Laser12

Die 6 Stadien im Intermarket- bzw. Konjunkturzyklus

54 posts in this topic

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Am 9.4.2006 um 11:46 schrieb Laser12:

Idealtypisch folgen Rohstoff-, Bond- und Aktienmärkte einem Muster, das man in seine Investitionsentscheidungen einfließen lassen kann. Wird diese Reihenfolge von den Märkten nicht eingehalten, ist besondere Vorsicht geboten:

 

Intermarketzyklus.png  3   2 kB

Quelle: Murphy, John J.: Technische Intermarket-Analyse, 1992, S. 307

 

Diesem Zyklus ist zu entnehmen, dass bei Hochkonjunktur der Zeitpunkt kommt, die Aktien-Party zu verlassen (wenn sie am schönsten ist, damit es am nächsten Morgen keinen Kater gibt).

 

Der letzte Beitrag in diesem Faden ist jetzt fast fünf Jahre alt. Ist es vielleicht an der Zeit, mal wieder zu schauen, in welcher Phase wir sind?

Und dann zu überlegen, wie lange es bis zum Übergang in die nächste Phase dauern kann?

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Das Problem ist, dass die Zentralbanken die Preisbildung in den Bondmärkten seit 2008 völlig zerstört haben. Insofern sehe ich im Moment zu wenig Anhaltspunkte für hilfreiche Aussagen.

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Posted · Edited by Bärenbulle

vor 16 Stunden schrieb Laser12:

Das Problem ist, dass die Zentralbanken die Preisbildung in den Bondmärkten seit 2008 völlig zerstört haben.

Ich denke nicht, dass die Zentralbankinterventionen hier die Aussagekraft des Modells ausser Kraft setzen. Vielmehr ist und war das Modell generell nur selten und nur in extrem ausgeprägten Phasen der Konjunkturzyklusses wirklich aussagekräftig. Wir haben derzeit keine signifikanten Ausprägungen im Sinne Wachstumsüberhitzung. Zins- und Konjunkturzyklus sind eher im moderaten Seitwärtstrend. Da wechsln sich Phaesen planlos in schneller Abfolge ab und oft kommt es zu Konstellationen die im Modell gar nicht vorgesehen sind z.B. Bonds fallen, Rohstoffe auch während Aktien steigen. Das beste Modell zur Einschätzung ist immer noch die Zinsstruktur und die zeigt seit Jahren nur moderates Wachstum, keine Inversion und keine besondere Steilheit. Es ist aber eigentlich das beste was uns passieren kann. Bevor es richtig knallt sollte es erst Überhitzungstendenzen vermutlich einhergehend mit Zinsstruktur-Inversion geben.

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Das sehe ich anders. Früher haben die Zentralbanken die Zinsen am kurzen Ende festgesetzt. Heute zerstören sie die Risikoprämien bei schwachen Schuldnern und treiben Preise bei Laufzeiten jenseits des Geldmarktes, also bei den längeren Laufzeiten.

 

Dass der idealtypische Verlauf im Modell in der Realität nur schwer nachvollziehbar ist, ist davon unabhängig. 

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