ImperatoM

Polytec

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97 posts in this topic

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Heute gabs die Q3-Zahlen und zumindest die im Markt befindlichen Befürchtungen (weitere Prognosekützungen, starke weitere Verschlechterung der Zahlen) sind nicht eingetreten. Der Jahresausblick wird bestätigt. Der Kurs reagiert dementsprechend erfreulich.

 

Besonders gut gefällt mir, dass Polytecs CFO - der schon im Sommer mit sehr ausführlichen und offenen Erläuterungen der Zahlen erfreulich auffiel - schon heute dem Börsenradio ein neues Interview gegeben hat und viele wichtige Punkte mit sehr positiven Aspekten angesprochen hat. Der Ausblick verbessert sich damit eindeutig:

https://www.brn-ag.de/34848-Polytec-Quartalszahlen-Vorstand-Diesel-WLTP

 

Wichtigste Punkte zu den vier aktuellen Problemen, die den Gewinn dieses Jahr belastet haben:

 

1. Die WLTP-Probleme bauen sich erwartugnsgemäß ab. Es tritt die etwas seltsame Situation ein, dass bei den mittlerweile zertifizierten Modellen die Nachfrage kaum mehr noch befriedigt werden kann während bei den noch nicht zertifizierten Modellen die Bänder weiterhin teilweise stillstehen (Anfang 2019 sollen die letzten Modelle zertifziert werden). Dies bekräftigt meine These, dass die Probelem weitgehend auf der Angebots-, nicht auf der Nachfrageseite, liegen und sich relativ zügig auch wieder verabschieden werden

 

2. Die Spezialkunststoffpreise bleiben zunächst noch etwas erhöht, da die Schäden nach dem Großbrand im BASF(?)-Werk wohl nicht so schnell behoben werdne konnten, dass die Produktion wieder rund liefe. Daher herrscht noch etwas Angebotsknappheit. Auch hier ist mittelfristig wieder mit einer klaren Verbesserung zu rechnen, denke ich.

 

3. Man hat eine Einigung mit dem wichtigen Non-Automotive-Kunden erzielt (ich meine mich zu erinnern, es ginge hier um die Transportboxen), der in Q1-Q3 keine Waren mehr abgenommen hat. Seit Oktober nehme er wieder Ware ab und plane dies auch in den kommenden Jahren. Hier erleben wir also sogar eine kurzfristige Verbesserung

 

4. Die Diesel-Abrufe erholen sich mittlerweile wieder, wenn auch auf niedrigem Niveau. Dies ist wohl der Bereich, in dem die Zukunft eher ungewiss erscheint.

 

Zusammengefasst werden sich drei der vier Probleme in näherer Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit lösen, und das vierte Problem ist zumindest aktuell auf einem guten Weg. Wenn man dann bedenkt, dass das Q3-KGV (das noch alle vier Probleme enthält) jetzt nur bei 10 liegt, dann bin ich wieder ziemlich optimistisch, was meine Aktien (und meinen Call) angeht.

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Habe heute zu 9,70 € aufgestockt.

Ich denke wir haben die Tiefpunkte gesehen und die fundamentalen Daten sprechen für eine Stabilisierung des Geschäfts in schweren Zeiten mit optimalen Voraussetzungen bei nur leichten Verbesserungen der Rahmenbedingungen wieder durchzustarten.

 

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Polytec fliegt Ende November aus einem MSCI SmallCaps Index:
https://www.boerse-express.com/news/articles/boerse-wien-palfinger-kommt-statt-polytec-zu-msci-ehren-63517

 

Darin könnte die Ursache der weiterhin sinkenden Kurse trotz gutem Ausblick liegen. Wenn das stimmt, ist der Spuk immerhin in gut zwei Wochen vorbei. Fundamental kann ich mir die aktuelle Marktbewertung nicht erklären, aber ein solch marktbeeinflussender Effekt kann natürlich durchaus eine größere Wirkung haben - und dass Kursveränderungen i.a. deutlich VOR den entsprechenden Indexveränderungen stattfinden, hat man schon an vielen anderen Beispielen erleben können.

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vor 9 Stunden schrieb Chulian:

Polytec erhält Auftrag über Produktion und Liefrung in Südafrika ab 2021 - 10 Mio Invest

Bin von außen nicht sicher wie positiv das zu bewerten ist. Den Verantwortlichen bei Polytec war es auf jeden Fall eine Pressemitteilung wert.

 

Die 10 Mio sind gerade einmal rund 2% der Bilanzsumme, insofern eher ein kleiner Fisch. Der erwähnte Preimium-Hersteller am Standort East London ist höchstwahrscheinlich Daimler. Schön ist auf jeden Fall die langfristige Sicherheit des Auftrags.

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Interessant fände ich den erwarteten Umsatz im Verhältnis zu den Investitionen. Aber das wird man wohl erst 2021 erfahren.

 

Ansonsten war für Polytec Freitag der vorerst letzte Tag im MSCI Index . Umsätze in Wien waren ~5 mal so groß wie sonst.

Haupttrade um 17:34 waren dabei 300.740 Stück zu 9,07€

Wieso auf den letzten Metern der Preis nochmal ein bisschen anzieht kann ich nicht nachvollziehen, aber hoffentlich ist damit der Verkaufsdruck erst mal weg.

Falls man nochmal aufstocken möchte wäre jetzt wohl der richtige Zeitpunkt.

 

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vor 2 Stunden schrieb Chulian:

Ansonsten war für Polytec Freitag der vorerst letzte Tag im MSCI Index . Umsätze in Wien waren ~5 mal so groß wie sonst.

Haupttrade um 17:34 waren dabei 300.740 Stück zu 9,07€

Wieso auf den letzten Metern der Preis nochmal ein bisschen anzieht kann ich nicht nachvollziehen, aber hoffentlich ist damit der Verkaufsdruck erst mal weg.

 

Da waren eben etwas mehr Leute auf der Lauer nach einem Schnäppchen im "Schlussverkauf" als dann tatsächlich noch Schlussverkäufe angeboten wurden. Aber 20 Cent mehr oder weniger machen den Kohl ja auch nicht fett. Wichtig ist, dass sich die genannten Probleme 1-3 erwartungsgemäß auflösen, dann kann der Kurs auch schnell wieder doppelt so hoch und höher stehen.

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Vorläufige Jahreszahlen!

 

Das ehrgeizige Ziel, das nach den Q3-Zahlen verkündet wurde, konnte leider nicht mehr erreicht werden (Ebit bei 40 Mio statt erhoffter 45, Umsatz bei 637 Mio statt erhoffter 650).

 

Gleichwohl hat der Turnaround offenbar stattgefunden: Mit 159 Mio Umsatz in Q4 schaffte man wieder 6% mehr als in Q3 (150 Mio). Das Ebit steigerte sich sogar um rund 18% im Q3-Q4-Vergleich. In den letzten JAhren waren Q3 und Q4 häufig gleicherfolgreich, so dass die diesjährige Steigerung tatsächlich relevant ist.

 

Interessant wird nun die Einschätzung seitens Polytec bzgl. der weiteren Prognose und natürlich auch hinsichtlich der Frage, warum der Turnaround zwar kam, aber nicht ganz so schwungvoll wie noch im November erwartet. Außerdem wünsche ich mir neue Informationne zu den vier bekannten Problemfeldern WLTP, Diesel, Kunststoffpreise und Non-Automotive - hoffentlich gibts bald wieder ein Interview mit dem CFO!

 

Das EPS dürfte damit etwa bei 1,10 liegen, also ein KGV von rund 8,5. Das KBV liegt bei etwa 0,9. Damit ist Polytec meiner Ansicht nach weiterhin sehr günstig, zumal nun auch die Richtugn der Entwicklung wieder stimmt.

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Posted · Edited by Chulian

Für 2017 wurde die Durchschnittliche Nominalverzinsung übrigens mit 1,71 % angegeben.

Das ist also wiederum eine erfreuliche Ersparnis die sich in den kommenden Jahren positiv auf das Ergebnis auswirkt.

 

Die Aktie macht interessanterweise mit etwas Verspätung am frühen Nachmittag einen schönen Satz nach oben und wandert wieder Richtung 10€ bei denen man letzte Woche noch abgeprallt ist.

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Posted · Edited by CobbDouglas

Hat irgendwer eine Erklärung, außer halt Wiener Börse und Microcap, für den heutigen Verlauf? Von 9,40 über 8,85 auf bis zu 9,98 (+12,7% vom Tagestief zum Tsgeshoch)in einem sonst ruhigen Markt und ohne zusätzlichen Neuigkeiten ist ja selbst für Wien bemerkenswert.

 

Bonusfrage, bei welchem Kurs (in etwa) ginge es retour in den MSCI small? ATX sollte ja auch mittelfristig außer Reichweite sein.

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Naja Autowerte und Chemie gingen heute Vormittag beide erst mal runter. Da läuft Polytec dann meistens mit.

Der enorme Anstieg wurde dann wohl von relativ wenigen bzw. einer Person ausgelöst. Alleine über Tradegate gab es in einer guten halben Stunde (ab 15:04:59) einen Umsatz von knapp 49.890 (Gesamtmenge des Tages 52.697).

Auch in Wien zogen die Umsätze zu der Zeit massiv an, wenn auch in deutlich kleineren Paketen. Hier wurde von 15-16 Uhr 26,5% des Tagesumsatz gemacht.

 

=> Marktenger Titel schlägt auch bei mittelgroßen Ordern schon deutlich aus.

 

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Polytec hat Jahreszahlen veröffentlicht: Die "ambitionierten Ziele" (Ebit 45 Mio) nach dem schwachen Q3 konnte man nicht mehr erreichen. Aber mit rund 40 Mio hat man immer noch deutlich gezeigt, dass der Turnaround gelungen ist, denn in Q3 belief sichd as Ebit auf 7,8 Mio, in Q4 wieder auf 9,2 Mio. Euro. Zudem lag der Q4-Umsatz nur noch rund 7 Mio. unter dem des Vorjahresquartals (in Q3 noch -13 Mio). Dies zeigt, wie sich die WLTP-Problematik allmählich auflöst.

 

Für den JÜ dürfte das etwa 28 Mio Euro bedeuten, also ein EPS von etwa 1,25 Euro und damit ein KGV etwas über 7. Es erscheint mir alles andere als unwahrscheinlich, dass das Ergebnis 2019 sogar noch besser liegen wird. Neben den nachlassenden Problemen bei WLTP und bei den Kunststoffpreisen konnte man laut Adhoc im Januar mehrjährig laufende Großkredite zu unter 1 Prozent Zins aufnehmen.

 

Im Idealfall wiederholt man im Mai die Vorjahresdividende von 45 Cent, was einer Dividendenrendite von 5% entspräche. Eine Absenkung in Richtung 30 Cent (dann gut 3% Rendite) wäre aber wegen des sehr starken 2017 auch wenig überraschend.

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Posted · Edited by ImperatoM

Am 7.11.2018 um 17:48 schrieb ImperatoM:

Wichtigste Punkte zu den vier aktuellen Problemen, die den Gewinn dieses Jahr belastet haben:

[...]

 

2. Die Spezialkunststoffpreise bleiben zunächst noch etwas erhöht, da die Schäden nach dem Großbrand im BASF(?)-Werk wohl nicht so schnell behoben werdne konnten, dass die Produktion wieder rund liefe. Daher herrscht noch etwas Angebotsknappheit. Auch hier ist mittelfristig wieder mit einer klaren Verbesserung zu rechnen, denke ich.

 

Ganz interessante Hinweise zur Entwicklung der Kunststoffpreise (mit deren enormen Anstieg Polytec im Spätsommer ja größere Schwierigkeiten hatte)  finden sich in der Handelsblatt-Bilanzanlayse der Covestro AG:

"Bedeutender ist der Preisverfall bei Kernprodukten wie den Polyurethanen, das sind weiche und harte Schäume, die in Möbeln, Matratzen und zur Isolierung eingesetzt werden. Grund dafür ist der gestiegene Wettbewerb: Konkurrenten wie Wanhua aus China und BASF fahren ihre Kapazitäten hoch, nachdem sie ihren technischen Probleme weitgehend gelöst haben. "

Diese Meldung ist für Polytec eine sehr gute Nachricht, denn die Polyamide, mit deren Preis Polytec besondere Probleme hatte, werden für verschiedene Anwendungen auch als Substitute von Polyurethan verwendet. Insofern ist das ein schöner Hinweis darauf, dass die Kunststoffpreisproblematik für Polytec gelöst sein dürfte. Das könnte 2019 einen nicht geringen positiven Einfluss auf den Gewinn haben!


Quelle: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/kunststoffhersteller-covestro-rechnet-mit-herbem-gewinneinbruch-die-blitzanalyse/24034506.html

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Leider spiegelt der Kursverlauf diese positive Entwicklung nicht wieder. Gut -10% in den letzten vier Wochen.

Am 29.03.2019  gibt es Jahresfinanzbericht 2018 + Geschäftsbericht 2018. Mal gucken, ob es dann eine Trendumkehr gibt.

 

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Die Q1-Zahlen (und auch der Jahresbericht) sind erschienen und ich hatte die Gelegenheit, an der Investorentelefonkoferenz teilzunehmen. Wichtigste Erkenntnisse:

 

- Die Materialkosten haben wieder Normalmaß erreicht und die Transportboxen werden wieder zuverlässig verkauft (schon seit September).  Damit sind die Probleme 2 und 3 (s.o.) gelöst.

 

-  Die nach WLTP verbleibenden Umsatzeinbußen resultieren wesentlich daher, dass einzelne Modellreihen wegen WLTP herstellerseits nicht fortgeführt wurden, davon war Polytec überproportional betroffen

 

- Es laufen verschiedene Verhandlungen über neue Produktionen, insbesondere auch im Bereich elektrischer Fahrzeuge. Explizit genannt wurde, dass man für den Sion quasi die gesamte Außenhülle erstelle. Umsatzmäßig sei das noch nicht besonders relevant, zeige aber in der Praxis , wie relevant Polytec für E-Fahrzeuge werden könne

 

- Für 2019 erwartet man ähnliche Zahlen wie für 2018, also ein KGV von etwa 7,5.

 

- In 2020 laufen größere Neuserien an, für die man jetzt bereits Produktionskapazitäten aufbaut, daher der große Anstieg des Working Capitals und die Abnahme der EKQ trotz deutlich steigendem EK

 

- In ein paar Tagen gibts 40 Cent Dividende (> 4%)

 

 

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Bin gespannt ob die Aktie wieder aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht.

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Ich habe meine Position bis auf weiteres halbiert. Langfristig sehe ich für Polytec weiter hervorragende Chancen. Gleichzeitig ist nicht zu übersehen, dass aus der Autobranche immer neue Hiobsbotschaften gemeldet werden. Das kann auch an Polytec kaum spurlos vorbeigehen. Auf Jahressicht traue ich mir daher keine sinnvolle Gewinnprognose mehr zu, so dass ich die Risiken reduzieren wollte. Dennoch bleibe ich teilinvestiert, da ich von der Firma als solchen unbedingt überzeugt bin und früher oder später eine Wende des Marktumfelds eintreten wird.

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Wenn ich über Jahre hinweg Aktien beobachte, die langfristig oder fundamental sehr aussichtsreich erscheinen, kurstechnisch aber einfach nicht zu Potte kommen wollen, sind das oft genau diese Zeitpunkte, kurz nachdem ich die Aktien auf der Watchlist nach unten gestuft habe, an denen die Rallye startet. Von der Stimmung her scheint der Geduldsfaden seine maximale Belastungsfähigkeit erreicht zu haben. Ich wäre daher nicht überrascht, wenn das jetzt der ideale Einsteigszeitpunkt wäre. :P

 

Charttechnisch sieht es bei der Aktie geradezu bilderbuchartig nach einem langfristigen Ausbruch aus einem Dreieck mit laufender Bodenbildung im Retest aus.

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Posted · Edited by chartprofi

Am 29.7.2019 um 19:07 von ImperatoM:

Ich habe meine Position bis auf weiteres halbiert. Langfristig sehe ich für Polytec weiter hervorragende Chancen. Gleichzeitig ist nicht zu übersehen, dass aus der Autobranche immer neue Hiobsbotschaften gemeldet werden. Das kann auch an Polytec kaum spurlos vorbeigehen. Auf Jahressicht traue ich mir daher keine sinnvolle Gewinnprognose mehr zu, so dass ich die Risiken reduzieren wollte. Dennoch bleibe ich teilinvestiert, da ich von der Firma als solchen unbedingt überzeugt bin und früher oder später eine Wende des Marktumfelds eintreten wird.

Hallo Tom,

ich schau mir dein Depot ja ab und zu an und das ist ja jetzt enttäuschend. Da hast du immer mutig verbilligt und dann sowas. Ich hab jetzt nicht nachgesehen, aber 3 mal hast du doch bestimmt in die Abwärtsbewegung gekauft. Du hättest noch warten sollen bis die Spitze des Dreicks überwunden wurde zumal der Boden leicht ansteigt.

Das ist übrigens auch der Grund warum ich kein Freund von Teilkäufen bzw -verkäufen bin. Bei nem Teilverkauf hast du die folgende Entwicklung immer vor augen und ärgerst dich meistens. Komplettverkauf und für n halbes Jahr von der Watchlist nehmen.

Wenn du nur die Option gehabt hättest die komplette Position zu verkaufen, hättest du dann auch verkauft?

Beste Grüße

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Posted · Edited by ImperatoM

vor 6 Stunden von chartprofi:

Hallo Tom,

ich schau mir dein Depot ja ab und zu an und das ist ja jetzt enttäuschend. Da hast du immer mutig verbilligt und dann sowas. Ich hab jetzt nicht nachgesehen, aber 3 mal hast du doch bestimmt in die Abwärtsbewegung gekauft. Du hättest noch warten sollen bis die Spitze des Dreicks überwunden wurde zumal der Boden leicht ansteigt.

Das ist übrigens auch der Grund warum ich kein Freund von Teilkäufen bzw -verkäufen bin. Bei nem Teilverkauf hast du die folgende Entwicklung immer vor augen und ärgerst dich meistens. Komplettverkauf und für n halbes Jahr von der Watchlist nehmen.

 

Hallo Charti,

 

interessant, dass Du diesen Punkt ansprichst, er war mir selbst bereits aufgefallen: Normalerweise bin ich auch kein Freund von Teilverkäufen, denn man kann argumentieren, dass man entweder von einer Aktie überzeugt ist oder eben nicht. Häufig ist das auch eine gute Argumentation. Gleichwohl stehe ich zu meiner abweichenden Beurteilung in diesem Fall.

 

Polytec war bisher mit knapp 15% übergewichtet im Depot. Übergewichten möchte ich solche Aktien, von denen ich überzeugt bin, dass sie massiv und akut unterbewertet sind und sich sowohl kurzfristig als auch langfristig positiv entwickeln werden. Lange sah es danach aus (siehe auch fortlaufende Analysen hier im Thread) , dass Polytec Probleme hatte, die sich bereits in Auflösung befanden (WLTP, Kunststoffpreise, Diesel). Nun aber ergibt sich eine neue Situation durch eine gesunkene Autonachfrage, die alle Unternehmen aus dem Sektor zu betreffen scheint. Insofern ist kurzfristig eine Eintrübung nicht unwahrscheinlich und Polytec erfüllt nicht mehr das Kriterium "sich [wahrscheinlich] sowohl kurzfristig als auch langfristig positiv [zu] entwickeln". Daher kann es strategiegemäß auch nicht mehr übergewichtet im Depot liegen. Daraus habe ich die Konsequenzen gezogen und einen Teilverkauf durchgeführt.

 

Dass ich zuvor einmal zu höheren Preisen nachgekauft hatte, war rückblickend ein Fehler. Aus damaliger Sicht erscheint mir die Handlung aber weiterhin nachvollziehbar. Vergessen wir nicht, dass es beim Aktienhandel keine Gewissheiten gibt; es ist vielmehr ein Anpassen an Chancen und Risiken. Leider läuft dabei auch mal etwas anders als geplant, aber das Chance-Risiko-Verhältnis sah bei meinem Nachkauf noch vielversprechend aus. Ich hielte es für den größeren Fehler, vergangene Fehler nicht einzugestehen und sich nicht neu zu orientieren zu können. Dementsprechend muss man sich von einem Nachkauf auch mal mit Verlsuten trennen können.

 

Zitat

Wenn du nur die Option gehabt hättest die komplette Position zu verkaufen, hättest du dann auch verkauft?

 

Wenn ich nicht teilverkaufen könnte, würde gar nicht erst übergewichtete Positionen eingehen, daher beißt sich die Frage (Katze) da ein bisschen in den Schwanz ;)

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