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Marcel123

2. Kind kommt! Riestern trotz Elternzeit, Elterngeld?

Empfohlene Beiträge

Pfennigfuchser

 

 

Zudem hat der TO alle erforderlichen Daten geliefert, es sind eben NICHT zwei hohe Einkommen. Das bemängele ich inhaltlich ebenfalls an deinem Ursprungspost.

 

 

Deine Hinweise sind ja grundsätzlich wertvoll du richtig. Ich war selber überrascht, dass selbst bei den niedrigeren Einkommen und sogar unter Einbeziehung der Kinderfreibeträge immer noch der Steuereffekt überwog. Als Einkommen habe ich dabei die im Post angegebenen Summen herangezogen, die zustande kommen, wenn man die Angaben des TEs über die Verteilung der Elternzeitmonate heranzieht. Boni sind noch gar nicht berücksichtigt. Der Progressionsvorbehalt führt halt immer mal wieder zu merkwürdigen Effekten... Wie gesagt man muss eh mehr über die Ziele des TE wissen, um die Frage einordnen zu können.

 

Ich habe übrigens nur das PS geändert und das auch kenntlich gemacht, damit man die Diskussion weiterhin verstehen kann.

 

Gruß, Pfennigfuchser

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polydeikes
· bearbeitet von polydeikes

Bzgl. des Hinweises auf die Edith war ich nur vorsichtig, da ich nicht wissen konnte, inwieweit der Post sich weiter verändert.

 

Wir können aber auch gern dein Beispiel nehmen. Hätten wir eine 1:1 Situation Einkommen vs. Zulagenanspruch, greift das auch da.

 

Du gehst für 2016 von 50k Brutto Mann und 25 k Brutto + 14400 EG aus. Nun komme ich bei 70000 / 12 * 2 nicht auf 25.000, aber ich bin ja auch nicht sonderlich matheaffin.

 

Hätten wir nun wirklich 25k Brutto und lassen wir die Berechnungsgrundlage Vorjahresbrutto außen vor:

 

25000/100*4=1000

 

1000-154-300-300=246

 

Grundaussage: für 246 Euro Eigenbeitrag gibt es 756 der 1093 (lassen wir mal so stehen, auch wenn es nicht stimmt) insgesamt möglichen Förderung für die Frau.

 

Heißt: Für die weiteren 3046 Euro bei vollem Beitrag (2x 2100 - Zulagen - 246) gibt es mal eben noch 337 Förderung, Pie mal Daumen 11 %, weniger als Eingangssteuersatz der nachgelagerten Besteuerung. Bin ich jetzt der Einzige, der den Grenznutzen nicht erkennen kann?

 

---

 

Zum Realen 2016 schrieb ich ja schon in #5, ich versuch nur grad verständlich zu machen, worauf ich hinaus will.

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Fireball84

Bzgl. des Hinweises auf die Edith war ich nur vorsichtig, da ich nicht wissen konnte, inwieweit der Post sich weiter verändert.

 

Wir können aber auch gern dein Beispiel nehmen. Hätten wir eine 1:1 Situation Einkommen vs. Zulagenanspruch, greift das auch da.

 

Du gehst für 2016 von 50k Brutto Mann und 25 k Brutto + 14400 EG aus. Nun komme ich bei 70000 / 12 * 2 nicht auf 25.000, aber ich bin ja auch nicht sonderlich matheaffin.

 

Hätten wir nun wirklich 25k Brutto und lassen wir die Berechnungsgrundlage Vorjahresbrutto außen vor:

 

25000/100*4=1000

 

1000-154-300-300=246

 

Grundaussage: für 246 Euro Eigenbeitrag gibt es 756 der 1093 (lassen wir mal so stehen, auch wenn es nicht stimmt) insgesamt möglichen Förderung für die Frau.

 

Heißt: Für die weiteren 3046 Euro bei vollem Beitrag (2x 2100 - Zulagen - 246) gibt es mal eben noch 337 Förderung, Pie mal Daumen 11 %, weniger als Eingangssteuersatz der nachgelagerten Besteuerung. Bin ich jetzt der Einzige, der den Grenznutzen nicht erkennen kann?

 

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Zum Realen 2016 schrieb ich ja schon in #5, ich versuch nur grad verständlich zu machen, worauf ich hinaus will.

 

Hallo poly,

auch ich habe ein Problem damit, die Riester-Förderung (Höhe, Lohnt sich dasnoch ?, etc.) bei "steuerlichen Sondersituationen" zu begreifen. Als normalsterblicher Angestellter ist das für mich in meiner jetzigen Situation ja kein Problem (Förderquote berechnen etc.), aber sobald dann eine staatliche Leistung (vorübergehend) hinzu kommt (ALG1/2, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Krankengeld etc.) scheitert es bei mir schon ... Ich versuche ja, deine Posts dazu schon immer nachzuvollziehen, aber es ist nun mal leider so, dass du dich für mich stellenweise etwas zu "selbstverständlich" ausdrückst. Keine Ahnung ob ich da der Einzige bin, dem das steuerliche Hintergrundwissen fehlt oder ob das von dir gar so gewollt ist (um nicht alles mundfertig zu liefern) ... da bin ich nach dem Lesen des ein oder anderen Posts von dir, so schlau wie vorher ... oder eben noch verwirrter. ;)

Soll jetzt nicht unbedingt eine Kritik an dir sein, und wenn dann nur eine gut gemeinte. :P Nur mal zum Thema Verwirrung und grundlegende "Probleme" mit Riester.

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polydeikes

Also beabsichtigt ist meinerseits ganz sicher keine Verwirrung, einfach nachfragen, wenn etwas unklar ist oder ich etwas zu selbstverständlich durchgeprügelt habe. Habe ja auch oft genug Erklärungen bebildert etc. gemacht, das geht nur nicht ständig und zig Mal zum gleichen Thema, die Zeit hab ich nicht.

 

Womit ich mich etwas schwer tue ist das "ich brauche keine Beratung / Vermittler (bezahlen)" ... "liebes Forum, informiere mich mal kostenlos umfassend". Wenn bei mir der Eindruck entsteht, geht meine Hilfsbereitschaft gegen 0, bzw. passt sich auf das netzübliche Niveau an.

 

Oder es kommt ein Spruch wie bei dir damals ... ala finde es selbst raus ... wobei ich dich nicht hätte stehen lassen, wenn es dir nach Bemühen nicht gelungen wäre.

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Pfennigfuchser

Du gehst für 2016 von 50k Brutto Mann und 25 k Brutto + 14400 EG aus. Nun komme ich bei 70000 / 12 * 2 nicht auf 25.000, aber ich bin ja auch nicht sonderlich matheaffin.

 

Ich befürchte, wir liegen da alle beide falsch. Ich habe aus den Angaben des TE entnommen, dass die Frau von Anfang März bis Ende November beim Kind bleibt, also in den Monaten Jan, Feb, Mär, April, Dez volles Gehalt bekommt, ansonsten EG und der TE Jan-Nov volles Gehalt bekommt sowie EG im Dez. Dann wären wir bei 70' /12 x5 + 50'/12x11 = rd 75000 + Elterngeld für 8 Monate. Das ist insofern falsch, als dass die TE im März und April zwar ihr volles Nettogehalt bekommt (immer noch deutlich mehr als das EG), ihr Brutto jedoch gleich dem Netto ist und nur dem Progressionsvorbehalt unterliegt, die 13€MuschGeld unterschlage ich jetzt mal... EG bekommt sie de facto in den beiden Monate ja nicht, da das nur Zählmonate sind. Es ist also etwas weniger als von mir angenommen und etwas mehr als von Dir.

 

 

Hätten wir nun wirklich 25k Brutto und lassen wir die Berechnungsgrundlage Vorjahresbrutto außen vor:

 

25000/100*4=1000

 

1000-154-300-300=246

 

Grundaussage: für 246 Euro Eigenbeitrag gibt es 756 der 1093 (lassen wir mal so stehen, auch wenn es nicht stimmt) insgesamt möglichen Förderung für die Frau.

 

Heißt: Für die weiteren 3046 Euro bei vollem Beitrag (2x 2100 - Zulagen - 246) gibt es mal eben noch 337 Förderung, Pie mal Daumen 11 %, weniger als Eingangssteuersatz der nachgelagerten Besteuerung. Bin ich jetzt der Einzige, der den Grenznutzen nicht erkennen kann?

 

 

Deine Rechnung ist korrekt, auch die Aussage zum Grenznutzen. Nur gehst Du von einer anderen Prämisse als ich aus. Ich gehe davon aus, dass der TE schon entschieden hat, 4200,- pro Jahr für seine Frau und sich in Riester zu stecken und nun wissen will, ob besser jetzt schon, oder später. Du gehst davon aus, dass er mit einem beliebigen Betrag den höchsten Nutzen abgreifen möchte. Den Rest kann er offenbar anderweitig gut investieren und muss da nichts versteuern. d.h. aber, dass der TE seine weitere Altersvorsorge eben nicht mit Riester aufbaut, sondern nur einen Kleinen Teil derselben. Das sind einfach zwei unterschiedliche Herangehensweisen.

 

Deine ist sinnvoller, aber für die meisten Kunden mit mehr Arbeit verbunden, da sich den Rest dann ja auch noch anderweitig abdecken müssen und mit dem Partner eine vernünftige Einigung herbeiführen müssen.

 

Gruß, Pfennigfuchser

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polydeikes
Ich befürchte, wir liegen da alle beide falsch.

 

Nee, wir reden nur aneinander vorbei. Ich sagte ja in den ersten Antworten schon, man muss schauen, was dann wie tatsächlich stattfindet. Oder anders formuliert: Fix ist erstmal nur, dass ein zukünftiger WPF User im März 2016 das Licht der Welt erblickt.

 

Alles andere ist Vermutung (Dauer Elternzeit ... wird die geteilt usw. ...).

 

Insofern sind deine Rechenschritte mögliche Überlegungen, ich wollte aber nur auf das ursprüngliche "schauen wir im Herbst 2016 noch mal" hinaus.

 

Die Zahlen habe ich dann nur aufgegriffen, um die Problematik erneut aufzudröseln.

 

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Zum zweiten Teil: Sagen wir mal so ... Ich sehe es als Pflicht für uns versiertere User an, den Fragesteller ganz klar auf die Sinnlosigkeit des Manövers hinzuweisen (iS deines da müssen jetzt 4200 Tacken rein). Das als generelle Meinung meinerseits ... was der TO dann macht, ist doch nicht mehr unser "Problem" ...

 

Der TO fragte ja:

Wie ist es, in solch einer Situation? Lohnt sich Riester jetzt schon? Oder Abwarten bis nach der Geburt? Oder erst wenn beide wieder arbeiten nach Elternzeit?

 

Daraus entnehme ich halt, dass es dem TO schon grds. um die Sinnhaftigkeit ging. Und gerade weil du mit deinem letzten Absatz zu 100 % richtig liegst, habe ich ua. zuerst nachgefragt, wie optimiert er es denn gern hätte.

 

Wäre die Antwort gewesen ala "bis ins letzte Detail", wären meine folgenden Antworten anders ausgefallen.

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Marcel123

Danke für die rege Diskussion.

 

In der Tat bestehen unsererseits erstmal Zweifel an der Sinnhaftigkeit, und auch Beratungsbedarf nach dem besten Zeitpunkt.

 

Erstmal Folge ich der Empfehlung :

"schauen wir im Herbst 2016 noch mal"

 

Bis dahin versuche ich mir die basics anzulesen.

 

Risikoabsicherung ist erstmal wichtiger. Da sitze ich derzeit noch am Projekt Gesundheitshistorie lückenlos zusammenstellen.

 

Danke nochmals an alle.

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