hattifnatt 20. August vor 1 Stunde von Norica: Nein, macht überhaupt keinen Sinn, wenn man sich für ein Einzelaktiendepot entschieden hat. Der Vergleich wird in den allermeisten Fällen überwiegend Frust produzieren. Warum soll man sich das antun? Naja, die Rendite sollte bei einer Anlageentscheidung schon eine Rolle spielen (sage ich auch als Einzelaktienanleger ). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker 20. August vor 10 Minuten von hattifnatt: Naja, die Rendite sollte bei einer Anlageentscheidung schon eine Rolle spielen (sage ich auch als Einzelaktienanleger ). Ach wo! Es gibt so viele andere schöne Dinge außer der Rendite. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wertomat 21. August Vorweg: ich habe in meinem Thread immer die Befürchtung, dass er in die tausendste Wiederholung der Einzelaktien vs. ETF Diskussionen abzugleiten. Gerade wenn hier jemand mitschreibt, der bei mir auf Ignore steht und dessen Beiträge ich gar nicht erst lese. Soll ja irgendwie mein Thread sein. Aber auch deshalb schreibe hier selten ich zu Einzelaktien vs. ETFs i, um niemanden zu triggern, der gar nicht an einem Austausch interessiert ist. Aber nun doch mal: Ich glaube, es gibt verschiedene Gründe für Einzelaktien statt ETF, und oft wird es eine Mischung verschiedener Gründe sein. Manche davon müssen sich sehr wohl am MSCI World messen lassen, bei anderen geht es schlicht nicht. Nur mal ein paar Beispiele für Gründe gegen einen MSCI World Portfolio (ich möchte die Gründe nicht im Einzelnen hier diskutieren, aber klar ist, für einige Menschen existieren diese Gründe) -Man will weniger Volatilität. Dafür kann eine entsprechende Underperformance akzeptiert werden. Da ist es schon sinnvoll, beides zu beobachten. -Man mag es schlicht nicht, dass in der Geldanlage mehr Finanzfirmen als nötig beteiligt sind, und sieht darin eine Risikoerhöhung in theoretisch möglichen Extrem-Crashs. Dann sind Einzelaktien etwas sicherer - und die Entscheidung für Einzelaktien ist eine Sicherheits-Entscheidung. In extremen Krisenszenarien wäre mir der Vergleich zum MSCI World egal, in "Normalsituationen" etwas Abschlag akzeptabel. -"Kaufe nur Finanzprodukte, die Du verstehst", und ich weiss nie so ganz genau, was gerade im ETF drin ist, wie er zusammengesetzt wird, wer bei der ETF-Konstruktion beteiligt ist, was irgendwie geswappt ist - das kann auch eine Grundsatzentscheidung sein. -Die Absicherung gegen verschiedene Politische Szenarien. Ich finde es für mich richtig, in Szenarien besser dazustehen, in denen die USA Ihre absolute wirtschaftliche Dominanz verliert, weil (um nur ein Beispiel zu nennen) gegenseitige Zölle eskalieren, sich Europa mehr und mehr nach Asien wendet, etc. Aufgrund solcher Überlegungen finde ich für mich es richtig, die USA gegenüber einem Welt-ETF unterzugewichten. Dafür bin ich bereit, Underperformance in Kauf zu nehmen. Und wenn die Performance der Welt ETFs stark durch US-Tech getrieben ist, lässt sich die akzeptable Underperformance kaum in Prozenten o.ä. ausdrücken. -politsche Präferenzen: In früheren Jahren die auch in diesem Thread hier nachzulesen sind, war es mir noch viel wichtiger als heute, dass ich den Großteil meiner Investments als für mich ethisch und ökologisch korrekt empfinde. Dafür wäre ich bereit gewesen, Underperformance zu akzeptieren (musste ich zum Glück nicht, da ich damals gerade durch die Öko-Investments eine starke Überperformance hatte). . Insgesamt ist es wohl oft eine Mischung aus verschiedenen Gründen, warum sich Leute für Einzelaktien entscheiden. Für manche ließe sich das Portfolio klar im Verhältnis zum MSCI World setzen (à la "für diese Punkte bin ich bereit, X Prozent Underperformance zu akzeptieren). - Aber wenn es um die Absicherung gegen Extremszenarien geht, wird das oft kaum möglich sein, weil es um Entwicklungen geht, die auch erst in einigen Jahren (aber dann recht schnell) eintreffen könnten. Daher lassen sie sich erst dann auswerten, wenn man am Ende seines Anlegerlebens steht, und dann hat die Auswertung keine Prakische Relevanz mehr. . Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag