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otto03

Stoxx Global 1800 und Branchen

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otto03
Posted · Edited by otto03

Anbei Ergebnisse des Stoxx Global 1800 und der aus diesem Anlageuniversum gebildeten 19 "Super Sectors"

 

post-8434-0-36637600-1390148545_thumb.png

 

Zahlen: Jahresergebnisse in Prozent des Basisindex und der SuperSectors (alle in der €-net Variante)

Farben: grün = Uberrendite, rot Unterrendite

 

In dieser Übersicht sehen die Daten noch ziemlich chaotisch aus, man erkennt immerhin: es gibt in einzelnen Jahren deutliche Über-/Unterrenditen.

 

 

 

Etwas klarer wird das Bild, wenn man rollierende 3-Jahres p.a. Renditen vergleicht:

 

post-8434-0-12414700-1390148855_thumb.png

 

 

noch klarer erkennt man, daß es lange andauernde Phasen von Über-/Unterrendite der einzelnen Sektoren gegenüber der Grundgesamtheit gibt, indem man die rollierende 5-Jahres p.a. Rendite betrachtet:

 

post-8434-0-50392400-1390149016_thumb.png

 

 

Frage: wie erkennt man zuverlässig ex ante Phasen der Überrendite und vermeidet Phasen der Unterrendite?

 

Habe mit einigen Taschenspielertricks versucht einer Lösung näher zu kommen:

z.B. Sektor wird gekauft, wenn 5j/4j/3j/2j/1j grün sind (größer adaequate Basisrendite), funktionierte in den meisten Jahren sehr gut, versagte in einigen Jahren kläglich

z.B. Sektor wird antizyklisch gekauft, wenn 5j/4j/3j/2j/1j rot sind (kleiner passende Basisrendite), funktionierte in einigen wenigen Jahren ausgezeichnet, versagte in den meisten Jahren

 

etc etc etc

 

vorläufiges Fazit: Branchenrotation funktioniert wie so vieles ex post - ex ante ist die Welt ein wenig unvorhersehbarer, zumindest auf Grund dieser historischen Daten im dargestellten Zeitraum.

 

PS Anlass für diese kleine Fingerübung war der Thread:

https://www.wertpapier-forum.de/topic/5077-branchenrotation/?do=findComment&comment=867217

 

Harte Daten im Vergleich zu "Annahmen"

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Dandy
Posted

Danke fürs Teilen Deiner Auswertung, otto! Sieht wirklich etwas chaotisch aus. Man müsste vermutlich den Abgleich mit den Konjunkturzyklen im Branchenrotationsthread vollziehen und die Sektoren entsprechend zuteilen, wobei dann auch schon wieder die Schwierigkeit besteht: In welchem Zyklus befinden wir uns momentan und, noch viel schwieriger, in welchem werden wir uns demnächst befinden. Das läuft dummerweise nicht nach Lehrbuch.

 

Was ich extrem interessant fände wäre die Aufteilung des Index in gleichgewichtete Sektoren, also quasi Equal Weight nach Sektorzugehörigkeit. Kann man das aus den Zahlen ableiten?

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otto03
Posted

Danke fürs Teilen Deiner Auswertung, otto! Sieht wirklich etwas chaotisch aus. Man müsste vermutlich den Abgleich mit den Konjunkturzyklen im Branchenrotationsthread vollziehen und die Sektoren entsprechend zuteilen, wobei dann auch schon wieder die Schwierigkeit besteht: In welchem Zyklus befinden wir uns momentan und, noch viel schwieriger, in welchem werden wir uns demnächst befinden. Das läuft dummerweise nicht nach Lehrbuch.

 

Was ich extrem interessant fände wäre die Aufteilung des Index in gleichgewichtete Sektoren, also quasi Equal Weight nach Sektorzugehörigkeit. Kann man das aus den Zahlen ableiten?

 

post-8434-0-20833100-1390153743_thumb.png

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Sapine
Posted

Hattest Du Dir mal die Charts auf der von Laser verlinkten Seite angeschaut? Mir scheint unterschiedliche Branchenindizes reagieren unterschiedlich stark auf den Zyklus. Bei einigen gibt es nur sanfte Aufwärts- oder Abwärtsbewegungen während andere sehr stark ausschlagen. Zudem fällt auf, dass die Bewegungen oft nur einige Monate erkennbar sind. Mit drei Jahresrenditen pro Branche ein System zu erkennen, wird schwierig bis unmöglich.

 

Idee:

Erfassung von Quartals- oder besser noch Monatsrenditen.

Beschränkung auf Branchen, die auf Zyklen nennenswert reagieren und

Herstellen einer Art Reihenfolge der Branchenbewegung (z.B. Branche 1, 2, 3, 4)

Sobald irgendeine Branche zwei positive Monatsrenditen im Vergleich zum Gesamtmarkt hat

Investment in Branche B+1 vornehmen und in B-1 abbauen.

Damit wäre man immer in mindestens zwei Branchen gleichzeitig investiert

 

Kann mir aber kaum vorstellen, dass noch nie jemand eine ähnliche Idee hatte und vermute es wird schwierig wegen der unterschiedlich langen Konjunkturzyklen.

 

Selbst wenn das funktioniert würde ich es allenfalls als Beimischung machen, da die Beschränkung auf wenige volatile Branchen das Risiko nicht unerheblich anheben wird.

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PopOff
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Hallo otto03,

 

könntest du hier uns mit einem Update verwöhnen? ;)

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otto03
Posted

Hallo otto03,

 

könntest du hier uns mit einem Update verwöhnen? ;)

 

Sorry, Stoxx veröffentlicht "freie" Daten nur noch 3 Monate rückwärts, für ein Update fehlen die Daten von Ende 2014.

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