Laser12

Tarifwechsel HUK PKV A0->A1200 sinnvoll?

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vor 8 Stunden schrieb Laser12:

[..] Insofern könnte dieser Kelch an mir vorüber gehen.

 

Es geht ja nicht nur um den Kelch 2017, sondern um die geschätzt 30 Kelchjahrgänge, die noch vor Ihnen liegen. Da der Tarif nach meinen Recherchen bereits in den Jahren 2009/2010 stark verteuert wurde, könnte der A1200 ggf. tatsächlich noch eine Weile stabil bleiben.

Das ist am Ende die Kernfrage, um die sich alles dreht: Wie sind die kommenden Beitragssteigerungen in den jeweiligen Tarifen einzuschätzen und wie groß wirkt sich der Faktor "Tarife mit hoher SB verteuern sich stärker als Tarife mit geringer SB" aus?

Kann man mit der Ersparnis aus den geringeren monatlichen Prämien entweder über Beitragsermäßigungsbausteine des Versicherers oder mit Kapitalbildung in Eigenregie die stärkere Verteuerung des Tarifs mit höherer SB ausgleichen?

 

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Posted · Edited by KielerJung

Am 6.2.2017 um 12:15 schrieb andjessi:

 

[..] Daher bleibe ich im A150 (erhalte AG-Zuschuss) und werde (wenn denn alles wie geplant funktioniert und ich noch lebe) erst nach Renteneintritt schauen, was sich rechnet. [..]

 

 

Auf diesen Aspekt möchte ich eingehen: Häufig wird fürs Alter eine Wechseloption in einen weniger leistungsstarken Tarif beschrieben: Wenn die PKV im Alter "teuer" wird könne man immer noch in einen weniger leistungsstarken Tarif (hier: E-Tarif oder Select-Tarif) wechseln. Macht das Sinn?
Gerade im Alter, wenn häufiger Leistungen der KV benötigt werden, ist es doch erstrebenswert, von bestmöglichen Leistungen der PKV zu profitieren.

Also wenn man Abstriche an den leistungsstarken Tarifen in Kauf nehmen kann, dann sollte man das doch möglichst früh tun- gerade in jungen Jahren tut ein Zweibettzimmer oder ein Selbstbezahlen eines Zahnersatzes nicht weh- zumal solche Posten in jungen Jahren eher selten sind.

Es ist sehr verlockend in jungen Jahren den leistungsstärksten Tarif abzuschließen- erscheint er doch im Vergleich zur GKV immer noch sehr günstig- wozu also Abstriche in Kauf nehmen?
Ich überlege gerade, ob ich nicht bereits jetzt (in mittleren Jahren) vom A-Tarif (leistungsstärkste Absicherung) in einen Select-Tarif (gehobene Absicherung) wechseln soll: Dieser hätte mir in den letzten Jahren nicht weh getan und wird es aller Voraussicht auch zukünftig nicht. Warum also mit dem Wechsel warten? Die Altersrückstellungen kann ich mit der Ersparnis auch selbst bilden- per privater Kapitalbildung und/oder mit Beitragsermäßigungsbausteinen des Versicherers (letztere haben wie Okabe schon schrieb den Vorteil, dass diese bis zur Beitragsbemesssungsgrenze mit dem AG-Zuschuss gefördert werden).

Was also spricht gegen den Wechsel in einen Tarif mit "Gehobener Absicherung"? Der Prämienunterschied derzeit liegt bei ca 105€/Monat.

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Am 10.2.2017 um 19:49 schrieb KielerJung:

...

Also wenn man Abstriche an den leistungsstarken Tarifen in Kauf nehmen kann, dann sollte man das doch möglichst früh tun- gerade in jungen Jahren tut ein Zweibettzimmer oder ein Selbstbezahlen eines Zahnersatzes nicht weh- zumal solche Posten in jungen Jahren eher selten sind.
...

Was also spricht gegen den Wechsel in einen Tarif mit "Gehobener Absicherung"? Der Prämienunterschied derzeit liegt bei ca 105€/Monat.

 

Wenn es für einen passt, spricht dagegen eigentlich gar nichts. Dazu gehört aber auch genau zu wissen, was man sich da "einkauft". Die alten Huk-Bedingungen zählen sowieso schon nicht zu den leistungsstärksten (z.B. Hilfsmittel). Der Select-Tarif ist in den Teilen zuwar sogar besser als der Komfortarif, bestimmte Einschränkungen wie z.B. die Hausarztbindung können aber sehr teuer werden, wenn man sich nicht daran hält und im Fall der Fälle doch direkt zum Facharzt rennt (möglicherweise erhalt man ein Leben lang nur 80% Erstattung, weil man wegen der Erstberhandlung einer chronischen Krankheit nicht zuerst beim Hausarzt war?!).

 

Ich möchte eigentlich so lange ich es mir leisten kann, im hochwertigsten Tarif bleiben und höchstens im Alter (wenn der AG-Zuschuss entfällt) den Selbstbehalt erhöhen, wobei man dann aber auch genau die steuerlichen Aspekte (schließlich kann man einen Großteil des Beitrags absetzen) betrachten sollte.

 

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Am 10.2.2017 um 19:49 schrieb KielerJung:


Auf diesen Aspekt möchte ich eingehen: Häufig wird fürs Alter eine Wechseloption in einen weniger leistungsstarken Tarif beschrieben: Wenn die PKV im Alter "teuer" wird könne man immer noch in einen weniger leistungsstarken Tarif (hier: E-Tarif oder Select-Tarif) wechseln. Macht das Sinn?
Gerade im Alter, wenn häufiger Leistungen der KV benötigt werden, ist es doch erstrebenswert, von bestmöglichen Leistungen der PKV zu profitieren.

 

Naja, eigentlich nicht. Es ist *immer* erstrebenswert so gute Leistungen von der PKV erhalten zu können(!), wie man sie für sinnvoll hält.

Mit den Leistungen unter diese Grenze zu gehen ist immer ein Zwang aus finanziellen oder sonstigen Gründen und schon per Definition nicht einfach, weil man es will.

 

Zitat

Also wenn man Abstriche an den leistungsstarken Tarifen in Kauf nehmen kann, dann sollte man das doch möglichst früh tun- gerade in jungen Jahren tut ein Zweibettzimmer oder ein Selbstbezahlen eines Zahnersatzes nicht weh- zumal solche Posten in jungen Jahren eher selten sind.

 

Das Selbstbezahlen eines Zahnersatzes oder eines Einbettzimmers einmal alle 5 Jahre ist ja auch ein Witz und nicht der Grund, warum Tarife mit diesen Leistungen ein Stückchen teurer sind. Aber was, wenn du richtig böse ernsthaft krank wirst - kannst du dir im Zweifel jeden zweiten Tag im Jahr ein Einbettzimmer leisten? Bist du der Meinung, dass das überhaupt nötig ist?

Das sind die Fragen, auf die es ankommt. Man schließt eine solche Versicherung ja nicht für den Fall ab, dass man gesund bleibt - dann braucht man sowieso nicht und kann die paar Ausgaben wie ne neue Krone auch aus eigener Tasche finanzieren.

 

Zitat

Ich überlege gerade, ob ich nicht bereits jetzt (in mittleren Jahren) vom A-Tarif (leistungsstärkste Absicherung) in einen Select-Tarif (gehobene Absicherung) wechseln soll: Dieser hätte mir in den letzten Jahren nicht weh getan und wird es aller Voraussicht auch zukünftig nicht.

 

Wenn der Worstcase eintritt und du schwer chronisch krank wirst, deinen Job verlierst und nie wieder den Tarif (nach oben) wechseln kannst - wärst du dann bis zum Rest deines Lebens mit dem Select zufrieden? Wenn ja, dann wechsel und schließ ggf. einen hohen Beitragsermäßigungsbaustein ab.

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Am 15.2.2017 um 12:27 schrieb Okabe:

 

Das Selbstbezahlen eines Zahnersatzes oder eines Einbettzimmers einmal alle 5 Jahre ist ja auch ein Witz und nicht der Grund, warum Tarife mit diesen Leistungen ein Stückchen teurer sind. Aber was, wenn du richtig böse ernsthaft krank wirst - kannst du dir im Zweifel jeden zweiten Tag im Jahr ein Einbettzimmer leisten? Bist du der Meinung, dass das überhaupt nötig ist?

Das sind die Fragen, auf die es ankommt. Man schließt eine solche Versicherung ja nicht für den Fall ab, dass man gesund bleibt - dann braucht man sowieso nicht und kann die paar Ausgaben wie ne neue Krone auch aus eigener Tasche finanzieren.

 

Wenn der Worstcase eintritt und du schwer chronisch krank wirst, deinen Job verlierst und nie wieder den Tarif (nach oben) wechseln kannst - wärst du dann bis zum Rest deines Lebens mit dem Select zufrieden? Wenn ja, dann wechsel und schließ ggf. einen hohen Beitragsermäßigungsbaustein ab.

 

Für mich stellt sich die Kernfrage, ob ich auf das Einbettzimmer dauerhaft verzichten kann- klar kann ich; ich habe trotz meines Top-Schutzes noch nie in einem Einzelzimmer gelegen, da die Krankenhäuser diese gar nicht hatten.

Bei hochwertigem Zahnersatz muss ich ohnehin zuzahlen; die Zahnbehandlung an sich kann ich auch mit 20% selber tragen. Da sehe ich kein Problem. Gegen das Primärarztprinzip spricht gar nichts; sowohl jetzt als auch im Alter nicht. Im Alter gehe ich morgens für 10 Minuten zum Hausarzt und lass mir eine Überwesung geben- na und? Wo ist das Problem? Und jetzt in den Jahren, wo ich ohnehin auf die BRE setze und oft gar keine Rechnungen einreiche, zahle ich ich die Facharztrechnung ohnehin selbst- ob ich auf 80% Erstattung verzichte oder auf 100% Erstattung verzichte- null Unterschied.

Ich sehe es derzeit so: Mit dem Top-Schutz bezahle ich ein leben lang für etwas, was ich gar nicht brauche.
Das ist in etwa so, als ob man sich extrem verrenkt, sein Leben lang einen Mercedes zu fahren. Und mit 65 Jahren stellt man fest, dass man mit einem Golf auch prima zurecht gekommen wäre. Dann ärgert man sich über das jahrelange Verrenken- man hätte wesentlich entspannter Leben oder das viele Geld auch anders investieren können.

 

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vor 1 Stunde schrieb KielerJung:

 

Für mich stellt sich die Kernfrage, ob ich auf das Einbettzimmer dauerhaft verzichten kann- klar kann ich; ich habe trotz meines Top-Schutzes noch nie in einem Einzelzimmer gelegen, da die Krankenhäuser diese gar nicht hatten.

Bei hochwertigem Zahnersatz muss ich ohnehin zuzahlen; die Zahnbehandlung an sich kann ich auch mit 20% selber tragen. Da sehe ich kein Problem. Gegen das Primärarztprinzip spricht gar nichts; sowohl jetzt als auch im Alter nicht. Im Alter gehe ich morgens für 10 Minuten zum Hausarzt und lass mir eine Überwesung geben- na und? Wo ist das Problem? Und jetzt in den Jahren, wo ich ohnehin auf die BRE setze und oft gar keine Rechnungen einreiche, zahle ich ich die Facharztrechnung ohnehin selbst- ob ich auf 80% Erstattung verzichte oder auf 100% Erstattung verzichte- null Unterschied.

Ich sehe es derzeit so: Mit dem Top-Schutz bezahle ich ein leben lang für etwas, was ich gar nicht brauche.
Das ist in etwa so, als ob man sich extrem verrenkt, sein Leben lang einen Mercedes zu fahren. Und mit 65 Jahren stellt man fest, dass man mit einem Golf auch prima zurecht gekommen wäre. Dann ärgert man sich über das jahrelange Verrenken- man hätte wesentlich entspannter Leben oder das viele Geld auch anders investieren können.

 

 

Wenn Ihnen der Golf im Alter genügt korrekt. Es muss halt nur klar sein, dass wenn man in der PKV ein Leben lang Golf fährt, der Wechsel zum Mercedes nicht mehr möglich sein wird. Daher (er)kaufen sich die meisten Kunden zuerst einen Mercedes und verkaufen diesen bei Bedarf bzw. aus Notwendigkeit im Alter um dann den Golf zu nehmen. Ideal wäre natürlich immer Mercedes fahren, wenn man es sich leisten kann.

 

Im Übrigen halte ich den Vergleich mit den Autos für sehr gewagt. Denn sowohl ein Golf als auch ein Mercedes bringen Sie gleichermaßen ordentlich ans Ziel.  Insbesondere der E-Tarif ist ein Auto ohne TÜV und ein erhebliches Risiko. Den  Select-Tarif mit nahezu 80% Erstattung halt ich ebenfalls für ausreichend.

 

https://www.huk.de/content/dam/hukde/pdf/pkv/tarifwechsel/AP00106.pdf

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Mein Ziel: Ich möchte heute dafür sorgen, im Alter eine bezahlbare Prämie (was immer das dann ist) für meine PKV zu haben. Am Prinzip PKV möchte ich festhalten; ich möchte Vertragspartner sein und nicht Spielball der GKV-Politik.
Deshalb habe ich mich mit den Tarifleistungen des Select-Tarifes auseinandergesetzt und festgestellt, dass ich heute mehr noch als im Alter auf die Mehrleistungen des höherwertigen Komfort-Tarifes (Axxx) verzichten kann. Deshalb tendiere ich dazu, die rund 100€ Prämienunterschied "mitzunehmen" und für mein Hauptziel, die bezahlbare Prämie im Alter, zu investieren.

Einzig die vielen Warnungen, die leistungsschwächeren Tarife würden überproportional teurer werden, halten mich noch von einem Wechsel ab.
Es fällt eben schwer zu quantifizieren, wie stark die überproportionale Verteuerung des Select-Tarifes ins Gewicht fällt und ob ich diese dauerhaft mit der derzeitigen Prämienersparnis kompensieren kann. Das sollte bis ins hohe Lebensalter (ich werde nach derzeitigen Schätzungen Renteneintritt+23 Jahre alt) gegeben sein und am Ende will ich ja auch ein gutes Stück weniger bezahlen, da ich ja auch geringere Leistungen (Select- statt Komfort-Tarif) bekomme.

 

Platt ausgedrückt: Wenn ich bereits heute wechsele nehme ich eine Leistungsminderung von rund 100€ "monatlichem Prämienwert" in kauf. Eine (wenn auch geringe) positive Prämiendifferenz will ich auch noch sehen, wenn ich 80 Jahre alt bin. Wenn die höhere Prämiensteigerung des leistungsschwächeren Tarifs aber die heutige Prämiendifferenz von rund 100€ innerhalb weniger Jahre (also z.B. innerhalb 10-20 Jahre) auffrisst (also der Select-Tarif ggf. langfristig sogar teurer wird als der Komforttarif)- ja dann lass ich den Wechsel zum Selecttarif sein. Dann steht die Ersparnis der Prämiendifferenz innerhalb der ersten 0-20 Jahre in keinem Verhältnis zu der lebenslangen geringeren Leistung und der am Ende höheren monatlichen Prämie.

 

Also könnte sich folgende Rechenaufgabe ergeben (sehr stark vereinfacht; hier Annahme: Prämiendifferenz verringert sich alle 10 Jahre um 33 €/Monat):

 

Ersparnis an monatlicher Prämie heute bis zum geschätzten Lebensende: 100€/Monat in den ersten 10 Jahren, 67€/Monat in den Jahren 10-20 nach Tarifwechsel, 33€ in den Jahren 20-30, +-0 € in den Jahren 30-40. Macht ohne Zinsen eine Ersparnis in Summe von 24000€.

Frage wäre also, ob einem der geringere Leistungsumfang des leistungsschwärene Tarifs über eine Dauer von (hier im Beispiel 40 Jahre) rund 24k€ Wert ist. Diese 24k€ könnte ich dann bereits heute für mein Ziel, im Alter eine bezahlbare Prämie für meine PKV zu haben, investieren.

24k€ reduziert meine Prämie im Alter um rund 85€ / Monat -> das brächte mich meinem Ziel ein gehöriges Stück weiter. Anders ausgedrückt- das wäre mir der geringere Leistungsumfang wert. Frage ist nur, ob ich die Prämiendifferenz realistisch abgeschätzt habe.

 

 

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Posted · Edited by Peter Wolnitza
Korrektur der Begrifflichkeiten

vor 5 Stunden schrieb KielerJung:

 

Für mich stellt sich die Kernfrage, ob ich auf das Einbettzimmer dauerhaft verzichten kann- klar kann ich; ich habe trotz meines Top-Schutzes noch nie in einem Einzelzimmer gelegen, da die Krankenhäuser diese gar nicht hatten.

Bei hochwertigem Zahnersatz muss ich ohnehin zuzahlen; die Zahnbehandlung an sich kann ich auch mit 20% selber tragen. Da sehe ich kein Problem. Gegen das Primärarztprinzip spricht gar nichts; sowohl jetzt als auch im Alter nicht. Im Alter gehe ich morgens für 10 Minuten zum Hausarzt und lass mir eine Überwesung geben- na und? Wo ist das Problem? Und jetzt in den Jahren, wo ich ohnehin auf die BRE setze und oft gar keine Rechnungen einreiche, zahle ich ich die Facharztrechnung ohnehin selbst- ob ich auf 80% Erstattung verzichte oder auf 100% Erstattung verzichte- null Unterschied.

Ich sehe es derzeit so: Mit dem Top-Schutz bezahle ich ein leben lang für etwas, was ich gar nicht brauche.
Das ist in etwa so, als ob man sich extrem verrenkt, sein Leben lang einen Mercedes zu fahren. Und mit 65 Jahren stellt man fest, dass man mit einem Golf auch prima zurecht gekommen wäre. Dann ärgert man sich über das jahrelange Verrenken- man hätte wesentlich entspannter Leben oder das viele Geld auch anders investieren können.

 

Hallo,

 

kurz ein paar Anmerkungen von einem, der denkt, sich mit dem Thema ein bisserl auszukennen:
a) HUK und Top-Schutz? definitiv nein: selbst die sog. Top-Reihe hat Leistungsbegrenzungen und Einschränkungen, die ich sehenden Auges nie unterschreiben würde, aber was solls, bisher ist es ja gut gegangen...
b) Wechsel von Top in Select oder E ist - um bei Ihrem KFZ - Beispiel zu bleiben, der Wechsel von Golf in Fiat 500 bzw. Trabi.
c) Um dann nochmal bei dem KFZ Beispiel zu bleiben: manche merken erst bei einem Frontal-Crash den Unterschied zwischen Mercedes und Trabi.
d) Fragt mal, warum E Einsteigertarif genannt wird? Das Teil ist nicht auf dauerhaften Verbleib kalkuliert, d.h. es findet so gut wie kein Aufbau von Alterungsrückstellungen statt. Was passierrt wohl, wenn die dort verbleibenden Kunden älter und kränker werden?


Ohne jetzt allzu sehr ins Detail zu gehen: E kann Existenzbedrohend sein im Ernstfall! In vielen Punkten ist man deutlich schlechter gestellt als GKV Versicherte.

Nur mal ein kleines Szenario, bischen polemisch, aber Ehrenwort: its real life!
E - versicherter Kunde ist im Urlaub. (Zwischendurch mal die Frage gestellt: Was darf eine Krankenversicherung kosten? Antwort: Nix, so wenig wie möglich, brauch ich ja nicht!)

Seit ein paar Tagen stärkere Kopfschmerzen. Gegenüber des Hotels hat ein Neurologe seine Praxis. Kunde denkt: Schau ich mal rein, ruft an, kriegt tatsächlich für den nächsten Tag Termin.(ok das ist jetzt unrealistisch, aber der Fall ist ja auch schon ein paar Jahre alt)
Neurologe: Gratulation, so einen Bollermann von Tumor im Kopf hab ich bisher auch noch nicht gesehen. Restliche Lebenserwartung ohne OP: max. 2-3 Jahre, da das Teil Gott sei Dank nur langsam wächst, aber an die Kopfschmerzen werden Sie sich gewöhnen müssen.
(Zwischendurch mal wieder die Frage gestellt: Was darf eine Krankenversicherung kosten?)
Jetzt geht das Rum-Eiern los:
Laut Tarif sind für ALLES, was mit der Neurologischen/Tumor Behandlung ab jetzt zusammenhängt,  von vorneherein schon mal nur 80% anrechnungsfähig - da Primärarzt Prinzip nicht eingehalten wurde,
unabhängig von sonstigen Begrenzungen, die aus der geringen Erstattung der Kosten durch ((Gebührenordnung EDIT. gestr.)) den Tarif resultieren.
OP? Nur ganz schwer möglich, da dicht an irgendwelchen kritischen Arealen. Die Handvoll Spezialisten, die sowas in D operieren/behandeln, die nehmen selbst für den PKV üblichen Satz kein Skalpell in die Hand.

Gut, kann man noch vom Ersparten aus eigener Tasche zahlen, man hat ja immerhin ein paar Jahre aus ersparten Beiträgen Rücklagen bilden können.

Einkommen in der Phase nahe Null, HUK reduziert Krankentagegeld, Existenzgrundlage hinüber, Streit mit Frau und Kind häufen sich....

Wieso glaubt eigentlich jedermann, auf ambulante Psychotherapie verzichten zu können? (ist lt. aktueller DAK Untersuchung Hauptkrankschreibungsgrund Nr. 2 oder 3) - Erstattung aus Tarif E : 0.-€ 

Wäre im geschilderten Fall aber vermutlich existenziell gewesen....

 

Fazit, um es kurz zu machen: E muss man sich im Ernstfall wirklich leisten können!

Gutgemeinter Rat: Finger weg vom "Downgrading" innerhalb der HUK.

 

EDIT: Hatte mich oben bei den Begrifflichkeiten etwas vertan: Die begrenzte Erstattung resultiert nicht aus der GOÄ/GOZ sondern aus den geringen Erstattungssätzen im Tarif selber.

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Posted · Edited by KielerJung

Hallo Peter Wolnitza;

unsere Beiträge haben sich überschnitten. Ich denke jedoch nicht downgrading a la Golf->Trabi sondern an Mercedes->Golf. Der E-Tarif kommt nicht in Frage, das steht fest.

Sehen Sie ähnliche Probleme bei meinem Vorhaben?

 

Im obigen Beispiel würde ich mich nach der Heimkehr an meinen Wohnort von meinem Hausarzt zum Neurologen überweisen lassen und würde erwarten, dass ab dem Zeitpunkt alle Folgebehandlungen zu 100% erstattet werden. Oder liege ich da komplett falsch?

 

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Hallo @KielerJung,

 

a) lassen Sie es mich mal so formulieren: Bei der HUK gibt es keinen Mercedes. Der Top Tarif ist allenfalls Golf.  Nur weil in einem Tarif Einbettzimmer + Privatarzt drauf steht, ist das noch lange kein Toptarif. Von daher sehe ich die Problematik bei Select genauso.

 

b) Ja, meiner Einschätzung nach liegen Sie mir Ihrer (verständlichen) Erwartung leider voll daneben. Die E- AVB (select weiss ich jetzt grade nicht) sehen definitiv keine "Heilungsmöglichkeiten" eines versäumten Primärarztbesuchs vor. D.h. eine "nachträgliche" Überweisung zum Neurologen ist in den AVB der HUK so nicht vorgesehen. Manche Gesellschaften haben hier eine 6 Monatsklausel, d.h. nach 6 Monaten und erneuter Überweisung durch den Haus/Primärarzt ist das Problem wenigstens ab diesem Zeitpunkt gelöst.

 

Übrigens: Sie verwechseln - wie die meisten Versicherten -  Primärarztprinzip und Hausarztprinzip. Beim Hausarztprinzip legen SIE fest, wer Ihr Hausarzt ist (könnte jetzt im Extremfall bei einem Mann auch ein Gynäkologe sein ;-))  Dagegen Primärarztprinzip: Der Versicherer legt fest, welche Ärzte Sie als erstes besuchen dürfen. Siehe Auflistung in B2BFighters Anhang : 100% Kostenübernahme bei Erstbehandlung durch Allgemein-, Frauen-, Kinder-, Augen-, Not- oder Bereitschaftsarzt
Wenn Sie jetzt z.B. einen Internisten, der nicht gleichzeitig Allgemeinmediziner ist, als Hausarzt haben, droht bei jedem Besuch dieses Arztes ein Problem mit der 20% Mehr-Erstattung

Das nur am Rande.
 

Das von mir oben geschilderte Szenario ist real.
 

Lassen Sie sich die Zahlen einmal für Ihr aktuelles Eintrittsalter kommen (so als ob Sie die Tarife jetzt neu abschliessen würden).
Dann vergleichen Sie mit den Beiträgen, die Sie bei zeitgleicher Umstellung zu zahlen hätten (Portierung der Alterungsrückstellung wirkt sich beitragsmindernd aus).
So kriegen Sie ein Gespür für die Unterschiede. Wenn Sie dann die Beiträge mal auf ein fiktives Lebensalter von z.B. 90 aufaddieren und mit den Zahlen anderer Versicherer mit etwa gleichem Leistungsumfang vergleichen, dann werden Sie schnell
erkennen, wo das Problem liegt.

 

 

 

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Danke für die Hinweise.

 

zu b): Die praktische Anwendung des Primärarztprinzips muss ich in der Tat noch genau klären (kommt mein Hausarzt in Frage, "Heilungsmöglichkeiten" eines versäumten Primärarztbesuchs). Im Zweifel darf man die Erstbehandlung eines Facharztes nicht zur Erstattung einreichen. Man muss die Spielregeln kennen und befolgen- dann sehe ich diesbezüglich kein großes Problem sondern lediglich eine Komforteinbuße.

 

Ihr Rechenszenario verstehe ich leider nicht:

 

Ich kann durch Vergleiche in etwa die derzeitige €-Wirkung (oben nennen Sie das 'Unterschiede') der AR auf die monatliche Prämie abschätzen. Derzeit wirken die AR mit rund 250€ (!) Prämienunterschied pro Monat sowohl im leistungsstärksten als auch im leistungsschwächeren Tarif. Das macht einen Versicherungsgesellschaftswechsel sinnlos (Addition des Prämienunterschieds in 33 Jahren -> 100k€). Wobei die Zahl nicht ganz mit den ausgewiesenen AR gemäß Bestätigung des Versicherers passt (Summe der AR derzeit ~ 34k€).

 

Bei den Tarifen für Neueinsteiger meines Alters liegen andere Versicherer (Axa, Hallesche) 5-20% über den Tarifen für Neueinsteiger bei der HUK. Das könnte man jetzt mit höheren Leistungen oder auch mit dem relativ niedrigen Preisniveau der HUK insgesamt erklären. Letzteres war dereinst der Hauptgrund, mich für die HUK zu entscheiden und grundsätzlich bin ich bis heute mit der HUK zufrieden.

 

Leider erkenne ich nicht, wo das Problem liegt.


 

 

 

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vor 1 Stunde schrieb KielerJung:

Im Zweifel darf man die Erstbehandlung eines Facharztes nicht zur Erstattung einreichen. Man muss die Spielregeln kennen und befolgen- dann sehe ich diesbezüglich kein großes Problem sondern lediglich eine Komforteinbuße.

 

Ist das so? Oder reichen bereits Besuch/Diagnose/... aus? Was steht dazu im Bedingungswerk?

Im Zweifel fordert die Versicherung sonst einen großen Batzen Geld zurück...

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Posted · Edited by KielerJung
schädlich genauer spezifiziert: ... der Versicherte hat bezüglich des weiteren Krankeits-/Krankheitskostenverlaufes nicht schädlich gehandelt

Soweit ich das bisher den Versicherungsbedingungen entnehmen konnte gibt es keine Verbote, außerhalb der eingereichten Rechnungen anderweitig Ärzte zu konsultieren. Die Versicherung kann nach meinem Rechtsempfinden (ich weiß- dünnes Eis) kein Recht darauf haben, über sämtliche Arztbesuche von mir informiert zu werden. Lediglich bei den eingereichten Rechnungen muss eben ein Primärarztprinzip eingehalten werden.
Klären werde ich noch die "Heilungsmöglichkeiten" eines versäumten Primärarztbesuchs- hier sollte es doch praktikable Möglichkeiten geben. Im obigen Beispiel "Starke Kopfschmerzen im Urlaub" hat der Versicherte bezüglich des weiteren Krankeits-/Krankheitskostenverlaufes nicht schädlich gehandelt, in dem er kurzfristig bei starken Schmerzen die Möglichkeit einer direkten Facharztkonsultation in Anspruch nahm.

Sonst wäre es ja geradezu fahrlässig, jemals wieder direkt zu einem Facharzt zu gehen- und so restriktiv kann (und will) ich mir die Versicherungsbedingungen nicht vorstellen. Aber das werde ich prüfen.

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vor 21 Minuten schrieb KielerJung:

Soweit ich das bisher den Versicherungsbedingungen entnehmen konnte gibt es keine Verbote, außerhalb der eingereichten Rechnungen anderweitig Ärzte zu konsultieren. Die Versicherung kann nach meinem Rechtsempfinden (ich weiß- dünnes Eis) kein Recht darauf haben, über sämtliche Arztbesuche von mir informiert zu werden.

Sie kann bei Verdacht nachfragen und ihre Zahlungen an dich einstellen, bis ihre Nachfragen beantwortet sind - und dazu gehört auch die Schweigepflichtsentbindung all deiner Ärzte.

 

Zitat

Sonst wäre es ja geradezu fahrlässig, jemals wieder direkt zu einem Facharzt zu gehen- und so restriktiv kann (und will) ich mir die Versicherungsbedingungen nicht vorstellen. Aber das werde ich prüfen.

Ich fürchte genau das wollte Peter damit sagen.

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Posted · Edited by andjessi

Das Recht nicht direkt zum Facharzt gehen zu können bzw. den Rest seines Lebens 20% der Behandlungskosten selbst zu tragen, würde ich jedenfalls nicht akzeptieren. Das passt nicht zum Anspruch "besser abgesichert" zu sein, als ein GKV-Versicherter.

 

Ich bin ja auch bei der HUK und war von 2001 - 2006 im E-Tarif und ab dann im A150. Der E-Tarif ist nicht toll, das stimmt, aber ob der E-Tarif jetzt wirklich eine existenzielle Bedrohung ist, wage ich zu bezweifeln. Jedenfalls dann nicht, wenn man weiß, was man sich da eingekauft hat und Rücklagen bildet. Keine ambulante oder stationäre  Psychotherapie zu bekommen, heißt ja nicht, dass man nicht durch einen Psychiater behandelt wird. Natürlich ist auch im E-Tarif z.B. eine "depressive Episode" versichert und man bekommt hierfür auch eine Erstattung, auch für die regelmäßigen Gespräche mit einem Psychiater (das ist dann aber keine Psychotherapie, sondern eine ärztliche Behandlung). Das kann ich aus eigener Erfahrung (2005 hatte ich einen Burnout) bestätigen. Das Kostenrisiko keine Psychotherapie bezahlt zu bekommen (z.B. Traumabewältigung, Angst-/Zwangsstörungen, Verhaltenstherapie etc.) ist natürlich da, aber dies ist grundsätzlich kalkulierbar (zumal auch andere Top-Tarife oft nur 30-60 Sitzungen bezahlen) und notfalls aus eigener Kasse zu bezahlen. Unkalkulierbarer (aber auch nicht existenzbedrohend) finde ich da schon das Thema Hilfsmittel im E-Tarif. Das war für mich 2006 auch der Grund die Wechseloption Richtung Komforttarif zu nutzen, selbst wenn dort die Regelungen auch nicht gut sind (andere Versicherungen schieden ja aufgrund der Diagnose nunmehr aus), aber bzgl. ihres Toptarifs ist die HUK hier sicherlich auch kulanter.

 

Als Notnagel für E-Tarifversicherte (aber auch bei Lücken im Select oder Komorttarif) bleibt im Fall der Fälle ja immer noch der Standardtarif. Damit hievt man seinen Vertrag notfalls auf das GKV-Niveau.

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Ich habe bei der HUK speziell für den Select-Tarif angefragt: Eine versäumte Erstbehandlung durch Allgemein-, Frauen-, Kinder-, Augen-, Not-, Bereitschaftsarzt führt zu Verminderung der Erstattung auf 80% für die Erstbehandlung und alle weiteren Behandlungen ohne Überweisung von einem Allgemein-, Frauen-, Kinder-, Augenarzt.

"Heilen" kann der VN dieses Versäumis, indem er zu einem Allgemein-, Frauen-, Kinder-, Augenarzt geht und sich dort eine Überweisung für weitere Folgebehandlungen beschafft. Die zuvor erfolgten, eingereichten Behandlungen werden zu 80% erstattet aber wirken sich nicht schädlich auf die weitere Erstattungshöhe aus. Wartezeiten gibt es ebenso nicht.

 

Ein "Verheimlichen" von Fachartzbesuchen vor Überweisung durch einen Allgemein-, Frauen-, Kinder-, Augenarzt ist nicht erforderlich.

 

Als Primärarzt können auch Ärtze anerkannt werden, die nicht ausgewiesen Allgemein-, Frauen-, Kinder-, Augenarzt sondern praktizierende "Hausärzte" sind. Diese müssen nur vorher der HUK gemeldet werden (also die Ärtze einer "Hausarzt"- bzw. Gemeinschaftspraxis, häufig Internisten).

 

Somit kommen für mich die HUK-Tarife mit Primärarztprinzip in Frage; ich persönlich halte das Primärarztprinzip für sehr sinnvoll.

Ich überlege, zeitnah vom A150 in einen Tarif mit Primärarztprinzip zu wechseln.

 

Nur ist der Beitragsverlauf des Select600 (neue Welt, BISEX) so, dass eine baldige Beitragssteigerung zu erwarten ist (die Zinsproblematik-Erhöhung hat dort anscheinend noch nicht stattgefunden). Und der SelectPro - Tarif ist ein Tarif aus der UNISEX-Welt- diesen Wechsel wollte ich derzeit vermeiden.

Es gäbe noch den SelectPro1 (Tarif von 1995=alte Welt, BISEX)- aber der ist überproportional teuer; offenbar eine überalterte, teure Kohorte.

 

Kommentare/Empfehlungen?

 

 

 

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Wenn die HUK das mit dem Primärarztprinzip so handhabt wie von dir beschrieben, ist es kein Primärarztprinzip und wirkt kaum kostendämpfend.

 

Habe es gerade für mich auch mal ausgerechnet. Der Select600 Bisex erscheint mir "zu günstig". Warum soll ein quasi gleichwertiger Tarif so viel günstiger sein (bei mir z.B. würde sich der Beitrag vom A150 in den Select600 um 170,- EUR im Monat reduzieren). Da kommt im Select600 bestimmt bald eine fette Anpassung (die der A150 ja im März gerade erfahren hat).

 

Ich würde nicht wechseln und abwarten.

 

 

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Ich rechne beim Select600 eine Beitragserhöhung von 30% ein (eine Abschätzung, nachdem meine Gesamtprämie im A150 plus Zahn, stationär und Krankentagegeld rund 26% teurer wurde dieses Jahr).

Dann liegt meine monatliche Prämienersparnis bei Berücksichtigung von 1/12 Selbstbehalt bei rund 110 EUR.

Ziehe ich von der reduzierten Prämie noch die unterschiedlich hohen Beitragsrückerstattungen (ich kalkuliere mit der BRE alle 4 Jahre) und die im Tarif gebildeten Altersrückstellungen mit ein (diese schätze ich defensiv mit 35% der Prämie ab) so kostet mich der Select600 immer noch etwa 45€ weniger im Monat.

 

Bleiben 2 Gretchenfragen:

  1. Akzeptiere ich für 45€/Monat die geringeren Leistungen des Select?
  2. Wie unterscheiden sich die Beitragsverläufe der Tarife Axxx und Selectxxx in der Zukunft - lohnt ein Wechsel überhaupt oder entwickeln sich die Select-Tarife schlechter als die "Top-Schutz"-Tarife?

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Posted · Edited by andjessi

Im Jahr 2009 habe ich mir mal von der HUK ausrechnen lassen, wie der Beitrag wäre, wenn ich (damals mit 35) in den Select600 aus dem A150 wechsele.

 

Ich hätte damals 227,- EUR pro Monat bezahlt (ohne Tagegeld und Pflege). Wenn ich heute wechseln würde, müsste ich auch nur 300,- EUR für den Select600 zahlen. Im gleichen Zeitraum (2009 - 2017) hat sich allein mein A150-Baustein von 153,- EUR auf 308,- EUR erhöht, dazu kommen über 60,- EUR Preiserhöhung für den Stationär- uns Zahntarif. Von diesen ~ 210,- EUR ist der Select nur gut 70,- EUR "mitgegangen".

 

Ich vermute schwer, dass ein Großteil der fehlenden 140,- EUR als Beitragsanpassung in den nächsten Jahren nachgeholt wird.

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Willkommen zum heiteren Tarife-Raten und Prognostizieren :o

 

Anstatt über Prozentuale Hochrechnungen und eventuelle Beitragsrückerstattungen zu philosophieren wäre es doch evtl. sinnvoller, sich mal das genauer anzuschauen, was man vom Inhalt her kauft: Das ist nämlich der einzig unveränderliche Faktor in dem Spiel - alles andere kann morgen vom Vorstand weg gewischt werden - ohne Möglichkeit zur Gegenwehr.

 

Unter diesem Blickwinkel kann ich nur empfehlen, sich die einzelnen Leistungsaussagen des Select einmal sehr genau anzuschauen. (Stecken nämlich noch ein paar Selbstbehalte mehr drin, als in der pauschalen SB ausgewiesen.)
Stichwort Hilfsmittelkatalog und Krankentransporte, um jetzt mal nur schnell zwei Bereiche zu nennen.

 

BTW: Die Aussage zum Primärarztprinzip bzgl. "Heilungsmöglichkeit" einer versäumten Erstuntersuchung würde ich mir auf alle Fälle schriftlich geben lassen - nicht von irgendeinem Geschäftsstellen Willi - da darfs schon ein bisserl höher sein.
Die geschilderte Vorgehensweise ist nämlich nicht durch die AVB gedeckt!

 

 

 

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Das heißt Vertrauens-Willi ... :thumbsup:

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Posted · Edited by KielerJung

Am 12.5.2017 um 19:59 schrieb Peter Wolnitza:

Willkommen zum heiteren Tarife-Raten und Prognostizieren :o

 

Anstatt über Prozentuale Hochrechnungen und eventuelle Beitragsrückerstattungen zu philosophieren wäre es doch evtl. sinnvoller, sich mal das genauer anzuschauen, was man vom Inhalt her kauft: Das ist nämlich der einzig unveränderliche Faktor in dem Spiel - alles andere kann morgen vom Vorstand weg gewischt werden - ohne Möglichkeit zur Gegenwehr.

 

[...]

 

BTW: Die Aussage zum Primärarztprinzip bzgl. "Heilungsmöglichkeit" einer versäumten Erstuntersuchung würde ich mir auf alle Fälle schriftlich geben lassen - nicht von irgendeinem Geschäftsstellen Willi - da darfs schon ein bisserl höher sein.
Die geschilderte Vorgehensweise ist nämlich nicht durch die AVB gedeckt!

 

 

 

 

Das Problem: Die Tarifentwicklung ist der wichtigste aller Faktoren im Spiel. Fällt diese katastrophal aus (und dagegen kann ich mich wie Sie richtig sagen kaum wehren), so muss ich den Tarif wechseln. Und spätestens dann muss ich Leistungsreduzierungen in Kauf nehmenn, womit auch der von Ihnen als "unveränderlich" bezeichnete Faktor (Leistungsumfang) plötzlich veränderlich wird.

 

 

Zum Hinweis "Die geschilderte Vorgehensweise ist nämlich nicht durch die AVB gedeckt!":   Das haben meine Recherchen auch ergeben. Und deshalb steht und fällt die Möglichkeit, sich auf das Primärarztprinzip einzulassen, mit einer schriftlichen Bestätigung (meine Meinung).

Danke für den wichtigen Hinweis.

 

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Posted · Edited by KielerJung

Am 12.5.2017 um 15:47 schrieb KielerJung:

[...]

 

Wie unterscheiden sich die Beitragsverläufe der Tarife Axxx und Selectxxx in der Zukunft - lohnt ein Wechsel überhaupt oder entwickeln sich die Select-Tarife schlechter als die "Top-Schutz"-Tarife?

 

Und? Gibt es grundsätzliche Tendenzen, was die Beitragsverläufe betrifft? Muss man von einem schlechteren Beitragsverlauf des Select600 ausgehen (Zeitraum 15-20 Jahre, danach gehe ich von einem erneuten Tarifwechsel aus).

 

Mich würden ähnliche Einschätzungen wie von andjessi (Danke!) interessieren.

 

Etwaige, noch nachzuholende Prämiensteigerungen gegenüber den Top-Tarifen kann man ja proportional grob einpreisen. Die bestimmende Größe ist nicht, ob man bei einer Abschätzung heute ein paar Prozente daneben liegt, sondern ob die Prämien der "gehobenen Absicherung"-Tarife die Prämien der "Top-Schutz"-Tarife langfristig einholen.

 

Was ist Eure Meinung?

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Posted · Edited by KielerJung

An das Thema Beitragsverläufe bzw. Beiträge im Alter traut sich so Recht niemand heran. Gut, das wäre ja auch in etwa so, als fragte ich nach dem DAX-Stand im Jahre 2040.

 

Nur muss ich doch - letztendlich allein schon für die Justage meiner Altersvorsorge- eine Abschätzung über die zu erwartenden Prämien im Rentenalter tätigen. Immer im Dunkeln herumlavieren "das kann heute niemand sagen" kann es nicht sein.

 

Also meine (Laien-) Einschätzung ist folgende: Prämie PKV im Rentenalter inklusive aller Selbstbehalte rund 1000€/ Monat. Reduktion durch Beitragsentlastungsbausteine und Zuschuss durch die gesetzlichen RV ca 400€. Ergibt einen Zahlbetrag von rund 600€ netto. Meine Altersvorsorge muss also im Vergleich zu meinem (imaginären) Zwillingsbruder in der GKV um 600€ höher kalkuliert werden.

 

Hat jemand ähnliche Abschätzungen vorgenommen?

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11 minutes ago, KielerJung said:

An das Thema Beitragsverläufe bzw. Beiträge im Alter traut sich so Recht niemand heran. Gut, das wäre ja auch in etwa so, als fragte ich nach dem DAX-Stand im Jahre 2040.

 

Nur muss ich doch - letztendlich allein schon für die Justage meiner Altersvorsorge- eine Abschätzung über die zu erwartenden Prämien im Rentenalter tätigen. Immer im Dunkeln herumlavieren "das kann heute niemand sagen" kann es nicht sein.

 

Also meine (Laien-) Einschätzung ist folgende: Prämie PKV im Rentenalter inklusive aller Selbstbehalte rund 1000€/ Monat. Reduktion durch Beitragsentlastungsbausteine und Zuschuss durch die gesetzlichen RV ca 400€. Ergibt einen Zahlbetrag von rund 600€ netto. Meine Altersvorsorge muss also im Vergleich zu meinem (imaginären) Zwillingsbruder in der GKV um 600€ höher kalkuliert werden.

 

Hat jemand ähnliche Abschätzungen vorgenommen?

Gilt diese Abschätzung für die HUK oder für welchen Tarif? Ich glaube, dass die Prognose für einen 100€ HUK-Tarif und einen 500€ Barmenia-Tarif sehr unterschiedlich ausfallen werden und nicht pauschal mit 600€ beziffert werden können. Zudem gibt es nicht für alle die 400€ Zuschuss von der RV. 

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