkenntnisse dozierte, von Sekretärin Elettra spannender gestaltet wurde. Jeder Teilnehmer bekam ein Bingokarte mit passenden Begriffen, und wer zuerst alle abgehakt hatte, hat das Buzzword-Bingo gewonnen.

 

Falls jemand Bingo-Karten zustammenstellen möchte, stelle ich hier schonmal folgende Begriffe zur Verfügung:

 

  • Kommer
  • passiv
  • DFA
  • Buy & Hold
  • Rebalancing
  • BIP-Gewichtung
  • stringent wissenschaftlicher Ansatz
  • auf Instrumenten aufbauend, die sonst nur instututionellen Anlegern zu Verfügung stehen
  • Market-CAP
  • Fondsmantel
  • Versicherungsmantel
  • Homebias
  • Tax Harvesting
  • homebrew-Konzept
  • Risikosenkungskomponente
  • Diversifizierungskomponente
  • Break-Even-Funktion
  • Performanceattributsanalyse

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Bärenbulle
· bearbeitet von Bärenbulle

Falls jemand Bingo-Karten zustammenstellen möchte, stelle ich hier schonmal folgende Begriffe zur Verfügung:

 

  • Kommer
  • passiv
  • DFA
  • Buy & Hold
  • Rebalancing
  • BIP-Gewichtung
  • stringent wissenschaftlicher Ansatz
  • auf Instrumenten aufbauend, die sonst nur instututionellen Anlegern zu Verfügung stehen
  • Market-CAP
  • Fondsmantel
  • Versicherungsmantel
  • Homebias
  • Tax Harvesting
  • homebrew-Konzept
  • Risikosenkungskomponente
  • Diversifizierungskomponente
  • Break-Even-Funktion
  • Performanceattributsanalyse

 

Der auch etwas un-arische aber dafür treffendere Begriff dafür ist "Bullshit"-Bingo. Ein zurecht gefürchtetes Spiel, vor allem von Vorstandsvorsitzenden bei Jahresansprachen.:-

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Milhouse

Unverzichtbar bei jedem Bullshit-Bingo sind im Übrigen die immer wieder beliebten "Synergieeffekte" - der Begriff sollte auch auf die Liste... :thumbsup:

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