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Stephan1983

Sondertilgung oder Anlegen?

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Stephan1983

Hallo zusammen,

 

ich habe 2014 eine ETW gekauft, die ich aktuell selbst bewohne und das voraussichtlich auch noch mindestens für die nächsten 5-10 Jahre.

 

Die monatliche Rate der Finanzierung beträgt 850 Euro für 186 TEUR Darlehen bei 2,5% Zinsen, 3% Tilgung und 20 Jahren Laufzeit. Jährlich ist eine Sondertilgung von knapp über 9.000 EUR möglich. Die Tilgungsrate kann auf bis zu 5% erhöht werden.

 

Ich wohne mit meiner Lebensgefährtin zusammen. Die Finanzierung und das volle Risiko laufen auf mich, sie zahlt dafür die Nebenkosten. Um das Risiko gering zu halten, habe ich bei der Finanzierung eine möglichst lange Zinsbindung gewählt und eine Rate in Höhe meiner letzten Miete angesetzt, sodass ich im Fall der Fälle die Wohnung auch ohne größere Einschränkungen alleine bewohnen und abbezahlen könnte. Sollte ich jobbedingt mal umziehen müssen, könnte ich die Wohnung für ca. 1100 EUR monatlich vermieten, also deutlich über der Kreditrate.

 

Die Sondertilgungsmöglichkeiten hatte ich vereinbart um gegebenenfalls Geld nachschießen zu können, wenn ich welches überhabe bzw. keine größeren Ausgaben absehbar sind. Jetzt wo es soweit ist, bin ich mir nicht so sicher ob ich wirklich sondertilgen soll bzw. wie viel.

 

 

 

Mein aktuelles Vermögen:

 

30 TEUR Tagesgeld

 

16 TEUR Gutverzinster Bausparvertrag

 

19 TEUR Riester DWS Top Dynamic

 

13 TEUR in baV

 

6 TEUR in privater RV

 

neben der Kreditrate und meinen laufenden Kosten (inklusive Altersvorsorge) kann ich aktuell noch ohne Probleme weitere 1000 Euro monatlich sparen. Tendenz steigend in den nächsten Jahren.

 

 

 

Zukünftige Investitionen in den nächsten 5-10 Jahren:

 

Sehr wahrscheinlich: Auto (gebraucht) 5-10 TEUR

 

Gewünscht: 1-2 Kinder (Kinderzimmer vorhanden)

 

Evtl mal neuer Heizkessel 5-10 TEUR, läuft aber aktuell nochtop.

 

Zudem liegt die Instandhaltungsrücklage der Wohngemeinschaftbei 50 TEUR für 6 Parteien, kein Investitionsstau, Haus ist sehr gepflegt.

 

 

 

Jetzt habe ich folgende Fragen:

 

1. Meine anvisierte Liquiditätsreserve auf dem Tagesgeldkonto liegt bei 20 TEUR. Haltet ihr den Betrag für meine Pläne als gerechtfertigt/zu hoch/zu niedrig?

 

2. Nun würde ich eigentlich die weiteren 10 TEUR auf dem Tagesgeldkonto wie ursprünglich geplant als Sondertilgung einsetzen. Man liest ja auch immer, dass man eine selbstgenutzte Immobilie immer so schnell wie möglich tilgen soll. Macht bei älteren Finanzierungen mit einem Zinssatz über 5% sicher Sinn, da dieser Zins ja erstmal erwirtschaftet werden muss und das nach Steuern. Gilt eurer Meinung nach die Regel, alles in die Tilgung zu stecken, auch noch bei einem Zinssatz von 2,5%? Andererseits was sind die Alternativen zur Sondertilgung? Tagesgeld 1% wäre natürlich schlecht. ETF-Einmalanlage bei Höchstständen der Indizes und hoffen, dass die Märkte analog der Vergangenheit in den nächsten 20 Jahren im Durchschnitt weiter über dem Darlehenszins also größer 2,5% steigen?

 

3. Wie setze ich die 1000 Euro monatlich am sinnvollsten ein? ETF-Sparplan oder lieber weiter aufs Tagesgeld und jährlich die Sondertilgung nutzen? Oder Hälfte ETF/Hälfte für Sondertilgung?

 

4. Ich habe bei der langen Zinsbindung auch auf die Inflation bzw. weitere Gehaltssteigerungen gesetzt, sodass mich in ein paar Jahren die 850 Euro-Raten nicht mehr wirklich jucken. Dies würde ja eigentlich auch für ETF oder Konsum oder zumindest gegen Sondertilgungen sprechen oder habe ich da einen Denkfehler?

 

Vorab schonmal vielen Dank für eure Meinung.

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freesteiler

Auf jeden Fall Sondertilgung ausschöpfen! Zocken auf Kredit ist fast nie eine gute Idee.

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TWP17

Ich würde auch tilgen. Hab 2008 auch gezockt und ein Zweitauto mit 1% teilfinanziert statt es mit Fonds direkt zu bezahlen. Hinterher ist man immer schlauer.

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DerFremde

Maximale Tilgung! Der Grund ist recht einfach!

 

Nutze mal den Rechner von Interhyp. Gebe Deine Daten ein, einmal ohne und einmal mit Sondertilgung, ggf. sogar mit 5% Tilgung!

 

http://www.interhyp.de/interhyp/servlet/interhyp?view=showResidualDebtCalculator&STYLE=b2c

 

Dann vergleich mal die von Dir zu erbringende ZINSLEISTUNG auf die Gesamtfinanzierung. Wer da nicht Sondertilgt, hat von Geld keine Ahnung!

 

Deine Finanzierung derzeit kostet 60.000€ Zinsen bis zum Ablauf in 20Jahren, dazu hast Du in 20Jahren immer noch ca. 42.000€ Schulden! Wer unterschreibt solche Verträge!?

 

Anpassung auf 5% Tilgung, also 1.160€ monatliche Rate plus Sondertilgung und die ETW ist 2023 bezahlt. Und das mit nur 23.000€ Zinslast!

 

Ich zahle meine jährliche Sondertilgung übrigens monatlich!

 

Gruß

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mzl
· bearbeitet von mzl

Die monatliche Rate der Finanzierung beträgt 850 Euro für 186 TEUR Darlehen bei 2,5% Zinsen, 3% Tilgung und 20 Jahren Laufzeit. Jährlich ist eine Sondertilgung von knapp über 9.000 EUR möglich. Die Tilgungsrate kann auf bis zu 5% erhöht werden.

 

Ich habe mich mit vergleichbaren Fragen bereits länger auseinander gesetzt, weil ich auch eine Wohnung finanziert habe. Nach kontroversen Diskussionen in diesem wundervollen Forum empfehle ich Dir immer maximal sonderzutilgen und ggf. sogar die Tilgungsrate zu erhöhen. Die Erklärung ist ganz einfach: mehr als 2,5 % Rendite nach Kosten und Steuern bekommen nur sehr wenige Anleger über die Jahre hin und genau das müsstest Du erreichen, um besser abzuschneiden. Alle Annahmen bezüglich zukünftiger Gehaltssteigerungen etc. sind ja schön und gut, aber eben nicht mehr als Annahmen. Sollten jene sich bewahrheiten, bau mit den zukünftigen Überschüssen Dein Wertpapierdepot etc. auf, aber jeweils nach der Sondertilgung in voller Höhe.

 

Der verlinkte Rechner ist bestimmt hilfreich, alternativ bilde die Zahlungsströme in Excel nach und teste unterschiedliche Tilgungsszenarien durch. Ich wiederhole mich: jeder sollte stets in maximaler Höhe seine Kredite tilgen. ;)

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DerFremde

Die Erklärung ist ganz einfach: mehr als 2,5 % Rendite nach Kosten und Steuern bekommen nur sehr wenige Anleger über die Jahre hin und genau das müsstest Du erreichen, um besser abzuschneiden.

 

Die Erklärung ist noch einfacher.

 

Bei 2,5% Zinsen bei 186.000€ Schulden, müsste er ja nicht 2,5% bei seinen zur Verfügung stehenden 45.000€ (30t€ Tagesgeld und 15t€ Bausparvertrag) erwirtschaften, sondern satte 10% Rendite nach Steuern um die Zinslast von ca. 4.500€ im Jahr zu decken!

 

Das kann nicht funktionieren!

 

 

 

 

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mcxreflex

Die Erklärung ist ganz einfach: mehr als 2,5 % Rendite nach Kosten und Steuern bekommen nur sehr wenige Anleger über die Jahre hin und genau das müsstest Du erreichen, um besser abzuschneiden.

 

Die Erklärung ist noch einfacher.

 

Bei 2,5% Zinsen bei 186.000€ Schulden, müsste er ja nicht 2,5% bei seinen zur Verfügung stehenden 45.000€ (30t€ Tagesgeld und 15t€ Bausparvertrag) erwirtschaften, sondern satte 10% Rendite nach Steuern um die Zinslast von ca. 4.500€ im Jahr zu decken!

 

Das kann nicht funktionieren!

 

 

 

 

 

Wieso? Er zahlt mit Sondertilgung trotzdem die Zinsen für die restlichen 141.000 Euro.

 

 

 

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LosMintos

Sondertilgen und Rate erhöhen! Wie hoch ist der Guthaben-Zinssatz des Bausparvertrages?

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DerFremde

Die Erklärung ist noch einfacher.

 

Bei 2,5% Zinsen bei 186.000€ Schulden, müsste er ja nicht 2,5% bei seinen zur Verfügung stehenden 45.000€ (30t€ Tagesgeld und 15t€ Bausparvertrag) erwirtschaften, sondern satte 10% Rendite nach Steuern um die Zinslast von ca. 4.500€ im Jahr zu decken!

 

Das kann nicht funktionieren!

 

 

 

 

 

Wieso? Er zahlt mit Sondertilgung trotzdem die Zinsen für die restlichen 141.000 Euro.

 

 

 

 

141.000€!? Kann Dir nicht folgen!

 

Gruß

 

 

 

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fibonacci

185000-45000=141000

45000*0.1=4500

4500/185000=0.243

Bau dir die Lösung für dieses Rätsel zusammen....

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DerFremde

Gleich zwei User die so richtig am Thema vorbei eine noch albernere Rechnung ohne Sinn aufstellen!

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Stephan1983
· bearbeitet von Stephan1983

@ alle: erstmal vielen Dank für die zahlreichen Meinungen.

@ losmintos: der Bausparvertrag ist mit 4% verzinst.

 

@derFremde: "Wer unterschreibt solche Verträge?" Ich habe ja geschrieben, dass ich das Risiko klein halten und mich auch nicht durch die Finanzierung einschränken will. Daher die Rate in Höhe der bisherigen Miete, so dass ich keinen Unterschied zu vorher verspüre. Mit dem feinen Unterschied, dass ich irgendwann eine abbezahlte Immobilie besitze, auch wenn es 20 Jahre dauert. Und wenn der Nachwuchs kommt oder ein negatives Ereignis (Jobverlust, Trennung, etc.) eintreten sollte, ich auch nicht direkt ins rudern komme. Ich habe ja extra auf die Sondertilgungsmöglickeiten geachtet, da ich mir überhaupt nicht sicher bin was in den nächsten 20 Jahren so passiert.

Mir ist bewusst, dass ich mit einer geringeren Rate einiges mehr an Zinsen zahle. So erkaufe ich mir das geringere Risiko gegenüber einer hohen Rate und habe trotzdem noch die Option mit Sondertilgungen zu steuern.

 

 

Aber steht nicht eigentlich folgende Rechnung zur Debatte:

Ich kann jetzt 9.325 Euro sondertilgen. Das heißt ich spare mir ab sofort 9.325 Euro * 2,5% = 233 Euro Zinsen jährlich. Gleichzeitig steigt in meiner Annuität der Tilgungsanteil schneller.

Alternativ lege ich die 9.325 Euro an und hoffe dass ich in meinem Investment mehr als 233 Euro + Effekt aus schneller steigendem Tilgungsanteil in der Annuität jährlich raushole, dabei kommt mir der Zinseszins des Investments noch zu Gute, muss aber auch noch den Abzug durch die Abgeltungssteuer am Ende berücksichtigen.

Oder was sehe ich hier falsch?

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Kolle
· bearbeitet von Kolle

ich habe 2014 eine ETW gekauft, die ich aktuell selbst bewohne und das voraussichtlich auch noch mindestens für die nächsten 5-10 Jahre.

 

Die monatliche Rate der Finanzierung beträgt 850 Euro für 186 TEUR Darlehen bei 2,5% Zinsen, 3% Tilgung und 20 Jahren Laufzeit. Jährlich ist eine Sondertilgung von knapp über 9.000 EUR möglich. Die Tilgungsrate kann auf bis zu 5% erhöht werden.

 

Mit der langen Zinsbindung hast du bezogen auf den Abschlusszeitpunkt alles richtig gemacht ! Du hast jedes Zinsänderungsrisiko ausgeschlossen. Um weiterhin alles richtig zu machen fallen mir drei Dinge ein:

 

- Nach §489 BGB kann man nach 10 Jahren jeden Darlehensvertrag kündigen ( umschulden bzw angespartes Kapital unbegrenzt einsetzbar ).

- Wenn du tatsächlich einmal eine neue Immobilie kaufst und die bisherige ETW vermietest, kannst du die die Zinsen dafür absetzen.

- Den Sparerpauschbetrag kann man mit den jetzigen Mickerzinsen nicht mehr wirkungsvoll ausnutzen.

 

Da das allgemeine Zinsniveau gefallen ist, verzinste sichere Anlageformen kaum noch was einbringen und du die Zinsen nicht absetzen kannst drängen sich Sondertilgungen geradezu auf. Solltest du eine weitere Immobilie kaufen, kannst du die bisherige teilentschuldete ETW als zusätzliche Sicherheit einbringen, das senkt den Zinssatz für die neue Immobilie. 2024 läuft für dich die Zinsbindung des bisherigen Darlehens aus, für die Bank nicht. Damit kannst du entspannt der weiteren Zinsentwicklung zuschauen, der Immobilienpreisentwicklung ebenso. Du kannst nur gewinnen aber nicht verlieren. Die Versuchung, durch volatile Anlageformen ( die müssten ca 3,5 % p.a. vor Steuern erwirtschaften ) mehr als deine jetzige Tilgungsrendite zu erwirtschaften schwächt deine gesicherte Position, Sondertilgungen stärkt sie. Je nach persönlichem Spaß- und Risikofaktor kämen ETFs höchstens für Kapital in Frage, das nach allen ausnutzbaren Sondertilgungen übrig ist. Den Bausparer mit 4 % auf jeden Fall behalten und ggfs. optimieren ( Sparerpauschbetrag nutzen ).

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Sapine

Natürlich musst Du einen ausreichend hohen Notgroschen vorhalten und bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags macht die Nutzung der Bausparer mit 4 % natürlich Sinn, das Geld würde ich auch nicht in die Tilgung stecken. Alles weitere liquide aber eigentlich schon. Es macht jedenfalls überhaupt keinen Sinn, das Geld für 1 % auf irgendeinem Tagesgeldkonto verschimmeln zu lassen, während Du selbst über 2 % Zinsen zahlst. Für ausgeprägte Zockernaturen gibt es natürlich Alternativen , mit einer gewissen Chance auf Gelingen. Aber wie Du Deine Situation schilderst, scheinst Du eher zur sicherheitsbetonten Fraktion zu gehören und für die eignet sich so ein Modell eher nicht.

 

Ich weiß ja nicht, wie Dein Kreditvertrag ausgestaltet ist, aber bei meinem konnte man die Tilgungsrate sowohl nach oben wie auch nach unten anpassen. Wenn die untere Grenze Deiner bisherigen monatlichen Belastung entspricht ist doch alles im grünen Bereich und Du kannst die aktuelle Tilgungsrate ruhig höher ansetzen, solange Du entsprechend Luft hast bei Deinen Einnahmen und die jährliche Sondertilgung kannst Du noch zusätzlich nutzen, soweit Kapital übrig ist. Damit hast Du das Risiko voll im Griff aber zahlst weniger Zinsen über die gesamte Laufzeit. Wenn sich Deine Ausgabe- oder Einnahmesituation verschlechtert, kannst Du die Rate doch wieder verringern aber hast insgesamt deutlich weniger Schulden als aktuell und die Tilgungsrate steigt von Jahr zu Jahr schneller.

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mcxreflex

Gleich zwei User die so richtig am Thema vorbei eine noch albernere Rechnung ohne Sinn aufstellen!

 

Sagt der, der einfach mal irgendwelche Zahlen in den Raum wirft. rolleyes.gif

 

Wieso muss seine Geldanlage bitte die kompletten Zinsen für die gesamte Kreditsumme erwirtschaften? blink.gif

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DerFremde

Aber steht nicht eigentlich folgende Rechnung zur Debatte:

Ich kann jetzt 9.325 Euro sondertilgen. Das heißt ich spare mir ab sofort 9.325 Euro * 2,5% = 233 Euro Zinsen jährlich.

 

Ja und Nein! Ja, im ersten Jahr stimmt Deine Rechnung bei kurzfristiger Betrachtung, wenn Dein Kredit nach dieser Sondertilgung bezahlt wäre. Da Du aber 2,5% Zinsen auf den Darlehensbetrag zahlst geht Deine Rechnung nicht auf.

 

 

 

 

An Deinem Beispiel:

 

 

 

 

186.000€, 2,5% eff., 3% Tilgung, monatliche Rate 852€, Restschuld nach 20Jahren 40.643€, Gezahlte Zinsen 59.114€!

 

Hättest Du eine Sondertilgung direkt in 2014 gemacht, also 176.650€, 2,5%eff., 3% Tilgung, monatliche Rate 852€, Restschuld nach 20Jahren 25.086€, gezahlte Zinsen 53.048€!

 

 

 

 

Eine Sondertilgung verschafft Dir aktuell also einen Vorteil von 21.623€ auf die gesamte Kreditlaufzeit!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nach 20Jahren bist Du immer noch weit von Schuldenfreiheit entfernt. Du kannst es Dir leisten die Tilgung auf 5% anzupassen, und sogar den vollen Betrag Sondertilgen. Also mach es. Du bist nicht nur nach 9Jahren Schuldenfrei und finanziell unabhängig. Du sparst Dir sogar 60.000€ Zinsen. Das ist weit entfernt von einem kleinen Sicherheitszuschlag! Wie bereits gesagt. Eine Sondertilgung muß nicht als Einmalzahlung gezahlt werden.

 

 

 

 

Und so tolle Tipps wie 3€ Zinsen an die Bank zu zahlen um 1€ Steuerlast zu sparen in Falle einer Vermietung, oder eine fast bezahlte Immobilie wieder zusammen mit dem Erstgeborenen für 0,02% Zinsersparnis an die Bank zu verkaufen . . . . Teilweise erschreckend wie inkompetent hier mit der teuersten aller Finanzierungen seines Lebens umgegangen wird.

 

 

 

 

Gruß

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Kolle

Und so tolle Tipps wie 3€ Zinsen an die Bank zu zahlen um 1€ Steuerlast zu sparen in Falle einer Vermietung...

 

Falls du mich meinst präzisiere ich meine Aussage: Ich habe nicht geschrieben, dass man Schulden aufnehmen soll um Steuern zu sparen ! Das wäre die Kategorie, Steuern zu sparen koste es was es wolle.

 

Aber: Wenn eine bestehende ETW mit einem bestehenden Kredit vermietet wird und zum Selbstbewohnen eine neue Immobilie angeschafft wird, ist es immer günstiger Zinsen auf das vermietete Objekt zu zahlen statt auf das selbstbewohnte Objekt. Es spricht viel dafür, eine bestehende ETW zu vermieten statt zu verkaufen, ein möglicher Käufer muss erst einmal die vollen Transaktionskosten bezahlen ( Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbucheinträge, manchmal auch ein Makler ).

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Renditejunkie
· bearbeitet von Renditejunkie

Ja und Nein! Ja, im ersten Jahr stimmt Deine Rechnung bei kurzfristiger Betrachtung, wenn Dein Kredit nach dieser Sondertilgung bezahlt wäre. Da Du aber 2,5% Zinsen auf den Darlehensbetrag zahlst geht Deine Rechnung nicht auf.

 

An Deinem Beispiel:

 

186.000€, 2,5% eff., 3% Tilgung, monatliche Rate 852€, Restschuld nach 20Jahren 40.643€, Gezahlte Zinsen 59.114€!

 

Hättest Du eine Sondertilgung direkt in 2014 gemacht, also 176.650€, 2,5%eff., 3% Tilgung, monatliche Rate 852€, Restschuld nach 20Jahren 25.086€, gezahlte Zinsen 53.048€!

 

 

Eine Sondertilgung verschafft Dir aktuell also einen Vorteil von 21.623€ auf die gesamte Kreditlaufzeit!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Bevor man sich soweit aus dem Fenster lehnt und anderen Inkompetenz vorwirft, sollte man erstmal sicher stellen, dass man die Sache selbst kapiert hat.

Was ist das denn für eine Milchmädchenrechnung?

 

In Deinem Beispiel A hat der Kreditnehmer eine Summe X in den Kredit eingezahlt

Im Beispiel B hat er auch X gezahlt, aber zusätzlich Sondertilgung (9325€) im ersten Jahr.

B hat nach 20 Jahren 15557€ weniger Restschuld als A, also einen Vorteil von zunächst 15557€.

Die gezahlten Zinsen spielen überhaupt keine Rolle. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich weniger Zinsen zahle, wenn ich schneller Tilge. Du rechnest das doppelt.

 

Aber A hat im ersten Jahr ebenfalls 9325€ übrig gehabt und dies nicht in die Sondertilgung reingesteckt sondern in eine festverzinsliche Anlage mit 2,5% (monatliche Verzinsung).

Aus den 9325€ sind nach 20 Jahren sage und schreibe 15366€ geworden. Normalerweise müsste dieser Betrag genauso groß sein wie Deine 15557€ sein. Das liegt aber daran, dass Du mit dem Effektivzinssatz statt dem Nominalzinssatz gerechnet hast.

 

Fazit:

Wenn einer meint, dass er eine bessere Rendite als den Kreditzinssatz von 2,5% erzielen kann, kann ruhig das Geld anderweitig anlegen statt es in die Sondertilgung zu stecken. Zu empfehlen ist das zwar nicht, weil es schon an Zockerei grenzt, aber wenn man sich das zutraut, warum nicht?

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Stephan1983

Aber man kann doch in einem Zeitraum von 20 Jahren davon ausgehen, dass man mehr als 2,5% pro Jahr erreicht?

Für 10 Jahre Festgeld gibts aktuell 2,5%. Mein Link

 

Die ganzen Weltportfolio-Bastler hier im Forum gehen doch wohl auch alle davon aus, dass ihre Portfolios mehr als 2,5% pro Jahr performen, sonst könnten Sie ihr Geld doc auch gleich ins Festgeld stecken...

 

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DerFremde

 

 

In Deinem Beispiel A hat der Kreditnehmer eine Summe X in den Kredit eingezahlt

Im Beispiel B hat er auch X gezahlt, aber zusätzlich Sondertilgung (9325€) im ersten Jahr.

B hat nach 20 Jahren 15557€ weniger Restschuld als A, also einen Vorteil von zunächst 15557€.

Die gezahlten Zinsen spielen überhaupt keine Rolle. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich weniger Zinsen zahle, wenn ich schneller Tilge. Du rechnest das doppelt.

 

Aber A hat im ersten Jahr ebenfalls 9325€ übrig gehabt und dies nicht in die Sondertilgung reingesteckt sondern in eine festverzinsliche Anlage mit 2,5% (monatliche Verzinsung).

Aus den 9325€ sind nach 20 Jahren sage und schreibe 15366€ geworden. Normalerweise müsste dieser Betrag genauso groß sein wie Deine 15557€ sein. Das liegt aber daran, dass Du mit dem Effektivzinssatz statt dem Nominalzinssatz gerechnet hast.

 

Was ist den das für eine Logik? Durch den jetzigen Einsatz dieser 9.325€ geniere ich nach 20Jahren eine STEUERFREIE Ersparnis von 21.623€!

 

Was nützt es mir da das ich durch die STEUERPFLICHTIGE Anlage nach 20Jahren ebenfalls 15.336€ (je nach anderen steuerpflichtigen Kapitaleinkünften sogar weniger) habe, aber 6.287€ Zinsersparnis verschenke!

 

Gruß

 

 

 

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PIBE350
· bearbeitet von PIBE350

@Stephan: Ja, aber meine Immobilie ist auch schon abbezahlt. Ich würde auch sondertilgen. Das (frühere) Gefühl, wenn die letzte Rate geflossen ist, ist einfach unbezahlbar. :thumbsup:

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Renditejunkie

 

 

In Deinem Beispiel A hat der Kreditnehmer eine Summe X in den Kredit eingezahlt

Im Beispiel B hat er auch X gezahlt, aber zusätzlich Sondertilgung (9325€) im ersten Jahr.

B hat nach 20 Jahren 15557€ weniger Restschuld als A, also einen Vorteil von zunächst 15557€.

Die gezahlten Zinsen spielen überhaupt keine Rolle. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich weniger Zinsen zahle, wenn ich schneller Tilge. Du rechnest das doppelt.

 

Aber A hat im ersten Jahr ebenfalls 9325€ übrig gehabt und dies nicht in die Sondertilgung reingesteckt sondern in eine festverzinsliche Anlage mit 2,5% (monatliche Verzinsung).

Aus den 9325€ sind nach 20 Jahren sage und schreibe 15366€ geworden. Normalerweise müsste dieser Betrag genauso groß sein wie Deine 15557€ sein. Das liegt aber daran, dass Du mit dem Effektivzinssatz statt dem Nominalzinssatz gerechnet hast.

 

Was ist den das für eine Logik? Durch den jetzigen Einsatz dieser 9.325€ geniere ich nach 20Jahren eine STEUERFREIE Ersparnis von 21.623€!

 

Was nützt es mir da das ich durch die STEUERPFLICHTIGE Anlage nach 20Jahren ebenfalls 15.336€ (je nach anderen steuerpflichtigen Kapitaleinkünften sogar weniger) habe, aber 6.287€ Zinsersparnis verschenke!

 

Gruß

Und trotzdem rechnest Du doppelt! Deine angebliche Ersparnis 21623€ existiert nicht, es sind nur 15557€.

 

Sonst könnte ich ebenso argumentieren:

"Ich habe durch meine jetzige Anlage von 9325€ nach 20 Jahren ein Guthaben von 15336€ und habe dabei 6011€ Zinsen erhalten. Das macht also in Summe 21347€"

 

Die Steuern habe ich der Einfachheit halber nicht berücksichtigt. Bei dieser Zinshöhe würden ja keine Steuern anfallen.

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Renditejunkie

Also den mit 4% Prozent verzinsten Bausparvertrag würde ich ganz sicher nicht auflösen, um damit den 2,5%-Kredit zu tilgen.

 

Wenn Du den Sparerpauschbetrag bereits ausgeschöpft hast, musst Du in der Tat mehr als die 2,5% erzielen. Die Grenze müsste bei ca. 3,33% liegen (3,33% abzüglich KESt ergibt 2,5%), die man mindestens erwirtschaften muss, damit die Geldanlage lukrativer als eine Sondertilgung ist. Aber sicher keine 10%!

 

Zur Klarstellung: Ich bin nicht gegen Sondertilgung, das ist eigentlich das beste was man machen kann. Aber wenn man mehr Zinsen für eine alternative Geldanlage erhält (z.B. der erwähnte Bausparvertrag), lohnt sich das noch mehr als die Sondertilgung.

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