Vorschlag/Diskussion über geeignete ETFs für Kommer-Weltportfolio-Strategie (Value / Small-Effekt)

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Da dir aktuelle Steuerhässlichkeit nichts auszumachen scheint, wieso nicht der von Ramstein schon vor zwei Jahren vorgeschlagene SPDR MSCI World Small Cap?

Wer ist Ramstein, wenn man die Bibel den Kommer gelesen hat?

 

Ich verstehe, ganz ehrlich, den Nutzen solch aufwendiger Depots nicht. @Soerenl: wie und vor allem: mit welchem Erfolg hast du denn in den letzten zwei Jahre investiert? Und wo sind die Anleihen?

 

@Ramstein: war ein Joke oben...

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Da dir aktuelle Steuerhässlichkeit nichts auszumachen scheint, wieso nicht der von Ramstein schon vor zwei Jahren vorgeschlagene SPDR MSCI World Small Cap?

Wer ist Ramstein, wenn man die Bibel den Kommer gelesen hat?

 

Ich verstehe, ganz ehrlich, den Nutzen solch aufwendiger Depots nicht. @Soerenl: wie und vor allem: mit welchem Erfolg hast du denn in den letzten zwei Jahre investiert? Und wo sind die Anleihen?

 

@Ramstein: war ein Joke oben...

Den Vorteil eines Depots mit etlichen klar abgegrenzten Bestandteilen sehe ich in dem möglichen höheren Rebalancing Premium, sofern die einzelnen Bestandteile eine ähnliche Rendite und Volatilität besitzen und ihnen feste Anteile zugewiesen werden. In dem Fall können regelmäßige Sparten immer in die am weitesten nach unten von der Soll Allokation abweichenden Anteile gelenkt werden. Damit erzielt man immer die zum Zeitpunkt der Investition niedrigstmöglichen Einstiegskurse. Ich betrachte das als optimiertes Cost Averaging. Auf die Spitze getrieben würde man in Einzelwerte investieren und würde dann beim value Ansatz von Buffett landen. Aber jeder Anleger muss für sich angemessenen Kompromiss finden, was sicherlich stark vom gesamten Depotwert beeinflusst wird.

 

 

 

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Auf die Spitze getrieben würde man in Einzelwerte investieren und würde dann beim value Ansatz von Buffett landen. Aber jeder Anleger muss für sich angemessenen Kompromiss finden, was sicherlich stark vom gesamten Depotwert beeinflusst wird.

 

 

Diese Aussage ist falsch.

Mit cost averaging hat der Buffet-Erfolg gar nichts zu tun.

 

Buffet hat gezielt Unternehmen mit ganz speziellen Charakteristiken gekauft, deren renditetreibenden Faktoren heute als Value und zusätzlich als Quality bekannt sind.

Gilt ebenso für die anderen Investment-Grössen wie z. B. Benjamin Graham oder David L. Dodd.

 

Diesen Ansatz kann ein normaler Investor heute ohne weiteres mit passiven Value-(minus Junk)-ETFs nachbilden, ohne die Risiken von Stock-Picking, was du hier gerade empfiehlst, in Kauf nehmen zu müssen.

 

Und da haben wir wieder diese verdammt Faktoren: Value und Quality.

Die scheinen dich echt zu verfolgen, Smarty.

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Den Vorteil eines Depots mit etlichen klar abgegrenzten Bestandteilen sehe ich in dem möglichen höheren Rebalancing Premium, sofern die einzelnen Bestandteile eine ähnliche Rendite und Volatilität besitzen und ihnen feste Anteile zugewiesen werden. In dem Fall können regelmäßige Sparten immer in die am weitesten nach unten von der Soll Allokation abweichenden Anteile gelenkt werden. Damit erzielt man immer die zum Zeitpunkt der Investition niedrigstmöglichen Einstiegskurse.

Das ist grundsätzlich ja o.k. Im Falle von Soerenl frage ich mich allerdings, ob die Optimiererei wirklich hilfreich ist. Denn, Soerenl bastelte ja schon vor zwei Jahren an dem Depot. Und da vermute ich eine der folgenden Möglichkeiten...

1) Soerenl hat sein Vermögen seit 2014 auf Tagesgeld etc. liegen gelassen weil er den komplizierten Depotaufbau gescheut hat => bedeutet eine Menge entgangener Gewinn

2) Soerenl hat sein Vermögen seit 2014 in ein nicht so optimales Depot gesteckt (daher auch meine Frage nach seinem bisherigen Anlageerfolg) => entgangener Gewinn?

3) Soerenl ist Student oder sonst jemand mit geringem Einkommen, hatte 2014 noch gar nicht so viel Geld und legt jetzt erst los => dann ist das Vermögen möglicherweise noch relativ klein und die Frage nach dem Aufwand steht in einem ganz anderen Licht als bei (z.B.) "deinen" 2 Mio.

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2. Westeuropa Small: iShares STOXX Europe Small 200 (DE) (WKN: A0D8QZ), TER: 0,20%, Fondsvolumen: 407 Mio €

 

4. Westeuropa Value: iShares STOXX Europe Select Dividend 30 UCITS (WKN: 263529), TER: 0,3%, Volumen: 485 Mio €

 

2. ist kein Small-Cap-ETF. Nimm ETF126, DBX1AU oder A1191W.

4. ist kein Value-ETF. Nimm DBX0FK, A12DPP oder A1JUK7.

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@Odensee: Keine Deiner Annahmen traf zu. Ich hatte schon vor vier Jahren damit angefangen monatlich mit dem Anlegen im Kommer-WPF und hatte bisher die ETFs genommen, die hier in der Diskussion entstanden waren. Der Anlageerfolg war letztes Jahr nicht so gut, aber dieses Jahr zufriedenstellend. Bekanntlich waren die Value-Aktien im Vergleich zu den Growth-Werten im vergangenen Jahrzehnt nicht besser gelaufen. Aber da mein Anlagehorizont noch weitere 30 Jahre beträgt, ist das kein Problem. Letztlich ist es ja nur eine Wette, vielleicht liegen auch in 30 Jahren die Growth-Werte besser, aber ich glaube an die Value-Werte. Meine Depotvolumen ist mittlerweile auch knapp unter 100.000 €, so dass sich der Mehraufwand hoffentlich langfristig bezahlbar macht.

 

@Nasenwasser: Ich nehme lieber mehrere Small-ETFs, umso die Small-ETFs nach BIP zu gewichten. Ist zwar aufwendiger, aber ich erhoffe mir davon einen Mehrwert, wie ihn Kommer beschrieben hat.

 

@Vivestor: Vielen Dank für die Empfehlungen, die werde ich mir morgen in Ruhe genauer anschauen!

 

@all: Weitere Empfehlungen sind natürlich weiterhin jederzeit herzlich willkommen, um allen interessierten Kommer-Nachbauern zu helfen!

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@Odensee: Keine Deiner Annahmen traf zu. Ich hatte schon vor vier Jahren damit angefangen monatlich mit dem Anlegen im Kommer-WPF und hatte bisher die ETFs genommen, die hier in der Diskussion entstanden waren. Der Anlageerfolg war letztes Jahr nicht so gut, aber dieses Jahr zufriedenstellend. Bekanntlich waren die Value-Aktien im Vergleich zu den Growth-Werten im vergangenen Jahrzehnt nicht besser gelaufen.

Also trifft doch meine Vermutung (b) zu rolleyes.gif seit 2014 (oder früher) hast du in eine ETF-Auswahl investiert, die (deiner Meinung nach) nicht optimal war. Zahlst du denn regelmäßig den gleichen Betrag ein? Wenn ja: dann kannst du über einen Sparplanrechner ja mal die Rendite berechnen und diese mit einem Sparplan in einen popeligen ETF110 (oder so...) vergleichen. => War dein Ergebnis besser oder schlechter?

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Posted · Edited by Soerenl

@Odensee: In der Tat hast Du Recht, dass mein Anlageerfolg schlechter als der MSCI World in den vergangenen Jahren war. Wenn ich DIE beste Anlagestrategie schon vorher wüsste, würde ich auch vom offensiven Kommer-Weltportfolio (80% Aktien nach BIP, 10% Immobilien und 10% Rohstoff-Futures) weggehen und die entsprechend bessere Strategie anwenden. Aber nur weil das Weltportfolio von Kommer in den letzten Jahren schlechter abgeschnitten ist, verändere ich nicht gleich meine Strategie. Die schlechtere Performance lag vor allem an den Rohstoffen und "Emergent Markets", aber dort erhoffe ich mir eine Erholung. Aber, wie geschrieben, wissen tue ich es natürlich genauso wenig wie jeder andere hier auch!

Ich halte die Kommer-Strategie aber immer noch für gut und baue sie so lange nach bis ich nachhaltige Fakten erhalte, dass dieses Vorgehen nachweislich nicht erfolgsversprechend ist. Da ich selber auch ein paar Statistik-Kurse in der Uni belegen durfte, reichen mir dafür ein paar schlechtere Jahre nicht aus, weil die Stichprobe/Zeithorizont zu kurz ist. Wer hätte denn erwartet, dass die "Emergent Markets" nach den so erfolgreichen Jahren sich so negativ in den letzten fünf Jahren entwickeln würden?!?

Auch ich hinterfrage die Strategie von Kommer kritisch und folge ihm nicht blind. Allerdings habe ich noch keine mir plausibler erscheinende Strategie gefunden, auch wenn mir bewusst ist, dass in Zukunft viele andere Strategien erfolgreicher sein werden. Aber leider kann ich die Zukunft nicht voraussehen welche das sind!?!

Der Grund warum ich hier die Diskussion nach zwei Jahren wieder habe aufleben lassen, ist einzig die Frage, ob es mittlerweile noch "passendere"/günstigere Produkte gibt, mit denen man passiv die Kommer-Strategie umsetzt und die ich bei der weiteren Nachbildung des WPF kaufen sollte. Ich frage mich wo Du hier das "Problem" siehst?!?

Es gibt sicherlich auch andere Kommer-Anhänger, die das interessiert.

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Wer hätte denn erwartet, dass die "Emergent Markets" nach den so erfolgreichen Jahren sich so negativ in den letzten fünf Jahren entwickeln würden?!?

Jeder, dem die Stichworte "Gordon equation" und "reversal to the mean" etwas sagen. Das sind auch die, die jetzt die Gelegenheit zum Rebelancing/Aufstocken benutzen.

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Wer hätte denn erwartet, dass die "Emergent Markets" nach den so erfolgreichen Jahren sich so negativ in den letzten fünf Jahren entwickeln würden?!?

Jeder, dem die Stichworte "Gordon equation" und "reversal to the mean" etwas sagen. Das sind auch die, die jetzt die Gelegenheit zum Rebelancing/Aufstocken benutzen.

 

Noch etwas zu früh, oder?

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Ich habe den Kommer in der Auflage von 2015 soeben fertig gelesen. Die ersten Grundlagenkapitel sind noch sehr ausführlich und wiederholen sich teilweise. In den letzten Kapiteln nimmt die Geschwindigkeit zu und die Genauigkeit und Begründungen ab. Auch dort wieder Wiederholungen. Ich habe den Eindruck, dass das Buch schnell fertig werden sollte, oder daß sich die Grundlagen mit den Ausführungen schlecht begründen lassen und er deshalb nicht drauf eingeht.

 

Dennoch bin ich interessiert, wie man sein Portfolio vereinfach abbilden kann. 8 ETF für den RBT kommen für mich aber nicht in Frage. Wie soll man das mit einem Sparplan, bzw. mit geringen Kosten aufbauen, rebalancen und später verzehren?

 

Bei just-etf kann man sich das Musterportfolio Kommer 2015 anzeigen lassen. Ich vermute, dass nach dem Erstellen eines kostenlosen Zugangs die einzelnen ETF sichtbar werden. Vielleicht hilft das als Vergleich zu den bestehenden.

 

Meine Überlegungen gehen aktuell dahin, den Rohstoffteil wegzulassen und einen MSCI World Small Cap zu nehmen. Aber ich hatte mich vorab für ein 3er ETF Portfolio entschIdeen und werde 2017 erstmal dabei bleiben. Dann werde ich die SteueReform abwArten und dann entscheiden, ob meine Ausschütter noch sinnvoll sind.

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Posted · Edited by roller123

Ich habe mal q´n´d die Tabelle von Kommer 2015 in Excel übernohmen und seine Empfehlungen aufgeschrieben.

Er schreibt in seinem Buch, dass diese ETFs nur Beispiele sind, und nicht das Optimum oder eine Empfehlung darstellen.

 

Ich verstehe am Beispiel nicht, warum er den iShares MSCI AC Far East ex-Japan Small Cap UCITS ETF nimmt, wenn es den SPDR MSCI Emerging Markets Small Cap UCITS ETF gibt.

 

(Bitte beachten, ich habe aktuell die Rohstoffe und Immobilien zu 0% reduziert, auch die Aufteilung RBT zu RFT ist individuell verschieden)

 

Nochmal ein paar Fragen, um mein Verständnis zu überprüfen:

Wenn ich einen MSCI ACWI nehme anstelle der 3 einzelnen Value, dann vernachlässige ich die Value-Faktoren, bzw. verzichte auf eine Überbewertung dieser, wie sie Kommer empfiehlt?

Was weicht ab, wenn ich die 3 Small Caps durch einen MSCI World Small Cap ersetze?

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Posted · Edited by xfklu

... warum er den iShares MSCI AC Far East ex-Japan Small Cap UCITS ETF nimmt, wenn es den SPDR MSCI Emerging Markets Small Cap UCITS ETF gibt.

"MSCI Pacific Small Cap" besteht zu 73% aus Japan. Das Land ist aber in den beiden ETFs überhaupt nicht enthalten.

 

Man könnte stattdessen zum Beispiel den iShares MSCI Japan Small Cap nehmen.

 

... die Rohstoffe und Immobilien zu 0% reduziert ... einen MSCI ACWI nehme ...

Das ist so ähnlich, als würde man als Vegetarier das Gemüse weg lassen und stattdessen Fleisch nehmen.

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Was weicht ab, wenn ich die 3 Small Caps durch einen MSCI World Small Cap ersetze?

 

Die BIP-Gewichtung.

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Ich hoffe es sprengt nicht diesen Thread, vielleicht gibt es ja auch schon ein Thema, wo es besser passt. Vielleicht für den einen oder anderen Leser interessant...

 

Gleich vorab: ich bin kein Experte nur interessiert und versuche mich auf diese Art dem Thema zu nähern. In meinen Deutungen könnne Fehler enthalten sein :-)

 

Habe soeben das Portfolio 3er ETF aus dem WPF (50 % MSCI World, 20 % Euro Stoxx 600, 30 % Emerging Markets) mit dem Kommer-Portfolio (siehe oben, aber vollständig mit Rohstoffen) im Morningstar X-Ray verglichen, wobei der Rohstoff ETF leider nicht mit ausgewertet wird, wie ich im Nachhinein feststellen musste.

 

Was fällt auf?

  • Regionen: Kommer wichtet EM höher zu Lasten Europa.
  • Aktienstil: Man erreicht tatsächlich ein Value sowohl im Large, Mid und Small.
  • Bei den Aktiensektoren fällt auf, dass Kommer mehr Immobilen beinhaltet und dafür etwas weniger Finanzdienstleistungen (in Summe dennoch höher als im 3er ETF).
  • Das KGV und KBV ist bei Kommer etwas niedriger.
  • Überschneidungen sind im 3er ETF Portfolio höher (logisch).
  • Bei den Statistiken fehlt mir noch die Erfahrung im Deuten. Leider wird dort auch der Rohstoff-ETF nicht mit einbezogen, von daher nur begrenzt aussagefähig.

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