Kuba Invest?

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37 posts in this topic

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MOK über die Wirtschaft Kubas:

 

Gruß kafkaesk93

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Raúl Castro hat zu Beginn des KP-Kongresses in Havanna die Grenzen für den Wandel auf Kuba abgesteckt. Einzig die zaghafte Wirtschaftsreform geht weiter, und die Ablösung der alten Garde ist unaufschiebbar.

Hier der vollständige FAZ-Artikel: http://www.nzz.ch/international/aktuelle-themen/partei-kongress-auf-kuba-raul-castro-erklaert-schocktherapie-fuer-ausgeschlossen-ld.14330

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Wer schon mal im Land war, hat die marode Wirtschaft gesehen. Das ist wie DDR kurz nach dem Krieg, nur schlimmer. Lebensmittelmarken, keine Industrie, Landwirtschaft ohne Maschinen, Bodenschätze können mangels Kompetenz nicht selbst abgebaut werden. Ohne einen Verwandten in den USA oder Zugang zu Devisen kommt der normale Kubaner auf keinen grünen Zweig. Medizin soll wohl in Teilbereichen gut sein (z. B. pflanzliche Krebstherapie). Als Konsumenten haben die Kubaner großen Nachholebedarf, aber keine Devisen. Und ob ein 11 Millionen Volk bei den großen internationalen Konsumfirmen in den Bilanzen sichtbar wird wage ich zu bezweifeln. Geld kann man da aus meiner Sicht nur auf halblegalem Wege machen. Also wie 1990 ff im Osten. Betriebe für 1 € kaufen, platt machen, Grundstücke verscherbeln etc.

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@ Diesel:

Bei Konsumgüterherstellern bin ich mit Dir d'accord. Aber für die Tourismus- bzw. Hotelbranche ist Kuba (schon jetzt) ein interessanter Markt. Und wenn irgendwann das kommunistische Regime fott es, könnte Kuba auch für Immobilieninvestoren sehr interessant sein.

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@ Diesel:

Bei Konsumgüterherstellern bin ich mit Dir d'accord. Aber für die Tourismus- bzw. Hotelbranche ist Kuba (schon jetzt) ein interessanter Markt.

 

Irrelevant klein. Zudem kenne ich niemanden der 2x freiwillig nach Kuba fahren würde. Extrem teuer (für Lebensmittel gibst du locker 5x so viel aus wie in Deutschland), die Leute sind extrem geldgeil, die Hotelstandards so niedrig wie der Servicegedanke der Angestellten.

 

Einzig als Sextouri Ziel hat Kuba noch viel Potential das ganze Großfamilien über Jahre durchfüttern könnte, aber das hat die Regierung ja auch quasi unterbunden.

 

Momentan erlebt Kuba einen touristischen Hype, auf Dauer kann das Land aber in keinster Weise mit den Nachbarn mithalten. Zu teuer, zu schlecht organisiert, zu bürokratisch, zu wenig Naturwunder,..... heute lebt man ja quasi davon dass alles so abgefu**t ist und die Leute das so toll finden.

 

[

 

Und wenn irgendwann das kommunistische Regime fott es, könnte Kuba auch für Immobilieninvestoren sehr interessant sein.

 

Das bestimmt, fragst sich nur was da auf den Baustellen zusammengepfuscht werden wird und wie lange das von Dauer ist. Kuba hat keine Bauwirtschaft die wirklich existiert, das müsste alles aus dem Ausland kommen.

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Laut der heutigen Printausgabe vom Kölner Stadtanzeiger (S. 11) wird die Lufthansa-Tochter Eurowings (ersetzt die bisherige Billigfliegermarke Germanwings) noch in diesem Jahr Flüge von Köln/Bonn nach Havanna anbieten. Ab 15. Dezember ist ein Flug pro Woche geplant. Für den kubanischen Tourismus ist das sicher nicht von Nachteil.

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Posted · Edited by Schildkröte

So viel Prozent wie bei kubanischem Rum kriegt man mit argentinischen oder griechischen Anleihen garantiert nicht. :D Im Ernst, so abwegig ist das Angebot nicht, wenn Kuba die Schulden in Geld nur schwer begleichen kann, aber zurück an den internationalen Geldmarkt möchte. Des Weiteren bietet Kuba ja noch weitere Waren wie etwa Medikamente zur Tilgung an. In diesem Zusammenhang finde ich es bemerkenswert, dass der kubanische Staat, dem Havana Club gehört, ein Vertriebs - Joint Venture mit Pernod Ricard hat. Dem französischen Spirituosenkonzern gehört wiederum unter anderem Becherovka aus Tschechien.

 

Nachtrag:

Gerade lese ich die aktuelle Printausgabe der Jungen Freiheit (auweia...). Auf Seite 9 wird in einen kleinen Artikel berichtet, dass die EU Anfang dieser Woche ein "Abkommen über politischen Dialog und Zusammenarbeit" "zur Unterstützung des Prozesses der wirtschaftlichen und sozialen Modernisierung Kubas" mit dem Inselstaat vereinbart hat.

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Vergesst nicht, dass längst nicht alle Beschränkungen in Kuba von den USA stammen. Viele verursacht Kuba auch selbst. Ich hatte kürzlich ein abendfüllendes und interessantes Gespräch mit einem kubanischen Revolutionsteilnehmer und späterem Angola-Kämpfer, der heute als Rentner zur regierungsnahen kubanischen Oberschicht gehört. Es wurde sehr deutlich, dass die Kuba weiter seine Revolutionshaltung einnimmt und keine marktwirtschaftlichen Zustände, insbesondere nicht gegenüber US-Großkonzernen, anstrebt. Kubas obersten Interesse ist die erhaltung der Souveränität gegenüber der überstarken US-Ökonomie und -Politik. Zudem tut das Regime alles dafür, demokratische Entwicklungen zu behindern, die von den USA (bspw. durch hohe "Gehälter" für kritische Abweichler) wiederum gefördert werden.

 

Eine schnelle Vollnormalisierung ist hier nicht zu erwarten, auch wenn es Schritte in diese Richtugn geben kann. Insbesondere sollte man meines Erachtens besser nicht mit einer neuen, für Konzerne boomenden Marktwirtschaft in der Karibik rechnen.

 

Völlig richtig, da ein Regierungswechsel ziemlich dicht dran ist und es keinerlei Garantie gibt das die nächste Kubanische Regierung auch die Abkommen der vorhergehenden Regierung übernimmt ist das ganze nicht ohne Risiko.

Das Problem bei Fonds ist das die Verwalter des Fonds nichts dabei verlieren wen das Dings in die Hose geht.

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Wie seht ihr die politische Situation Trump vs. Kuba?

Vor allem wenn man sich vor Augen hält, dass Raul 85 Jahre alt ist und ein möglicher Nachfolger aktuell nicht herangeführt ist.

Daher die Frage: "Was passiert, wenn Raul seinem Bruder folgt?"

 

- Man "lebt" die vorhandenen republikanischen Strukturen und Kuba wird eine Demokratie - möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich

- Man einigt sich auf einen Nachfolger - unwahrscheinlich

- Jemand reißt die Macht an sich (ein Militär?) - kann passieren

- Bürgerkrieg - hoffentlich nicht, aber ausschließen kann man das nicht

 

Und nun die spannende Frage: Wie reagiert ein Präsident Trump in den o.g. Szenarien? Wenn er die Chance sieht Kuba die Demokratie aufs Auge zu drücken, könnte er versucht sein das durchzusetzen (möglicherweise auch militärisch)?

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Posted · Edited by Schildkröte

Zitat

Raúl Castro tritt im April als Kubas Staatschef ab: Nach sechs Jahrzehnten steht somit erstmals kein Castro an der Spitze des Landes. Dass sich Kuba nun weiter öffnet, halten Experten aber für einen Trugschluss.

Hier der vollständige n-tv - Artikel.

 

Wie heißt eigentlich Geigenkasten auf Spanisch? - Fidel Castro! :D

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Angesichts der sich verschärfenden Versorgungskrise in Kuba will die sozialistische Regierung künftig Lebensmittel und Hygieneartikel rationieren. ... Die Regierung in Havanna machte die jüngsten Verschärfungen des amerikanischen Embargos gegen Kuba für die Versorgungsengpässe verantwortlich. Wirtschaftsexperten sehen den Grund hingegen eher in der Schwäche der eigenen Produktion und der Abhängigkeit vom engen Verbündeten Venezuela.

Quelle: FAZ 

 

Kuba entsendet Ärzte sowie Spionage- und Militärberater nach Venezuela. Im Gegenzug bezieht Kuba Öl von Venezuela, welches es auf dem Weltmarkt verkauft. Diese Lieferungen haben sich zuletzt wegen der venezolanischen Krise halbiert.

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