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CorMaguire
vor 1 Minute von Nachtfalke:

Schwierig. Die meisten Konflikte dieser Art sind in ihrem Kern älter als Napoleon - ...

Ich denke eher, dass sie von interessierten Kräften gerne mit den alten Geschichten aufgewärmt/angestachelt werden.

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Nachtfalke
1 hour ago, CorMaguire said:

Ich denke eher, dass sie von interessierten Kräften gerne mit den alten Geschichten aufgewärmt/angestachelt werden.

Klar. Um beim Thema zu bleiben - schau' in die USA. Die Republikaner kämpfen selbst heute noch die Schlacht von Alamo, und es hat viel Kevin Costner und noch mehr Netfix gebraucht, bis Western einigermaßen historisch korrekt werden durften. Das implizierte Narrativ ist hier wichtiger, als das offen geäußerte - und die Ideologen kämpfen um jedes Wort. Oder warum gab's nochmal den "Amerikanischen Bürgerkrieg"? "Wirtschaftspolitische Differenzen"?! Ach, wirklich???

 

...Und solche Geschichtsfälschungen holen die Staaten halt alle ein, auf kurz oder lang, wenn man sich nicht davon frei macht. Und so ist's halt gerade in den USA: Die Generation 50++ dort denkt mehrheitlich offenbar immer noch, Menschen außerhalb eines gewissen Phänotyps gehörten nicht dazu, national wie international. Das rächt sich jetzt, denn die Zeiten seit 1970 - oder 1870 - haben sich geändert.

 

 

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sedativ
· bearbeitet von sedativ
vor 3 Stunden von Nachtfalke:

Die Generation 50++ dort denkt mehrheitlich offenbar immer noch, Menschen außerhalb eines gewissen Phänotyps gehörten nicht dazu, national wie international. Das rächt sich jetzt, denn die Zeiten seit 1970 - oder 1870 - haben sich geändert.

 

Erstaunlicherweise ist die Korrelation der reaktionären Einstellung zum Alter schwächer ausgeprägt als von dir vermutet. In Deutschland zeigt sich hinsichtlich der AfD-Klientel ein ähnliches Bild. Die Dummheit ist generationenübergreifend annähernd gleichverteilt.

 

 

Screenshot_20260126_153558_Samsung Internet.jpg

rot = Trump

Quelle: statista

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Nachtfalke
1 hour ago, sedativ said:

Erstaunlicherweise ist die Korrelation der reaktionären Einstellung zum Alter schwächer ausgeprägt als von dir vermutet. In Deutschland zeigt sich hinsichtlich der AfD-Klientel ein ähnliches Bild. Die Dummheit ist generationenübergreifend annähernd gleichverteilt.


Ohne da jetzt ein zu großes Fass aufmachen zu wollen - und ausdrücklich mit vielem Dank für den Chart: Ich denke, man kann "Paleorassismus" nicht an Wahlverhalten festmachen; nicht in einem Zweiparteiensystem, zumindest. Ich denke auch, reaktionäres Verhalten im Allgemeinen, Paleokonservativismus, oder "Wertekonservativismus" sind ganz andere Stiefel. Reaktionäre Denker in Deutschland plädieren in der Regel nicht für eine historische Neubewertung des Leibeigenensystems in Preußen. Reaktionärsein, in USA, das heißt, 2023 schreibst Du in die Schulbücher, dass Sklaverei ja vielleicht doch nicht so schlimm war, weil die Sklaven dort kostenlose Ausbildungen erhielten.

 

Mein Eindruck des US-Wahlsystems ist eher, die Hautfarbe oder die Parteizugehörigkeit der Kandidaten ist weitgehend egal; eher geht es um die Erhaltung einer subjektiv empfundenen "sozialen Ordnung". Man kann Obama und Kamala gut finden; aber soziale Fehltritte werden anders geahndet, je nachdem, welcher Ethnie oder Schicht man angehört: Siehe z. B. die Situation rund um den Sänger P Diddy im Vergleich zu Trumps verschiedenen Affären, oder den Umgang mit Bidens wahrscheinlich krebsbedingter Demenz und mit Trumps völligen geistigen Aussetzern. 

 

Mein Eindruck ist, diese traurige soziale Dynamik wird erst verschwinden, wenn eine Generation das Sagen bekommt, die sich an Rodney King und OJ Simpson nicht mehr erinnern kann. Bis dahin befürchte ich, dass wir viel Kosmetik sehen werden, aber keine Entwicklung der allgemeinen Situation zum Besseren. 

 

-- Auf den Markt bezogen stelle ich mich darauf ein, dass das trumpsche Ramba-Zamba deswegen in den kommenden Monaten ungebremst weitergehen wird; national wie international. Vielleicht ein Bisserl "Symbolic Compliance", aber er wird weiterhin versuchen, Gewalt gegen sein eigenes Volk und gegen seine Alliierten zu normalisieren. Wenn Europa Glück hat, konzenriert er sich auf Gaza und Iran. Wenn Europa Pech hat, dann geht's weiter mit den karibischen Inseln und mit Grönland.

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BWL0815

In den USA ist es doch meine ich nur noch eine Frage der Zeit bis Hispanics die Bevölkerungsmehrheit stellen oder zumindest die größte ethnische Gruppe, man darf gespannt sein, wie sich das ingesamt auf die US Politik auswirken wird.

 

 

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CorMaguire
vor 8 Minuten von BWL0815:

In den USA ist es doch meine ich nur noch eine Frage der Zeit bis Hispanics die Bevölkerungsmehrheit stellen oder zumindest die größte ethnische Gruppe, man darf gespannt sein, wie sich das ingesamt auf die US Politik auswirken wird.

Dauert noch in bisschen --> https://www.statista.com/statistics/270272/percentage-of-us-population-by-ethnicities/

 

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Nachtfalke
1 hour ago, CorMaguire said:

 

https://www.nytimes.com/2026/01/23/health/milhoan-vaccines-optional-polio.html

 

Ohne geschmacklos sein zu wollen -- über allzu exorbitantes Bevölkerungswachstum in USA muss man sich wahrscheinlich bei der derzeitigen Politik auch weniger Gedanken machen, als vor ein paar Jahren noch.

Quote

Rejecting Decades of Science, Vaccine Panel Chair Says Polio and Other Shots Should Be Optional

 

Dr. Kirk Milhoan, a pediatric cardiologist who leads the Advisory Committee on Immunization Practices, said a person’s right to refuse a vaccine outweighed concerns about illness or death from infectious diseases.

[...]

 

Was so eine Unsinnspolitik vor allem macht, ist, dass sie die Standortgüte von USA weiter herabsetzt: Niemand, der nicht muss, zieht seine Kinder im einzigen Land der zivilisierten Welt groß, in dem's noch Krankheiten gibt, wie in anderen Teilen der Welt zum letzten Mal etwa zur Zeit von Bismarck und Jack the Ripper. Die große Stärke von USA in den letzten 30 Jahren war vor allem, dass auch Arbeitskräfte aus dem akademischen oder betrieblichen Mittelbau gerne dorthin sind. Schwer vorstellbar, dass das so bleibt, wenn irgendwannmal zwei Mal im Jahr die Kita zu ist wegen eines Ausbruchs von Polio.

 

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sedativ
Zitat

US consumer confidence has collapsed to its weakest level in more than a decade, outstripping its pandemic lows and fuelling concerns about the health of the world’s biggest economy.

-‐> Financial Times

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Nachtfalke
· bearbeitet von Nachtfalke

Bin kein Freund der "Gurus". Denke aber, ein vorläufiges Endspiel mit Trump und ICE könnte wirklich so aussehen.

 

https://v.redd.it/whpgac867yfg1/CMAF_720.mp4

 

Nanu? Link geht nicht zum Thread, finde Thread auch nicht mehr.

 

Hier ist ein weiterer Ausschnitt aus dem Video, mit Quelle:

 

 
(Ich weiß auch nix über "Destiny" - ich kenn' halt Galloway ein Bisserl.)

 

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Conker
vor 7 Stunden von Nachtfalke:

Bin kein Freund der "Gurus". Denke aber, ein vorläufiges Endspiel mit Trump und ICE könnte wirklich so aussehen.

 

https://v.redd.it/whpgac867yfg1/CMAF_720.mp4

 

Nanu? Link geht nicht zum Thread, finde Thread auch nicht mehr.

 

Hier ist ein weiterer Ausschnitt aus dem Video, mit Quelle:

 

 
(Ich weiß auch nix über "Destiny" - ich kenn' halt Galloway ein Bisserl.)

 

Halte ich für höchst unwahrscheinlich. Die Mehrheit der Amerikaner unterstützt verständlicherweise prinzipiell die Festnahme und Abschiebung von illegal aliens. Lediglich die Art und Weise wie das aktuell geschieht wird von manchen kritisch betrachtet. 
 

Das reicht nicht für einen National Strike. Zumal Trumps Vorgänger beim Abschieben teils noch eifriger gewesen sind und sich auch am Personal nicht so viel getan hat. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass bspw. Tom Homan durch Obama für seine effektive Abschiebepraxis ausgezeichnet wurde und nun unter Trump plötzlich als der Teufel in Person skizziert wird.

 

Wie du schon sagtest: Es sind Gurus, die ihr Klientel bespielen und davon profitieren/leben. Den überwiegenden Teil der Bevölkerung juckt das alles nicht und der treibt sich auch nicht auf Reddit rum.

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No.Skill

@ConkerDanke für die ergänzenden Informationen.

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Nachtfalke
· bearbeitet von Nachtfalke
1 hour ago, Conker said:

Halte ich für höchst unwahrscheinlich. Die Mehrheit der Amerikaner unterstützt verständlicherweise prinzipiell die Festnahme und Abschiebung von illegal aliens. Lediglich die Art und Weise wie das aktuell geschieht wird von manchen kritisch betrachtet. 
 

Das reicht nicht für einen National Strike. Zumal Trumps Vorgänger beim Abschieben teils noch eifriger gewesen sind und sich auch am Personal nicht so viel getan hat. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass bspw. Tom Homan durch Obama für seine effektive Abschiebepraxis ausgezeichnet wurde und nun unter Trump plötzlich als der Teufel in Person skizziert wird.

 

Wie du schon sagtest: Es sind Gurus, die ihr Klientel bespielen und davon profitieren/leben. Den überwiegenden Teil der Bevölkerung juckt das alles nicht und der treibt sich auch nicht auf Reddit rum.

 

Ah, bin gespannt. Beide Seiten testen offenbar gerade aus, wie weit sie gehen können. Zu einem "National Shutdown" für 30. Januar ist ja schon aufgerufen. 

 

https://nationalshutdown.org/

 

Wird der ein Rohrkrepierer (danach sieht's aus, falls "Social Media"-Nennungen ein Indikator sind), dürfte das Thema erstmal vom Tisch sein.

Wird der aber so groß, wie man es sich wünscht, dan bin ich sicher, dass weitere solhe Aktionen folgen werden.

 

Die interne Logik der verschiedenen Standpunkte, Äußerungen, oder Manöver möchte ich persönlich eigentlich so wenig wie möglich im Detail bewerten: Wie Du sagst, irgendwie dürfen für manche Medien Obama. Biden, oder die Clintons Sachen machen, und es ist okay. Wenn Trump oder Bush dann ziemlich genau die gleichen Sachen machen, ist's ein Skandal. So ein Gedankengang führt nur in Sackgassen. -- Wobei gleichermaßen natürlich unbestreitbar ist, dass Trump/Musk II schon eine eigene Liga ist, was die negative Außendarstellung angeht.

 

 

 

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b3rg

Wie haltet ihr es bei euren Asset-Alokationen hinsichtlich „De-risking-USA“. Soll heißen passt ihr eure Anlagestrategien an und reduziert US-Anteile im Portfolio?

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Global Nomad
vor 2 Minuten von b3rg:

reduziert US-Anteile im Portfolio?

nein

 

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hattifnatt
vor 3 Minuten von b3rg:

Wie haltet ihr es bei euren Asset-Alokationen hinsichtlich „De-risking-USA“. Soll heißen passt ihr eure Anlagestrategien an und reduziert US-Anteile im Portfolio?

Manche ja, andere nein. Hilft dir das? :P

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No.Skill
vor 29 Minuten von b3rg:

passt ihr eure Anlagestrategien an und reduziert US-Anteile im Portfolio?

Nein, weder Japan, Deutschland, der Sudan noch die USA passe ich im Depot an.

Dazu fehlt mir das Wissen, wenn es das überhaupt gibt, um hier die richtige Allocation der Länder zu finden.

 

Grüße No.Skill

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Joker_19
· bearbeitet von Joker_19
vor einer Stunde von b3rg:

Wie haltet ihr es bei euren Asset-Alokationen hinsichtlich „De-risking-USA“. Soll heißen passt ihr eure Anlagestrategien an und reduziert US-Anteile im Portfolio?

Ich passe nichts an, da mir der USA-Anteil in rein nach Marktkapitalisierung gewichteten Welt-ETFs immer schon zu hoch war, was ich durch Beimischungen anderer Regionen behoben habe. Der USA-Anteil in meinem Portfolio beträgt knapp 41 %. Bislang bin ich damit gut gefahren und lasse es so.

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Conker
vor einer Stunde von b3rg:

Wie haltet ihr es bei euren Asset-Alokationen hinsichtlich „De-risking-USA“. Soll heißen passt ihr eure Anlagestrategien an und reduziert US-Anteile im Portfolio?

Nein. Ich ändere kurz- bis mittelfristig nichts an meiner Anlagestrategie.

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Schwachzocker
vor 1 Stunde von b3rg:

Wie haltet ihr es bei euren Asset-Alokationen hinsichtlich „De-risking-USA“. Soll heißen passt ihr eure Anlagestrategien an und reduziert US-Anteile im Portfolio?

Nein!

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Martie
vor einer Stunde von b3rg:

Wie haltet ihr es bei euren Asset-Alokationen hinsichtlich „De-risking-USA“. Soll heißen passt ihr eure Anlagestrategien an und reduziert US-Anteile im Portfolio?

Ich habe den USA Anteil tatsächlich vor einer Weile reduziert auf knapp unter 50%. Zum einen wegen all den Dingen, die seit Trump 2.0 passiert sind und immer weiter passieren. Aber auch weil ich nicht glaube, dass die USA "für immer" outperformen werden. Das freie Kapital habe ich einfach proportional zur Gewichtung im FTSE-All World auf alle anderen Länder verteilt. Dadurch stellte sich auch nicht die Frage gezielt in einzelne Länder zu investieren. Ironischerweise hat seitdem fast alles die USA outperformt und es wär so gut wie egal gewesen was man stattdessen hält. Ob das so weiter geht wird man sehen. 

 

Was mir in den USA wirklich Sorgen bereitet ist, dass einem gerade vor Augen geführt wird, wie leicht man sogenannte Kontrollmechanismen aushebeln kann mit allerei fadenscheinigen Begründungen - und wie wenig man augenscheinlich dagegen tun kann. Es wirkt fast als könne man die "nationale Sicherheit" prinzipiell als Begründung für so ziemlich jede Handlung anführen und damit alle eigentlich zuständigen Instanzen umgehen. Über richterliche Entscheidungen wird sich dann erstmal hinweg gesetzt bis das Kind eh schon in den Brunnen gefallen ist. Dazu die ständingen Drohungen sowohl national auch auch international. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das mittlerweile zerschlagene Vertrauen in die USA als zuverlässiger Partner kurzfristig zurückkehren wird.

 

Ich warte auch mit Spannung auf das Urteil des Supreme Court zu dem ganzen Zollchaos. 

 

 

 

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Limit
vor 2 Stunden von b3rg:

Wie haltet ihr es bei euren Asset-Alokationen hinsichtlich „De-risking-USA“. Soll heißen passt ihr eure Anlagestrategien an und reduziert US-Anteile im Portfolio?

Ich verändere jetzt nichts, aber ich hatte Anfang letzten Jahres USA bereits reduziert. Der USA-Anteil liegt daher aktuell bei 15% (Aktien) bzw. 10% (Anleihen).  

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sedativ
· bearbeitet von sedativ

Angeblich soll die visafreie Einreise in die USA künftig massiv erschwert werden:

 

Zitat

Die künftig erhobenen Daten sollen folgende Informationen beinhalten:

 

- Social-Media-Aktivitäten der letzten 5 Jahre

 

- ESTA-Antrag mit folgenden Datenfeldern:

 

Verwendete Telefonnummern (auch geschäftliche) der letzten 5 Jahre

 

Verwendete E-Mail-Adressen (auch geschäftliche) der letzten 10 Jahre

 

IP-Adressen

 

Metadaten von elektronisch übermittelten Fotos

 

Biometrische Daten:

  Gesicht (bereits heute Pflicht)

  Fingerabdrücke

  DNA-Profilierung

  Iris-Scan der Augen

 

Familienbezogene Daten

  Namen von Eltern, Geschwistern, Ehepartnern, Kindern

Geburtsdaten, Geburtsorte und Wohnorte der Familienmitglieder

  Telefonnummern der Familienmitglieder der letzten 5 Jahre

 

Mal sehen, ob das wirklich kommt. Wer da dann noch freiwillig einreist, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. 

 

Quelle: --> Tagesspiegel

 

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire

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Klauss
vor 11 Stunden von sedativ:

Angeblich soll die visafreie Einreise in die USA künftig massiv erschwert werden:

 

 

Mal sehen, ob das wirklich kommt. Wer da dann noch freiwillig einreist, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. 

 

Quelle: --> Tagesspiegel

 

Was ich mich frage: Was tun eigentlich die ganzen Sportler, Trainer, Funktionäre der Fußball WM oder zu Olympia? Da gibt es doch bestimmt einige, die keinen Bock auf den ganzen Mist haben bzw. auch einige, die vielleicht aufgrund kritischer Haltung zu Trump Probleme bekommen, ein Visum zu erhalten. Oder werden die dann bevorzugt, um die USA nicht im schlechten Licht erscheinen zu lassen? 

 

Auf alle Fälle werden dann wieder diverse „Agenturen“ gut dran verdienen, die einen die Visumbeschaffung erleichtern.

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bmi
Am 9.4.2025 um 08:05 von bmi:

Das unterstreicht auch das, wovon ich schon seit längerem schreibe (bspw hier und hier).

 

Die Zölle sind nur ein Symptom. Das grundlegende Problem ist, dass die USA ihre Dollar (USD) seit dem 2. Weltkrieg in die Welt exportiert und im Gegenzug Waren und Schulden (US-Treasuries, UST) importiert haben. Also ein bewusstes permanentes Handelsdefizit, was China zur Werkbank des Westens und gleichzeitig einem der größten Halter von UST gemacht hat. Aber nicht nur China, sondern auch die ganzen Ölstaaten (siehe Petrodollar: also quasi "ihr handelt mit USD und dafür schützen wir euch militärisch"), weil sie mit dem USD handeln mussten und somit durch den Export ihre ganze Ersparnisse im USD/UST lagen. Die Länder hatten gar keine andere Wahl.

 

Kurzum: Die Welt bekommt USD, die USA im Gegenzug Waren.

Ein konsumorientierter Westen steht einem produktionsorientiertem Osten gegenüber.

Ersterer hat die Nachfrage durch billiges Geld maximiert, Letzterer das Warenangebot.

 

Das System (Bretton-Woods) hat seither weltweit auch zu einem schönen Wachstum geführt und damit meine ich nicht nur den Westen, sondern auch Länder wie China, Südkorea, Japan, usw.. Außerdem musste Deflation v.a. durch eine Vermögenspreisinflation bekämpft werden, was uns Aktionäre natürlich bisher gefallen hat.

 

Es gibt jedoch ein klitzekleines Problem: Wenn man dauerhaft ein Handelsdefizit über Schulden finanziert und selbst quasi keine Arbeit mehr leistet, dann wird die Schuldenlast irgendwann zu groß. Man ist nur noch Konsument, kein Produzent mehr => man deindustrialisiert sich.

 

Infolgedessen sinkt das Vertrauen in die ganzen Ersparnisse, die - wie vorher beschrieben - für viele Länder in UST liegen. Den Vertrauensverlust konnte man bspw auch daran erkennen, dass China in den letzten Jahren viel UST abgestoßen hat. Und dazu kommt, dass durch die internationale Nachfrage nach USD (Reservewährung) der USD künstlich stark gehalten wird und somit US-Produkte weniger wettbewerbsfähig sind und die Produktion immer weiter abwandert.

 

Und um das Kernproblem (wie bereits öfter geschrieben: "Triffin-Dilemma") zu lösen, muss die USA also die Produktion wieder zurückholen und wettbewerbsfähig machen. Durch Zölle werden Unternehmen gezwungen, die Produktion nicht mehr ins Ausland zu verlagern. Außerdem muss der USD geschwächt werden, damit die Exporte billiger werden und die heftigen Schulden durch Inflation abzubauen.

 

So und bei der Umsetzung gibt’s nun ein Problem das sich FED bzw Powell nennt, weil Trump über sie/ihn kaum oder keine Kontrolle hat. Powell will natürlich die Inflation niedrig halten. Trump will aber Wirtschaftswachstum ankurbeln und zukünftige Schuldenlast minimieren, also Zinsen senken. Wie kann man Powell also dazu zwingen mitzuspielen? Z.B. durch eine Finanzkrise.

 

Wenn der Plan aufgeht, hat die USA einen kurzfristiger Schmerz, aber langfristig einen großen Profit.

 

Und wie bereits im oben verlinkten Beitrag hier im Thread geschrieben: Wir können schon seit längerem beobachten, dass die Welt vom USD weg will und Trump verstärkt das durch den entstandenen bzw noch weiter entstehenden Vertrauensverlust. Die Frage die sich also jeder stellen sollte ist: Was kommt als nächste globale Reservewährung, um internationalen Handel zu treiben? Und: welche Assets profitieren von Zinssenkungen und steigender Inflation? ;)

Kleiner Reminder, falls sich jemand fragt, was derzeit abgeht. 

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