BlindesHuhn88 vor 13 Stunden vor 7 Minuten von cutter111th: Tja, dennoch ist Japan Teil von RECP und gerade wegen der politischen Risiken würde ich was diese Region betrifft eher auf Japan setzen. -Der Markt ist trotz seiner Performance und neuer Rekordstände noch Immer günstig -Es haben tiefgreifende Corporate-Governance-Reformen stattgefunden - allgemeine Reformpolitik in Japan -Kapitalzuflüsse und zunehmendes Anlegerinteresse(siehe auch Buffet, der sein Japan Investment nochmals ausgebaut hat) Hm Japan ETF als einzelnes dazu mischen. Ja muss ich mir mal überlegen. Danke für die Hinweise! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
cutter111th vor 12 Stunden · bearbeitet vor 12 Stunden von cutter111th vor 7 Minuten von BlindesHuhn88: Hm Japan ETF als einzelnes dazu mischen. Ja muss ich mir mal überlegen. Danke für die Hinweise! Wie oben schon geschrieben, eine Alternative wäre wirklich der Vanguard Pacific All Cap, sonst benötigst du ja 3 zusätzliche ETF, Japan, Pacific und EM Asia. Man könnte den All Cap mit einem EM Asia kombinieren. Problem hier ist, dass man dann Korea stark übergedichtet, weil Korea im FTSE Anlageuniversum kein Schwellenland ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein vor 12 Stunden vor 2 Stunden von lowcut: Europa (außer Russland) hat aus den sinnlosen Kriegen gelernt. Daraus ist die heutige EU erwachsen. Leider ist das zusammenwachsen nicht auf allen Ebenen sinnvoll gelaufen. Aber wirtschaftlich ist die EU ein großer Player und hat durchaus Erfolge vorzuweisen. Die EU ist nicht aus freiem Willen erwachsen, sondern aus der Not - nicht, weil man aus Einsicht wollte, sondern weil man aus Ohnmacht nicht anders konnte. Und die USA hatten ganz viel damit zu tun. Die Lektionen, die in Europa angeblich gelernt wurden, sind im übrigen sehr unterschiedlich. Nur in Deutschland hiess die (im übrigen falsche) Lektion: Nie wieder Krieg!, einfach deswegen, weil man zwei grosse Kriege krachend verloren hatte, nun gar keinen Krieg mehr führen konnte. Andere europäische Mächte wie Frankreich, die Niederlande, Portugal und Grossbritannien waren nach 1945 dagegen in blutige Kolonialkriege mit Millionen von Toten verwickelt. Auch innerhalb Europas gab es heftigen Streit um Grenzverschiebungen. Menschenrechte spielten dabei keine Rolle, Vertreibungen und Zwangsassimilation dagegen schon. Wer Macht hatte, bestimmte, was lief. Der Grund, warum es nach 1945 in Europa zu keinen grossen zwischenstaatlichen Kriegen kam, ist in erster Linie auf die Macht der USA, inklusive der dauerhaften Stationierung von Truppen in Europa, und dem schlagenden Argument der Atombombe zurückzuführen, und nicht etwa darauf, dass man "aus der Geschichte gelernt" hätte, oder weil man moralisch besser sei als andere. Da die blutigen Kolonialkriege krachend verloren gingen und die Bedrohung durch den Ostblock real war, blieb den westeuropäischen Staaten auch nichts übrig, als mit den Kriegen aufzuhören. Nicht, weil man aus Einsicht nicht mehr wollte, sondern, weil man diese Kriege nicht mehr führen konnte. Völkerrecht und Moral haben nur sekundär an Bedeutung gewonnen, als Folge der amerikanischen Macht. Entfiele der Schutzschirm der amerikanischen Macht, wären wir zurück bei imperialistischer Machtpolitik mit Einflusssphären. Und da sind die USA halt einfach geopolitisch viel besser aufgestellt als Europa, weil sie innerlich geeint sind, von zwei Ozeanen geschützt werden und nur zwei schwache Nachbarn haben, die sie jederzeit dominieren können. Die USA haben auch nach 1945 immer wieder Ansprüche erhoben und Kriege geführt, weil sie es konnten und es der geopolitischen Logik entsprach. Trump sticht da überhaupt nicht hervor - im Gegenteil, bisher war seine Politik von Kurzinterventionen geprägt. Ich finde es offensichtlich, dass er alles daran setzt, gerade nicht in langwierige, kostspielige Kriege verwickelt zu werden. Wie ich oben andeutete, ich kann aus diesen ganzen Überlegungen keine Konsequenz ziehen für mein Anlageverhalten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Megatron vor 12 Stunden vor 46 Minuten von cutter111th: Japan hat zum Beispiel im All-World nur noch 5,59 Prozent. Selbst wenn man komplett von einer Wichtung nach Market Cap abweicht und BIP ins Rennen wirft, und damit die einzelnen Länder sehr stark nach den fundamentalen Daten der Volkswirtschaften sortiert, sind die 5,6% noch zuviel. Japan müsste eher bei 3-4% einsortiert werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
cutter111th vor 12 Stunden · bearbeitet vor 12 Stunden von cutter111th vor 17 Minuten von Megatron: Selbst wenn man komplett von einer Wichtung nach Market Cap abweicht und BIP ins Rennen wirft, und damit die einzelnen Länder sehr stark nach den fundamentalen Daten der Volkswirtschaften sortiert, sind die 5,6% noch zuviel. Japan müsste eher bei 3-4% einsortiert werden. Ihm geht ihm aber weder um MCAP noch um Gewichtung nach BIP. Er wettet bewusst auf eine Region. Ich sage zum Beispiel seit vielen Jahren, dass man Japan stärker gewichten und dabei auf einen EUR Hedge setzen sollte(siehe Japan Thread), sofern man denn überhaupt von MCAP abweichen will. Da kam immer viel Skepsis ,weil sich keiner mit Japan beschäftigt. Wäre aber rentabel gewesen. Aktuell würde ich aber für die Zukunft von einem Währungshedge absehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
lowcut vor 12 Stunden vor 20 Minuten von Rotenstein: Die EU ist nicht aus freiem Willen erwachsen, sondern aus der Not - nicht, weil man aus Einsicht wollte, sondern weil man aus Ohnmacht nicht anders konnte. Und die USA hatten ganz viel damit zu tun. Die Lektionen, die in Europa angeblich gelernt wurden, sind im übrigen sehr unterschiedlich. Nur in Deutschland hiess die (im übrigen falsche) Lektion: Nie wieder Krieg!, einfach deswegen, weil man zwei grosse Kriege krachend verloren hatte, nun gar keinen Krieg mehr führen konnte. Andere europäische Mächte wie Frankreich, die Niederlande, Portugal und Grossbritannien waren nach 1945 dagegen in blutige Kolonialkriege mit Millionen von Toten verwickelt. Auch innerhalb Europas gab es heftigen Streit um Grenzverschiebungen. Menschenrechte spielten dabei keine Rolle, Vertreibungen und Zwangsassimilation dagegen schon. Wer Macht hatte, bestimmte, was lief. Deutschland hatte als Kriegsverlierer nicht viel zu sagen bei den Grenzverschiebungen. Diese wurden aber mit der Zeit akzeptiert. Im Osten hat es länger gedauert. Nie wieder Krieg ist keine falsche Lektion, sondern richtig. Wir haben dafür zwei Weltkriege gebraucht um die Anzahl der Idioten zu minimieren. vor 20 Minuten von Rotenstein: Der Grund, warum es nach 1945 in Europa zu keinen grossen zwischenstaatlichen Kriegen kam, ist in erster Linie auf die Macht der USA, inklusive der dauerhaften Stationierung von Truppen in Europa, und dem schlagenden Argument der Atombombe zurückzuführen, und nicht etwa darauf, dass man "aus der Geschichte gelernt" hätte, oder weil man moralisch besser sei als andere. Da die blutigen Kolonialkriege krachend verloren gingen und die Bedrohung durch den Ostblock real war, blieb den westeuropäischen Staaten auch nichts übrig, als mit den Kriegen aufzuhören. Nicht, weil man aus Einsicht nicht mehr wollte, sondern, weil man diese Kriege nicht mehr führen konnte. Die USA mögen zwar auch ein gewissen Einfluss auf das friedliche Miteinander in Europa gehabt haben, aber der Kern war der dauerhafte Wunsch auf friedliches Zusammenleben zwischen Frankreich und Deutschland. Dies war auch die Grundlage der Montanunion, die über die europäische Gemeinschaft in die EU mündete. Dieses Zusammenwachsen hat nichts mit der USA zu tun. Die USA waren eher an der NATO interessiert wegen der Kommunistischen Bedrohung. vor 33 Minuten von Rotenstein: Völkerrecht und Moral haben nur sekundär an Bedeutung gewonnen, als Folge der amerikanischen Macht. Entfiele der Schutzschirm der amerikanischen Macht, wären wir zurück bei imperialistischer Machtpolitik mit Einflusssphären. Und da sind die USA halt einfach geopolitisch viel besser aufgestellt als Europa, weil sie innerlich geeint sind, von zwei Ozeanen geschützt werden und nur zwei schwache Nachbarn haben, die sie jederzeit dominieren können. Die USA haben auch nach 1945 immer wieder Ansprüche erhoben und Kriege geführt, weil sie es konnten und es der geopolitischen Logik entsprach. Trump sticht da überhaupt nicht hervor - im Gegenteil, bisher war seine Politik von Kurzinterventionen geprägt. Ich finde es offensichtlich, dass er alles daran setzt, gerade nicht in langwierige, kostspielige Kriege verwickelt zu werden. Wie ich oben andeutete, ich kann aus diesen ganzen Überlegungen keine Konsequenz ziehen für mein Anlageverhalten. Für die USA ist Völkerrecht und Moral immer nach Bedarf wichtig. Leider auch manchmal bei einigen europäischen Staaten. Trotzdem halte ich das für falsch und für ein engstirniges Verhalten von dummen Menschen. Keiner der Konflikte nach 1945 hatte einen nachhaltigen Erfolg. Wirtschaftlich gesehen waren Kriege für alle beteiligten Staaten immer ein Minusgeschäft. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bobbycar192 vor 12 Stunden vor 2 Minuten von lowcut: Wir haben dafür zwei Weltkriege gebraucht um die Anzahl der Idioten zu minimieren. Wie bei jeder Medizin: Die Wirkung lässt mit der Zeit nach. Das Vietnam der Amerikaner ist zu lange her, Europa hat seit WWII keine richtige Dosis mehr bekommen. Die Folgen kannst du auch hier im Forum erkennen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein vor 11 Stunden vor 50 Minuten von lowcut: Nie wieder Krieg ist keine falsche Lektion, sondern richtig. Wir haben dafür zwei Weltkriege gebraucht um die Anzahl der Idioten zu minimieren. Ich will dies nicht zu sehr ausweiten, weil es zu politisch wird. Nie wieder Krieg! wäre aus meiner Sicht die falsche Lektion zumindest aus dem Zweiten Weltkrieg, denn wurden nicht Unterjochung und Völkermord gerade durch Krieg beendet? Ja, Krieg ist schlecht und immer mit Ungerechtigkeiten verbunden, aber ist leider nicht immer zu vermeiden; es gibt so etwas wie gerechtfertigt Kriege. Frieden ist nicht das höchste Gut, sondern Freiheit - und manchmal ist diese nur durch Krieg zu erlangen. Frag Israel, frag Polen, frag die Ukraine. Mir ist aber klar, dass du mit deiner aus meiner Sicht falschen Lektion in Deutschland nicht alleine bist. vor 50 Minuten von lowcut: Wirtschaftlich gesehen waren Kriege für alle beteiligten Staaten immer ein Minusgeschäft. Das ist zwar moralisch schön, entspricht aber nicht der historischen Realität. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
lowcut vor 11 Stunden vor 4 Minuten von Rotenstein: Das ist zwar moralisch schön, entspricht aber nicht der historischen Realität. Das entspricht der wirtschaftlichen Betrachtung. Krieg kostet immer mehr als es einbringt. Die Kriege in Vietnam, Afghanistan oder im Irak haben immer mehr Geld gekostet als sie eingebracht haben. Hier sind die direkten Kosten als auch die Folgekosten zu betrachten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bobbycar192 vor 10 Stunden vor 32 Minuten von Rotenstein: Nie wieder Krieg! wäre aus meiner Sicht die falsche Lektion zumindest aus dem Zweiten Weltkrieg Gehe doch einen Schritt weiter und sehe die Ereignisse der 10er bzw. 20er und 30er Jahre als Ursache. Dann erübrigt sich die Diskussion, ob der Krieg nun Problem oder Lösung war. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller vor 9 Stunden vor einer Stunde von Rotenstein: Nie wieder Krieg! wäre aus meiner Sicht die falsche Lektion zumindest aus dem Zweiten Weltkrieg, denn wurden nicht Unterjochung und Völkermord gerade durch Krieg beendet? Also ich denke, man darf dann schon zwischen Angriffs- und Verteidigungskrieg unterscheiden bei der "Bewertung". "Nie wieder Krieg!" dürfte sich nach mehrheitlichem Verständnis wohl vor all auf Ersteres beziehen. Aber das heißt halt nicht, dass man nicht möglicherweise zu zweitem gezwungen wird..... vor 1 Stunde von Rotenstein: Frieden ist nicht das höchste Gut, sondern Freiheit Das würde ich dann unterschreiben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag