Verständnisfrage Asset Allocation

27 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

vor 14 Minuten schrieb odensee:

 

Und haltet euch doch bitte nicht an dem Wording auf.... dazu ist das Wetter viel zu schön.

 

Hättste uns viel ersparen könne, wenn Dein Wording von vorn herein gestimmt hätte.;)

Soweit es nicht den Einzelfall, sondern die Masse an Einzelfällen betrifft - bleibe ich bei meinem Ersatzvorschlag.

Mir gings jedenfalls nur um die Masse .

 

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Geschrieben · bearbeitet von Nachdenklich

Ich weiß nicht, ob es wirklich schwarz/weiß-Denken ist, wenn man anzweifelt, daß es hier überhaupt möglich ist, anderen Personen passende Empfehlungen zur Asset-Allocation zu geben. Und ich halte es auch nicht für schwarz/weiß-Denken, wenn ich der Auffassung bin, daß der angeblich sichere Anteil (RK1) des Vermögens mit zunehmender Vermögenshöhe prozentual zurückgefahren werden kann. @Ramstein hat völlig recht, wenn er schreibt:

Am 20.7.2016 um 10:40 schrieb Ramstein:

Natürlich werden jetzt nicht gleich alle Leser auf 100% Aktienquote gehen, und das will ich auch nicht anregen. Was ich anregen möchte, ist die selbständige Beschäftigung mit dieser Frage und darauf folgend die eigene fundierte Entscheidung.

Im Ausgangsbeitrag (bzw. dem Beitrag, der die Diskussion ausgelöst hat) ging es um ein Depot, in dem der "sichere Anteil" 100.000,- Euro übersteigt. Hier handelt es sich also nicht um den Kleinstrentner:

vor 5 Stunden schrieb Ramstein:

Kleinrentner mit 25.000 Euro Anlagevermögen, die jeden Monat 200 Euro entnehmen wollen oder müssen, sind etwas fundamental anderes als das pensionierte Lehrerehepaar, dass von den beiden Pensionen in der eigenen Immobilie gut leben kann und das Anlagevermögen perspektivisch an die Kinder vererben wird.

Ich halte es nicht für schwarz/weiß-Denken, wenn man empfiehlt, bei einem Depotwert von 200.000,- Euro oder mehr mal darüber nachzudenken, ob die ursprünglich vielleicht für die Stabilität des Depots gewählte Aufteilung 50:50 noch sinnvoll ist. Wer nervenschwach ist ("wenn man das gar nicht will") mag dabei bleiben (oder sogar noch geringere Anteile in RK3 belassen). Andererseits halte ich es schon für überlegenwert, ob die Renditeverluste, die man als Anleger erleidet, weil man 50% des Depots nur zum Zwecke der Stabilisierung in Anlageklassen mit geringer Rendite (negativer Realrendite) steckt, der langfristigen Zielsetzung entspricht. Man kann sich nach einem Blick auf das Renditedreieck die Frage stellen, ob diese Stabilisierung überhaupt notwendig ist.

Und zu solchen Fragen kann es keine allgemeinen Empfehlungen geben.

Vielleicht ist es aber schwarz/weiß-Denken, wenn man Anlegern Arroganz unterstellt, weil diese eine höhere RK3-Quote für richtig halten.

Es gibt nämlich keine Anlageentscheidung, die ein "Allgemeinfall" ist. Jede Anlageentscheidung bezüglich der Aufteilung zwischen RK1 und RK3 ist eine individuelle Entscheidung, die die jeweils persönliche Risikotragfähigkeit und Risikotoleranz berücksichtigen sollte.  

Wenn mit zunehmendem Alter die Einkommens- und Vermögensverhältnisse stabiler werden (worauf ein Depot mit mehr als 100.000,- Euro RK1 hindeutet), dann könnte auch die Risikotoleranz und -tragfähigkeit gestiegen sein. Und das mag ein guter Grund sein, den Anteil, der renditelos im RK1-Anteil herumdümpelt, zu verringern.

Ich zitiere nochmal Ramstein: "Unter Renditegesichtspunkten sollte man sein Geld so investieren, dass für die beabsichtigte Anlagedauer die erwartete Rendite maximiert wird." Das ist nicht wie von einem Teilnehmer immer wieder behauptet ein Ausdruck von Gier, sondern von Vernunft.

Aussagen, wonach es "offensichtlich viele ältere Anleger gibt, die wieder besseren Wissens gerne zocken und getrieben von Gier hohe Risiken eingehen." finde ich allerdings ärgerlich.

Ich halte dagegen diese Überlegung für richtig:

Am 17.7.2018 um 13:02 schrieb odensee:

1) Man trifft die Entscheidung über die Asset Allokation grundsätzlich immer wieder neu (auch ein "Nicht-Entscheiden" ist ein Entscheiden...). Was also spricht dagegen, sich mal eine Stunde Zeit zu nehmen und über die finanzielle Situation und die Asset-Allokation erneut bewusst nachzudenken und sie zu ändern?

 

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