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Riester-Wahl: R+V kontra Debeka

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Fireball84

Hallo Ihr WPF'ler,

eine Weile probiere ich mich ja jetzt schon an einem Riester-Banksparplan, allerdings ist das auf Dauer doch nicht das Richtige für mich. Ich tendiere doch stark zu einer Riester-RV. Aus diesem Grund war ich diese Woche mal bei meiner Genossenschafts-Bank (da ich dort Mitglied bin) und habe mich über die (vergünstigten) Produkte der R+V informieren lassen.

Eigentlich war ich ja auf eine klassische Riester-RV aus, die Beraterin hat mir dann aber doch das Produkt "R+V-Mitglieder-RiesterRente IndexSelect" vorgestellt.

Also habe ich mir mal beide Versicherungen unter den gleichen Voraussetzungen ausrechnen lassen.

 

Kurz zu mir: 30, m, ca. 40.000 €/a, angestellt im ö.D. (was aber nicht so bleiben muss)

 

Ich schwanke also im Moment zwischen den Produkten:

a ) R+V-Mitglieder-RiesterRente (mit einer Garantierente aus Beiträgen+Zulagen von 119,95 €)

b ) R+V-Mitglieder-RiesterRente IndexSelect (Rente: 97,09 €)

c ) Debeka RiesterRente Tarif F2/ö.D. (Rente: 121,20 €)

 

1. Interessant (aber sicherlich auch kompliziert) finde ich ja die IndexSelect-Variante, was haltet ihr davon? Wie würdet ihr das Entwicklungspotenzial einer solchen Versicherung einschätzen? Ob sie die erhöhten Kosten durch eine günstige Entwicklung des Euro Stoxx 50 wieder (mehr als) wett macht?

2. Behalte ich die günstigeren Konditionen des Debeka F2, bei Ausscheiden aus dem ö.D.? Ich tendiere ja stark zum "ja", wollte mich aber nochmal bei euch absichern.

3. Erstaunlicherweise versprechen ja die klassische R+V sowie die Debeka F2 fast identische garantierte Renten. Ich hätte erwartet, dass der Abstand zwischen Debeka und R+V größer ausfällt. (im Sinne, dass die R+V erheblich weniger bietet) Auch gefällt mir bei der R+V (im Gegensatz zur Debeka), dass man bei Beitragsfreistellung nichts zahlt. Bei der Debeka fallen jährlich 15 € Vertragsführungsgebühren an.

 

Nun hat polydeikes, mir ja schon von den "Räubern+Verbrechern" abgeraten, dennoch wollte ich (gerade die IndexSelect) mal zur Diskussion stellen. ;)

 

Voraussetzungen:

- Einzahlung im Moment 50 € monatlich (da Fokus immo auf bAV)

- Beginn 10/2014

- Laufzeit bis 2051

- Rentengarantiezeit 10 Jahre

- ledig, keine Kinder, folglich nur max. 154 €/a Zulage

 

(Beim Angebot der klassischen R+V Riester, ist noch ein Arbeitslosigkeitsschutz drin, den würde ich noch heraus nehmen. Die gute Beraterin hat auch mit einem Einkommen von 1200 €/a gerechnet, insofern würde ich bei Zahlung von 600 €/a die volle Zulage bekommen, was in der Realität so nicht stimmt. Irgendwie ging's wohl mit ihrem Rechner nicht anders. Aus diesem Grund habe ich das beim Debeka-Rechner auch so angegeben, auch wenn es bspw. die Förderquote und die garantierte Rente verfälscht.)

 

Kosten der Debeka F2 gibt's hier.

Debeka Riester-RV F2 Beispielrechnung.pdf

R+V Mitglieder-Riester Beispielrechnung.pdf

R+V Mitglieder-Riester Verbraucherinformation.pdf

R+V Mitglieder-Riester-IndexInvest Beispielrechnung.pdf

R+V Mitglieder-Riester-IndexInvest Flyer.pdf

R+V AVBs.pdf

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polydeikes
· bearbeitet von polydeikes

Weil es sich gerade anbietet und die R+V Bedingungen so schöne Beispiele liefern, hier ein paar Auszüge. Sorry Fireball, dass damit nur bedingt inhaltliche Relevanz zu deinen direkten Fragen besteht.

 

Kleinbetragsrenten nach § 93 Absatz 3 EStG (Einkommensteuergesetz) werden mit einem Einmalbetrag abgefunden.

Das ist btw. die bestmöglichste Regelung der Geschichte. Bezug auf das Posting hier: https://www.wertpapier-forum.de/topic/44532-wohnriester-lbs-west-classic-l-handlungsempfehlung/

 

---

 

Der Rentenbeginn kann an veränderte Lebensverhältnisse angepasst werden. ........ Die Rechnungsgrundlagen werden durch Verlegung des Rentenbeginns nicht verändert.

 

Das hier sollte ich immer sinngemäß in meinem Riester Vertrag stehen haben, wenn ich die Option einer förderschädlichen Kündigung im Hinterkopf behalten möchte.

 

ABER

 

Das hier darf dann aber auf keinen Fall drin stehen:

 

Sie haben unabhängig vom Beginn Ihrer gesetzlichen Rente das Recht, den Rentenbeginn hinauszuschieben. Voraussetzung ist, dass die versicherte Person zum hinausgeschobenen Rentenbeginn das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

 

---

 

Diese Dinge hier sollten auf keinen Fall in einem Riester Vertrag stehen:

 

Durch Sonderzahlungen oder Beitragserhöhungen erhöhen sich der Policenwert, die Summe der gezahlten Beiträge und die Rente. Die Erhöhung wird nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik mit den Rechnungsgrundlagen des jeweils zum Zeitpunkt der Erhöhung gültigen Tarifs für Sonderzahlungen und Beitragserhöhungen berechnet.

 

Zum Rentenbeginn wird die Differenz zwischen Policenwert und Garantiekapital mit den Rechnungsgrundlagen des zum Zeitpunkt des Rentenbeginns gültigen Tarifs für die Verrentung der Differenz zwischen Policenwert und Garantiekapital verrentet. Bei Vertragsabschluss stimmen die Rechnungsgrundlagen dieses Tarifs mit denen nach § 23 Ziffer 2 überein. Ändern wir für diesen Tarif die Rechnungsgrundlagen, entsprechen die neuen Rechnungsgrundlagen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mindestens denen der für das Neugeschäft offenen Tarife. Eine Änderung der Rechnungsgrundlagen teilen wir mit.

 

---

 

Das hier ist der Hinweis auf die hauseigene Sterbetafel, muss nicht schlecht sein, aber transparent ist es eben nicht.

 

- eine aus der DAV-Sterbetafel 2004 R hergeleitete vom Geschlecht unabhängige Sterbetafel.

 

---

 

Ansonsten hab ich zur R+V alles gesagt, was wissenswert ist. Bei R+V vs. Debeka ganz klar Debeka. Was das "Indexprodukt" angeht, einfach sinngemäß beim ähnlich konzipierten Allianz Produkt über die Forensuche nachschauen, muss man nicht noch einmal durchkauen den Schwachsinn.

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tyr
· bearbeitet von tyr

Kannst du die Beiträge auch jährlich zahlen? Das ist oft günstiger.

 

Sind die Verträge auch mit 60 Euro jährlichem Beitrag und Recht auf Sonderzahlung bis zur Fördergrenze gestaltbar? Dieses Modell erhöht mMn die Chance, den Vertrag auch durch Zeiten finanzieller Krisen hinweg durch zu halten. Eine private Riester-Rentenversicherung lohnt sich bei vorzeitiger Kündigung idR nicht, siehe Verlauf der Rückkaufswerte im Angebot.

 

Bitte vergleiche auch mal die Garantierenten mit anderen Anbietern, damit du ein Gefühl für die Leistungen bekommst:

HUK24 Rechner (Tarif RZU24): https://www.huk24.de/versicherungen/rentenversicherung/riester-rentenversicherung.jsp

Stuttgarter Rechner (Tarif T35): https://www.stuttgarter.de/tarifrechner

Debeka Rechner (Tarif F2): https://www.debeka.de/service/rechner_tarifrechner/riester-zulagenrechner/index.html

Hansemerkur Rechner (Riestermeister): http://www.hansemerkur.de/produkte/altersvorsorge/private-altersvorsorge/riestermeister

Alte Leipziger Rechner (Tarif FiskAL RV50): http://www.easy-web-leben.de

Hannoversche (Riester-Rente Plus KAV1): https://www.hannoversche.de/produkte/riester-rente.htm

 

Die AL HRV50 https://www.wertpapier-forum.de/topic/43669-riester-und-fonds-kombinieren-wissenswertes/?do=findComment&comment=886147 sollte auch mal in die Überlegungen einbezogen werden. Ob klassisch oder als fondsgebundene Hybrid-Rentenversicherung ist dann wieder Geschmackssache. Vorteil: Qualität der Vertragsbedingungen, kostengünstig hohe Rente. Nachteil: Honorarkosten sind zu Beginn zu zahlen, bei Kündigung des Vertrags in den ersten Jahren ist das Honorar "weg". Bei klassischen Provisionstarifen oder Direktvertrieb werden die Abschlusskosten über die Laufzeit oder die ersten Jahre der Laufzeit verteilt.

 

Mehr Infos zu den verschiedenen Abschlusswegen (ja, wieder die böse Finanztest): http://www.test.de/Honorarberatung-Honorar-statt-Provision-4489408-4489413/

 

Um Vergleichbarkeit zwischen den errechneten Garantierenten herzustellen sollte die Art der Überschussverwendung in der Einzahlungs- und Auszahlungsphase gleich sein zwischen den Angeboten der verschiedenen Versicherer.

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polydeikes

Sind die Verträge auch mit 60 Euro jährlichem Beitrag und Recht auf Sonderzahlung bis zur Fördergrenze gestaltbar?

 

Grundsätzlich jeder Riestervertrag "kann" so gestaltet werden. ABER

 

Grundlage ist wieder einmal das EStG und zwar der §86 EStG. Der Sockelbeitrag steht also nicht im AltZertG. Das heißt im Klartext: Kein Anbieter muss einen Vertrag von vornherein mit Sockelbeitrag anbieten, um das Produkt Riester Rente nennen zu dürfen.

 

Daher gibt es Produkte, die einen Abschluss mit Sockelbeitrag schlichtweg nicht vorsehen.

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tyr
· bearbeitet von tyr

:thumbsup:

 

Ich würde nur Riester-Rentenversicherungen abschließen, die

(1) flexibel und ohne Nachteile die jährlichen Beiträge herab und heraufsetzen lässt und/oder

(2) mit einem möglichst niedrigen oder besser noch jährlichen 60 Euro Sockelbeitrag und Recht auf Sonderzahlung bis zur Fördergrenze gestaltbar ist

 

Dadurch erhöht man dann die Chancen erheblich den Vertrag auch wirklich durch zu halten, wenn man mal zwischenzeitlich nur weniger Geld einzahlen möchte/kann/will. Die hohen Abschlusskosten einer Riester-Rentenversicherung lohnen sich nur, wenn der Vertrag diese durch Verzinsung des Sparanteils wieder mindestens hereinholt. Dafür braucht es eine lange Laufzeit.

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Fireball84

Ansonsten hab ich zur R+V alles gesagt, was wissenswert ist. Bei R+V vs. Debeka ganz klar Debeka. Was das "Indexprodukt" angeht, einfach sinngemäß beim ähnlich konzipierten Allianz Produkt über die Forensuche nachschauen, muss man nicht noch einmal durchkauen den Schwachsinn.

 

Danke poly! Ich nehme an, du meinst diesen Thread hier: http://www.wertpapie...te-indexselect/

Den kannte ich schon und habe ich auch aufmerksam gelesen. Allerdings hätte es ja sein können, dass es neue/andere Meinungen gibt. Zu Beginn der "Vorstellung" dieses Produkts war ich ausgesprochen angetan von dem Ganzen. Nach ein wenig Recherche im Inet allerdings, hat sich dass dann doch irgendwie gedreht und ich bin wieder bei meiner ursprünglichen Meinung angekommen: Wenn direktes Aktien-/Fondsinvestment, dann selber und nicht über eine Versicherung. ;)

 

Kannst du die Beiträge auch jährlich zahlen? Das ist oft günstiger.

 

Sind die Verträge auch mit 60 Euro jährlichem Beitrag und Recht auf Sonderzahlung bis zur Fördergrenze gestaltbar? Dieses Modell erhöht mMn die Chance, den Vertrag auch durch Zeiten finanzieller Krisen hinweg durch zu halten. Eine private Riester-Rentenversicherung lohnt sich bei vorzeitiger Kündigung idR nicht, siehe Verlauf der Rückkaufswerte im Angebot.

 

Bitte vergleiche auch mal die Garantierenten mit anderen Anbietern, damit du ein Gefühl für die Leistungen bekommst:

HUK24 Rechner (Tarif RZU24): https://www.huk24.de...ersicherung.jsp

Stuttgarter Rechner (Tarif T35): https://www.stuttgar...de/tarifrechner

Debeka Rechner (Tarif F2): https://www.debeka.d...hner/index.html

Hansemerkur Rechner (Riestermeister): http://www.hansemerk.../riestermeister

Alte Leipziger Rechner (Tarif FiskAL RV50): http://www.easy-web-leben.de

Hannoversche (Riester-Rente Plus KAV1): https://www.hannover...ester-rente.htm

 

Die AL HRV50 http://www.wertpapie...147#entry886147 sollte auch mal in die Überlegungen einbezogen werden. Ob klassisch oder als fondsgebundene Hybrid-Rentenversicherung ist dann wieder Geschmackssache. Vorteil: Qualität der Vertragsbedingungen, kostengünstig hohe Rente. Nachteil: Honorarkosten sind zu Beginn zu zahlen, bei Kündigung des Vertrags in den ersten Jahren ist das Honorar "weg". Bei klassischen Provisionstarifen oder Direktvertrieb werden die Abschlusskosten über die Laufzeit oder die ersten Jahre der Laufzeit verteilt.

 

Mehr Infos zu den verschiedenen Abschlusswegen (ja, wieder die böse Finanztest): http://www.test.de/H...489408-4489413/

 

Um Vergleichbarkeit zwischen den errechneten Garantierenten herzustellen sollte die Art der Überschussverwendung in der Einzahlungs- und Auszahlungsphase gleich sein zwischen den Angeboten der verschiedenen Versicherer.

 

Jährlich Zahlen müsste bei der R+V gehen, habe ich mir aber nicht berechnen lassen.

 

Sofern man die Konstellation bei deinen verlinkten Rechner nachrechnen kann (was nur bei der HanseMerkur und der Hannoverschen geht), kommen leicht höhere Renten heraus (HM: 102,45 € (Rente nur aus Beiträgen, ohne die Zulagen), Hannoversche: 127,63 € (aus Beiträgen+Zulagen)).

 

Das mit dem Nettotarif der AL gefällt mir an sich schon, allerdings ist mir das mit den Honorarkosten zu heikel und gerade auch zu viel auf einmal.

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polydeikes

Genau diesen Thread meinte ich.

 

Genau genommen kannst du nach dem Post von Sisyphos (#4) mit lesen aufhören. Da wird eigentlich alles Notwendige gesagt. Ab Seite 2 wird es dann wieder witzig, da kommt Etherial mit "das ist keine Fondspolice" und "bei der RV Variante gibt es keine Abschlusskosten" um die Ecke und alle Kosten, die er nicht mag, sind "Zillmerungen".

 

---

 

Der hier stimmt einfach trotzdem nicht:

 

Wenn direktes Aktien-/Fondsinvestment, dann selber und nicht über eine Versicherung. ;)

 

Drei Dinge, die ein Direktinvestment nicht kann:

 

- gänzlich steuerfrei ausgezahlt werden (Konstruktion über mitversicherte Person, Todesfallleistung)

- Steuerverschiebungen und Steuervermeidung mit Teilentnahmen bis max 85 vorbehaltlich BMF 2009

- Steuerstundung aller Erträge in der Ansparphase

 

Und da brauchen wir gar nicht darüber diskutieren, dass es auch teure Produkte gibt und bli bla blubb. Genannte 3 Dinge kann ein Direktinvestment nicht, ein Versicherungsmantel kann das bei korrekter Gestaltung. Das nicht jede Kartoffel schmeckt, ist für die Aussage gänzlich irrelevant.

 

---

 

Nur bei Riester, bAV und Rürup haben mMn Fonds eher nichts verloren. Vor ein paar Jahren (so in der Zeit des Threads von oben) hab ich das auch noch etwas anders gesehen, das muss ich zugeben.

 

---

 

Die Nettotarife werden ja auch erheblich "günstiger" mit Beratungsverzicht verschleudert. Dann teilweise auch mit entsprechenden Ratenzahlungsvereinbarungen. Und irgendeine arme Wurst wird ggf. auch die eigene Arbeitskraft verramschen.

 

Ich halte das alles bei Riester zwar immernoch für eine letztendlich teurere Fehlentscheidung aus Verbrauchersicht ... aber jeder wie er mag.

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Fireball84

Ich halte das alles bei Riester zwar immernoch für eine letztendlich teurere Fehlentscheidung aus Verbrauchersicht ... aber jeder wie er mag.

 

WAS genau meinst du damit? Den Abschluss einer "normalen" Riester-RV (kein Nettotarif), den Abschluss einer Riester-RV überhaupt oder Riester-Produkte an sich?

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tyr
· bearbeitet von tyr

Kurz zu mir: 30, m, ca. 40.000 €/a, angestellt im ö.D. (was aber nicht so bleiben muss)

 

Ich schwanke also im Moment zwischen den Produkten:

[...]

c ) Debeka RiesterRente Tarif F2/ö.D. (Rente: 121,20 €)

Wenn der Verbleib im öD unsicher ist: was passiert dann mit dem öD-Tarif bei der Debeka? Das würde ich vor Abschluss klären.

 

Was ist mit Beitrag absenken/erhöhen? 60-Euro Sockelbeitrag jährlich + Recht auf Sonderzahlung bis zur Fördergrenze?

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polydeikes
· bearbeitet von polydeikes

Du meintest, dass dir die Honorarkosten für einen Nettotarif zu hoch seien. Zu diesem Schluss kommst du vermutlich ua. auch, weil du im PIB für deine 50 Euro mtl. Variante etwas von 850 (?) Euro Abschlusskosten liest. Das du bei Erhöhungen / Anpassungen / Zuzahlungen usw. usf. wieder neue Abschlusskosten produzierst, berücksichtigst du nicht.

 

Aber gut, ist eben Geschmackssache. Daher kam der Hinweis, dass es auch "billiger" und in Ratenzahlungen geht ...

 

Die Nettotarife werden ja auch erheblich "günstiger" mit Beratungsverzicht verschleudert. Dann teilweise auch mit entsprechenden Ratenzahlungsvereinbarungen. Und irgendeine arme Wurst wird ggf. auch die eigene Arbeitskraft verramschen

 

Und das halte ich bei Riester für eine Fehlentscheidung, die nach hinten raus sehr viel teurer werden kann, als Beratungsleistung mit einzukaufen. Natürlich bin ich bei der Aussage nicht neutral und kann zur Begründung nur die Erfahrungen aus einem knappen Jahrzehnt Riester Vertrieb (direkt und indirekt) anführen.

 

Daher ...

 

... aber jeder wie er mag

 

---

 

Ungeachtet dessen kann man mit der F2 ganz gut leben, wenn die Debeka die eingebauten Hintertürchen nicht nutzt. Weiss man vorher nicht, wird die Zukunft zeigen. Nur die R+V nutzt einfach gesprochen statt einem Kondom halt ihre Bedingungen und die bescheidenen Kennzahlen zur Verhütung von Neugeschäft bei geistiger Gesundheit des Kunden.

 

 

 

---

Wenn der Verbleib im öD unsicher ist: was passiert dann mit dem öD-Tarif bei der Debeka? Das würde ich vor Abschluss klären.

 

Der bleibt bestehen.

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Fireball84

Du meintest, dass dir die Honorarkosten für einen Nettotarif zu hoch seien. Zu diesem Schluss kommst du vermutlich ua. auch, weil du im PIB für deine 50 Euro mtl. Variante etwas von 850 (?) Euro Abschlusskosten liest. Das du bei Erhöhungen / Anpassungen / Zuzahlungen usw. usf. wieder neue Abschlusskosten produzierst, berücksichtigst du nicht.

 

Ja ne, ist schon klar, dass ich bei Beitragserhöhung neue Abschlusskosten "nach"zahlen muss. Allerdings ja nur einmalig im ersten Jahr der Erhöhung und nur auf den Erhöhungsbetrag. (Korrekt?) Dass sich das läppert über die jährlichen Erhöhungen ist schon klar, da wird es nicht lange bei den 8xx € bleiben. Nur der Nettotarif kostet mich eben jetzt, einmalig so viel Geld. Das lässt mich halt irgendwie schon davor zurückschrecken. Die Kosten für klassische Tarife sind dagegen psychologisch gut verpackt bzw. versteckt. Mir ist auch klar, dass ich die Honorarkosten bei der Steuer anrechnen kann (würde sich bei mir dieses Jahr sogar lohnen). ... *grübel* ... Irgendwie finde ich die ganze Makler-Suche recht unübersichtlich. Klar, mit dir gibt's hier schon mal einen, allerdings bin ich nicht so der Typ für ne Telefonberatung. Ich hab lieber ein 1:1-Gespräch.

 

Der bleibt bestehen.

 

Davon ging ich aus.

 

Aber mal noch zwei ganz andere Fragen:

 

Letztes Jahr (2013) war ich knappe 5,5 Monate arbeitslos (ALG 1). Ich war sozusagen von Jan bis Mitte März angestellt und dann wieder ab Okt bis Jahresende. Hatte also auch 2 Arbeitgeber. Klar muss ich jetzt zur Ermittlung des riesterrelevanten Einkommens 2013 beide AG zusammen zählen, aber was mache ich mit dem ALG 1? Zählt das auch? Und wenn ja, welcher Betrag? Der, der mir tatsächlich ausgezahlt wurde oder derjenige, welche die BfA der GRV gemeldet hat?

 

Und welches Brutto zählt denn? Das tatsächliche AG-Brutto, das steuerpflichtige Brutto oder das sozialversicherungspflichtige Brutto? Ich habe bisher immer letzteres genommen, da dieses ja auch Grundlage der GRV ist.

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polydeikes
Aber mal noch zwei ganz andere Fragen:

 

Letztes Jahr (2013) war ich knappe 5,5 Monate arbeitslos (ALG 1). Ich war sozusagen von Jan bis Mitte März angestellt und dann wieder ab Okt bis Jahresende. Hatte also auch 2 Arbeitgeber. Klar muss ich jetzt zur Ermittlung des riesterrelevanten Einkommens 2013 beide AG zusammen zählen, aber was mache ich mit dem ALG 1? Zählt das auch? Und wenn ja, welcher Betrag? Der, der mir tatsächlich ausgezahlt wurde oder derjenige, welche die BfA der GRV gemeldet hat?

 

Und welches Brutto zählt denn? Das tatsächliche AG-Brutto, das steuerpflichtige Brutto oder das sozialversicherungspflichtige Brutto? Ich habe bisher immer letzteres genommen, da dieses ja auch Grundlage der GRV ist.

 

Quod erat demonstrandum. ;)

 

Sorry, den konnte ich mir einfach nicht verkneifen. Mal schauen, ob das Forum die Frage lösen kann. (bin optimistisch)

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Fireball84
· bearbeitet von Fireball84

Quod erat demonstrandum. ;)

 

Sorry, den konnte ich mir einfach nicht verkneifen. Mal schauen, ob das Forum die Frage lösen kann. (bin optimistisch)

 

FIESLING! :P

 

Edit: Ich ziehe die Fragen zurück ... wer suchet, der findet. :-

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Cauchykriterium

Das hier ist der Hinweis auf die hauseigene Sterbetafel, muss nicht schlecht sein, aber transparent ist es eben nicht.

- eine aus der DAV-Sterbetafel 2004 R hergeleitete vom Geschlecht unabhängige Sterbetafel.

Das geht nicht anders, da die DAV2004R geschlechtsabhängig ist. Und das Mischungsverhältnis für Unisex in den meisten Fällen sowieso sehr unternehmensindividuell ist.

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polydeikes
· bearbeitet von polydeikes

Der Himmel ist blau, die Banane gelb und die Kuh lila?

 

Alternative Formulierung, versicherungsmathematische Hinweise Allianz ...

 

Dabei verwenden wir die vom Geschlecht unabhängige unternehmenseigene Sterbetafel„ AZ2012RU“ und setzen als Rechnungszins 1,75% an ...

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Cauchykriterium

Der Himmel ist blau, die Banane gelb und die Kuh lila?

 

Alternative Formulierung, versicherungsmathematische Hinweise Allianz ...

 

Dabei verwenden wir die vom Geschlecht unabhängige unternehmenseigene Sterbetafel„ AZ2012RU“ und setzen als Rechnungszins 1,75% an ...

Genauso intransparent. Seit dem Weltuntergang 21.12.2012 (und für Riester schon früher) kann kein Versicherungsnehmer mehr ernsthaft die verwendete Tafel einsehen. Die Allianz-Tafel könnte beispielsweise auch von der DAV 2004R abgeleitet sein. Ist sogar wahrscheinlich, kann aber nur ein Allianz-Aktuar beauskunften ...

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polydeikes

Wo habe ich geschrieben, dass der durchschnittliche Versicherungskunde beabsichtigt sich die Sterbetafel des Versicherers anzuschauen und zu verstehen? Wo habe ich geschrieben, dass man bei Versicherer xyz die Details der verwendeten Sterbetafel in den Bedingungen findet? Wo habe ich eine Wertung der Geschichte vorgenommen?

 

Das hier habe ich geschrieben:

 

Das hier ist der Hinweis auf die hauseigene Sterbetafel, muss nicht schlecht sein, aber transparent ist es eben nicht.

- eine aus der DAV-Sterbetafel 2004 R hergeleitete vom Geschlecht unabhängige Sterbetafel.

 

Was genau hast du daran zu beanstanden?

 

---

 

Der Hinweis findet sich, wie du richtig erläutert hast, bei jedem Riester Vertrag (Versicherung) seit 2006. Im Allianzbeispiel sehr klar formuliert, bei der R+V nicht. Hab ich mehr geschrieben? Nein.

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Cauchykriterium
· bearbeitet von Cauchykriterium

Das hört sich halt so an, als ob es besser ginge. Geht es aber nicht. Die Formulierung der Allianz ist pseudotransparent, da niemand die Tafel kennt (und der ahnungslose Leser nicht ahnt, dass es so etwas wie ein Mischungverhältnis überhaupt geben könne. Die Formulierung der R+V ist pseudotransparent, da die Tafel zwar jeder kennt, aber das altersabhängige Mischungsverhältnis eben unbekannt bleibt.

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polydeikes
· bearbeitet von polydeikes

Gerade du solltest auf Basis 33maliger praktischer Erfahrung mit Zwei- bis Vierzeilerposts am ehesten wissen, dass solche Posts nicht alle Eventualitäten abdecken. Versteh was du verstehen möchtest, ich halte mich an das, was ich geschrieben habe.

 

Und ich mach es noch mal gemäß dem Dampfmaschinenprinzip, vorn Wasser rein, hinten Dampf raus ... :-

 

A schreibt rein, dass er eine unternehmenseigene Sterbetafel verwendet, b schreibt es nicht rein. A ist transparenter, ganz einfach.

 

Es wurde nebenbei angesprochen und es wurde dazu geschrieben, dass der Umstand nicht schlecht sein muss.

 

---

 

Das dies nicht dem transzendentalen Verlangen eines kleinen Besserwissers (mit dem wiederkehrenden, wertvollen Praxistipp für Verbraucher ein Buch über Versicherungsmathematische Grundlagen zu kaufen) in jeder Hinsicht genügt, ist weder meine Schuld noch habe ich eine Aussage hinsichtlich der Transparenz der unbekannten Sterbetafel geäußert.

 

Womit wir wieder bei dem Punkt hier wären, Zitat Global Growth ...

 

 

Wenn solche Sachen so einfach wären, wie hier leider viele tun, wäre ich arbeitslos. Kauft Euch gescheite aktuarielle Bücher und rechnet dann ;-).

 

werter Kollege, wenn sich ein Mitglied dieses Forums mit der besagten Frage beschäftigt, wäre meine Erwartungshaltung entweder Lösungswege zu zeigen oder gar vorzurechnen oder

sinnvolle Argumente zu liefern.

...

Arrogante dahingeworfene Argumentationsketten helfen keinem und stärken nicht das Bild unserer Zunft !!!

 

 

edit: ... den hier gibt es noch gratis dazu ->>>> :wallbash:

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