pteppics Depot

47 posts in this topic

Posted · Edited by bounce

Zahlen sehen ja ganz gut aus. Ich habe mich vor kurzem intensiver mit Brinker International befasst, einem Konkurrenten. Ist zur Zeit günstig und der Free Cash Flow ist auch hoch. Was mir dort nicht gefallen hat, ist, dass die kaum gewachsen sind seit 2008, sondern den gesamten FCF für Aktienrückkäufe verwendet haben. Das ist OK. Was ich nicht gut fand, war, dass die die Verschuldung auch für diesen Zweck in die Höhe getrieben haben. Was wohl dunkle Wolken am Himmel darstellt, sind die kontinuierlich abnehmende Zahl an Leuten, die in den Einkaufsmalls/Einkaufsstraße flanieren (Onlinehandel) und deswegen dann auch weniger in ((Fast) Casual) Restaurants essen gehen. Ich denke, da ist was dran. Aber das wird eher ein langfristiger als ein kurzfristiger Trend sein.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Das Thema Online-Handel spielt tatsächlich eine Rolle in den Überlegungen, jedenfalls wurde es im letzten Earnings-Call am Rande einmal angesprochen. CAKE ist jedenfalls in einigen Shopping-Malls vertreten und immerhin hält das Thema CAKE nicht davon ab, neue Filialen in Shopping-Malls zu eröffnen. Aus ein paar 1000km Entfernung ist das schwer zu beurteilen.

 

Insgesamt leiden fast alle Casual Restaurants unter einem Traffic Rückgang, wobei sie das durch höhere Einzelrechnungen pro Besucher (average checks) wieder ausgleichen. Man kann jetzt natürlich darüber nachdenken, ob das ein sich weiter verstärkender Trend ist (evtl. eben durch den Onlinehandel) oder nur eine kleine Schwächeperiode, weil die Leute ihr Geld zusammenhalten wollen.

 

Gerade eben kommen die Zahlen von Cracker Barrel, die sich nahtlos in das gerade Gesagte einfügen: Traffic -2,1% (das ist schon recht viel), Average check +2,7%, COMPS: +0,6% (in den Restaurants) -2,2% (im Retailbereich).

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Den Traffic-Rückgang (wie heißt ein sinnvolles deutsches Wort dazu?) versuchen wohl einige auch über Lieferdienste auszugleichen. Das große Problem daran ist allerdings, dass niemand margenstarke (für den Kunden teure) Getränke mitbestellen wird. Es wäre interessant zu wissen, wie viele Stadt-Bummler während/nach dem Einkaufen in solchen Restaurants etwas trinken/essen, also wie hoch der Umsatzanteil ist. Was mich an Brinker stört sind wie geschrieben die mittlerweile recht hohen Schulden. Das EPS wurde in den letzten Jahren durch Aktienrückkäufe (FCF- und schuldenbasiert) in die Höhe getrieben. Damit sollte in der Dimension Schluss sein, da nur noch der FCF dazu verwendet werden dürfte in den nächsten Jahren. 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Mit einem Lieferdienst versucht sich Cheesecake auch (mit einem Partner), aber da ist es noch zu früh, um Bilanz zu ziehen. Außerdem öffnen sie auch Filialen im Ausland z.B. in den Emiraten (Dubai glaube ich).

 

Brinker hat ja inzwischen schon ein negatives Eigenkapital. Bei so einem Finanzgebaren fallen bei mir sofort alle Klappen. Im Gegensatz dazu hat Cheesecake Factory sehr geringe langfristigen Schulden.

 

Ach so: Kauf CAKE: 61,80 oder so ähnlich. Bin jetzt zu faul nachzuschauen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 18 Stunden schrieb pteppic:

Brinker hat ja inzwischen schon ein negatives Eigenkapital. Bei so einem Finanzgebaren fallen bei mir sofort alle Klappen. Im Gegensatz dazu hat Cheesecake Factory sehr geringe langfristigen Schulden.

Wie auf Morningstar zu sehen, hat Brinker massiv Treasury Stocks. Wegen der Vorschriften müssen diese mit negativen Anschaffungskosten in die Bilanz - was ich persönlich quatsch finde. Ich mache jede Wette: wenn man sie mit 0 ansetzt (was bei Vernichtung der Aktien der Fall wäre), sieht die Bilanz ok oder sogar gut aus.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 2 Stunden schrieb patient4711:

Wie auf Morningstar zu sehen, hat Brinker massiv Treasury Stocks. Wegen der Vorschriften müssen diese mit negativen Anschaffungskosten in die Bilanz - was ich persönlich quatsch finde. Ich mache jede Wette: wenn man sie mit 0 ansetzt (was bei Vernichtung der Aktien der Fall wäre), sieht die Bilanz ok oder sogar gut aus.

Stimmt, ist mir entgangen, dabei war ich auf der gleichen Seite, habe aber nicht so genau hingeschaut wie du. :-* Die Bilanz sieht nach dieser Bereinigung tatsächlich besser aus.

 

Kann mir eigentlich jemand erklären, warum Unternehmen das so machen? Letztlich mindern sie damit das EK ja massiv. CVS macht es genauso und uva. mehr. Welche Vorteile bringt das oder dürfen sie die Aktien nicht einfach so vernichten?

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Wahrscheinlich weil man sich die Möglichkeit offen halten will, die Shares wieder auszugeben...

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 7 Stunden schrieb pteppic:

Stimmt, ist mir entgangen, dabei war ich auf der gleichen Seite, habe aber nicht so genau hingeschaut wie du. :-* Die Bilanz sieht nach dieser Bereinigung tatsächlich besser aus.

 

Kann mir eigentlich jemand erklären, warum Unternehmen das so machen? Letztlich mindern sie damit das EK ja massiv. CVS macht es genauso und uva. mehr. Welche Vorteile bringt das oder dürfen sie die Aktien nicht einfach so vernichten?

 

Wenn ein Unternehmen, sagen wir mal durch die Reduzierung von Barbeständen, eigene Aktien zurückkauft sinkt in der Bilanz die Summe der Aktiva. Um die Bilanz wieder auszugleichen muss also auch auf der Passivseite in gleicher Höhe eine Anpassung vorgenommen werden. Und da gibt es nunmal keine andere Möglichkeit als das Eigenkapital mit dem Aktienrückkauf zu verrechnen und dann kommen dabei dann auch solche Ergebnisse raus wie etwa in der Bilanz von McDonalds derzeit...

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 10 Stunden schrieb Up_and_Down:

 

Wenn ein Unternehmen, sagen wir mal durch die Reduzierung von Barbeständen, eigene Aktien zurückkauft sinkt in der Bilanz die Summe der Aktiva. Um die Bilanz wieder auszugleichen muss also auch auf der Passivseite in gleicher Höhe eine Anpassung vorgenommen werden. Und da gibt es nunmal keine andere Möglichkeit als das Eigenkapital mit dem Aktienrückkauf zu verrechnen und dann kommen dabei dann auch solche Ergebnisse raus wie etwa in der Bilanz von McDonalds derzeit...

Das habe ich schon kapiert. Es gibt aber neben der Bilanzierung als Treasury Stocks eben auch die Möglichkeit, die Aktien komplett aus dem Verkehr zu ziehen. Warum wird das nicht vermehrt gemacht?  Ich kann mir ja vorstellen, dass man ein paar rückgekaufte Aktien behält, etwa um für Notfälle oder auch Übernahmen gerüstet zu sein oder um das Management mit Optionen für den Bonus zu versorgen. Aber 40 Mrd. wie z.B. MCD und das mit den entsprechenden Auswirkungen auf das Eigenkapital, das verstehe ich nicht.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Wenn die Treasury Stocks vernichtet werden ändert das nichts an der Summe des Eigenkapitals. Die entsprechende Änderung bei der Position der Treasury Stocks wird nach meinem Verständnis dann mit anderen Eigenkapital-Positionen verrechnet, sodass es ein Nullsummenspiel wäre und somit in der Bilanz keinen nennenswerten Unterschied hervorruft. --> So jedenfalls lese ich das hier heraus.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Treasury stocks behalten - soweit ich das richtig sehe - aber weiterhin einen Wert, damit sie wieder ausgegeben werden können. Retired stocks hingegen werden vernichtet.

Die bilanzielle Behandlung überfordert mich aber gerade.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Drei Leute mit gesundem Halbwissen, versuchen etwas rauszufinden ... :rolleyes:

 

Aber ich habe nochmals recherchiert und behaupte es verstanden zu haben: Der Grund für die Bilanzierung beim Eigenkapital liegt daran, dass Rückkäufe sich nicht ergebniswirksam in der Bilanz auswirken dürfen. Würde man also die Treasury Stocks nicht dort buchen, würde der entsprechende Wert automatisch bei den "retained earnings" auftauchen und das ist nicht erlaubt.

 

Beispiel:

Firma A:

Assets 10.000 Liabilities 5.000 EK 5.000 darin enthalten: 2000 retained earnings

 

Rückkauf von Aktien für 1.000

 

Assets 9.000 Liabilities 5000 EK 4000 inklusive 2000 retained earnings und -1.000 Treasury stocks.

 

Ohne diese Methode würden sich die retained earnings auf 1.000 halbieren.

 

Wäre das möglich, könnten die Unternehmen quasi mit den eigenen Aktien spekulieren, was aus gutem Grund untersagt wird. So tauchen entsprechende Buchungen eben "nur" im Eigenkapital auf.

 

Zitat

In either method, any transaction involving treasury stock cannot increase the amount of retained earnings. If the treasury stock is sold for more than cost, then the paid-in capital treasury stock is the account that is increased, not retained earnings. In auditing financial statements, it is a common practice to check for this error to detect possible attempts to "cook the books."

Wikipedia

 

Jeder Kauf oder Verkauf wird im Posten eingezahltes Kapital verbucht. Das ist hier gut erklärt. Von daher mindern Treasury stocks durchaus das Eigenkapital, was dann aber noch immer nicht meine eigentliche Frage beantwortet, warum die Unternehmen die Treasury stocks nicht in den Ruhestand schicken ("retirement").

 

Zwei Argumente sind wohl stichhaltig:

1. Treasury stocks sind stille Reserven, die bei Übernahmen aktiviert werden können, natürlich um den Preis der Verwässerung ausstehender Aktien.

2. Kann es sein, das Treasury Stocks als eine Art stille Reserve die Kreditwürdigkeit, also das Rating erhöhen, weil im Notfall eben schnell und ohne große Umschweife eine Kapitalerhöhung durchgezogen werden kann? Nur so eine Idee.

 

 

P.S. Falls hier ein Profi unterwegs ist und ich hier Bockmist erzählt habe, bitte korrigieren.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Dein Beispiel zur Bilanzierung ist nach meinem Verständnis richtig.

 

Treasury Stocks mindern so oder so das Eigenkapital: das Unternehmen hat Geld ausgeschüttet und keine Vermögensgestände erworben. Neben den beiden von dir genannten Gründen vermute ich als weiteren Grund die Signalwirkung: wenn man die Tresury Stocks noch in der Bilanz sieht, dann sieht man, warum das Unternehmen so geringes EK hat. ("Hey, das liegt nicht daran, dass wir kein Geld gehabt hätten!")

 

Hier mal am Beispiel der Bilanz von Brinker (EAT) aus dem letzten 10-Q, weil ihr das Unternehmen gerade disktiert hattet:

Bildschirmfoto 2017-02-24 um 18.07.44.png

 

Man sieht, dass Brinker Vermögensgenstände (Total assets, grün markiert) im Buchwert von rund $1,5 Mrd. hat, aber Schulden in Höhe von insgesamt rund $2 Mrd (rot markiert). Damit ist das Unternehmen bilanziell mit rund $0,5 Mrd. überschuldet (Total shareholders' deficit).

 

Die 126 Mio. eigenen Aktien hat man für insgesamt rund $3,5 Mrd. zurückgekauft (orange markiert). Beim aktuellen Aktienkurs von $42 sind diese theoretisch aber rund $5,3 Mrd. wert.

 

Wenn Brinker die eigenen Aktien für $42 je Aktie komplett wieder verkaufen würde, dann ergäbe sich nach meinem Verständnis zum einen logischerweise ein um $5,3 Mrd. höherer Cash-Bestand (ergibt $6,8 Mrd. Total assets), zum anderen logischerweise keine Treasury Shares mehr, und das Additional paid-in capital (Kapitalrücklage) würde um den Betrag steigen, um den der Verkaufserlös ($5,3 Mrd.) über den Erwerbskosten ($3,5 Mrd.) der eigenen Aktien liegt, hier also $1,8 Mrd. Damit hätte Brinker dann rund $4,8 Mrd. Eigenkapital.

 

Der Haken an dieser Argumentation ist, dass die Annahme unrealistisch ist, Brinker könnte einfach so 126 Mio. Aktien wieder verkaufen. Laut dem 10-Q waren am 30. Januar 2017 nur knapp 49 Mio. Aktien im Umlauf.

 

Alle Angaben ohne Gewähr :). Ich fand diese Seite ganz hilfreich zur Erklärung.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Vielen Dank für die Bestätigung, Yerg. :thumbsup:

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Hat der beschriebene Sachverhalt einen Einfluss auf die Bewertung/Analyse eines Unternehmens?

 

Die einzige Sicherheit bei 0 % Eigenkapital (auf Grund aufgekaufter Aktien) dürfte doch der regelmäßige Gewinn/positve Cash-Flow sein (?). Wenn der nicht wäre, stiege die Verschuldung kontinuierlich an (ansonsten würden das Eigenkapital erst aufgebraucht werden, sofern kurzfristiges Vermögen vorhanden ist bzw. langfristiges Vermögen veräußert wird)

Anleihebesitzer gehen somit ein höheres Risiko ggü. Firmen mit bilanziertem Eigenkapital (bei gleichzeitig werthaltigem Vermögen) ein (mal unterstellt, dass sonst alles gleich ist). Anleihebesitzer von Firmen mit bilanziertem Eigenkapital haben als Sicherheit noch das Eigenkapital als Puffer (sofern das mit werthaltigem Vermögen gedeckt ist). Ergo müssten solche Unternehmen bei Schwierigkeiten deutlich unter die Räder kommen und auch die Zinsen dürften ansteigen. 

 

Die Argumentation, dass die eingezogenen Aktien als Sicherheit dienen, finde ich wenig griffig. Ein Verkauf über die Börse dürfte eine Kapitalerhöhung entsprechen (vielleicht nicht rechtlich, aber de facto schon), die letztlich auch von Unternehmen durchgeführt werden kann, die keine eigenen Aktien eingezogen haben.

 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by pteppic
Abb. sortiert

Wie eifrige Leser vielleicht schon bei Markymark gelesen haben, hat sich mein Depot um ein weitere Position erweitert: USU Software (Kaufkurs: 22,80€) Deren Produktpalette kann man kurz und knapp unter dem Begriff "Metasoftware" zusammenzufassen, denn sie bieten Tools an, mit denen Unternehmen ihre IT-Systeme in den Griff bekommen können. Diese Tools sind sehr vielfältig laufen inzwischen bei einem recht prominenten Kundenkreis. Wer es genauer wissen möchte: Die Website bietet sehr viel Informationen über alle Angebote, auch als hübsche kleine Youtube clips.

 

Zu den Zahlen: Die vorläufigen Zahlen für 2016 sind raus, allerdings noch nicht besonders detailliert, dafür aber sehr ambitioniert. Bis 2020 sollen Umsatz und EBIT mehr oder weniger verdoppelt werden. Es stellt sich dann immer die Frage, ob man diesen Angaben vertrauen kann, jedoch hat es USU bisher weitgehend geschafft, seine Ziele zu erreichen und deshalb ist die Wahrscheinlichkeit nicht klein, dass dies auch in Zukunft passieren wird, außergewöhnliche Ereignisse mal beiseitegelassen. Beim Wachstum sollen sowohl organisches Wachstum, als auch Zukäufe eine Rolle spielen. USU ist international vertreten, macht aber noch immer seinen Hauptumsatz in Europa. Die Bilanz ist grundsolide, in der Bilanz von 2015 liegt die Eigenkapitalquote bei 68%, die langfristigen Schulden sind gegenüber dem Cashbestand vernachlässigbar. USU schafft es, seine Zukäufe nahezu vollständig aus dem Cash zu bezahlen. Auch eine kleine Dividende wird gezahlt. Mit meinem Kauf setze ich darauf, dass die Wachsttumsstory gelingt, die Vorraussetzungen sind jedenfalls da. Interessant ist auch, dass der Anteil des Servicegeschäftes weiter wächst (2015: 30%), was zu einem konstanten stabilen Cashflow führt, wobei ich die Zahlen für 2016 dazu noch nicht kenne. Dass der Kurs gerade nicht so wirklich in die Puschen kommt, liegt auch daran, dass der Gewinn pro Aktie im letzten Jahr auf Grund steuerlicher Sondereffekte niedriger ausfällt als 2015. Umsatz und EBIT dagegen wurden um fast 10% gesteigert. Weil ich im Gegensatz zu Markymark der Charttechnik keine Beachtung schenke (womit ich nicht sage, dass sie nicht funktioniert), kaufe ich einfach und warte nicht auf eine Trendwende nach oben. Ich kann warten.

 

Der Februar war vermutlich für die meisten Aktienbesitzer recht erfreulich, wobei mein Depot immer noch etwas zurückhängt. Jedenfalls steht es aktuell mit ca. 3,5% im Plus. Die aktualisierte Zusammensetzung und die GuV der einzelnen Werte wie immer in der Tabelle unten.

 

Depot 03 17a.GIFDepot 03 17b.GIF

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Danke für die schöne Zusammenfassung! Warum du allerdings die Charttechnik liegenlässt, verstehe ich nicht so ganz. Aber jeder hat halt seinen eigenen Stil.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 2 Stunden schrieb markymark:

Danke für die schöne Zusammenfassung! Warum du allerdings die Charttechnik liegenlässt, verstehe ich nicht so ganz. Aber jeder hat halt seinen eigenen Stil.

 

Na, sagen wir mal so: Bei mir funktioniert die Charttechnik nicht, bzw. meine Versuche einem Trend oder anderen Signalen nachzuspüren, waren bisher nicht besonders erfolgreich. Meine dahingehenden Versuche sind zwar schon eine Weile her, aber meine Einstellung dazu hat sich nicht geändert. Und dann habe ich selbst oft genug erlebt, dass plötzliche Kurssprünge quasi aus dem Nichts kommen und man dann oft schon einen erheblichen Anteil des Gewinns verpasst hat. Daher lege ich mich lieber für eine Weile auf die Lauer, auch wenn das dann etwas länger dauert.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Am 21.2.2017 um 14:51 schrieb pteppic:

Das Thema Online-Handel spielt tatsächlich eine Rolle in den Überlegungen, jedenfalls wurde es im letzten Earnings-Call am Rande einmal angesprochen. CAKE ist jedenfalls in einigen Shopping-Malls vertreten und immerhin hält das Thema CAKE nicht davon ab, neue Filialen in Shopping-Malls zu eröffnen. Aus ein paar 1000km Entfernung ist das schwer zu beurteilen.

 

Insgesamt leiden fast alle Casual Restaurants unter einem Traffic Rückgang, wobei sie das durch höhere Einzelrechnungen pro Besucher (average checks) wieder ausgleichen. Man kann jetzt natürlich darüber nachdenken, ob das ein sich weiter verstärkender Trend ist (evtl. eben durch den Onlinehandel) oder nur eine kleine Schwächeperiode, weil die Leute ihr Geld zusammenhalten wollen.

 

Gerade eben kommen die Zahlen von Cracker Barrel, die sich nahtlos in das gerade Gesagte einfügen: Traffic -2,1% (das ist schon recht viel), Average check +2,7%, COMPS: +0,6% (in den Restaurants) -2,2% (im Retailbereich).

 

Das erinnert mich an die Taktik der Tabakhersteller, höhere Steuern und schrumpfende Absätze durch Preiserhöhungen zu kompensieren. Das funktioniert nicht ewig. Hinzu kommt, dass Tabak süchtig macht. Es sind zwar auch einige Menschen nach dem Big Mac oder dem Caramel Macchiato süchtig, aber meines Erachtens ist so eine Strategie in der Gastronomie (ohnehin schon eine Branche mit niedrigem Burggraben) wenig überzeugend.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Nach längerem Nachdenken und Recherchieren, habe ich mich entschlossen, den Kauf der Restaurantkette "Cheescake Factory" wieder rückgängig zu machen und bin mit plus minus 0 wieder raus. Der Grund ist, dass die Besucherzahlen in den Restaurants schon seit Jahren langsam aber sicher zurückgehen. Zwar steigen die Gewinne trotzdem, weil die Besucher mehr liegen lassen, aber man wird dort auf mittelfristig wohl keine Besserung erleben. Das liegt daran, das Cheesecake recht stark in Einkaufzentren, bzw. Innenstadtlagen vertreten ist, der Zustrom von Einkaufswilligen dort aber auf Grund des Onlinehandels stetig zurückgeht. Letztlich fehlt mir hier als Ausgleich für die eher geringe Dividende die Wachstumsperspektive. Beim Kauf habe ich mich zu sehr von den steigenden Gewinnen pro Aktie verführen lassen.

 

Dafür habe ich meinen bisher eher kleinen Anteil an USU Software mehr als verdoppelt, sowie ein paar Aktien von Gerresheimer dazu gekauft. Letztlich kommt dies auch meinem Bestreben entgegen, den Schwerpunkt mehr auf Deutschland zu verlagern, um mein nicht unerhebliches Währungsrisiko zu vermindern. Zwar reden alle von einem starken Dollar, aber so sicher bin ich mir da nicht. Eine Übersicht, wie es in meinem Depot jetzt aussieht, folgt demnächst.

 

Und nicht zu vergessen: Die "grandiose" Kapitalerhöhung bei Paion. Auf 22 alte, konnte man eine neue zu 2,05€ erwerben, was ich auch gemacht habe. Überzählige Bezugsrechte wurden für 0,30€ verkauft (bzw. der Bank, als Gebühr gutgeschrieben).

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Oh, Du bist jetzt auch bei Gerresheimer investiert? Willkommen im Club! Fundamental ist die Aktie gegenwärtig meines Erachtens nicht überteuert und das Wachstum scheint weiter intakt zu sein. Im Pharmabereich sind die USA allerdings der weltweit wichtigste Markt, so dass die Düsseldorfer dort entsprechend stark vertreten sind. Denkst Du noch über weitere deutsche Nebenwerte nach oder willst Du eher schon bestehende Positionen weiter aufstocken? Wünsche Dir ein frohes Osterfest!

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Am ‎12‎.‎04‎.‎2017 um 16:24 schrieb pteppic:

Nach längerem Nachdenken und Recherchieren, habe ich mich entschlossen, den Kauf der Restaurantkette "Cheescake Factory" wieder rückgängig zu machen und bin mit plus minus 0 wieder raus. Der Grund ist, dass die Besucherzahlen in den Restaurants schon seit Jahren langsam aber sicher zurückgehen. Zwar steigen die Gewinne trotzdem, weil die Besucher mehr liegen lassen, aber man wird dort auf mittelfristig wohl keine Besserung erleben. Das liegt daran, das Cheesecake recht stark in Einkaufzentren, bzw. Innenstadtlagen vertreten ist, der Zustrom von Einkaufswilligen dort aber auf Grund des Onlinehandels stetig zurückgeht. Letztlich fehlt mir hier als Ausgleich für die eher geringe Dividende die Wachstumsperspektive. Beim Kauf habe ich mich zu sehr von den steigenden Gewinnen pro Aktie verführen lassen.

Großartiges Timing! Ausgestiegen beim Kurs von 60€  Mitte April. Aktuell stehen sie bei 34€!

USU Software hingegen stieg von 21 auf aktuell über 28€!

 

 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!


Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.


Sign In Now