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Mutares

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TWP17

Sie haben sich ja auch bereits geeinigt (WP&Mutares) ging um einen Einstieg in 2024 der fast direkt nach Einstieg Pleite gegangen ist.

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Locodiablo
Am 2.5.2025 um 11:18 von TWP17:

Sie haben sich ja auch bereits geeinigt (WP&Mutares) ging um einen Einstieg in 2024 der fast direkt nach Einstieg Pleite gegangen ist.

Der Jahresabschluss wurde ja bisher noch nicht veröffentlicht. Die Veröffentlichung ist für den 20.05. - also übermorgen - geplant.

 

Wie kommst Du zu der Aussage, dass man sich bereits geeinigt hätte? Woraus konkret geht das hervor?

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TWP17

So Abschluss wurde nun ohne Einschränkungen gestern freigegeben. Müsste ich schauen, wenn ich Lust habe, wo meine Infos her waren, scheinen aber korrekt gewesen zu sein o:)

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Jeremy Siegel

Bei Mutares gab es in den letzten Tagen (Stand März 2026) deutliche Bewegung bei den Anleihen, was bei Anlegern für Aufsehen gesorgt hat. Der Kern der Sache ist eine vorübergehende Verletzung von Finanzkennzahlen (Covenants), für die das Unternehmen nun die Zustimmung der Gläubiger einholt.

 

1. Das Problem: Verletzung der Finanzkennzahl

Mutares hat bekannt gegeben, dass zum Ende des Geschäftsjahres 2025 eine in den Anleihebedingungen festgeschriebene Finanzkennzahl (vermutlich das Verhältnis von Verschuldung zu Eigenkapital oder EBITDA) nicht eingehalten wurde.

Betroffene Anleihen: Dies betrifft die beiden Nordic Bonds 2023/27 (ISIN: NO0012530965) und 2024/29 (ISIN: NO0013325407).

 

Ursache: Solche Abweichungen können bei Beteiligungsgesellschaften vorkommen, wenn sich geplante Exits (Unternehmensverkäufe) zeitlich verschieben, während gleichzeitig Investitionen getätigt werden.

2. Die Lösung: Gläubigerabstimmung („Written Procedure“)

Um eine formale Kündigungswelle der Anleihen zu verhindern, hat Mutares am 18. März 2026 ein schriftliches Beschlussverfahren eingeleitet.

Das Ziel: Die Gläubiger sollen einem vorübergehenden Verzicht („Waiver“) auf die Einhaltung dieser Kennzahl bis zum 30. Juni 2026 zustimmen.

Prognose: Mutares ist zuversichtlich, dass die Kennzahl bis Mitte 2026 durch geplante Verkäufe wieder „signifikant unterschritten“ wird.

 

3. Die Reaktion am Markt

Kursentwicklung: Nach Bekanntwerden der Nachricht gab es kurzzeitig Verkaufsdruck, da Covenant-Verletzungen am Anleihemarkt immer kritisch beäugt werden. Die Kurse stabilisierten sich jedoch schnell wieder im Bereich der Parität (um 100 %), da das Unternehmen gleichzeitig eine sehr starke Transaktionspipeline für das zweite Quartal 2026 angekündigt hat.

Zuckerl für Anleger: Um die Zustimmung der Gläubiger zu sichern, stellt Mutares eine Reduzierung der Anleihen durch Rückkäufe im weiteren Jahresverlauf in Aussicht.

Zusammenfassung

Es handelt sich nicht um ein strukturelles Problem des Geschäftsmodells, sondern um einen technischen Bruch der Anleihebedingungen aufgrund von Timing-Effekten bei Verkäufen. Da Mutares für das laufende Jahr hohe Überschüsse (165–200 Mio. EUR) prognostiziert und bereits mehrere Verkäufe (z. B. Relobus, inTime Group) unterzeichnet hat, scheint die Liquiditätslage stabil zu sein.

 

Die Kurse liegen aktuell bei 100%. Der Markt hält die Äußerungen des Unternehmens in diesem Fall also für glaubwürdig.

 

Hier nimmt der CFO Marc Friedrich bei der SdK in einem langen Interview Stellung zur Situation bei Mutares:

 


 

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